Ausgabe 
25.4.1890
 
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und Cavallerie-

Zwei Schatten lägen über der Regierungsvorlage- der

an.

Heil

' dementirt die die Errichtung

eine Schatten sei das Verhältniß zur Hessischen Ludwigsbahn, der andere sei das Verhältniß der Hessischen zur Preußischen Staatsregierung. Die Kammer sei zwar ohne Kenntniß des Inhalts von dem Schreiben, welches die Preußische Regierung wegen der Nebenbahnen ertheilt habe. Aber es könnte dadurch der Glauben entstehen, die Position der Hessischen Regierung sei derart, daß die Preußische Regierung nicht darauf eingehen könne. Er wünsche im Interesse Oberhessens, daß eine Klärung der Sachlage herbeigeführt werden möge. Bezüglich der Hessischen Ludwigsbahn richte er die offene .Frage an Großh. Regierung, ob sie es als ihre Ausgabe ansehe, dieselbe zu verstaatlichen.

Abg. Osann kann sich mit den hier vorgeschlagenen Projecten nicht befreunden. Er hätte gewünscht, daß die Regierung ein gewisses Netz-System aufgestellt, denn eine Reihe von Bahnen, welche gebaut, seien sehr nöthige, die andern seien aber Luxus. Es seien immer nur staatliche Interessen, welche hier berücksichtigt werden müßten. Be­züglich der Verstaatlichung der Hessischen Ludwigsbahn könne er nur rathen, nicht mehr so lange zu warten.

Staatsminister Finger erwidert hieraus, die Verhält­nisse mit der Preußischen Regierung seien noch die gleichen wie vorher und hätten sich noch nicht wesentlich gebessert. Die Regierung habe die Ansicht, daß mit allen Mitteln dahin gestrebt werden müsse, zum Siaatsbahn-System über­zugehen. (Bravo.)

Schluß der heutigen General-Debatte.

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Gießen, 2i Gw

Locales und provinzielles.

Gießen, 24. April.

Im Oberheffifchen Gefchichtsverein hielt gestern Abend Herr Hauptmann Weimer einen Vortrag über die Bedeu­tung des Franctireurwesens im deutsch-französischen Kriege. Der Vortragende erläuterte zunächst die Entstehung der aus

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breitete dem Sultan

Nachricht eines mehrerer neuer

daß Gesundheit und Kräfte nicht gcftattcn, die Glückwünsche einzeln zu beantworten.

Berlin, 23. April. Abgeordnetenhaus. Der An­trag des Abgeordneten Balau, betreffend die Einführung des Ausnahmetariss auf den Staatsbahnen zur Erleichterung des Versandes von Getreide, Malz und Mühlenfabrikaten aus den östlichen nach den westlichen Provinzen, wird durch An­nahme des Antrages Zedlitz auf Einleitung einer Enquete über die event. Wirkungen erledigt. Die Mandate der Abgeordneten Licht, Muhl, Olzem, Unruh, Herwig und von Cunv werden für gültig erklärt. Nächste Sitzung Don- nerstag 11 Uhr: Kleinere Vorlagen, Secundärbahnvorlage.

Bremen, 23. April. Die Direction des Norddeutschen Lloyd erhielt das folgende Schreiben des Kaisers: Während der heutigen Reise an Bord derLahn" von der Weser nach Wilhelmshaven habe ich Gelegenheit genommen, das Schiff in allen seinen Theilen zu besichtigen und die Handhabung des Dienstes eingehend zu beobachten. Was ich gesehen, hat mich durchaus befriedigt, was ich gerne Veran­lassung nehme, der Direction hierdurch auszusprechen. Zu­gleich will ich zur Erinnerung an die Fahrt und, da es das erste Mal ist, daß ich an Bord eines deutschen Handels­dampfers meine Standarte habe setzen lassen, diese Standarte mit dem Wunsche übergeben, daß der gute Geist, der aus den -Schiffen des Norddeutschen Lloyd waltet, immer in gleichem Umsange erhalten bleiben möge."

Osnabrück, 23. April. Der Kaiser passirte hier mit einem Sonderzuge. Der Aufenthalt dauerte nur einige Minuten. Eine zahllose Menge begrüßte den Kaiser mit

Wiener Blattes über

nochmals die C o n v e r s i o n s- neuem, vom Finanzminister Vor­

angelegenheit mit gelegtem Material und verwies zugleich aus die frühere Empfehlung. Mehrfach wird geglaubt, der Sultan werde

jubelndem Zuruf.

Wien, 23. April. DiePolit. Corr.

Regimenter.

Pest, 23. April. Das Subcomite der Stadtverwaltung beschloß, eine Reihe von Wohlthäti gkeits-Acten und Loyalitätskundgebungen anläßlich der bevorstehenden Ver­mählung der Erzherzogin Marie Valerie zu veran­stalten.

Paris, 23. April. Bei dem gestrigen Empfange der Spitzen der Behörden in Corte sprach Präsident Carnot | seine Genugthuung aus über das Aufhören der früheren Spaltungen, sowie darüber, daß in Korsika nur eine einzige Partei existire, diejenige der Franzosen, welche geeinigt in demselben Gefühle des Patriotismus sei. Auf die Rufe:Es lebe Carnot!" erwiderte der Präsident:Es lebe Korsika!" Die Reise von Corte nach Bastia wurde durch eine Ver­sperrung des Weges unterbrochen, die durch die Entgleisung des vorhergehenden Zuges entstanden war. In Folge dessen kam der Präsident 2 Stunden später in Bastia an. Bei seinem Eintreffen wurde er von einer zahlreichen Menge herzlich empfangen. Das Geschwader traf um 4 Uhr Nach­mittags ein.

Paris, 23. April. Im TheaterBouffes Parisiennes" brach heute Vormittag Feuer aus, welches jedoch rechtzeitig gelöscht wurde.

Paris, 23. April. Ueber das neuerdings gemeldete Engagement von Dah omay verlautet, daß die Verluste der Dahomey'schen 400, die der Franzosen 4 Todte und 21 Ver­wundete betragen.

Brüssel, 23. April. Dem Festbankett im Börsensaale zu Ehren Stanleys wohnten außer diesem auch der König und die Königsfamilie bei. Stanley, eine Begrüßungsrede erwidernd, bezeichnete die zu erbauende Congo-Bahn als einen Markstein der Civilisation, welche zu dem gänzlichen Aushören des Sclavenhandels beitragen werde. Der König nahm so­dann eine Adresse mit 40000 Unterschriften an, in welcher ihm Dank für das Werk der Gründung des Congostaates ausgesprochen wird. Der König sagte, Stanley habe im Jahre 1879 den Grundstein zum Congostaate gelegt und dadurch seien ungeheure Gebiete äußerster Fruchtbarkeit der Civilisation, dem Handel und nationalen Unternehmungsgeiste erschlossen worden, er wies aus den Eifer hin, mit welchem andere Theile von Afrika occupirt würden und aus den großen Werth, welchen die Nationen auf die dortigen Besitzungen legten- er (der König) habe das Bewußtsein, nicht umsonst an der öffentlichen Wohlfahrt gearbeitet zu haben und er empfahl dringend, sich von einem kräftigen Unternehmungsgeiste zum Fortschritt und zum Gedeihen, nicht aber zu moralischer und physischer Entnervung führen zu lassen:Möge mein Land vor einem solchen Schicksal sich hüten." (Lebhafter Beifall.)

Belgrad, 23. April. Die Skupschtina bewilligte ein­stimmig den 5procentigen Steuerzuschlag bis 10 Mill. Frcs. Derselbe soll ausschließlich zur Vollendung der Aus­rüstung des Heeres verwendet werden.

Konstantinopel, 23. April. Der Ministerrath unter­

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läge nicht schon früher dem Hause vorgelegt worden fei. Er warnt, spccielle Wünsche allzusehr in den Vordergrund zu stellen, um dadurch womöglich die ganze Regierungsvorlage zu gefährden. Er drückt ferner den Wunsch aus, daß es gelingen möge, die Vorlage, wie sie von der Regierung vor­gesehen, vom Hause aceeptirt zu sehen, damit das Land die Wohlthaten derselben recht bald genießen möge.

Ministerpräsident Weber erklärt, daß es nicht seine Absicht sei, die allgemeinen Gesichtspunkte, welche die Großh. Regierung bei der Vorlage geleitet haben, hier noch einmal ausführlich zu wiederholen. Dieselben seien in der Be­gründung der Vorlage und in einer großen Anzahl von Antwortschreiben der Großh. Regierung an den Ausschuß niedergelegt worden. Die Gründe, welche veranlaßten, daß die von Herrn Wolfskehl angeführte Verschiebung in der Berathung um ein Jahr eingetreten, seien darin zu suchen, daß die großen Verhandlungen, welche in dieser Angelegenheit gepflogen werden mußten, theilweise die Schuld daran tragen. Er mache Niemand einen Vorwurf über den Gang der Dinge. Im Uebrigen theile er die Anschauungen des Abg. Wolfskehl und freue sich, und es sei für ihn ein gewisses Gefühl von Sicherheit, daß er eine so gewichtige Autorität auf seiner Seite habe. Er bittet das Haus, den Ansichten des Abg. Wolfskehl beizutreten, in welchen auch die Gedanken der Regierung wiedergegeben würden.

Was die finanzielle Seite der Vorlage betreffe, so habe die Regierung die feste Ueberzeugung und das volle Bewußt­sein, daß mit der dem Hause unterbreiteten Vorlage die Finanzen unseres Landes nicht geschädigt würden.

Abg. Reinhardt-Worms spricht der Regierung Dank aus für die Vorlage. Bei Gelegenheit der Berathung der Frage über die landwirthschastliche Enquete sei hervorgehoben worden, daß ein Mittel zur Hebung des Wohlstandes in den ärmeren Gegenden der Bau von Nebenbahnen sei. Er spreche daher die Ansicht aus, daß man für eine systematische Her­stellung der Nebenbahnen Sorge tragen müsse, in jeder Provinz. Man sei bis jetzt mit unserer Eisenbahn-Politik nicht sehr- glücklich gewesen. Man habe den Fehler gemacht, die Er­bauung von Nebenbahnen in die Hände von Privatgesellschaften zu legen- man habe ferner den Fehler gemacht, in Oberhessen die Main-Weser-Bahn an den Preußischen Staat auszuliesern. Diese Fehler würden sich rächen- aber es sei auch nöthig, daß mau sie erkenne, um sich vor neuen zu schützen. Er spreche dieses hier aus und sei auch mit seinen Freunden ein­verstanden, daß sämmtliche Nebenbahnen nur auf Staatskosten gebaut und nicht in andere Hände übergehen dürften. Er spricht zum Schluß den Wunsch aus, daß man bei dem Bau auch den ärmeren Gegenden Rechnung tragen möge, damit auch dort wieder Wohlstand und Zufriedenheit einkehre.

Abg. Arnold spricht ebenfalls für Ausführung der Bahnen in den ärmeren Theilen des Vogelsberges und dem Odenwald, um die dortige bereits verarmte Bevölkerung vor dem Untergang zu retten.

Abg. Pfannstiel bittet ebenfalls um eine größere Berücksichtigung der wirklich armen Landestheile beim Bau von Nebenbahnen, unter Hervorhebung der traurigen Zustände in Oberhessen.

Abg. Graf Oriola bedauert, daß durch den Widerstand der Preußischen Staatsregierung der Bau einer Bahn in seinem Wahlkreis Vilbel vorläufig noch unmöglich sei. Wünschenswerth sei es sicher, wenn Seitens Großh. Staats­regierung auch hier die Zustände geändert würden.

Abg. Schröder hebt die großen Gesichtspunkte, welche in der Vorlage niedergelegt sind, hervor und spricht ebenfalls den Wunsch aus, daß der Bau der Nebenbahnen durch den Staat herbeigeführt werden möge.

Abg. Berg st räßer sieht diese ganze Vorlage als einen Wendepunkt in unserer hessischen Eisenbahnpolitik in Zukunft

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Neueste Nachrichten.

Wolffs telegraphisches Lorrespondenz-Bureau.

Berlin, 23. April. Die acht Feldgeschütze, die der Kaiser für Wißmann angekauft hat, sollen bei der ersten Gelegenheit verschifft werden. Der Kaiser benachrichtigte Wißmann telegraphisch davon.

DieNordd. Allg. Ztg." undPost" bringen eine Aeußerung der Fürstin Bismarck, worin Dank für die Geburtstagsgratulationen ausgesprochen und bedauert wird,

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eine Special - Commission zur Prüfung der Angelegenheit ernennen.

Die ZeitungStambul" ist wegen einer Notiz über die angebliche Verhaftung des Großfürsten Konstantin zeitweilig unterdrückt worden.

Darmstadt, 24. April. Ihre Majestät die Kaiserin Friedrich mit Töchtern kehrt Nachmittags nach Homburg zurück. __

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persönliche Veranlassung des Kaisers Napoleon ins Leben rusenen Franctireurbanden und schilderte sodann deren Thätia' keit während des Krieges. Hieraus ging Herr Hauptwa-^ Weimer speciell auf die Thätigkeit eines von dem Capita!,, Bernard befehligten Franctireurcorps über, welches sich ,u Aufgabe gestellt, eine die Verbindung mit Deutschland ver­mittelnde Eisenbahnlinie durch Sprengung der Brücke bei §on' tenoy-sur-Moselle betriebsunfähig zu machen. Diese unter ben denkbar schwierigsten Verhältnissen vollbrachte That einer Frav- tireurbande bewies, aus welch' zähem Material die Francn- reurs sich recrutirten. Das Bernard'sche Franctireurcorps konnte z. B., um unbemerkt die mehrere Tagemärsche von dein Lager entfernte Brücke zu erreichen, unter Umgehung aller bewohnten Orte, auf völlig unwegsamen Pfaden, bei fivengcr Kälte und großem Schnee (es war im Januar 1871) nilr Nachts marschiren. Die deutsche Heeresleitung hatte zwar beni Franctireurwesen schon von Beginn des Krieges an ihre volle Aufmerksamkeit geschenkt, und alle erdenklichen Vorsichtsmch regeln im Rücken der operirenden Armee denn hier em- falteten die Franctireurs ihre hauptsächlichste Thätigkeit ge­troffen- daß sie aber die Sprengung der Brücke bei §orf: tenoy nicht zu verhindern vermochte, lag sowohl an der List des Franctireurführers, der sogar die Franzosen selbst über seine Bewegungen gegen die inmitten des Occupationsgebietes ge. legene Ärücke zu täuschen verstand, wie daran, daß die Brücke unbegreiflicherweise sehr schwach besetzt war (von einem Doppel­posten des in dem ca. 800 Schritte entfernten Bahnhose be findlichen Commandos eines Wests. Landwehr-Bataillons), Ueber den Werth der Franctireurbanden für die frauzosijchk Armee während des Krieges äußerte sich der Vortragende ziemlich abfällig; abgesehen von ihrer Zusammensetzung aus wenig diseiplinirten und noch weniger kriegerisch geschult Leuten, hätten sie wohl in einem Kriege, dessen Ausgang iih beide Theile noch zweifelhaft gewesen, etwas zu leisten ver macht, nicht aber dann, als die deutschen Siege bereits io wuchtig in die Waagschale des Kampfes gefallen waren. Daz Ueberfallen kleiner Truppenabtheilungen, Proviant- und Mu-

! nutionscalonnen und Patrouillen, das mitunter ganz zweck und planlos erfolgte Zerstören von Brücken und Wegen ver mochte den Sieger nicht aufzuhalten - die meistens ungenügend zerstörten Brücken wurden, oft unter unfreiwilliger Hülfe der Franzosen selbst, rasch wieder hergestellt, sogar die oben bc schriebene Brücke bei Fontenoy war unter Hinzuziehung von 300 französischen Arbeitern, mehreren Pioniercompagnien uns Eisenbahnabtheilungen rasch wieder dem Verkehr bienftbm gemacht.

r. Die gestrige außerordentliche Generalversammlung des hiesigen Turnvereins im Cafe Schnell war, veranlag durch die für den Verein so überaus wichtige Tagesordnung die Erbauung einer eigenen Turnhalle betreffend sehr stark besucht. Die Frage bezüglich des Bauplatzes rief eine lange und eingehende Discussion hervor und führte p dem Endresultat, daß, da die Versammlung sich bezüglich dcs

I Platzes in der Bismarckstraße und desjenigen in der Louy- schen Besitzung, sowie der zur Erbauung in der Bismatt-

I straße nöthig machenden Beschaffung der mehr erforderlichen I Capitalien nicht einigen konnte, überhaupt auch noch zwei I weitere Bauplätze aus der Versammlung in Vorschlag gebracht I wurden, diese Frage einer in 14 Tagen zu veranstaltenden weiteren Versammlung zur endgültigen Entscheidung vorzu­behalten. Eine Commission wurde ferner beauftragt, zur Beschaffung eines Theiles der Bausumme eine Liste zur Ein zeichnung von unverzinslichen Antheilscheinen (nicht untei

I 25 Mk.) in Circulation zu setzen. Von diesen Antheilscheinen I soll nun alljährlich ein noch zu bestimmender Procentsatz zur I Rückzahlung ausgeloost werden: Auch wurde die Ansichl geltend gemacht, daß von den Mitgliedern ein wesentlicher

I Theil der nöthigen Mittel durch Geschenke an den bereis I beschafft werden könne und beschlossen, auch eine solche M I zeichnung gleichzeitig vorzunehmen. Die dann noch oer- bleibende Restsumme müßte sodann durch ein Anleher

I beschafft werden. Da das Interesse der Gießener Bürger I schäft an der Turnerei sich jederzeit in schönster Weis« I bethätigt hat, glaubte man auch den außerhalb des Vereint I Stehenden Gelegenheit geben zu sollen, sich an dem Tum

Hallebau durch Zuweisung von Geschenken u. bergt betheiligei I zu können und wurde demzufolge beschlossen, die hierzi I nöthigen Schritte einzuleiten.

Wenn nun auch der Turnverein ein ansehnliches Der | mögen sein eigen nennt, so sind doch die zur Erbauung eine I dem Vereine zweckentsprechenden und unserer Stadt I Zierde gereichenden Turnhalle noch zu gering, um den Ba I in projectirter Weise ausführen zu können, zumal das Propc I in der Bismarckstraße, welches sich einer größeren Sympals I zu erfreuen scheint, noch bedeutend mehr Mittel erforbec als dasjenige in der Lony'schen Besitzung.

Möge es dem Turnverein gelingen, bei den in nächsten Tagen vorzunchmenden Zeichnungen eine reo ansehnliche Summe von Geschenken und Antheilscheinen p Beschaffung seines eigenen Heims als Endresultat fel,Lf Bemühungen hervorgehen zu sehen, damit die noch weltc aufzubringenden Opfer nicht gar zu drückend und fühlbar P den Verein werden dürften.

Theater. Die gestrige erstmalige Aufführung der ZumP schen OperetteFarinelli" lieferte uns abermals denelv^ für die Tüchtigkeit des Baars'schen Ensembles- die Verm der Hauptpartien waren sammt und sonders an ihrem 4 ® und lösten ihre schwierigen Aufgaben mit künstlerischem schick, besonders waren es die Damen Baars und Roo, welche allgemein gefielen und durch reichen Beifall ausgezeicy ' wurden. Frau Baars war eine anmuthige decente dcann und Fräulein Roloff eine Königin, welche durch die r - Jntonisation ihres Gesanges sich sofort die Sympath^n ' Publikums errang. Die Herren Kieker, Biedenweg, Ho- Machinek und Albes entledigten sich ihrer Parts äutjie . stellend. Costüme und sonstige Ausstattung waren glanz wie wir es hier nicht gewohnt und war auch nicht der