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leuchtung der Maschinenhalle und des farbenprächtigen Wasser- salls zu betrachten, ehe der letzte Bahnzug, der übrigens ohne Trambahnspesen zu erreichen ist, sie ihrer Heimath wieder zuführt.
* Worms, 16. Juni. Die hiesige Handelskammer beschloß in ihrer letzten Sitzung, sich mit der Handels- und Gewerbekammer für Untersranken und Aschaffenburg wegen des von der letzteren angeregten Projectes einer Eisenbahn Worms- Miltenberg-Würzburg in Verbindung zu setzen.
* Oppenheim, 15. Juni. Als gestern Abend gegen 8 Uhr der hiesige Soldaten-Verein von einem Ausflug nach der Schwedensäule mittels eines Schiffes zurückkehrte, stürzte ein dem Verein Angehörender, Namens Schröder, in der Nähe der Canalmündung in den Rhein und ertrank, obwohl Hilfe rasch zur Stelle war. In dem Verein, der seine Frauen bei sich hatte, entstand eine furchtbare Aufregung, viele der Letzteren fielen in Ohnmacht, andere stießen herzerschütternde Rufe hervor. Der so elend ums Leben gekommene Sch. hinterläßt eine Frau und fünf Kinder. Die Leiche konnte bis jetzt noch nicht geborgen werden,
* Mainz, 14. Juni. Seit neuerer Zeit wird bei den, in dem Bereiche unserer Festung vorgenommenen Pionierübungen auch das Velociped probeweise zu militärischen Zwecken verwendet. Zwischen dem Kasteler User und der sogenannten Petersaue fand gestern eine größere Pionierübung statt, bei der es sich in der Hauptsache um die Besörderung eines schweren Belagerungsartillerieparkes über eine Pontonbrücke handelte- die Versuche fielen, trotz der Schwere der Geschütze, die über 90 Ctr. wogen, sehr befriedigend aus. Die auf dem Uebungsplatze befindlichen Ordonnanzsoldaten hatten ihre Stahlroffe bei sich und mit denselben mußten sie militärische Befehle, Anordnungen re. befördern. Vor einigen Tagen wurden sogar militärische Ordonnanzfahrten aus dem Velociped bis nach Hochheim ausgedehnt, welche Wegstrecke von den Mannschaften in einigen Minuten zurückgelegt wurde.
* Landau a. d. H., 15. Juni. Bei der heutigen Uebung wurde der Artillerist Gers mann, gebürtig aus Weyherbach, von seinem Geschütz überfahren und sofort getödtet.
* Frankenthal, 12. Juni. In einem hiesigen Gasthaus wurde eine Anzahl junger Kaufleute, die daselbst im Abonnement ihre Mahlzeit einnehmen, beim ersten Gang von dem Gerichtsvollzieher mit einer Zustellung überrascht, daß das Abonnementsgeld für das Essen vom ersten ab nicht an den Wirth, sondern an ihn (den Gerichtsvollzieher) zu entrichten sei, i. 'cm alle Ausstände des Wirthes mit Arrest belegt seien. : .i meisten dupirt waren nun bei der Sache die jungen Kaufleute, indem der Wirth, nachdem er sah, daß ihm nichts mehr bezahlt wird, er auch außer dem ersten Gang (Suppe) nichts mehr folgen ließ. Mit knurrendem Magen mußten die jungen Herren von dannen ziehen.
* Elektrotechnische Ausstellung in Frankfurt am Main. In verschiedenen Blättern begegnen wir der Behauptung, daß die Nebenausgaben für die Sehenswürdigkeiten innerhalb der Ausstellung sehr kostspielig seien. Wir haben uns veranlaßt gesehen, einmal zusammenzustellen, wie viel ein Ausstellungsbesucher auszuwenden hat, wenn er alles, was innerhalb der Ausstellung geboten wird, besichtigen will. — Wir schicken voraus, daß die Fülle des innerhalb der Ausstellung gratis Gebotenen so groß ist, daß kaum Jemand die Hälfte davon während eines einmaligen Besuches auch nur flüchtig besichtigen kann. Es gehört hierzu die große Maschinenhalle mit ihren 50 bis 60 im Betriebe befindlichen Maschinen, das Kesselhaus, die Hallen für Telegraphie und Telephonie, für Eisenbahn und Signalwesen, für die Marine, für Wissenschaft und Medicin, woselbst die Vertreter der Herren Aussteller in zuvorkommender Weise die verschiedenen Apparate und Vorrichtungen dem Publikum vorsühren- die 22 verschiedenen Werkstätten, welche die Anwendung der Electricität im Kleingewerbe zeigen. Wer auch nur einen Theil der hier jedem Besucher zur Besichtigung freistehenden Ausstellungsgebäude durchwandert hat, der wird foum noch Zeit finden, die ganze Reihe der mehr dem Vergnügen gewidmeten Veranstaltungen durchzukosten. Alle diese Sehenswürdigkeiten kosten zusammen allerdings Mk. 4.40. (Victoriatheater ein nummerirter Platz Mk. 1.—, Kunstausstellung 50 Pfg., Bahn nach der Mainausstellung 10 Pfg., Phonograph 40 Pfg., Münchener Opernübertragung 50 Pfg., Frankfurter Opernübertragung 30 Pfg., Lautsprechendes Telephon 20 Psg., Taucher 20 Pfg., Aufzugsthurm 20 Pfg., Irrgarten 50 Pfg., Panorama 50 Psg.). Selbstverständlich ist geradezu unmöglich, alle diese zum Theil gleichzeitig stattfindenden Veranstaltungen an einem Tage zu sehen. Ein besonderes Eintrittsgeld für dieselben muß erhoben werden, weil die betreffenden Unternehmer ihre Bauten und Einrichtungen, sowie den Betrieb für eigene Rechnung bestreiten. Würde die Ausstellung alle diese Sehenswürdigkeiten für ihre Rechnung unternommen haben und führen, so würde das Anlage- und Betriebscapital eine solche Höhe erreicht haben, daß mindestens ein allgemeines Eintrittsgeld von drei Mark erhoben werden müßte, um die Kosten zu decken. Jetzt aber hat Jedermann für ein Ticket, welches heute zu 70 Pfennig zu haben ist, alles frei, was mit dem eigentlichen Zweck der Ausstellung, der Vorführung der Fortschritte der Electricität aus allen Gebieten zusammenhängt. Will der Besucher noch außerdem einen Theil oder sämmtliche aus dem Aus- stellungsplatz vorhandenen Sehenswürdigkeiten besichtigen, so hat er dazu Gelegenheit. Gezwungen ist hierzu Niemand. Die meisten Besucher werden froh sein, nach ihrem Rundzange durch die Ausstellung selbst bei einem guten Glase Münchener oder Pfungstädter Bier in Ruhe die feenhafte Be-
Temperatur der Lahn und Lust
gemessen am 18. Juni. Vormittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 12Va, Lust 13 Grad Reaumur.
L. Ehr. Rübsamen Wwe.
Bremen, 17.Juni. (Per transatlantischen Telegraph.]. Der Schnelldampfer Saale, Eapitän H. Richter, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 7. Juni von Bremen unb am 8. Juni von Southampton abgegangen war, ist heute 10 Uhr Morgen» wohlbehalten in Newyork angekommen.
verkehr, £an6>« und Volkswirtschaft.
Limburg, 17. Juni. Fruchtmarkt. Rother Wchen JL 20 —, weißer Weizen X —Korn JL. 15.75, Gerste X 11.-, Hafer X 7.75, Erbsen —Kartoffeln —
- Sucht die Kleefelder ab «ach Kleeseide! In der Jugend ist die Kleesetde ohne besonders große Schwierigkeiten, wenn sie nicht in allzu großen Mengen auf den Kleefeldern auftrttt, zu vertilgen, während sie, wenn ihr Verbrettungsherd ein umfangreicher geworden, sie den Boden mit Samen tnficirt hat, zu den Schädlingen gehört, die mit am schwersten los zu werden sind. Wo Klee, Luzerne usw. ohne Ueberftucht gesäet werden, da schicke man schon im Juni oder Anfang Juli Leute auf die Felder, welche diese auf Seide genau absuchen, wo der Klee unter Getreide gesaet wtrv, muß dieses sofort nach der Ernte geschehen. Etwa aufgefundene Setdennester müssen verbrannt und die Stellen tief umgraben werden. ________
Gottesdienst der israelitischen Keligionsgesellschast.
Freitag Abend 72° Uhr, Samstag Vormittag 8* Uhr, Samstag Nachmittag 4°° Uhr, Samstag Abend 900 Uhr.
CAmmAnenwneoan Der Einfluss der Lichtstrahlen □OmmerSprUbSUll. macht sich hei Personen mit zarter empfindlicher Haut durch die Sommersprossen oft sehr bemerkbar, und es ist bewiesen, dass scharfgelaugte Seife deren Hervortreten nur um so mehr begünstigen. Man erzielt den denkbar grössten Nutzen, wenn man sich ganz besonders in der Frühjahrs- und Sommerszeit ausschliesslich mit
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Men-Buseck, am 18. Juni 1891. Krämer, Bürgermeister.
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168541
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