Berlin, 19. November. Wie der „Reichsanzeiger" meldet, ist Hauptmann Freiherr v. Gravenreuth bei der Erstürmung des Ortes Buka im südlichen Kamerungebiet helden- müthig kämpfend gefallen.
Königsberg, 19. November. Bei der Reichstagswahl Gerdauen - Rastenburg - Friedland erhielten bisher: Stolberg 6477 , Papendieck 5556, Lorenz 399 Stimmen. 34 Landbezirke fehlen.
München, 19. November. Die heutige Versammlung von Industriellen und Kunsthandwerkern beschloß eine mög- lichst zahlreiche Betheiligung an der Chicagoer Weltausstellung. Die Bedenken des Handelskammersecretärs, die Amerikaner würden ohne Patent- und Musterschutz und Handelsvertrag einfach die ausgestellten deutschen Artikel nachahmen und alsdann mittelst der Mac Kinley-Bill sern- halten, beschwichtigte Reichscommissar Wermuth und ersuchte um baldigste Anmeldungen behufs rechtzeitiger Organisation.
Wien, 19. November. Heute Mittag fand in der Hofburg die Renunciation der Erzherzogin Louise unter dem herkömmlichen Ceremoniell im Beisein der Erzherzöge und des sächsischen Gesandten statt. Nach einer Anrede des Kaisers verlas Kalnoky die Verzichturkunde. Die Braut legte den Eid ab, dann unterfertigten Braut uud Bräutigam die Verzichturkunde.
Bern, 19. November. Eine Versammlung des bernischen Großen Rathes sprach sich einstimmig für den Ankauf der Centralbahn aus.
Lens, 19. November. In Mericourt kam es zwischen den Strikenden und Bergarbeitern, welche zur Arbeit gingen, zu einem Handgemenge. Sechs Arbeiter wurden schwer verletzt.
London, 19. November. Nach einer Meldung des Reuter'schen Bureaus aus Rio de Janeiro befestigen die Aufständischen die Stadt Porte Alegre. Die Regierung wird unverzüglich ein Detachement nach Desterro in der Provinz Santa Catharina senden. Auch im Staate San Paulo nehmen die Dinge eine drohende Wendung.
Sofia, 19. November. Am heutigen Jahrestage der Schlacht von Slivnitza wurde daselbst ein Denkmal für die gefallenen Soldaten enthüllt. Prinz Ferdinand und der Kriegsminister wohnten der Feier bei,
Depeschen des „Bureau Herold".
Berlin, 19. November. Die conservative Fraction be- rieth gestern über die jüngsten Bankbrüche/ es wurde einstimmig die Nothwendigkeit betont, daß die Regierung sofort eine Gesetzesvorlage einbringe, welche die Börse einer Staatsaufsicht unterstelle und strafrechtliche Bestimmungen gegen die Mißbräuche des Termingeschäfts schaffe.
— Die „Voss. Ztg." meldet aus Brüssel: Die russische Regierung bestellte bei der französischen Fabrik Chatellerault 500 000 Gewehre.
— Die „Nordd. Allg." meldet aus Königsberg: Bei der Reichstagswahl Rastenburg-Gerdauen ist die Wahl Stolbergs gesichert.
Berlin, 20. November. Nach den „Bert. Pol. Nachr." ist die Errichtung eines Central-Instituts zur wissenschaftlichen Erforschung der wasserwirthschaftlichen Verhältnisse, insbesondere des Hochwassers geplant.
Ratibor, 19. November. Der „Oberschlesische Anzeiger" meldet, daß größere Truppendislocationen, bestehend in Verstärkung der Garnisonen des Oberschlesischen Jndustriebezirks, bevorstehen.
Wien, 19. November. Aus sämmtlichen galizischen Cavallerie-Regimentern werden berittene Grenz-Wachabtheil- ungen formirt.
Wien, 20. November. Nach dem „Fremdenblatt" ist die Bewaffnung der rumänischen Armee mit dem Mannlicher- Gewehr österreichischen Systems, Kaliber 6*/z mm sichergestellt. Der Gesammtbedarf beziffert sich auf 300 000, das erste Drittel ist bereits bestellt.
— In diplomatischen Kreisen wurde die Reconstruction des Cabinets Taaffe vor Beginn der Verhandlung über die Handelsverträge angekündigt.
Petersburg, 19. November. Die Bestimmungen über die Russificirung der Mädchenschulen in den baltischen Provinzen wurden neuerdings verschäft.
— Die Zahl der deutschen Rechtsanwälte bei den baltischen Gerichten wird bedeutend verringert.
Die geologische Landesuntersuchung.
Soeben erschien Lieferung II. der Geologischen Karte des Großherzogthums Hessen im Maßstabe 1:25000, enthaltend Blatt Darmstadt und Mörfelden nebst Erläute- Tungen, ausgenommen und bearbeitet von C. Chelius.
Diese neuen Blätter behandeln größtentheils Gebiete der Rheinebene und einen kleinen, aber schwierigen Theil des Odenwaldes. Als wissenschaftlich wichtigstes Resultat der Untersuchungen ist die neue Deutung über Stellung und Entstehung des Flugsandes und des mit diesem verbundenen Lößes, sowie die Erkennung des Darmstadt—Eberstädter Gebirgszuges als ein durch Contactmetamorphose eines Eruptivgesteins umgewandeltes Schiesergebirge und Diabaslagern hervorzuheben. Außerdem werden behandelt die in land- wirthschaftlicher Hinsicht wichtigen Alluvialbildungen bei Crumstadt, Goddelau und Wolfskehlen. Chemische Analysen der Gesteine und Bodenarten vervollständigen die aus der Mikroskopischen Untersuchung derselben gewonnenen Betrachtungen. Die mechanischen Analysen der Bodenarten geben rin Bild von der Mischung und Zusammensetzung der Ackerkrume und ihres Untergrundes. Zahlreiche Bohrungen, welche in Tabellen zusammengestellt und auf dem Kartenrand in Profilen dargestellt sind, erläutern die Uebereinanderlagerung der Bodenschichten, geben einen Anhalt über die Untergrundsund Wafferverhältnisse der Erdarten. Dieselben dienen für die Aufnahme des Blattes zur genaueren Abgrenzung und Beurthnlung der geologischen Formationsglieder. Die Dar
stellung des Bodens auf den Karten ist eine zweifache/ durch verschiedene Farben werden die verschiedenen Gesteinsarten und die zu Gruppen vereinigten Schichten jeder Formation dargestellt, durch eingeschriebene schwarze Schriftzeichen wird die agronomische Beschaffenheit des Ackerbodens und seines Untergrundes näher bezeichnet, durch Ziffern wird bei den Schriftzeichen gleichzeitig die Mächtigkeit der übereinander lagernden Schichten angegeben, so daß bei dem Maßstabe der Karte (100 m in der Natur sind aus der Karte etwa gleich 4 mm) die Beschaffenheit jeder Gewanne, selbst größerer Parzellen, zu erkennen ist. Dadurch ist fast jeder Landwirth im Stande, die Eigenschaften seines Ackerlandes zu beur- theilen, wenn er sich mit dem Wesen der Karte vertraut gemacht hat. Den Blättern Darmstadt und Mörfelden dient schon die neue topographische Karte des Katasteramtes mit Höhencurven zur Grundlage/ die geologischen Karten sind deßhalb auch als genaue Landkarten für Märsche, Projcctirung von Bauten, Wegen und Eisenbahnen zu benutzen, weil sie nicht nur ein Bild der Oberfläche des Bodens geben, sondern auch anzeigen, welchen Bodenarten man begegnen wird.
Früher erschienen schon von derselben Karte die Blätter Roßdors und Messel, bearbeitet von demselben Verfasser, wie die obigen. Dieselben werden bei einer neuen Auflage auf die neue topographische Unterlage übertragen werden müssen. Der Preis einer geologischen Karte nebst ein Hest Erläuterungen beträgt 4 Mk., immerhin gering gegenüber den Herstellungskosten von mindestens 10—12 Mk. Außer diesen vier Blättern sind die Blätter Groß-Umstadt, Brensbach und Zwingenberg zum Theil vollendet, die Blätter Schaafheim, Neustadt, Groß-Gerau, Fürfeld und Gießen in Bearbeitung, wie aus dem Umschlag der Karten angegeben ist.
Der Werth der geologischen Landesuntersuchungen wird noch oft bezweifelt oder denselben nur ein wissenschaftliches Interesse zugeschrieben. Dem steht die einfache Thatsache schlagend gegenüber, daß in allen Ländern Europas, außer in der Türkei, geologische Aufnahmen im Gange sind. Die Regierungen aller dieser Länder würden gewiß nicht dazu die Mittel beschafft haben, wenn der Werth der geologischen Ausnahmen ein problematischer wäre, zumal bei unserer aufs Practische gerichteten Zeit. Allerdings besteht in Hessen, voraus vielen Ländern, schon eine alte geologische Karte von ein Viertheil Größe der neuen. Diese Karte, von 1855 bis 1871 hergestellt, war für damals eine große Errungenschaft. Daß dieselbe heute den bescheidensten Ansprüchen nicht mehr genügt, ist allbekannt. Möglicherweise ist die alte Karte sogar für die Aufnahme der neuen bei gewissen Kreisen hinderlich, da diese das berechtigte Mißtrauen gegenüber jener auf die neue Karte übertragen. Demgemäß entschloß sich die Großherzogliche Regierung, eine neue Aufnahme für Hessen in die Wege zu leiten, infolge dessen im Jahre 1882 die geologische Landesanstalt unter der Leitung des Professors Dr. Lepsins entstand. Gleiches geschah in Preußen zu Ende der sechziger Jahre, dort wirken an der Anstalt oft zwanzig bis dreißig angestellte Geologen und zehn bis zwölf Professoren der Universitäten als Mitarbeiter,- Chemiker, Culturtechniker und andere Hilssbeamte unterstützen die Aufnahmen. In Sachsen ist die geologische Ausnahme ües Königsreichs schon jetzt nahezu vollendet, nachdem sechs bis acht Geologen seit saft 20 Jahren daselbst gearbeitet haben. Elsaß Lothringen hat schon eine große Zahl von neuen Karren aufzuweisen und Baden hat mit zwei Landesgeologen und sechs bis sieben Mitarbeitern die Aufnahme mit reichen Mitteln seit einigen Jahren begonnen. In Württemberg und Bayern sind dieselben Arbeiten schon lange im Gange, werden aber noch nicht ganz in der neueren Form ausgesührt. In Oesterreich arbeitet man schon seit 1851 an der geologischen Erforschung des Landes, ebenso mit größten Erfolgen in Schweden, Rußland, Italien, Frankreich und England. In Griechenland ist Attika von Professor Lepsius aus Darmstadt geologisch ausgenommen worden.
Der Beginn eines solchen neuen Unternehmens ist ein schwieriger/ es müssen die Vorarbeiten gesichtet, allgemeine Normen für die Darstellungsweife gesucht werden. Wenn trotzdem in Hessen schon 1886 mit dem Druck der ersten Karten begonnen wurde, so stellen diese mehr einen Versuch, als ein abgeschlossenes Arbeitsgebiet dar, zumal äußere Gründe für diesen Versuch ins Gewicht fielen. Bisher war in Hessen nur ein Landesgeologe (Dr. Chelius) thätig, von Frühjahr 1892 an werden es zwei (Dr. Chelius und Dr. Clemm) fein. Als Mitarbeiter für Oberhessen ist Professor Dr. Streng in Gießen, für Rheinhessen Professor Dr. Schopp, für Starkenburg Dr. Greim und Reallehrer Vogel in Groß-Umstadt thätig, wie die jährlichen Berichte der Direction erkennen lassen / ein besonderer Chemiker hat die Analysen auszusühren.
(Fortsetzung folgt.)
Localer und provinzielle».
Gießen, 20. November 1891.
— Symphonie-Concert. Am Donnerstag den 19. d. M. fand in Steins Saalbau das erste diesjährige Winter- Abonnements-Concert unter Leitung des Herrn Musikdirectors Krauße statt. Dasselbe hatte ein sehr zahlreiches Publikum versammelt und wurde mit Interesse angehört. Das Concert war auch so vortrefflich vorbereitet, daß es sich den vorzüglichsten der Orchester-Concerte in Gießen an die Seite stellen durfte. In der Haydn'sch en Paukenschlag- Symphonie bewiesen Capelle und Dirigent, daß sie in den Geist der Composition eingedrungen waren und in Folge dessen die reizenden Weisen geschmackvoll' und mit Verständ- niß wiedergeben konnten. — Daß Herr Musikdirector Krauße am Schluffe des ersten Theils Ballade und Polonaise von VieuxtempsU(Violin-Solo) zu Gehör bringen ließ, hat ihm jedenfalls den Dank der ganzen Zuhörerschaft eingetragen, umsomehr, da die Capelle einen Solisten in Herrn Langenhagen besitzt, welcher nicht nur die schönste künstlerische Begabung, sondern auch Lust und Liebe zur Sache
hat und somit Virtuosität, Seele und herzgewinnende Wärme vereinte, so daß wir der Capelle nur Glück wünschen können, eine solche hervorragende Kraft zu den ihren zu zählen. Mitt großer Vollendung kam Rich. Wagners Einzug der Götter in Wallhall aus „Rheingold" zu Gehör und ebenso die überall Epoche machende Novität Vorspiel und Siciliana aus „Cavalleria Kusticana“ von Mascagni. Auch in der Ausführung der tragischen Ouvertüre zur Oper „Horatius Cocles und Adrien" von Mehul bewies die Capelle ihre Meisterschaft. Die Mignon-Ouvertüre, Loreley-Fantasie von Bruch-Schreiner und Schlittschuhläufer von Waldteufel reihten sich würdig dem Ganzen an. Daß es an reichem, wohlverdientem Beifall nicht fehlte, brauchen wir wohl kaum zu erwähnen, wir wollen aber bemerken, daß allen Kunstfreunden, welche wirklich gute Musik hören wollen, ohne sich dabei in die steifen Formen des Concertsaales fügen zu müssen, der Besuch der Krauße'schen Abonnements-Symphonie-Concerte warm zu empfehlen ist.
— Ordensverleihung. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: dem Vorsitzenden des Ortsgewerbevereins zu Nidda, Möbelfabrikant und Bildschnitzer Karl Ringöhausen in Nidda, das „Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen" zu verleihen.
— Comeniusfeier. Der 29. März 1892 wird als 300j ä h r i g e r Geburtstag des großen Pädagogen Comenius in der ganzen pädagogischen Welt festlich begangen werden. Auch in Hessen rüsten sich die Lehrer zur feierlichen Begehung des Tages.
— Vom Geldwesen. Auf dem Gebiete der Banknoten ist darauf aufmerksam zu machen, daß die 100 Mark-Noten der Hannoverschen Bank mit Ende dieses Jahres auch ihre Geltung als einfache Schuldscheine verlieren. Das Gleiche gilt von den 100 Mark-Noten der Bremer Bank/ bis zum Ablauf jener Frist werden beide Scheinsorten noch an den Kassen der genannten Banken eingelöst. — Von der deutschen Reichsbank sind neue 1000 Mark-Noten ausgegeben, welche ganz die bisherige Ausstattung ausweisen/ nur tragen sie das Datum 1. Januar 1891 und folgende Unterschriften: Reichsbankdirectorium. Dr. Koch, Gallenkamp, Herrmann, v. Koenen, Hartung, Frommer, Mueller.
— Zander im Rhein. Der Rhein und die Weser wurden vor zwei Jahren auf Kosten des deutschen Fischereivereins mit Zandern bevölkert. In den letzten Tagen wurden nun bereits in Mainz wiederholt Zandern gefangen, welche schon bis zu einem Pfunde wogen. Das Fleisch dieser neuen Rheinfische ist sehr schmackhaft und ziemlich dünngrätig. Der Zander ist eine Fischgattung, welche über einen Meter lang wird und ein Gewicht bis zu 30 Pfund erhält. Er ist sehr zahlreich in den russischen Flüffen vorhanden uud findet sich auch in der Donau, Elbe und Oder vor. Im Rheine und in der Weser war der Zander bisher vollständig unbekannt.
-a- Altenstadt, 18. November. Heute ereignete sich in Langenbergheim ein schrecklicher Unglücks fall. Die Ehefrau des Tagners I. wollte ihrem auf dem Kinzig- heimer Hofe beschäftigten Manne Wäsche bringen, zu welchem Behufe sie ihr dreijähriges Töchterchen der Schwiegermutter in Obhut übergab. Als sich jene alte Frau aus einige Zeit aus der Wohnstube entfernte, gerieth das Kind zu dem im Ofen befindlichen Feuer und fand in den es sofort ergreifenden Flammen einen jammervollen Tod. Die Körper- theile des Kindes von der Brust bis zu den Knieen sind vollständig geröstet, die Kleidungsstücke bis aus die Strümpfe und Schuhe total verbrannt. Der Schmerz der inzwischen nach Hause gekommenen Eltern ist erklärlich.
Nidda, 18. November. Es hat sich, wie uns mit- getheilt wird, zum Ankauf des benachbarten Soolbades Salzhausen eine Anzahl von Capitalisten gefunden, welche gewillt sind, dieses hervorragend heilkräftige, am Fuße des Vogelsberges in wunderbar geschützter Lage befindliche Bad von der Großh. Hessischen Regierung zu erwerben und wieder zu derjenigen Stellung emporzuheben, die ihm seiner heilkräftigen Quellen und landschaftlichen Vorzüge wegen von Rechtswegen gebührt, falls die Regierung in einen Verkauf einwilligen wird.
Oppenheim, 17. November. Der Sohn des Dachdecker- meister Schaeier stürzte heute Morgen so unglücklich vom Dache eines Neubaues am Dienheimer Thor, daß er sich schwer verletzte und auf dem Transporte nach Hause den Geist ausgab.
Worms, 19. November. An Eltern kann nicht oft genug die Warnung ergehen, etwa bei ihnen vorhandene Schußwaffen gehörig unter Verschluß zu halten. So passirte es heute Morgen in einer hiesigen Volksschulklaffe, daß der betreffende Lehrer auf Anzeige eines Schülers bei einem etwa neunjährigen Schüler einen doppelläufigen Revolver nebst zwei Kugeln confiscirte, welchen der Junge zu Hause an sich zu nehmen gewußt hatte. Wie leicht hätte da das größte Unglück passiren können.
Vermischtes.
tt Kassel, 19. November. Das Coupiren der Billets- vom Trittbrett aus har leider wieder einmal ein blutiges Opfer gefordert. Der Schaffner Nolte fiel gestern gegen Abend zwischen den Stationen Wabern und Borken vom Trittbrett hinab, gerieth unter die Räder und wurde ihm der Kops buchstäblich zermalmt, sodaß der Tod auf der Stelle eintrat. Nolte wollte, als der Zug (es war der Frankfurt-Berliner Nachmittagspersonenzug) schon in Bewegung war, von einem Waggon zum andern überschreiten, um nach dem Waggon vierter Klasse zu kommen, in dem sich ein Passagier mit einem falschen Billete besand. Derselbe hatte kein gültiges Billet mehr gehabt, war in Borken, wo der Zug nur eine Minute hielt, herausgesprungen, hatte sich


