Ausgabe 
8.10.1891
 
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Stuttgart, 6. October. Im Residenzschlosse fand heute Mittag unter dem Vorsitze Königs Wilhelm LL ein Minister- rath statt. Dem Vernehmen nach werden innerhalb der nächsten vier Wochen die Stände einberusen werden. Die ganze Stadt hat Trauerschmuck angelegt.

Stuttgart, 6. October. DerStaatsanzeiger" ver­öffentlicht ein vom König Wilhelm und sämmtlichen Ministern unterzeichnetes Manifest. Der König gibt darin bekannt, daß er Kraft des Erbfolgerechts die Regierung angetreten, seine unverbrüchliche Festhaltung an der Verfassung in feier­licher, dem ständischen Ausschuß übergebenen Urkunde zu­gesichert habe. Das Manifest schließt mit der Aufforderung, dem angestammten Landesherrn die schuldige Dienstpflicht, Treue und Gehorsam zu leisten und versichert den Unter« thanen der königlichen Huld und Gnade. DerStaats­anzeiger" bringt serner eine Ansprache des Königs an das Volk. Der König beginnt mit einem Rückblick auf die gesegnete Regierung Karls, verheißt, die Verfaffung zu be­wahren, Gottesfurcht zu pflegen, den Armen und Schwachen ein Freund und Helfer, den Rechten ein eifriger Hüter zu sein, die Stellung als deutscher Regent zu den Verträgen, welche das große deutsche Vaterland begründeten, wahr­zunehmen, entschlossen, in der Förderuug der Wohlfahrt des Landes das höchste Ziel seines Lebens zu erblicken. Es folgen sodann Decrete, betreffend eine dreimonatliche Landestrauer, sowie eine Verordnung, betr. den Zusammentritt der Stände am 22. October.

Wien, 6. October. Sämmtliche Abendblätter heben her­vor, das Württemberger Volk werde das Hinscheiden seines Königs aufrichtig betrauern. Auch in Oesterreich habe der Tod des Königs lebhafte Theilnahme hervorgerufen.

Wien, 6. October. DerN. Fr. Presse" wird aus Konstantinopel gemeldet, daß eine Räuberbande auf der Bahnlinie Haidarpascha-Jsmidt zwischen Erenkoei und Fener- bagdsche die Schienen ausgehoben habe, um den Per­sonenzug zum Entgleisen zu bringen. Der Zug wurde jedoch rechtzeitig angehalten und die Räuber flüchteten.

Wien, 6. October. In der gestrigen Sitzung der Enquete- Commission über die bevorstehenden Arbeiten in Wien legte die Regierung ein approximatives finanzielles Programm vor über die Höhe der Gesammtkosten für die Stadtbahn, die Regulrrung der Wien, des Donaucanals und der Sammel­canäle. Die Angaben der Blätter schwanken zwischen 102 und 112 Millionen Gulden. Für die unter Solidarhast des Staates und des Landes von der Stadt Wien auszunehmende Anleihe ist eine Annuität von 3,6 Millionen veranschlagt, woraus die Blätter schließen, daß es sich um eine Prämien­anleihe handle.

Bern, 6. October. Die Solleinnahmen ergaben bis jetzt gegenüber dem Vorjahre einen Ausfall von 902,000 Franken.

Bexn, 6. October. Der Bundesrath hat das schweizerische Consulat in Stuttgart angewiesen und den hiesigen deutschen Gesandten gebeten, dem königlichen Hause und der Regierung Württembergs seine aufrichtige Theilnahme aus­zudrücken.

Rom, 6. October. Die letzten etwa 800 französischen Pilger sind heute bei Tagesanbruch am Bahnhofe von Trastevere außerhalb der Stadt mit einem bereitstehenden Zuge abgereist. Der Unterstaatssecretär Lucca und ein Polizeicommissar wohnten der Abfahrt bei, welche ohne jeden Zwischenfall verlief.

London, 6. October. Die auf den Wersten von Wapping Strikenden verhindern jede Arbeit. Die Arbeitgeber er­klären, nicht nachgeben zu wollen. Als Grund des Strikes wird angegeben, daß die Arbeitgeber ein permanentes Arbeiter­personal für 30 Shilling wöchentlich haben wollen an Stelle eines tageweise engagirten Personals, dessen Wochenlohn BP/g Shilling betrage.

Petersburg, 6. October. Die Offiziere mehrerer Garderegimenter beschlossen, demGrashdanin" zufolge, bei den Festmählern keinen Champagner zu trinken und das Geld dafür den Nothleidenden in den von der Mißernte heimgesuchten Gouvernements zuzuwenden.

Depeschen desBureau Herold".

Berlin, 6. October. Nach demReichs-Anz." ersuchten die betheiligten Ressortminister die städtischen Sparkassen, bei Belegung ihrer Capitalien mehr als bisher die dr ei- procentigen preußischen Consols zu berücksichtigen.

Berlin, 6. October. Bebel erklärte in einer Volks­versammlung, wenn Frankreich und Rußland gemeinsame Sache machen, sei die Socialdemokratie gezwungen, mit ihren sonstigen Gegnern sich zu vereinigen und Rußland nieder­zuschmettern.

Berlin, 7. October. Im Reichsamt des Innern fanden gestern Berathungen statt über Handelsvertrags­fragen und Festsetzung von Instructionen für die deutschen Delegirten in München.

Ein Circular der Neuguinea-Compagnie theilt mit, die Kaiser Wilhelmland-Plantagen könnten nicht weiter fortgeführt werden, weil sie falsch angelegt seien. Die Mitglieder mögen die Antheilscheine gegen Antheile der .n Neubildung begriffenen Astrolabebai-Compagnie Umtauschen 1 Basel, 6. Oktober. Die Seitens der Regierung nach Uster eingeladenen Vertreter dergesammtenZüricher Presse beschloffen, die Empfehlung des Banknotenmonopols und des Zolltarifs, sowie Einleitung der Agitation zu deren Gunsten gegenüber der Volksabstimmung.

Wien, 7. October. DieAllgemeine Zeitung" will wissen, daß der rumänische Thronfolger eher aus die Thronfolge verzichte, als daß er Fräulein Vacarescu aufgibt, mit welcher er in Paris zusammengetroffen sei. Karl Anton, der jüngste Sohn Leopolds von Hohenzollern, werde Thronfolger. Die bevorstehenden Besuche König Carols in Sigmaringen und Berlin würden die Entscheidung bringen.

Gent, 6. October. Der Bürgermeister des Ortes God- verdeghem, zu Hause von 20 Wilddieben Abends ange­

griffen, requirirte die Gensdarmerie. Drei Gensdarmen wurden tödtlich verwundet.

Rom, 6. October. Der Arbeiter, welcher Freitag vom französischen Collegium das Wappen der Republik herabzureißen versuchte, wurde zu drei Tagen Ge- sängniß, sowie in eine Geldstrafe verurtheilt.

Rom, 7. October. Malvano kehrt Donnerstag nach München zurück. Der Ministerrath genehmigte Malvanos Vorschläge betreffs der streitigen Punkte in den Handels­vertragsverhandlungen. Man erwartet einen baldigen Abschluß.

Locale» ttttö provinzielles.

Gießen, 7. October.

Samstag den 10. Oktober d. I., Vormittags 9 Uhr beginnend, findet im Regierungsgebäude zu Gießen eine öffentliche Sitzung des Provinzialausschuffes der Provinz Oberheffen statt, in welcher folgende Gegenstände zur Ver­handlung gelangen:

1. Klage des Ortsarmenverbandes Kölzenhain gegen den Ortsarmenverband Altenhain wegen Unterstützung der Katharine Kraft aus Altenhain.

2. Gesuch des August Wiegand zu Bönstadt um Erlaubniß zum Betrieb einer Gastwirthschaft.

Neber den Bergbau in den Jahren 1889/90 äußert sich der Bericht Großh. Handelskammer Gießen wie folgt: Die Anfangs ruhige aber stetige Entwickelung des Geschäftes, welche noch gestützt aus außergewöhnlichen Roheisenbedars in den Gießereien, Maschinenfabriken rc. einen hoffnungs­vollen und anhaltenden Aufschwung zu nehmen versprach, erhielt in 1889 durch den Maistrike der Bergarbeiter West­falens einen außerordentlich harten Schlag. Ein Theil der Oesen mußte ganz gedämpft und später ausgeblasen werden, der andere Theil konnte nur langsam betrieben werden, weil es trotz Aufbietung enormer Preise nicht gelang, aus dem Auslande genügende Mengen Coks auf längere Zeit herbeizuschaffen. Die durch den Strike direct und indirect erlittenen Verluste lassen sich ziffermäßig nicht genau seststellen, sind aber sehr beträchtliche gewesen und es ist deshalb gerade für die Hochofen-Industrie von der allergrößten Wichtigkeit, daß in Zukunft Alles gethan wird, um einen Massenausstand der Arbeiter zu verhindern. Der Consum stieg nach dem Strike noch mehr und in selten dagewesener Weise, und da alle Welt sich auch bei Wiederholung des Strikesalles durch Lager gedeckt sehen wollte und deshalb solche anlegte (besonders auch die Eisenbahnen sammelten in dieser Zeit des Kohlen­mangels plötzlich große Vorräthe an), wurde das wahre Bild der Marktlage getrübt. Die Roheisenpreise stiegen, namentlich auch infolge der höheren Cokspreise, bedeutend, wurden aber obgleich noch höhere Preise zeitweise leicht erzielt werden konnten von der Roheisenconvention in vernünftigen Grenzen gehalten. Die nun in kurzer Zeit um das Dreifache ge­stiegenen Coakspreise machten sich sehr bald unangenehm fühlbar und das Ausland zu dem auch Spanien als neue Son« currenz hinzugetreten ist benutzte die Lage in Deutschland, um inländisches Absatzgebiet, besonders an den auf dem Wafferweg leicht erreichbaren Consumplätzen, durch billige Preisstellung zurück zu erobern; es stellte sich sehr bald heraus, daß die Coksindustrie die Hochofen-Industrie derartig ungünstig durch die exorbitante Preisstellung beeinflußt hatte, daß letztere vielfach concurrenzunfähig wurde. Der Export hörte gänzlich aus und auch im Inland ging Terrain verloren, sodaß Betriebseinschränkungen bei den stark nachlassenden Nachfragen nöthig waren. Die naturnothwendige Reaction verschärft durch das Verhalten der Börse auf die übertriebenen Forderungen der Cokslieseranten, trat um so rascher ein und ein sehr schleppender Geschäftsgang mit starken Roheisen-Preisreductionen nöthigten gegen Schluß des Jahres 1890 die Zechen endlich zu einigermaßen entgegenkommendem Verhalten. Leider war inzwischen schon viel verloren gegangen. Was von dem Roheisen gilt, trifft auch für den hiesigen Erzbergbau zu, welcher zur Zeit wieder sehr darniederliegt, sodaß nur noch die ganz besonders günstig gelegenen Gruben betrieben werden können. Auch hier concurrirt das Ausland (Spanien, Algier, Griechenland, Schweden) mit ungleich ge­haltvollerem Material, welches bei dem theueren Brennmaterial und wegen geringen Phosphorgehalts bevorzugt wird.

-sch. Theater. Die zweite Aufführung im Neuen Theater brachte den amüsanten Heinemann'scheu SchwankHerr und Frau Hippokrates" und zeigte im klebrigen ein ähnliches Gesicht, wie die erste. Wir möchten die Regie von vornherein darauf Hinweisen, ihr Hauptaugenmerk auf ein flottes Zusammenspiel zu richten. Auch die Sicherheit ein­zelner Darsteller in ihren Rollen darf noch erheblich zu­nehmen. Jndeffen denken wir, daß die angedeuteten Mängel mit der wachsenden Gewöhnung der Schauspieler an einander, an die hiesige Bühne und an das Gießener Publikum schon von selber einigermaßen zurücktreten werden. Von Einzel­leistungen heben wir das graziöse und frische Spiel von Frau Anni Reiners (Elsa), die gestern zum ersten Male in dieser Saison auftrat, mit besonderer Anerkennung hervor. Recht vortheilhaft reqräfentirte sich auch diesmal wieder Frl. Busch als Alice, so daß wir die Dame schon jetzt als eine glückliche Acquisition der Direction ansehen möchten. Seine bekannten Vorzüge zeigt Herr Reiners als Mattenklott- desgleichen war Frl. Lindemann durchaus an ihrem Platz. Dagegen konnten wir uns nicht mit dem Spiel des Herrn Ernst befreunden, was wir näher zu begründen wohl dem­nächst einmal Gelegenheit haben werden. Herrn Peickner möchten wir schon gleich darauf aufmerksam machen, daß er viel zu hastig und undeutlich, weil zu unarticulirt und ohne hinreichend scharfe Aussprache der Consonanten, spricht.

Die liebliche Erscheinung des Frl. Minow wird wohl jedem Besucher der Vorstellungen des Theatervereins in freundlichem Gedächtniß geblieben fein. Leider werden wir diese anmuthige Künstlerin im kommenden Winter nicht mehr

hier bewundern können, da sie jetzt an die Bühne des Lessing- Theaters in der Reichshauptstadt verpflichtet ist und dort gerade wie auch hier Publikum und Kritik im Sturme er­obert hat. So schreibt dasBert. Tagebl.:Eine prächtige Leistung aus einem Gusse ist dasSonnenscheinchen" Frl. Minows. Sie giebt das Klärchen Fröhlich ein wenig be­wußter als ihre erfolgreiche Vorgängerin. Um so mehr glaubt man ihr aber auch die heftige und tiefe Liebesempfindung gegen den Mann, der ihr Herz gewonnen hat." Die Gießener können dem Theaterverein dankbar sein, daß er ihnen Ge­legenheit bietet, solche Kräfte kennen zu lernen und sich ihrer Leistungen zu erfreuen.

Kinderwagen auf den Trottoirs. Je weiter mit der Herstellung von Cement-Trottoirs in unserer Stadt fort­geschritten wird, desto mehr macht sich die Unsitte bemerkbar, daß die glatte Trottoirfläche als willkommene Fahrbahn für Kinderwagen benutzt wird. Wer alltäglich einen Gang durch die Stadt zu machen hat, ist wiederholt genöthigt, den mehr oder weniger umfangreichen Kinderwagen aus­zuweichen. Obwohl das Befahren der Trottoirs gesetzlich verboten ist, ist es früher, wohl mit Rücksicht auf den nicht immer einladenden Zustand des Straßenkörpers und die sich davon wenig unterscheidenden gepflasterten Trottoirs geduldet worden. Für die Zukunft wird jedoch die Polizei ein strengeres Augenmerk auf die Kinderwagen richten und die­selben unnachsichtlich von den Trottoirs entfernen, bezw. die Führerinnen der Wagen zur Anzeige bringen.

Postpersonaluachrichten. Ernannt wurde derPostanwärter B o ck in Kirtorf zum Postverwalter und als solcher angestellt. Ferner wurden angestellt: die Postassistenten Boxheimer in Mainz und Kämmerer in Darmstadt. Versetzt wurden: die Postassistenten Burtschell von dem Postamte 4 in Mainz an das Telegraphenamt dortselbst und Schneider von Darmstadt nach Offenbach (Main). Gestorben ist der Ober-Postsecretär Marchand in Offenbach (Main).

DerSaale-Ztg." wird geschrieben: Die Mannschaften des IV. und XI. Armeecorps, welche in der Kaiser-Parade bei Erfurt gestanden, haben eine sehr hübsche Denkmünze erhalten. Diese hat die Größe eines Fünfmarkstückes, ist gut versilbert und zeigt auf der einen Seite den Kops Seiner Majestät des Kaisers mit Vollbart und der Umschrift: Wilhelm II. Deutscher Kaiser, König von Preußen", auf der andern Seite eine Gruppe von je einem Kürassier, Ulanen, Husaren, Musketier und Artilleristen mit der Ueberschrift: Kaisermanöver 1891". Zeichnung und Prägung der Denk­münze sind gleich vorzüglich.

Die kleinste Volksschnlklafse im ganzen Großherzog- thum Hessen und wohl auch weit über dessen Grenzen hinaus besitzt die Gemeinde Neunkirchen im Kreise Dieburg mit sieben Kindern. Nach den Bestimmungen der Schulgesetzgebung müßte diese riesige Kinderschaar in drei Abteilungen unter­richtet werden. Glücklicher Lehrer! Leider findet man auf der anderen Seite immer noch eine beträchtliche Anzahl von Volksschulklassen mit 100, 120, 130 und sogar noch mehr Kindern.

Ein- und Ausfuhr. Das Augustheft der Statistik des Deutschen Reichs veröffentlicht die Ein- und Ausfuhr der wichtigeren Waarenartikel im deutschen Zollgebiet in dem Zeit­raum Januar bis August 1891. Der Vergleich mit dem Warenverkehr in dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahres liefert insofern ein erfreuliches Bild, als im Allgemeinen eine Steigerung des Warenaustausches conftatirt werden kann, indem Ein- und Ausfuhr sich bei einer großen Anzahl von Artikeln nicht unerheblich gehoben haben und die Zahl der Artikel, bei denen eine Steigerung des Verkehrs sich ergibt,, diejenige übersteigt, die eine Verminderung erfahren haben.

tft Aus Oberheffen, 7. October. Wir bitten, in Ihrem heutigen Referate über das kirchliche Volks- und Missionsfest zu Beuern einen sinnentstellenden Fehler berichtigen zu wollen. Die Dreitheilung der Naumann'schen Ansprache lautete: Lustige, traurige und selige (nicht sichere) Sünder und schloß mit dem Wunsche, daß der ersteren (lustigen) auch heute wieder weniger und der letzteren (der seligen Sünder) mehr werden möchten.

Steinfurt, 4. October. Heute Sonntag um 1 Uhr mußten die Nachbarorte wegen Großseuer alarmirt werden, welches in der Hofraithe des Oeconomen Falk da­hier ausgebrochen war. Zwei vier- bis fünfjährige Jungen sollen das Feuer angesteckt haben. Durch rasche Hilfe, welche die hiesige Einwohnerschaft leistete, wurde einem größeren Unglück vorgebeugt und traten die eingetroffenen fremden Spritzen nur theilweise in Aktivität. Die telephonisch be­nachrichtigte Friedberger freiwillige Feuerwehr brauchte eben­falls nickt auszurücken.

Vermischtes.

Frankfurt a. M., 5.October. Die Elektrische Aus­stellung hatte gestern nochmals einen 20-Pfennig-Tag. Der Andrang war geradezu ein kolossaler, es nahmen int Ganzen 36976 Personen Eintritt und zwar 32502 zu er­mäßigten Preisen und 4474 gegen Tickets. An einzelnen Stellen des Parks, namentlich in den Musiktempeln, mußte man gehörige Anstrengungen machen, um durchzukommen. In den Hallen war die Circulation vortrefflich organisirt.

Frankfurt a.M., 6. Oktober. Die Eintrittskarten für die elektrische Ausstellung werden, wie wir hören, von jetzt an von den Verkäufern auf der Straße zu 50 Pfg. abgegeben.

* Frankfurt a. M., 5. Oktober. Der vormalige Cur- birector von Homburg, Schulz-Leitershofen, wurde heute wegen Unterschlagung von 10,000 Mk. aus den Ein­nahmen des Lawn-Tennies-Platzes zu 9 Monaten Gefängnis verurtheilt.