Stockungen die Gesetzgebung aus den verschiedensten Gebieten in Fluß bringen werde. In Wirklichkeit haben jene Gerüchte den Thatbestand und die Personenverhältnisse aus den Kopf gestellt. Wir sind aus Grund von Erkundigungen, die wir eingezogen haben, in der Lage, sestzustellen, daß in den maßgebenden militärischen Kreisen die Absicht weder besteht noch bestanden hat, eine gesetzliche Verminderung der Dienstzeit zu befürworten, und daß ebenso wenig der Kaiser daran denkt oder gedacht hat, eine solche Kürzung eintreten zu lassen.
Berlin, 25. März. Der deutsche Gesandte am belgischen Hose, Graf Alvensleben, ist heute Abend mit dem Kölner Schnellzuge aus Brüssel hier eingetroffen. Seine Hierherberufung dürfte mit der Besetzung des Staatssecretariats des Auswärtigen Amtes Zusammenhängen. Graf Alvensleben hat sich im diplomatischen Dienste in mannigfachen schwierigen Stellungen ausgezeichnet- er war lange Jahre unter Radowitz Botschastsrath in Petersburg, später Gesandter im Haag, dann als Nachfolger von Eisendecher von 1884 bis 1888 Gesandter in Washington, seit Anfang 1888 endlich ist er als Nachfolger des Grafen Brandenburg Gesandter in Brüssel; seit dem 5. Mai 1888 ist er kaiserlicher Wirklicher Geheimer Rath. Er ist eine vornehme, elegante Erscheinung, welcher der stattliche Vollbart einen männlich kräftigen Charakter verleiht - er wird im nächsten Monat sein 54. Lebensjahr vollenden und ist unvermählt. Seit dem Tode seines Vaters im Juli vorigen Jahres ist ihm der Grafentitel zugleich mit sehr umfangreichem Güterbesitz zugefallen.
Neueste Nachrichten.
Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bnrcau.
Berlin, 24. März. Der Kaiser hatte nach dem Frühstück im Offiziercasino des 1. Garde-Dragoner-Regiments eine längere Unterredung mit dem Staatsminister Grasen Bismarck-Schönhausen; er hat ihm schließlich die nachgesuchte Entlassung in Gnaden ertheilt. Die Veröffentlichung der Entlassung dürfte aber erst erfolgen, wenn der zum Staats- secretär des Auswärtigen Amts und zum preußischen Minister der Auswärtigen Angelegenheiten berufene Nachfolger hier eingetroffen sein wird.
Berlin, 25. März. Der heutigen musikalischen Abendunterhaltung bei dem Kaiserpaare wohnten sämmtliche Prinzen und Prinzessinnen, der Prinz von Wales mit Sohn, Reichskanzler Caprivi, Gras Herbert Bismarck, Moltke, Pape, die Minister, Gesandten, Botschafter, die Hos- und Staatswürdenträger, die Generalität nebst Damen bei. Nach 9 Uhr erschien der Hof. Der Prinz von Wales führte die Kaiserin, der Kaiser die Prinzessin Friedrich Karl, der Großherzog von Baden die Herzogin Joh. von Mecklenburg, der Großherzog von Hessen die Erbprinzessin von Meiningen, Prinz Georg von Großbritannien die Erbprinzessin Victoria, Prinz Leopold von Preußen die Prinzessin Margarethe. Die Genannten nahmen in der ersten Reihe Platz, in der zweiten Reihe die übrigen Fürstlichkeiten, Botschafter uiib Gesandten nebst Damen. Der Kaiser trug den rothen Koller der Garde-du-Corps mit dem Band des Hosenbandordens, der Prinz von Wales die Uniform der Blücherhusaren mit dem schwarzen Adlerorden, der Prinz Georg die Uniform der ersten Dragoner mit dem schwarzen Adler. Die Kaiserin trug ebenfalls den schwarzen Adlerorden in schwarzer Toilette, wie denn auch die übrigen Damen in Schwarz erschienen waren. Die Capellmeister Kall und Sucher dirigirten. Nach dem Concert war Abendeffen an Buffets. Während der ersten Pause wurden verschiedene Damen dem Prinzen von Wales vorgestellt.
Berlin, 25. März. Zu Ehren des Prinzen von Wq.les fand bei dem englischen Botschafter ein Souper statt, woran der Kaiser, die Kaiserin und sämmtliche Botschafter theilnahmen. Gras Herbert Bismarck saß neben der Gemahlin Malets. Heute Abend gibt die Kaiserin Friedrich zu Ehren ihres Bruders ein Festmahl.
Berlin, 25. März. Es heißt, der Kaiser werde morgen früh den Fürsten Bismarck in Abschiedsaudienz empfangen.
Berlin, 25. März. Prinz Leopold von Preußen wurde zum Ches der 4. Compagnie des ersten Garderegiments zu Fuß ernannt. — Generalstabschef Gras Waldersee reist Mittags nach Italien ab.
Berlin, 25. März. Der für die Leitung der Auswärtigen Angelegenheiten genannte Gesandte in Brüssel, von Alvensleben, soll morgen oder übermorgen hier eintreffen.
Berlin, 25. März. Der Großherzog von Baden besuchte Morgens den Fürsten Bismarck.
Berlin, 25. März. Die Commission der Arbeiterschutzconserenz nahm ferner das Arbeitsverbot für Kinder unter 12 Jahren an und normirte die Arbeitsdauer der Kinder zwischen 14 und 16 Jahren auf zehn Stunden.
— Die Delegirren der Arbeiterschutz-Con- serenz wohnten der gestrigen Gefechtsübung in königlichen Wagen bei.
Berlin, 25. März. Der Reichskanzler Caprivi hat in dem Seitenflügel des Reichskanzlerpalais, wo er seine Arbeilsräume bezogen, nunmehr auch Wohnung genommen.
— Den „Berl. Nachr." zufolge entbehren die Gerüchte von einem Rücktritt des Staatssecretärs Bötticher jeder Begründung.
— Der „Nordd. Allgem. Ztg." zufolge entbehrt die Blättermeldung, daß aus der Hessischen Ludwigsbahn neuerdings ein Versuch mit der Einführung des Zonentarifs für den Personenverkehr gemacht worden sei, der Begründung.
Rathenow, 25. März. Amtliches Resultat der Reichstagsnachwahl im 8. Potsdamer Wahlkreis (Westhavelland, Stadt Brandenburg). Es wurden abgegeben 15,716 Stimmen. Davon erhielt Vergoldermeister Ewald (Soc.) 6320, Rentier Hermes (dfr.) 5089, Commercienrath Metzenthin (deutsch-
conservativ) 4301. Also Stichwahl zwischen Ewald und Hermes.
Breslau, 25. März. Wie die „Schles. Ztg." erfährt, ist der Redacteur des hiesigen socialdemokratischen Organs, Reichstagsabgeordneter für Halle, K u n e r 1, wegen Majestätsbeleidigung gestern verhaftet worden.
Staßfurt, 25. März. Gestern Abend ist auf Schacht „Neu-Staßfurt", heute Morgen auf Schacht „Ludwig II." der allgemeine Strike ausgebrochen. Auf den beiden staatlichen Schachten ist die Lohnfrage dadurch gelöst worden, daß die Arbeiter 40 Pfg. und die Handwerker 60 Pfg. täglichen Förderungszuschuß erhalten. Ruhestörungen sind nicht vorgekommen.
Paris, 25. März. Die boulangistischen Blätter veröffentlichen eine Depesche Boulangers an Laisant, worin der General erklärt, er verlange, wie seinerzeit von Tirard, jetzt von Frehcinet, vor ein Apellgericht oder vor den Kriegsrath gestellt zu werden - er werde dann unverzüglich nach Frankreichzurückkehren. — Aus Clairvaux wird berichtet: Die Gräfin von Paris und die Prinzessin Helene besuchten den Herzog von Orleans gestern Nachmittag in seinem Ge- fängniß.
Paris, 25. März. Der Ministerrath beschäftigte sich heute mit der Frage der Einführung lebenden Schlachtviehes aus dem Auslande. Der Ackerbauminister sprach sich dahin aus, daß es zur Zeit unmöglich sei, das Einfuhrverbot aus den verseuchten Ländern aufzuheben. Die Einfuhr geschlachteten Viehes sei wegen der Handelsverträge nicht zu verbieten. Eine Besserung der bestehenden Uebelstände sei indessen von der Zunahme der Einfuhr algerischen Viehes zu erwarten. Der Ministcrrath schloß sich dieser An- sicht an.
Paris, 25. März. D c p u tir t e n kam m e r. Im weiteren Verlaus der Sitzung brachte der socialistische Depu- tirte Antide Boyer einen Antrag ein, worin die Wahl einer internationalen Commission behufs Regelung der Arbeiterfrage und behufs Herbeiführung einer gleichmäßig fortschreitenden Abrüstung in Anregung gebracht wird.
London, 25. März. Die Königin hat in Begleitung des Prinzen und der Prinzessin Heinrich von Battenberg ihre Reise nach Aix-les-Bains angetreten. Sie begab sich nach Portsmouth an Bord der Dacht „Victoria und Albert", welche heute früh nach Cherbourg absegelte. Die Königin beabsichtigt, fünf Wochen auf dem Festlande zu verweilen.
Cherbourg, 25. März. Die Königin Victoria landete hier heute Nachmittag 3 Uhr 30 Min. und reiste sofort nach Aix-les-Bains weiter.
Sofia, 25. März. Nach einer Meldung der „Agence Balcanique" ist Stambulow gestern aus Philippopel hier eingetroffen. Fürst Ferdinand trifft heute für kurzen Aufenthalt ein.
— Der Kronprinz von Italien ist aus seiner Durchreise durch Bulgarien sympathisch begrüßt worden. Ein officieller Empfang fand nicht statt. Der Kronprinz ließ dem Fürsten Ferdinand durch den Hosmarschall seinen Dank übermitteln.
Petersburg, 25. März. Der „Russische Invalide" veröffentlicht eine am 26. Februar vom Kaiser sanctionirte Verordnung für die Truppenverwaltung im Felde.
Cocale* «nv provittjicllcs.
Gießen, 26. März.
— Sitzung Großh. Handelskammer vom 21. März. Anwesend waren die Herren Klingspor, Gail, Heichelheim, Homberger, Kraatz, Scheel, Wortmann.
Seitens der Großh. Handelskammer Mainz ist der Kammer eine an Großh. Ministerium des Innern und der Justiz gerichtete Eingabe zur Unterstützung unterbreitet worden, welche Großh. Ministerium ersucht, im Bundesrath daraus hinwirken zu wollen, daß als Anlandungshasen für die sub- ventionirten Dampfer nach Ostafrika Rotterdam gewählt werde. Es wurde beschlossen, diesen Antrag durch eine an Großh. Ministerium zu richtende Eingabe zu unterstützen.
Dasselbe wurde beschlossen bezüglich einer von den Buderus'schen Eisenwerken zu Hirzenhain der Kammer zur Unterstützung unterbreiteten Eingabe, welche die Verbesserung des Fahrplans der Oberhessischen Eisenbahnen, insbesondere die Durchführung des Abends 8 Uhr 55 Min. von Gießen nach Nidda abgehenden Zuges bis Stockheim, bezweckt.
Die Handelskammer Göttingen hat an den Reichskanzler das Ersuchen gerichtet, veranlassen zu wollen, daß die gegenwärtigen Bestimmungen des Handelsgesetzbuches in Betreff der Mitwirkung der Handelskammern bei Revision von Gründungen der Actiengesellschaften in geeigneter Weise abgeändert werden.
Die Kammer hat, von der Ansicht ausgehend, daß die jetzigen Bestimmungen des Actiengesetzes in Betreff der Revision der Gründungen von Actiengesellschaften die Verhütung unsolider Gründungen in keiner Weise ermöglichen und daß die von den Handelskammern zu ernennenden Revisoren mit weitergehenden Functionen auszustatten seien, beschlossen, sich der obenerwähnten Eingabe anzuschließen.
Es liegt eine Mittheilung der Königlichen Eisenbahn- Direction (rechtsrheinischen) Köln vor, wonach der von der Kammer seit Langem erstrebte Zusammenschluß des Zuges 216 Deutz-Gießen mit dem Zuge 9 Gießen-Fulda-Leipzig von dem 1. Juni l. I. ab hergestellt werden wird, ohne daß derzeitige Aufenthalte des Zuges 216 aussallen werden.
— Donnerstag Abend wird der freisinnige Reichstags- Candidat des hiesigen Wahlkreises, Herr Landrichter Dove aus Frankfurt a. M., sich den hiesigen Wählern im Saale des Cafv Leib vorstellen uni) sein Programm darlegen. Derselbe hat bereits in einer Anzahl der größeren Orte des Kreises in Begleitung des Herrn Dr. Gutfleisch Vortrag gehalten.
Berstadt, 24. März. Gestern Morgen verschied hier im 89. Lebensjahr der Pfarrer Friedrich Aul der.
Nidda, 25. März. Wählcrversammlungen und kein Ende ! Im Lause der letzten acht Tage hatten wir hier vier Wählerversammlungen (antisemitisch, deutschsreisinnig, confer- vativ und socialdemokratisch). Dazu wird sich morgen (Mittwoch) Abend die fünfte (nationalliberal) gesellen. In letzterer Versammlung werden die Herren H e y l i g e n st ä d t und Dr. Osann sprechen. Außerdem fanden in Hungen, Echzell, Danernheim, Geiß-Nidda, Ortenberg, Gedern u. s. w. (meistens antisemitische) Versammlungen statt. Darüber eingehend zu berichten, ist gar nicht ausführbar. (Nidd. Anz.)
Lauterbach, 25. März. Gestern wurde in der Gemarkung Wernges die Leiche eines seit etwa 8 Tagen verschwundenen Schneiders aus Wernges aufgesunden. Derselbe hatte am Abend des 17. März in total betrunkenem Zustande Lauterbach verlassen und hatte sich aus freiem Felde nieder- gelegt, woselbst ihn der Tod ereilte. (L. A.)
Rieder-Weisel, 25. März. Von argem Mißgeschick wurde am 21. März, Abends, der hiesige Landwirth Joh. Georg Marx IV. heimgesucht. Vorigen Sommer verlor derselbe einen 10jährigen Sohn, der durch den Hufschlag eines Pferdes getroffen, nach mehreren Wochen durch den Tod von seinen schweren Schmerzen erlöst wurde. Der 13jährige und einzige Sohn desselben holte am 21. März in Butzbach einen Wagen voll Russensteine. Beim Nachhausefahren trat demselben.eine Kuh aus den Fuß, wodurch er zu Fall kam und das Vorderrad des beladenen Wagens ihm übers Bein ging und einen Bruch desselben verursachte. Wünschen wir, daß nachtheilige Folgen durchaus nicht entstehen und vor weiterem Unheile die bedauernswürdige Familie bewahrt bleibe.
Echzell, 24. März. Ein trauriges Beispiel, wohin die antisemitische Hetzerei in der Wahlagitation treibt, hat der Verlaus einer gestern von der deutschfreisinnigen Partei dahier einberufenen Wahlversammlung gezeigt. In dieser Versammlung hatte es Herr Stadtverordneter Rückert von Darmstadt übernommen, das Programm der freisinnigen Partei zu entwickeln. Kaum hatte er jedoch begonnen, als der Großh. Bürgermeister Habicht von hier durch verschiedene Zwischenrufe den Redner unterbrach und störte. Es gab dies das Signal für verschiedene in den Ecken des Saales vertheilte Personen, welche meist, wenn nicht ausschließlich der antisemitischen Richtung angehörten, das Signal, zu schreien, mit den Füßen zu trampeln und durch alles mögliche sonstige Lärmen den Redner am Weitersprechen zu hindern. Ein Begleiter des Herrn Rückert nahm Veranlassung, an den Herrn Bürgermeister die Frage zu richten, ob er nicht Veranlassung nehmen wolle, den Leuten zuzureden, Ruhe zu halten, woraus dieser jedoch lediglich mit Achselzucken antwortete. So hat denn unsere Gemeinde den traurigen Ruf erworben, zu den sehr wenigen Gemeinden zu gehören (Aehnliches ist nur noch gegenüber den Nationaüiberalen in Allendors an der Lumda und gegenüber den Freisinnigen in Langgöns passirt), in welchen man einen Redner nicht einmal anhörte. Ausschließlich aber bleibt unserer Gemeinde der Ruhm, daß die Ungehörigkeiten im Beisein des zur Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung kraft seines Amtes berufenen Ortsoberhauptes geschehen, ja daß dieser sogar durch seine ftörenben Zwischenrufe die Veranlassung zu dem ganzen Lärm gegeben hat. — Man hat sich hier und in der Umgegend über das Verhalten unseres Herrn Bürgermeisters umsomehr erstaunt, als derselbe im Allgemeinen sich des Rufs eines tüchtigen und ruhigen Beamten erfreut, welcher in früheren Wahlagitationen auch insofern eine gewisse Unparteilichkeit an den Tag gelegt hat, als er sowohl in den Versammlungen der deutschfreisinnigen wie auch der national- liberalen Partei den Vorsitz führte.
vermischtes.
* Aus Hefien,24. März. Unterhaltung der Kreisstr aß en. Im Interesse der Schonung der Zugthiere hat sich der Hessische Pferdezuchtverein an die Großh. Staatsregierung mit dem Anträge gewandt, es möge bei der Unterhaltung der Kreisstraßen von dem im Großherzogthum üblichen „Flicksystem" allmählich zu dem anderwärts erprobten „Decksystem" übergegangen und mit dem letzteren zugleich das Einwalzen der Straßendeckung in Anwendung gebracht werden. Die Chausseewalze kam bis jetzt in Hessen hauptsächlich nur bei der Anlegung neuer oder der Unterhaltung stark befahrener Staatsstraßen, sowie bei den städtischen Straßenbauten in Mainz in Gebrauch und zwar mit sehr gutem Erfolg. Das Großh. Ministerium hat daraufhin nun die Großh. Kreis- ämter mit den Feststellungen darüber beauftragt, ob und in welchem Maße in ihren Bezirken die Straßenwalze bereits zur Anwendung gekommen ist.
* Elberfeld, 24. März. Trotz ununterbrochener Thätig- keit sind die Aufräumungsarbeiten an der Unff all statte noch lange nicht beendet- es sollen vielmehr noch 16 Wagen in dem etwa 7 Fuß tiefen Schlamme der Wupper stecken. Um die Arbeiten nun wesentlich zu erleichtern, wird morgen das Wehr einer Wassermühle geöffnet werden, damit die Wupper an der Unfallstätte ziemlich trocken gelegt werden kann. Der Schaden, den das Unglück angerichtet hat, beträgt nach einer vorläufigen Schätzung insgesammt fast 500,000 Mk. mit Einschluß der Kosten der Ausräumung.
* Ein Sonderling in London hat neuerdings eine seltsame Statistik hinterlassen. Er hat sorgsältigst die Küffe verzeichnet, die er mit seiner Frau in einem Zeitraum von 20 Jahren gewechselt hat. Danach erreichten diese Liebeserweise im ersten Jahre die gewaltige Zahl von 6500, daS sind hundert Stück für den Tag. Jrn zweiten Jahre verminderten sie sich um die Hälfte. Im dritten war die tägliche Leistung etwa zehn. Nach fünf Jahren zählte man nur noch zwei Küffe täglich, den Gutenmorgen- und den Gutenachtkuß. Später wird nur hier und da noch ein Kuß ausgetauscht. DaS ist das Loos des Schönen auf der Erde.


