Barcelona, 28. Juli. Eine Arbeiterversammlung beschloß, den Strike in Manresa weiter zu unterstützen.
Sofia, 28. Juli. Die „Agence Balcanique" bringt eine weitere Meldung über Unruhen unter den orthodoxen Armeniern.
Konstantinopel, 28. Juli. Das Jrade, betreffend die bulgarischen Bischosssragen, wurde von dem Sultan genehmigt.
— Der russische Botschafter Nelidow tritt in dieser Woche seinen Sommerurlaub an.
Konstantinopel, 28 Juli. Meldung des „Bureau Reuter". Einige Armenier demonstrirten gestern in der Kathedrale gegen den Patriarchen und später in der Wohnung desselben. Zur Wiederherstellung der Ordnung schritten Truppen ein.
Konstantinopel, 28. Juli. Während des gestrigen Gottesdienstes in der Kathedrale Kumkapu entstand ein Auflauf. Der Patriarch flüchtete in ein naheliegendes Gebäude. Die nachfolgende Menge griff den Patriarchen thätlich an; als die Polizei einschritt, entstand eine blutige Schlägerei, wobei ein Gendarmerie-Offizier getödtet und aus beiden Seiten mehrere Leute verwundet wurden. Ueber den District Kumkapu ist der Belagerungszustand verhängt/
Konstantinopel, 28. Juli. Der Polizeigeneraldirector Kiamil Bey ist abgesetzt, der Gouverneur von Pera, Nazim Bey, zum Polizeigeneraldirector ernannt worden.
NewZork, 28. Juli. Die Bergindustriestadt Wallace in Idaho ist abgebrannt,- 1500 Einwohner sind obdachlos und der Schaden beträgt eine halbe Million Dollars.
Rio de Janeiro, 28. Juli. Es verlautet, daß die Regierung beabsichtige, die Gesandten bei denjenigen Mächten abzuberufen, welche die neue Regierung noch nicht anerkannt haben.
Buenos Aires, 28. Juli. Die Hälfte der Truppen gingen zu den Insurgenten über. — Das britische Geschwader in den südamerikanischen Gewässern ist zum Schutze der hiesigen englischen Unterthanen hierher beordert worden.
Cocates und proohtsieltes*
Gießen, 29. Juli.
— Einweihung der Kliniken und Enthüllung des Liebig- Denkmals. Ueber den herrlichen Verlauf dieser Doppelfeier konnten wir unseren Lesern bereits gestern Abend mittelst -einer Festnummer des „Gießener Anzeigers" Mittheilung machen. Es erübrigt uns nur noch, kurz über die einzelnen Festlichkeiten zu berichten, die am Abend stattsanden. Hier ist zunächst Steins Garten stattgehabte Festcommers der Ludoviciana zu erwähnen, der einen der ganzen Feier würdigen Abschluß bildet und während dessen, unter Vorsitz des sind. med. Kochs, eine Reihe erhebender Ansprachen gehalten wurden. Nach einem vom Präses commandirten Salamander auf Se. Königl. Hoheit den Großherzog feierte Herr Rector Prof. vr. Philippi die Stadt Gießen- Herr Dr. Gutfleisch, als Vertreter der Stadt Gießen, toastete auf die Universität mit folgenden Worten:
Meine Herren!
-Der hochverehrte Herr Vorredner hat soeben die Zahlungsfähigkeit der Stadt Gießen so sehr gerühmt, daß ich mich beeilen will, auch die Schuld der Dankbarkeit abzutragen, welche die städtische Vertretung und Bürgerschaft, in deren Namen ich hier spreche, für die ihr erwiesene Auszeichnung zollt. Mit dem Ausdrucke dieses Dankes verbinde ich die freudige Bestätigung des herzlichen Einvernehmens, welches in Gießen von Alters her Universität und Bürgerschaft verbindet. Es sind nun fünfzig Semester verstrichen, seit ich unsere Universität verließ - diese ganze Zeit aber konnte ich unausgesetzt in mannigfachsten Verkehre mit akademischen Lehrern und Hörern Zeuge sein der Eintracht zwischen Stadt und Hochschule, einer Eintracht, welche auf dem richtigen Verständnisse der gemeinsamen Lebensbedingungen und Interessen beruht. Die Bürgerschaft weiß, was sie an der Universität hat, wie untrennbar deren Gedeihen mit dem Aufblühen des städtischen Gemeinwesens zusammenhängt, welcher starke geistige Wellenschlag von der akademischen in die bürgerliche Gemeinschaft hineinwogt. Andererseits weiß auch der akademische Lehrer, daß sein Wirken nach außen, erweckend und bestimmend, wie es der wahren Wissenschaft ziemt und wofür uns der große Mann, den wir heute feierten, ein so glänzendes Beispiel gegeben hat, den steten Zusammenhang mit dem Leben außerhalb der Hochschule voraussetzt- der Gelehrte muß vom Leben empfangen, um ins Leben wirken zu können. Aus diesen gemeinsamen Bedürfnissen heraus hat sich in Gießen der innige Verband von Stadt und Hochschule entwickelt, der die heutige Doppelfeier ausH Neue so glänzend bekundet hat. Wenn bei dieser Feier die Stadt die höchste Auszeichnung, über die sie verfügt, das Ehrenbürgerrecht, einem großen Gelehrten, der früher unserer Hochschule angehörte, verliehen hat, so bitte ich, dies als eine symbolische Handlung anzusehen, die unseren Gefühlen gegen alle Angehörige der Universität entspricht. Sie alle haben in unserem Herzen ihren Ehrenbürgerbrief- die Bürgerschaft Gießens ist stolz darauf, daß in ihren Mauern diese Heimstätte der Wissenschaft seit Jahrhunderten begründet ist und hoffentlich in alle Zukunft weiter sich in altem Glanze erhalten wird. Und so gebe ich aus dem hallenden Jubel des heutigen Verbrüderungsfestes heraus im Namen der städtischen Vertretung und Bürgerschaft das Ge- löbniß ab, daß wir, wie seither, so auch in alle Zukunft treu stehen werden zu unserer Hochschule, daß wir sie stets in Ehren halten werden und daß nichts von allem dem, was Menschen sonst zu scheiden vermag, von den Angehörigen unserer Universität uns trennen soll. In dieser Gesinnung rufe ich und wollen Sie mit mir rufen: Vivat, floreat, crescat alma Ludoviciana! Die Universität Gießen lebe hoch !
Herr Professor Dr. Löhlein toastete sodann auf die Gäste, der Director der Darmstädter technischen Hochschule, Herr Prof. Landsberg, brachte den Gruß derselben, das
Hoch des Herrn Prof. Dr. Harnack galt den Schülern Liebigs. Herr Provinzialdirector Frhr. v. Gagern richtete als Vertreter der Gäste treffliche Worte an die Studirenden und feierte die akademische Jugend. Herr Stadtverordneter Sch mall brachte ein Hoch auf Herrn Prof. Schaper, den Künstler des Liebig-Denkmals, sowie auf die Erbauer der neuen Kliniken.
Die bei der Einweihung des Liebig-Denkmals betheilig- ten Gesangvereine sanden sich am Abend zu einer ge- müthlichen Zusammenkunft aus Lonys Bierkeller ein, woselbst sich bald ein durch Lieder-Vorträge gewürztes Leben entwickelte, das sich noch steigerte, als in später Stunde noch unser Herr Oberbürgermeister in Begleitung einiger Herren Stadtverordneten erschien- der Festdirigent, Herr Univ.- Musikdirector Fetchner, war leider am Erscheinen verhindert.
Die am Vormittag in Parade gestandenen Krieger- Vereine vereinigte am Nachmittag und Abend ein Commers im Cafe Leib, während unsere Feuerwehren im Schiffen- bergerthal und aus dem Lahnstein sich zusammenfanden. Ein hübsches „Fest der Handwerker" fand am Abend auf der Schönen Aussicht statt, woselbst die beim Bau der Kliniken beschäftigt gewesenen Handwerker nebst ihren Familien und Gehilfen sich vereinigt hatten.
Faßt man den Verlauf der gestrigen Feier zusammen, so kann ohne Ueberhebung gesagt werden, daß Gießen seine Feste würdig zu feiern versteht und dabei eine so erhebende und fröhliche Stimmung walten läßt, die ihresgleichen zu suchen hat.
— In theilweiser Richtigstellung eines Passus in der gestrigen Festnummer tragen wir noch nach,, daß den Schluß der Feier am Liebigdenkmal Professor Carriere von München machte, der früher hier docirte und Liebigs älteste Tochter zur Frau hatte. Er brachte den Kranz der Universität und Akademie der Wissenschaften in München als deren Vertreter „zum Zeichen der Verehrung, die beide dem unvergeßlichen Collcgen fortdauernd zollen". Aus eigenem Herzensdrang sprach er den Dank der Familie allen Denen aus, welche beigetragen, daß ein so herrliches Standbild der Nachwelt Zeugniß von der Liebe gibt, welche Liebigs Persönlichkeit und Wirken sich erworben. Dabei legte der älteste Urenkel Liebigs, Ludwig Carriere von Straßburg, einen Kranz nieder.
— Der Oberhesfische Geschichtsverein hatte gestern einen denkwürdigen Ehrentag. Als die Kunde verlautete, daß Se. Königl. Hoh. der Großherzog in der Zeit zwischen der Einweihung der Kliniken und der Enthüllung des Liebigdenkmals die Bilderausstellung des Geschichtsvereins besuchen werde, bemühte sich nicht nur der Vorstand, diese auf Gießen und seine Geschichte bezüglichen Bilder soviel wie möglich zu vermehren, sondern auch zahlreiche Verbindungen und Corpora- tionen, sowie Private stellten leihweise eine große Anzahl von Bildern für diesen Zweck zur Verfügung, so daß der große Saal im alten Rathhause noch zu Hilfe genommen werden mußte, um alle Bilder so würdig wie möglich unterzubringen. Um y212 W)r hatte der Vorstand des Geschichtsvereins die Ehre, Se. Königl. Hoh. mit großem Gefolge begrüßen zu dürfen. Der hohe Herr besichtigte dann die Bilder im alten Rathhaussaal und zeigte besonderes Interesse an der Darstellung der geschichtlichen Entwickelung der Stadt mit ihrem ältesten befestigten Kern, dann von Philipp dem Großmüthigen an der Festung, bis dann in unserem Jahrhundert der Wall zum Aussüllen des Grabens geschleift /wurde und namentlich in den letzten Jahrzehnten die Stadt nach allen Richtungen über ihre alten beengenden Grenzen überquoll. Auch die Stammbuchblätter alter Gießener Studenten, die Kneip-, Pauk- und Auszugsbilder aus neuerer Zeit erregten das Allerhöchste Interesse. Hierauf begaben sich Se. Königl. Hoheit mit Gefolge nach den oberen Räumen, wo außer den alten Ofenplatten wieder die Bilder besichtigt wurden. Zahlreiche Handzeichnungen des verstorbenen Herrn Prof. v. Ritgen, besonders die von der alten Canzlei, an deren Abbruch bedauerlicherweise gedacht wird, wurden eingehend besichtigt. Auch die reiche Sammlung von Steinwaffen und bearbeiteten Knochen aus vorgeschichtlicher Zeit, sowie die pietätvoll gesammelten Reste der alten,Bürgerwehr von 1848 erregten das Interesse des hohen Besuches. Se. Königl. Hoheit der Großherzog hatten die Gnade, sich sehr befriedigt über das Gesehene auszusprechen und verließen nach einem halbstündigen Aufenthalt wieder das Rathhaus, um mit hohem Gefolge der Enthüllung des Liebigdenkmals beizuwohnen. Die auf dem Markte sehr zahlreich versammelte Menschenmenge begrüßte bei Ankunft und Abfahrt den hohen Herrn mit zahlreichen Hochrufen.
— Die Ausstellung alter Bilder der Stadt rc. im'Historischen Verein im alten Rathhause auf dem Marktplätze ist nur noch morgen, Mittwoch, von 3 bis 5 Uhr geöffnet.
— „Scheiden ist ein bittres Leiden!" heißt es in einem vom Gesangverein Sängerkranz zuweilen gesungenen Liede und wahrlich, genannter Verein wird dieses bei dem Weggänge seines ihm lieb gewordenen, tüchtigen, mit voller Hingabe thätigen Dirigenten Herrn Dr. Haym an sich selbst erfahren können. Als Abschiedsseier veranstaltet gedachter Verein für nächsten Montag Abend in Steins Garten ein größeres öffentliches Concert, worauf wir Freunde des Männergesanges auch an dieser Stelle aufmerksam machen wollen.
Friedberg, 26. Juli. Heute besuchten drei Professoren und zwölf Mitglieder des philologischen Seminars der Universität Gießen die hiesige Taubstummen-Anstalt. Sie verweilten von 8 bis 12 Uhr in derselben und wohnten dem Unterricht in allen Klaffen je */2 bis 3/4 Stunde bei.
Friedberg, 28. Juli. Im Monat Juli wurde die Herberge zur Heimath von 256 Wanderern besucht, von welchen 112 auf Kosten der Kreiskasse Verpflegung erhalten haben Zwei Handwerksgefellen hatten Kost und Logis von der An- I
stakt erhalten. An Arbeitsverdienst durch die Verpflegte^ wurden 7 Mk. 10 Pf. eingenommen.
§ Oueckborn, 28. Juli. Die 8jährige Tochter eines hiesigen Landwirths gerieth mit der einen Hand in die Futter- schneidmaschine und schnitt siä) drei Finger so durch, daß der Daumen ganz abgetrennt wurde und die beiden anderen Finger nur noch lose mit der Haut zusammenhingen.
□ Vom Vogelsberg, 28. Juli. Die Preise des Schweinefleisches, welche vor einiger Zeit sehr herabgegangen waren, sind jetzt ganz bedeutend gestiegen. Während man vor Kurzem für das Pfund lebend Gewicht fetter Schweine 36—40 Pfg. bezahlte, gilt dasselbe jetzt 48—50 Psg. Die Maul- und Klauenseuche, welche ersichtlich lähmend auf den Handel wirkte, mag mit die Ursache dieser Preissteigerung sein. Auch die Preise des Rindfleisches sind im Vergleiche zum Hochsommer in die Höhe gegangen. Hoffentlich ist dieser Aufschlag vorübergehend und läßt den Verkauf im Einzelnen, bezw. den Ladenverkauf so wie seither unbeeinflußt.
A Vom Ohmthal, 28. Juli. Die Kornernte ist in vollem Gange und das schöne Erntewetter, von dem wir hoffen wollen, daß es recht lange anhalten möge, läßt die Erntearbeiten rasch von Statten gehen. Ein sicheres Urtheil über den Ausfall der Kornernte kann jetzt noch nicht abgegeben werden, da der Körnerertrag nach Lage der Aecker sehr verschieden ist. Kornfelder, die im Thale liegen, hat der Frost, welcher in der Blüthezeit des Kornes auftrat, ganz empfindlich geschädigt. Hier sind ganze Aecker voll tauber Aehren. Nur der Strohertrag ist davon zu rechnen. Im Uebrigen sind aber die Aehren wohl ausgebildet.
§ Grebenhain, 28. Juli. Heute fand hier Nachmittags 3 Uhr eine von 80 Landwirthen besuchte Versammlung in der Wirthschaft des Herrn Ruhl III. statt, in welcher Herr Landwirthschaftslehrer Leithiger von Alsfeld einen sehr interessanten Vortrag über Hebung der Rindviehzucht und Vortheile der Stallfütterung hielt. Auch Herr Kreisrath Dr. Wolf von Lauterbach und Dr. Ba ckhaus von Rudlos beehrten die Versammlung mit ihrer Gegenwart. Der Vorsitzende des landwirthschastlichen Ganverbaudes Nieder-Moos, Herr Bürgermeister Muth von Salz, eröffnete die Versammlung. Nach dem sehr eingehenden Vortrag des Herrn Leithiger sanden Discussionen von Seiten einiger Landwirthe u. s. w. ftattr bei welcher sehr wichtige Punkte unserer Vogelsberger Land- wirthschast in Erwägung gezogen wurden. Allgemein sprach man sich für Züchtung der Simmenthaler Rindvieh-Rasse aus, so daß schließlich ein Redner betonte, daß der ganzen Vogelsberger Rindvieh-Rasse heute „die Grabrede gehalten worden sei"- ob sich indeß die Simmenthaler Rindvieh-Rasse auch für die Folge für unseren hohen Vogelsberg bewähren werde,, in Bezug auf Klima u. s. w., sei noch eine Frage der Zukunft. Sodann wurde noch ein Mißstand unseres hohen Vogelsberges hervorgehoben, nämlich die allzugroßen Flächen Gemeinde- Hutweiden und trug hierin Herr Dr. Backhaus den Landwirthen sehr practische und beherzigenswerthe Vorschläge vor. Bei der sehr anregend wirkenden Verhandlung konnte entgegen 6 Uhr die Versammlung geschlossen werden. Hoffen, wir, daß auch jeder Landwirth, welcher der Versammlung, beigewohnt hat, all die gehörten Winke ausnutzen möge!
vermischtes.
* Ans Hessen, 27. Juli. In den Kreisen der Post- bediensteten begegnet man neuerdings allenthalben vergnügten Gesichtern. Die Kaiserliche Oberpostdirection Darmstadt har nämlich in den letzten Tagen die vom Reichstage bewilligten Gehaltsaufbesserungen in ihrem Bezirke ausgeworfen und neben den Beamten, Landbriefträgern und Posthilssboten auch die Privat-Unterbeamten, welche auf die Zulage keineswegs rechnen konnten, mit angemessenen Gebühren-Erhöhungen vom 1. April l. I. an bedacht.
* Worms, 26. Juli. Dem Stadtverordneten-Collegium wurde gestern in nichtöffentlicher Sitzung vom Vorsitzenden die Mittheilung gemacht, daß die Erweiterung der- hiesigen Garnison (ein Bataillon des 118. Jns.-Regts.) durch Hierherverlegung eines zweiten Bataillons, sowie des Stabes, der Kammer und der Capelle des genannten Regiments in Frage stehe resp. geplant sei. Die Militärbehörde bedürfe zur Ausführung dieses Planes etwa 16—20 Morgen Gelände (für Kasernenbau, Exercierplatz u. s. w.), welches die Stadt stellen müßte. Die Verhandlungen schweben noch, doch ist nicht daran zu zweifeln, daß von Seiten der Stadtverwaltung Alles aufgeboten werden wird, um den Plan zur Ausführung zu bringen. Der Kostenpreis für das zu beschaffende Gelände wird ungefähr 200 000 Mk. betragen.
— Frankfurt a. M., 28. Juli. Die Buchdrucker hielterr vorgestern abermals eine öffentliche Versammlung ab, in welcher u. A. die jüngst vertagte Frage: „Abschaffung der Sonntagsarbeit in den Zeitungsdruckereien" berathen wurde. Während einige Redner das Erscheinen der Zeitungen mit der durch die Concurrenz geschaffenen Noth- wendigkeit erklärten und eine Aendemng am hiesigen Platze um deswillen nicht glaubten befürworten zu können, weil die hiesigen Blätter gegen auswärtige nicht zurückstehen könnten,, vertraten andere entschieden den Standpunkt der allgemeinen und unbedingten Sonntagsruhe, betonend, daß die Zeitungs- verleger sich in Betreff dieser Frage leicht verständigen könnten^ wenn sie wollten. _ Ein Redner konnte im Auftrage des Be- sitzer;? des „Frankf. Journals" mittheileu, daß derselbe der Sonntagsruhe sehr sympathisch gegenüberstehe. Ein weiterer Redner glaubte, man müsse erst die Beschlüsse des Reichstages in Betreff der Sonntagsruhe abwarten und zunächst auf Abschaffung der Nachtarbeit dringen. Nach langer Debatte, in welcher die verschiedensten Ansichten geltend gemacht wurden, nahm die Versammlung folgende Resolution an:
„Die heutige allgemeine Buchdruckerversammlung ersucht den Hauptvorstand des U.-V. D. B. eine Petition an ben Reichstag zu richten zwecks Abschaffung der regelmäßigen Sonntagsarbeit im Buchdruckergewerbe, ins-
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v. Wechmar und Lieute
RevolverftM'e des stau
die den genannten Oss verwundeten. Er starb wurde. Die gesangenei SaargMnd nach Motz, Tafel zog. Der Lieu Geburt, hatte bei der Reiterpatrouille als Fiih Unterelsaß gelebt und genau kennen gelernt hat Feier mit einem Choral, 15. Dragoner zu Pserde kinder und hieraus hiel v. Cannstadt eine Anrei Gemeinde hundershofen. leider nicht jedem gefallen setzen könne, aber hier Dankbarkeit gewesen. & welche unter fih der Mädchen vo
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