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17 684 Güterwagen vermehrt worden und umfaßt zur Zeit 9653 Lokomotiven, 15343 Personenwagen und 196798Güter­wagen.

Berlin, 10. Februar. Die Volksschulcommission berieth in zweiter Lesung die Bewilligung von 20 Millionen für Schulbauten, welche in erster Lesung abgelehnt wurden. Aus die Anfrage des Abg. Windthorst über die Stellung des evangelischen Oberkirchenraths zu dem Gesetzentwurf erklärte der Minister Goßler, derselbe habe die grundlegenden Be­stimmungen gutgeheißen und nur fünf Wünsche geäußert, wo­von drei bereits berücksichtigt seien. Die Commission beschloß die aus dem Erträgniß des neuen Einkommensteuergesetzes annehmbaren Ueberschüsse zu Schulbauten zu verwenden.

Berlin, 10. Februar. DieNorddeutsche Allgemeine Zeitung" bemerkt den Blättermeldungen, wonach Fürst Hohenlohe als Statthalter in den Reichslanden demnächst zurücktreten würde und der Botschafter Prinz Reuß zu seinem Nachfolger ausersehen sei, gegenüber, in wirklich insormirten Kreisen sei von derartigen Veränderungen keine Rede.

Berlin, 10. Februar. Die Pat entcommifsion des Reichstags begann die zweite Lesung des Entwurfes. Ab­weichend von den Beschlüssen der ersten Lesung wurde zu § 2 beschlossen, daß die im Auslande amtlich herausgegebenen Patentbeschreibungen von Staaten, wo die Gegenseitigkeit ver­bürgt ist, den öffentlichen Druckschriften erst nach 3 Monaten gleichstehen sollen. Zu § 4 wurde ein Zusatz angenommen, wonach bei Zurücknahme oder Zurückweisung in Folge Ein­spruchs der Einsprechende berechtigt sein soll, als Tag seiner Anmeldung den Tag bei" früheren Anmeldung festzusetzen. Zu tz 8 beantragte Hammacher eine Resolution, in welcher die Erwartung ausgesprochen wird, daß der Bundesrath eine Ermäßigung der Patentgebühren eintreten lassen werde, so­bald die Einnahmen die Ausgaben erheblich übersteigen. Die Beschlußfassung hierüber wurde vorläufig ausgesetzt. Sodann wurden die Paragraphen bis 24 fast unverändert ange­nommen.

Berlin, 10. Februar. In der Budgetcommission des Reichstages erklärte heute der Vertreter der Reichseisen- bahuverwaltung, letztere werde die Tarife pari passu mit Preußen ändern. Die Verhandlungen seien zwar noch nicht beendet, doch könne er bereits sagen, daß eine Ermäßigung der Frachten und des Personensahrgeldes erfolgen werde.

Paris, 10. Februar. Constans forderte die Präfecten aus, darüber zu wachen, daß die gemäß den gegenseitigen Verträgen Seitens der russischen, dänischen, belgischen, schwedi­schen und holländischen Handlungsreisenden zu zahlende Erwerbssteuer nicht hinterzogen werde. Der hiesige Bankier Mace hat unter Hinterlassung von 21 Millionen Passiven die Flucht ergriffen. Man befürchtet, daß er zahlreiche De­pots veruntreute.

Marseille, 10. Februar. Ein demCredit Lyonnais" gehöriger Geldbeutel mit 220,000 Francs wurde auf dem Bahnhose gestohlen.

Lyon, 10. Februar. Gegen 1500 Arbeiter der größten hiesigen Glasfabriken kündigten einen Strike an, für den Fall, daß die von ihnen geforderte Lohnerhöhung nicht be­willigt würde.

Druffel, 10. Februar. DieJndepedance belge" meldet, daß das Einvernehmen zwischen Frankreich, Portugal und dem Congostaate über den an der Westküste Afrikas ein­zuführenden Zolltarif am Montag unterzeichnet worden sei. Für die Westküste des Congostaates sind als Eingangs­zölle 10 pCt. für Feuerwaffen, Pulver, Salz, 6 pCt. für alle anderen Artikel sestgestellt. Eisenbahn- und Schifffahrts­material bleiben frei. Der Congostaat reducirt dagegen einige neuerdings aus seinem Gebiete eingesührtcn Steuern.

Rom, 10. Februar. Rudi ni richtete an die diplo­matischen Vertreter Italiens im Auslande ein Circularschreiben, in welchem er erklärte, das Programm des neuen Cabinets sei die Fortsetzung der Erhaltung der bisherigen Friedens­politik, für welche das Land bei den jüngsten Wahlen sich ausgesprochen habe. Das Cabinet werde bestrebt sein, die bestehenden Bande der Freundschaft mit allen Mächten noch enger zu knüpfen. Die Kammer wurde auf den Samstag berufen, wo das neue Cabinet fein Programm darlegen wird.

Liffabon, 10. Februar. Aus Loando wird von gestern gemeldet, daß der Gouverneur 100 Soldaten unter Führung von 3 Offizieren mit zwei Mitrailleusen auf den Kanonen­bootenZambesi" undCacongo" nach St. Thomas zur Unterdrückung des Negeraufstandes abgesandt hat. Die Mannschaften sollen nölhigenfalls landen.

Petersburg, 10. Februar. Der Erzherzog Franz Fer­dinand besuchte heute Vormittag die Osfiziersreitschule und verweilte dortselbst mehrere Stunden- hierauf nahm er bei der österreichischen Botschaft das dejeuner dinatoire ein und empfing das diplomatische Corps. Nach dem Diner bei dem Großfürstenpaare Sergius Alexandrowitsch beabsichtigt der Erzherzog, heute unweit Petersburg sich zur Bärenjagd zu begeben.

Montevideo, 10. Februar. Drei chilenische Kriegs­schiffe sagten sich von den Aufständischen los und trafen aus der hiesigen Rhede ein.

Washington, 10. Februar. Der Abgeordnete Geary hat im Repräsentantenhause einen Gesetzentwurf betreffend die freie Prägung des in den Vereinigten Staaten gewon­nenen Silbers eiugebracht. Das Mitglied des Comites für Münzweseu, Willeot, erklärte, der Bericht über den dies­bezüglichen Gesetzentwurf des Senats werde dem Hause in dieser Woche vorgelegt werden.

Rewyork, 10. Februar. Gestern sind drei Waggons des Schnellzuges bei Raudalla in Iowa von dem Eisen­bahndamm hinuntergestürzt. Die Waggons geriethen in Brand und wurden gänzlich zerstört. Von den Passagieren find mehrere schwer verwundet.

Cecak» ttnö provinzielles.

Gießen, 11. Februar.

Zu Ehren Sr. Königl. Hoheit des ErbgroßherzogS gaben die hiesigen Professorenfamilien am Samstag in den Räumen des Gesellschaftsvereins ein Fest. Der reichgeschmückte Saal bot einen wundervollen Anblick. Während an der einen Seite eine Bühne errichtet war, auf der vor und nach dem Souper von den Herren Professoren und ihren Damen reizende Theater- und Gesangsstücke ausgezeichnet aufgeführt wurden, prangten stolz an der gegenüberliegenden Seite die zahlreichen Fahnen der studentischen Corporationen der Hochschule. Dabei war der ganze Saal durch einen aus das Geschmackvollste arrangirtcn reichen Schmuck von grünen Gewächsen, Guir- landen, Lampions und Lichtern wie in einen Garten ver­wandelt.

Während des Soupers brachten Se. Magnifizenz Herr Rector Dr. Gottschick ein Hoch auf Seine Königliche Hoheit den Erbgroßherzog aus. Besonders animirend und erheiternd wirkte der während des Soupers in Champagner stattfindende Rundtrunk aus den herrlichen Silber- und Gold­pokalen der Universität.

Der Tanz bildete den Schluß deS prächtigen Festes, zu welchem außer vielen anderen Gästen auch Vertreter der Studentenschaft erschienen waren.

Samstag den 14. Februar d. I., Nachmittags 3 Uhr beginnend, findet eine öffentliche Sitzung des Kreisansschuffes des Kreises Gießen im Regierungsgebäude dahier statt.

Die erste Nummer des unter Redaction von Herrn Geh. Obermedicinalrath Dr. Pfeiffer - Darmstadt neu er­scheinendenCorrespondenzblattes der ärztlichen Vereine des Großherzogthums Hessen" enthält einen amtlichen Bericht über die Anwendung von Dr. Kochs Heilmittel der Tuberkulose in Heffen, welcher auch für weitere Kreise von Interesse ist. Nach den Ende December 1890 eingezogenen Erkundigungen wurden bis dahin in der medicinischen Klinik in Gießen 62, in der chirurgischen Klinik in Gießen 25, im städtischen Hospital zu Darmstadt 23, im städtischen Hospital zu Mainz 70, im städtischen Hospital zu Offenbach 25, im städtischen Hospital zu Worms 24, im Alicehospital zu Darmstadt 17, im Landkrankenhaus zu Darmstadt 3040 und im Elisabethen- stift daselbst 14 Kranke mit Koch'scher Jmpfflüssigkeit behandelt.

Nach Maßgabe des landständischen Ersuchens an Großh. Negierung um höhere Besteuerung der haufirend be­triebenen Gewerbe, sowie der Wanderlager finden dermalen Erhebungen darüber statt, in welchem Umfange durch der­artige Gewerbebetriebe eine besondere Bedrückung des stehenden Gewerbes stattfindet. Bekanntlich war bei den desfallsigen landständischen Verhandlungen geltend gemacht worden, daß eine Reihe von Gewerben mit stehendem Betrieb durch diese Art des Handels schwer geschädigt würde.

Es wird vielfach wahrgenommen, daß die Invaliden- marken auch bei sorgfältiger Behandlung nach einiger Zeit abspringen, wenn die Karten nach Außen gebogen oder in einem warmen Raume aufbewahrt werden. Die Ursache dieses Uebelstandes ist nicht darin zu suchen, daß der Klebstoff der Marken etwa seiner Beschaffenheit nach mangelhaft oder in zu geringer Menge ausgetragen wäre. Nach technischem Unheil muß vielmehr das Abspringen der Marken daraus zurückgeführt werden, daß das zu den Quittungskarten ver­wendete Papier bei ungenügender Anfeuchtung der Marken den durch die Flüssigkeit ausgelösten Theil des Klebestoffes völlig einsaugt, bevor der letztere seine Wirkung äußern kann. Nunmehr fordert das Reichsversicherungsamt durch Bekannt­machung imReichsanzeiger" allerseits auf, zur Verhütung eines Abspringens der Marken nicht nur die Marke, sondern auch diejenige Stelle der Karte, aus welche die Marke geklebt werden soll, reichlich anzufeuchten und die Marke nach dem Aufkleben einige Zeit mit der Hand sestzudrücken. (Hierbei sei daraus aufmerksam gemacht, daß auch die neuen Briefmarken eine besondere Sorgfalt im Aufkleben er­fordern. Schreiber dieses sind mehrfach Briefe zugekommen, deren Marken nur theilweife aufklebten. Es scheint, als ob der Klebstoff der neuen Marken mehr Flüssigkeit erfordere, als bei den alten).

Billigere Eisenbahnfahrpreise. Wie neuerdings mit- getheilt wird, beabsichtigt die preußische Regierung auf den Staatsbahnen die vierte Wagenklasse abzuschaffen und die von Bayern vorgeschlagenen Sätze, d. h. Ermäßigung der bestehenden Fahrpreise um 50 Prozent in der dritten, 331/3 Prozent in der zweiten, 25 Prozent in der ersten Wagenklasse der Personenzüge, anzunehmen. Freigepäck, Retourbillets zu ermäßigten Preisen, Rund-Reise- und Sommerbillets kommen natürlich in Fortfall.

Im Kaiser-Panorama bietet diese Woche die Serie Schweden und Norwegen eine große Anziehungskraft, zumal unser Kaiser schon zweimal im Sommer diese Nordlands- sahrten unternommen hat. Wir beginnen mit Kopenhagen, keine Stadt hat schönere Partien als Kopenhagen, die Boulevards, breit und großstädtisch, sind mit hübschen Bausteinen eingefaßt. Das Thorwaldsen Museum mit feinen Meisterwerken ist -weltberühmt und,»Tausende sehen sich Jahr für Jahr die Sehenswürdigkeiten an, ferner ist berühmt die Frauenkirche sowie das Rosenbergerschloß. Schloß Fredens- burg, die Residenz des Königs, hat eine anmuthige Lage. Sodann machen wir einen Ausflug nach dem schönen Sund und der Fyen Insel, kommen nach Odenfee, sodann nach Schweden, wo wir die schöne Stadt Göthenburg mit ihren großartigen Wasserfällen, Trollhätta-Fall sehen, dieses aber stellt das Panorama in naturgetreuer Farbenpracht und Plastik dar. Sodann erwähnen wir noch Stockholm, Malmö, Christiania- das Land der Mitternachtssonne (rietet mit feiner schönen Einfahrt durch den Christianiafjord einen prachtvollen Anblick. Wir beschränken uns, wegen Mangels an Raum, auf diesen Hinweis und empfehlen den Besuch des Panoramas ! auf'S Angelegentlichste.

Theater, lieber das letzte Auftreten Thes sa Klink­hammers in Frankfurt a. M. schrieb dieFrankfurter Zeitung" damals Folgendes: Wir glauben an die Echtheit der Thränen, die der scheidenden Künstlerin aus den sonst so Hellen Augen quollen, als sie gestern am Schluß deS Abends von einem Blumenregen überschüttet, von grünen Lorbeerkränzen umwallt aus ihrer wortlosen Rührung zu einer kurzen Anrede sich aufraffte, deren warm empfundener, nur stammelnd vorgebrachter Inhalt das Bekenntniß war, wie schwer es ihr falle, von Frankfurt sich zu trennen. Wir glauben an die Wahrheit dieser Worte- nicht nur, weil wir das Wesen dieser Künstlerin als durch und durch wahr kennen wahr wie ihre Darstellungsweise, ihre Kunst; auch weil wir selbst durchdrungen davon sind, daß ihr, dem ver­wöhnten Liebling der Grazien und des Publikums, der Ab­schied von der Frankfurter Bühne schwer fallen muß. Was auch immer sie zu dem Entschluß gedrängt haben mag, ihre hiesige glänzende Stellung freiwillig aufzugeben, das Ver- hältniß, das zwischen ihr und dem Publikum hier bis zur Stunde bestand, kann ebensowenig die Ursache bilden wie ihre Stellung zwischen ihren Colleges und ihrem Intendanten. Dieses Verhältnis diese Stellung sie waren so günstig geartet für sie, ließen ihr Schicksal als Künstlerin so beneideuS- werth vor tausend anderen erscheinen, daß nur der Trieb des unruhigen Theaterblutes in ihren Adern bei diesem Schritt maßgebend gewesen sein kann. Doch wie dem auch sei: sie geht und wir sehen sie gehen und uns schmerzt dieser Verlust tief tief.

Der Fechtverband Gießen-Lahr, Verein zur Gründung und Unterhaltung deutscher Reichswaisenhäuser, hielt am Sonntag den 8. d. M. in Steins Garten sein Winterfest, bestehend in großer Maskerade und Ball, ab. Das Fest war sehr stark besucht und kann der Verein mit dem klingenden Resultat zufrieden sein, da nach Abzug aller Kosten ein Rein­ertrag von 185 Mk. verblieb.

Der gestrige Fastuachtsdienslag brachte wie üblich ein recht reges Leben in die Hauptstraßen der Stadt. Be­sonders characteristische Gruppen und Masken kamen indeß nicht zum Vorschein, das Publikum begnügte sich in feiner Mehrheit mit der Rolle des Zuschauers.

Staufenberg, 8. Februar. Seine Königliche Hoheit der Erbgroßherzog besuchten gestern von Gießen aus das hiesige Schloß und sprachen sich sehr befriedigt über die Her­stellung desselben aus.

Lich, 9. Februar. Seine Königliche Hoheit der Erb­großherzog statteten im Laufe des gestrigen TageS der fürstlichen Familie hierselbst einen Besuch ab. (D. Z.)

Bad-Nauheim, 10. Februar. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 7. Februar den ersten Beamten bei dem Salinen- und Bergamt und Bor­stand der Badedirection Bad - Nauheim, Bergrath Gustav Jäger, auf fein Nachsuchen, mit Wirkung vom 1. März l.' I., in den Ruhestand zu versetzen- den Salineninspector bei dem Salinenamt Theodorshalle, Bergrath Otto Weiß, zum ersten Beamten bei dem Salinen- und Bergamt und zum Vorstand der Badedirection Bad-Nauheim, mit Wirkung vom 1. März l. I. an, zu ernennen.

Gedern, 9. Februar. In der vergangenen Nacht wurde auf der hiesigen Bahnstation e i n g e b r 0 ch e n - der Herr Ein­brecher wird aber einigermaßen enttäuscht gewesen sein, denn die beraubte Kasse enthielt nur 6 Mk., von denen er noch 30 Psg. verlor. Auch ein Schließkorb wurde einer Durchsicht unterzogen und aus demselben einige Hemden und Taschen­tücher entwendet.

§ Wie uns aus Ortender- mitgetheilt wird, ist dort der Dieb, welcher vor Kurzem in Schotten einen Uhrenladen plünderte, verhaftet worden.

Die Anzahl der Volksschüler in unserem Großherzog- thum beträgt gegenwärtig 158,564. Hiervon werden unter­richtet in gemeinsamen Schulen 137,883, in evangelischen Schulen 8775, in katholischen Schulen 9037 Schüler. Hiervon sind in einklassigen == 38,687, in zweiklassigen 33,927 , in dreiklassigen 26,329 , in vierklasfigen 31,189, in mehrklassigen 29,938 Kinder. Der jähr­liche Staatszuschuß für Volksschulzwecke beträgt gegenwärtig 992,400 Mk.

Kleine Mittheiluugen aus dem Großherzogthum Hesse«. In Offenbach feuerte am 7. d. M. ein Schuljunge eine« Revolverschuß auf einen anderen Knaben ab. Der Junge wurde verhaftet. In Alzey soll noch vor Ostern das 50jährige Bestehen der Realschule gefeiert werden. In Laubenh eim gerieth in der dortigen Cementfabrik ein Arbeiter in das Maschinenwerk, wobei ihm ein Bei« ab­gerissen und derselbe außerdem schwer am Unterleib verletzt wurde. Der Unglückliche starb bald darauf im Mainzer Hospital. In der Kastanienallee in Bessungen wurde am 10. d. Mts., Morgens, der ledige, 36 Jahre alte Kamm- machergehilfe Derska, welcher in der Fabrik von Schlager u. Best beschäftigt war, mit durchschnittenem Halse tobt auf- gefunden. Ob hier Mord oder Selbstmord vorliegt, ist noch nicht aufgeklärt.

* WormS, 10. Februar. Bei einem Wafferftande von 0,26 Meter führt der Rhein seit heute Morgen wieder neues Treibeis mit sich. Das Eis ist noch dünn, treibt aber schon wieder in ziemlich dichter Menge vorüber. Heute Morgen zeigte daS Thermometer 8 Grad Reaum. unter Null. Halt diese Kälte noch einige Zeit an, so steht zu erwarten, daß wir in Bälde die Verkehrsstörungen in neuer Auflage erleben. Heute nämlich wird schon befürchtet, daß die Schiff­brücke wieder abgefahren werden muß.

tt Äaffel, 11. Februar. Der Sohn des türkischen Ministers Fuad Pascha Faid Mehemed ist der hiesigen Kriegs-