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Donnerstag den 27. März
1890
Amts- rmd Anzeigeblatt für den Kreis Gieren
Gratisbeilage: Gießener Aamitienötätter
Fresenius.
Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den filgcnben Tag erscheinenden Nummer bi- Sonn. 10 Uhr.
selben Zeit, als die Kanzlerkrisis sich langsam abwickelte, verbreitete sich zuerst in Paris, wie ein Telegramm unseres Berichterstatters am 20. d. M. meldete, und bald daraus auch in zahlreichen deutschen Blättern das mehr oder weniger vorsichtig abgesaßte Gerücht, der Kaiser beabsichtige, der Frage einer g e s e tz li ch e n K ü r z u n g d e r m i t i t ä r i s ch e n D i e n st- zeit näher zu treten und habe deshalb hervorragende militärische Autoritäten beauftragt, die Möglichkeit und Zweckmäßigkeit einer solchen Neuerung einer sorgfältigen und eingehenden Prüfung zu unterwerfen. Man brachte insbesondere die Zusammenberufung der commandirenden Generäle mit dieser Angelegenheit in Verbindung; einzelne ernsthafte Blätter spöttelten sogar über die Harmlosigkeit der „Kölnischen Zeitung", welche sich mit einer weniger interessanten Deutung dieser Zusaxnmenkunft begxxügte. Im Publikum aber verbreitete sich die Anschauung, daß auch in diesen angeblich geplanten militärischen Neuerungen die „neue Aera" sich ankündige,
Vierteljähriger
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2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn.
Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg.
Nedaction, Expedition wnb Druckerei:
-chntßrot-Nr.I.
Fernfprecher 51.
Es wird zur öffentlichen Kenntniß gebracht, dah Großh. Ortsqerichtrvorsteher Lüdeking dahier aus sein Nachluchen höchsten Orts seiner Dienstes enthoben, Herr Franz Gro» dahier an seine Stelle zum Vorsteher de» h'rstgen OrtSgerichtS ernannt und als solcher verpflichtet worden xft.
Gießen, am 25. März 1890.
Großherzogliches Amtsgericht.
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Abonnements - Einladung!
Zum Bezug des „«Siebener Anzeiger" für das 2. Vierteljahr laden wir hiermit ergebenst ein. - Wie bisher, wird der „Gießener Anzeiger" die Tagesereignisse in kurzer objectiver Uebersicht zur Kenntniß seiner Leser bringen. Die neuesten Nachrichten des Wolff'schen telegraphischen Correspondenz- Bureaus sowie zahlreiche Mittheilungen aus Stadt und Provinz wie auch des engeren und weiteren Vaterlandes halten den Leser stets über die Vorfälle in denselben auf dem .Laufenden. — Die „Gießener Iamilienblätter" welche dem Anzeiger wöchentlich 3 mal beigelegt werden, bringen stets ein gewähltes Feuilleton als Unterhaltungsstoff, wie auch die gewerblichen, landwirthschaftlichen und Handelsnachrichten, Courstabellen und -Notizen im Anzeiger manchem der Leser stets willkommen sein dürften.
Wir ersuchen nun namentlich auswärtige Leser, ihre Bestellung bei der Post baldgefl. aufgeben zu wollen. Neuhinzutretende erhalten vom Tage der Bestellung bis 1. April den Anzeiger kostenfrei zu- gestellt, wie wir auch gerne bereit sind, Probe- Exemplare nach auswärts postfrei zu versenden. Den Lesern in hiesiger Stadt werden wir, wie seither, den Anzeiger weitersenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lassen, falls nicht ausdrückliche Abbestellung erfolgt.
Hochachtend
Verlag des „Gießener Anzeiger"
Brühl'sche Druckerei (Fr. Chr. Pietsch).
Beförderung zum Oberst mit der Führung des 31. Jnf.- Regts. beauftragt. Major v. Merkel wurde zum etatsmäßigen Stabsofsizier unter Beförderung zum Oberstlieutenant, und Major v. Weiher vom Regiment v. Göben Nr. 28 zum Commandeur des 3. Bats. 1. Großh. Hess. Jns.-Regts. Nr. 115 ernannt. Oberst Mache (früher in Gießen) zum Commandeur des neu errichteten Jns.-Regts. Nr. 143 ernannt. Budde, Major vom Großen Generalstabe (früher in Gießen) zum Generalstabe der 14. Division versetzt. Feldt, Hauptmann vom Ins.-Regt. Nr. 116, unter Beförderung zum Major und Stellung a la suite dieses Regiments in den Neben-Etat des Großen Generalstabes versetzt. Kühne, Hauptmann und Compagnieches im Jns.-Regt. Nr. 116 zum überzähligen Major befördert. Müller, Prcm.-Lieutenant vom Jns.- Regt. Nr. 116, zum Hauptmann und Comp.-Ches desselben Regiments befördert.
— Die aus dem 1. Großh. Dragoner-Regiment Nr. 23 ausgeschiedenen Ofsiziere, welche theils in andere Regimenter versetzt, theils pensionirt wurden, werden demselben aus Anlaß des bevorstehenden 100jährigen Jubiläums eine prachtvolle silberne Bowle stiften, in Form der von dem Regiment ge-
zahlreiche Thiupalhickundgrbnnneii zugegangen, welche davon Zeugniß ablegen, welch tiefen Eindruck dieses gewaltige Er- eigniß in den weitesten Kreisen gemacht hat. Von besonderer Bedeutung ist der Telegrammwechfel zwischen Bismarck und CriSpi anläßlich des Rücktrittes des ersteren. In seiner Depesche an Fürst Bismarck erinnert der italienische Staatsmann daran, daß der Fürst durch das Vertrauen dreier Kaiser zu der hohen Stellung, von welcher er jetzt herabsteige, berufen worden sei und hinterlaße Fürst Bismarck Deutschland in der von ihm gepflegten Friedenspolitik ein kostbares Erb- therl. Mit dein Bedauern über den Rücktritt verbindet Crispi in dem Telegramm den Ausdruck seiner Freundschaft und grenzenlosen Vertrauens für den Fürsten. Letzterer dankt in seiner telegraphischen Antwort bewegt für die so herzlichen Aeußerungen Crispis und bittet er denselben, mit seinem Nachfolger die vertrauensvollen Beziehungen zwischen Deutschland und Italien, die den Interessen beider Länder so gut gedient hätten, weiter zu pflegen. Er, Fürst Bismarck, werde stets die Erinnerung an diese politischen Beziehungen bewahren und bittet er, ebenso die persönliche Freundschaft zwischen ihm und Crispi zu erhalten, welche das Ergebniß gemein# samer Arbeit im Dienste des Vaterlandes gewesen sei. — Allseitig ist es als auffällig bemerkt worden, daß die Präsidenten der beiden Häuser des preußischen Landtages bei der amtlichen Mittheilung vom Rücktritte des Fürsten Bismarck kein Wort der Anerkennung und des Dankes für den scheidenden Staatsmann hatten. Es wäre dies dem Manne gegenüber, der fast 30 Jahre an der Spitze der preußischen Staatsleitung gestanden und welcher Preußen an die Spitze des Reiches geführt hat, wohl angebracht gewesen und wenn man im preußischen Landtage aus formellen Erwägungen, wie es wenigstens scheint, unterließ, dem Fürsten Bisinarck ben Dank der Vertreter des Landes zu zollen, so hätten derartige Erwägungen vor der moralischen Verpflichtung der Volksvertretung, dem leitenden Staatsmanne beim Scheiden öffentlich Dank zu sagen, entschieden zurücktreten müssen.
Fürst Bismarck gedenkt in diesen Tagen dem Kaiser seine Aufwartung zu machen und sich bei dem Monarchen als Generaloberst der Cavallerie zu melden und zu verabschieden. Man glaubt, daß der Fürst bei dieser Gelegenheit den Maiser zugleich bitten werde, ihm zu gestatten, daß er auf die ihm verliehene Würde eines Herzogs von Lauenburg Verzicht leiste.
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Alle Annoncm-Burcaux deS In« und Auslandes nehm« Anzeigen für ben „Gießener Anzeiger" entgegen.
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger.
General Broufart v. Schclleudorff II., Commandeur des 3. Armeecorps, ist in gleicher Eigenschaft zum 10. Armcc- corps versetzt worden, welches bekanntlich Herr v. Caprivi vor seiner Ernennung zum Reichskanzler commandirte. Zum neuen Führer des 3. Armeecorps und commandirenden General wurde an v. Bronsarts Stelle Generallieutenant v. Versen, bislang Commandeur der Garde-Cavallerie-Division, ernannt.
In der Montagssitzung der sächsischen zweiten Kammer führte die Verhaftung des Abgeordneten Bebel auf der Brühll- schen Terraffe in Dresden am 27. Mai (Pfingstsonntag) 1882, welche Angelegenheit durch eine Interpellation des conservativen Abgeordneten Klemm in der Kammer zur Sprache gebracht worden ivar, zu einer längeren Debatte. In derselben kam es zu scharfen' Auseinandersetzungen zwischen den socialdemokratischen Abgeordneten Bebel und Liebknecht einerseits, dem Justizminister Dr. v. Abeken und mehreren Abgeordneten der Rechten anderseits, irgend ein Beschluß wurde indessen nicht gefaßt. Es folgte alsdann die vom Abgeordneten Bebel gestellte Interpellation darüber, ob es wahr sei, daß in Sachsen seit Einführung der neuen Gerichtsverfassung kein einziger jüdischer Referendar zum Richtereide zugelassen worden sei und jüdische Referendare niemals eine Jahresremuneration erhalten hätten. Justizminister v. Abeken lehnte die Beantwortung der Interpellation jedoch mit dem Hinweise darauf ab, daß über Zulassung zum Richtereide und Gewährung von Remunerationen die Anstellungsbehörde zu entscheiden habe, außerdem seien die Gründe sür Erfüllung oder Ablehnung der betreffenden Gesuche zur öffentlichen Erörterung nicht geeignet. Abg. Bebel will nunmehr die Angelegenheit seinerzeit im Reichstage vorbringen.
In England legt man dem gegenwärtigen Besuche des Prinzen von Wales am Berliner Hose eine tiefere Bedeutung bei. So erklärt die Londoner „Morningpost" diesen Besuch als gleichbedeutend mit dem Wiedereintritt Englands in das europäische Staatenconcert und als äußeres Zeichen einer Politik, welche das gebieterische Interesse Englands an den Problemen Europas anerkenne, ohne die aus Englands geographischer Lage entspringende Unabhängigkeit im Mindesten aufzugeben. Schließlich erinnert das Blatt an die Rede Kaiser Wilhelms beim Diner zu Ehren des Prinzen von c.qC . -
Wales die klar zeige, daß der Kaiser die wahre Grundlage welche, wie man annahm, nach Ueberwindung der bivherigeir
führten Kesselpauken.
Berlin, 24. März. Die „Köln. Ztg." schreibt: Zu der
zu derselben zu.
Darmstadt, 25. März. Militärdienstnachrichten, b. Witzleben-Norma nn, ä la suite des 2. Großh. Hess. Drag.-Regts. (Leib-Drag.-Regts.) Nr. 24, bisher ä la suite des 1. Garde-Drag.-Negiments Königin von Großbritannien und Irland und commandirt als Adjutant bei der 30. Cav.-Brigade, zum Adjutant der 33. Cav.-Brigade ernannt. Major Fulda vom 2. Großh. Hess. Jns.-Regt. (Großherzog) Nr. 116, bisher Hauptmann und Comp.-Ches in diesem Regiment und commandirt zur Dienstleistung bei dem General-Commando des 1. Armeecorps, zum Adjutanten bei dem General-Commando des XVII. Armeecorps, Oberst Bergemann, bisher Oberstlieutenant und etatsmäßiger Stabsoffizier des 3. Großh. Hess. Jns.-Regts. (Leib-Regts.) Nr. 117, zum Commandeur des Bad. Jns.-Regts. Nr. 142 ernannt. Comp.-Ches und Hauptmann Fritz im Füs.-Regt. Fürst Karl Anton von Hohenzollern Nr. 40, in gleicher Diensteigenschaft in das Jnf.-Regt. Nr. 144 versetzt.
Oberstlieutenant v. Kracht wurde zum Oberst befördert und zum Commandeur des 1. Großh. Hess. Jns.-Regts. Nr. 115 ernannt. Oberstlieutenant v. Pfuhlstein wurde unter
Amtlicher Theil.
Bett.: Die Organisation Großherzoglichen Ortsgerichts dahier.
Bekanntmachung.
Tounetltag beit 2?. 1890, Wachtu.
3 Uhr wird in Lonys Felsenkeller zu Gießen eine
Generalversammlung des landwiithschaftlichen BezirkSvereLns
abgehalten ^werdew^ landwirthschaftlichen Bezirksvereins und des Obstbauvereins und der landwirthschaftlichen Localvereine, sowie alle Obstbaumbesitzer und Freunde der Land- wirthschaft werden zu toter jßerfammlung
Di- Herren Bürgermeister werden ersucht, den in ihren Gemeinden wohnenden Mitgliedern des Verems von Met Einladung Kenntniß zu geben und auf zahlreichen Besuch der Versammlung hinzuwirken.
Tagesordnung.
1) Vortrag des Herrn Dr. von Peter zu Friedberg über
2) W^hl^des Vorstandes und der Stellvertreter desselben sür die Obstbausection Gießen. . ,,, .
3) Vortrag des Herrn Landwirthschastslehrers Leithiger von Alsfeld über Bodenbearbeitung und Saat.
Gießen, am 15 März 1890.
Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins:
Jost, Regierungsrath. __________
politische Neversicht.
Gießen, 26. März.
Dem Fürsten Bismarck sind anläßlich seines Ausscheidens LUs seinen Aemtern aus dem Jnlande wie aus dem Auslande
der jetzt zwischen England und Deutschland bestehenden glück" liehen Beziehungen verstehe und würdige.__
Deutsches Reich.
Darmstadt, 25. März. Das gestern abgegebene Groß- herzogliche Regierungsblatt (Beilage Nr. 6) enthält u. A. :
Dienstnachrichten.
Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Aller- gnädigst geruht: Am 17. Februar dem Psarrverwalter Friedrich Schick zu Stumpertenrod die evangelische Psarrstelle zu Burg-Gemünden zu übertragen.
Concurrenzeröffnung.
Erledigt sind: 1) Eine mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Oppenheim mit einem nach dem Dienstalter sich bemessenden Gehalte von 1000—1500 Mk. Mit der Stelle kann Organistendienst verbunden werden. 2) Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende 5. Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Schlitz mit einem Gehalte von 1000 Mk. Mit der Stelle ist die Hälfte des Kirchendienstes verbunden. Dem Herrn Grasen zu Schlitz, genannt von Görtz, steht das Präsentationsrecht


