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Kießr—r Jlnictgtr rrscheivl täglich, Btt Ausnahme deS Mouiag».
Di« Gießener Aa«iki«»ßtLt1<» «Urten dem Anzeiger «sSchrutlich dreimal d eigelegt.
1890.
Freitag den 28. November
Gießener Anzeiger
Kenerat-Mzeiger.
viert^tähriger Aßo»ue«e»ts»r<gAH 2 Mark 20 Pfg. mH Bringcclohn.
Durch die Post bezagM 2 Mark 50 Pfg.
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Amts- unb Anzrigrblatt fHt? den «reis Greben.
| chrattsöeitage: Hießener Jamilienötätter
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Mittwo
Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen.
Lehrer-Conferenz
des Conserenz - Bezirks Gießen: ch den 3. December, Vormittags 10 Uhr,
in Gießen. — Lieder: 138. 185. 216. Gießen, den 25. November 1890.
Büchner, Schulrath.
Snoohme von Anzeigen zu der Nachmittags für bee folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr.
haste Beiträge für eine Reihe nothwendiger ober doch nützlicher Bauten und Einrichtungen eingestellt werden' Sind) gestattet die Finanzlage des Landes, Ihnen nach dem neuerlichen Vorgänge der benachbarten süddeutschen Bundesstaaten den Entwurf eines Gesetzes über die Einführung von Wohnungsgeldzuschüssen an die Beamten zur Beschlußfassung vorzulegen. Die Frage einer gesetzlichen Regelung des Ausrückens der Beamten in höhere Gehaltsklassen nach Ablauf bestimmtem Zeitabschnitte ist in Erwägung gezogen- eine Entschließung in dieser Hinsicht mußte aber für die Zeit nach Feststellung des Hauptvoranschlags Vorbehalten werden. Im Uebrigen wird Meine Regierung Ihnen zunächst die aus dem vorhergehenden Landtage nicht zur Berathung gelangten Entwürfe von Gesetzen wegen Organisation des Forstschutzes, Ersatz des Wild- schadens, Ausübung der Gemeindejagden und Abänderung deS Jagdstrafgesetzes vom 19. Juli 1858 wiederholt zur geschäftsmäßigen Behandlung zugehen lassen. Die Vorarbeiten für die als wünschenswerth erkannte Revision der Verwaltungsgesetze sind noch nicht vollständig zum Abschlüsse gelaugt, ^zch hoffe aber, daß Letzteres in Kürze geschieht und daß es möglich sein wird, Ihnen noch im Laufe dieser Landtagsperiode eine entsprechende Vorlage zu machen. Möge es Ihnen gelingen, im Einverständnisse mit Meiner Regierung auch während des bevorstehenden Landtages Meines geliebten Volkes Wohl zu fördern, die Zufriedenheit im Lande zu mehren und unser Staatswesen auf der Höhe zu erhalten, welche ihm bisher eine geachtete Stellung in dem gemeinsamen Vaterland gesichert hat. Meines fortdauernden landesfürstlichen Wohlwollens dürfen Sie sich versichert halten. — Hiernach fand eine Hoftafel statt, an welcher säst sämmtliche Abgeordnete der Ersten und Zweiten Kammer theilnahmen.
Berlin, 25. November. Die neueste, vom Bureau des Abgeordnetenhauses herausgegebene Fr actio ns liste ergibt 120 Conservative, 98 Mitglieder der Centrumspartel, 84 Nationalliberale, 66 Freieonservative, 29 Deutschfreisinnige, j 15 Polen, 13 Fractionslose, 8 erledigte Mandate (Glogau, Wittenberg, Jüterbog, Graudenz, Zellerfeld, Eupen, Jauer, i Halberstadt). Von den erledigten Mandaten gehörten bisher drei den conservativen, drei den freieonservativen, einer der nationalliberalen und einer der Centrumspartei an.
Netteste Nachrichten.
Wolffs telegraphisches Torrespondenz-Bureau.
Berlin, 26. November. Der „Reichsanzeiger" publicirt eine Kaiserliche Verordnung, wonach das Jnvaliditäts- und Altersversicherungsgesetz von Neujahr 1891 ab in vollem Umfange in Kraft tritt.
Köln, 26. November. Die „Kölnische Volkszeitung" theilt mit, in den nächsten Tagen werde ein Aufruf zur Gründung eines Volksvereins für das katholische Deutschland erscheinen, welcher aus breitester Grundlage die Vertheidigung der christlichen Gesellschaftsordnung namentlich gegenüber den socialdemokratischen Angriffen führen soll.
Altona, 26. November. Die nach Tausenden zählende Versammlung der Cigarrenarbeiter beschloß, über diejenigen Fabriken, in denen Arbeiter gemaßregelt worden sind, die Sperre zu verhängen, so daß selbst die Hausarbeiter den angefeuchteten Tabak liegen lassen. Die Lohncommission erhielt unbeschränkte Vollmacht. Viele Arbeiter sind abgereist. Die Fabrikanten in anderen größeren Städten und die hier ansässigen Fabrikanten wurden von der Sachlage benachrichtigt.
Altona, 26. November. In einet vom Unterstützungsverein deutscher Tabakarbeiter veranstalteten Versammlung wurde gestern Abend beschlossen, in allen Fabriken, wo die Cigarrenarbeiter gemaßregelt wurden, heute die Arbeit ein zu st eilen und die Sperre sortzusetzen.
Pofen, 26. November. Das Domkapitel in Posen-Gnefen beschloß dem „Dziennik Poznanski" zufolge in gemeinschaftlicher Sitzung die Wahl des Erzbischofs cudgiltig in die Hand des Papstes zu legen.
Sigmaringen, 26. November. Der heutigen Eröffnung der Donauthal-Bahn wohnten der württembergische Ministerpräsident Mittnacht mit zwei Ministern und der badische Finanzminister bei. Es herrscht starker Schneefall, die Donau ist ausgetreten.
München, 26. November. Der Prinzregent ordnete anläßlich des Ablebens des Königs von Holland eine drei» wöchentliche Hoftrauer au.
Jena, 26. November. Die Hochwassernoth ist l)ier groß. Ein Ehepaar wurde durch den Einsturz eines Hauses gctödtet. Im Vororte WenigewJena gab es 9 Todte- cfr sind dort unb in Naschbausen 25 Häuser eingestürzt.
politische Ueberstcht.
Gießen, 27. November.
Auf bie viertägige Generalbebatte des preußischen Ab- geordnetenhanses über bie Einkommensteuer-Vorlage folgte am Dienstag bic erste Lesung des Entwurfes der Erbschaftssteuer. Schon die allgemeine Steuerdebatte hatte durchblicken lassen, daß gerade dieser Theil der Steuerreform keine sonderlichen Aussichten habe, vom Hause gutgeheißen zu werden und dieser Eindruck ist durch die erste Lesung der Erbschaftssteuer-Vorlage nur verstärkt worden. Denn die Redner der Nationalliberalen, wie der Freisinnigen und der Conservativen trugen eine ganze Reihe von Bedenken gegen die Vorlage vor und der nationalliberale Abgeordnete v. Mithos erklärte sogar offen, daß der größte Theil seiner Fractiou gegen die Vorlage stimmen werde. Im Verlaufe der Debatte kam es auch wieder zu einer längeren Auseinandersetzung zwischen Herrn Eugen Richter und dem Finanzminister Dr. Miquel, und scheint es beinahe, daß die Redenduelle zwischen beiden Herren zu einer stehenden Einrichtung der neuen Session werden sollen. Die Discussion schloß mit Ueberweisung des Erbschastsstenerentwurfes an bie bereits zur Vorprüfung bei Einkommensteuer-Vorlage eingesetzte Commission. Am Mittwoch "'täte sich das Haus mit der erstmaligen Lesung Ler Gew^. _ _ .
Im Bundesratyc macht sich angesichts des zum 2. Decbr. bevorstehenden Wiederzusammentrittes des Reichstages eine erhöhte Thätigkeit bemerklich. In voriger Woche hielt er außer der gewöhnlichen Donnerstagssitzung am Samstag noch eine zweite Plenarsitzung ab, in welcher u. A. ber neue Zuckersteuer-Gesetzentwurs genehmigt wurde. Dieser Sitzung ist am letzten Dienstag schon wieder eine Plenarsitzung gefolgt und stimmte der Bundesrath in ihr den Gesetzentwürfen über die Abänderung des Patentgesetzes und über den Schutz von Gebrauchsmustern zu.
Die preußischen Bischöfe sind am Mittwoch in Köln zu einer abermaligen Conferenz zusammengetreten, in ber es sich hauptsächlich um bie Stellungnahme bes preußischen Episco- pats gegenüber ber Schulgesetz-Vorlage handeln durfte.
Die jüngsten Ueberschwemmnngen haben wieder schweres Unglück für zahlreiche Gegenden unseres deutschen Vaterlandes im Gefolge gehabt. Vielfach sind durch die Hochfluthen die Eisenbahndämme derartig beschädigt wordcn, daß der Verkehr auf den betreffenden Strecken tagelang eingestellt werden mußte unb manche Linien sinb jetzt noch unfahrbar. In vielen Orten hat das Hochwasser arge Verwüstungen angerichtet und Häuser unb gewerbliche Anlagen zerstört, auch in manchen Bergwerken u. s. w. mußte wegen des Hochwassers der Betrieb eingestellt werben. Leider sind dem entfesselten Element auch Menschenleben zum Opfer gefallen, denn im Saalethale wie im Wupperthale fanden mehrere Personen ihren Tod in den Fluthen. Da indessen allseitig eingetretene Frostwittening gemeldet wird, so darf man hoffen, daß die Hochfluthen sich bald wieder verlausen werden, so daß also auch die schweren Befürchtungen, welche bezüglich eines weiteren Steigens des Hochwassers überall gehegt wurden, nicht mehr begründet erscheinen.
In Luxemburg hat sich der Thronwechsel, durch welchen Herzog Adolf von Nassau nunmehr als Großherzog zum Souverän des Ländchens berufen worden ist, ohne sonderliche Erregung der Bevölkerung vollzogen, zu welcher allerdings auch kein Anlaß vorhanden war. Denn mit der Regentschaft öes Nassauers war ja in Luxemburg bereits Alles zum Uebergaiig in die nun eingetretenen neuen Verhältnisse geordnet und längst hatten doch auch die Luxemburger ihr herzliches Einverständniß mit der künftigen Regierung Adolfs von Nassau bekundet. Letzterer selbst hat sich in aller Form zur llcbernahme der luxemburgischen Krone bereit erklärt und die von der luxemburgischen Regierung getroffenen dringlichsten Maßregeln genehmigt. Indessen ist der Großherzog von seinem Vorhaben, sofort zur Regierungsübernahme nach Luxemburg zu eilen, vorläufig zurückgekommen, da er zunächst den Beisetzuugsseierlichkeiten im Haag beiwohnen will. Dem
Großherzog Adolf ging zu seiner Thronbesteigung em herzliches Glückwunschtelegramm vom Kaiser Wilhelm zu.
Der ungarischen Regierung scheint ein kleiner „Cultur- kampf" doch nicht erspart zu bleiben. In ber Dienstagsdebatte bes ungarischen Abgeorbneteuhauses über das Cultus- bubget erklärte ber Geistliche Kublick im Namen ber katholischen Geistlichen Ungarns, baß bieselben bem Negierungserlaß Oom Februar (in Sachen ber sogenannten Wegtaufen) nicht gehorchen würben, weil bies ihren Seelsorgerpflichten wiber- spräche. Im weiteren Verlaufe seiner Rebe würbe dann der geistliche Sprecher so ausfällig gegen die Regierung, daß er vom Präsidenten zur Ordnung gerufen werden mußte. Falls sich auch der höhere Clerus Ungarns, wie es fast den Anschein gewinnt, in dem Conflicte auf bie Seite ber meberen Geistlichkeit stellen sollte, so würbe sich bie bekannte Angelegenheit der Wegtaufen für die Regierung ernstlich verschärfen. ... ., .
Die italienischen Parlamentswahlen haben für die Regierung eine überwältigende Mehrheit ergeben. In der neuen Deputirtenkammer, welche 508 Abgeordnete zählt, werden sämmtliche oppositionelle Gruppen zusammen wenig über 90 Köpfe stark fein. ________________________________
Demtsches Reich.
Darmstadt, 25. November. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom heutigen Tage den Ministerialpräsideuten Wirklichen Geheimen Rath August Weber zum Minister ber Finanzen zu ernennen geruht. ,
Darmstadt, 26. November. Zur freier bes höchsten Geburtsfestes Sr. Königl. Hoheit bes Erbgroßherzogs fand gestern Abend im Palais am Louisenplatz ein Hofconcert statt, zu welchem gegen 300 Einladungen ergangen waren. Dasselbe währte von 8 bis gegen 12 Uhr. Während der Pause wurden Erfrischungen gereicht.
nn. Darmstadt, 26. November. Heute Nachmittag um i/22 Uhr sand im weißen Saale des Großherzoglichen Residenz- schlosses die feierliche Eröffnung des 2 7. Hessischen I Landtags durch Se. Königl. Hoheit den Großherzog statt. Der Großherzog, umgeben von den Prinzen des Großherzog- lichen Hauses, den Ministern und den höchsten Hoschargen, sowie den Mitgliedern ber Ersten und Zweiten Kammer ber Stäube verlas hierbei bie solgenbe Thronrede: Meine Herren Stände! In aller Kürze werden es 70 Jahre sein, daß Mein Herr Urgroßvater auf Grund seines Edictes vom 18. März 1820 und Seiner Entschließungen über die Ihm von den hiernach berufenen Ständen geäußerten Wünsche die Verfassung des Großherzogthnms verkündet hat. Seme Hoffnung, daß es der göttlichen Vorsehung gefallen werde, aus Seinem Entschlufse eine neue, reiche Quelle des Heils und des Segens für Ihn, Sein Haus unb Sein Volk hervor- gehen zu lassen, ist im Laufe ber feitbem verfloßenen ^nhre, wenn auch unter manchem Wechsel ber Verhältnisse reichlich in Erfüllung gegangen; bie Verfassung des Landes hat die von ihr erwarteten Früchte getragen, insbesondere die Er- halmng und Befestigung des Bandes zwischen Fürst und Volk in immer steigendem Maße gezeitigt. Mit dankbarem Rück- | blick hierauf heiße ich Sic, Meine Herren Stände, zur heutigen Eröffnung des 27. Landtages freundlich willkommen. Die nächste Ausgabe, welche Ihrer wartet, ist die Feststellung des Hauptvoranschlages der Staats-Einnahmen und Ausgaben für die Finauzperiode 1891/94. Die erhöhten Matricular-Bei- träge, welche das Reich an die Bundesstaaten zu fordern genöthigt ist, sowie bie stets wachsenden Ansprüche der Landes- Verwaltung an bie Finanzkraft des Staates haben es nicht ganz leicht gemacht, bas Gleichgewicht ber Einnahmen unb Ausgaben in dem Ihnen zugehenden Hauptvoranschlag ohne Erhöhung des Steuerfußes herzustellen. Unter Verzichtleistung auf die Erfüllung mancher weitergehenden Wünsche ist es indessen, Dank den zu erwartenden höheren Ueber- weisungen des Reichs an die Bundesstaaten, sowie Dank den Erträgnissen ber Domänen unb birecten Steuern dennoch gelungen, sowohl die da und dort nothwendige Vermehrung von Stellen, als auch die Erhöhung der Gehalte für verschiedene Kategorien geringer besoldeter Beamten unb Bediensteten vorzusehen. Daneben konnten sogar nicht unwesentliche Erhöhungen in den Ansätzen für die Beiträge an die evangelische unb katholische Kirche, für bie Laubes-Universität, für Gymnasien, Realgymnasien und Realschulen, insbesondere für das Volksschulwesen, für die Förderung der Landwirth- schaft und des Gewerbewesens einschließlich des gewerblichen Unterrichts, für die Unterhaltung der Staatsstraßen, sowie für Fluß- und Dammbauteu in dem ordentlichen Voranschläge vorgesehen und unter den außerordentlichen Ausgaben nam-


