Abg. v. Massow (cons.) motivtrt den Antrag, den u.A. auch Abg. Hto-e (dfr.) befürwortet, worauf der Antrag angenommen wird.
SllS erste Rate, für Entwurf und Baubeginn, werden 300000 Mk. zum Neubau einer Jnfanteriekaserne in Magdeburg gefordert. Da Anschläge nicht vorltegen, werden nur 6000 Mk. für den Entwurf bewilligt.
Zum Bau einer Artilleriekaserne tu Glogau werben als erste Rate (für Entwurf) 5000 Mk. gefordert.
Abg. Sperl ich (Ctr.) beantragt Streichung. Es liege kein Grund vor, die in Glatz garnisontrenden Compagnien der Fuß- Artillerie nach Glogau -u verlegen; die Gesundhettsverhältnisse in Glatz hatten sich mit der Anlegung der Wasserleitung wesentlich verbessert.
Bundescommissar Oberst Erffling: Militärische Gründe «achten die Heranziehung der fraglichen Truppentheile nach Glogau nöthig.
Generalmajor v. Fun ck: Die jetzige Trennung eines Bataillons Wune auf die Dauer nicht bestehen bleiben. Es liege dazu auch keine Veranlassung mehr vor, nachdem die Festung Glatz in ihrer Bedeutung -»rückgetreten sei.
Abgg. v. Kardorff (Rp.) und Scipio (natl.) empfehlen Be- »Mgung.
Die Forderung wird genehmigt.
59000 Mk. zum Neubau eines Bureaugebäudes für das General- commando des 8. Armeecorps in Coblenz werden dem Commisfions- antrage gemäß gestrichen.
Die für Entwurf und Baubeginn von Neubauten zur Unterbringung des Brückentrains eines Pionier-Bataillons in Deutz als erste Rate geforderten 20000 Mk. werden für Entwurf und Freilegung des fiscalischen Bauplatzes bewilligt.
Für eine Jnfanteriekaserne in Bremen wird nur eine Entwurfsrate von 10000 Mk., statt der für Entwurf und Baubeginn geforderten 400000 Mk., bewilligt.
Don der dritten Rate für eine Cavalleriekaserne in Braunschweig werden 31000 Mk. abgesetzt, desgl. 5000 Mk. von der ersten Rate für eine Jnfanteriekaserne in Osnabrück.
Die Bewilligungen im Bereiche des Garnisonverwaltungswesens betragen 17236168 Mk., 1490000 Mk. weniger als nach der Regierungsvorlage.
Im Bereiche de8 Militär-Medicinalwesens werden 1595000 Mk. für Lazarethbauten u.dgl., im Bereiche des Trainwesens 128900 Mk., im Bereiche des Remontewesens 790100 Mk., im Bereiche des MUitär-Erziehungs- und Bildungswesens 1646860 Mk., im Bereiche des Artillerie- und Waffenwesens 651000 Mk. (unter Streichung von 500000 Mk., zweite Rate zum Neubau eines Dienstgebäudes für die Artillerie-Prüfungscommission in Berlin) und im Bereiche des Ingenieur- und Pionierwesens 281500 Mk. bewilligt.
Zu Garnisonbauten rc. in Eisaß-Lothringen sind 8680970 Mk. eingestellt. Gestrichen werden 147000 Mk. Baurate für eine Jnfanterie- kaserne in Metz.
Die einmaligen Ausgaben für das sächsische und württembergische Eontingent werden debattelos angenommen.
Im Extraordtnarium werden 6000 Mk. als Entwurfsrate für eine Arttllertekaserne in Stettin statt der geforderten 300000 Mk., 20000 Mk. zweite Rate für eine Arttllertekaserne in Marienwerder statt der geforderten 45000 Mk., zum Bau einer Cavalleriekaserne in Saarburg 900000 Mk. statt der geforderten 1 Million und zu Beschaffungen für artilleristische Zwecke 9 statt 10 Millionen bewilligt.
Morgen 12 Uhr: Etsenbahnetat.
Neueste Nachrichten.
WvlffS telegraphisches Correspondenz-Burrau.
Berlin, 3. März. Der Kaiser wohnte gestern dem Mittagsmahl^bei den Offizieren des ersten Gardefeldartillerie- Regiments beF und erwiderte den Toast des Commandeurs Meubrunn mit einer Rede, worin er die Entwickelung der Artilleriewaffe und deren Erfolge im letzten Kriege hervorhob. Die Artillerie sei das Rückgrat und Mark der Schlachten zu nennen. Gras Waldersee nahm an dem Effen Theil.
Berlin, 3. März. Dem heutigen Diner beim Staats- fecretär Boetticher wohnte der Kaiser bei- er traf kurz vor 6 Uhr daselbst ein.
Berlin, 3. März. Der „Reichsanzeiger" bemerkt zu der bekannten Erklärung des Centralverbandes der Industriellen, wonach die Industrie keine Vortheile auf Kosten der Landwirthschaft anstrebt: „Die Vorstellung, als ob die deutsche Industrie einem Tarifverträge mit Oesterreich abgeneigt sei und sich davon keinen Vortheil verspreche, können wir nicht für begründet erachten. Die Jahresberichte der Handelskammern sprechen sich mit kaum einer Ausnahme zu Gunsten von Tarifverträgen, insbesondere des Vertrags mit Oesterreich aus. Auf die Gründe der Veröffentlichung des Centralverbandes wollen wir nicht näher eingehen, und nur hervorheben, daß die Handelskammern die berufensten Vertreterinnen der Gesammtheit der Gewerbs- Thätigkeit bilden und ihre Aeußerungen eher ein verläßliches Urtheil über die wahre Auffassung der Industrie gestatten, »ls die allgemein gehaltene Erklärung des Centralverbandes. — Der „Reichsanzeiger" bemerkt zu den Forderungen der Ver- ireter der Bergleute, betreffend die achtstündige Schicht und erhöhten Minimallohn: Seit dem ablehnenden Erlaß des Handelsministers vom 13. Juli 1890 haben die Verhältnisse sich keineswegs zu Gunsten der Forderungen der Bergleute verändert. Es liege kein Grund vor, von der Ablehnung abzugehen. Die staatliche Bergwerksverwaltung werde daher nuf diesem Standpunkte beharren.
Berlin, 3. März. Die Budgeteommission des Reichstags hat heute doch noch eine Sitzung abgehalten und die Balaneirung des Etats rechnerisch abgeschloffen. Bekanntlich verlangte der Etat, daß die Summe, welche vom Ertrag der Zölle und Tabaksteuer dem Reiche verbleibt, um 10 Millionen erhöht werden solle zur Verzinsung von Reichs- anleihen. Wie aber im Abgeordnetenhause Eingriffe in die lei Huene von der agrarischen Mehrheit vereitelt worden sind, so in der Budget Commission des Reichstags dieser Eingriff in die Franckenstein'sche Klausel. Es wurde be- schloffen, die 10 Millionen in Form eines Nachtrags- etats zu bewilligen. Durch die Abstriche, die die Budgetcommission gemacht hat, verringert sich die Anleihe um IP/i Millionen Mark.
Chemnitz, 3. März. Eine von sechshundert beschäftigungslosen Arbeitern besuchte Versammlung beschloß, an den Stadtrath und die Amtshauptmannschaft eine Abordnung zu senden und durch diese um Ueberweisung lohnender Arbeit zu bitten.
Bremen, 3. März. Bezüglich der Nachricht über einen Zusammenstoß des Lloyddampfers „Spree" mit der englischen Bark „Chili" wird vom Norddeutschen Lloyd wie von
Lloyds Agentur in London mitgetheilt, daß ihnen davon nichts bekannt sei.
Wien, 3. März. Laut Meldung der „Presse" werden die deutsch-österreichischen Vertrags-Verhandlungen in den allernächsten Tagen wieder ausgenommen werden. Der Abschluß der meritorischen Verhandlungen stehe unmittelbar bevor, und es könnte, wenn die Instructionen der deutschen Regierung betreffs der Getreide- und Holzzölle befriedigender Natur sind, die endgültige Redaction des Vertrags noch vor den Osterfeiertagen beendigt sein.
Paris, 3. März. Die Meldung der Blätter, Botschafter Gras Münster sei beauftragt worden, den französischen Behörden für die Thätigkeit zu danken, welche sie anläßlich der Anwesenheit der Kaiserin Friedrich behufs Wahrung des Gastrechtes entwickelten, wird von unterrichteter Seite bementirt; ebenso wird die Nachricht, daß die (Stellung Münsters erschüttert sei, als vollständig erfunden bezeichnet.
Paris, 3. März. Einer heute eingetroffenen Verfügung zufolge sind mit dem Orient-Expreßzug reisende Per- onen mit direkten Billets Paris-München vom Paßzwang befreit.
Nimes, 3. März. In vergangener Nacht ereignete sich in den Minen von Creal eine Explosion schlagender Wetter. Zwei Arbeiter fanden dabei den Tod, zwei weitere wurden leicht verwundet.
Athen, 3. März. In ganz Griechenland, besonders in Thessalien, herrscht ein furchtbares Winter Wetter. Der Schnee liegt in manchen Districteu fünfzehn bis zwanzig Fuß hoch; ganze Dörfer sind eingeschneit und vom Verkehre abgeschnitten. In Athen fällt seit drei Tagen Schnee.
Newyork, 3. März. Das Journal „Sun" veröffentlicht offizielle Mittheilungen der chilenischen Regierung, wonach die Insurgenten keinerlei Unterstützung gefunden hätten, keine Kämpfe vorgekommen seien und die Insurgenten keine Soldaten hätten, die Schiffe der Aufständischen hätten gedroht, Jquique in Brand zu schießen, falls durch die Regierungstruppen eine Landung verhindert würde, worauf die Truppen ich in das Innere zurückgezogen hätten, um die Einäscherung von Jquique zu verhindern- die Insurgenten hätten keine Geldmittel, da die Regierung den Staatsschatz ins Innere verbracht habe.
Washington, 3. März. Die Repräsentantenkammer genehmigte den Gesetzentwurf betreffend die Ueber- wachung lebenden und geschlachteten Rindviehs und der Schweine, wonach das für den Export bestimmte Vieh einer besonderen Untersuchung zu unterwerfen sei. Die von gesundin Thieren herrührenden Producte sollen mit besonderen Kennzeichen versehen werden. Der Senat hatte das Amendement angenommen.
totales unö provinzielles.
Gießen, 4. März.
L. St. Zum Concert des Evangelischen Kirchengesangvereins. Die mittelalterliche Sequenz „stabat mater“, deren Dichter der Minorit Jacoponus de Benedictis aus Todi ist (f 1306), ist ein inbrünstiger Erguß des Mitleidens mit der unter Jesu Kreuze stehenden Mutter. Der fromme Minorit hat es ausgezeichnet verstanden, sich tiefinnig in die Seele der Maria hineinzufühlen. Die innige Hingabe der Seele des Dichters und die liebevolle Versenkung in seinen Stoff bezeugt selbst die Form der Verse mit ihren doppelt gereimten Zeilen. Die Componisten aller Jahrhunderte haben es sich nicht nehmen lassen, diese herrlichen Verse musikalisch zu illu- ftriren, und zwar in den einfacheren sowohl wie in den größeren musikalischen Formen. Unter den Werken, welche für das stabat die Cantatenform wählten, ist ganz besonders Pergolesis Composition beliebt geworden. Pergolesi ist keine Natur, welche den Text mit großen, pathetischen Zügen illustrirt, wie z. B. Palestrina, und theilweise Fr. Kiel in unserem Jahrhundert dies thut, sondern die mehr durch Mannigfaltigkeit, durch Reichthum kleinerer Ideen, wie durch melodische und harmonische Finesse packt. Pergolesis Werk pflegt in dieser Hinsicht auch heute noch einen außerordentlichen Eindruck zu machen, wenn auch seine Deklamation, Rythmus und Aceentuation unserem heutigen Geschmacke nicht mehr ganz entspricht. Pergolese ist eine reichbegabte fleißige Künstlernatur, die oft mit Recht mit dem späteren Mozart verglichen worden ist. Wie Mozart, so war vor Allem auch P. nur ein kurzes Erdenleben beschieden. Seinen frühen Tod hat Geibel in sehr anziehender Weise mit Strophen des stabat mater in Beziehung gesetzt (in feiner ersten Gedichtsammlung, Lübeck und Bonn). — Des Oefteren hat bereits der Kirchengesangverein Bach'sche Cantaten in Kirche und kirchlichen Cvncerten gebracht- dieselben haben immer sehr gut gewirkt. Die Cantate „Aus tiefer Nvth schrei ich zu Dir" stammt aus Bachs allerreifsten, seiner Leipziger Zeit. Wie in einigen anderen Cantaten ist der erste Satz nach Motettenart aufgebaut, die Melodiezeilen des Chorals werden herangezogen und in der Durcharbeitung geeignet contra* punctirt. Die Führung der einzelnen Singstimmen ist eine grandiose und außerordentlich packende. Stellen wie „Herr Gott erhör" und „meiner Bitt" mit ihrem syncopirtem Rythmus, und andere, wie „was Sünd und Unrecht", in der herrlichen, chromatischen Tenorführung wirken fast dramatisch. Aus dem ersten Satze spricht eine tiefe Seelennoth, die sich an Gott um Erbarmen wendet. ,',Wie in manchen anderen Cantaten Bachs Manches an die geistlichen Dialoge zwischen der „gläubigen Seele und dem Bräutigam" erinnert, so auch ähnlich in unserer Cantate. Die auf den ersten Satz folgenden Recitative spenden Trost, indem sie auf Jesu Gnade Hinweisen, zugleich bedauern sie, daß der Glaube noch so schwach ist und mahnen zum Vertrauen zur göttlichen Allmacht. — Ueberaus wirkungsvoll ist das wuchtige Doppelterzett, welches ausspricht, daß auf Trübsal und auf die Nacht der Sorgen göttlicher Trost folgt. Characteristisch wirkt in dieser Nummer die Tonmalerei auf dem Worte „Ketten", wo die lange
Legatotoureihe gleichsam eine Kette darsteklt. Den Schluß der Cantate bildet der letzte Vers des Chorals „Ob bei uns ist der Sünde viel, bei Gott ist viel mehr Gnade", gleichsam als Resultat alles Vorhergehenden. — Das Programm vervollständigen zwei stimmungsvolle Stücke für Violine und Orgel von Rheinberger, Elegie und Abendlied, die in ihrer kirchlich weihevollen Melodik sehr schön gegen ähnliche Sachen anderer Componisten abstechen, und ein Präludium von Alb. Becker, dem Meister, der hier wie in seinen größeren Boeal- sachen (L-nwll-Messe rc.) vortrefflich alte und neue Harmonik und Melodik zu vereinigen versteht.
— lieber ein Concert Wilhelmjs in Berlin am 27. Februar 1890 berichtet die „Neue Berliner Musikzeitung" vom 6. März 1890: Vive le Roi! Ich meine den Geigerkönig Wilhelms, der am 27. Februar, wie Parsisal nach längerer Irrfahrt, in die musikalische Gralsburg, Singakademie geheißen, einzog, und von dem zahlreichen Publikum mit dem herzlichsten „Willkommen!" begrüßt wurde. Als er (vor etwa 6 Jahren) zum letzten Male in der Reichshauptstadt sich hören ließ, war das Glück ihm nicht hold. Trug der Genius loci (der alten Philharmonie) die Schuld? Hatte der Künstler in der Wahl sich vergriffen? Stand er noch unter dem Einflüsse der üblen Nachwirkungen, welche die Jagd nach dem Dollar zu hinterlassen pflegt? Schon Manchem ist eine amerikanische Tourne verhängnißvoll geworden. Es bleibe dahingestellt, aus welchen Gründen dem ersten Geiger damals nur ein halber Erfolg beschieden war, so daß auch die letzten emphatisch und prophetisch ausrufen konnten: Mit dem ists vorbei! Schade um ihn! fügten Jene hinzu, die den Meister in seinen besten Tagen, in den 70er Jahren, gehört hatten. Wilhelms kehrte nicht wieder, er spielte noch dann und wann und die immer geschäftige Fama spann allerhand Lügengewebe um die sympathische Gestalt des ausgezeichneten Virtuosen, der seinen Berliner Freunden Beethovens Violinconcert wohl versprach, aber die Zusage nie erfüllte. Nun hat er sein Wort eingelöst, die Scharte ausgewetzt und alle böswillig ausgesprengten Gerüchte glänzend widerlegt. Heil uns, daß er kam! Es wäre das müssigste Beginnen, an dem Vortrag des Beethoven - Concertes etwa. Vergleiche mit Joachim zu knüpfen. Seien wir froh, daß zwei solche Meister vorhanden find, die jenes Kleinod uns in würdiger, wenn auch verschiedener Fassung zu bieten vermögen ! Wilhelmjs großer, voller Ton und männlich-energische Art treten hauptsächlich im ersten und letzten Satze hervor das himmlische Larghetto wurde von ihm in der süßen, verklärten, berückenden Weise Joachims gespielt. Was die Technik anbetrifft, so hat Wilhelms keinen Rivalen- schon die ersten markig nach oben schreitenden Octaven lieferten de» Beweis, daß er sich noch im Vollbesitze der reichen Mittel befindet, die von jeher an ihm bewundert worden sind. Sein herrliches Instrument, dessen G-Saite den Wettstreit mit einer Trompete nicht zu fürchten hätte, dürfte in der Brust jedes Geigers das Gefühl des Neides erwecken. — Der Beifall war nach dem Concerte — mit ihm begann das Programm — ein ganz ungewöhnlich lebhafter. Ich habe nicht gezählt,, wie oft der Gefeierte hervorgerufen wurde. Drei spätere Prachtleistungen: Nocturne von Chopin, Ave Maria von Schubert und eine ungarische Rhapsodie von Liszt, sämmtlich von Wilhelms mit Geschmack und Geschick transscribirt, erregten den gleichen Enthusiasmus — die schwierigsten Doppelgriffe produeirte er goldrein, unfehlbar, mit spielender Leichtigkeit..
— Das Panorama hatte gestern wieder so starken Besuch, daß zeitweise nur mit Geduld zur Besichtigung der wunderbaren Wandelbilder zu gelangen war. Das Unternehmen hat sich schon vier Monate hindurch wie in anderen Städten so auch hier aufs Vollkommenste bewährt. Diese Bilder dürfen mit Recht als von bedeutendstem Nutzen für die lernende Jugend erachtet werden. — Während das Panorama uns vorige Woche Afrika zur Schau brachte, haben, wir in dieser Woche Gelegenheit, auch einen Theil der neuen Welt, nämlich Nordamerika, in Augenschein zu nehmen. Der Dampfer „Damara", den uns das erste vortreffliche Bild der Serie auf hoher See zeigt, führt uns glücklich hinüber. Nach der Landung besichtigten wir nun zunächst die Riesenstadt Newyork- besonders anziehend wirkt hierbei die Darstellung der Hauptverkehrsader der Stadt, des Broadway, während eines Regens. Von Newyork aus machen wir verschiedene Abstecher. Da ist das reizende Bad Saratoga, das sich uns präsentirt, ferner die Katskills und Kanterskills und die großartigen Hudson-Landschaften. Den Glanzpunkt der Serie aber, die sich durch Naturtreue und Farbenpracht, wie gewohnt, auszeichnet, bilden ohne Zweifel die dem Namen nach Jedem bekannten Niagara-Fälle. Wir erwähnen noch, daß das Panorama am 22. März geschloffen wird- versäume daher Niemand einen Besuch dieses Kunstinstituts.
— Nach der soeben erschienenen Kaiserlichen Verordnung finden in diesem Jahre Manöver vor dem Kaiser bei dem 4. und 11. Armeecorps einschließlich der 25. (Gr. Hessischen) Division statt. Die Hebungen erstrecken sich auf das Gebiet des ehemaligen Kurfürstenthums Hessen sowie Theile der thüringischen Staaten.
— Die Nr. 6 des im Auftrage des Evangelischen Pfarrvereins für das Großherzogthum Hessen von Pfarrer Dr. Naumann herauSgegebenen „Hessischen Kirchenblattes" hat folgenden Inhalt: Lebensgrundsätze, Wahlsprüche. — Die Verfassung der evang. Kirche in Hessen und die Verwaltung des Kirchenvermögens. II. — Zeitgemäße Frage in Bezug auf den Pfarrverein. — Anonym oder nicht? — Schulsachen. — Unser Lutherlied unter römischer Feder. — Die Ständekammern und die evangelischen Geistlichen in Hessen. — Roch einmal: Mehr Corpsgeist! — Hausväterabende. — Anfrage Katholische Patrone evangelischer Pfarreien! — Gegen BÜcher- und Bilderverbreitung zu kirchlichen Zwecken. — An die Vertrauensmänner. — Mitglieder des PfarrvereinS. — Literarische Thätigkeit hessischer Pfarrer. — Briefkasten. — Berichtigung. — Pension in Gießen.


