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Nächst- Sitzung Freitag 12 Uhr. *ntistl-»-rei-T°i>°cnt«°r. Gesammtadstimmung über das Arbeiterschutzgesetz. Dritte Lesung der Zuckersteuernovelle.

Ne«este Nachrichten.

Wolffs telegraphisches Lorrespondmz-Burean.

Bonn, 7. Mai. Der Großherzog von Luxemburg ist heute Vormittag 101/2 Uhr zum Besuch bei dem Kaiser Wilhelm eingetroffen.

Bonn, 7. Mai. Se. Majestät der Kaiser hat dem Rector der Universität Prosessor Hüsser den Rothen Adler­orden 3. Klasse, sowie dem städtischen Beigeordneten Eller nnd dem Professor Wendelin Förster den Rothen Adler­orden 4. Klasse verliehen.

JBreSIau, 7. Mai. Der heutigen Gedächtnistseier für Moltke wohnten die Spitzen der Civil- und Militär­behörden, Vertreter von Corprationen der Studentenschaft, Mitglieder der Familie Moltke, sowie zahlreiche andere Personen bei. Es sprachen bei der Feier Prosessor Kauffmann und Geheimrath Websky.

München, 7. Mai. Der offizielle Saatenbericht meldet, daß in ganz Bayern die Umackerung des Winter- getreides und des Klees in Folge Mäusesraßes und der Rapssaat in Folge Ausfrierens nöthig sei. Der Graswuchs sei durch die kalte Aprilwitteruug zurückgeblieben, die Aus­saat des Sommergetreides und das Kartoffellegen seien günstig durchgeführt. Der Winterhopsen steht schlecht, der jüngere besser. Die Weinstöcke seien unentwickelt- die Aus­sichten für die Obsternte günstiger.

Metz, 7. Mai. Heute früh wurde der Oberstlieu- .tenant Prager vom Kvnigl. Sächsischen Fußartillerie- Regiment Nr. 12 ermordet im Bette vorgesunden. Der Er­mordete zeigte eine tiefe bis aus das Rückgrat gehende Schnitt­wunde am Halse, neben ihm im Bette fand sich ein ab­gebrochener Hammer vor. Offenbar ist der Offizier, ein Jung­geselle, in der Nacht überfallen, nach einiger Gegenwehr durch Hammerschläge aus den Kops betäubt und dann durch den Schnitt in die Kehle getödtet worden. Die gerichtliche Unter­suchung ist sofort eröffnet, die Thäter find unbekannt, die Umstände lassen aus einen Raubmord schließen.

Wien, 6. Mai. Nach einer Meldung derNeuen Freien Presse" aus Belgrad soll König Alexander anläßlich des Osterbesuches die Königin Natalie gebeten haben, frei­willig der Resolution der Skupschtina zu entsprechen.

Wien, 6. Mai. Wie bieReichenberger Zeitung" er­fährt, bleiben die Tuchzölle in dem neuen österreichisch­deutschen Handelsverträge unverändert.

Paris, 6. Mai. Die Einnahmen im April er. aus den indirecten Steuern und den Monopolen ergaben mehr 11,450,000 Francs über den Voranschlag, im Ganzen 17,400,000 Frcs. mehr als im Vorjahre. Unter den Ein­nahmen ergaben die Zolleinnahmen 2,500,000 Francs mehr als angenommen war.

Paris, 6. Mai. Dem Vernehmen nach sprach sich die Majorität des Kriegsraths in der gestrigen Sitzung für bie Pläne des Generals Gillon aus, wonach die bisherigen Befestigungen durch eine Fortificationslinie ersetzt werden sollen, welche das Bois de Boulogne, Longchamps, Suresnes, Puteaux, Courbevoie, Asnieres, Neuilly, Levallois und Clichy einschließt. Die Kosten wurden auf 150 Millionen geschätzt­ste dürsten den Verkauf der Grundstücke der bisherigen Ring­mauer vollständig decken.

Lüttich, 6. Mai. Die Büraergarde ist einberusen. Der Zustand ist unverändert, die Ruhe nicht gestört.

Kronstadt, 6. Mai. Der Hafen ist seit vorgestern eis­frei. Aus dem Meere treiben noch Eisschollen.

Newyork, 6. Mai. Gestern fand die erste Jnspection der Eingewanderten gemäß der neuen Verordnungen auf dem Dock statt, wo der aus Glasgow eingetroffene DampferDevonia" feine Passagiere gelandet hatte- 802 Per­sonen, einschließlich der Reisenden zweiter Klasse, wurden von den Beamten untersucht, die als nicht geeignet Befundenen auf den Dampfer zurückgefchickt. Für jeden nicht in das Register Eingetragenen, dem der Capitän die Landung ge­stattet hat, muß letzterer eine Strafe von 300 Dollars zahlen.

Newyork, 7. Mai. Gestern Abend und heute Morgen war in zwei Bauholzlagern aus Long-Jsland ein Feuer auögcbrochcn, das bis zur Stunde noch nicht gelöscht ist. Der bereits gestern augerichtete Schaden wird aus eine Million Dollars beziffert.

Washington, 6. Mai. Es heißt, die Regierung der Vereinigten Staaten habe ihren Gesandten in Chile beauf­tragt, ihre Vermittelung den beiden Parteien anzubieten. Man sagt, daß außer Frankreich und Brasilien noch andere größere Republiken darin übereingekommen seien, Chile ihre Vermittelungen im Interesse der republikanischen Principien anzubieten.

Mord und Selbstmord von /andslruien-

Der Nr. 92 der in New-Hork erscheinendenHessen- Darmstädtcr Zeitung" entnehmen wir Folgendes:

Der DampferEider" war am Samstag Nachmittag um 1 Uhr, kurz vor seiner Abfahrt nach Bremen, der Schau­platz einer furchtbaren Doppeltragödie. Philipp Ohnacker tödtete Frau Katharine Barth durch einen Schuß und machte darauf feinem Leben ein Ende.

Der 25 jährige Mörder und Selbstmörder machte als Soldat des in Mainz stationirten 4. hessischen Infanterie- Regiments Prinz Karl Nr. 118 vor mehreren Monaten die Bekanntschaft der verheiratheten 30 jährigen Frau Barth, die aus ihn bald einen verderblichen Einfluß auszuüben begann. Er wußte, daß sie einen Mann und zwei Kinder hatte und versuchte, sich der ihm auferlegten Liebesfesseln zu entledigen, allein sein Charakter erwies sich als zu schwach, den stürmischen Gefühlen des Weibes zu begegnen er unterlag ihren Ver­

führungskünsten und brannte in einer dunkeln Nacht vor zwei . Monaten mit ihr nach Amerika durch. Von seinem Bruder I nahm er in einem Briese zärtlichen Abschied.

Von Hoboken wandte sich das Paar auf eine mehrere Meilen entfernte Farm, wo Beide sich als Manu und Frau I ausgaben und gemeinsam arbeiteten. Der leichtsinnigen Frau I mochte das Verhältniß zu Ohnacker auf die Dauer nicht be- I Hagen, denn sie begann ihn in jeder Beziehung zu vernach- I lässigen, es kam zu häufigen ärgerlichen Auseinandersetzungen, die dem Mann in einer Weise nahe gingen, daß er sich am I 27. April in Hoboken zu tobten beschloß und diese Absicht seinem Bruder in einem Briese mittheilte.

Des Farmleben scheint auch nicht nach dem Geschmack ! der Frau Barth gewesen zu sein, sie trug sich schließlich mit dem Gedanken an die Rückfahrt in die Heimath und benach­richtigte Ohnacker am Donnerstag von ihrer Absicht. Aber- I mals kam es zwischen den Beiden zu einer heftigen Scene, allein die energische Frau setzte ihren Willen durch, traf gestern früh in Hoboken ein und kaufte ein Paffagebillct fürs Zwischen- j deck nach Bremen. Auch Ohnacker traf in Hoboken ein und verbrachte den Vormittag in Gesellschaft der Frau.

Um halb 1 Uhr begab sich Frau Barth in Begleitung des seine innerliche Aufregung kaum bemeisternden Mannes I auf den Pier am Fuß der 2. Straße, wo dieEider" zur Abfahrt bereit lag.

Verlasse mich nicht, bleibe?" bat Ohnacker händeringend und als dies nichts fruchtete, wurde er furchtbar zornig und stieß allerlei Drohungen aus. Statt jeder Antwort bestieg I Frau Barth den Dampfer und begab sich in das Zwischen- I deck. Ohnacker folgte ihr dahin. I

Unten im Zwischendeck folgte abermals eine unangenehme I Scene, denn der Mann, den die Aufregung bleich gemacht hatte, schrie mit lauter Stimme: I

Du wirst nicht reifen, außer wir fahren zusammen!" Die beiden Streitenden zogen die Aufmerksamkeit einer Menge Passagiere an, doch bei der allgemeinen Aufregung, die vor der Abfahrt eines Dampfers zu herrschen pflegt, ließ man das Paar bald wieder allein.

Du hast kein Passagebillet", erwiderte Frau Barth, wie willst Du ohne ein solches reisen?"

Hier ist meine Karte!" schrie nun Ohnacker und zog einen großen Revolver aus der Tasche.

In der nächsten Seeunde krachte ein Schuß und Frau | Barth, von der Kugel über dem rechten Auge getroffen, sank I leblos zusammen.

Nun richtete der Mörder die Waffe gegen sich, wieder | wurde ein Schuß hörbar und Ohnacker fiel mit durchschoffener I I linker Schläfe neben feinem Opfer nieder.

Eine unbeschreibliche Verwirrung folgte. Schiffsbeamte, I Matrosen und Passagiere eilten zur Stelle, doch blieb nichts I weiter zu thun aus den blutenden Körpern war jedes I | Leben entwichen.

Aus dem rechten Arm Ohnackers waren die Worte | Infanterie-Regiment" und dazwischenNr. 118" in blauer I und rother Tinte tätowirt, darunter12. Comp." und I 1887 bis 1890."

Der linke Arm war mit einem Pserdekops, den Buch­stabenPH. O." und einem Todtenschädel mit kreuzweifen Knochen tätowirt.

Unter den Effecten der Frau befand sich ein katholisches Gebetbuch und ein Tagebuch mit wenigen Auszeichnungen. | Auf der Titelseite war geschrieben:Eliza Staupp, geb. am ; 3. October 1868."

Bei Ohnacker wurden vier Briese gesunden, von denen einer an feinen Bruder in Gimbsheim (Rheinhessen) und ein zweiter an Max Stein, Mainz, gerichtet ist. Der erste hat folgenden Wortlaut:

Amerika, den 8. April 1890. Lieber Bruder!

Deinen Bries habe ich heute Abend richtig erhalten und will Dir gleich Antwort schreiben. Du willst meine bezw. unsere Reise wissen. Wir gingen von Euch fort Sonntag Mittag nach Gernsheim, von dort mit der Bahn nach Frank­furt, dann nach Kassel, und Nachts um 11 Uhr haben wir uns fortgestohlen. Lieber Bruder, lieber guter Bruder, ich wollte nicht fort, das glaube mir, aber die Frau sagte, ent­weder geh mit oder es gibt was, und ich war und bin noch die gute Einfalt, was mein Unglück war. Ich habe bis jetzt blos das gethan, was die Frau Barth gesagt hat und das, lieber Bruder, ist mein Tod. In 14 Tagen bis 3 Wochen bin ich in Amerika verscharrt wie ein Thier, und die Frau Barth ist wieder luftig und vergnügt zu Hause. Was glaubst Du, wem ich das Alles zu verdanken habe, lieber Bruder, ich dars heute noch nichts sagen, sonst werde ich abgeschnauzt, ! wie ein Hund und dann bin ich ruhig und weine über mein trauriges Loos, welches mir anheimfiel. Ich trage Mitschuld, aber nicht die Hauptschuld, lieber Bruder, ich schreibe die Wahrheit und lege mein letztes Geständniß vor dem Tode ab. Am 26. April ist unser Monat aus und der 27. ist mein Todestag. Sie war öfters bei mir in Mainz und wollte fort mit mir - ich habe immer eine Ausrede gehabt. Ich hatte kein Geld mehr von meinen ersparten 730 Mark, als ich mit ihr bei Dir war - sie sagte, fahr zu meinem Bruder und hol' Dir Dein Geld, o, nie hätte ich Bruder Joh. auf einmal so wehe gethan, aber ich mußte. Jetzt ist Alles fort und ich habe blos das, was ich verdiene, meine Paar Lumpen, die ich habe, hängen mir in Fetzen vom Leibe. Lieber Bruder, Du brauchst mir auch nicht zu verzeihen, ich sterbe ohne, ohne Alles, wie ein wildes Thier, das man in der Wildniß niederschießt. Kein Mensch weiß mein Grab. DaS was ich Dir versprochen habe, in Mainz am Bahnhof geht jetzt in Amerika in Erfüllung. Ach, wie Du damals geweint hast, lieber, guter Bruder, diese Schande muß ich nuferer Familie authun. Ich bin bei einem deutschen Farmer, erhalte monatlich 14 Dollars nahezu 60 Mark, sehr gute Kost und gutes Bett.

Ein guter Arbeiter kann sich, wenn er sparsam ist, 200 Doll, sparen. (Folgt eine Beschreibung des Lebens auf

dem Lande). Das Bild kannst Du dem Adam Kredel geben ober schicken, wenn Du das Deinige erhalten hast. Ich bin jetzt noch srisch und gesund und hoffe es auch von Euch Allen. Ich grüße Euch Alle recht herzlich, Dich lieber Bruder, Deine Frau, Deine Kinder, Bruder Johannes mit Familie, die Schwester Bette, alle Freunde und Bekannte.

Herzliche Grüße an Alle, lebt wohl und werdet glücklich, Euer Bruder und Schwager, Vetter und Onkel

Philipp Ohnacker.

In einem Briese vom 27. März schreibt der Bruder Ohnackers:

Gimbsheim, 27. März 1891.

Lieber Bruder Philipp!

Deinen Brief habe ich am 21. März erhalten. Lieber Bruder, glaube mir, ich hatte es Dir au den Augen abge­sehen, Dein Herz hat Dir doch wehe gethan, Du hast doch gedacht, lieber Bruder, ich sehe Dich zum letzten Male, das was ich auch glaube.

An einem Sonntag, 14 Tage, daß Du fort warft, kam der arme Mann mit seinen zwei Kindern. So eine Mutter ihre Kinder zu verlassen, das muß ein Herz von Eisen sein. Lieber Bruder, Du schreibst, Gott könne Dir verzeihen, Philipp, glaube das nur ja nicht, denn Du verläßt Dein geraubtes Gut, welches Du an Dich geriffen, doch nicht. ES ist nur gut, daß unsere Mutter, welche so viel auf Dich ge­halten hat, dies nicht hat zu erleben brauchen. Wir sind nur einmal nach Euch von der Polizei gefragt worden.

Wenn mir so etwas vorgekommen wäre, hätte ich nicht so lange zusehen können, entweder Ich oder Du. Vergiß uns nicht und schreibe bald, lieber Bruder.

Gruß

Rudolph Ohnacker, Frau uüd Kinder.

Locales «nd provinzielles.

Gießen, 8. Mai.

Auf die morgen Samstag Abend in Steins Garten stattfindende Specialit'äten-Vorstellung machen wir hierdurch aufmerksam, umsomehr, da der Gesellschaft der größte Beifall und Anerkennung bei Ausführung ihrer Programmnummern allerorten zu Theil wurde.

Laubach, 7. Mai. In diesen Tagen starb dahier plötzlich infolge eines Schlaganfalls der hiesige Lehrer i. P. und Rechner der hiesigen Spar- und Leihkaffe Friedrich Schenck. Der Verstorbene hat lange Zeit au hiesiger Volks­schule gewirkt, sowie auch die Stelle eines Rechners der hiesigen Spar- und Leihkaffe bekleidet, welches Amt er auch nach der erfolgten Pensionnung seither weiterführte. Herr Schenck war ein in weiten Kreisen bekannter und hochgeehrter Mann, was auch die zahlreiche Betheiligung bei dessen heute erfolgter Beerdigung bewies.

-d. Schotten, 6. Mai. Die hiesige erweiterte Volks­schule ist vom Staate übernommen worden und wird die­selbe von jetzt ab den NamenHöhere Bürgerschule" führen.

§ Ober-Seemen, 5. Mai. Der hiesige Handelsmann M. Adler hatte sich gestern ein Haus gekauft. Als man dann auch den gewohnten Weinkauf trinken wollte, ging man in eine nahegelegene Wirtschaft. Nachdem kaum eine Flasche getrunken, verließ Adler plötzlich das Zimmer. Als er nach längerer Zeit nicht wieder ins Zimmer kam, forschte man nach ihm und fand ihn vor dem Haufe stehen, ganz erstarrt. Man brachte ihn sofort ins Bett, wo er in sehr kurzer Zeit verschied.

4- Echzell, 6. Mai. Bel der heute dahier stattgehabten Wahl eines Bürgermeisters für unsere Gemeinde wurde der hiesige Landwirth Heinrich Reitz mit 178 Stimmen zum Bürgermeister gewählt.

vermischtes

* Darmstadt, 6. Mai. In der gestern dahier statt- gehabten Ausschußsitzung des Landesgewerbevereins fam auch u. A. eine Antwort des Kricgsministeriums in i Berlin zur Kenntniß der Versammlung, welche auf eine Be- schwerde der Gewerbetreibenden über die ihnen durch die Militärhandwerker erwachsende Concurrenz eingelaufen war. Das Kriegsministerium berichtet, daß die Militärpersonen des Friedensstandes nach Anmeldung bei der zuständigen Civil- dehörde auf Grund der Gewerbeordnung vom 21. Juli 1869, sowie § 43 des Reichsmilitärgesetzes vom 2. Mai 1874 be­rechtigt seien, in ihren dienstfreien Stunden Gewerbe zu betreiben, sofern hierzu von den vorgesetzten Behörden die Erlaubniß eingeholt sei. Gegenüber dieser gesetzlichen Regelung erscheine dem Kriegsministerium der Erlaß einer die Con­currenz der Militärhandwerker beseitigenden Verfügung nicht gerechtfertigt.

* Mainz, 7. Mai. In Folge des mehrerwähnten blutigen Rencontres zwischen mehreren Offizieren und einem hiesigen Architecten ist, wie dieMainzer Nachrichten" mittheilen, den Infanterie - Offizieren der Garnison Main^ I durch Gonvernementsbesehl der Besuch der hiesigen Cafes bis aus Weiteres untersagt worden. Nach unserer Information ist die Mittheilung nur theilwetse richtig, indem das Verbot nicht für alle Infanterie-Offiziere der Garnison erlassen, son­dern nur für das Regiment, welchem die bei der Sache be­teiligten Lieutenants angehören, und ferner ist auch nicht der Besuch aller Cafes verboien, sondern einzig desjenigen Re­staurants, in welchem der Streit seinen Ausgangspunkt ge- | nommeu. Diese Anordnung,, sowie auch die weitere, daß I die beteiligten Offiziere vorerst vom Dienste suspendirt sind, soll auf directe Anweisung des Kaisers erfolgt sein, dem ein­gehender Bericht über den Vorgang erstattet wurde.

* Worms, 5. Mai. Dieser Tage wurde eine Anzahl Schüler des hiesigen Gymnasiums ans der Anstalt, ausgestoßen und eine noch größere Anzahl zu anderen Strafen