Ausgabe 
4.10.1891 Erstes Blatt
 
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Sitzung gemachten Mittheilung ist die Zahl der dem Evangelischen Bunde angehörigen Vereine von 522 aus 565 gestiegen, die Mitgliederzahl von 73 978 auf 82978.

Bremen, 1. October. In der heutigen Conferenz der transatlantischen Dampfergesellschaften des ContinentS wurden die neuen amerikanischen Einwanderungsgesetze besprochen und beschlossen, die Auswanderer nicht durch Consularinspectionen, sondern durch Agenten inspicieren zu lassen, welche unter der Controle der Gesellschaften stehen.

Neueste Nachrichten.

SSolflS telegraphisches Lorrespondenz-Bureau.

Berlin, 2. October. DerReichsanzeiger" veröffentlicht die Ernennung des Regierungsrathes Reinhard Johannes Möller in Berlin zum Oberconsistorialrath und Mitgliede des Oberkirchenraths.

DieNordd. Allg. Ztg." meldet, infolge der in einigen Blättern verbreiteten Nachrichten über Unruhen bei den Stationen Lewa und Magila habe die Ost­afrikanische Plantagen-Gesellschafr telegraphisch Erkundigungen eingezogen,- die Antwort habe gelautet:Lewa nicht be­droh t, Alles ruhig."

Kassel, 2. October. Von Sr. Majestät dem Kaiser jst aus das Huldigungstelegramm der Generalver­sammlung des evangelischen Bundes folgende Antwort ein­gegangen:Se. Majestät der Kaiser und König haben das Begrüßungstelegramm der fünften Generalversammlung des evangelischen Bundes gern entgegengenommen und lassen bestens danken. Auf Allerhöchsten Befehl: v. Lucanus, Geh. Cabinetsrath.

Stuttgart, 2. October. Das Befinden des Königs ist demStaatsanzeiger" zufolge weniger befriedigend, indem die Zellgewebsentzündung am Grunde des Beckens neuerdings Fiebererscheinungen und größere Unbequemlichkeiten verur­sacht. Sanitätsrath Marc-Wildungen ist gestern Abend in Bebenhausen eingetroffen.

Karlsruhe, 2. October. Bei den badischen Land­tagswahlen gewannen die Ultramontanen acht, die Con- servativen einen, die Socialisten zwei Sitze. Die Demokraten verloren einen und gewannen vier Sitze.

Wien, 2. October. Heute Vormittag fand in der russischen Capelle ein Trau ergottesdienst für die Großfürstin Alexandra im Beisein der Erzherzoge Karl Ludwig, Albrecht, Ferdinand, Wilhelm und Rainer statt. Die beiden Ersteren trugen russische Uniform. Der Trauerfeier wohnten ferner bei der Minister des Auswärtigen Gras Kalnoky, der Reichs- kriegsminister v. Bauer, das diplomatische Corps und eine große Zahl von Staatswürdenträgern.

Rom, 2. October. Rom war heute der Schauplatz einer anticlericalen Demonstration. Ein französischer Pilger beging heute Mittag die Tactlosigkeit, am Grabdenkmal Victor Emanuels im Pantheon die Worte anzuschreiben: Tod dem Hause Savoyen! Hoch der Papstkönig!" Er wurde sofort erwischt, erhielt eine tüchtige Tracht Prügel und wurde verhaftet. Die Kunde von diesem Vorfall erzeugte in der Stadt eine unbeschreibliche Erbitterung und schnell war eine Demonstration organisirt, um gegen diesen Dummenjungen- Streich zu protestiren. Die Menge zog unter Vorantragung der Tricolore vor die Gasthöfe, wo die Pilger vorzugsweise einquartiert sind, verlangte unter betäubendem Lärm gegen das Papstthum und Frankreich die Hissung der Nationalfahne und zog nicht eher ab, als bis ihrem Wunsche Folge geleistet war. Die Carabinieri beschränkte ihre Thätigkeit daraus, die Demonstranten von Gewaltthaten abzuhalten, konnte jedoch nicht verhindern, daß ein juniger Seminarist, der dem Zuge auf dem Corso begegnete, in roher Weise mit Stockprügeln tractirt wurde. Bei Fortsetzung des Umzuges durch die Stadt begegneten die Demonstranten einem Wagen mit zwei französischen Priestern und stürzten sich aus dieselben in der Absicht, sie zu mißhandeln. Der Kutscher trieb die Pferde an, aber die nach Tausenden zählende Menge holte den Wagen ein und hätte ihre Absicht ausgeführt, wenn nicht die Cara­binieri energisch eingeschritten wäre. Der Vorfall hat das Publikum peinlichst berührt. Für den heutigen Abend werden tumultuarische Scenen befürchtet, zumal gerade heute die Erinnerungsseier an das Plebiscit Roms im Jahre 1870 begangen wird.

Rom, 2. October. Die liberale Demonstration, welche unter den fortwährenden Rusen:Es lebe Italien! Es lebe der König!" eine Zeitlang fortgesetzt wurde, zer­streute sich gegen 4 Uhr in vollkommener Ruhe. Die Pilger, welche dieselbe veranlaßt haben, sind Franzosen. Viele Bürger strömen zum Pantheon, um sich daselbst in das Verzeichniß der Besucher einzutragen. Auch zahlreiche Pilger zogen später ohne jeglichen Zwischensall nach dem Pantheon.

Rom, 2. October. Das Verlangen der Manifestanten, auf dem Absteigequartier der Pilger die italienische Flagge zu hissen, erklärt sich aus dem Umstande, daß heute der Jahrestag des Plebiscit des Kirchenstaates ist. Nachmittags sanden einige bedeutungslose Zwischenfälle statt. Die Manifestanten versuchten, vor dem französischen Seminar das päpstliche Wappen zu entfernen- Polizisten eilten herbei, verhinderten dies und verhafteten Mehrere. Abends sind die Pilger in ihren Wohnungen geblieben. Die Abreise der Pilger aus Nantes ist verschoben worden. Anläßlich des Jahrestages des Plebiscits herrscht auf den glänzend er­leuchteten Straßen lebhaftes Treiben. Die Liberalen durch- zogen in früher Abendstunde die Straßen mit den Rusen: ^Es lebe Italien! Es lebe der Kömg!"

Paris, 2. October. Nach amtlicher Mittheilung über den ungefähren Stand der diesjährigen Ernten sind mit Getreide 5 819507 Hectars, mit Mengkorn 258 335, mit Roggen 1 494714 Hectars bebaut. Der Getreidekörnerertrag belief sich aus 91889 070 Hectoliter, Mengkorn aus 3 646 992, Roggen auf 21 152317 Hectoliter.

Madrid, 2. October. Nachrichten aus Tanger zufolge griffen marokkanische Mauren die Festung Melilla

an, wurden jedoch durch Geschützfeuer zurückgetrieben. Dem Vernehmen nach verlangte die spanische Regierung vom Sultan von Marokko Genugthuung.

Bukarest, 2. October. Heute begannen die zwanzigtägigen Wasfenübungen, an welchen eine Klasse Reservisten, eine Klasse zeitweilig Beurlaubter und vier Klassen der unter Waffen befindlichen Territorialarmee theilnehmen. Der Zweck der Concentration ist die Erprobung der neuen Jnsanterie- organisation. Die Zeitungsnachricht von einer außerordent­lichen Concentrirung oder Mobilisirung der Truppen wird von derAgence Roumaine" für unbegründet erklärt mit dem Bemerken, daß in diesem Jahre nicht einmal Truppen­manöver stattsänden.

Petersburg, 2. October. DieBirshewzja Wiedomosti" melden: Die dreißig Millionen Rubel, die die Re­gierung bisher zur Bestellung der Felder und Ernährung der Bevölkerung in den Mißwachs-Gegenden anwies, wurden den Ueberschüssen des realisirten Reichsbudgets für 1890 entnommen, die saft 66 Millionen betragen.

Pittsburg, 2. October. Gestern begann der Strike der Eisenbahn-Bediensteten in den Kohlendistricten. Gegen zehntausend Personen feiern; sie verlangen eine Lohn­erhöhung.

Depeschen desBureau Herold".

Berlin, 2. October. DieVoss. Ztg." berichtet aus Paris: Die Regierung befahl der Touloner Geschwader- Reserve, zur Enthüllung des Garibaldidenkmals nach Nizza zu segeln. Das Ministerium wird durch Rouvier vertreten.

Berlin, 3. October. DieNordd. Allg. Ztg." befür­wortet den Vorschlag derDeutschen volkswirthschaftlichen Correspondenz", Getreidemagazine zu errichten, um den die Ernte übersteigenden Bedarf für mindestens 1 Jahr im Voraus zu decken.

DasTageblatt" berichtet aus Sansibar: Die Ernennung des Corvettencapitäns Rüdiger zum Stell­vertreter Sodens ruft bei Allen Staunen hervor, da Rüdiger noch nicht in Afrika war.

Köln, 2. October. DieKöln. Ztg." constatirt nach einem Pariser Telegramm, daß die Anwesenheit des Königs von Rumänien und Florescus in Monza dort sehr argwöhnisch betrachtet werde. Es werde die Be­fürchtung ausgesprochen, Rumänien sei förmlich dem Drei­bunde beigetreten.

Köln, 2. October. DerKöln. Ztg." zufolge beendet das russische Kriegsministerium im Südwestgebiete der Gouvernements Wilna, Grodno, Kowno und Mohllew den Neubau von 600 Werst Verkehrswegen. Die Baukosten betragen 7 Millionen Rubel. Die Wege werden derart gebaut, daß sie durch Auflegen von Schwellen und Schienen mit verhältnißmäßig geringem Zeitaufwand zu Eisenbahnen umgewandelt werden können. Die Brücken ruhen aus Steinpfeilern mit eisernen Befestigungen; wo nothwendig, wurden bereits dammartige Aufschüttungen vorgenommen.

Waldenburg (Schlesien), 3. October. Auf dem Heydt- schacht wurden 15 Bergleute durch einen niedersausenden Fahrkorb schwer verletzt.

Reichenberg, 3. October. Die bisherigen Verhaftungen stehen mit dem Attentat in keinerlei Verbindung, sichere Spuren des Attentäters fehlen noch.

Prag, 2. October. Die Czechenblätter melden, der Rosenthaler Attentäter sei in der Person eines be­kannten Socialisten bereits verhaftet.

Brüstel, 3. October. Der Erzbischof verweigerte definitiv das kirchliche Begräbniß Boulangers. ' Rochefort wird am Grabe sprechen.

Kopenhagen, 3. October. Die russische und die griechische Fürstenfamilie kommen Montag oder Dienstag wieder in Kopenhagen an.

Locales rind -provinzielles.

Gießen, 3. October.

8. Wie das Inserat im heutigen Blatt mittheilt, nehmen die Nähabende des Allgem. Vereins für Armen- und Kranken­pflege am Dienstag den 13. October wieder ihren Anfang. Wir wollen nicyt verfehlen, auch an dieser Stelle darauf aufmerksam zu machen und aus die Bedeutung dieser Einrichtung hinzuweisen. Es ist eine von Kennern des Armenwesens anerkannte Thatsache, daß sich die Kosten des Haushalts bei den- kleinen Leuten im Ver- hältniß höher stellen, als bet den Bemittelten. Das kommt zum Theil daher, daß die kleinen Wohnungen so unverhältnißmäßig theuer sind und daß die kleinen Leute des Vortheils, den der Einkauf im Großen bringt, verlustig gehen. Der Allgem. Verein hat daher schon längst sein Augenmerk auf die Besserung der Mißverhältnisse gerichtet. Er konnte sich aber der auch sonst bestätigten Thatsache nicht verschließen, daß die Schuld in sehr vielen Fällen an der mangelhaften ha uswirthschastlichen Aus­bildung der Frauen liegt. Wir wollen unseren Brü­dern und Schwestern aus den geringeren Ständen daraus keinen Vorwurf machen. Heutzutage mit Wenigem Haushalten ist eine große Kunst. Sie zu erlernen fehlt ost die Zeit, noch öfter die Gelegenheit. Sie kann aber gelernt werden, und es ist der Triumph unserer heutigen Wissenschaft, daß sie dazu die Wege zu zeigen ver­mag. Mit Benützung der Winke z. B., welche uns die Chemie der Lebensmittel gibt, vermag man in der That mit geringen Mitteln nahrhafte Speisen zu bereiten. Diese Kunst die Frauen unserer ärmeren Stände zu lehren, ist darum eine Pflicht und ein Unternehmen, von dem man viel un­mittelbarere segensreiche Folgen erwarten darf, als von groß­artigen socialen Veranstaltungen. Der Allgem. Verein hat dem Ruf dieser Pflicht Gehör schenken zu müssen geglaubt, und mit seinen Nähabenden, durch welche Frauen und Jung­frauen die Gelegenheit zur Fortbildung im Nähen, Flicken, Stopfen und Kleidermachen gegeben werden soll, einer be­

scheidenen Anfang zu ihrer Erfüllung gemacht. Die Aufnahme, welche diese Einrichtung gefunden, und der Besuch derselben ermuthigen zu deren weiterer Entwicklung auf dem Wege zu einer wirklichen Haushaltungsschule. Die einleitenden Schritte zur Errichtung einer Koch sch ule sind bereits gethan. Der Verein fühlt sich bei diesen Bestrebungen nur als Werk­zeug derGesammtheit unsererMitbürger, denen er helfen will, der Pflicht, die auf Allen ruht, zu genügen, und er muß auf die thäti ge Mitwirkung aller Kreise rechnen. Ein Kreis von Damen unter der Führung der Frau Provinzialdirector von Gagern ist darin mit gutem Beispiel vorangegangen und hat sich nun schon seit zwei Wintern in aufopfernder Weise dem Unterricht gewid­met. Der Verein bedarf für die Erweiterung des Werkes Vermehrung dieser Kräfte, er bedarf Geld, d. h. Erhöhung der Beiträge an Stelle des alljährlichen Rückgangs, eine Erhöhung, die der Verein umsomehr erwarten dürste, da er so verschiedenartige große Unternehmungen um­faßt, die sonstwo von verschiedenen Vereinen betrieben werden, die alle ihre besonderen Beiträge sammeln, er bedarf vor Allem auch der Theilnahme der Eltern, Dienstherrschaften und Arbeitgeber, daß sie die ihnen anvertrauten Mädchen auf diese Einrichtung aufmerksam machen und womöglich dazu anhalten. Ein Buch, das solche hauswirthschastlichen Anweisungen ent­hält, betitelt sich:Das häusliche Glück." Darum handelt es sich in der That. Häusliches Glück und damit einen Friedenshafen, einen Ort der Erquickung den schwer im Kampf um das Dasein Ringenden bereiten zu helfen, dazu sollen auch diese Unternehmungen ein bescheidener Beitrag sein.

Neues Theater. Als Eröffnungsvorstellung geht heute SonntagZwei vom Ballet oder Ihre Familie", Volksstück mit Gesang in 4 Acten von Stinde und Engels in Scene. Das Stück, welches wir früher schon einmal gesehen haben, ist eins der Besten, welche in den letzten zehn Jahren ge­schrieben wurden. Die Autoren führen uns mit vielem Geschick eine Scene aus dem sogenannten Europäischen Sclavenleben vor, welche mit Ernst und Humor sehr reich gewürzt ist. Wir wünschen nur von Herzen, daß Herr Dir. Reiners, der nun schon die vierte Theatersaison in unserer Stadt er­öffnet, und in dieser Zeit wahrlich nicht auf Daunen gebettet war, in dieser Saison reichern Lohn für sein Streben finden möge, als es ihm bisher vergönnt war.

Wie wir hören, sind von dem Vorstande des Theatervereins alle Vorbereitungen getroffen, um den Mit­gliedern auch im kommenden Winter gediegene künstlerische Genüsse bieten zu können. 'Für die drei noch ausstehenden Vor­stellungen des Jahres sind dieFrankfurter" gewonnen worden^ Herr Director E. Claar hat mit der Liebenswürdigkeit, die wir an ihm kennen, sich bereit erklärt, wieder zu uns zu kommen. Die genauere Angabe der Spielabende ist wegen der an­strengenden Thätigkeit des Frankfurter Theaters, welches während der electrischen Ausstellung mit vollen Kräften arbeitet, noch nicht gut möglich, wird aber baldigst erfolgen.

Auf die heute Samstag und morgen Sonntag im Postkeller stattfindenden Eröffnungs-Concerte der Familie Kruse machen wir auch an dieser Stelle aufmerksam.

Verhaftet. Ein Cigarrenmacher von Heuchelheim, welcher verdächtig ist, in einer dortigen Wirthschaft mittelst Einbruchs 120 Mk. entwendet zu haben, trieb sich in den letzten Tagen hier und in Frankfurt a. M. umher. Da der Bestohlene die Anzeige verspätet machte, so hatte der Dieb Zeit, das Geld zu verjubeln. Gestern wurde der Thäter sowohl, wie ein aus der Klinik entlassener, als der Mitwissen- schast verdächtigter Wärter durch die hiesige Schutzmannschaft verhaftet. Der Cigarrenmacher hat die That bereits einge­standen. Ferner ist ein der in letzter Zeit in Gießen ver­übter Einbruchsdiebstähle Verdächtiger verhaftet und in Unter­suchungshaft genommen worden.

Se. Erlaucht Gras Görtz zu Schlitz, so wird aus Fulda berichtet, besuchte am 25. vor. Mts. die dortige MUitarMufikschule. Er verblieb daselbst von 24% Uhr und prüfte die Leistungen der Schüler aufs Sorgfältigste. Se. Erlaucht war vollkommen befriedigt und erklärte, das Protectorat gern übernehmen zu wollen. Die Musikschule wird daher von jetzt ab Gräfl. Görtz'sche Militär-Musikschule heißen. Die Schüler werden neu uniformirt und zwar er­halten dieselben rothe Aufschläge und Kragen, weiße Achsel­klappen mit dem Namenszuge des Herrn Grafen, sowie der Grafenkrone, Pickelhaube und Seitengewehre. Die Uniformen stellt der Herr Graf und will derselbe überhaupt das Institut unterstützen und fördern. Von der Musikschule aus begab sich der Graf in seiner Equipage zurück nach Schlitz, ohne weiteren Aufenthalt hierselbst zu nehmen.

Das am 2. October ausgegebene Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 30 enthält: I. Bekanntmachung Groß­herzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz, das ArbeiterschuHgesetz vom 1. Juni 1891 betreffend. II. Bekannt­machung Großherzoglichen Staatsministeriums, die Bezeichnung der Holzliegeplätze und der Fahrbahnen auf dem Maine unterhalb des Nadelwehrs bei Kostheim betreffend.

Das Amtsblatt Großherzoglicheu Ministeriums des Zuueru und der Justiz, Section für Justizverwaltung, Nr. 17 enthält Ausschreiben vom 19. September an die Justiz­behörden, insbesondere die Gerichte, Gerichtsschreibereien und Gerichtsvollzieher, die Revision des Gerichtskostenwesens int Jahre 1890 betreffend. Nr. 18 enthält Ausschreiben d. d. 22. September an die Gerichtsbehörden, insbesondere die Großherzoglichen Notare, betreffend die Revision des Ge­richtskostenwesens im Jahre 1890, hier die Berechnung der Gebühren der Grobherzoglichen Notare und des Stempels für die Notariatsurkunden.

Vom Landesgewerbverein. Mit Allerhöchster Ermäch­tigung Seiner Königlichen Hoheit des Groß Herzogs ist durch Entschließung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 28. September d. I. der Geheime Bau