tut Billet gelöst und konnte dann seinen richtigen Waggon in der Eile nicht mehr erreichen. Nolte, der ein Opfer seiner Pflichttreue geworden ist, war 48 Jahre alt und hinterläßt Frau und Kinder.
ft Kassel, 19. November. Feuersbrunst. In dem vor dem Frankfurter Thor gelegenen Dorfe Niederzwehren brach vergangene Nacht eine Feuersbrunst aus, die in kurzer Zeit fünf Wohn- und Wirthschastsgebäude in Asche legte. Auch einiges Kleinvieh ist verbrannt, das übrige konnte gerettet werden, ebenso daS Mobiliar. Die Abgebrannten haben versichert.
Literatur uttö Kunjt
— Ein indischer Spruch lautet: »Eine sparsame Hausfrau Vereitel auS einem »leinen Matze Erbse« drei Mahlzeiten^ Rod wahrlich, Sparsamkeit ist wohl das Erste, worauf eine gute Hausfrau bedacht sein muß, denn ohne des rechten Sparend geht es in der Haushaltung nicht vorwärts, sondern rückwärts. Wie können wir aber in rechter Wette sparsam sein und mit wenig Wtrthschafts- geld im häuslichen Kreise weise herrschen? Dieses Problem hat die von Clara von Studnitz herausgegebene, dreimal preisgekrönte Wochenschrift »Fürs Haus" in trefflicher Weise gelöst. In unterhaltender Form dringt dieses Blatt seinen Lesern dm lehrreichen Stoff, spendet durch schone feffelnde Novellen geistige Nahrung und sorgt durch die Beigabe etmr „Handarbettsbeilage", „Mustkbeilage" und Kinderbeilage ^Fürs kleine Volk" für häusliche Zierde, geselliges Leben und geistige Bildung. Um die Anschaffung dieses treuen Hausfreundes auch den wenig Bemittelten zu ermöglichen, ist der Abonnementspreis au* 1 Mk. für das Vierteljahr festgesetzt. Eine Probenummer von „Fürs Haus" verabreicht kostenlos jede Buchhandlung, sowie die Geschäftsstelle „Fürs Haus".
verkehr, Land« «nd volkswirthschc-ft.
— Eine praktische Baumsäge. Die Zeit, wo das für die Fruchtbarkeit der Obstbäume und das gute Gedeihen anderer Garten- däume so nothwendige Aussägen des überflüssigen Holzes vorgenommen werden muß, ist wieder da. Um die Arbeit aber nicht zu einer Plage zu machen, ist erstes Erforderniß, daß man eine gute Säge besitzt, denn das feuchte lebende Holz schneidet sich ungemein schleckt. Seit einigen Jahren bat sich namentlich eine vom Forstmeister G. Alers in Helmstedt construirte Baumsäge als practisch bewährt. Dieselbe unterscheidet sich von der gewöhnlichen Flügel-Baumsäge dadurch, daß das Sägeblatt an jedem Ende mit einem viereckigen Loche versehen ist und durch zwei Haken am Bügel festgehalten wird. Durch Anziehen einer Schraube wird das Sägeblatt leicht nach Belieben gespannt und leicht losgemacht. Man kann einmal sehr leickt Sägs- blätter mit verschieden großen Zähnen wechseln oder durch Umdrehen des Blattes die Säge zum Stotzen oder Ziehen einrichten. Ein Drücken beim Arbeiten ist unnothig. Was dieses für Vortheile find, braucht wohl kaum hervorgehoben zu werden.
AttrchUche Anzeige« der Stadt Gissten.
Ebangelifche Gemeinde.
Gottesdienst
26. Sonntag nach Trinitatis, 22. November:
Gedächtnißfeier für die Verstorbenen.
Vormittags 9Vi Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.
Nachmittags 2 Uhr in der Friedhofscapelle: Pfarrer D ing eldey.
Abends 6 Uhr in der Kirche: Lsturgische Andacht. Pfarrer Schlosser.
Kinderkirche Vormittags 11 Uhr: Pfarrer Dingeldey.
Bibelstunde am Montag den 23. Novbr., Abends 8 Uhr, in der KleinÜnderschule; Römerbrief, Kap. 2, Vers 11: Juden und Heiden ohne Ansehen der Person vor Gott. Pfarrer vr. Naumann.
Missionsstunde am Donnerstag den 26. November, Abends
6 Uhr, in der Kirche: Botschabelo, eine industrielle Mission in Südi ostafrika. Pfarrer Schlosse r.
Am Sonntag den 29. November, als am 1. Advent, Beichte und heiliges Abendmahl im Vormittagsgottesdienst.
An diesem Sonntag Collecte für die Kirchenkasse zur Vermehrung des Capitaloermögens der Gemeinde.
Die Pfarrgefchäfte in der Woche vom 22. bis 28. November besorgt Pfarrer Dr. Naumann.
Katholische Gemeinde.
27. Sonntag nach Pfingsten, 22. November:
Samstag: Nachmittags um 4 Uhr und Abeuds um */i8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte.
Sonntag: Morgens von 8/<6 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um 6 Uhr erste Frühmesse; um ^«8 Uhr zweite Frühmesse; um 8/<10 Uhr Hochamt mit Predigt. Nachmittags um Vi3 Uhr Christenlehre und Andacht.
Gottesdienst in der Synagoge.
Samstag den 21. November:
Vorabend 4°° Uhr, Morgens 8*° Uhr, Nachmittags 300 Uhr, Sabbathausgang 4^ Uhr.
Eingesandt.
Unfreiwillige Schlammbäder an den Waggon-Ausladegeleisen der Main-Weser-Bahn für alle Bedauernswerthen, die daselbst zu thun haben. [10301
Seiden-Damaste schwarze, weiße u. farbige v Mk. 2.35 bis Mk. 12.40 p. Mtr (ca. 35 Qual.) — versendet roden- und
। stückweise porto- und zollfrei das Fabrik - Depot G. Henne* berg (K u. K- Hoflief.) Zürich. Muster umgehend. Dop-
: peltes Briefporto nach der Schweiz. 9144
Bekanntmachung.
Das Wasser im Stadtbach ist Samstag den 21. ds. Mts., von Morgens früh bis Nachmittags 4 Uhr wegen Vornahme von Arbeiten abgestellt.
Gießen, den 20. November 1891.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
__Gnauth.______________ 10300
Der Voranschlag der Gemeinde Odenhausen pro 1892/93 liegt vom 21. bis 29. November zur Einsicht eines jeden Betheiligten und Entgegennahme etwaiger Einwendungen auf dem Bürgermeisterei-Bureau dahier offen.
Odenhausen, am 19. November 1891.
Großherzogliche Bürgermeisterei Odenhausen.
Lang._________________ 10282
Der Voranschlag der Gemeinde Geilshausen für 1892/93 liegt vom 21. d. Mts. an acht Tage lang auf hiesigem Bürgermeisterei- Bureau zur Einsicht der Betheiligten offen.
Geilshausen, am 20. November 1891.
Großherzogliche Bürgermeisterei Geilshausen.
___________________________Pfeiff.______________________10303
Es sind mir aus der Stadt seu vielen Wochen für die armen ver- triebenen russischen Juden von ungenannter Seite in neun einzelnen Sendungen von 50 bis zu 2 25 H. im Ganzen 8 25 zu
gekommen, für deren Empfang ich um so innigeren Dank sage, als sie aus besonders guten Herzen geringerer Kreise zu stammen scheinen.
Dr. Levi.
Antiselaverei-Lotterie.
Ziehung der ersten Klaffe den 24. bis 26. Novbr.
Geldgewinne von M. 600 000, 300 000, 150 000 re.
IW Loose z« Originalpreisen.
Rothe Kreuz-Lotterie.
Ziehung im December. Geldgewinne M. 150 000,75 000, 30000 2c. — 1 Original-Loos M. 3.20, Vr Antheil M. 1.75, 1/4 Antheil M. 1.— empfiehlt
8831 Heinrich Wallach.
Bekanntmachung.
Gemäß Art. 13 der Städteordnung wird die nachstehende Bestimmung bezüglich der Stimmsähigkeit bei der Wahl der Stadtverordneten hiermit bekannt gemacht:
Stimmfähig sind:
1) alle in der Gemeinde wohnenden Ortsbürger,
2) alle männlichen Einwohner, welche die deutsche Reichsangehörigkeit besitzen — unter Ausschluß der bayerischen Staatsangehörigen und derjenigen von Elsaß-Lothringen, weil dorten das Reichsgesetz vom 6. Juni 1870 nicht eingeführt ist — und seit zwei Jahren ihren Unterstützungswohnsitz in der Gemeinde erworben haben, jedoch unter der Voraussetzung, daß sie zur Zeit der Wahl 25 Jahre alt und vom 1. April des dem Rechnungsjahre, in welchem die Wahl stattfindet, vorhergehenden Jahres an in der Gemeinde communalsteuer- pflichtig sind.
Die Stimmberechtigung jedes der unter 2) bezeichneten Stimmfähigen ist davon abhängig, daß derselbe spätestens vor dem Schluß des Jahres, welches dem Jahre, in welchem die Wahl stattfindet, vorhergegangen ist, bei dem Bürgermeister in dessen Amtslocal die mündliche Erklärung abgegeben hat, daß er sein Stimmrecht in Anspruch nehme, wobei er auch gleichzeitig Jahr und Tag seiner Geburt, den Tag, seit welchem er in der Gemeinde wohnt und den Zeitpunkt, seit welchem er communalsteuerpflich- lig ist, anzugeben und auf Erfordern nachzuweisen hat.
Stimmfähige der oben bezeichneten Art, welche die Abgabe dieser Erklärung bis zum Äfr. December d. I. unterlassen. können bei einer im Laufe des Jahres 1892 nothwendig werdenden Wahl zur Stadtverord- neten-Versammlung oder bei einer solchen Wahl, für welche die Stimmberechtigung durch die Stimmberechtigung zur Stadtverordnetenwahl bedingt ist, kein Stimmrecht in Anspruch nehmen.
Die Abgabe der Erklärung hat auf unserem Amtszimmer Nr. 15 im zweiten Stock des Bürgermeisterei-Gebäudes zu erfolgen.
Gießen, den 16. November 1891.
Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
Gnauth. 10289
MerhcWr Wubaynru.
Die Lieferung von 150 Radreifen aus Martinstaht isi zu vergeben. Angebote sind bis zum 24. dieses Monats dahier einzureichen. Die Bedingungen können gegen frankirte Einsendung von 75 H durch unser Secretariat bezogen werden.
Gießen, den 18. November 1891.
10284 Großherzogliche Direktion
Köln(l.)-Oberhesfifcher Verkehr.
Am 20 d. Mts tritt der 6. Nachtrag zum Gütertarif für vorbezeichneten Verkehr in Kraft. Ueber dessen Inhalt er- theilen die Güterabfertigungsstellen Auskunft. 10303
Gießen, den 17. November 1891.
Großh. Direktion
der Oberbessischen Eisenbahnen.
Versteigerung
DamStag den 21. November d. I., Nachmittags 2 Uhr,
versteigere ich im „Adler" dahier gegen Baarzahlung:
2 Pferde, 1 Kassaschrank, 1 Billard, ■
1 Ladentheke, 2 Sophas. 1 Näh- j maschine, 1 Schreibsecretär und an-: dere Sachen.
Born,
10293________________Gerichtsvollzieher.
Aufruf.
Ich ersuche um Ermittelung und Mittheilung des jetzigen Aufenthalts derDienstmagd Catharina Hölper von Seck, Kreis Westerburg. Dieselbe war im Sommer d. I. in Wetzlar und zuletzt in Gießen aus-! haltsam.
Limburg, den 18. November 1891. Der Königliche Erste Staatsanwalt.
I. A.:
Hagemann. [10292
■11... -----"■ .!. ■■■■'■------!- .
KeUgeöstenes.
US* Heute Samstag
Metzelsuppe
bei Wirth Rühl, [10302 »rum GambrinuS", WieseS.
Schellfische, Cabliau, Caviar, Cornichons, Conserven, Thee, Chocolade, Neue Mandeln, Malaga-Trauben, Knorrs Suppeneinlagen, la. Speiseöl, Weinessig, Häringe, do., marinirt,
Kalte Platten empfiehlt [10298
Fr. Wirtz, Nr. 63. Seltersweg Nr. 63. Zwctscherlhvnig, neuen, empfiehlt [lu288
Robert Stuhl, Neustadt 23.
Frischt Eier, schwere Waare,
2 Stück 13 Pfg.
100 „ 6,30 Mk.
bei Heinrich Arnold II, 5807 Schloßgasse 5.
Weihnachts-Confect
in den verschiedensten Sorten und Mustern, sowie
feinstes Butter- u. Ams Gebäck
10140
empfiehlt billigst
E
BÖ
B >
in großer Auswahl empfiehlt zu billigen Preisen [10286
Robert Stuhl, Neustadt 23.
§&
LIQUEUR DES ANCIENS BENEDICTINs
De L’ABBAYE DE FECAMP (France)
Vortrefflich, tonisch, den Appetit und die Verdauung befördernd.
Man achte darauf, dass eich auf jeder Flasche die viereckige Etiquette mit der nebenstehenden Unterschrift des General-Directors befindet. Nicht allein jedes Siegel, jede Etiquette, sondern auch der Gesammteindruck der Flasche ist gesetzlich eingetragen und geschützt. Vor jeder Nachahmung, oder Verkauf von Nachahmungen wird mithin ernstlich gewarnt und zwar nicht allein wegen der zu gewärtigenden gesetzlichen Folgen, sondern auch hinsichtlich der für die Gesundheit zu befürchtenden Nachtheile.
Die Conditorei und Zuckttmottn-Fabrilratiou
Ludwig Doll
Marktstraße 18. GIESSEN Marktstraste 18
Für Wiederverkäufer sehr zu empfehlen!
Am Schlüsse jeden Monats werden wir das Verzeichniss derjenigen Firmen veröffentlichen, welche sich schriftlich verpflichteten, keine Nachahmungen unseres Liqueurs zu verkaufen. 84
HANS HOTTENROTH, General-Agent, HAMBURG.
Zur Schmückung der Gräber
empfehle ich in großer Auswahl Kränze und Bouquets zu den
billigsten Preisen. [10290
Georg Noll, Inedhossgiirtner.
Asterweg 47. — Ederstr. 8, Möbelfabrik u. -Lager empfiehlt 1442
sein reichhaltiges Lager in eichen- u. nussbaum-polirten Möbeln, sowie completen Betten, polirt und lackirt aller Art, Blumentischen und Rohrsesseln, sowie Spiegel, Teppiche, Läufer und Gardinen zu aussergewöhnlichen Preisen ! durch Ersparnisse der Ladenmiethe!
Eigene Polsterwerkstätte ! Eigene Schreinerwerkstätte !
FBE18-
MffllAJLLfi
Ö7B 1
£
DUX
Hasmifelle,
Füchse, Marder und Iltis kauft zu höchsten Preisen X Aretzschmar, Kürschner, 22 Marktplatz 22. [10299
HrUserrfrüchte, neue, gut kochend, [10257 empfiehlt Lodert Stuhl, Neustadt 23.
Samstag wird auf dem Brandplatze zum letztenmale schönes rheinisches Tafelobst billig verkauft._________[10283
Feinster >9577
Mitina - Lebehhran
zu haben in der Drogerie von Drebes & WallenfeSs«


