schulen ergreift der Abg. Friedrich das Wort, um über die Organisation der Gymnasien zu sprechen. Redner verbreitet sich über an denselben bestehenden Mißstände und ersucht die Großh. Regierung um Abstellung derselben.
In gleicher Weise sprechen noch die Abg. Schröder und Berg st räßer.
Abg. Jöckel stellt den Antrag, den Gehalt des Pedellen an der Realschule in Friedberg um 150 Mk. zu erhöhen.
Abg. Pennrich stellt den Antrag, für Schulfeiern usw. für die Realschule zu Bingen 150 Mk. mehr zu genehmigen.
Der Ausschuß beantragt- A. für dieses Capitel 381815 Mk. zu bewilligen. B. die Einnahmen und Ausgaben für das Gymnasium zu Mainz und für das Realgymnasium und die Realschule zu Mainz zu genehmigen.
Weiter beantragt die Majorität des Ausschusses die Uebernahme der Vorschulen für die beiden Gymnasien zu Darmstadt und der Vorschule für das Gymnasium, das Realgymnasium und der Realschule zu Mainz aus den Staat zu genehmigen.
Die Minorität beantragt Ablehnung dieses Antrages.
Abgg. Schröder, Schönberger, Wolz, Racke, Schade sprechen gegen die Uebernahme.
Großh. Staatsrath Knorr empfiehlt die Uebernahme aus den Staat aus Gründen der Consequenzen gegenüber anderen Städten.
Geh. Oberschulrath Sold an befürwortet ebenfalls die Uebernahme auf den Staat.
Desgleichen die Abgg. Bergsträßer, Wolfskehl, Friedrich.
Abg. Osann kann sich nicht verhehlen, daß hier wieder Kirchthurmpolitik getrieben werde, indem man eine kleinliche Sache bekämpfe, während man Millionen für Brücken- und tzisenbahnbauten bedingungslos verwillige. Da es sich aber wieder einmal um Darmstadt handele, so ereifere man sich ohne Grund um Nichtbewilligung. Er ersucht um Annahme des Majoritätsantrags.
Trotzdem der Regierungs-Vertreter Oberschulrath S o l d a n das Haus nochmals bittet, die Proposition der Regierung anzunehmen, lehnt dasselbe mit 27 gegen 15 Stimmen die Uebernahme der Gymnasiums-Vorschulen auf den Staat ab, genehmigt dagegen die angeforderte Summe von 381,815 Mk. und ebenso die Anträge Jöckel und Pennrich.
Hiermit wird die Sitzung um V42 Uhr geschlossen. — Morgen Sitzung 9 Uhr.
Deutscher Reichstag.
69. Plenarsitzung. Mittwoch. 18. Februar 1891, 1 Uhr.
(VorläufigerlBertcht.)
Zweite Lesnng der Gewerbeordnungsnovelle.
Rach längerer Debatte wird S 105k (Erlaubniß zur Sonntags- ardeit durch die unteren Verwaltungsbehörden in Fällen plötzlichen Bedürfnisses) in der Fassung der Commisfion angenommen.
S 105g führt zu einer allgemeineren Debatte; er bestimmt, daß das Verbot der Sonntagsarbett durch kaiserliche Verordnung mit Zustimmung des Bundesraths auf andere Gewerbe ausgedehnt werden kann. Die Commission hat hinzugefügt: Diese Verordnung ist dem Reichstage zur Kenntntßnahme vorzulegen. Payer (Volksp.) ver- Iheidigt diesen Zusatz; es sei Pflicht des Reichstages, jedes constt- tntionelle Recht zu schützen. Hirsch (bfr.) schließt sich Payer an. Singer und Vollmar (Soc.) widersprechen. Letzterer glaubt im Anteresse der Arbeiter augenblicklich dem Bundesrath und dem Kaiser «ehr Vertrauen schenken zu können, als dem Reichstage, der in eapttaltstischem Interesse den guten Tendenzen der kaiserlichen Erlasse in dieser Berathung entgegenarbette. Die Socialdemokraten seien nicht so doctrinär wie die Freisinnigen. Hierauf wird 8 105h nach dem Commissionsbeschluß angenommen.
Morgen Fortsetzung.
Neueste Nachrichten.
WolffS telegraphisches Correspondenz-Bureau.
Berlin, 18. Februar. In der gestrigen Sitzung der Branntweinsteuer-Commission des Reichstags ersuchte der Abgeordnete Barth um Auskunft über die Ver-
ptzer hatte, bei knapp bemessenen Mitteln und geringen Preisen der landwirthschaftlichen Erzeugnisse, manche nothwendige Verbesserungen anstehen lassen und das Gut verwahrlost. Um endlich etwas zu retten, war er zum Verkaufe gedrängt worden. Verhältnißmäßig billig hatte der Generaldirector es an sich gebracht und dem einzigen Sohne übergeben. Da sollte er nun die Saaten der Zukunft streuen.
Mariechen kam als eine Fremde in die ländlichen Pflichten und Aufgaben. Sie hatte immer in der Stadt gelebt, sich aber wohl zuweilen in die Dorfstille gewünscht, die sie beim Besuche eines Pastorats kennen gelernt. Es waren ihr die Tage dorr unauslöschlich im Gedächtniß geblieben, die wohl- thuende Ruhe, das Nahzusammengerücktsein der Familienglieder, die Einfachheit der täglichen Aufgaben, die Plauderstunden, die Leseschätze, der von höherem Geistesodem getragene Lebensgenuß und Liebesaustausch im häuslichen Kreise.
Als ein gutes, tröstliches Vorzeichen galt es ihr, daß sie mit ihrem Manne nun auch in die Einfachheit und Naturwahrheit des Landlebens versetzt war. Die Gemeinschaftlichkeit des ganzen Daseins, die Uebereinstimmung des Denkens und Empfindens, wie sie solche im Pastorat kennen gelernt hatte, in ihr nunmehriges eigenes ländliches Heim zu verpflanzen, war ihr ganzes Trachten und Sinnen.
Sie war auch gewissermaßen eine andere geworden, seit Tante ^ettchen sie nicht mehr als das „Kind" prüfend um- wandelte Wie durch rohe Berührung der Schmetterling an Farbenfchmelz einbußt, so war durch die aufgezwunqene Verbindung der süße Hauch rosiger Unbefangenheit, den sie sich so lange erhalten hatte, plötzlich abgestreift. Sie blühte nicht mehr so unbewußt aus sich heraus, war nicht mehr umweht von jenem ahnungsreichen, traumhaften Etwas, das auf jungen Menschenkindern wie Morgenthau auf Blumenkelchen blitzt.
(Fortsetzung folgt.)
theilung der niedriger besteuerte« Gesammt-Jahresmenge auf die Brennereien. Die Regierungsvertreter erklärten sich hierzu bereit, müssen aber erst das nöthige Material heranziehen. Von eonservativer Seile wurde betont, durch die Herbeiziehung des Materials kommen die Vortheile des Gesetzes den kleinen Brennereien erst später zu Gute, weil bis dahin die Berathung ausgesetzt werden müßte. Wurm beantragte eine Resolution um Einbringung einer anderen Vorlage. Der Antrag Wurm wurde abgelehnt und der Antrag Barth angenommen und beschlossen, den Entwurf in zweiter Lesung zu berathen. Zu Art. 1 beantragt Barth Abschaffung der gesammten Contingentirung. Staatssecretär Maltzahn sprach sich dagegen aus, daß an den Grundlagen des Gesetzes gerüttelt werde. Die süddeutschen Vertreter betonten, wenn die Differenziruug fiele, sei den süddeutschen Brennereien der Todesstoß versetzt.
Berlin, 18. Februar. Die Branntweinsteuer- Commission des Reichstags beschloß nach längerer Debatte, die Berathung über den Artikel 1 auszusetzen, bis das statistische Material von der Regierung beigebracht ist, lehnte den zu Art. 2 (Maischbvttichsteuer, Branntweinmaterialsteuer) gestellten Antrag Barth (Verbrauchsabgaben 0,50 Mk. pro Liter reinen Alkohols unter Aufhebung der ersten beiden Paragraphen des geltenden Gesetzes) gegen die Stimmen der Freisinnigen ab.
— Die Wahlprüfungs-Commission des Reichstags beanstandete die Wahl Lucius (Erfurt IV., Reichspartei) und beantragte die Beweisaufnahme über die verschiedenen Protestbehauptungen.
Berlin, 18. Februar. Eine heute Abends im Feenpalast abgehaltene, von mehreren Tausenden aus allen Ständen besuchte Volksversammlung nahm fast einstimmig eine von Dr. Engel beantragte Resolution an, welche sich für Einführung des Zonentarifs, -für Beseitigung der vierten Wagenklasse und gegen die neuerlichen Reformpläne der preußischen Staatsbahnen ausspricht. Der Vorstand wurde beauftragt, dem Bundesrathe, dem Reichstage, dem preußischen Ministerium, dem Landtage, dem Landeseisenbahnrathe und den Bezirkseisenbahnräthen diese Resolution mitzutheilen.
Berlin, 18. Februar. Den „Berliner Politischen Nachrichten" zufolge werden von der preußischen Staatsverwaltung alle Vorbereitungen getroffen, um bei einem etwaigen neuen Bergarbeiterausstand nicht von einer zeitweiligen Störung der Kohlenbeförderung überrascht zu werden.
Köln, 18. Februar. Die Kaiserin Friedrich ist mit der Prinzessin Margarethe eingetroffen. Sie besichtigte den Dom, wo sie von dem höheren Klerus empfangen und geführt wurde, und besuchte später das Museum und das Kunstgewerbemuseum.
Hamburg, 18. Februar. Der bei Norderney gesunkene ; Dampfer ist zufolge einer Meldung des Oberlotsen Wessels aus Bleren vermuthlich die „Venus", die am 15. Februar von Jjmmden nach Hamburg abging.
Paris, 18. Februar. Der „Figaro" hebt hervor, daß sich besonders die Maler Bouguereu und Detaille für die Beschickung der Berliner Kunstausstellung seitens der französischen Künstler ausgesprochen hätten. Auch der Botschafter Herbette sei aufs Wärmste für die Beschickung eingetreten. Infolge dessen conftituirte sich eine Jury, welche alle nach Berlin zu sendenden Bilder prüft. Etwa fünfzig der bekanntesten Maler sagten ihre Betheiligung an der Berliner Ausstellung zu.
Paris, 18. Februar. Die Gruppe der unabhängigen Socialisten beschloß, alle Syndicate in Paris und den Provinzen aufzufordern, anläßlich des ersten Mai Delegirte für eine in die Kammer zu entsendende Deputation zu wählen und anfort nach achtstündiger Arbeit die Werkstätten en mässe zu verlassen.
Athen, 18. Februar. Die Kammer genehmigte in I dritter Lesung den französisch-griechischen Handels- I vertrag.
Cettinje, 18. Februar. Die türkische Regierung ent- I sandte zwei Bataillone, um die Malissoren, welche gestern I einen Einfall in Montenegro gemacht haben, zu zerstreuen I und die Ruhe an der Grenze wieder herzustellen.
Serajewo, 18. Februar. Gestern Nachmittag wurde in I Travnik ein heftiger Erdstoß verspürt - er ging von Nordost I nach Südwest und dauerte vier Secunden.
Kairo, 18. Februar. Der Vertreter Frankreichs, Aubigny, I überreichte gestern einen officiellen Protest gegen die jüngsten Maßregeln betr. die Organisation der einheimischen Gerichte, I da dieselben eine unberechtigte Einmischung Englands in die I innere Verwaltung Egyptens darstellten.
New-Nork, 18. Februar. Die Flüsse verschiedener Land- I striche in Ohio und Westvirginien sind im Steigen begriffen, und an vielen Orten ist bereits der Eisenbahnverkehr unter- I brachen. In Pittsburg und Alleghany stehen die Häuser unter Wasser und Tausende von Einwohnern sind gezwungen, I zu fliehen. Bei den Cambria-Eisenwerken sind sämmtliche I Häuser verlassen.
Paris, 19. Februar. Die Kaiserin Friedrich nebst Prinzessin Margarethe sind heute Nacht um 12*/4 Uhr hier eingetroffen. Vom deutschen Botschafter empfangen, be- I gaben sie sich in das Botschastshotel.
I Burschenschaft Arminia und der vier akademischen wiffenschaft- I liehen Vereine geladen.
— Die schon erwähnte bayerische Schul. Comrnijfiarr ver- I weilte in den letzten Tagen in unserer Stadt. Sie bestand I aus den Herren Dr. Aut enr ieth in Nürnberg, Dr. Mark- I Hausen und Dr. Wecklein in München, sämmtlich Gym- I uasial - Directoren , sowie aus dem Gymnasial - Professor I Dr. Gerstenecker- München. Die Commission hatte den I Auftrag, das Seminarwesen für die Ausbildung der Can- I bidaten des höheren Schulwesens an den bedeutendsten in I Deutschland bestehenden pädagogischen Semmarien verschiedener I Systeme zu studiren, und wird sich von hier noch nach Ber- I lin, Halle und Leipzig begeben. Nach dem Berichte dieser I Commission wird sich die bayerische Regierung über das in I Bayern einzuführende System pädagogischer Seminarien ent- I scheiden. Das hiesiges, von Herrn Geheimrath Schiller I begründete und geleitete Seminar ist in feiner Gestaltung als I Seminar-Gymnasium, sowie in der darin befolgten Methode für eine ganze Anzahl ähnlicher Anstalten Vorbild gewesen.
I Speziell die seit Kurzem in Preußen eingerichteten Seminar- Gymnasien lehnen sich in allem Wesentlichen an das Schiller'sche
I Muster an. Von den erwähnten bayerischen Herren ge- HO^n, wie die „Franks. Ztg." meldet, zwei (Autenrieth und Wecklem) dem obersten Schulrath an, Markhauser ist Mitglied
I ber Prüfungs-Commission für die Candidaten des höheren I Lehramts und Gerstenecker Vorsitzender des bayerischen Gym- I nasiallehrer-Vereins.
w. Theater. „Der Orientale liebt mit den Sinnen, der Franzose mit dem Geldbeutel und der Deutsche mit dem
I — Gewissen," so lautet ein hübsches Wort des Grasen Traft I iu. der „Ehre", das _ zugleich Demjenigen Zeinen trefflichen I Fingerzeig gibt, der sich nach den Gründen fragt, aus denen Stücke, wie die Dumas'sche „Francillon", in Deutschland niemals mit dem Entzücken ausgenommen werden, das ihnen in Frankreich allenthalben sicher ist. Was bei unS selbst von einem so freisinnigen Dichter, wie Sudermann, in
I einem^ Stucke, wie Sodoms Ende, das doch gewiß auch nicht von Pappe ist, ohne Weiteres mit den herben Worten abge- than ^wird: „Es giebt Männer, die ihre Frauen betrügen, und Frauen, die ihre Männer betrügen; o ja, das kommt Alles vor," das behandelt Dumas in feinem gewagten Schauspiel als offene Frage, auf die seine für uns kaum faßliche Antwort dahin zu lauten scheint, daß dem Mann auch im ehelichen Verhältnisse eine gewisse und im Vergleich mit der Frau größere Freiheit verstattet werden muß. Francis, die sich so wenig wie wir in diesen Gedanken zu finden weiß, erscheint in den Augen des Dichters und der französirenden Kritik auch mancher deutschen Blätter als eine romantische, überspannte Frau, die mehr fordert, als ihr zusteht und durch ihre Erfahrungen von ihrer excentrischen Denkweise geheilt werden muß. Nur wer sich auf den Boden dieser Aus-
I sassung stellt, wird die „Francillon" verstehen können unb | ihrer sittlichen Tendenz Beifall schenken mögen. Wir freilich sind dazu größtentheils nicht im Stande, uns erscheint die Heldin des Stückes in einer ganz anderen Beleuchtung. Wir betrachten sie als den sittlich allein berechtigten Character in bem ganzen Schauspiel und unser moralisches Bewußtsein stellt sich durchaus auf ihre Seite, ja sie würde nach unserem Urtheile auch dann noch über ihrem Gatten stehen, wenn sie wirklich ausgeführt hätte, was sie gethan zu haben bloS vorgibt, um ihren Mann eifersüchtig zu machen, nämlich die Vergeltung von Gleichem mit Gleichem. Damit aber ist die Grundlage, auf der sich das Drama erhebt, vollkommen zerstört und ein Verständniß des Schauspieles unmöglich gemacht. Denn in dem Lichte dieser Anschauung nehmen sich vornehmlich die jüngeren Herren des Stückes sammt und sonders als Tröpfe aus, und vermögen auch die übrigen Personen die Gefühle der Sympathie und Achtung nicht in uns hervorzurufen. Francis kommt uns in ihrer Umgebung wie ein Edelstein in häßlicher Fassung vor, aus der wir ihn am liebsten herausbrechen möchten. Unter diesen Umständen ist es kein Wunder, daß der Ausgang der Handlung unserem sittlichen Empfinden geradezu in's Gesicht schlägt und uns unbefriedigt läßt. Gleichwohl bot die Aufführung der Dumas- fchen Dichtung infolge der glänzenden Darstellung Theffa Klinkhammers ein eminentes Interesse. Die Rolle der Francis gab der Künstlerin die Gelegenheit an die Hand, ihre unvergleichliche Gabe der Menschenschilderung in einer für uns neuen Richtung zur Geltung zu bringen. Für einen Freund psychologischer Studien bildete hierbei der Vergleich der Francis Frl. Klinkhammers mit ihrem Lorle einen wahren Hochgenuß. Die beiden Frauen bewegen sich zum Theil ja in Situationen von verwandtem Grundcharakter und in ähnlichen Stimmungen. Aber wie verschieden müssen so verschiedene Naturen ihre Gefühle ausdrücken und welche Anforderungen stellt diese Aufgabe an ba£ Jndividualisirungsvermögen der Darstellerin. Fräulein Theffa Klinkhammer hat es mit bewundernswerther Feinheit verstanden, diese entgegengesetzten Persönlichkeiten in den Aeußer- ungen ihrer gleichen Gefühle individuell auszugestalten und gegen einander abzutönen. Mit derselben unfehlbaren Meisterschaft, mit der sie der innigen warmen und abgeklärten Leidenschaft des Lorle die beredteste Stimme verliehen hatte, vermochte sie als Francis in virtuosester Weise der erhitzten und explosiven Leidenschaftlichkeit der überreizten Frau den wahrsten und eindringlichsten Ausdruck zu geben. Der naive, d. h. nicht reflectirende Zuschauer hat solchen Schöpfungen gegenüber bas Gefühl, die betreffende Rolle könne gar nicht anders dar- gestellt werden, sie spiele sich gewissermaßen ganz von selber so. Wie verkehrt diese Meinung auch ist, indem sie verkennt, daß nur die vollkommenste Kunstleistung einen solchen Eindruck hervorzurufen vermag, so enthalt sie doch zugleich, sich selbst unbewußt, das höchste Lob. Denn das Endziel aller wahren Kunst ist die Natur und dieses Endziel hat Theffa Klinkhammer in einziger Weise erreicht. — Die Mitglieder unseres Theaters waren diesmal im Gegensatz zu den voraus- gehenden Aufführungen, vielleicht mit Ausnahme des Fräulein Elisabeth Bischoff und des Herrn Reiners, der sich
totales ttnb provinzielles,
Gießen, 19. Februar.
— Seine Königliche Hoheit der Erbgroßherzog empfingen an drei Abenden dieser Woche Vertreter der Studentenschaft zum Abendessen. Für den Dienstag hatten die Vertreter der Burschenschaften Alemannia, Germania und Franconia, der Verbindungen Pharmacia und Marcomannia, sowie die Vertreter der einer Corporation nicht angehörigen Studentenschaft, für gestern die Vertreter der Corps Hassia, Starkenburgia und Teutonia und der Verbindungen Darmstadtia und Hasso- Rhenania Einladungen erhalten. Für morgen Freitag find die Vertreter der Verbindungen Wingolf und Adelphia, der


