such aus den Amtsnachfolger zu übertragen. Die Eisenbahnvorlage wurde angenommen, die vom Abgeordnetenhaus gefaßte Resolution, betr. eine Vollbahn Cöln-Cassel, jedoch abgelehnt. Hierauf gelangte auch die Vorlage über die rheini« scheu Gewerbegerichte zur Annahme. Morgen um 11 Uhr wird der Etat berathen.
Berlin, 17. Juni. Das Abgeordnetenhaus nahm in der Schlußabstimmung das Wildschadengesetz mit 175 gegen 97 Stimmen an. Der abgeänderte Gesetzentwurf, betreffend die außerordentliche Armenlast, wurde en bloc angenommen. Bei der zweiten Berathung des Gesetzentwurfs, betreffend die Verlegung der Landes-Buß- und Bettage, bittet der Minister Zedlitz, den Antrag der Commission anzunehmen, wonach die gemeinsame Feier aus einen Tag gegen den Schluß des Kirchenjahres, womöglich in der vorletzten Woche, auf einen Mittwoch in Aussicht zu nehmen sei. Hieraus wurden eine Reihe Petitionen theils der Regierung zur Erwägung überwiesen, theils erledigt. Nächste Sitzung Donnerstag 12 Uhr.
Köln, 17. Juni. Die „Kölnische Volkszeitung" erfährt von gut unterrichteter Seite, daß das Börsengericht betreffend den Bochumer Gußstahl-Verein vollständig unbegründet ist. Weder gegen Baare, noch gegen einen seiner Söhne, noch gegen irgend einen Beamten des Bochumer Gußstahl-Vereins ist wegen Stempelsälschung Anklage erhoben worden.
Mannheim, 17. Juni. Der Ausstand der Getreidearbeiter wurde nach achtzehntägiger Dauer heute beendigt, nachdem auch die letzten Ausständigen die Arbeit unter den früheren Bedingungen ausgenommen haben.
Pest, 17.Juni. Der Finanzausschuß des Abgeordnetenhauses genehmigte die Regierungsvorlage betreffend die Verstaatlichung der ungarischen Linien der österreichisch-ungarischen Staatsbahn.
Basel, 17. Juni. Nach der „Baseler Nationalzeitung" erhielt Professor So ein aus dem Cabinet der deutschen Kaiserin ein Telegramm, daß sie für eine Nachricht über das Befinden der bei dem Eisenbahnunglück Verwundeten, deren die Kaiserin in wärmster Theilnahme gedenke, verbunden sein würde. Socin gab jede Auskunft und theilte gleichzeitig mit, daß im hiesigen Hospital sieben Reichsangehörige liegen.
Basel, 17. Juni. Die Zahl der bei der Mönch en- steiner Katastrophe Umgekommenen scheint viel beträchtlicher zu sein, als angenommen wird- bis heute Mittag wurden 45Personen als vermißt gemeldet.
Basel, 17. Juni. Die Theilnahme der Eidgenossenschaft und des Auslandes anläßlich der Mönchensteiner Katastrophe macht einen wohlthuenden Eindruck. Die Stadt ist anläßlich der ersten Beerdigungen in tiefster Trauer. Mittags fand in Mönchenstein die feierliche Beerdigung der nicht erkannten bisher gefundenen Leichen statt. Vormittags wurde die Leiche eines Herrn gehoben mit einem Brillantring und einer großen Summe Geldes. Drei Leichen wurden zwischen den Trümmern angebunden, um das Wegschwemmen zu verhindern. Nachmittags um 4 Uhr hofft man den Boden des umgestürzten Wagens dritter Klasse aufbrechen zu können. Der Regierungsrath von Basel sprach telegraphisch dem ; l Bundesrath in Bern den Wunsch aus, die Hebungen zu beschleunigen. — Auch die Großherzogin von Baden hat in einem an Prosessor Socin gerichteten Telegramm ihre innigste Theilnahme an dem großen Eisenbahnunglück ausgedrückt.— Gestern Abend hat sich ein Hülsscomite gebildet. Die Jurabahn erklärte sich bereit, eine größere Summe als Liebesgabe zu spenden.
Basel, 17. Juni. Ein endloser Leichenzug, escortirt von Infanterie, bewegte sich Mittags nach dem Kirchhof in Mönchenstein. Hinter den Särgen folgten Vertreter der Regierung und zahllose Leidtragende. Unter Glockengeläute trugen die Soldaten die Särge nach dem gemeinsamen Grabe. Nach der Leichenrede wurde das Trauergeleite von Schmerz überwältigt. Unter den Bestatteten befand sich auch Amalia Sturmfels-Berlin und Holder-Säckingen. Die Leiche des Reisenden mit dem Brillantring an der Hand wurde als die des Demetrius Pappa-Monastir agnoscirt. Von den unerkannten Leichen werden keine mehr begraben, sondern nach Basel in die Anatomie überführt und dort conservirt. Um die Wegschwemmung der Leichen zu verhindern, ordnete der Regierungspräsident von Basel die Herstellung eines Rechens über die Birs an. Zur Beschleunigung der Räumungsarbeiten ist weiteres Militär aufgeboten.
Bern, 17. Juni. Nach einem Telegramm der „Berner Zeitung" hatten die in die Birs, gestürzten Waggons 266 Sitzplätze, wahrscheinlich liegen noch über 100 Personen im Wasser.
Paris, 17. Juni. Nach einer Meldung der „Temps" aus Algier ist dort die Getreideernte fast beendet und qualitativ sehr schön und reichlicher als in Durchschnittsjahren.
Marseille, 17. Juni. Die Seifen- und Oelfabri- kanten schlossen Vormittags ihre Werkstätten und begaben sich an der Spitze ihrer Arbeiter zur Präsectur, um gegen die von der Commission vorgeschlagenen Eingangszölle auf Oelsamen zu protestiren. Die Kundgebung verlies ohne Zwischenfälle.
St. Etienne, 17. Juni. In Folge der Geschäftsstockung, insbesondere in der Bandweberei, zeigt sich unter den Arbeitern eine gewisse Erregung.
London, 17. Juni. Das Unterhaus nahm in dritter Lesung die Budgetbill an. — Der erste Lord der Admiralität Hamilton erklärte, zur Bemannung der neuen Schisse seien 20 000 Mann erforderlich, daher werde beabsichtigt, die Mannschaften um 12 500 aus insgesammt 75 000 Mann zu erhöhen.
Loudon, 17. Juni. Einer Reutermeldung aus Santiago zufolge bombardirte das Präsidentschafts-Geschwader P i s a g u a am 8. Juni drei Stunden lang. Am folgenden Tage beschoß das Geschwader Jquique und Tocopilla-
etzteres wurde eingenommen. Am 10. Juni wurde Anto- ag asta beschossen und Chanaral besetzt. In den im Besitz )er Congreßpartei befindlichen Städten sind die Lebensmittel knapp.
Madrid, 17. Juni. Ein anscheinend unzurechnungsfähiges Individuum tödtete die Schildwache am Palais in Aranjuez, wo die königliche Familie gegenwärtig weilt, mit einem Dolche. Der Verbrecher hielt sich seit einigen Tagen in Aranjuez auf.
Petersburg, 17. Juni. Eine Verordnung wird publicirt betreffend die Einführung des Instituts der Vicefähnriche und der interimistischen Militär beamten in der russischen Armee für die Kriegszeit. Erstere fungiren in der Armee bei der Infanterie, letztere in den Militärverwaltungsbranchen- beide genießen Offiziers- resp. Beamtenrechte und Bezüge. Das Institut wird aus fähigen Unteroffizieren mit Hintansetzung der Offiziers- resp. Beamtenexamina gebildet.
Stockholm, 17. Juni. In der heutigen Sitzung des hier tagenden internationalen Eisenbahn congresses wurde beschlossen, einen beschleunigten Winterdienst zwischen London, Berlin und Wien sowie wesentliche Verbesserungen des Dienstes zwischen England und Skandinavien einzurichten.
Newyork, 17. Juni. Ein großes Bah nun glück hat gestern im Iowa-Staate bei der Coonbrücke in der Nähe der Coonflußschnellen stattgefunden. Die Locomotive gerieth in größerer Entfernung vor der Brücke aus den Schienen, durchlief die Strecke bis zur Brücke außerhalb des Geleises, durchschlug das Brückengeländer und stürzte, sämmtliche Waggons — ausgenommen den Schlaswaggon — mitreißend, in den Fluß. Zwei Personen sind tobt, 30 (mehrere tödtlich) verwundet. ___________
Berlin, 18. Juni. Berichte der Morgenblätter über das gestrige Gartenfest aus der Pfaueninsel melden: „Der Kaiser gratulirte Herrn v. Puttkamer zu seiner Ernennung als Oberpräsident der Provinz Pommern.
CecaU* und prwhrsteites»
Gieße«, 18. Juni.
— Waldhorn-Quartett. Wir empfehlen heute noch einmal das morgen Freitag stattfindende Concert und geben unseren Lesern nachstehend einen Bericht aus Bayreuth, der von Neuem bekundet, daß ein genutzreicher Abend in Aussicht steht. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird das Concert im Garten stattfinden können. „Die vorgestern Abend gegebenen Concerte des großen Waldhorn-Quartetts der Herren Kammermusiker Richter, Klöpfel, Unger und Herbig unter Mitwirkung des Piston - Virtuosen Herrn Kammermusikers Rammelt erfreuten sich des ungetheiltesten Beifalls der erschienenen Gäste und rechtfertigten auch hier den guten Ruf, der den Concertgebern vorherging, auf das Glänzendste. Eine Tonfülle, dabei eine Zartheit. des Ausdrucks, ein inniges Aneinanderschmiegen der einzelnen Instrumente vereinigen sich in diesem Quartette zu einer ganz eigenartigen Leistung, die als ganz hochkünstlerisch bezeichnet werden muß. Die Vorträge fanden stürmischen Applaus. Die von Herrn Rammelt gegebenen Solopiecen auf dem Piston waren gleichfalls ausgezeichnet. Einen Bläser von der Leichtigkeit dieses Ansatzes, der Wärme der Empfindung und der seinen Distinction in der Art des Vortrags, wie sie von genanntem Herrn entwickelt wurden, wird man selten hören." — Von einem musikkundigen Freunde unseres Blattes erhalten wir soeben noch folgenden Bericht: „Was in der Presse über das Hannoversche Waldhorn-Quartett geurtheilt wurde, sand in den beiden Concerten eine glänzende Bestätigung. Alle Nummern des reichen und gewählten Programms, sowie die durch stürmisches Hervorrusen geforderten zugegebenen Stücke wurden mit einer eigenartigen, wohltönenden Feinheit und absoluten Correctheit dem kunstsinnigen Publikum zum Verständniß gebracht, wie man es nur von Künstlern auf dem Waldhorn erwarten konnte. Besonders entzückten die zarten, Cellotönen ähnelnden Pianissimostellen des Quartetts. Virtuoses auf dem Piston leistete in Wirklichkeit Herr Rammelt. In bester Stimmung entlockte er seinem Instrumente perlende Passagen, neckische Staccattos und gesanglich tief empfundene Weisen mit aleicher Leichtigkeit und Schönheit. Gewiß können die geschätzten Herren Künstler durch ihre beiden hiesigen Concerte ihren bereits geernteten Lorbeeren ein neues Blatt beifügen." ____________
— Au die Adresse der Sommerausflügler ist eine Warnung gerichtet, die von der Postv erwaltung eines bekannten Ausflugsortes ausgeht. Während der Sommermonate, wenn der Fremdenzufluß am größten ist, wird kaum ein Tag vergehen, wo nicht unbestellbare Postkarten zur Post gegeben werden. Viele Fremde kaufen sich die bekannten Postkarten mit Ansicht und setzen stillschweigend voraus, daß sie frankiert sind, beschreiben die Karte und werfen sie in den Briefkasten. Aber nicht alle derartigen Postkarten werden frankiert und so gelangen diese vielen „Grüße und Küsse aus der Fremde" nicht in die Heimath und der Post wird dann unberechtigter Vorwurf der Unzuverlässigkeit gemacht. Wolle daher jeder Verkäufer von „Postkarten mit Ansicht" nie zu bemerken unterlassen, daß noch eine Freimarke nothwendig ist. Es wäre daher zu wünschen, wenn nur bereits frankierte Postkarten zum Verkauf kämen.
— Die Frage, ob die in den Genuß der Altersrente tretenden Versicherten verpflichtet sind, auf Grund des Invalidität- und Altersversicherungsgesetzes weiter zu entrichten, hat das Reichsversicherungsamt auf ergangene Anfrage für den Fall bejaht, daß diese Rentenempfänger noch weiter gegen Lohn oder Gehalt beschäftigt werden. Sie bleiben in diesem Falle versicherungspflichtig trotz des Bezuges der Altersrente, welche von der Erwerbsunfähigkeit unabhängig ist und nur einen Zuschuß zu dem Arbeitsverdienste des Rentenempsängers darstellt.
G. Aus dem Kreise Gießen, 17. Juni. In Ihrem geschätzten Blatte lese ich eben eine Notiz, betitelt: „Aus dem Kreise Alsseld". In derselben wird über die hohen Brod- Preise geklagt und es sieht fast aus (durchaus nicht. Red.), als ob die Bäcker die Hauptschuld trügen. Dem ist jedoch nicht so. Das Pfund Roggenmehl kostet heute 15*/, bis 17 Pfg., je nach Qualität, und da nach einer alten Regel 3 Pfund Mehl 4 Pfund Brod geben, so kann sich Jedermann den Brodpreis berechnen. Zieht man nun in Betracht das theuere Brennmaterial, sowie die mit so vieler Arbeit verbundenen Herstellungskosten, ganz abgesehen von sonstigen unvermeidlichen Unannehmlichkeiten, so bleibt dem Bäcker noch ein Verdienst, den ein geringer Taglöhner verschmähen würde. (Wir zweifeln im Allgemeinen nicht an der Richtigkeit vorstehender Notiz, können aber dann nicht begreifen, daß lt. Bericht über die letzte Stadtverordnetensitzung die Gießener Bäcker auf die Befreiung der Backwaaren von Octroi verzichten wollen. Red.)
*** Oberbesfiugen, 17. Juni. Heute sand dahier unter- reger Betheiligung der Interessenten die Bürgermeisterwahl statt, bei welcher der seitherige Bürgermeister Kühn einstimmig wieder gewählt wurde. Es ist dies nun das zweite Mal, daß derselbe und zwar, ohne daß ihm ein Gegenkandidat entgegengestellt — was wohl bei der gegenwärtig fast allgemein gewordenen Jagd nach solchem Amte eine Seltenheit genannt werden dürfte — zu diesem wichtigen, begehrenswerthen Amte gewählt wurde. Möge es ihm noch lange vergönnt fein, sich dieses verdiente Vertrauen seiner Mitbürger zu erhalten!
vermischtes.
*K. Fulda, 17. Juni. Der Unterverband hessischer Vorschuß- und Creditvereine hielt heute hier in den Räumen der „Harmonie" seinen 29. Verbandstag ab, nachdem derselbe gestern Abend in der im Gasthaus zum „Kurfürst" stattgehabten Vorversammlung die Tagesordnung festgesetzt und einige andere Angelegenheiten erledigt hatte. Die Tagesordnung enthielt 9 Gegenstände, deren Berathung bezw. Beschlußfassung die Genossenschafter von Morgens 8 Uhr bis Mittags 2 Uhr beschäftigte. Der Bericht pro 1890 des Verbandsdirectors Diehls-Cassel, der auch zugleich Verbandsrevisor ist, bot viel Interessantes und zugleich Erfreuliches. Es gehören dem Unterverband (welcher einen Theil des Allgemeinen Verbandes deutscher Erwerbs- und Wirthschafts- genoffenschaften bildet) 24 Creditvereine an, außerdem sind im Laufe oieses Jahres drei weitere Vereine hinzugetreten und wurden gestern Abend noch zwei Vereine, die früher schon einmal dem Unterverbande angehört hatten, von neuem aufgenommen. In 1890 betrug die Zahl der Unterverbands- genossen 17 352 gegen 17 106 im Vorjahre. An Vorschüssen auf Wechsel und Schuldscheine wurden etwa 91/, Millionen gewährt, für discontirte (Geschäfts-) Wechsel 7 Millionen, int Contocorrentgeschäft 32 Millionen Mark ausgegebcn. Der Gesammtumsatz in Einnahme und Ausgabe betrug zusammen über 223 Millionen Mark. An Zinsen und Provisionen wurden 1032 000 Mk. eingenommen und für Zinsen 494 000 Mk. ausgegeben. Der Gesammtreingewinn belief sich auf 349 888 Mk. Das Gesammtverhältniß des eigenen Vermögens der Vereine zu den aufgenommenen Capitalien betrug Ende 1890: 40,84 °/0, d. h. es kommen auf 100 Mk. eigenes Vermögen Mk. 244 fremde Gelder. — Die durch das neue Genossenschaftsgesetz vorgeschriebene Revision ist im Unterverband seit bereits einer Reihe von Jahren eingeführt gewesen. Berichterstatter hat im Lause des letzten Jahres wieder eine größere Anzahl der Vereine revidirt und bedauert, daß es ihm unmöglich gewesen, bis jetzt alle Vereine zu revidiren. — Bei der Berichterstattung der Vertreter der einzelnen Vereine, an welche sich Fragen sowohl des Directors wie auch des anwesenden Vertreters der Anwaltschaft Dr. jur. Krüger-Berlin, sowie lebhafte Discnssionen anschlossen, konnte auch ein Nichtbcrheiligter die Wahrnehmung machen, daß die Verbandsgenossenschafter ernstlich bestrebt sind, den hohen Aufgaben, welche sie sich gestellt haben, in jeder Beziehung gerecht zu werden. Sämmtliche Vereine beruhen auf Schulze- Delitzsch'schem Princip, sie sind das, was sie sind, lediglich aus eigener Krast, ohne jede Hilfe und Protection von außen geworden. — Die Verbandsrechnung, von Wörner-Nauheim und Köhler-Alsfeld geprüft, wurde für richtig befunden, der vom Verbandsdirector aufgestellte Voranschlag pro 1891/92 genehmigt. — Der nächste allgemeine deutsche Genossenschaftstag zu Gera wird durch je einen Vertreter des Credit-Vereins zu Friedberg und des Allgemeinen Vorschuß-Vereins zu Cassel auf Kosten des Verbandes beschickt werden und der nächstjährige Vereinstag des Unterverbandes in Marburg statt- finden. Möge der Verband auch ferner immer mehr erstarken, möge er fortfahren, in ächt genossenschaftlichem Sinne zu wirken — dann wird auch der Segen seiner Wirksamkeit für den engeren Mitgliederkreis sowohl, wie auch nach außen hin, nicht ausbleiben!
* Worms, 17. Juni. Der Haupttreffer der Wormser Dombaulotterie im Betrage von 75000 Mk. kam nach Coblenz, der zweite Treffer im Betrage von 30000 Mk. auf Nr. 189 540 nach Nürnberg und der dritte Treffer in einer Höhe von 10000 Mk. auf Nr. 6142 nach Berlin.
* Frankfurt a. M., 16. Juni. Nächsten Sonntag, den 21. Juni, wird der erste Zwanzigpfennigtag auf der elektrischen Ausstellung stattfinden. Die Ausstellung wird um 8 Uhr Morgens geöffnet und von den drei Haupteingängen, Kaiserstraße, Bahnhofsplatz, Neckarbahnhos aus zugänglich fein. Es werden besondere Billets zu 20 Pfg. pro Person bis 4 Uhr ausgegeben.
* Frankfurt, 16. Juni. In der heutigen Stadtverordneten- Verfammlung theile der Magistrat mit, daß. seitens eines Ungenannten der Stadt Frankfurt die Summe von 100000 Mk. zur Errichtung einer öffentlichen Bade- und Schwimmanstalt geschenkt worden sei, mit der Bedingung, daß die Errichtung spätestens bis zum 2. Januar 1892 in Angriff genommen sein muß.


