Ausgabe 
30.7.1890 Erstes Blatt
 
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ausgebildet.

lte. ^ud hier Nachmittags suchte Versammlung in

Uatt, in welcher Herr fon Alsfeld einen sehr 'er Rindoiehzucht und Vor- HerrKreisrath 0?. Wolf i» von Nudlos beehrten 'art. Der Vorsitzende des iwder-Moos, HerrBürger- die Versammlung. Nach Herrn Leithiger sanden Landwirthe u. s. w. statt,, mietet Vogelsberger Land- teurben. Allgemein sprach mhaler Rindvieh-Rasse aus, tte, datz der ganzen Vogels- brabrede gehalten worden chaler Rindvieh-Rasse auch Vogelsberg bewähren werde,. ;.od) eine Frage der Zukunft, unseres hohen Vogelsberges großen Flächen Gemeinde- l)r. Backhaus den Lanö- scnswetthe Vorschläge vor. Verhandlung bonnte erst schlossen werden. Hassen welcher der Vechumilung Linke ausnutzen möge!

besondere auch in den Zeitunßsdruckereicn. Diese Petition soll in allen Gauen in Umlauf gesetzt und mit möglichst vielen Unterschriften versehen werden. Die Versammlung glaubt, gestützt auf die erklärte Bereit­willigkeit eines hiesigen Blattes, auch dies Ersuchen an die hier in Betracht kommende Zeitung richten zu dürfen, schon jetzt die regelmäßige Sonntagsarbeit abzuschaffen".

* Straßburg, 26. Juli. Ein Act der Pietät vereinigte gestern eine stattliche Versammlung in Scheuerlenhof bei Gundershofen (Kreis Hagenau). Es galt der Einweihung eines Denkmals, gewidmet dem Lieutenant Winsloe vom 3. Badischen Dragoner-Regiment Nr. 22 Prinz Karl, der hier vor zwanzig Jahren als der erste deutsche Krieger im Feldzuge 1870 die Todeswunde empfangen hat, bei jenem kühnen, weltbekannten Patrouillenritt, welcher unter Führung des württembergischen Generalstabs-Hauptmanns Graf Zeppelin mit sieben badischen Dragonern und vier badischen Offizieren v. Wechmar, v. Gayling, v. Villiez und Winsloe von der Pfalz ins Elsaß hinein ausgeführt worden ist und der deutschen Heeresleitung wichtige Aufschlüsse über die französischen Truppenstellungen im nördlichen Elsaß lieferte. Im Scheuerlen- hofe, wo die Deutschen abgesessen waren, um sich zu erholen, wurden sie von französischen Jägern zu Pferde in Uebermacht überfallen und in dem sich entspinnenden Gefechte gefangen genommen; nur Graf Zeppelin entkam mit knapper Noth auf einem französischen Pferde und brachte die wichtigen Erkun­digungen des kühnen Rittes ins deutsche Hauptquartier, wo auch bereits der Lieutenant v. Gayling mit zwei Dragonern, den der Patrouillenführer Gras Zeppelin am 24. Juli vom Schonenburger Holz aus mit der Meldung des bis dahin Erkundeten zurückgesandt hatte, glücklich wieder eingetroffen war. Bei dem Gefechte im Scheuerlenhofe wurde auf französischer Seite ein Wachtmeister erschossen, sowie drei Mann und vier Pferde verwundet; aus deutscher Seite wurden verwundet: Dragoner Kraus, Gefreiter Z'.lly, der Lieutenant v. Wechmar und Lieutenant Winsloe- letzterer durch zwei Revolverschüsse des französischen Jägerlieutenants de Chabot, die den genannten Offizier in Hüfte und Unterleib tödtlich verwundeten. Er starb zu Nrederbronn, wohin er gebracht wurde. Die gefangenen .deutschen Offiziere brachte man über Saargemünd nach Metz, wo sie der Marschall Leboeuf an seine Tafel zog. Der Lieutenant Winsloe, ein Engländer von Geburt, hatte bei der vom Grafen Zeppelin befehligten Reiterpatrouille als Führer gedient, da er längere Zeit im Unterelsaß gelebt und als eifriger Jäger Wald und Feld genau kennen gelernt hatte. Gestern um 1 Uhr begann die Feier mit einem Choral, geblasen von den Trompetern der 15. Dragoner zu Pferde, dann folgte ein Gesang der Schul­kinder und hierauf hielt Major a. D. Freiherr Schilling v. Cannstadt eine Anrede und übergab das Denkmal der Gemeinde ^Gundershofen. In seiner Rede sagte er, daß man leider nicht jedem gefallenen braven Soldaten ein Denkmal setzen könne, aber hier dem ersten sei es eine Pflicht der Dankbarkeit gewesen. Es folgte die Ansprache einer jungen Dame, welche unter fünf weißgekleideten Jungfrauen im Namen der Mädchen von Gundershofen und Scheuerlenhof

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einen Kranz für den tapsern deutschen Offizier am Denkmal niederlegte, ebenso Übergaben die anderen Jungfrauen einem jeden der anwesenden Theilnehmer an der Zeppelin'schen Srreispatrouille, dem Lieutenant v. Gayling und sechs Dra­gonern, einen Kranz. Von den ehemaligen Dragonern wurde der Dank ausgesprochen für die Ehre, der Denkmaleinweihung für ihren Offizier beiwohnen zu können. Rittmeister Winsloe, einer der anwesenden Brüder des Gefallenen, sprach im Namen seiner Familie den Dank aus für das Denkmal und an alle Theilnehmer der Feier. Oberstlieutenant v. Treskow, Com- mandeur der 22. Dragoner, brachte ein Hoch aus den Kaiser aus, in welches Alle begeistert einstimmten. Die Krieger­vereine legten Kränze am Denkmal nieder, und es waren von Nah und Fern soviel Kränze angekommen, daß das Denkmal ganz damit bedeckt wurde. An der Feier hatten sich viele Einwohner der anliegenden Ortschaften und Curgäste auS Niederbronn betheiligt. Das Denkmal besteht aus einem 6 Fuß hohen unbehauenen Syenitblock, in dessen Mitte auf einem polirten Felde mit goldenen Buchstaben folgende In­schrift eingegraben ist:Hier fiel bei einer Recognoscirung am 25. Juli 1870 im Krieg gegen Frankreich als erster deutscher Soldat William Herbert Winsloe, Lieutenant im badischen 3. Dragoner-Regiment Prinz Karl. Seinem ehrenden Andenken gewidmet von seinen Verwandten, Kameraden und Freunden." Dasselbe steht an der Dorsstraße, ist von einem eisernen Gitter umgeben und von Nußberg in Karlsruhe angefertigt.

* Nur immer praktisch. Unter dieser Spitzmarke durch­lief die Zeitungen eine Notiz, daß die Amerikaner zuerst auf die famose Idee gekommen seien, die Kraft der schwingenden Schaukel zu verwenden. Damit wird den Amerikanern mit Unrecht die Priorität zugeschrieben. Bereits ist den 50er Jahren benutzte ein Grundstücksbesitzer in Hainichen die Be­wegung einer Schaukel dazu, um aus einem Trinkwasser­brunnen möglichst andauernd Wasser zu pumpen, damit das­selbe frisch und wohlschmeckend bleibe, was erfahrungsgemäß bei häufigem Gebrauche eines guten Brunnens der Fall ist. Ferner hatte ein Gasthosbesitzer in der Nähe Dresdens einen ziemlich hoch gelegenen Teich, dem im Sommer häufig das Wasser mangelte. Der Mann half sich gleichfalls, indem er eine Schaukel für Kinder seiner Gäste anbrachte, durch welche mittels geeigneter Vorrichtungen Wasser aus der Elbe in jenen Teich gepumpt wurde. Wir nehmen mit Vergnügen Kenntniß von dieser Notiz, welche beweist, daß unsere Lands­leute selbst den als praktisch bekannten Amerikanern manchmal in solchen Dingenüber" sind.

* London, 26. Juli. Eine Königin gesucht. Ein neues Königreich macht sich bemerkbar, und zwar in Europa. Man hat herausgefunden, daß die nordwestlich von Schott­land gelegene Insel St. Kilda niemals in Besitz genommen worden, weder thatsächlich noch documentarisch. Es ist, un­besucht von der Welt und ihren Seglern, ein kleines König­reich für sich selbst. Die Unterthanen sind sriedsame Fischer­familien. Nach ihren Gesetzen muß ihre Königin Könige dulden sie nicht abdanken, wenn sie heirathet. Wie Lon­doner Blätter erfahren, ist in Folge dessen jetzt eine Vacanz

auf dem Thrönchen und eine königliche Jungfrau werde ge­sucht ohne Unterschied der Nationalität. Ihre Apanage besteht in freiem Lebensunterhalt und arbeitslosem Verdienst, aus Garderobe und kleinem Taschengeld nach der Fischzeit. Ein Eden im Meere.____________________________________

Schistsnachrichten.

Hamburg, 25. Jult. Der Hamburger Doppelschrauben- SchneUdampferNormannia", Capitan Heblch, welcher am 18. Juli von Southampton abaegangen, ist am 25. Juli, 10 Uhr Morgens wohlbehalten in New-Am k angekommen. Reisedauer von Hamburg bis Newyork 8 Tage 3 Stunden 15 Minuten. Oceansahrt nur 7 Tage 45 Minuten.

Hamburg, 26. Juli. Das Hamburg-Newyorker Post-Dampf­schiffRugta", Capitan Karlowa, ist am 25. Juli, 12 Uhr Nachts, wohlbehalten in Newyork angekommen.

Dertefcr, Canfc» unO DelTsuHrt^fd^aft.

Gießen, 29. Juli. (Marktbericht). Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pst. 1,051,10, Hühnereier 1 St. 6, - 2 St. 11 H, Enteneier 1 St. 6- H, 2 St. - Käse pr. St. 57 H, Käsematte pr. St. 3 X Erbsen pr. Liter 17 Linsen pr. Liter 28 H, Tauben pr. Paar JL 0,901,00, Hühner pr. Stück JL 1,00150, Hahnen pr. St. 0,601,00, Enten pr. Stück JL 1,501,80, Ochsenfleisch pr. Pfd- 7074 H, Kuh- und Rindfleisch 6064 H, Schweinefleisch 6670 H, Hammelfleisch 5868 4, Kalb­fleisch 5660 Kartoffeln pr. 100 Kilo JL 4,505,00, Weißkraut pr. St.--H, Zwiebeln per Centner JL 8,009,00, Milch per

Liter 12-18 H, Kirschen per Pfd. 2530 H.

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Wöchentliche Zleberficht der Todesfälle m Greßen.

30. Woche. Vom 20. Jult bcS 26. Jult 1890.

Einroohnerzahl: 20 500 (tncL 1600 Mann Militär).

Sterblichkeitsziffer: 20,3

Kinder

Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenben Krankheit auf von Auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

Es starben an: Zusammen: <

Erwachsene:

im

Di301

Diarrhoe

1

1. Lebensjahr:

2.-15.Jahr: 1

Leberentartung

1

1

Nierenentzündung

1 (1)

1 (1)

Krämpfen

1

1

Scrophulose

1

1

Kinderabzehrung

1

1

Krebs

1 (1)

1 (1)

Altersschwäche

1

1

Summa: 8 (2)

4 (2)

2

2

Temperatur Ser Lahn unö Ser Lust am 29. Juli, Vormittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 16i/2, Lust 19 Gr.

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