Ausgabe 
26.9.1890
 
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Huldigungstelegramm, worin die volle Bereitschaft aus­gesprochen wird, an der Lösung der socialen Frage mit- zuwirkcn- wie und auf welchem Wege solches zu geschehen habe, sei der Hauptgegenstand der diesmaligen Berathung.

Dornbirn, 24. September. Der in mühevollster Weise geschlossene Seelachen-Damm zwischen Lustenan und Hohenems ist von dem in Folge eines Föhnwindes neuerdings an­geschwollenen Rhein durchbrochen worden. Lustenau ist überschwemmt.

Troppau, 24. September. Alle Schächte des Ostrauer und Karwiner Reviers sind militärisch besetzt. Aus vier Schächten wird ge strikt, in Michalkowitz arbeiten 70 Procent.

Paris, 24. September. Den Morgenblättern zufolge werden in der nächsten Kammersession Gesetzentwürfe betreffs Baues der M e t r o p o l i t a n b a h n und Festsetzung der Dauer des Arbeitstages vorgelegt werden.

Bordeaux, 24. September. Der französische Dampfer Ville de Metz" rettete am 20. September aus offenem Meere die Bemannung des schwedischen DreimastersAtlanta", von Briston nach Kopenhagen unterwegs.

Toulon, 24. September. Ein Torpedoboot hat bei einer Hebung schwere Havarie erlitten, indem die Ladung explodirte.

Avignon, 24. September. Der durch die Nberschwemm- ung angerichtete Schaden beläuft sich auf viele Millionen. In einer Ortschaft bei Privas sind 9 Personen ertrunken. Die im Bau begriffene Eisenbahn Voulte - Chaylard ist an mehreren Stellen zerstört. Das Wasser ist noch im Steigen begriffen.

XI. Jahresversammlung des Deutschen Vereins für Armenpflege und Mohlthätigkeit.

Frankfurt a. M., 24. September.

Den gestrigen Congreßtag beschloß eine musikalische Ver­einigung im Zoologischen Garten, gelegentlich welcher auch die hier versammelten Armenpfleger die Absendung eines Begrüßungstelegramms an den früheren Oberbürgermeister unserer Stadt, Dr. Miquel, beschlossen.

Heute Vormittag wurden die Verhandlungen mit dem ^Referat über die Wohnungsfrage fortgesetzt. Referent Amtsrichter Dr. A s ch r o t t - Berlin. Wie erinnerlich sein wird, stand dieselbe Frage s. Z. auf der Tagesordnung des Vereins für Socialpolitik, sie ist überhaupt eine der brennendsten der Gegenwart. Es verlohnt sich daher, die Ausführungen des Referenten in der Hauptsache festzustellen. Derselbe betonte zwei Punkte, um die es sich zunächst handle: 1) um Vermehrung der Wohnungen für unbemittelte Klassen, 2) um die Hilfe der Gesetzgebung, um den bisherigen Miß­ständen entgegenzutreten und für die Zukunft gesunde Wohn­ungszustände herbeizuführen. Während an dem einen Orte gemeinnützige Baugesellschaften, am anderen Arbeiter-Bau­genossenschaften, am dritten die Erleichterung des Wohnens in den Vororten sich als hinreichende Hilfsmittel erwiesen, versagten deren Wirksamkeit in den rasch ausblühenden Groß­städten. Nur durch rein geschäftliche Unternehmungen, durch Actiengesellschaften zur Errichtung und Verwaltung von Arbeirermiethshäusern sei hier etwas zu erreichen. Redner hat ein Project ausgearbeitet, welchem die Berliner Verhält­nisse zu Grunde gelegt sind, welches sich aber mit geringen Abänderungen für andere Städte verwerthen läßt. Rach dem­selben sind Aftermiethen in den Arbeirermiethshäusern ver­

arzt zu Rathe ziehen, damit Sie Ihre Augen nicht unnöthig anstrengen."

//Ja, gnädige Frau, das sollte ich wohl."

Wie? Und warum thun Sie es nicht?"

Gnädige Frau ich meine Augen sind das Schlimmste nicht. Ich denke, sie werden mich schon aushalten."

Sie aushalten? Wie verstehen Sie das, Herr Schmal­mann ?"

Herr Schmalmann wurde sehr verlegen. Frau Claasen sah das und fühlte wohl auch, daß der Herr nicht gewillt war, allerlei hier im Comptoir vor seinen jüngeren Collegen zu erörtern. Da sie aber sah, daß er wirklich Sorgen, große, tiefe Sorgen hatte, so wollte sie ihn nicht so ohne Weiteres loslassen.

Ach, Sie haben wohl die Güte, Herr Schmalmann, und vertreiben mir dort ein wenig die Zeit. Kommen Sie hier herein, ich warte hier auf meinen Mann uttd so lange werden Sie wohl Zeit haben. Ich nehme die Verantwortung auf mich."

Damit ging sie mit ihm und Lisbeth in das Privat­zimmer des Herrn Commerzienraths, wo er sich ihr gegen­übersetzen mußte.

Nun? Weßhalb lassen Sie Ihren Augen die erforder­liche Pflege nicht zu Theil werden?"

,'Jch gnädige Frau werden es mir nicht übel nehmen, aber ich kann es Ihnen wirklich nicht sagen."

Wie Herr Schmalmann? Auch hier nicht? Kann ich Ihnen nicht vielleicht behilflich sein?"

Nein, gnädige Frau."

Vielleicht wünschen Sie einen Urlaub, Herr Schmal­mann? O, Sie müssen mir vertrauen. Ich kann schon etwas ausrichten bei meinem Manne."

Es würde mir nichts nützen, gnädige Frau."

Oder, seien Sie offen zu mir, Herr Schmalmann, ober brauchen Sie Geld"?"

Nein, es würde mir wohl erst recht nichts nützen."

Aber ums Himmelswillen," erwiderte Fran °Claasen erstaunt,damit ist doch den Leuten sonst immer geholfen."

Hm, ja' O ja, wenn die gnädige Frau glaubt, o, natürlich!"

(Fortsetzung folgt.)

) boten, das Schlafstellenwesen ist vor Allem zu bekämpfen, bei Vermehrung der Familie muß ein neues Zimmer hinzu- genommen werden, die Miethe soll wöchentlich zahlbar sein, Prämien werden für gute Beobachtung der Miethsvorschriften gewährt, Bäder, Spielhalle und Leseratmt kommen als gemein­same Vortheile der Hausbewohner hinzu, die Häuser^sind in der Nähe der Fabriken zu errichten, damit der Arbeiter Mittags in seiner Familie essen kann. Das Project des Referenten, welches ein Mietshaus für 300 Familien vor­sieht, würde ein Capital von 1V4 Millionen Mk. erfordern. Einzimmerige Wohnungen sollen 152, zweizimmerige 242 jährlich kosten. Das Unternehmen würde einen Gewinn von 4 pCt. ergeben.

Correfferent Stadtrath Dr. Flesch- Frankfurt a. M. ist mit dem Vorredner nicht ganz einverstanden, da die Woh­nungsfrage keine bloße Häuser- und Baufrage, sondern eine Arbeiterschutzsrage bedeutsamster Natur sei. Die Vertrags­freiheit, das freie Angebot und die freie Nachfrage brächten auch auf diesem Gebiete Mißstände mit sich, die ohne schützende staatliche Eingriffe nicht zu beseitigen seien. Die Wohnungs­mißstände trieben den Arbeiter aus der Familie in§. Wirths- hausleben und in der Folge zur Unterstützungsbedürstigkeit. Aus specielle hygienische und juristische Fragen habe der Verein nicht einzugehen, seine Aufgabe sei, der Gesetzgebung die allgemeine Richtung, welche sie im Interesse der Armen­pflege einzuschlagen habe, anzudeuten. An der Spitze eines Prospectes für Gründung einer Wohnuugsactiengesellschaft passe der Aschrott'sche Antrag, an der Spitze der Thesen des Vereins Passe er in seiner speciellen Form nicht. In der Discussion, an welcher sich zahlreiche Redner beteiligten, wurden Stimmen für und gegen Flesch laut. Mehrere Herren befürchteten, über den Kreis der Armenfrage hinaus­zugehen und wollten darum jeden Staatseingriff in Sachen der Wohnungsfrage abgewiesen haben. Die principielle Stellung Fleschs fand aber vielfach Zustimmung. Der be­kannte Bodenreformer Michael Flürscheim spricht für eine hohe Gemeindebesteuerung des steigenden Bodenwerthes. Die Speculation würde dann beschränkt und die Wohnungen sehr bald billig. Dr. Flesch hält die Durchführung einer Trennung der verschiedenen socialen Gebiete und eine Abweisung social- politischer Gesichtspunkte von der Armenpflege für unmöglich.

Schließlich wurde an Stelle der 1. These folgende all­gemeine Resolution beschlossen:

Der Verein empfiehlt die Fortsetzung aller Bestrebungen, welche geeignet sind, das Angebot kleiner Wohnungen zu vermehren, namentlich auch durch Genossenschaften, erachtet es aber als ebenso dringend nothwendig, daß sich in aus­gedehnterem Maße als bisher Actiengesellschaften zur Er­richtung von Arbeiterwohnungen bilden. Der Verein erachtet es als eine Pflicht derjenigen Fabrikbesitzer, welche nicht selbst für ihre Arbeiter Wohnungen beschaffen, sich an Actiengesellschaften in wirksamer Weise zu betheiligen. Neben den Maßregeln zur Vermehrung des Angebots em­pfiehlt sich insbesondere ein Eintreten für günstigere Ordnung der Miethsverhältnisse der kleinen Leute. Hierbei ist namentlich die Einführung wöchentlicher Miethszahlungen anzustreben."

liebet: die Thesen betreffend Miethproceß, Wohnungs­gesetz, Beschränkung des Retentions- und Executionsrechts konnte der vorgerückten Zeit wegen eine Abstimmung nicht mehr erfolgen. Der dritte GegenstandGrenzen der Wohl- thätigkeit" wurde von der Tagesordnung abgesetzt. Die Wahl des nächsten Congreßortes wurde dem Vorstand über­lassen, ute ausscheidenden Mitglieder des Centralausschusses wiedergewählt und dann die 11. Jahresversammlung geschlossen. Der morgige Tag ist vollständig Vergnügungen gewidmet; die Congreß - Teilnehmer begeben sich in corpore nach Homburg v. d. H. und der (Saalburg.

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Gießen, 25. September.

Ein hessischer Handelskammertag wird am 4. October in Mainz stattfinden. Derselbe wird sich mit der Berathung der Novelle zur Gewerbeordnung beschäftigen.

Das Fernsprechnetz der Stadt Gießen hat abermals eine Erweiterung erfahren. Es sind neu angeschlossen worden unter Nr. 61 Herr Kaufmann Emil Pistor, unter Nr. 62 die alte Klinik und unter Nr. 63 die neuen Kliniken.

Die zweite Sitzung des Schwurgerichts der Provinz Oberhessen am 23. September hatte die Anklage des Meineids gegen Hartmann Schüßler von Rendel zum Verhandluitgs- gegenstande. Der Angeklagte war bezichtigt, am 23. Mai d.J. in einem Civilprocesse vor dem Amtsgericht Vilbel den vor seiner Vernehmung geleisteten Eid wissentlich durch ein falsches Zeugniß verletzt zu haben. Trotz einer großen Anzahl geladener Zeugen konnten sich die Geschworenen von der Schuld des Angeklagten nicht überzeugen, so daß die Schuld­frage verneint wurde. Der Angeklagte wurde infolge dessen von Strafe und Kosten freigesprochen. In der Schwur­gerichtssitzung vom 24. September wurde der Angeklagte Johannes Feller von Schneppenhausen wegen Verbrechen gegen die Sittlichkeit zu 1 Jahr 1 Monat Zuchthaus und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 3 Jahren verurtheilt.

Vom hiesigen Veteranen-Verein ist dieser Tage dem Metzer Kriegerverein als Andenken an die von den Metzer Kameraden während der Anwesenheit der Gießener am 9., 10. und 11. August dort bewiesene Gastfreundschaft ein silberner Fahnennagel mit entsprechender Widmung übersandt worden. Die vom hiesigen Veteranen-Verein aus Anlaß der Meyer Reise gegründete Reisekasse bleibt bestehen. Es soll durch weitere wöchentliche geringe Einzahlungen den Mitgliedern und Freunden des Vereins die Möglichkeit geboten werden, in zwei Jahren wieder eine Reise nach einem s. Z. zu be­stimmenden Ziele zu unternehmen.

Am 15. d. M. wurde von dem zwischen Stadt- und Hauptpostamt verkehrenden Factage-Wagen ein Packet mit Stoff

für zwei Anzüge im Werthe von über 60 Mk. verloren. Die polizeiliche Recherche ergab, daß das in Verlust gerathene Packet von einem Dienstmädchen gesunden wurde. Bei der Vernehmung der unredlichen aber geständigen Finderin war der eine Anzug schon in ihre Heimath gewandert.

Wir brachten in Nr. 213 an dieser Stelle die Nach­richt, daß gegen einen älteren Mann Anzeige auf Grund des § 183 des R.-St.-Gesetzbuches erhoben ist- derselbe wurde gestern verhaftet.

E. Grünberg, 24. September. Zum Amtsrichter bei dem hiesigen Amtsgerichte wurde der seitherige Amtsrichter in Langen, Herr Ernst Machenhauer, der seitherige Amtsrichter Herr Dr. Angu st Blum wurde zum Amts­richter in Laugen ernannt.

E. Alsfeld, 24. September. Herr Amtsrichter Hermann Funk hier wurde auf fein Nachsuchen bis zur Wieder­herstellung seiner geschwächten Gesundheit in den Ruhestand versetzt.

Büdingen, 24. September. Gestern geriet!) um 11 Uhr Vormittags die Scheuer nebst Stallung des Forstwarten Wiltheiß zu Altwiedermus in B r a n d, den alsbald erschienenen Löschmannschaften von Nenwiedermus, Eckartshausen, Lorbach, Diebach und Hüttengesäß gelang es unter Führung des Herrn Amtmann Dr. Göttelmcmn im Verein mit der einheimischen Feuerwehr das Feuer auf seinen Herd zu beschränken. Die Ursache des Brandes konnte nicht festgestellt werden. Zu bemerken ist, daß Forstwart Wiltheiß nicht versichert war.

Vermißtes*

* Darmstadt, 23.Septbr. M i 1 i t ä r d i e n st n a ch r i ch t e n. v. Rosenberg-Gruszczynski I., Major vom General­stabe der Großh. Hess. (25.) Division, zum Generalstabe des Gouvernements von Straßburg versetzt, v. Lyncker, Major z. D. und Bezirks-Offizier (Templin) wurde der Character als Major verliehen. Die Port.-Fähnrichs Stephan,. Sold an vom 2. Großh. Hess. Jnf.-Regt. (Großherzog) Nr. 116, Engel, Kettenb ach, Keppler vom 3. Großh. Hess. Jnf.-Regt. (Leibregiment) Nr. 117, Wenborne, Rose von dems. Regt., diese beiden unter Versetzung in das Jnf.- Regt. Freiherr v. Sparr (3. Westsäl.) Nr. 16, Seetmann- Eggebert, Fleischmann vom 4. Großh. Hess. Jnf.-Negtt (Prinz Carl) Nr. 118, v. Jagemann vom 1. Großh. Hess. Drag.-Regt. (Garde-Drag.-Regt.) Nr. 23, Reitzenstein vom 2. Großh. Hess. Drag.-Regt. (Leib-Drag.-Regt.) Nr. 24,. zu Seconde-Lientenants befördert. Prinz zu Solms- Hohensolms-Lich, Rittmeister ä la suite der Gardes- du Corps, mit Pension und der Regiments-Uniform der Abschied bewilligt. Gervais, Major vom 3. Großh. Hess. Jnf.-Regt. (Leib-Negt.) Nr. 117, mit Pension unb der Re­giments-Uniform der Abschied bewilligt. Noll, Sec.-Lieut. von der Infanterie 2. Aufgebots des Landw.-Bezirks Darm­stadt I, der Abschied bewilligt. Schneemann, Zahlmeister vom Hess. Train-Bat. Nr. 11, zum 3. Bat. Großh. Hess- Jnf.-Regt. Nr. 117 versetzt.

* Darmstadt, 24. September. Als das 2. Großh. Drag.- Regiment heute hier einzog, erschoß sich in der Kaserne ein Sergeant der 5. Escadron. Derselbe, ein sonst sehr tüchtiger Unteroffizier, soll sich haben hinreißen lassen, einen Dragoner zu ohrfeigen, weshalb ihm eine Strafe in Aussicht gestanden habe. Um diesen Schimpf nicht zu erleben, erschoß sich der Mann.

* Berlin, 24. September. Ein svcialdemokratischer Arbeitersängerbund für Berlin, dem 45 Gesangvereine beigetreten sind, ist gegründet worden.

* Kassel, 23. September. Heber* im Bereich des 11. Armeecorps geplante Truppen-Verlegungen nsird derFranks. Ztg." von hier geschrieben: Von der Militär­verwaltung werden neue Truppendislocationen resp. Ver­änderungen in größerem Maßstabe beabsichtigt. Thatsächlich liegen die Verhältnisse so, daß der Vorschlag beim Kriegs­ministerium gemacht worden ist, die Darmstädtische (25.)' Division nebst der 21. vom 11. Corps abzuzweigen und zu. einem i. eu Corps (18.) zu bereinigen. Es sollen die 80er ganz nach Hanau, die 87er nach Wiesbaden und Homburg, die 118er ganz nach Mainz, die 27. Feld-Artillerie mit der 1. und 2. Abtheilung nach Offenbach, die 24er Dragoner nac^ Mainz und die 13er Husaren ganz nach Frankfurt a. M. kommen. Das 11. CorpS soll Ersatz in der Erfurter Division,, das 4. Corps in der Leipziger Division von dem 3 Divisionen zählenden 12. Corps erhalten. Die Artillerie aus Torgau und die 3. Abtheilung des Feld-Artillerie Regiments Nr. 11 ans Kassel sollen nach Hersseld kommen. Die 82er in Göttingen sollen zum 11. Corps, die 93er in Anhalt zum 10. Corps gezogen werden, die 94er sollen zur Erfurter Division, Torgau zur 7. Division kommen. Von der Cavallerie sollen die 1 Oer- Ulanen nach Hanau, die 7er Kürassiere nach Straßburg inr Elsaß und die 12er Husaren nach Erfurt verlegt werden. Wie gesagt, handelt es sich hier um einen Vorschlag, dessen Verwirklichung immer noch fraglich ist.

* Stuttgart, 23. September. Die vierte Generalver­sammlung des Evangelischen Bundes, zu welcher weit über 1000 Mitglieder angemeldet sind, wurde heute Nach­mittag durch einen Festgottesdienst in der Stiftskirche ein­geleitet, bei dem Professor Haupt (Halle a. d. S.) die Predigt hielt. Von auswärtigen Mitgliedern sind zu nennen: Con- sistorialrath Leuschner, Geheimrath v. Reichenau (Wiesbaden), Landtagsabgeordneter Weigel (Nürnberg), Professor Beyschlag (Halle a. d. S.), Professor Benrath (Königsberg i. P.), Hofprediger Rogge (Potsdam), Professor Nowack (Straßburg), Professor Nippold und Kirchenrath Lipsius (Jena).

* Lübeck, 22. September. Wie dieLübecker Zeitung" meldet, sind m Jütland große Pserde-Ankäufe für die preußische Artillerie erfolgt.

* Eine etwa 30 jährige Frau erschien dieser Tage früh in einem Bäckerladen der Markusstraße in Berlin, woselbst sie die Bitte aussprach, man möge ihr das Frühstück regel-

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