Ausgabe 
5.8.1891
 
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betragen: für 7,5 Kilometer in der 3. Wagenklasse 10 Psg-, für 15 Kilometer 20 Psg-, die übrigen Strecken 30 Psg.- in der 2. Klasse 15, 30 und 50 Psg. - in der 1. Klasse 20, 40 und 60 Psg. Der Tarif soll am 1. October zur Einführung kommen.

DasTageblatt" erfährt aus Sofia: Fürst Ferdinand bestellte in Essen für 5 Millionen Francs Geschütze. Die bulgarische Regierung zieht Truppen an der macedonischen Grenze zusammen.

Berlin, 4. August. DieNordd. Allg. Ztg." citirt ein Schreiben des Directors der Eßlinger Maschinenfabrik an die Pariser ZeitungPatriote", worin dieser constatirt, daß das Winkeleisen für die Eisenconstruction der Mönchen st einer Brücke von einem belgischen Werke, die Bleche und Flach­eisen von einer Pariser Firma geliefert worden seien.

Berlin, 4. August. DieNationalzeitung" meldet aus Rom: Im Monat Juli ist Frankreich mit dem Vati- can einen neuen Vertrag resp. Vergleich eingegangen. Frank­reich hilft dem Vatican aus der finanziellen Verlegenheit. Der Vatican verpflichtet sich dagegen, die Republik im Inland und Ausland zu unterstützen, beide Theile seien auch einig über die republikanische Propaganda in Italien.

Köln, 3. August. Nach derKöln. Ztg." glauben Peters­burger diplomatische Kreise entschieden nicht an den Entwurf eines französisch-russischen Vertheidigungs- Ver­trag es, denn an allerhöchster Stelle sei man von der säst an Tollheit grenzenden Begeisterung der Russen für die Gäste keineswegs erbaut. Selbst die russische Kaiserfamilic berge noch Deutschenfreunde, namentlich machen die Großfürsten Wladimir und Michael kein Hehl aus ihrer Abneigung gegen die Republik. Das Spielen der Marseillaise dürste nach der Abfahrt der Franzosen wieder verboten werden.

DieKöln. Ztg." bringt die Meldung von einer abermaligen Verstärkung der russischen Grenz­wache längs der deutschen Grenze. Gegenwärtig würden die mit 30 Soldaten belegten Stationen bedeutend erweitert und Neubauten für Offizierswohnungen angelegt.

Bochum, 3. August. Die Generalversammlung des west­fälischen Kohlensyndicats beschloß eine sofortige Einschränk­ung der Cokessabrikation um 10%.

Breslau, 3. August. Aus der Strecke Breslau-Königs­zelt entgleiste ein Zug. Bis 12 Uhr fehlten Details.

Prag, 3. August. Die cartellirten böhmischen Eisen- ' werke erhöhten den Grundpreis für Wagenachsen um fl. 1.50 pro Metercentner.

Prag, 3. August. In der Nacht von Sonntag aus Montag wurden drei Mitglieder des deutschen Sommertheaters von czechischen Burschen üb er fallen, geschlagen und ge­stochen. Die, Attentäter entkamen.

Madrid, 3. August. Der in Barcelona vorgekommene Angriff von 14 Personen auf die Wache der Kaserne von Buen Suceso wird auf ein Börsenmanöver zurückgesührt. Die Republikaner erklären, der Angelegenheit sernzustehen. Sech­zehn Personen wurden verhaftet und werden vor das Kriegs­gericht gestellt. Das Attentat ist ohne jegliche politische Be­deutung.

NewHork, 3. August. Die gesammte Weizenernte wird aus 600 Millionen Bushels geschätzt.

Loyaler Httb provinzielles.

Gießen, 4. August.

Morgen Mittwoch Abend 8 Uhr wird Herr Dr. Epstein, dessen Leistungen aus spiritistischem Gebiete allgemein gerühmt werden, im großen Saale in Steins Garten eine sp i r i t ist ische S o i r 6 e veranstalten. Der genannte Herr, welcher bereits vor verschiedenen hohen und höchsten Herrschaften auftrat, hat sich durch sein Hellsehen, seine tanzenden Sceletts, sein Geisterklopsen u. s. w. Rus erworben.

Messeraffaire. Am Sonntag Abend geriethen zwei junge Leute aus Wieseck, ein Schlosser und ein Weißbinder, auf dem Wege von der Wellersburg nach Wieseck in Streit, wobei ersterer dem letzteren mehrere nicht unbedeutende Meffer-

zu repräsentiren, zu einer gesellschaftlichen Angewohnheit wird, die den Standard of life ganz wesentlich erhöht. Die Ge­wohnheit ist es, die wir bekämpfen- die Sclaverei, in der wir in gesellschaftlicher Beziehung so wie so schmachten und die durch falsche Ansichten über die Pflicht der Repräsentation nur vermehrt wird, ist es, von der wir uns emancipiren möchten. Die kleine Heuchelei, welche bei den Feindseligkeiten, die den Widerstand beenden, den schließlich jeder Mann aus Rücksicht aus die Kriegskosten der Badereise seiner gesunden Frau entgegensetzt, mit unterläuft, wollen wir nicht allzu scharf nehmen, denn im Eheleben wird so oft geheuchelt, daß es auf eine erheuchelte Krankheit mehr oder weniger gar nicht ankommt. Bedenklich ist, wie gesagt nur, daß die Re­präsentation, die modernste der Sclaverei, auch hier das große Wort führt.

Dieser Suprematie erklären wir den Krieg. Wenn wir bedenken, wie ungemein luxuriös gegenwärtig die Lebens­haltung ist, wie kostspielig cs in dem Jahrhundert der socialen Gegensätze ist, einHaus zu machen", was die Bälle, das Theater, die Gesellschaften jährlich verschlingen, dann ist es zeitgemäß, hier zu warnen. Die übertriebene Repräsentations­verbindlichkeit , die man sich in den besser situirten Kreisen auserlegt, hat in den weniger gut situirten Volksschichten die übertriebene Vergnügungssucht im Gefolge. Mit welchen Nachtheilen aber dies gegenwärtig für das Volksleben, die Erwerbsverhältnisse und die Ausgleichung der socialen Gegen­sätze verknüpft ist, das bedarf keiner Erörterung. Die Bade­reise zählen wir den übertriebenen Repräsentationsverbindlich­keiten bei und deßhalb wäre es social und wirthschastlich ganz gut und schön wenn in den Bädern weniger Gesunde anzutreffen wären, als dies gegen­wärtig der Fall ist.

stiche beibrachte, so daß derselbe gestern Morgen in die Klinik hierher verbracht werden mußte.

Für die künftige Obsternte ist es gefährlich, im Obst­garten das Fallobst liegen zu lasten, da sich in jeder Frucht eine Made oder ein Wurm der Larve des Apselwicklers ent­wickelt. Die wandert dann von einer gesunden Frucht zur andern oder verpuppt sich hinter der Rinde des nächsten Baumes, um zu überwintern. Im Juni des nächsten Jahres beginnt sie dann von neuem ihre verderbliche Thätigkeit.

Internationale elektrotechnische Ausstellung in Frank- furt a. M. 1891. Die Arbeiten an der Kraftübertragungs­linie Lausfen-Frankfurt, welche Mitte Juli für Rech­nung der Internationalen Electrotechnifchen Ausstellung be­gonnen haben, sind in vollem Gange. Auf der Linienstrecke Franksurt-Jagstseld, welche von der Reichs-Telegraphenver­waltung ausgeführt wird, sind 8 Arbeitercolonnen beschäftigt, an deren Spitze je 1 Leitungsrevisor und ein Leitungsaus­seher stehen; aus württembergischer Seite arbeiten 3 Colon- nen. Das zum Bau der Linie erforderliche umfangreiche Material an Stangen, Traversen, eisernen Schwellen und Isolatoren ist rechtzeitig in den dafür bestimmten Lagern eingetroffen, so daß die Arbeiten von Anfang an ihren regel­mäßigen Fortgang nehmen konnten. In Folge der getroffenen zweckmäßigen Maßnahmen und der energischen Förderung seitens der betheiligten Beamten ist es, trotz der vielen Terrain­schwierigkeiten, möglich gewesen, daß das Gestänge aus der ganzen Linie schon jetzt beinahe fertig gestellt ist. Im An­schlüsse hieran wird mit Beginn der nächsten Woche mit dem Ziehen der Drathleitungen begonnen werden. Dank der groß­artigen Leistung der Firma Hesse Söhne in Heddernheim, welche das erforderliche Quantum von über 1200 Ctr. Kupser- draht in wenigen Tagen an die Verwendungsstellen geschafft hat, kann auch die Arbeit des Drahtziehens sofort überall in vollem Umfange ausgenommen werden. Vorher sind die Isolatoren mit Oel zu füllen, welches die Firma A. Wingen- roth in Mannheim liefert. Von der Größe des Unternehmens gibt u. A. die einfache Thatsache ein richtiges Bild, daß zur Füllung der Isolatoren allein 750 kg Oel erforderlich sein werden. Da die Herstellung der Drahtleitungen unter sach­verständiger Leitung außerordentlich schnell vor sich geht, so ist mit Sicherheit zu erwarten, daß die drei je 175 km langen Leitungen zwischen Lauffen und Frankfurt gegen Mitte des Monats August sertiggestellt sein werden.

Friedberg. 3. August. Der hiesige katholische Geistliche, Pfarrer Thöbes, feierte gestern sein 25jähriges Priester­jubiläum. Der katholische Kirchenchor brachte dem Jubilar schon am Vorabend ein Ständchen, bei welchem Reallehrer Dr. Ebner die Ansprache an den Gefeierten hielt, und sang beim Hauptgottesdienst mit großer Präcision eine lateinische Messe von Molitor. Domprobst Fe he von Worms schil­derte in beredten Worten die Aufgabe des Priesters und die ihm gebührende Ehre. Die katholische Gemeinde Friedberg widmete dem Jubilar zur Erinnerung an diesen Tag einen prachtvollen Chormantel, die katholische Gemeinde Bad-Nau- Heim und Kurgäste stellten demselben eine namhafte Summe zur freien Verfügung, die derselbe, wie wir hören, als Bau- capital für eine Capelle in Bad-Nauheim bestimmte. Aus den zahlreichen eingelaufenen Briefen und Telegrammen fei besonders ein Schreiben des Vertreters der hiesigen israeli­tischen Gemeinde erwähnt, worin derselbe dem Jubilar seine Glückwünsche im Namen derselben ausspricht.

Friedberg, 3. August. Der gegenwärtig im Dienste der Londoner Stadtmission stehende Geistliche Carl Vogt, welcher noch nicht lange das Predigerseminar in Friedberg verlassen und durch seinen heldenmütigen Rettungsversuch bei dem Unglück im Nauheimer Teich in rühmlichem Andenken steht, hatte vor Kurzem abermals Gelegenheit, ein Werk wahrer Menschenfreundlichkeit zu vollbringen, doch dieses Mal mit glücklicherem Ersolg. Der Hergang ist kurz folgender: Sonntag den 19. Juli befand sich Vogt auf dem Wege nach seiner im Westen von London gelegenen Kirche, in welcher er den Abendgottesdienst zu halten hatte. Er hatte soeben die Wohnung des Directors der Stadtmission, Dr. Schöll, dem er einen Besuch abgestattet, verlassen und ging den Paddington-Canal entlang, einer der größten und tiefsten Canäle in dem genannten Stadttheil- plötzlich sah er vor sich eine große Menschenmasse und lautes Rusen und Schreien drang zu seinen Ohren. Schnellen Laufes eilte er an die Unglücksstätte und hier vernahm er, daß ein Kind in den Canal gefallen und bereits untergegangen sei. Obwohl durch den raschen Gang sehr stark erhitzt, warf er sofort sein geist­liches Gewand ab und sprang an der ihm bezeichneten Stelle ins Wasser. Nach mehrmaligem Untertauchen gelang es ihm, des Verunglückten, eines sechsjährigen Kindes, Habhast zu werden und dasselbe glücklich und noch lebend ans User zu bringen, wo es der weiteren Behandlung eines gerade an­wesenden Arztes übergeben wurde. Nach dieser unerschrockenen und heldenmüthigen That setzte Vogt seinen Weg weiter fort und hielt seinen Abendgottesdienst. Ehre dem wackeren Mann, der nun schon zum zweiten Mal sein Leben gewagt und ein Werk wahrer Menschenliebe vollbracht hat.

4® Mücke, 3. August. Auf dem gestern dahier ab­gehaltenen Sängcrtag des Ohm-Lumdathal-Sängerbundes, der wegen ungünstiger Witterung und des 14 Tage vorher stattgesundenen Sängerbundesfestes zu Merlau verlegt werden mußte, wurde Stangenrod als Festort für das nächste Jahr bestimmt.

vermischtes.

* Frankfurt a. M., 3. August. Gestern Abend 9% Uhr erschoß sich in der Eschenheimer Anlage in der Nähe des Eschenheimer Thurmes auf einer Bank der Maschinenschlosser Simon Moritz Reitz. Nach einer bei dem Selbstmörder vor­gefundenen Notiz war das Motiv der That ein Augen­leiden. Die Leiche wurde nach dem Sachsenhäuser Friedhöfe verbracht.

* Frankfurt, 3. August. Der billige Eintrittspreis zur electrotechnifchen Ausstellung hatte am gestrigen Sonntag eine ganz außerordentliche Anziehungskraft aus das auswärtige Publicum ausgeübt. Vom Bahnhofe her fluthete mit jedem ankommenden Zuge ein neuer Strom zu dem Aus­stellungsplatze hinüber, der von den ersten Nachmittagsstunden an mit all' seinen Annexen buchstäblich gefüllt war. In den Wirthschaften waren alle verfügbaren Plätze besetzt und in den Ausstellungshallen konnte die Ordnung nur durch die vortrefflichen Circulationsvorschristen, auf deren genaue Be­achtung die Beamten zu halten angewiesen waren, aufrecht erhalten werden. Die Zahl der Besucher mit Zwanzig- psennigbilletten betrug 30 960, dazu kamen noch 4467 Per­sonen mit Tickets, so daß die Ausstellung gestern im Ganzen von 35427 Personen besucht wurde.

Potsdam, 2. August. Wie nähere Nachsorschungen er­geben haben, sind nicht vier, sondern sechs Mann des ersten Garde-Regiments z. F. von dem heftigen Blitzstrahl, der am 31. Juli Nachmittags in die in den Eichbergen von Saarmund Schießübungen abhaltende Truppenabtheilung hineinfuhr, schwer betroffen worden. Es war die Leib-, die dritte und die fünfte Compagnie dorthin ausgerückt. Dem einen der Verunglückten soll das eine Bein stark verbrannt sein, das Befinden giebt zu Bedenken keinen Anlaß. Dem Kaiser wurde von dem Vorfall sofort Meldung gemacht. Prinz Friedrich Leopold hat sich persönlich nach dem Befinden der Soldaten erkundigt. Das Gewitter zog herauf, als die Mannschaften eben die Schießübung beendet hatten. Ein Theil lag aber noch in den Schießgräben, als der Blitzstrahl eine in der Nähe stehende Fichte traf und von dieser nach einem der Schießgräben absprang. Ein weiterer Blitzstrahl desselben Gewitters traf ein Gehöft in dem zwischen Saar­mund und Trebbin belegenen Dorse Mischendors und zündete, so daß das Gehöft niederbrannte.

* Eine Concession. Die Kammerfrau:Die Miether aus dem zweiten Stock lassen bitten, ob die gnädige Frau die Güte haben wollte, während der nächsten Tage nicht zu spielen; es ist Jemand bei ihnen gestorben." Die gnädige Frau:Sagen Sie zurück, das sei mir unmöglich. Die einzige Concession, zu der ich mich verstehen kann, ist, daß ich während der nächsten Tage nur Chopin spiele."

Literatur und Auust.

Den Vogel erkennt man an den Federn". Kein Geringerer als Altmeister Brehm war es, der den elementaren Begriff dieses Sprichworts einem naturwissenschaftlichen Aufbau zu Grunde legte, welcher unter dem Motto:Ein Blick auf das Leben der Gesammt- heit" die trefflichste Eharacteristik der Vogelwelt bietet, die wir kennen. Mit ihr gewährt uns der Forscher eine vorzügliche Einführung in feine große Naturschilderung derjenigen Gruppe des Thterreichs, dessen Einzelgestaltungen der Mensch die Symbolik für die Ver­körperung seines idealen Strebens entnahm. Dasgefiederte Volk" gehört der Gesammtheit. Es hat bei Jedem, ob vornehm oder gering, Sitz undStimme": seine Naturgeschichte ist zum volksthümltchen Wissen geworden. Die vollendetste Darstellung derselben hinterließ uns Brehm. Sie ersteht jetzt nach dessen Tod neu in der von seinem berufensten Nachfolger, Prof. Dr. Pechuel-Loesche, unter Mitwirkung von Dr. Wilh. Haacke im Geiste Brehms bearbeiteten neuen, dritten Auflage vonBrehrrrS ThierleVen". Der soeben in dieser er­schienene vierte Band eröffnet in der bei diesem Werk einzig dastehenden fesselnden und anziehenden Brehm'schen Schreibweise die Schilderung der Gruppe Vögel und umfaßt hiervon die erste Ordnung: Baum­vögel. Wenn man Brehm irgendwie die Absicht zuschretben wollte, daß er durch sein Werk den Freunden der Thterwelt neue Anhänger habe zuführen wollen, so wäre der Zweck sicherlich als erreicht zu bezeichnen. Es ist nicht gut denkbar, daß Jemand, derBrehms Thierleben" aus eigner Anschauung kennt, sich jemals ganz von dem gewonnenen Interesse wird losreißen können. Am Begreiflichsten findet man das beim Durchblättern des vorliegenden vierten Bandes. Entgegen den früheren Bearbeitungen beginnt in der neuen Auflage die erste Familie der Sänger den Neigen, und die lieben Bekannten, die wir 7chon in unseren ersten Schuljahren besangen:Amsel, Drossel, Fink und Staar, grüßen mitder andern Vögel Schaar" aus diesem Buch in vorzüglicher Text- und Bildausführung so ver­traulich heraus, daß wir nachdem nur ungern zu etwas anderem greifen. An die Familien der Sänger schließen nach der in der neuen Bearbeitung durchgeführten Systematik die übrigen Familien der Baumvögel von den Raben bis zur (vierunddretßigften) Familie der Mäusevögel an. Der Text ist durch mehrfache Neueinfügungen vermehrt, ältere Abhandlungen finden wir neu durchgearbeitet und auf den heutigen Standpunkt der Wiffenschaft gebracht. Durch die Feinheit der Zeichnung, die im Druck vorzüglich wiedergegeben, fallen die Tafeln in Ehromodruck: Wasserschmätzer, Zaunkönig und Gebtrgs- stelze: Webervögel; Paradiesvögel und in Schwarzdruck die Tafeln: Drosseln und Meisen besonders angenehm auf. Im Text neu aus­genommen sind 34 Abbildungen, darunter die Alpenlerche, der Pitpit, Klippenvogel, Toko. Die gesammte Illustration zum vierten Bande vonBrehms Thierleben" setzt sich aus der reichen Anzahl von 144 Abbildungen im Text und 19 Sondertafeln in Chromooruck und Holzschnitt zusammen. Die in dem Werke von uns so oft gerühmte Meisterschaft unserer ersten Thierzeichner Fr. Specht, WUH. Kuhnert, G. Mützel, redet sich in diesem Btlderschmuck selbst das Wort, während die Verlagshandlung, das Bibliographische Institut in Leipzig und Wien, ihre stete Fürsorge für eine würdige und glänzende Ausstattung auch in diesem Band in höchst lobenswerther Weise be- thätigt hat. InBrehms Thierleben" besitzt die deutsche Literatur der Gegenwart einen geistigen Nationalschatz von unvergänglichem Werth. Möge sich diesem das ganze Volk als Hüter zeigen und dessen eingedenk sein, daß die Entstehung dieser riesigen Geistesarbeit ein ganzes Menschenalter und die volle Schaffenskraft eines seiner besten Söhne erfordert hat.

Verkehr, £anfc» rrnd Volkswirtschaft.

Gießen, 4. August. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Psd. M. 0,951,10, Hühnereier 1 St. 2 St- H13 4, Enteneier 1 St. 6-7 4, 2 St. 4. Käse pr. St. 5-8 4, Käsematte pr. St. 3 4, Erbsen vr. Liter 18 4, Linsen pr. Liter 30 4, Tauben pr. Paar x 0,600,70, Hühner pr- Stück X 1,001,30, Hahnen pr. St- X 0,60-1,00, Enten pr. Stück X 2,002,30, Ochsenfleisch pr. Pfd 7076 4, Kuh- und Rindfleisch 6064 4, Schweinefleisch 6070 4, Hammelfleisch 5054 4, Kalb­fleisch 5056 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo X 6,008,00, Weißkraut pr. St---4, Zwiebeln per Gentner x 6,508.00, Milch per

Liter 1218 4, Kirschen per Pfd. 1416 4-

Temperatur der Kahn und Lust

gemessen am 4. August, Vormittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 13, Luft 14 Grad Reaumur.

L. Ehr. Rübsamen Wwe.