Einzelbild herunterladen

Ne«efte Nachrichten.

TolffS telegraphisches Lorrespondeur-BurLLu.

Berlin, 17. November. Bei der heutigen Stadt­verordnetenwahl der dritten Abtheilung wurden ge­wählt drei Liberale und sechs Socialdemokraten. Vier Stich­wahlen zwischen Liberalen und Bürgerpartei, zwei Stichwahlen zwischen Liberalen und Socialdemokraien. Die Socialisten gewannen bisher drei Sitze.

Potsdam, 17. November. Der Kaiser begab sich um 12 Uhr 46 Min. nach Hannover.

Wien, 17. November. Abgeordnetenhaus. Der Abgeordnete v. Plener brachte eine Interpellation an die Regierung darüber ein, was dieselbe angesichts der in Deutsch­land bevorstehenden Maßregeln bezüglich der österreichischen Vereinsthaler zu verfügen gedenke.

Christiania, 17. November. Von den 114 Storthing- wah len sind bisher 98 vollzogen. Gewählt wurden 26 von der Rechten, 58 von der Linken, 14 von der moderaten Linken, zu welcher auch die Mitglieder des Ministeriums Steen gehören. Die Linke hat bereits eine absolute Mehr­heit in dem nächsten Storthing.

Newyork, 17. November. Ein Telegramm desHerald" aus Rosario beziffert den in Santa Fs durch den Torando verursachten Schaden aus mehrere Millionen. Demselben Blatte wird aus Buenos Ayr es gemeldet, daß eine Anzahl Offiziere von Uruguay sich der Revolution in Rio Grande do Sul angeschloffen haben. Das Zollamt von Santa Anna sei von den Insurgenten besetzt und in Rio Grande herrsche vollständige Anarchie.

Algier, 17. November. Ern glänzendes Fest zu Ehren der Offiziere des russischen Geschwaders hat stattgefunden, bestehend in Zapfenstreich, Fackelzug, Ovationen der Menge und Banket mit Trinksprüchen auf den Czaren, die Czarin und Carnot.

Depeschen desBureau Herold".

Berlin, 17. November. DieKreuz-Zeitung" meldet aus München: Der östereichisch-italienische Handels­vertrag wurde heute paraphirt.

Berlin, 17. November. Nach Mittheilung derNordd. Allgem. Ztg." wurden die Handelsvertrags-Ver­handlungen mit der Schweiz in der letzten Zeit aus dem Correspondenzwege geführt- die letzten schweizerischen Propositionen wurden kürzlich beantwortet, somit kann dem­nächst die Redaction des Vertrages beginnen.

Berlin, 18. November. Nach derVoss. Ztg." ver­lautet, der Justizminister, sowie der Minister des Innern seien damit beschäftigt, eine Vorlage auf Grund des Er­lasses anläßlich des Prozesses Heinze vorzubereiten.

Posen, 18. November. DerKuryer Poznanski" meldet unter Vorbehalt, der Verwaltung eines Ansiedelungs­gutes sei bei ungenügender Anzahl deutscher Colonisten an­befohlen worden, auch an polnische Bauern Parzellen zu verkaufen. Jüngst hätten 78 Polen ihre Rittergüter der Ansiedelungs-Commission angeboten.

Köln, 17. November. Der Berliner Correspondent der Köln. Ztg." erfährt von gut unterrichteter Seite, daß die umlaufenden Gerüchte von Ermäßigung, bezw. Aushebung der deutschen Getreidezölle durchaus unbegründet seien.

Stade, 17. November. Die Bankfirma Nordmeyer u. Micha elfen ist bankerott. Es sind bedeutende De­pots veruntreut.

London, 17. Novbr. Es sind die beunruhigendsten brasilianischen Nachrichten eingegangen. Der Post­dienst wurde Morgens eingestellt, alle Preßnachrichten auf­gehalten und der Belagerungszustand in Rio de Janeiro aufs Schärfste durchgeführt.

London, 17. November. Hiesige Kaufleute verweigern wegen der Unsicherheit des brasilianischen Wechselcurses die Ausführung von Ordres für Brasilien, trotzdem sich die Käufer bereit erklären, bei einer Bank die brasilianische Währung als bona fides der ertheilten Ordres nieder- zulegen.

totales ttnd provinzielles.

Gießen, 18. November 1891.

-s. Theater - Verein. In der General-Versammlung des Theater-Vereins, die gestern Abend in Steins Garten stattfand, kamen mehrere Paragraphen der Statuten zur Be­sprechung, deren endgültige Berathung indessen aus eine am Ende des Jahres abzuhaltende Versammlung vertagt wurde. Durch Acclamation wurde der seitherige Ausschuß sür das nächste Jahr wiedergewählt, also die Herren Bock, Challier, Gail, Goldmann, Haubach, Heichelheim und Kirch, die sich nun­mehr durch Cooptauon um vier weitere Mitglieder zu verstärken und aus ihrer Mitte das Bureau zu wählen haben. Schließlich brachte die Rechnungsablage den Beweis, daß die finanziellen Verhältnisse des Vereins sehr gut liegen und von einem Deficit nicht entsernt die Rede ist. Zwei nicht zum Ausschuß gehörige Herren wurden zur Prüfung der Rechnungsablage gewählt und am Schluß der Versammlung dankte Herr Kirch Namens des Ausschusses und der an­wesenden Mitglieder Herrn Professor Netto für die viel­fachen Verdienste, die er sich als Vorsitzender um den Theater- Verein erworben.

Neues Theater. Der heutigen dritten Wiederholung der überaus lustigen PossePension Schöll er" geht ein einactiges Schauspiel von Julius Baer voraus. Das Stück, wahrscheinlich ein Erstlingswerk, bietet uns einen schön er­fundenen Conflict, der würdig wäre, in einem größeren Drama Verwendung zu finden. Der Autor berechtigt zu großen Hoffnungen. Wir empfehlen den Besuch dieses interessanten Theaterabends aus das Beste.

Abouuements'Coucerte. Morgen Donnerstag Abend beginnen die Abonnements-Concerte unsererMili-

tärcapelle in Steins Saalbau. Die Capelle war durch viele anderweitige Thätigkeit im vorigen Winter daran behindert, diese seit langen Jahren üblichen und beliebten Concerte abzuhalten. Gewiß wird die Theilnahme des Pub­likums in diesem Winter eine nicht minder rege werden. Wie immer, so ist auch jetzt Herr Musikdirector Krauße bestrebt, nur tüchtige und gediegene Musik in seinen Pro­grammen zu bieten. Das beweist uns auch das uns v o r- liegende Programm des morgigen Concertes. Der Schwer­punkt dieses Concertes liegt im zweiten Theile, in der g-dur Sinfonie (Paukenschlagsinsonie) von Haydn. Vater Haydns Musik, die von ewig jugendlich, fröhlichem Geiste beseelt ist, hört man leider heute nicht so oft, wie zu wünschen wäre. Es ist in dem Punkte namentlich auch zu bedauern, daß Haydns Musik bei redlichem Streben stets vollkommener aus- gesührt werden kann, als die Compositionen der Neuzeit. Außer dieser Sinfonie enthält das Programm noch ein anderes äußerst seltenes Werk, die Ouvertüre zu Horatius Cocles von Mshul. Dies Werk ist von wahrhaft classischem Geiste durchzogen, und es ist nur zu bewundern, daß dasselbe nicht so allgemein bekannt ist wie andere Ouvertüren jenes Meisters. Unsere Musikfreunde werden an dem Werre sicher eine große Freude haben. Außer diesen classischen Werken enthält das Programm folgende bedeutende . neue Compositionen: Wagner, Einzug der Götter in Walhall- Ouvertüre z. Op. Mignon von Thomas - Fantasie aus Max BruchsLoreley". Krönungsmarsch von Kretschmar und das Vorspiel zu Mas- cagnis Cavalleria (hier noch nicht gehört) rc. Gewiß ein Zeichen seiner großen Reichhaltigkeit! Als Solist wird Herr Langen­hagen mit der Ballade und Polonaise sür Violine, von Vieuxtemps, Zeugniß über seine brillante Technik ablegen.

Gestern bestand der Lehrer an der höheren Mädchen­schule dahier, Herr Karl Zimmer, vor der philosophischen Facultät der hiesigen Universität sein Doctorexamen.

Polizeibericht. Ein Tagelöhner aus Heldenbergen, welcher in einer hiesigen Wirthschaft einem Gaste die Uhrkette zer­schnitten und die Uhr entwendete, wurde verhaftet.

Kirchliche Dieustuachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 18. October dem Pfarrer Georg Bayer zu Homberg die evangel. Pfarr­stelle zu Ulrichstein, Decanat Schotten, am 20. October dem Pfarrer Philipp Berwig zu Monsheim die evangelische Pfarrstelle zu Dauernheim, Decanat Nidda, am 25. October dem Psarrverwalter Johannes Eßlinger zu Ober-Rosbach, Decanat Friedberg, die evangel. Pfarrstelle daselbst, am 31. October dem von dem Herrn Fürsten zu Solms-Lich präsentirten Hilfsprediger Ernst Cremer zu Greisswalde die zweite evangelische Pfarrstelle zu Lich, Decanat Hungen, zu übertragen.

Schuldienst - Nachrichten. Am 8. Juli wurde dem Schullehrer Friedrich Frank zu Friedewald eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Dauernheim übertragen - am 6. October wurde dem Schullehrer Conrad Dirlam zu Eichel­hain eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Stammheim, am 10. October wurde dem Schulamtsaspiranten Ernst Kadel aus König eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bons­weiher, am 11. October wurde dem Schulverwalter Jos. Heinrich Schröder zu Zellhausen eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Klein-Welzheim, an demselben Tage wurde dem Schulamtsaspiranten Georg Keller aus Klein- Bieberau die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Schneppen­hausen, an demselben Tage wurde der Schulamtsaspirantin Emma Römer aus Gießen eine Lehrerinnenstelle an der Gemeindeschule zuOber-Ramstadt, am 13. October wurden den Schulamtsaspiranten Daniel Adolf Jung aus Esch, im Regierungsbezirk Wiesbaden, und Ludwig Gebhardt aus Sprendlingen, Lehrerstellen an der Gemeindeschule zu Langen, am 14. October wurden dem Schullehrer Carl Reuning zu Rüsselsheim und dem Schulamtsaspiranten Otto Monick aus Steinberg Lehrerstellen an der gemeinsamen Musterschule zu Friedberg, an demselben Tage wurde dem Schulamts­aspiranten Nikolaus Pfeiffer aus Rimbach eine Lehrerftelle an der evangel. Schule zu Wimpfen a. B., am 15. October wurde dem Schulamtsaspiranten Ignaz Frank aus Heppen­heim a. d. B. eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Mühlheim, am 22. October wurde dem Schullehrer Adam Knies zu Horchheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Herrnsheim, an demselben Tage wurde dem Schul­verwalter Friedrich Schmitt zu Siefersheim die zweite Lehrer­stelle an der Gemeindeschule zu Unter - Hambach, am 23. October wurde dem Hautboisten, überzähligen Sergeanten im 2. Großh. Hess. Infanterie RegimentKaiser" Nr. 116 Gottlieb Richter die Stelle des Pedellen am Gymnasium zu Gießen, am 27. October wurde dem Schullehrer an der Gemeindeschule zu Offenthal Friedrich Bopp die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Eichelhain an demselben Tage wurde dem Schullehrer Adam Wendel Helfrich zu Offenthal die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ermenrod, an demselben Tage wurde dem Schullehrer Heinrich Dirlam zu Ermenrod die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Lauter, an demselben Tage wurde dem Schulverwalter Anton Röser zu Birkert die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Helmhos übertragen- am 28. October wurde der von dem Herrn Grafen zu Erbach-Erbach auf die zweite Diakonats­stelle an der evangelischen Schule zu Erbach i. O. präsen- tirte Schullehrer Ludwig Will daselbst für diese Stelle an demselben Tage wurde die von dem Herrn Grasen zu Erbach-Erbach aus die zweite Mädchenlehrerstelle an der evangelischen Schule zu Erbach i. O. Präsentirte Schul­verwalterin Marte Riedel daselbst sür diese Stelle be­stätigt- am 31. October wurde dem Schulverwalter Joseph Anton Staat zu Viernheim eine Lehrerstelle an der Gemeinde­schule zu Dienheim, an demselben Tage wurde dem Schulamtsaspiranten Heinrich Faller aus Mühlheim die zweite Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Hainstadt übertragen - an demselben Tage wurde der von dem Herrn

Grafen zu Erbach-Fürstenau auf die Lehrerstelle an der Ge­meindeschule zu Etzean präsentirte Schulamtsaspirant Carl Kunkel aus Brensbach für diese Stelle bestätigt - am 3. November wurde dem Schulamtsaspiranten Martin Seibert aus Brensbach eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Alzey übertragen- am 5. November wurde der von dem Herrn Grafen zu Erbach-Erbach aus die erste Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Winterkasten präsentirte Schulamtsaspirant Hermann Pohl aus Dudenhosen sür diese Stelle bestätigt.

Einjahrig-Freiwillige werden außer bei den bereits in Nr. 267, 1. Bl. genannten Regimentern des 11. Armee­corps auch in Darmstadt vom 1. Jnf.-Regiment Nr. 115 am 1. April 1892 angenommen und zwar infolge eines aus Darmstadt an das General-Commando des 11. Armeecorps gerichteten Gesuches.

Zur Sicherung der Geld-Depots wird dem Publikum empfohlen, die Effecten zu theilen, d. h. die Mäntel (Stücke) der Effecten selbst zu behalten und die Couponbogen dem betr. Bankier zur Verwaltung zu übergeben. Auf diese Weise sei dem Besitzer die größtmöglichste Sicherheit geboten, denn eines ohne das andere, d. h. die Mäntel ohne Couponbogen oder die Couponbogen ohne die Mäntel, sei absolutwerthlos. Also während der Besitzer der Mäntel in seiner Wohnung bei Diebstahl oder Feuer unbedingt gesichert ist, weil sür den Dieb die Mäntel ohne Couponbogen werthlos sind, könne andererseits der Bankier die Couponbogen allein auch nicht veruntreuen, d. h. weder verkaufen noch lombardiren. Dieses System biete den denkbar sichersten Schutz.

Nidda, 16. November. Unter großer Betheiligung von hier und auswärts fand gestern programmmäßig die 50jährige Jubelfeier der Handwerker schule, verbunden mit der Einweihung der neuerbauten Handwerkerschule statt. Die ganze Stadt hatte durch das Beflaggen vieler Häuser ein festliches Ansehen. Das neue Gebäude der Erweiterten Hand­werkerschule, wohl das schönste Haus der Stadt, war der Feier entsprechend schön geschmückt. Die Festlichkeiten ver­liefen auf das schönste.

Vom Vogelsberg, 17. November. Für die Land- wirthschaft ist es von großem Vortheil, daß die nun wieder verschwundenen kalten Tage nicht den eigentlichen Winter bedeuteten, sondern nur seine Vorboten waren, die ernstlich auf die Beendigung der noch rückständigen Feldarbeiten hin­wiesen. Beim Anbrechen des Frostes, der immer intensiver zu werden schien, war immer noch manches Stoppelfeld zu umpflügen und fast noch alle Krautgärlen und andere kleine Gartenstücke zu stürzen. Die inzwischen wieder sehr lind gewordene Witterung hat es ermöglicht, daß alle diese und noch andere Arbeiten zu Ende geführt werden konnten. Pflug und Egge sind nun in Ruhe gestellt, sie rasten und rosten, und auch das Vieh, das durch die verspäteten Arbeiten fast nicht aus dem Joche kam, hat endlich die nöthige Ruhe erhalten. Das Feld ist nun bereit, den König im weißen Herrschermantel empfangen zu können, aber dessen ungeachtet ist doch das Anhalten der gegenwärtigen Witterung für die Landwirthschast von größerem Nutzen. So kann sich die Wintersaat, der der verflossene Frost in der That Schaden zu bringen drohte, namentlich das spät gesäete Korn und der Weizen besser entwickeln und durch kräftiges Wachsthum besser erstarken und widerstandsfähiger werden. Für die Wiesen ist es ebenfalls von schätzenswerthem Vortheil, wenn sie in diesem Monat tüchtig gewässert werden können. Und die gegenwärtige Witterung scheint dies ermöglichen zu helfen.

Wölfersheim, 16. November. Am Samstag-Abend um 8 Uhr ereilte unseren alten Lehrer Hahn ein jäher Tod. Er war schon einige Tage unwohl und wollte die Lehrer- Conferenz in Södel Nachmittags nicht besuchen, aber der Ein­ladung einiger Collegen folgte er schließlich. Hahn ging Abends dort mit einem Collegen gleichzeitig aus der Gaftstube- auf der obersten Treppenstufe scheint ihn ein Ohnmachtsansall. erfaßt zu haben, er wollte seinem Begleiter noch etwas zu- rufen, das Lattengeländer des Treppchens brach aber in dem Augenblicke, als Hahn sich darauf stützte, ab, und ehe ihn sein Begleiter auffangen konnte, fiel er tobt hinab. Hahn, der erst voriges Jahr unter überaus großer Betheiligung sein 50 jähriges Jubiläum feierte, war ein braver und gewissen­hafter Mann. Seine Herzensgüte und große Schaffens­freudigkeit werden von Jedem gepriesen. Ehre seinem Andenken!

nn. Darmstadt, 17. November. Heute Vormittag um 10 Uhr fand die feierliche Er ö ff nun g der erweiterten Handwerkerschule statt. Zu diesem Zweck versammelten sich die Vorstände des Gewerbevereins und der Handwerker­schule, Vertreter der Stadt, sowie eine Anzahl Vorstands­mitglieder des Vereins im Schulhaus, woselbst sich auch die Schüler der Anstalt mit ihrem Director Dr. Meisel ein- gefunden hatten. Der Vorsitzende der Schul-Commission, Herr Stadtverordneter Kinkel, begrüßte zunächst die zahlreich Erschienenen und wies darauf hin, wie es nunmehr gelungen sei, Dank der kräftigen Initiative der städtischen Verwaltung, der Großherzoglichen Centralstelle, sowie der rastlosen Thätigkeit des Gewerbverems und seines Vorstandes die Organisation der Schule zu erweitern, so daß diese jetzt in die Zahl der Handwerkerschulen mit Tagesunterricht treten könne. Nach einem kurzen Rückblick auf die Entwickelung der Schule, aus welchem zu entnehmen ist, daß diese im Jahre 1837 gegründet wurde und somit 54 Jahre besteht, wandte er sich an die Schüler und legte denselben ans Herz, wie in der jetzigen Zeit jeder Handwerker bestrebt sei, etwas Tüchtiges zu lernen und daß auch die Schüler mit Lust und Liebe die Schulzeit benützen möchten, um das Gleiche zu erreichen, und daß ihr sittliches und moralisches Betragen dem Handwerkerstand zur Ehre gereichen, daß sie die Standesehre hochhalten möchten zum Wohlergehen der Schule und zum Segen des Staates und der Gemeinde - das walte Gott. Der Vorsitzende des Gerwerbvereins, Herr Dr. Schröder, sprach Namens des Vereins Denjenigen herz­lichen Dank aus, welche dazu mithalfen das Ziel zu er- reichen, insbesondere unserer städtischen Verwaltung und der