Einzelbild herunterladen

des Kaisers waren 62 Sauen, worunter 30 grobe, die Ge- sammtslrecke zählte 129.

Hannover, 21. Januar. Der Kaiser besuchte nach der Rückkehr von der Jagd die polytechnische Hochschule und das Schloß Herrenhausen, nahm das Diner im Offiziercasino des Ulanen-Regiments Nr. 13 ein und besuchte das Theater, wo ihm abermals laute Huldigungen dargebracht wurden. Er reiste Abends 93/4 Uhr nach Cuxhaven weiter.

Aachen, 21. Januar. In Folge der starken Schnee­verwehungen ist der Betrieb auf mehreren Nebenlinien eingestellt worden.

Köln, 21. Januar. Seit gestern herrscht mit kurzer Unterbrechung heftiges Schneetreiben. Alle Züge hatten, einzelne bis 4% Stunden, Verspätungen. Der Pariser Abend­schnellzug ist bei Herbesthal im Schnee stecken geblieben. Die Ruhrzechen melden, daß der Kohlenversandt unmöglich ge­worden sei.

Lübeck, 21. Januar. Schnee stürme haben hier große Verkehrsstörungen verursacht. Alle Züge treffen ver­spätet ein. Der Betrieb Oldesloe-Neumünster ist gefährdet. Die Pferdebahnen haben den Betrieb eingestellt.

Warnemünde, 21. Januar. Der DampferGothen­burg" von Marstrand versuchte, durch das Eis zu dringen uud hat sich in dem durch Unterschiebungen theilweise P/2 Meter starken Eise fest gefahren. Eine starke Eisdecke reicht von hier bis P/2 Stunden in See.

Cuxhaven, 21. Januar. Mit dem Abendzuge trafen von Hamburg zum Empfange des Kaisers Excellenz Lesz- czinsky, commandirender General von Hamburg-Altona, Bürgermeister Versmann, Wafierbaudirector Nehls, Marine- inspector Fokke und Director Ballin von der Packetfahrt- Actiengesellschaft hier ein. Der Kaiser hat sich officiellen Empfang verbeten- er wird aus einem Eisbrecher thunlichst elbaufwärts fahren, um die neuen Anlagen zu besichtigen. An Bord derAugusta Victoria" sind Empfangs-Vorrichtungen getroffen.

Metz, 21. Januar. In Folge heftigen Schneefalls haben sämmtliche Züge mehrstündige Verspätung. Der Baseler Schnellzug wurde heute nach Luxemburg abgelassen, da der Anschluß in Ostende nicht zu erwarten ist.

Wien, 21. Januar. Zu Ehren der deutschen De le­tz irten für die Handelsvertrags-Verhandlungen gab heute Gras Taaffe ein Diner, woran sämmtliche Conferenz- Delegirte, Kalnoky, der Vorsitzende der Conserenz, Szögyenyi und die österreichischen Minister theilnahmen.

Paris, 21. Januar. Der höhere Colonialrath hielt heute seine erste Sitzung. Der Unterstaatssecretär der Colonien Etienne als Vorsitzender wies aus die Wichtigkeit des Colonisirungssystems hin und empfahl unter Bezugnahme aus das Vorgehen Deutschlands, Italiens und Englands die Bildung großer Handelsgesellschaften im Sudan und Congobecken, welchen Freibriefe ertheilt werden sollten, mit der Verpflichtung, den Boden zu cultiviren und Communicationswege herzustellen.

Paris, 21. Januar. Die Witterung scheint sich zu ändern. Es weht (^irdwestwind, das Barometer ist gesunken. Nach Telegrammen aus dem Süden herrscht dort noch immer heftige Kälte; mehrere Personen sind erfroren. In Foix find die meisten Straßen mit Schnee bedeckt. In Nantes wird vergeblich gearbeitet, den Hasen vom Eise zu befreien. Der Präsect von Bordeaux traf Veranstaltungen, um die Bewohner der blokirtenGrünen Inseln" zu verproviantiren.

Paris, 21. Januar. Nach Meldungen aus Buenos Aires sind unter den Landtruppen der Regierung von Chile Mißhelligkeiten entstanden. Eine Anzahl Soldaten ist zu den Insurgenten, die eine energische Action vorzubereiten scheinen, mit Waffen und Gepäck übergegangen.

Paris, 21. Januar. Der österreichische Botschafter Graf Hoyos stürzte gestern beim Schlittschuhlaufen und mußte nach dem Pavillon geschafft werde». Der herbeigerufene Arzt conftatirte eine Verstauchung des Knöchels. Graf Hoyos wurde nach der Botschaft geschafft und muß 14 Tage der Ruhe pflegen.

Verviers, 21. Januar. Die englische Post von gestern 11.5 Vormittags und 8.20 Nachmittags über Ostende

Zusammenhang annimmt, welcher, nachdem er aufgesucht und aufgefunden ist,Erklärung" oderTheorie" hieß, hatte die französischen Chemiker und Physiker zu ihren großen Ent­deckungen geführt. Diese Art vonTheorie" oderEr­klärung" war in Deutschland so gut wie unbekannt, denn man verstand darunter nicht etwasErfahrenes", sondern immer etwas, was der Mensch dazu thun müsse und mache.

Der französische Vvrrrag hat schon durch die Sprache in der Behandlung wissenschaftlicher Gegenstände eine in anderen Sprachen sehr schwer erreichbare logische Klarheit, wozu noch bei Thenard und Gay Lyssac eine Meisterschaft in der experimentalen Beweisführung kam. Die Vorlesung bestand in einer verständig geordneten Aufeinanderfolge von Phänomen, d. h. von Versuchen, deren Zusammenhang durch die mündliche Erkürung ergänzt wurde. Für mich waren die Versuche ein wahrer Genuß, denn sie redeten zu mir in einer Sprache, die ich verstand, und sie bewirkten mit dem Vor­träge, daß die Masse von Armlosen Thatsachen, die ungeord­net und regellos in meinem Kopfe durcheinander lagen, einen bestimmten Zusammenhang bekamen- die antiphlogistische oder die französische Chemie hatte zwar die Geschichte der Chemie vor Lavoisier unter die Guillotine gebracht, aber man merkte, daß das Fallbeil nur ihren Schatten getroffen hatte- ich war mit den Werken der Phlogistiker, von Cavendish, Watt, Priestley, Kirwan, Black, Scheele, Bergmann weit mehr als mit den antiphlogistischen vertraut, und was in den Pariser Vorträgen in den Thatsachen als neu und wie ohne Ansang dargestellt wurde, erschien mir in der engsten Beziehung zu vorangegangenen Thatsachen, so zwar, daß, wenn die letzteren hinweggedacht wurden, die anderen nicht sein konnten.

(Fortsetzung folgt.)

ist ausgeblieben. Der Grund ist die vollständige Sperrung der belgischen Strecke zwischen Ans und Louvain durch Schnee seit 3 Uhr Morgens. Die Strecke soll vor heute Abend nicht frei werden.

Kopenhagen, 21. Januar. In ganz Dänemark wüthen heftige Schnee stürme, welche vielfach Verkehrsstörungen herbeigeführt haben. Die Verbindung mit Fuenen und Schweden ist nur schwer aufrecht zu erhalten.

Rom, 21. Januar. Der Papst leidet an einer leichten Erkältun.g und hütet seit gestern das Bett- sein Zustand ist indessen nicht besorgnißerregend. Der Papst konnte heute das Bett verlassen und empfing das Laterancapitel, welches ihm nach dem bestehenden Herkommen am Tage der Heiligen Agnes zwei weiße Lämmer zur Anfertigung geweihter Pallien überbrachte.

Petersburg, 21. Januar. In der Tschebotonew'schen Kohlengrube bei der Station Jusowka sand in der Nacht vom 17. zum 18. Januar eine Entzündung schlagender Wetter statt. Von 120 in der Grube befindlichen Arbeitern sind gegen 40 umgekommen. Gegen 80 wurden betäubt hervorgezogeu.

Tokio, 21. Januar. DaS vom Mikado am 29. November v. I. eröffnete neue Parlamentsgebäude ist heute Morgen abgebrannt.

Washington, 21. Januar. Dem General Miles ist es gelungen, die Aufregung unter den Indianern zu be­schwichtigen. Bei der Beerdigung Bancrofts legte der deutsche Gesandte am Sarge einen Kranz im Namen des Kaisers Wilhelm nieder.

Localer unb Arovinziellss.

Gießen, 22. Januar.

An dem hiesigen, unter Leitung des Herrn Professors Dr. Schiller stehenden Gymnasium ist seit Kurzem, wie der Franks. Zrg." von hier mitgetheilt wird, eine Neuerung eingeführt, die wohl bei vielen Eltern den Wunsch nach bal­diger Nachahmung Hervorrufen dürfte. Es werden nämlich, und zwar, so viel dem Referenten bekannt, in den drei unteren Klassen keine fremdsprachlichen Exercitien in dem seitherigen Sinne mehr geschrieben. Vielmehr führen die Kinder das Heft für die schriftlichen Uebungen ständig bei sich und schreiben fast täglich 13 kurze Sätze darin nieder, die wesentlich der Fixirung der unentbehrlichsten grammatischen Regeln dienen und sich eng an die Lectüre an­schließen. Es darf bei dieser Gelegenheit wohl hervor­gehoben werden, daß an dem hiesigen Gymnasium so ziemlich alles von der Berliner Schulconserenz Geforderte schon vor deren Einberufung eingeführt war. Dies gilt besonders von den kleinen freien deutschen Arbeiten, die in allen Fächern gefertigt werden und denen die Knaben ein wirklich lebhaftes Interesse entgegenbringen.

Aus der Garnison. Premierlieutenant Clößner vom 2. Großh. Hess. Inf. - Regt. (Großherzog) Nr. 116, wurde zum überzähligen Hauptmann, die Portepvsähnriche Dau, de Rainville und Busse zu Seconde-Lieutenants befördert.

Im Oberhessischen Geschichtsverein hielt gestern Abend Herr Dr. Rösch'en von Laubach den an­gekündigten Vortrag überDie Geschichte der Bergfeste Ulrich- stein." Außer einer Abhandlung von Landau legte Herr Dr. Röschen seiner Darstellung neues Material aus den Archiven von Darmstadt und Marburg zu Grunde. Die ältere Geschichte von Ulrichstein hüllt sich in das Dunkel der Sage. Die Nachricht älterer Chronisten, daß Ulrichstein im Jahre 1292 vom Landgrafen Heinrich I. zerstört worden sei, wurde als unhaltbar bezeichnet. Höchstwahrscheinlich ist die Burg Ulrichstein mit dem Gerichte Bobenhausen, als ein Bestandthcil der Büdingenschen Erbschaft, zwischen 1287 und 1296 von Gerlach von Breuberg an Hessen veräußert worden. Im Jahre 1343 verlieh Landgraf Heinrich II., derEiserne", und sein Sohn Otto (derSchütz", bekannt alis Kinckels reizender Dichtung) dem Heinrich von Eisenbach das Haus Ulrichstein, das Johann von Eisenbach erbaut, mit dem Ge­richte Bobenhausen. Vier Jahre später erhielt Ulrichstein Stadtgerechtigkeit. Verschiedentlich wurde Ulrichstein ver­pfändet, so im Jahre 1528 vom Landgrafen Philipp (dem Großmüthigen") an Hermann von Riedesel für 6000 fl. Nach dem Tode des letzteren Landgrafen fiel Ulrichstein an die Grafen von Dietz, die Kinder aus der Nebenehe Landgraf Philipps mit Margarethe von der Saale. Da dieselben ein schändliches Leben führten, auch die landgräfliche Oberhoheit nicht anerkennen wollten, eroberten die Landgrafen Ludwig III. von Marburg und Georg I. von Darmstadt die Burg 1570 durch einen Handstreich. Im Jahre 1604 fiel Ulrichstein an Hefsen-Darmstadt. Schwere Leiden brachte der 30jährige Krieg, besonders der Einfall Christians von Braunschweig. Bereits im November 1621 hatte dertolle Christian" einen Durchzug durch Hessen versucht, war aber am 20. Dezember d.J. bei Großen Buseck von den vereinigten hessen-darmstädtischen, bayrischen und spanischen Truppen unter dem Grafen Anholt in einem hitzigen Treffen geschlagen worden. Damals war es, wo der Rector Winkelmann die Gießener Studentenschaft unter der Fahne sammelte mit der Devise, die heute das Denkmal der im Feldzuge 1870/71 gefallenen Studenten im botanischen Garten zu Gießen ziert:Literis et armis ad utrumque parati Einem marodirenden Reiterhausen der Braunschweiger brachte der Ausschuß (Miliz) von Ulrich­stein, Schotten und Alsfeld bei Kirtorf empfindliche Verluste bei. Im Juni 1622 rächte sich Herzog Christian. Sein Kriegsvolk hauste entsetzlich. Der damals zu Ulrichstein angerichtete Schaden beläuft sich nach specificirten Rechnungen im Archiv zu Darmstadt aus die ungeheure Summe von 5924*I2 Reichsthlr. Ebenso duldete noch Ulrichstein viel imHeffenkriege". 1646 wurde es von den Niederhessen unter Geyso eingenommen. Zwei Mal wurde es im 7jährigen Kriege eingenommen, 1759 durch die Hessen und 1762 durch die Franzosen. Die Einnahme vom 9. April 1759 wurde

nach einem Plane im Archive zu Marburg, öer noch unbenutzt, ausführlicher von dem Redner dargestellt. Aus dem Jahre 1813 hob Herr Dr. Röschen den Aufenthalt BlücherS zu Ulrichstein hervor. Bon dort zog Blücher nach Gießen, wo er am 3. November ankam. Durch bedauerlichen Vandalismus wurde das alte Bergschloß Ulrichstein in Friedenszeiten zerstört. 1826 wurde es für 820 fl. verkauft und ab­gebrochen. Das gewonnene Material wurde zum Erbauen von zwei Häusern (dem jetzigen Amtsgerichte und dem Post­gebäude) verwandt bezw. sonst veräußert. Das war das Ende der alten Feste Ulrichstein. Nach Beendigung dieses sehr fesselnden Vortrags wurden in freier Diseusfion aus der Versammlung noch verschiedene Fragen gestellt und eingehend beantwortet. Hieraus gab Herr Professor Dr. Buchner interessante Mittheilungen über die Koste«, die die französische Einquartierung vom Februar bis October 1806 in Nidda die Stadt gekostet hat und welche Summe zum Theil heute noch als Kriegsschuld im ftädt. Budget aufgeführt wird. Die Herren Franzosen lebten nach den vorhandenen Aufzeichnungen nicht schlecht und ließen sich Essen, aber auch namentlich das Trinken recht wohl schmecken. (An Wein und Spirituosen wurde ein ganz ansehnliches Quantum vertilgt.) Diese Mittheilungen zeigten recht drastisch, wie zur damaligen Zeit in unserem deutschen Vaterland von feindlicher Seite gehaust wurde und wie manche Stadt und Ort noch heute an den damals gemachten Schulden abzu­tragen hat.

Herr Director Reich aus Hannover hielt gestern Abend auf Veranlassung desKaufmännischen Vereins" unter Anwesenheit einer zahlreichen Zuhörerschaft den angekündigten Vortrag über das Thema:Stammt der Mensch vom Assen ab". Wir haben durch Mittheilung von Auszügen aus verschiedenen Zeitungen (s. Nr. 10, 13 und 16 d. Bl.) schon auf die Anerkennung hingewiesen, die Herr Director Reich in anderen Städten Deutschlands durch seine Vorträge sowohl anatomisch-physiologischer wie antropologischer Natur hielt und können nun auf Grund eigener Anschauung das bereits Mitgetheilte bestätigen. Die zur Erläuterung des Borgetragenen immer mehr in Aufnahme kommende Vor­führung künstlerisch vollendeter bildlicher Darstellungen be­währten sich auch bei dem gestrigen Vortrag, denn was bei einem so eingehende Besprechung erfordernden Thema in der zur Verfügung stehenden Zeit nicht durch Worte zum Ver- ständniß gebracht werden kann, ohne daß eine schon um­fassendere Kenntniß des Körperbaues von Thier und Mensch bei den Zuhörern vorhanden, wird durch Vorführung von nach der Natur gezeichneten oder mittelst Photographie ge­wonnenen Bildern leicht verständlich, und in dieser Hinsicht bewährten sich die gestern Abend zahlreich vorgesührten Riesen­lichtbilder vortrefflich. Nachdem die menschenähnlichen Affen, Gorilla, Schimpanse und Orang-Utang in Wort und Bild zur Anschauung gebracht waren, ging Redner zur Besprechung der Körperproportionen des Menschen über und betonte besonders, daß die erwartete Stufenreihe von menschenähn­lichen Affen zum wilden Menschen und endlich zum Cultur- menschen Europas sich nicht ausstellen lasse, wie auch schon die ausgezeichneten Anthropologen Broca und Topinard be­haupteten. Es' wurden sodann verschiedene Körperbildungen von Naturmenschen gezeigt und mit dem Culturmenschen ver­glichen und ging Redner schließlich zu den Kümmerformen über und schloß die erste Abtheilung nut Riesen und Zwergen, welch letztere feiner Ansicht nach infolge einer krankhaften Entwicklung ihre Gestaltung erhielten. Die zweite Ab­theilung brachte anthropologische Raffenbilder und zogen in bunter Reihe vorüber Japaner, Hottentotten, Kalmücken, Lappen, zwei verschiedene Eskimogruppen, Indianer, Pata- gonier, Feuerländer, Australier. Nachdem Redner die Lebens- bedinguilgen der einzelnen Rassen in recht ausführlicher und deutlicher Weise geschildert, wurde auch noch der Affenmensch Krao, ein Kretin und die mikrocephale Helene Becker gezeigt. Herr Director Reich kam zu dem Schluffe, daß in der Gegen­wart in der gelammten bekannten Menschheit weder Rassen, Völker, Stämme oder Familien, noch einzelne Individuen existiren, welche zoologisch als Zwischenstufen zwischen dem Menschen und dem Affen bezeichnet werden könnten. Im weiteren Verlaufe des Vortrages wurden an der Hand lebens­voller Bilder die Lebensbedingungen des Menschen in der Diluvialzeit, die gleichzeitige Thierwelt u. A. vorgeführt, sowie einige Funde aus der Stein-, Bronce- und Eisenzeit veranschaulicht. Die Höhlenwohnungen in Süddeutschland, wie die Pfahlbauten der Schweizer Seen wurden geschildert.

Mit dem 1. April d. I. tritt für das Großherzog- thum Hessen ein neues Gesetz, die Landes-Löschordunug betr., in Kraft, nach welchem alle männlichen Einwohner im Alter von 1850 Jahren, soweit sie nicht Mitglieder der frei­willigen Feuerwehr sind, zum Eintritt in die Pflichtsenerwehr verpflichtet sind.

Lich, 21. Januar. Gestern Nachmittag traf Se. König!. Hoheit der Erbgroßherzog zum Besuche Sr. Durchlaucht des Fürsten zu Solms-Hohensolms-Lich hier ein. Die Stadt war beflaggt. Abends sand im fürstlichen Schloß Hofball statt. Am verflossenen Sonntag Abend wurde ein hiesiger Bursche von mehreren jungen Leuten überfallen und derart mißhandelt, daß er ärztliche Hülfe in Anspruch nehmen mußte. Die Thäter sind ermittelt und zur Anzeige gebracht worden.

Äleiwe Mittheiluugerr aus dem Großherzogthum Hessen. In Alzey erfror am 16. d. Mts. einer vor der Stadt lagernden Zigeunerfamilie ein anderthalb Jahre altes Kind. Einem Herrn aus (Saftet wurden am Sonntag in der närrischen Sitzung des Mainzer Carneval-Vercins 400 Mk. aus der Tasche gestohlen. In Mainz wurde am 19. d. in die dortige Aureuscapelle eingebrochen und ein Opferstock nebst Opferbüchse ihres Inhaltes beraubt. Die Schneider in Mainz beabsichtigen infolge der von Seiten der Fabrik kanten mehr und mehr gedrückten Arbeitslöhne im Maß- geschäft wie in Confection und der Weigerung, an Stelle der: