Ausgabe 
30.7.1890 Zweites Blatt
 
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die Hauptstadt zurückgekehrt sei. Die Regierungstruppen wären erheblich verstärkt. Das zweite vom 28. Juli, 6 Uhr Abends, besagt, daß die Feindseligkeiten nicht erneuert seien und die Unterhandlungen wegen (Kapitulation der Insurgenten sortdauern. Die Regierungsbedingungen seien noch nicht an­genommen.

London, 29. Juli. In der Generalversammlung der Niger Companie theilte der Präsident mit, daß ein Ver­trag mit dem Königreiche Borgn abgeschlossen sei, welcher dasselbe unter die englische Flagge stellt- auch seien Verträge abgeschlossen mit den Kaiserreichen Sohoto und Granda, wo­durch der Compagnie vollständige Jurisdiction in diesen Reichen über alle Personen übertragen wird, welche der Nationalität derselben nicht angehören. Der Präsident lenkte die Auf­merksamkeit auf die dem deutsch-englischen Abkommen angefügte Depesche Sir Percy Andersons, in welcher der Niger Companie günstige Erwähnung geschehen sei.

London, 29. Juli. Im Unterhause fragte Sammers an, ob die Regierung mit Deutschland darüber unterhandle, etwaige Streitigkeiten aus dem englisch-deutschen Abkommen der Entscheidung eines Schiedsspruchs zu unterbreiten, ob die Regierung entsprechende Artikel über die Beilegung von Differenzen durch Schiedsspruch in den beabsichtigten Vertrag mit Frankreich und Portugal aufzunehmen gedenke. Fer- gusson erwiderte, daß die Regierung solche allgemeine Ver­pflichtungen nicht eingehen könne- bei mehreren Fällen habe die Regierung in jüngster Zeit ihre Bereitwilligkeit gezeigt, specielle definitive Fälle einem Schiedssprüche zu unterwerfen. Es könnten aber Differenzen vorkommen, wo unveräußerliche englische Rechte angegriffen würden, welche England nicht als offene Frage einem Schiedssprüche unterbreiten könne.

Cardiff, 29. Juli. Die D o ck a r b e i t e r haben vorläufig bis zur Regelung der Streitfrage die Arbeit wieder auf­genommen.

Girgenti, 29. Juli. Kaiserin Friedrich nahm gestern an Bord derSurprise" die Revue des britischen Geschwaders ab. Sie besuchte mit ihren Töchtern die Sehens­würdigkeiten der Stadt. Abends war der Hafen prachtvoll electrisch erleuchtet und fand zu Ehren der Kaiserin Feuer­werk und Serenade statt.

Kaiserin Friedrich mit ihren Töchtern ist Vor­mittags nach dem Piräus abgereist. ' ,

Konstantinopel, 29. Juli. Telegrammen einiger hiesiger Generalconsulen zufolge brach in Mekka die Cholera aus. 13 Erkrankungen und sieben Todesfälle sind bisher vor­gekommen. Die türkischen Behörden trafen alle Vorsichts­maßregeln.

Rewyork, 29. Juli. Nach einer Depesche aus Lalib er- tad hieb ein Indianer mit dem Messer auf Barillas ein. Der Präsident wich zurück und blieb unverletzt. Der verhaftete Attentäter gestand, von den Conservativen gedungen zu sein.

Baltimore, 26. Juli. Ein Dampfer collidirte mit einem Vergnügungsboot mit 1500 Passagieren. Vier wurden getodtet, viele verletzt.

Rio de Janeiro, 29. Juli. (Meldung des Bureau Reuter.) In Buenos Aires ist heute Vormittag der Congreß zufammengetreten.

Cecate» nnö provittjiclU».

Gießen, 30. Juli.

Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten am Donnerstag den 31. Juli 1890, Nachmittags 4 Uhr:

1. Mittheilungen. 2. Gesuch des Karl Dräbing um Erlaubniß zum Betrieb einer Zapswirthschast. 3. Desgl. des Levi Löwenstein. 4. Desgl. des Heinrich Kempf. 5. Desgl. des Christian Riegelmann. 6. Ermittelung der landwirth- schastlichen Bodenbenutzung und des Ernteertrags im Jahre 1890. 7. Gesuch der Firma F. Bender & Co. um käuf­liche Ueberlaffung von städtischem Gelände. 8. Der Ankauf des Strohbedarfs fürs Schlachthaus. 9. Die Unterhaltung

Wenn Sie es durchaus wollen, lieber Römer, gut, dann werde ich morgen Mittag mich einstellen."

Silentium! tönte es plötzlich vom Präsidium,wir singen das angekündigte Lied!" Damit war das Gespräch zwischen Römer und Kiese gestört, und es sollte im Laufe des Abends nunmehr auf Anrath en des Kassenwarts Herr Römer unter den größten Schmeicheleien und Hochachtungsbezeugungen zugetrunken bekommen. Dieses wurde denn auch bestens ausgeführt, bis er endlich zu mitternächtiger Stunde schwer- beladen heimwankte.

Kinder!" rief der Herr Kassirer freudig, als Römer das Local verlaffen,unsere Rettung wird gelingen,Muth, nur Muth!"

Nicht lange ließen die Erfolge des Herrn stud. jur. Kiese auf sich warten. Er hatte vollständig richtig erwogen, daß Römer die ganze Angelegenheit in der Stadt herum­tragen werde. Jedes Kind wußte nach etlichen Tagen be­reits, daß die Verbindung H. die Absicht habe, das Haus, in dem ihre Kneipe gelegen, sich käuflich zu erwerben- ja so­gar das Wochenblatt des Städtchens konnte nicht umhin, in seinen Spalten das löbliche Beginnen der erstaunten Welt mitzutheilen. Die Gerüchte von dem reichen Bankierssohn, dem im nächsten Semester noch hinzukommenden filius des berühmten Staatsmannes, der zu erwartende Besuch des letzteren beim Commers durchzogen pfauenartig geschmückt die Stadt. Mit einem Schlage hatte die Verbindung H. wieder Credit, ja, die meisten alten Gläubiger bemühten sich unter lebhaftem Bedauern ihres früheren Vorgehens um neue Auf­träge. Am großartigsten anzuschauen war es, wie oft und ernst der Herr Kassenwart mit dem eigenen Bierwirth seiner Verbindung über die einzelnen Punkte des zukünftigen Con- tractes unterhandelte, während Römer glückselig, lächelnd da­bei saß, da dem stud. jur. Kiese, wie er ständig mit der

der Staatsstraßen im Bereich der Stadt. 10. Der Weg in den Wingerten. 11. Erhöhung städtischer Trottoirs von der Schulstraße bis zur Schloßgasse. 12. Baugesuch des Heinrich Faß, hier: Festsetzung der Baufluchtlinie. 13. Dte Ver­breiterung der Wetzsteingasse. 14. Gesuch des H. Rörig um Dispensation von den Vorschriften des § 18 des Ortsbau­statuts. 15. Die definitive Anstellung der Schutzmänner Zink und Schmidt. 16. Die Abhaltung des Jugendfestes. 17. Die Uebersicht über die wirklichen Einnahmen und Aus­gaben des Realgymnasiums und der Realschule zu Gießen für 1889/90. 18. Verschiedene Weißbinderarbeiten im Realschul­gebäude.

Gestern Nachmittag kurz nach drei Uhr brach in der Scheuer des öeconomen Flett in der Wallthorstraße Feuer aus, welches so rasch um sich griff, daß binnen kurzer Zeit die Scheuer krachend in sich zusammenstürzte. Da die Scheuer inmitten anderer feuergefährlicher Objecte, Ställe, Zehnt- scheuer u. s. w. stand, war die Gefahr für diese Nachbar­gebände eine große, sie wurde aber namentlich durch das rasche Eingreifen von Militärmannfchaften des 2. Bataillons, die sofort Schläuche von den Hydranten an der Kaserne durch den Hof des Kreisamtsgebäudes legten und das bereits die Zehntscheuer ergreifende Feuer zerstörten, abgewendet. Bald nach Eintreffen der Feuerwehr gelang es, den Brand zu löschen. In der bereits pom Brande ergriffenen Zehntscheuer lagerten große Tabaksvorräthe, ebenso war das Fabrikgebäude der Kempff'schen Cigarrenfabrik gefährdet - hier gelang es aber, Dank dem Eingreifen der Fabrikarbeiter, die Gefahr abzuwenden.

Sechs verschiedene recht gelungene Ansichten des Liebig-Denkmals während und nach den Enthüllungsfeierlich­keiten sind von Herrn Photograph M o o k ausgenommen und bei demselben ausgestellt.

§ Rieder-Moos, 28. Juli. Der Vorsitzende unseres Gau­verbandes vom landwirthschaftlichen Bezirksverein Lauterbach hat bekannt gemacht, daß nächsten Sonntag, Nachmittags, hier­in der Wirthschaft des Herrn Rühl ein Vortrag des Kreis- Wiesenbautechnikers Kunz von Lauterbach über Wiesenbau 'ge­halten und die Landwirthe gebeten werden, sich ebenso zahl­reich einfinden zu wollen, wie am vorigen Sonntag in Grebenhain.

(] HaiN'Gründan, 29. Juli. Ein bedauerlicher Unfall trug sich am Samstag hier zu. Mehrere Knaben spielten in einer hiesigen Hofraithe miteinander. Der eine kettete den Hofhund los. Das Thier scheint durch die fremden Kinder gereizt worden zu fein, es stürzte sich auf einen der Knaben im Alter von etwa 7 bis 8 Jahren und biß ihm eine tiefe Wunde in den Oberarm. Die Wunde war so groß, daß nicht weniger als 5 Nadeln eingesetzt werden mußten. Glück­licherweise war der Kreiswundarzt bald zur Stelle, welcher die Wunde kunstgerecht verband. Es scheint, daß die Sache noch ein gerichtliches Nachspiel erhalten wird.

Lauterbach, 28. Juli. Der hiesige Schützenverein feierte gestern, vom besten Wetter begünstigt, sein diesjähriges Hauptschießen. Nachdem mit den Zügen um 2 Uhr eine Anzahl Schützen aus Alsfeld und Fulda eingetroffen waren, marschirte der Schützenzug durch die reichbeflaggten Straßen nach dem Festplatz, woselbst der Vicepräsident die Gäste in einer kurzen Ansprache bewillkommnete - ein Hoch aufs deutsche Vaterland sand begeistertes Echo. Da nur zwei Schießstände intact sind, mußten die Lauterbacher Schützen meistens zurücktreten, um den Gästen gerecht zu werden. Es wurde folgendermaßen geschossen: Aus der Ringscheibe mit 13 Ringen bei 5 Schuß erhielten: den 1. Preis mit 59 Ringen C. Schwarz-Lauterbach, den 2. mit 57 Krause-Alsfeld, den 3. mit 57 Ziegler-Fulda, den 4. mit 57 Weber-Alsfeld, den 5. mit 56 Hoffmann-Schlitz, den 6. mit 56 Malkemus-Alsfeld, den 7. mit 56 Weber-Fulda, den 8. mit 55 Rohling-Fulda, den 9. mit 54 Koch-Alsfeld, den 10. mit 53 Höfling-Fulda, J)en 11. mit 52 Töpfer-Lauterbach. Auf der Freihand- Feldscheibe mit 20 Ringen bei 3 Schuß erhielten Preise:

treuesten Miene der Welt versicherte, der geforderte Preis für das Haus durchaus nicht zu hoch war.

Eine emsige Thätigkeit entfaltete der Herr Kassirer für die Vorbereitungen der Festlichkeiten. Der größte Saal, welcher in der Stadt vorhanden, wurde zur Abhaltung des Commerses gemiethet, zwei Musikkapellen engagirt, Deko­rationen in reichstem Maße wurden angebracht, Vierspänner standen zur Abholung der alten Herren bereit, mit einem Worte, was man hie gedacht, es ging in Erfüllung: das 25jährige Geburtstagsfest wurde glänzend gefeiert.

Am Abend des Commerses überreichte der erste Chargirte, Nachdem Kiese in einer launigen Rede zum Schrecken des neben ihm sitzenden Römer der Festversammlung die tief­betrübende Mittheilung gemacht hatte, daß der Herr Bankier Levyfohn aus Moskau bankrottirt, der Staatsmann Z. wegen Mangels des nötigen Reisegeldes am Kommen verhindert sei, diesem einen mächtigen Lorbeerkranz. Römer, der bis dahin gespannt auf Lje Ankunft des Festgebers gewartet, verließ wüthend in Anbetracht der verschwendeten Freund­schaft, die er Kiese bewiesen, den Festsaal, während die ganze Runde jubelnd unter den Klängen der Musik ihrem Retter brausendes Lob spendete. Die alten Herren aber versprachen durch Bezahlung der Schulden die Liebe zum Bunde von Neuem zu bekunden, und so wurde nicht nur die Zukunft der Verbindung gesichert, sondern auch der brave Kiese vor un­angenehmen Folgen geschützt.

Von allen Philistern jedoch ward von dieser Zeit ab der Herr stud. jur. als ein Mann von höchster Gefährlichkeit betrachtet, und der Gemüsehändler Römer soll sogar in der Ohnmacht seines Zornes die Worte haben fallen lassen, daß Kiese einGauner vom reinsten Wasser" sei.

den 1. Preis mit 57 Ringen Koch-Alsfeld, den 2. mit 54 Hoffmann-Schlitz, den 3. mit 50 Weber-Fulda, den 4. mit 49 Büttner-Fulda, den 5. mit 47 Malkemus-Alsfeld und Ziegler- Fulda. Den Ehrenpreis für beste Leistung auf der Zwei- Punktscheibe erhielt bei 10 Schuß mit 17 Punkten Ziegler- Fulda. Sieger auf den drei herausgefchossenen Ehren- Scheiben waren, Roßling-Fulda, Schwarz-Lauterbach und Groh-Lauterbach. Der Festplatz war sowohl am Tage wie am Abend stark besetzt - ebenso war die Betheiligung am Ball eine recht zahlreiche. Zur Befriedigung der Festtheilnehmer trugen vor allem die Capelle Stumpf durch ihre anerkannt gute Musik, sowie der guteStoff" viel bei.

Lauterbach, 29. Juli. Heute Morgen y25 Uhr zog ein Gewitter über unsere Stadt ohne Schaden anzurichten.

Der Kornschnitt, welcher in den Gemarkungen Angers­bach und Salzschlirf seit einigen Tagen begonnen hat, nimmt auch in hiesiger Gemarkung feinen Anfang, möge die Ernte eine reichliche werden, damit der Landwirth für seine Mühe belohnt werde. Die Spatzen haben in unserer Gemarkung an einigen Weizen- und Gerstenäckern ihre Vernichtungsarbeit ausgiebig besorgt. Aus einigen Aeckern ist die Ernte durch diese frechen Räuber fast vollständig vernichtet worden. Durch aufgestellte Puppen lassen sich dieselben nicht verscheuchen, am besten wirkt noch das Schießen unter die Räuber.

Das diesjährige Hainigfest wird Sonntag den 17. August abgehalten werden. Das volkstümliche Turnen setzt sich aus Freihoch- und Freiweitsprung, Wettlaufen und Stemmen zusammen.

Lauterbach, 28. Juli. In dem Garten des Chr. Schwarz­haupt zu Crainfeld steht ein junges Birnbäumchen in voller Blüthe- dasselbe wurde vergangenen Herbst gepflanzt und war durch die Vermittelung des landwirthschaftlichen Vereins bezogen worden. Von vielen Orten hort man, daß Birnbäume jetzt zum zweitenmale blühen, die Erscheinung ist in diesem Jahre sehr häufig. Die Wärme im ersten Frühjahre und die darauf folgende Regenzeit haben wohl diese ungewöhnliche Entwickelung herbeigeführt.

* Berlin, 28. Juli. Gegen die Kurtaxen in den Bade­orten, die tatsächlich keine Berechtigung mehr haben, wird jetzt von hier ans energisch vorgegangen. DieVossische Zeitung" leitet die Bewegung mit einem sehr kräftigen Artikel ein, in welchem es heißt:Mögen die Badeverwaltungen thun, was sie in ihrem Interesse für nützlich halten, aber mit ihren eigenen Mitteln - Kurtaxen dürfen sie nicht erheben, wenigstens nicht für den Aufenthalt am Orte. Mögen alle Fremden einmüthig jener ungesetzlichen und unmäßigen Be­gehrlichkeit entgegenstehen und einfach die Zahlung der Kur­taxe verweigern!" Den deutschen Bädern, welche Kurtaxen erheben, werden bezügliche Erklärungen übermittelt werden, und wollen die Badeverwaltungen die Taxe nicht aufgeben, so mögen sie sehen, wo sie Gäste herbekommen.

* Ratibor, 26. Juli. Eine Frau aus Deutsch-Rasselwitz, nicht mehr jung an Jahren, erschien neulich mit ihrem Bräuti­gam vor dem Standesbeamten und verlangte das Aufgebot. Dem Anträge konnte jedoch nicht stattgegeben werden, weil die erforderlichen Papiere fehlten. Der Bräutigam versprach, die Papiere zu beschaffen. Die Sache dauerte aber der Braut zu lange. Schon nach zwei Tagen erschien sie wieder vor dem Standesbeamten, aber diesmal mit einem ehrbaren Rassel- witzer Wittwer. An demselben Tage kam auch der frühere Bräutigam mit feinen Papieren und mußte zu seinem Schrecken erfahren, daß die Brauy das Aufgebot bereits mit einem andern vollzogen habe. .'Der verabschiedete Bräutigam war indeß schnell getröstet, er verlangte nur eine Entschädigung von 6 Mk. für den Zeitverlust, welche die Braut jedoch nicht zahlen will.

*Wenn wir den Dieb fangen wollen, wird es doch gut fein, noch einen recht beherzten Mann mitzunehmen!" Dann hol ich den Schuster von drüben. Der hat Muth! Er hat gestern zum dritten Male geheirathet!"

Itnivcriität» < Nachrichten.

Leipzig, 26. Juli. Zum Rector magnifioua der Universität für das nächste Studienjahr wurde Professor der Rechte Dr. Btndtng gewählt.

Aus Leipzig wird berichtet: Der als Erforscher des AU- franzostschen rühmlichst bekannte Professor Dr. W. Förster in Bonn ist als Nachfolger des verstorbenen Romanisten Professor Dr. Ebert an die hiesige Universität berufen worden. Der bisherige Honorar­professor Dr. Adolf Mayer ist zum ordentlichen Professor der philosophischen Facullät ernannt worden. Professor Mayer ist Mathematiker.

Habilitirt haben sich: Dr. Max Wolf für Astronomie in Heidelberg, Dr. Albert Socin für Philosophie in Leipzig.

Professor Lemme in Bonn hat eine Berufung nach Heidel­berg angenommen.

Gerichtliche Entscheidungen.

Der Art. 42 des hessischen AusführungsgefetzeS zur E.-P.-O. gibt dem Vermiether wegen seiner Mielhgelldforderurtg auch außer­halb des Concurses das Vorzugsrecht des S 41, 4 der Concurs- ordnung und bestimmt, daß dieses Vorzugsrecht dem späteren durch Pfändung erworbenen Vorzugsrecht vorgehe. Aber diese Vorzugs­rechte deS Art. 42 unterliegen denselben Voraussetzungen wie die in der Concursordnung ftatutrtcn Vorzugsrechte, insbesondere der Voraussetzung, daß dte in dte Mtethwohnung etngebrachten Mobiltar- gegenstände stch noch in der Wohnung befinden; das Vorzugsrecht entsteht hiernach mit der Einbringung der Sachen in die Miet­wohnung und erlischt, wenn die Sachen vor der Geltendmachung des Rechts aus der Wohnung von dem Mtether weggebracht werdm.. Wenn aber die in die Wohnung etngebrachten Sachen des Miethers, nachdem bereits der Vermiether für feine Mtethforderung das ihm gesetzlich gewährte Vorzugsrecht erworben hat, für einen anderen Gläubiger des Schuldners gepfändet und infolge dieser Pfändung durch dm Gerichtsvollzieher aus der Mtethwohnung gebracht werdm, dann kommt der S 710 E.-P.-O. zur Anwendung; der Vermtether kann, wetl und soweit er sich nicht im Besitz der Sachen befindet, die Pfändung derselbm für dm Dritten nicht hindern, fein Recht

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