— Der deutsche Reichs-Commiffar für die Weltausstellung in Chicago, Geh. Regierungsrath Wermuth, ist nach mehrwöchigem Aufenthalte in den Vereinigten Staaten nach Berlin zurückgekehrt. Seine Reise bezweckte im Wesentlichen, die nöthigen Abmachungen mit den Organen der Ausstellung zu treffen, damit für die Vorbereitungen Deutschlands zur Theilnahme an der Chicagoer Weltausstellung eine feste, unabänderliche Grundlage geschaffen werde. Dieser Zweck ist denn auch in erfreulichster Weise erreicht worden und gedenkt Herr Wermuth demnächst über die Erfolge feiner amerikanischen Reise einen längeren Bericht zu veröffentlichen.
Neueste richten.
Wolffs telegraphisches Lorrcspondeaz»Bureou.
Berlin, 22. October. Die heute von den unbesoldeten Communalbeamten in der Philharmonie veranstaltete Forckenbeck-Feier war zahlreich besucht. Schulvorsteher Vogeler toastete auf das Kaiserpaar, Abg. Träger auf Forckenbeck, Sanitätsrath Rüge hielt eine Ansprache an den Jubilar und verlas die Glückwunschabreffe der unbesoldeten Communalbeamten. Forckenbeck betonte in seinem Dank die Verdienste der unbesoldeten Beamten um die Stadt und brachte ein begeistert aufgenommeues Hoch auf Berlin aus.
Potsdam, 22. October. Der Geburtstag der Kaiserin wurde heute im Reuen Palais festlich begangen. Die Vorbereitungen zu demselben waren unter Leitung des Kaisers, welcher persönlich die Aufstellung der Geschenke anordnete, getroffen worden. Die Feier begann um 9 Uhr im engsten Familienkreise. Um 10 Uhr gratulirten die Mitglieder der weiteren kaiserlichen Familie. Um 11 Uhr gratulirten das Hauptquartier und der Dienst der Kaiserin. Um 8 Uhr ist große Abendtafel, zu welcher außer der kaiserlichen Familie im engsten Sinne auch der Dienst Einladung erhalten hat. Am Morgen, sowie bei der Frühstückstafel und Abendtafel concertirten die Capellen der in Potsdam garnisonirenden Regimenter.
Stuttgart, 22. October. Die Ständeversamm'- lung ist heute Mittag 111/2 Uhr durch den König mit folgender Thronrede eröffnet worden: „Rach 27jähriger segensreicher Regierung ist Mein vielgeliebter Herr Oheim, des Königs Karl Majestät, von mir und dem dankbaren Volke tief betrauert, aus dem Leben geschieden. Zur Nachfolge in der Regierung berufen, trete Ich in die Mitte Meiner getreuen Stände und entbiete ihnen Meinen königlichen Gruß. Ich habe bereits ausgesprochen, daß Ich darauf zähle, daß Mein geliebtes Volk Mir in Liebe und Vertrauen entgegenkommt. Auch bei den Ständen des Landes hoffe Ich zuversichtlich auf eine verständnißvolle Unterstützung für ein ersprießliches Wirken zum Wohle des Ganzen. Wenn Ich die Lage des gesammten Vaterlandes zu der Zeit, in welcher der verewigte König die Zügel der Regierung ergriff, mit den jetzigen Verhältnissen vergleiche, so bin Ich glücklich, indem Ich heute an dieser Stelle vor Allem der festgefügten machtvollen Einigung gedenke, welche dem deutschen Volke als Frucht eines langen schweren Ringens in dem erstandenen deutschen Reiche für alle Zeiten gewonnen ist. Die in der Zugehörigkeit zu demselben begründeten Pflichten in unwandelbarer Treue zu erfüllen, soll Mir ein hohes Anliegen sein. Innerhalb des engeren Vaterlandes wird die Pflege eines stetigen und besonnenen Fortschritts auf allen Gebieten des staatlichen Lebens Gegenstand Meiner unausgesetzten Bemühungen bilden. Noch $at die Frage einer zeitgemäßen Revision der Landesverfassung, insbesondere in Absicht auf die Zusammensetzung der Ständeversammlung, eine Lösung nicht gesunden. Meine Regierung wird den Versuch einer Verständigung erneuern und Ich hege die Hoffnung, daß es bei Be- rathung der zu erwartenden Vorlage gelinge, in patriotischem Zusammenwirken das schwierige Werk einem glücklichen Abschluß entgegenzuführen. Die Pflege der Religion und die Fürsorge für das geistige und sittliche Wohl des Volkes werde Ich als heilige Obliegenheit betrachten. Die Sicherung und Hebung der volkswirthschaftlichen Interessen auch durch Weiter- entwickelung der Verkehrsmittel und durch die gleichmäßige Förderung von Gewerbe und Landwirthschaft wird die besondere Sorge Meiner Regierung sein,- namentlich ist auch die Fortbildung der Culturgesetzgebung in ihren verschiedenen Zweigen eine bereits in Angriff genommene Aufgabe. Jrn Finanzwesen bin Ich gewillt, auf den altbewährten Grundlagen mit Vorsicht weiterzubauen. Um die gerechte Verkeilung der öffentlichen Lasten sicherzustellen und dem Staate wie den Gemeinden die Mittel zur Bestreitung ihrer Bedürfnisse nachhaltig zu gewähren, wird der sachgemäßen Weiterführung der Steuergesetzgebung Meine volle Aufmerksamkeit zugewendet sein. Möge über Ihren Beratungen allezeit der Geist der Mäßigung und Versöhnlichkeit walten - mögen Ihre Verhandlungen getragen sein von der Ueber- zeugung, daß das Glück Meines Volkes die einzige Richtschnur Meines Handelns ist, dann wird unseren gemeinsamen Bestrebungen mit Gottes Hülfe der Erfolg nicht fehlen! Stark durch ein unzertrennliches Band gegenseitigen Vertrauens, welches Fürst und Volk umschlingt, darf Ich die Erfüllung des heißesten Wunsches erhoffen, der Mich beseelt, daß Meine Regierung dem geliebten Württemberg möge sein: eine Zeit der Wohlfahrt und des Friedens. Das walte Gott!" Die Stelle, welche von der Einigung des Deutschen Reiches handelt, sowie der Schlußpassus wurden mit starkem Beifall begleitet.
Paris, 22. October. Frey ein et besichtigte gestern das neugebildete aus einem activen Bataillon und zwei Landwehrbataillonen zusammengesetzte Mischregiment in Troyes. Der Minister erklärte, daß die Bildung von Mischregimentern als vollendete Thalsache anzusehen sei. Die Hauptwirkung der Maßnahme sei, daß die Feldarmee Frankreichs dadurch verdoppelt werde.
Paris, 22. October. Aus dem heute eröffneten zweiten Congreß der Eifenbahnarbeiter waren von circa 400 000 Eisenbahnbediensteten kaum 20000 vertreten. Das
active Personal sämmtlicher Eisenbahngesellschaften blieb der Organisation des Congresses vollständig fern. Von der Mehrzahl der auf dem Congreß erschienenen Delegirten werden Werkstätten-Arbeiter vertreten, die zu ständiger Beschäftigung nicht angenommen sind. Das Generalsyndicat der Maschinisten und Heizer auf den Eisenbahnen richtete an den Präsidenten der parlamentarischen Arbeitscommission, Ricard, ein Schreiben, worin es heißt: Die neuerlichen vielfachen Eisenbahnunfälle würden von einigen Eifenbahndirectoren ^zu Unrecht mit dem gegenwärtigen Congreffe in einen gewissen Causalzusammen- hang gebracht. Die Maschinisten und Heizer würden niemals ihre Zuflucht zur Gewalt nehmen. Sie seien sicher, daß ihnen Gerechtigkeit widerfahre.
Lyon, 22. October. In der Nähe des hiesigen Bahnhofs ist gestern ein Personenzug entgleist. Der Heizer und der Maschinenführer sind getödtet.
Petersburg, 22. October. Nach einer Meldung aus Rybinsk gerieth heute Morgen 3 Uhr unweit von der Stadt auf der Wolga ein Passagierdampfer in Brand, wobei sieben Menschen umgekommen sein sollen. Nähere Details fehlen.
Sofia, 22. October. Im nächsten Jahre findet vom 18. September bis 12. November unter dem Protectorate des Prinzen Ferdinand die erste bulgarische landwirth- schastliche und gewerbliche Ausstellung statt. Eine gleiche Ausstellung ist in Rustschuk vom 14. März bis 30. September 1893 geplant. Ausländer dürfen in beiden Ausstellungen nur Gegenstände, die für Landwirthschaft und Industrie verwendbar sind, ausstellen.
Depeschm des „Bureau Herold".
Berlin, 23. October. Auf der Tagesordnung der demnächst hier stattfindenden Ausschuß-Sitzung des Deutschen Handelstages stehen die Weltausstellung in Chicago, die Festlegung des Osterfestes und Bestimmung eines Termins für die Plenarversammlung.
Berlin, 22. October. Die „Kreuz-Ztg." erfährt, es sei feststehende Thatsache, daß der bevorstehende Besuch des Königs von Rumänien in Berlin der Erörterung der Frage gewidmet sei, welche Stellung der Dreibund gegenüber der Unverletzlichkeit des Territorialbesitzes von Rumänien nehmen werde.
Berlin, 22. October. Die heutige Bundesrathssitzung berieth den Gesetzentwurf über die österreichischen Ver- einsthaler, welcher dem Rechnungswesen überwiesen wurde. — Helgoland wurde dem Seeamtsbezirk Hamburg zugewiesen.
Berlin, 23. October. Das „Berl. Tageblatt" erfährt aus München, Hans Hopfens neues Schauspiel „Die Götter der Vernunft" wurde von der Censur beanstandet.
Berlin, 22. October. Bezüglich der Zubereitung des Tuberkulins sagt Koch in seiner heutigen Publikation: Zunächst sind Massenculturen von Tuberkelbazillen erforderlich, jedoch nur Reinculturen. Als Culturflüssigkeit wird Kalbfleischinfus oder einprocentige Fleischextract-Lösung angewendet. Die Culturentemperatur ist 38°. Für die Wirksamkeit des Tuberkulins ist es gleichgültig, ob frisch gezüchtete Culturen ober alte Culturen verwendet worden, gleichgültig ob sie tuberkulösen Menschen oder Thierkörpern entstammen. Die zur Extraction verwendeten Culturen müssen 6 bis 8 Wochen alt sein, absolut rein und durch ein Wasserbad auf 1/10 des ursprünglichen Volumens eingedampft fein.
Berlin, 23. October. Eine gestern Abend stattgefundene, von 3000 Personen besuchte Allgemeine Buchdrucker- Versammlung beschloß einstimmig, conform der Leipziger Resolution, die Kündigung am 24. October einzureichen. Die anwesenden Wiener Gehilfenvertreter sagten die Unterstützung der Wiener Collegen zu.
Frankfurt a. M., 23. October. Eine gestern Abend stattgehabte, von circa 450 Buchdruckern besuchte Versammlung beschloß, am Samstag den 24. October durch Einreichung von Collectivkündigungen das Arbeits-Verhältniß zu lösen und einen allgemeinen Buchdrucker-Strike am 7. November eintreten zu lassen. Der Vorsitzende ermahnte die Betheiligten zu einmüthigem, besonnenem Vorgehen und warnte gleichzeitig vor Ausschreitungen und Provocationen jeder Art.
Köln, 22. October. Heber den niederrheinischen Kohlenhandel schreibt die „Köln. Ztg.", nach Flarnrn- kohlen mache sich eine anhaltende Nachfrage geltend, das Fettkohlengeschäst sei ziemlich still. Das Angebot von mageren Gruskohlen übersteige die Nachfrage- gewaschene Fett- nüsse sowie magere Nußkohlen seien außerordentlich stark begehrt, sodaß die Preise für diese Kohlensorten gestiegen sind. Die namentlich das oberrheinische Verschiffungsgeschäft beeinträchtigenden Wasserstandsverhältniffe seien noch immer nicht gebessert. Die Kohlenpreise haben im allgemeinen ihre Festigkeit ziemlich behauptet, von vermehrter Kauflust sei jedoch nichts wahrzunehmen. Aus dem Eisenbahnwege sei der Verkehr ab Zeche mit der oberrheinischen Kundschaft in Sieberzeugnissen lebhafter. Die Nachfrage nach Ruhrkohlen aus dem holländischen Absatzgebiet sei verhältnißmäßig schwach. Neue Verkäufe fanden nur wenige statt.
Bochum, 22. October. Es wird beabsichtigt, in den Vorstand des Bergarbeiter-Verbandes sowie in die Redaction des Verbandsorgans mehr ruhige Elemente an die Spitze zu stellen.
Bremen, 22. October. Die erste größere Sendung amerikanischen Specks, 50 Kisten ä. 500 Pfund, ist hier eingetroffen. Die Einführung erfolgte unbeanstandet.
München, 22. October. Die Abgeordnetenkammer bewilligte einstimmig einen Credit von 15 Millionen zur Vermehrung des Fahr Materials der Staatsbahnen.
Wien, 23. October. Der Ackerbauminister conftatirt eine Mißernte von Kartoffeln in den meisten Provinzen, namentlich in Galizien.
Wien, 23. October. Wie verlautet, stellte die Kriegsverwaltung dem Antisemitenführer Prinzen Alois von
Liechtenstein die Alternative, den Armeeverband zu verlassen ober die Freundschaft mit dem Antisemiten Schneider aufzugeben.
Prag, 22. October. Die General-Direction der Staatsbahnen fordert telegraphisch die Anschlußbahnen und Hinterbahnen auf, wegen der drohenden Ueberfüllung der Bahnhöfe, die Zuckersendungen für Dresden-loco und Dresden- Elbquai bis weiteres nicht aufzunehmen- auch für Aussig- Landungsplatz wurde die Zuckeraufnahme eingestellt.
Rom, 22. October. Rudini wird am 8. November in seiner Programmrede in Mailand das Verhältniß des Staates zur Kirche eingehend behandeln und besonderen Nachdruck auf die friedlichen Absichten Italiens legen.
Kopenhagen, 22. October. In hiesigen Kreisen ist von der Zarenreise über Berlin nichts bekannt. Ob eine Begegnung mit dem deutschen Kaiser anderwärts stattfindet, ist unbestimmt.
Locales und provinzielles.
Gießen, 23. October.
— Die Oberhesfifche Obstausstellung ist gestern Nachmittag 4 Uhr geschlossen worden. Es hatte sich hierzu ein zahlreiches, in der Mehrheit aus Ausstellern bestehendes Publikum eingefunden. Herr Kreisrath Dr. Braden- Friedberg hielt an die Versammelten eine Ansprache. Wenn er bei Eröffnung der Ausstellung gesagt habe, der Oberhessische Obftbauverein wolle hier in Gießen sich die ersten Sporen verdienen, so könne er heute hinzufügen, der Verein habe sie sich verdient. Die Art und Weise der Ausstellung war nach dem Urtheil hervorragender Sachverständiger eine gelungene- die ans fast allen Kreisen ausgestellt gewesenen Sortimente von zwölf Arten bewiesen die im Obstbau in Oberheffen gemachten Fortschritte. Die hier verdienten Sporen möchten gebraucht werden zum Anspornen für weitere Arbeit, der Verein solle nicht stehen bleiben, denn es sei noch sehr viel zu thun. Wenn die hier verzeichneten Fortschritte uns alle zwei Jahre entgegentreten, so könnte Oberheffen in einem Decenium einen Obstbau aufweisen, auf welchen es stolz fein dürfe. Da es gelte, mit dem Obstbau die Landwirthschaft zu fördern, so hoffe er, daß der Verein auf der betretenen Bahn weiter fortschreiten werde - in dieser Hoffnung für das Gedeihen des Oberhessischen Obstbaues bringe er dem Oberhessischen Obstbauverein ein Hoch ans. Die Versammlung stimmte lebhaft in das Hoch ein. Hierauf fand die Preis- und Diplom- Vertheilung statt. Mit dem Ausdruck der Hoffnung, daß sich Aussteller und Verein im nächsten Jahre, wenn auch nicht in Gießen, so doch in einem anderen Orte Oberhessens wiederfinden möchten, erklärte Herr Kreisrath Dr. Braden die Ausstellung für geschloffen.
— Der Gießener Zitherkranz feiert Samstag, den 24. d. M., sein 12. Stiftungsfest durch ein Concert, bei dem u. A. zum Vortrag gelangen: „Am Abend" für Schlag- und Streichzither (in Heidelberg als Concertstück des Gießener Zitherkranzes anläßlich des ersten Verbandsfestes mit größtem Beifall ausgenommen), „Marsch der Finnländer Reiterei aus dem 30jährigen Kriege" u. s. w., worauf wir Freunde des Zitherspiels aufmerksam machen. Dem Concert folgt Theater und Ball. (S. Inserat.)
Nidda, 22. October. Unter dem Vorsitze des Herrn Geheimen Ober-Schulrath Greim fand gestern hier die XVII. ordentliche Hauptversammlung des T hier sch utz- vereins für das Gr o ß h e r z o g t h um Hessen statt. Nach einer herzlichen Begrüßung der erschienenen Mitglieder und Freunde des Vereins durch den Vorsitzenden verlas der Schriftführer Director Dr. Boßler das Protocoll der vorjährigen Versammlung und erstattete alsdann den Geschäftsbericht über das seitdem abgelaufene Jahr, dabei namentlich eine noch größere Betheiligung an den Vereinsintereffen anregend und dem Wunsche Ausdruck gebend, daß, wie in anderen Ländern auch bei uns der Thierschutz als ein göttliches Gebot immer mehr in aller Herzen Eingang finde und demgemäß auch von allen geübt werde. Insbesondere legte er es den Bewohnern der größeren Städte des Großherzog- thums ans Herz, durch einen zahlreicheren Beitritt zu bem. unter den dieselbe Tendenz verfolgenden Vereinen eine hervorragende Stellung einnehmenden Landesverein die Vereinsinteressen fördern zu helfen und so der allgemeinen Verrohung, entgegenzutreten. Bei dem geringen Jahresbeitrag von I^Mk., wofür auch das in ganz Deutschland wohlangesehene Vereinsorgan, die Allgemeine Thierschntz-Zeitschrift unentgeltlich geliefert wird, dürfte diese Mahnung auch hier nicht ohne Erfolg bleiben. — Nach der hier kurz angedeuteten Berichterstattung erfolgte die Genehmigung der vorjährigen Rechnung und des Voranschlags für das Jahr 1892, sowie die Ver- willigung von 250 Mk. für Thierschutzkalender, die in einer Anzahl von 5000 Stück an die Schuljugend des Groß- herzoglhnms vertheilt werden sollen. Von den für Prämiirung verdienstvoller Leistungen auf dem Gebiete des Thierschutzes zur Verfügung stehenden 217 Mk. erhielten 20 Gendarmen und 4 Schutzleute je 5 bis 10 Mk., der Dienstkecht Cornelius Hack von Dannenrod, in Diensten bei Gutspächter Sievers in Lehrbach, und der Kutscher Johannes Reitz aus Lung- gemünben, seit 24 Jahren bei Kreisrath Schönfelb in Schotten, je 10 Mk. mit Diplom. Zum Ehrenmitglieb bes Vereins würbe schließlich in Anerkennung seiner Verbienste um den Vogelschutz Herr Lehrer Emil Fischer in Gera ernannt. Im nächsten Jahre wirb bie Generalversammlung in einem rheinhessischen Orte stattfinben. Darmst. Ztg.
□ Aus dem Vogelsberg, 22. October. Wenn auch bie bei ber Eröffnung ber Jagd noch meist sehr kleinen, jungen Rebhühner inzwischen feister geworben sinb, baß sie nun zum Abschuß taugen, so können sie boch nicht bie Lücken ausfüllen, welche ber nasse und kalte Sommer ber Hühner- jagb geschlagen. Die Hühnerjagb war in biesem Jahre eine sehr schlechte. Zu verwunbern bleibt, baß bie Preise nicht in bie Höhe gingen - man bezahlt hier für bas Huhn 1 Mk^


