Ausgabe 
26.9.1890
 
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Die Helgoländer Briefmarken haben bereits eine recht erhebliche Preissteigerung erfahren. Am theuerften sind z. Zt. dre Postkarten, welche 1879 emittirt worden sind und die s. Zt. dadurch hergestellt wurden, daß man die 5 ^Karten der Emission 1875/76 mit neuer Werthbezeichnung V/a Pence --- 10 ^ bedruckte. Diese Karten kosten mit Umrandung 12 X, ohne Umrandung, also in der ursprünglichen 75er Emission, 6 X pro Stück. Mit 8 X läßt man sich jetzt die 8 Schilling-Marke bezahlen, die seit 1879 eigentlich nur für Sammelzwecke emittirt worden ist. 7 X 50 gilt die mit schwarzem Aufdruck versehene 20 H-Marke der 79er Emission. Im Uebligen schwankt der Preis der Marken, Couverts und Karten zwischen 15 H und 1 75 H. Nur sogen. Neudrucke sind etwas

billiger. Die alten Stempel der Helgoländer Marken sind nämlich I an eine Hamburger Firma verkauft worden, welche noch jetzt lustig drauf losdruckt und den Markt fortgesetzt mit ihren Neudrucken über­schwemmt. Nur an der Gummirung vermag der gewiegte Kenner dieOriginale" von diesen Neudrucken zu unterscheiden.

- Dürfe« kranke Kartoffeln verfüttert werden? Die Öett der Kartoffelernte ist da und somit auch die Zeit, wo der Land- wirth vor der Frage steht, ob er die ausgelesenen kranken Kartoffeln . verfüttern darf ober nicht. Um dieselbe richtig beantworten zu können, maß zuvor bemerkt werden, daß man zwei Arten der Krankheit ""^^Die Trockenfäule; sie tritt besonders in trockenen Jahren

' und bei trockener Aufbewahrung auf. Die Knollen nehmen eine leberartige Beschaffenheit an;

b bie Naßfäule; ist viel häufiger als vorige, tritt bei entgegen­gesetzten Feuchtigkettsverhällnissen auf unb oerwanbelt bie Knollen in eine schmierige, übelriechende Masse.

Beide Krankheitsformen werben durch denselben Pilz (khytoxb- tora infestane) heroorgeruftn. Je nach der Art der Krankheit ist die Verfütterung mehr ober weniger zulässig.

1. Kartoffeln, welche deutlich Trockenfaule zeigen, sind frisch ver­abreicht weniger leicht schädlich, während sie dei [ärgerer Auf­bewahrung und fortschreitender Fäulniß als schädliches Futter bezeichnet werden müssen; sie sind schwer verdaulich und rufen bet Ferkeln leicht Verstopfung hervor.

2. Naßfaule Kartoffeln können, so lange sie noch keine Schimmel- bildung zeigen, noch nicht im V-rfaulen begriffen sind, als Futter verwendet werden; man verfüttere sie dahier bald nach der Ernte., , .

3. Sind zu große Mengen naßfauler Kartoffeln vorhanden, um sie bald verfüttern zu können, so säure man dteselben ein, am besten nach vorhergegangenem Dämpfen, wodurch die schäd­lichen Bacterien getödtet werden; das Dämpfen erhöht, soweit es sich um Schweinefütterunz handelt, obendrein die Ver­daulichkeit.

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3. gratis: Das -Mrrstrirte Unterhaltnngsblatt" (Romane, Novellen, Beschreibungen, Räihsel u. s. w. u- s. w.).

Kein Blatt Deutschlands bietet eine solche Reichhaltigkeit an Unter­haltung und Bel- hrung. Für jeden Thierliebhaber, namentlich aber für TbierlUckter, Thierhandler, Gutsbesitzer, Landwirthe, Forstbeamte, Gartner, Lehrer re- ist dieThierbörse" unentbehrlich Alle Postanstalten in allen Ländern nehmen jederzeit Bestellungen auf dieThierbörse" an.

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Engel.

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litärdienstnachrichten, kj I./ Major vom General- vislon, zum Gcneralstabe des rsetzt. v. Lyncker, Major lplin) wurde der Character krt.-Fähnrichs Stephan,, ff. JnftRegt. (Grobherzog> , Keppler vom 3. Grotzh. . 117, Eenborne, Rose ter Versetzung in öas Jnf.- qL) Nr. 16, Seelmann- 14. Großh. Hess. Jns.-Regt. mann vom 1.Großh.heff. 1 Nr. 23,° Reitzenstein . (Leib-Drag.-Rezt.) Nr. 24? t. Prinz zu Selms- er ä la suite der Gardes- )er Regiments'Unijorm der Major vom 3. Großh. Hess.

mit tyenfioii unb bei Rc- | Dia Ml, &c.Si'itt- be§ Landw.-Bezirks Darm- chneemann, Jahtmeister -um 3. Bat. Großh. Hess-

Als das 2. Großh. Drag.- sich in der Kaserne ew elbe, ein sonst sehr tüchtiger inen lassen, einen Dragoner -ttase >" Aussicht,»«^" 5u erleben, «M W btr , sncialdemokratischer äJ w 45®*»*: orden. jd|

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mäßig ins Haus schicken. Das Bäckersräulein notirte Straße und Nummer, doch auf ihren Namen konnte sich die Dame nicht besinnen. Nach langem Bedenken erzählte sie, daß sie erst vierzehn Tage verheirathet sei und ihr Mann einen fremdländischen Namen trage, den sie bis jetzt noch nicht behalten könne. Sie versprach aber, gleich wieder zu kommen und den Namen geschrieben mitzubringen.

* Paris, 21. September. Die Unterhaltung der 97058 Bäume, welche die Boulevards und Avenuen in Paris zieren, kostet jährlich 300000 Fr. Jeder dieser Bäume stellt durch­schnittlich eine Ausgabe von 168,55 Fr. dar. Außer dem Bois de Boulogne, dem Bois de Vincennes und den Parks Montsouris und Buttes-Chaumont, welche alle am Rande der Stadt liegen, besitzt Paris im Innern noch 86 grüne Anlagen, welche zusammen 119 Hektar ausweisen. Hierbei sind jedoch die Gärten des Luxemborg und der Tuilerien, sowie die Champs-Elises nicht inbegriffen, welche dem Staat gehören. _______

Unitxtrfiiäfs - Nachrichten.

Berlin, 23. September. Der außerordentliche Professor Geh. Sanitätsrath Dr. Ernst Küster, leitender Arzt der chirurgischen Abtheilung im Berliner Augusta-Hospital, hat derNordd. Allg. Ztg." zufolge einen Ruf an die Universität Marburg als ordent­licher Professor der Chirurgie und Letter der chirurgischen Klinik daselbst erhallen und angenommen. Professor Küster, ein Schüler von Wilms, zählt zu den beliebtesten Operateuren Berlins und hat seinen Ruf in nahezu zwanzigjähriger Wirksamkeit am Augusta- Hospital begründe.

Verfemt, £anO- rind

Butzbach, 20. September. Wochenmarkt. Butter foftete per Pfund X 1,10-1,15, Käse per Pfund 45-46 H, Eier zwei Stück 13 A

Rriedberg, 23.September. Fruchtpretse. Weizen X 19.00 bis 00.00, Korn X 16.0000.00, Gerste X 15.0016.00, Hafer, neuer, X 14 00-00.00. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo 200 Zollpfund.

Friedberg, 20. September. Butter markt. Butter kostet per Pfd. X 0.90-1.10, Eier 1 St.-7 H, 2 St. 13 H.

Limburg, 24. September. Fruchtmarkt. Rother Weizen X 17 05, weißer Weizen X 16.70, Korn X 12 40, Gerste X 10., Hafer X 6.70, Erbsen X, Kartoffeln X-

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Bremen, 24.Septbr. (Per transatlantischenTelegrapb.] Der Schnelldampfer Elbe, Eapitän C. Thalenhorst, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 13. September von Bremen und am 14. September von Southampton abgegangen war, ist gestern 11 Uyr Vormittags wohlbehalten in Newyork angekommen.

Für die Abgebrannte« in Staufenberg

gingen weiter ein und werden mit Dank 9uitttrt: Von einer An­zahl junger Damen auf Staufenberg 8 X, Wilhelm Schäfer!., Daubringen, 3 Ungenannt, Mainzlar, IX, Maurermeister Deibel, Lollar, 3 X, Forstinspector Amend, Treis a. d. L., 10 X, H. S., Grünberg, 3 X, Maurermeister Becker, Mainzlar, 4 X, Bauaufseher Sensfelder, Gießen, 1 X, Fabrikant Georgi, Gießen, 50 X, Landgerichtsrath Schäfer daselbst 2 Architect Haas, Gießen, ein Pack Kleidungsstücke, Ungenannt desgleichen.

Staufenberg, den 24. September 1890.

Htintze, Pfarrer. Stephan, Bürgermeister.