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seiner Absatzquellen beraubt, gehe direct einem industriellen Sedan entgegen.

Rio de Janeiro, 8. December. Der Gemeinderath bean­tragte ein Denkmal für Dom Pedro..

Newyork, 8. December. Nach einer Meldung des Herald" aus Santiago gehen dort Gerüchte von einer Verschwörung gegen die Regierung um. Das Militär sei in den Kasernen consignirt und die Artilleristen der Kriegs­marine in den Forts von Valparaiso durch Matrosen der Flotte ersetzt,- die im Gesängniß befindlichen Soldaten, welche für Balmaceda gekämpft haben, seien behufs Verhinderung jeden Verkehrs derselben in Einzelhaft gesetzt. Aus den Ar­tilleriekasernen von Santiago soll eine große Anzahl Revolver verschwunden sein.

Washington, 8. December. Der Congreß ist gestern wieder zusammengetreten.

Depeschen desBureau Herold".

Berlin, 8. December: Die Börsenanträge werden erst nach Beendigung der Weihnachtsferien im Reichstage berathen werden.

Berlin, 8. December. DasTageblatt" meldet aus München: Nach Mittheilungen des mit den Vorstudien zum Bahnbau von Bagamoyo aus in das Innere be- auftagten Ingenieurs Proksch erscheint das Project wegen zu großer Kosten unausführbar.

Berlin,8. December. Florian Geher, derVersaffer der BroschüreGieb uns Brod, Kaiser", wurde vom Gerichts­höfe freigesprochen und die Aufhebung der Beschlag­nahme der Broschüre beschlossen.

Berlin, 9. December. DieBerl. Pol. Nachr." ver­sichern, die ganze deutsche Industrie begrüße die Bindung des Zolltarifs für längere Jahre als eine Grundbedingung gedeihlicher Entwickelung und des Gewerbefleißes.

Berlin, 9. December. DemBerl. Tagebl." zufolge erfolgt die Unterzeichnung der Handelsverträge von Deutschland und Oesterreich mit der Schweiz bestimmt am Donnerstag.

Hamburg, 9. December. DieBörsenhalle" meldet, daß die vom Reiche subventionirten Ostafrika-Dampfer vom 1. Januar 1892 ab ihre Fahrten bis Natal ausdehnen.

Kiel, 8. December. Auf der Schleusenbaustelle Holtenau wurden drei Maurer durch einen Hebekrahnen getödtet.

Schlettstadt, (Unterelsaß), 8. December. Infolge eines furchtbaren Föhns brach in vergangener Nacht hier Feuer aus. Bis jetzt sind 31 Anwesen abgebrannt. Dieselben waren von 87 Familien mit einer Kopfzahl von 232 Angehörigen bewohnt. Zur Hälfte abgebrannt ist auch ein bekanntes historisches Denkmal, derNeuen Thurm".

Straßburg, 8. December. Der Statthalter der Reichslande ist nach Schlettstadt abgereist, um sich persönlich von der Ausdehnung des Unglücks zu überzeugen und die geeigneten Maßnahmen zu verfügen.

Myslowitz, 8. December. In der Georgsgrube bei Russisch-Nitka wurden durch das Hinabftürzen der Förder­schale drei Bergleute getödtet und zwei schwer ver­wundet.

Wilna, 8. December. Auf der Bahnstrecke Libau-Romny, unweit Wilna, wurde ein Kaufmann von seiner Reisegesell­schaft durch Schlafmittel betäubt und seiner ganzen Baarschast von 40000 Rubel beraubt.

Rom, 8. December. Es verlautet, die Generäle Bal- dissera, Cossato und Orero sollen wegen von ihm anbefohlener Beseitigung von acht Verräthern ohne vorheriges Kriegsgericht vor den Kriegsrath gestellt werden.

London, 9. December. Die Solche st erbank Mills, Bawtree, Dawnag, Curzon and Co. mit 48 000 Lstrl. Bank- noten-Ausgabeprivileg hat sallirt.

Belgrad, 9. December. Das gesammre Ministerium hat infolge innerer Differenzen demissionirt. Die Ent­scheidung wurde bis zum Zusammentritt der Skuptschina vertagt.

Zur Bekämpfung wirthschaftlicher Noth- stände.

Da gegenwärtig die Angehörigen der meisten Wirth- schaftszweige mit Bedrängnissen zu kämpfen haben, so dürste es nützlich sein, sich einmal mit der Frage zu beschäftigen, in welcher Weise man wirthschastliche Calamitäten am besten bekämpfen kann. Wir müssen dabei hervorheben, daß, wenn sich Jemand in irgend einer wirthschastlichen Bedrängniß be­findet und sich nicht mehr zu Hellen weiß, dies meistentheils nur scheinbar der Fall ist. Er könnte sich häufig noch selbst, wenn auch durch theilweise Unterstützung Anderer, helfen, wenn nicht durch andauernde Mißerfolge oder einen jähen großen Unglückssall sein gesundes Urtheilsvermögen ge­trübt und seine Kräfte gelähmt wären.

Der Bedrängte kann sich also deßhalb nicht mehr Helsen, weil er sich nicht mehr zu helfen getraut und sich vor neuen Mißerfolgen förmlich fürchtet. Sobald in ihm aber von irgend einer Seite Muth und Hoffnung wieder erweckt werden, so fühlt er auch wieder Kräfte in sich, zu Helsen, und findet sogar auch, daß die Noth, die ihn bedrohte, gar nicht so fürchterlich war, wie sie erst aussah.

Daraus geht hervor, daß wir in über uns herein­gebrochenen Bedrängnissen uns mit aller Macht vor einer übertriebenen schwarzseherischen Auffassung unserer Situation hüten und immer wieder nach Muth und Hoffnung ringen müssen. Denn der Pessimismus verschlimmert nur in jeder Beziehung unsere Lage, vergiftet unser Gemüth und verdirbt uns Zeit und Gelegenheit, eine rettende That zu thun. Ist man aber im Stande, sich auch in schweren Bedrängnissen aufzuraffen und wieder neuen Muth zu fassen, so findet man gewöhnlich aucy Mittel und Wege, um sich aus der Noth herauszuarbeiten. Es muß also direct als eine Thorheit und Schwäche ausgefaßt werden, in der Bedrängniß zu ver­zagen, denn dadurch wird unsere Lage stets noch schlimmer, wie sie ist.

Wenn man nun in Folge der menschlichen Unvollkommen­heit es auch oft nicht hindern kann, in der Noth der Ver­zagtheit zu verfallen, so muß man sich in solchen Fällen doch daran erinnern, daß es thöricht und gefährlich ist, in einer verzagten Gemüthßverfaffung längere Zeit zu verharren. Man muß dieselbe also sofort, wenn sie eintritt, mit Ver­nunftgründen als Schwäche und Thorheit bekämpfen und neuen Muth zu fassen suchen. Viel vermag schon in dieser Hinsicht ein energischer Wille und die eigene verständige Ein­sicht. Will es Einem aber nicht gelingen, sich aus dem Zu­stande der Verzagtheit und der Verzweiflung emporzuraffen, so darf man nicht mit hartnäckiger Verschlossenheit dumpf dahinbrüten, sondern man muß nach einer Person suchen, der man seine Besorgniß anvertrauen und von der man Trost, Rath und Hilfe erwarten kann.

Jeder Bedrängte, der sich selbst nicht mehr zu helfen weiß, muß nach feinen Verhältnissen und dem vorliegenden Falle entsprechend ermessen, wem er sich am besten anzu­vertrauen hat. Die Vertrauensperson kann ein Freund oder ein Vorgesetzter, sie kann aber auch ein Rechtsanwalt oder ein Pfarrer sein.

Wenn nun auch durch die Rücksprache mit einer solchen Vertrauensperson nicht immer gleich directe Hilfe erreicht wird, so wird man durch eine solche Person meistens doch wieder ausgerichtet werden und auch zweckmäßige Rathschläge erhalten, wie der Verlegenheit oder Noth zu begegnen ist.

Locales uttfc provinzielles.

Gießen, 9. December 1891.

Provinzialausfchuß-Sitzung. Samstag den 12. De­cember, Vormittags 9 Uhr beginnend, findet im Regierungs­gebäude dahier eine öffentliche Sitzung des Provinzial-Aus- schusses der Provinz Oberhessen statt, in welcher folgende Gegenstände zur Verhandlung gelangen:

1. Antrag des Großh. Bürgermeisters von Londorf auf Bestrafung des Gemeinderathsmitglieds Kammer daselbst wegen Zuwiderhandlung gegen seine Pflichten.

2. Klage des Ortsarmenverbandes Lüttringhausen gegen den Ortsarmenverband Kirtorf wegen Unterstützung des hilfsbedürftigen Heinrich Schneider aus Kirtorf.

3. Klage des Ortsarmenverbandes Butzbach gegen den Landarmenverband des Kreises Friedberg wegen Unter­stützung des Anton Morkel aus Pohl-Göns.^

4. Gesuch des Johannes Müller I. Wittwe von Nieder-Wöllftadt um Erlaubniß zum Betriebe einer Schankwirthschast.

5. Gesuch des Simon Ruppel zu Friedberg um Er­laubniß zum Betriebe einer Schankwirthschast.

6. Recurs des Großh. Oberbürgermeisters Gnauth zu Gießen gegen einen Polizeibefehl des Großh. Kreis- amts Gießen.

Verzeichniß der Sitzungen des Schwurgerichts der Provinz Oberhessen pro 4. Quartal 1891.

1. Donnerstag den 10. December, Vormittags 9 Uhr: Anklage gegen Jakob Konrad von Rainrod wegen Gefähr­dung eines Eisenbahntransports. Die Anklage vertritt Großh. erster Staatsanwalt Jöckel. Vertheidiger: Rechtsanwalt Katz.

2. Freitag den 11. December, Vormittags 8*/2 Uhr: Anklage gegen August Leinberger Ehefrau von Rebges- hain wegen Brandstiftung. Die Anklage vertritt Großh. Gerichtsassessor Dr. Zimmermann. Vertheidiger: Justiz- rath Dr. Re atz.

3. Samstag den 12. December, Vormittags 8x/2 Uhr: Anklage gegen Heinrich Möller V. von Maar wegen Meineids. Die Anklage vertritt Großh. Gerichtsassessor Dr. Zimmermann. Vertheidiger: Justizrath Bai st.

4. Montag den 14. December, Vormittags 8% Uhr: Anklage gegen Heinrich Menges IL von Harheim wegen Brandstiftung. Die Anklage vertritt Großh. Staatsanwalt Theobald. Vertheidiger: Rechtsanwalt Kraft.

5. Dienstag den 15. December, Vormittags 8V2 Uhr: Anklage gegen Margarethe Rohrmann von Wetterfeld wegen Versuch des Kindesmords. Die Anklage vertritt Großh. Gerichtsaffessor Dr. Zimmermann. Vertheidiger: Rechts­anwalt Katz.

6. Mittwoch den 16. December, Vormittags 8*/2 Uhr: Anklage gegen Hermann Rausch von Friedberg wegen Körperverletzung mit tödtlichem Erfolg. Die Anklage vertritt Großh. erster Staatsanwalt Jöckel. Vertheidiger: Rechts­anwalt W ind e cker.

7. Donnerstag den 17. December, Vormittags 8^/2 Uhr: Anklage gegen Johannes Theiß von Weitershain wegen Urkundenfälschung. Die Anklage vertritt Großh. Staats­anwalt Theobald. Vertheidiger: Rechtsanwalt Hirsch­horn.

Musik. Das vierte Abonnemenrs-Concert bringt ein specielles Mozart-Programm, als: die Querture zu Jdonomeo", Figaros Hochzeit, Titus, Sinfonie (Jupiter), c-dur mit der Schlußfuge, Ouvertüre zurZauberflöte", Türkischer Marsch, Fantasie ausDon Juan", Drama Mozart von Kugler, Dichtung von Mosenthal. Die Reci- tation hat Herr Zack freundlichst übernommen.

Neues Theater. Wir glauben mit Vergnügen zu bemerken, daß es sich die Direction angelegen sein läßt, jetzt dem Publikum gehaltvolle Schauspiele zu bieten, und können diesen Entschluß nur billigen, überzeugt, daß der Zuspruch der Theaterbesucher sehr bald ein größerer werden wird. Hin und wieder ein hübsches Lustspiel oder Sonntags eine Gesangspoffe würden eine angenehme Abwechselung bieten, eine fortwährende Serie derselben ist aber mit der Zeit schwer zu verdauen. Die Wahl der bisher aufgeführten Schauspiele, besonders das vorletzte und auch das gestrige kann in jeder Hinsicht als eine glückliche bezeichnet werden. Charlotte Birch-PfeiffersRosa und Röschen" macht

aus die Zuschauer in allen Theilen einen durchweg guten Eindruck. Auch die gestrige Aufführung zeigte, daß die darstellenden Kräfte sich größtentheils eher für Schauspiele als für barocke Lustspiele eignen. Herr Paul Ernst spielte den selbstsüchtigen, durch finanzielle Verluste und den daraus entstandenen Aergernissen verbiffenen Baron mit feinem Ver- ständniß, welch' letzterer Characterzug durch eine gut gewählte Maske außerdem noch Vortheilhaft markirt wurde. Bezüglich der Darstellung der beiden Titelrollen glauben wir, daß die Darstellerin derRosa", der Tochter des Barons, für diese Rolle nicht am rechten Platze war, indem dieselbe sich für so jugendliche Rollen mit Erfolg kaum eignen dürste, jedoch wollen wir uns nach dieser ersten Aufführung kein definitives Urtheil erlauben, dagegen können wir mit Vergnügen constatiren, daßRöschen", das liebreizende Töch­terchen der armen Tischlerwittwe (Frau Reiners), tadellos zur Darstellung gelangte. Die Darstellerin eignet sich erstens bedeutend mehr für den schüchternen als für den unter­nehmenden Backfisch und spricht dann auch, wie wir bisher bemerkt haben, in ersterer Rolle viel mehr an. Ihr heu­tiges Spiel rief auch demgemäß ungeteilten Beifall hervor. Neben dem Felix von Warden (Herr Georg Stegemann) und der Wittwe Grimminger (Frau Lucy Lindemann), Rollen, welche eine langjährige schauspielerische Routine er­fordern und in der Durchführung auch von den beiden Inter­preten bewiesen wurde, ist noch die durch die Heirath mit dem Baron gesellschaftlich emporgekommene, gefallsüchtige Ba­ronin Eudoxia (Frl. Agnes Hüner) erwähnenswerth. Sowohl in der heutigen als in den früheren Vorstellungen zeigte die Darstellerin, daß sie bestrebt ist, durch richtiges Einleben und fleißiges Studium ihrer, Rollen so viel wie möglich zu leisten. Dieselbe hat an diesem Donnerstag Benefiz und zu demselben die volksthümliche Gesangspoffe Von Stufe zu Stufe" gewählt. Wir wünschen derselben bescheidenerweise keinvolles", aber doch ein gut besetztes Haus, auf daß ihr Fleiß auchklingenden" Lohn erhält.

Am vergangenen Sonntag Nachmittag fand die zweite ordentliche Generalversammlung der Allgemeinen Sterbe- kaffe Gießen statt. Dieselbe war sehr zahlreich besucht und bezeugten die Anwesenden ein sehr lebhaftes Interesse an den Verhandlungen. Die ausscheidenden Vorstandsmitglieder wurden zum großen Theile wiedergewählt, ein Beweis, daß der Vorstand das volle Vertrauen der Mitglieder besitzt. Der Vorstand war übrigens in der Lage, der Versammlung den Antrag auf Erhöhung des Sterbegeldes von 75 Mk. auf 100 Mk. zu unterbreiten und fand derselbe auch die Ge­nehmigung der Versammlung. Anlaß zu diesem Anträge gab der stetig wachsende Kassen- sowie Mitgliederstand. Im ver­gangenen Jahre stieg der Kassenbestand von 447.40 Mk. auf 734.16 Mk., der Mitgliederstand von 454 auf 511. Sterbe­fälle ereigneten sich im verflossenen Geschäftsjahre nur 6, wofür die Summe von 450 Mk. verausgabt wurde,- seitdem zweijährigen Bestehen der Kasse kamen 13 Sterbefälle vor, welche die Summe von 975 Mk. erforderten. Wir können den Kleingewerbtreibenden sowohl wie den Beamten und Arbeitern nur empfehlen, dieser Kasse als Mitglieder beizu­treten, denn es wird kaum eine Kasse geben, die bei so geringen Beiträgen (25 Psg. pro Sterbefall und 50 Pfg. bis 4 Mk. Eintrittsgeld bei einem Alter von 16 bis 45 Jahren) einen so hohen Sterbegeldzuschuß gewähren kann, wie die genannte Kasse.

Die Nr. 26 des im Auftrage des Evang. Pfarr- vereins im Großherzogthum Hessen von Herrn Pfarrer Dr. Naumann hier herausgegebenenHessischen Kircheublattes" hat folgenden Inhalt: 1. Für die Prediger im Advent! 2. Organisirt euch! 3. Unsere Pfarrbesoldungsfrage. 4. Landessynode: Anfrage betr. Pfarrbesoldung. 5. Die Kirche imVolk". 6. Sapienti sat.Darmstädter Zeitung" und Pfarrverein. 7. Uebereinfttmmung von Kirchenbüchern und Standesamtsregistern. 8. Feuerversicherungsverband der Geistlichen. 9. Pfarr-Verein oder Pfarrer-Verein? 10. Noch ein Wort überPfarrverein oder Pfarrerverein". 11. Zu­sammenkünfte der Pfarrvereinsmitglieder. 12. Erinnerung. 13. Hessisches Kirchenblatt. 14. Volksbibliothek. 15. Mit­glieder des Pfarrvereins. 16. Literarische Thätigkeit Hess. Pfarrer. 17. Vom Büchertisch. 18. Anzeigen.

Eiubruchsdiebftahl. Zwei Arbeiter aus Garbenteich, welche vorgestern Abend in einer Wirthschaft am Schiffen- bergerweg eingekehrt waren, entwendeten bei ihrem Weg­gang dem Wirthe mittelst Erbrechens von Behältnissen zwei Stallhasen und einen Goldfasan. Die Thäter sind gestern in Garbenteich ermittelt, verhaftet und hierher transportirt worden.

Unterschlagung. Ein reisender Metzgergeselle, der einem Schlosser in Marburg einen Anzug nebst goldener Kette abgeborgt hatte, um damit angeblich in dortigen Wirth - schaften künstlerische Vorstellungen zu geben, reifte alsbald mit dem geborgten Gut nach Gießen, um gestern hier auf Requisition der Marburger Behörde verhaftet zu werden.

Ruhestandsversetzung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: am 5. d. M. den Oberförster der Oberförsterei Maulbach, Forstinspector Karl Koch, auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. Januar 1892 in den Ruhestand zu versetzen.

Erledigte Lehrerstelleu. Erledigt sind: Eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeinde­schule zu Goddelau, Kr. Groß - Gerau, mit einem jährll Gehalte von 900 Mk. Die mit einem evangel. Lehrer zu besetzende zweite Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Gaddernheim, Kr. Bensheim, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Die mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Eichenrod, Kr. Lauter­bach, mit einem jährl. Gehalte von 900 Mk. Die mit einem eb. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Hemmen, Kr. Lauterbach, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden.