Ausgabe 
25.7.1890
 
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würde, in den er doch wohl berufen werden wird, da seine Rückkehr nach Ostasrika immer unwahrscheinlicher geworden ist, müssen erst noch ausklärende Mittheilungen von authen­tischer Seite abgewartet werden. Vermuthlich dürste sich diese Frage erst nach der Bildung der genannten Körperschaft ent­scheiden.

Die in Württemberg viel Staub aufwirbelnde Angelegenheit des Hauptmanns z. D. Miller hat jetzt für diesen württembergischen Offizier einen tragischen Ausgleich genommen. Wie derStaatsanzeiger für Württemberg" amtlich meldet, hat König Karl in Bestätigung des ehren­gerichtlichen Urtheils den Hauptmann z. D. Miller wegen Verletzung der Standesehre unter erschwerenden Umständen des Offiziertitels und des Rechts zum Tragen der Uniform verlustig erklärt. Ferner bezeichnet das genannte Blatt die Nachricht, Hauptmann Miller habe kürzlich eine Audienz beim Könige gehabt, als unwahr. Wie bekannt, ist Hauptmann Miller der Verfasser einer vielerörterten militärischen Brochüre, in welcher er eine einschneidende Kritik an den Verhältnissen im württembergischen Osfiziercorps übt und diese Kritik ver­anlaßte die Einleitung einer Untersuchung seitens des mili­tärischen Ehrengerichts gegen Miller, die zu hem von König Karl nunmehr bestätigten verurtheilenden Erkenntniß führte.

Neueste Nachrichten.

WolfiS telegraphisches Correspondenz-Bureau.

Kiel, 23. Juli. DieKieler Zeitung" stellt fest, es sei auf der hiesigen Marinestation von einer Besichtigung der Marineanlagen durch den französischen Admiral. Planch e nichts bekannt.

Hamburg, 23. Juli. Das erste Fahrzeug der neuge­gründeten ost-afrikanischen Linie, der Dampfer Reichstag" verließ heute Nachmittag den Hafen mit vollem Cargo und vielen Passagieren. Staatssecretär v. Stephan sandte aus diesem Anlaß der Direction ein Glückwunsch- Telegramm.

Hamburg, 23. Juli. Eine Lloyddepesche meldet, der englische DampferEgypt", der am 12. Juli von Newyork nach London cchgegangen ist, sei aus der See in Brand gerathen und habe von der Mannschaft verlassen werden müssen- diese habe sich gerettet.

Wien, 23. Juli. In der heutigen Schlußsitzung der Enquetecommission für die Vereinigung der Vororte mit Wien wurden die vorliegenden Anträge angenommen. Das ganze Gebiet Wiens zerfällt danach in 19 Bezirke. Der Stadtrath besteht aus dem Bürgermeister und 21 gewählten Mitgliedern. Der vom 119 Mitglieder zählenden Gemeinde­rath gewählte Bürgermeister unterliegt der Bestätigung durch den Kaiser.

Paris, 23. Juli. Wie die Zeitungen melden, ist der Marineminister nach dem Kriegshafen Cherbourg abge­reist, um sich dort wegen den vorgekommenen aufsehenerregen­den Schiffsunfälle zu informiren. Einige Blätter verlangen die Unterdrückung des in Nizza erscheinenden italienischen BlattesPensiero di Nizza", welches die Affaire einer angeblichen Beschimpfung der italienischen Fahne am 17. Juli in Nizza tendenziös übertrieben hat.

Paris, 23. Juli. Es heißt, daß die englisch-französischen Unterhandlungen eifrig fortgesetzt werden. Lord Salis­bury habe dieselben auf die französischen Rechte in Egypten rmd Neufundland ausdehnen wollen, Herr Ribot hätte dies aber abgelehnt und diese Rechte kategorisch aufrecht erhalten. Ferner heißt es, daß zwei englische Delegirte nach Paris kommen würden, um mit Herrn Ribot eine neue Abgrenzung der französischen Einflußsphäre im Gebiete, des Tschadsees zu vereinbaren.

Paris, 23. Juli. Nach einer Meldung der Morgen­blätter explodirten aus dem PanzerschiffeCaimann" während einer Uebung vier Maschinenröhren. Mehrere Heizer wurden schwer verwundet. Bei derselben Uebung be­kam das AvifoschiffDesaix" ein Leck, in Folge dessen es in den Hafen zurückkehren mußte. Das KriegsschiffEpervier" ist mit gebrochener Maschine von dem Manövergeschwader nach dem Hafen von Cherbourg zurückgekehrt. Die Blätter bemerken, daß die wiederholten Schiffsunfälle äußerst beun­ruhigend und nicht geeignet seien, eine gute Meinung von dem Schiffsmaterial und den Schiffsingenieuren hervor- zurusen.

London, 23. Juli. Der in Sunderland befindliche Secre- tär des Nationalen Seeleutevereins erließ ein Manifest an die Schiffseigner,, welches einen allgemeinen, am Samstag beginnenden Aus st and der Seeleute ankündigt, bis den dänischen Seeleuten die gleiche Löhnung wie den britischen zugestanden ist. Aus diese Weise sollen die englischen Schiffs­eigner gezwungen werden, ihren Einfluß bei den dänischen zu Gunsten der dortigen Schiffer geltend zu machen. Für Sams­tag ist eine Versammlung von Seeleuten und Schiffseignern in Sunderland einberufen worden.

Gibraltar, 23. Juli. Die Abfahrt der Kaiserin Friedrich ist in Folge des schlechten Wetters verschoben worden.

Helgoland, 23. Juli. Heute Nachmittag 2 Uhr, bei großem Sturm, kenterte das Boot einer Segelparthie im Nordhasen, Consul Rohlsen und Fräulein Jon ass on aus Hamburg, sowie der Schiffer Christ von Helgoland ertranken, während Rohlsens Kinder gerettet werden konnten.

Molde, 23. Juli. Der Kaiser unternahm gestern einen Ausflug nach Romsdal und nahm nach der Rückkehr das Diner aus derBaden". Heute arbeitet der Kaiser an Bord und nimmt verschiedene Vorträge entgegen.

Kopenhagen, §3. Juli. Der König verlieh dem Erz­herzog Karl Ludwig von Oesterreich den Elephanten- orden.

Brüssel, 23. Juli. Heute Vormittag um halb 10 Uhr besuchte der König das Stadthaus, um die anläßlich des Regierungsjubiläums beschloffene Adresse des Gemeinderaths rntgegenzunehmen. Abteilungen der Bürgergarde versahen

den Ehrendienst. Der König wurde von dem Bürgermeister Buls und dem Schöffencollegium empfangen. Nach einer Be­grüßungsrede des Bürgermeisters wurde die Adresse über­reicht. In seiner Erwiderung hob der König die mächtige Entwickelung Brüssels während der letzten 60 Jahre hervor, sprach seine besten Wünsche für das fernere Gedeihen der Stadt aus und dankte auch Namens der Königin für die Ge­fühle und Gesinnungen der Bevölkerung anläßlich der doppel­ten Gedenkfeier. Anknüpfend an die Worte des Bürger­meisters, in welchen derselbe hervorgehoben hatte, daß der König über den Parteien stehe und allen Belgiern seine Für­sorge zuwende, sagte der König:Ja diese Gesinnung wird erst mit meinem Leben erlöschen. Sie sagten, daß die Er­füllung der constitutionellen Pflichten zuweilen schwierig ge­wesen sei; ich glaube, daß ich dieses Compliment nicht ohne Einschränkung annehmen kann. Mir scheint, daß die consti- tutionelle Pflicht wie jede andere Pflicht, welche man ehrlich zu erfüllen bestrebt ist, eine leichte ist. Ich habe keinen anderen Ehrgeiz, als dem Lande gute Dienste zu leisten; die Parteien folgen einander in der Regierungsgewalt, sie haben gleichen Anspruch auf mein Vertrauen, dasselbe wird ihnen nicht fehlen." Indem der König sodann einiger geschichtlicher Vorgänge gedachte, welche sich an derselben Stelle abgespielt haben, bat er die Anwesenden, Hand in Hand an dem Ge­deihen Brüssels und der Erhaltung der Unabhängigkeit des Vaterlandes zu arbeiten. Der König wurde bei seiner An­kunft und Rückfahrt von der Menge auf das Stürmischste begrüßt.

Madrid, 23. Juli. Telegramme aus Barcelona berich­ten über Arbeiterunruhen in Valls. Infolge der Wiederaufnahme der Arbeit seitens einiger Arbeiter rotteten sich die Strikenden zusammen und begingen Ausschreitungen. Die Behörden waren den Tumultuanten gegenüber ohnmäch­tig. Die Strikenden warfen die Fenster der Fabrik ein und erst die Bürgergarde stellte die Ordnung wieder her.

Madrid, 23. Juli. Der Kriegsminister wies den Gou­verneur von Melilla an, weitere Angriffe der Araber energisch zu unterdrücken. Der Minister des Auswärtigen instruirte den spanischen Gesandten in Tanger, eine Beschwerde an die Regierung von Marokko zu richten.

Sofia, 23. Juli. Ministerpräsident Stambulow ist in Burgas eingetroffen. Der neue diplomatische Agent Serbiens, Steitsch, ist hier angelangt und besuchte die Leiter des Ministeriums des Auswärtigen. Die Erwiederung des Be­suches erfolgte alsbald.

Newyork, 23. Juli. Hierher wird gemeldet, daß Costa- rica und Nicaragua einen Bündnißvertrag mit Guate­mala unterzeichnet und den General Ezeta von Salvador Namens des vereinigten Centralamerika ausgefordert haben, auf den Oberbefehl in Salvador zu verzichten, dantit die gesetzliche Ordnung in Salvador gemäß der Verfassung wieder hergestellt werde. Allen an der Revolution Betheiligten wird allgemeine Begnadigung versprochen. Guatemala vermehrt angeblich seine Truppen an der Grenze von Salvador.

CocaJte» »nd protHttjivUcs.

Gießen, 24. Juli.

Ernannt wurden am 15. d. M. der Heizer bei den oberhessischen Eisenbahnen Peter Gibb zum Locomotivführer, die Hilfsheizer Ferdinand Dauernheim aus Gießen und Adam Hepp er t aus Gießen zu Heizern bei diesen Bahnen.

Landtagswahl. Bei der gestrigen Wahlmännerwahl wurden die für die Candidatur des seitherigen Landtags­abgeordneten für Gießen, Herrn Rechtsanwalt Metz, vor­geschlagenen Wahlmänuer gewählt. An der Abstimmung be- theiligten sich 509 Wähler, abgegeben wurden insgesammt 19,085 Stimmen, wovon 113 aus andere als die vor­geschlagenen 38 Wahlmänner fielen.

Die diesjährigen Manöver des 11. Armeecorps wer­den dem Vernehmen nach zum größten Theile in unmittel­barer Nähe Cassels stattfinden.

Die Reservisten des letzten Jahrganges werden dieses Jahr vom 1. August ab zu einer mehrwöchigen Uebung ein­gezogen. Dann treten sie in die Landwehr über.

Das ungarische Natioual-Concert, welches Freitag Abend im Cafe Leib dahier stattfindet, erinnert uns an das erste Auftreten der Gesellschaft Urban vor mehreren Jahren dahier. Die Capelle hat im Laufe der letzten Jahre einen bedeutenden Aufschwung genommen. In Stuttgart, wo kürzlich die Capelle im Kaiserhos concertirte, war der Besuch des Publikums ein überaus starker, so daß man sogar die Ein­trittspreise erhöhte und doch war an manchem Abend kein Platz mehr zu erhalten. Wir werden bei unseren bescheideneren Verhältnissen zwar aus einen solchen Andrang nicht rechnen dürfen- aber mir zweifeln nicht, daß die Capelle ebenso ein volles Haus finden wird, wie vor Jahren, als sie zum ersten Male hier spielte. Nicht unerwähnt bleibe, daß die Mit­glieder der Capelle, Damen und Herren, sämmtlich im National- costüm austreten.

* Butzbach, 20. Juli. An der neuen Wasserleitung wird zur Zeit mit allen verfügbaren Kräften gearbeitet. Ueber 600 Arbeitsleute stehen dabei in Dienst. Dieselbe soll aber auch bis zum Herbste ganz vollendet sein. Da man an manchen Stellen dieselbe ganz durch Felsen hindurchführen muß, so läßt sich die ungewöhnliche Arbeiterzahl begreifen. Mit Fertigstellung der Leitung besitzt die Stadt ein Werk, wie ein solches weit und breit kaum vorzüglicher sein kann. Die Arbeitsleute für die Ernte sind deßwegen auch rar und manche größeren Pächter denken mit Sorgen an die nächsten Wochen, weil infolge der Witterung Korn und Gerste zugleich geschnitten werden müssen. Dazu kommt noch der Umstand, daß die zahlreichen Arbeiter aus dem ehemaligen Kurheffen ihren Weg nach Frankfurt oder nach dem Norden genommen haben. Die Fruchtfelder sehen recht befriedigend aus. An Futter war ein kleiner Mangel in den letzten vier

Wochen. Die Nußbäume, welche hier noch nicht so leicht­sinnig ausgemacht worden sind, wie in anderen Theilen unseres- Landes, versprechen auch in diesem Jahre wieder einen reich­lichen Ertrag. Deshalb werden auch viele Nußbäume da wieder angepflanzt, wo ältere, weil zerrissen von den Stürmen, oder den Blitzschlägen, abgängig geworden waren. Auch mit den anderen Obstbäumen, welche unser Städtchen gleich einem Park umgeben, können wir herzlich in diesem Jahre zu­frieden sein. W. B.

* Aus der Wetterau, 22. Juli. Vorgestern Abend wurde- der Kellner Peter Maurer von Ober-Mörlen im Hausgang seiner Wohnung, am Fuße der nach oben führenden Treppe unter Umständen ausgefunden, welche annehmen' ließen, er sei die Treppe heruntergestürzt und habe durch einen Bruch des Genicks seinen Tod gesunden. Ob die Annahme gerecht­fertigt ist, bleibt dahingestellt- nach den in Ober-Mörlew circulirenden Gerüchten sollen an diesem Tage Streitigkeiten zwischen Maurer und seinem Schwiegervater vorgefallen fehu Ohne Zweifel wird das Einschreiten der Staatsanwaltschaft den Schleier lüften, der über dem Ende des M. bis jetzd noch schwebt. N. H. V.

Bad Nauheim, 22. Juli. Trotz der seit zwei Monaten- herrschenden regnerischen Witterung ist die Fremdensrequenz eine günstige zu nennen- dieselbe bezifferte sich nach der letzten Kurliste auf 5162 Personen. Unter den Fremden von Distinction erwähnen wir die Fürstin Dolgoruki und Staats­secretär v. Jacobi von Berlin. Zwei tragische Fälle fink zu vermelden - am Samstag Abend ertrank hier ein zwei­jähriges Kind im Soolgraben - gestern stürzte ein verheiratheter Einwohner in Ober-Mörlen durch einen Fall von der Treppe sich das Genick ab. D. Ztg.

Vermiete».

* Mainz, 23. Juli. Bei der heutigen Wah lmänner­wähl zur zweiten hessischen Kammer siegten hier die Wahl-- männer der Socialdemokraten mit großer Majorität. Ihre Liste vereinigte 1287 Stimmen aus sich, die der vereinigtem Nationalliberalen und Deutschsreisinnigen 957 und die des Centrums 829 Stimmen. Die bisherigen Vertreter von Mainz in der zweiten Kammer, die Herren Jöst und Ullrichs sind somit wieder als gewählt zu betrachten. Die Bethei­ligung an der Wahl war eine sehr geringe. Von den Social­demokraten wurde ungefähr die gleiche Stimmenzahl ab­gegeben wie vor sechs Jahren, während das Centrum und die Nationalliberalen über 200 Stimmen verloren haben.

* A Aus Rheinhessen, 23. Juli. Die außergewöhnlich große Zahl der Personen, welche dieses Jahr aus Amerika zum Besuche nach Deutschland kamen, scheinen in einzelnen Kreisen der diesseitigen Provinz ein wahres Auswanderungs­fieber hervorgerusen zu haben. So wird aus verschiedenen Orten gemeldet, daß sich ganze Familien darunter solche^ die reichlich Verdienst und Nahrung haben, zur Aus­wanderung rüsten uni) nur noch das Einheimsen der Ernte und des Herbstes abwarten. Jung wie Alt sind von diesem Auswanderungsfieber gleichmäßig befallen, doch sind die Per­sonen von der Krankheit hauptsächlich angesteckt, die irgendwo jenseits des Oceans einen Anverwandten wohnen haben, dem das Glück hold gewesen ist. Die großen Besitz verrathende Wohlhabenheit, welchen die meisten Besucher von Amerika, durch ihr ganzes Austreten, wie theilweise auch durch Kleidung, und luxuriöse Lebensart hier öffentlich zur Schau tragen, hat offenbar sehr bestechlich gewirkt und Vielen diegoldenen Berge" über dem Meere sehr nahe erscheinen lassen. Uebrigens kann man die vergrößerte Auswanderungslust in diesem Jahre * in Deutschland vielfach bemerken und schon seit Wochen be­fördern die Rheindampser zahlreiche Personen aus Württem­berg, Bayern, Baden und der Pfalz nach Holland, die sich- jenseits des Oceans eine neue Heimath gründen wollen.

* = Frankfurt a. M., 23. Juli. Eine Blutt hat, welcher vor nunmehr fünf Jahren, nämlich in der Nacht vom 1. zum 2. November 1885, ein junges kräftiges Menschen­leben zum Opfer fiel, scheint jetzt seine Sühne finden zu sollen. In bezeichneter Nacht wurde gegen 1 Uhr ber Mechaniker und Schlosser Wilhelm Müller in der Weidenborn­straße todt ausgesunden. Ein Stich in den Hals, der von hinten geführt worden war, hatte dem Leben ein schnelles Ende gemacht, da das Messer tue Schlagader getroffen hatte. Der Erstochene war in der mehrgenannten Nacht bei einem Tanzvergnügen in derWeißen Lilie" zu Bornheim gewesen und hatte nachher ein junges Mädchen heimbegleitet. Auf dem Heimwege soll M. mit mehreren Personen zusammen­getroffen sein und mit diesen Wortwechsel gehabt haben. Müller ist aber dann zu seinen Hausleuten (er war unver- heirathet und wohnte bei den Kölz'schen Eheleuten in 'der Eulengaffe) heimgekehrt, hat nachher aber wieder sein Logis verlassen und von diesem Gange kam er nicht mehr zurück. Es wurden s. Zt. mehrere Verhaftungen vorgenommen, indefi mußten alle Jnhaftirten wieder entlassen werden. Der Meuchelmörder ein solcher ist es nach dem Befund der Leiche gewesen, auch war der Ermordete als ein starker Mann und gewandter Turner bekannt, dem im offenen Kampfe so leicht Keiner etwas anhaben konnte blieb unentdeckt, obgleich die Staatsanwaltschaft aus seine Ermittelung eine Belohnung von 300 Mk. aussetzte. Jetzt scheint nach einem halben Decennium der Thäter durch die Schwatzhaftigkeit der Weiber entdeckt worden zu sein. Die Frau des Fuhrknechts Christian Hauser bekam mit einer anderen Frau wegen eines Kindes Streit und in der Erregung soll die letztere der Hauser zugerufen haben:Du willst mir was anhaben weißt Du noch, wie Du für Deinen Mann, der den Müller erstochen hat, das Hemd gewaschen hast?" Diese Bemerkung wurde von Zuhörern vernommen und der Polizei Anzeige erstattet, woraus Hauser vom Rollwagen weg verhaftet wurde. Nach einer anderen Lesart soll der Verhaftete nicht Fuhr- knecht, sondern Steinsetzer sein, auch soll nicht dessen Frau, sondern dessen damalige Hauswirthin das blutige Hemd ge­waschen haben. Das sind kleine Abweichungen in den Be-

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* Einen neuen Be Paß lieferte eine am 13 Lausitz abgegebene Postk Adresse - ohne Name i Deutsche Reichspost, sei s. karte an den Voonekarn am Rhein." Schon a mr diese Postkarte in H< H. Underberg-Albrechr u * Psndenmn.

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