Abkommen mit Oesterreich-Ungarn festgestctlt seien, sind den „Berl. Pol. Nachr." zufolge unzutreffend. Am vorigen Samstag haben in Berlin die bezüglichen Verhandlungen, um die grundlegenden Punkte sestzustellen, überhaupt erst begonnen; sie werden vom Staatssecretär v. Bötticher geleitet und nehmen an ihnen neben den Regiorungsvertretern Sachverständige aus den Bundesstaaten Theil. Immerhin ist es ersreulich, daß jetzt wenigstens die Vorerörtecungen zur Neuordnung des zoll- und handelspolitischen Verhältnisses zwischen Deutschland und Oesterreich-Ungarn ihren Anfang genommen haben und werden sie hoffentlich baldigst zur Aufstellung der Grundlagen für dte erstrebte Verständigung führen.
In Frankreich hat mit dem am Montag erfolgten Wiederzusammentritte der Deputirtenkammer die parlamentarische Wintersession ihren Anfang genommen. In der Eröffnungssitzung wurden der Kammer regierungsseitig eine Reihe von Gesetzentwürfen vorgelegt, von denen der wichtigste der vom Handelsminister Roche ausgearbeitete allgemeine Zolltarif ist. Letzterer umfaßt nicht weniger als 721 Nummern und zerfällt in einen Maximaltarif gegenüber denjenigen Ländern, welche Frankreich keine commerciellen Vortheile gewähren, und in einen Minimaltarif für diejenigen Staaten, welche mit Frankreich Meistbegünstigungsverträge abschließen. Die landwirth- schaftlichen Erzeugnisse sollen ausschließlich in den Maximal- raris kommen, woraus erhellt, daß dieselben außerhalb jeden Abkommens mit den fremden Mächten bleiben sollen. Minister Roche begründete den Entwurf in längerer Rede.
In Dcutsch-Ostafrika scheint doch noch keine völlige Sicherheit zu herrschen. Wenigstens meldet die „Times", daß in der Landschaft Ugogo eine Caravane, die 300 Lastthiere mit sich führte, beraubt und vollständig vernichtet wurde. Freilich bleibt die Bestätigung dieser Nachricht noch abzuwarten, da die „Times" es bei ihren Berichten aus Deutsch-Ostasrika keineswegs mit der Wahrheit genau nimmt.
Vetttjctze» Reich.
Darmstadt, 21. October. Zu Bevollmächtigten zum Bundesrathe aus dem Großherzogthum Hessen sind ernannt: Finger, Staats-Minister, Minister des Großherzoglichen Hauses, des Aeußern, des Innern und der Justiz - Dr. Neid Hard t, Wirklicher Geheimer Rath, außerordentlicher Gesandter und bevollmächtigter Minister- Weber, Wirklicher Geheimer Rath, Präsident des Finanz-Ministeriums. Stellvertreter: Hallwachs, Geheimer Staatsrath- von Werner, Geheimer Rath- von Hahn, Geheimer Ober-Steuer-Rath.
Netteste Nachrichten.
WoM telegraphisches Correspondenz-Bureau.
Berlin, 21. October. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht eine königliche Verordnung, welche den Landtag der Monarchie zum 12. November einberuft. Ferner eine Bekanntmachung ,' wonach der Kriegsminister Kaltenborn- Stachau zum Bevollmächtigten des Bundesrathes ernannt wird.
— Die Reise Caprivis zur Begegnung mit Crispi steht fest und wird innerhalb der nächsten 14 Tage stattfinden.
Berlin, 21. October. Reichscommissar Wißmann begibt sich Donnerstag früh nach Varzin, kehrt Samstag hierher zurück und verläßt Berlin definitiv am 28. October.
Berlin, 21. October. Bezüglich: des dem preußischen Landtage vorzulegenden Schul-Dotationsgesetzes bemerken die „Berl. Polit. Nachr.", die Behauptung der Presse, daß die Uebernahme der gesammten Lehrergehälter und Pensionen auf den Staat geplant sei, gehe weit über das Ziel hinaus. Die Erweiterung der Staatsaufwendungen für Schulzwecke scheine allerdings beabsichtigt zu sein, aber nicht entfernt in diesem Umfange- vorzugsweise dürften die Staatsbeiträge zur Entlastung der ärmeren Landestheile und Schulgemeinden dienen.
bewachten Boxern sogleich zu folgen, wenn sie Miene machen würden, die Stadt zu verlassen. Diese Truppen, wie auch die Polizeibeamten besaßen aber nicht das Recht, über die Grenzen ihres Staates hinauszudringen. Das wußten die Herren Pugilisten und deßhalb begaben sie sich im entscheidenden Augenblick in einen andern Staat, dem nun keine Zeit mehr übrig blieb, seine Truppen oder eine genügende Anzahl Executivbeamrer (Sheriffs) zur Unterdrückung des Kampfes auszusenden. Und nun entrollt sich ein Stück ächt amerikanischen Lebens, so characteristisch in seinen Einzelheiten, daß es über viele andere, dem Fernstehenden unerklärliche Begebenheiten in diesem Lande Aufschluß bieten dürste. Die Truppen, welche Befehl erhalten hatten, dem Etsenbahnzug der Boxer in einem Sonderzuge zu folgen, wurden ihres Befehls noch an demselben Abend entbunden. Warum? Sehr einsach, damit die Offiziere und Urlauber Gelegenheit finden konnten, sich das Zusammentreffen der beiden größten Faustkämpfer der Gegenwart aus der Nähe anzusehen. Die Eisenbahnverwaltung machte sofort bekannt, daß während der Nacht drei Sonderzüge nach Richburg, dem Ort der Begegnung, abgelassen würden — erhöhte aber den Fahrpreis sür diese Züge aus das Fünffache. Trotzdem war der Andrang ein so ungeheurer, daß an 300 Personen auf den Dächern der Wagen Platz suchten und selbst unter Androhung Yon Gewaltmitteln nicht wieder zu entfernen waren. In Newyork, Boston und Washington erreichte die allgemeine Aufregung ihren Gipfelpunkt. Während die glücklichen Bewohner von New-Orleans nach der für sie leicht erreichbaren Wahlstatt eilten, belagerten in jenen Städten ungeheure Volkswaffen die Maueranschläge der großen Zeitungen, die von Stunde zu Stunde die neuesten der eingegangenen Telegramme veröffentlichten.
(Schluß folgt.)
Hamburg, 21. October. Die erste mittels eines deutschen Dampfers von Zanzibar beförderte Post ist heute hier eingetroffen. Dieselbe wurde von dem Dampfer „Reichstag" (deutsch-ostafrikanische Linie) besorgt, der am 18. October in Neapel gelandet war. Da die Reisedauer ab Zanzibar 15 Tage und 18 Stunden beträgt, so stellt die neue Linie die schnellste Verbindung zwischen Ostafrika und Deutschland her.
Prag, 21. October. Landtag. Abgeordneter Vasaty richtete an den Statthalter Grasen Thun eine Interpellation wegen der in deutscher Sprache erfolgten Beantwortung einer czechisch gestellten Anfrage. Der Oberstlandmarschall Fürst Lobkowitz rief den Interpellanten wegen des ungebührlichen Tones seiner Anfrage zur Ordnung. Der Statthalter erklärte in czechischcr Sprache, er werde die Antwort wegen des ungebührlichen Tones der Interpellation verweigern und weil der Interpellant sogar die treue Einhaltung seines Amtseides angezweifelt habe. Unter großem Lärm erklärte hierauf der Oberstlandmarschall die Sitzung Mr geschlossen, worauf die Jungczechen heftig protestirten. Die Abgeordneten verließen in großer Erregung den Saal.
Triest, 21. October. Der dreier Petarden-Attentate überführte Coretti wurde zu 3^/z Jahren schweren Kerkers und 2300 Gulden Schadenersatz an den durch eines der Attentate schwer verletzten Knaben Bolderin verurtheilt.
Paris, 21. October. Der neue Spionage-Gesetzentwurf ersetzt das Gesetz vom Jahre 1886, welches für nicht vollständig genug angesehen wird, verschärft die Strafen gegen Agenten, Militär- und Civilbehörden, welche etwaige für die nationale Vertheidigung wichtige Documente ausliefern.
Paris, 21. October. Carnot empfing den Gesandten Brasiliens, Piza, welcher sein Beglaubigungsschreiben überreichte. Die dabei gewechselten Reden trugen einen herzlichen Character.
Paris, 21. October. Das heutige Duell zwischen Deroulede und Rein ach ist unblutig verlaufen. Derou- ledes Pistole versagte- die Zeugen Reinachs boten die Fortsetzung des Duells an, was Deroulede ablehnte.
Calais, 21. October. Die Hauptversammlung der strikenden Tüllarbeiter, welche von 2000 Personen besucht war, ermächtigte Delegirte, mit den Arbeitgebern auf Grundlage einer Lohnerhöhung zu verhandeln.
Brüssel, 21. October. Bei den Gemeinderathswahlen in den kleinen Communen gewannen die Liberalen Sitze in 11, die Katholiken Sitze in 46 Gemeinden. Sechzehn Stichwahlen sind erforderlich, davon stehen 5 sür die Katholiken, 11 für die Liberalen günstig.
Cocolss «nd provinzielle».
Gießen, 22. October.
— Herrn Lehrer Ebeling, der mit Anfang des Winterhalbjahres aus Gesundheitsrücksichten in den Ruhestand getreten ist, ist von Sr. König!. Hoheit dem Großherzog aus Anlaß seiner Pensionirung das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen verliehen worden. Diese Auszeichnung, sowie die Anerkennung seiner langjährigen mit Treue und Eifer geleisteten Dienste wird Freunde und Schülerinnen des Herrn Ebeling gewiß freuen.
— Universität. In einer Woche werden nun auch die Collegien wieder beginnen und schon zeigen sich allenthalben die Vorbereitungen zum Empfang der zurückkehrenden Musensöhne. Es ist ja gewiß richtig, was neulich von leitender Stelle mit so schönen Worten ausgesprochen worden ist, daß nämlich „die Bedeutung einer Universität sür das Land, dem sie angehört, nicht von der Frequenzziffer der Studircnden abhängig ist, da auch die kleinste Universität einen unschätzbaren Hort werthvoller idealer Güter bildet." Aber auf der anderen Seite legt das materielle Interesse der Einwohner, für die die größere oder geringere Frequenz der Hochschule eine erhebliche Bedeutung besitzt, eine dahin gehende Frage nahe, auf die wir heute die Antwort ertheilen wollen. Im vorigen Semester waren hier im Ganzen 590 Studirende immatriculirt, unter diesen gehörten 106 der theologischen, 96 der juristischen, 167 der medicinischen und der Rest der philosophischen Facultät an- Hessen waren es 456. 27 Herren nahmen an den Vorlesungen Theil, ohne immatriculirt zu sein. Daß der Landesuniversität aus Hessen selbst ein größeres Plus in diesem Semester zugeführt werden würde, halten wir der Natur der Sache nach für unwahrscheinlich. Ebensowenig steht zu erwarten, daß von auswärtigen Angehörigen der juristischen, theologischen und philosophischen Facultät eine größere Anzahl als seither eintreffen wird. Denn dafür liegen keine Gründe vor. Anders steht die Sache mit den Studirenden der Medicin. Nachdem die klinischen Neubauten vorgenommen und zu Ende geführt sind und bereits weiterhin wegen ihrer vorzüglichen Einrichtung einen vortheilhaften Ruf gewonnen haben, ist zu vermuthen, daß weit mehr Nichthessen als bislang zum Zwecke des medicinischen Studiums sich hierher begeben werden. Es erscheint darum nicht ganz ungerechtfertigt, daß das Angebot von Studentenwohuuugen für das nächste Semester nach unseren Beobachtungen ein weit größeres ist, als seither. Zum Schluffe fügen wir noch zum Vergleiche mit den Frequenzziffern unserer Universität, die bekanntlich nach Rostock und Kiel die kleinste Deutschlands ist, die unS zugänglichen Durchschnittszahlen der Berliner Hochschule bei- hier studirten im Ganzen gegen 5800, unter diesen ca. 850 Theologen, 1700 Juristen, 1400 Mediciner und 1900 der philosophischen Facultät Angehörige- nicht immatriculirte Hörer' waren es etwa 2000.
— Sitzung Großherzogl. Handelskammer vom 10. October 1890. Anwesend waren die Herren: Koch, Kling spor, Gail, Heichelheim, Homberger, Scheel, Wortmann.
Auf der Tagesordnung steht zur wiederholten Berathung i der Entwurf eines Gesetzes, betr. Abänderung der Gewerbe
ordnung. Zu demselben waren der Kammer Seitens Grvßh.. Ministeriums eine Reihe von Fragen zur gutachtlichen Aeuße- rung übersandt worden. Dieselben sind zunächst von einer von der Kammer erwählten, aus den Herren Koch, Gail und Homberger bestehenden Commission durchberathen und, nachdem die Beschlüsse der Commission die Billigung der Kammer gefunden, durch motivirte Eingabe an Großh. Ministerium beantwortet worden. Auf dem zur Berathung desselben Gegenstandes nach Mainz auf den 7. October 1890 einberufenen hessischen Handelskammertag war die Kammer durch ihre Mitglieder Herren Koch und Gail vertreten. Die dort- selbst beschlossenen Abänderungsvorschläge zu dem Commissions- entwurfe fanden mit wenigen Ausnahmen die Zustimmung der Kammer. Seitens der Königlichen Eisenbahn - Direction Hannover wird uns auf Grund früher gestellter Anträge mitgetheilt, daß dieselbe sür die nächstjährige Reisezeit die erforderliche Genehmigung des Eisenbahnministers zur Einführung von Sommerfahrkarten von Gießen nach Norderney, bezw. Borkum nachsuchen will.
w. Theater. Einen großen Heiterkeitserfolg hatte die gestern erfolgte Aufführung des famosen, von übermüthigster Laune getragenen Rosen'schen Schwankes: „Ein Engel" zu verzeichnen. Besonders befand sich Herr Reiners als älterer Lebemann in seinem eigentlichsten Fahrwaffer und ließ mit seinem brillanten Spiel die Zuschauer nicht aus dem Lachen kommen. Von großer komischer Wirkung war auch Herrn Rudolf B i e b r a ch s Darstellung, in der er den alten Anton trefflich characterisirte und wiederum den Beweis erbrachte, daß er für komische Characterrollen ausgesprochenes Talent besitzt. Wie wäre es, wenn es Herr Böbrach ein Mal mit der dankbaren Rolle des Reinhard v. Feld im „Veilchenfresser" oder des Christian Schilling in „Gretchens Polterabend" oder auch als Bibliothekar versuchen wollte? Wir meinen nach dem, was wir bisher von ihm gesehen haben, diese Rollen müßten ihm sehr wohl gelingen. Von den Damen haben wir zuerst Frau Anni Reiners zu nennen, die als Gertrud allerliebst war. Weniger gefiel uns Frl. Elisabeth Bischoff, die auch heute wieder ziemlich monoton declamirte, ausgenommen vielleicht den ersten Act. Als Arabella spielte Frau Ida Unger zum ersten Male an Stelle der Frau Jaskowski, welche bekanntlich mit ihrem Gemahle, Herrn Max Jaskowski, dem dornenvollen Schauspielerberuft entsagt hat, um ihrem rastlosen Streben andere und, wie wir den seitherigen strebsamen und unermüdlichen Mitgliedern be& Neuen Theaters herzlich wünschen, lohnendere Ziele zu setzen. Ueber Frau Ida Unger konnten wir noch kein abschließendes Urtheil gewinnen- sie spielte recht gewandt, schien aber ihre Rolle etwas zu phlegmatisch aufzufaffen. Gut war sodann Herr Heinrich Winolt als Geschäftsreisender Rummeck und ebenso wohl gefiel uns Frl. Roland in ihrer kleinen Scene. Herr Fritschler spielte als Carl von Erbach ganz befriedigend, muß sich aber immer noch größere Leichtigkeit und Unbefangenheit aneignen. Bei Herrn G o u l l o n endlich kam es uns auch gestern so vor, als wolle der Herr nicht Worte eines modernen Schwankes, sondern vielleicht etwas aus Ariosts rasendem Roland vortragen, so sehr wandelte er wieder auf dem hohen Kothurn.
x. Theater. Auf die Donnerstag stattfindende Wiederholung des hochinteressanten Blumenthal'schen „Zaungastes" machen wir noch einmal ganz besonders aufmerksam^ Das Stück ist bekanntlich sehr gut besetzt und hat bei der ersten Aufführung außerordentlich gefallen.
Nidda, 20. October. Nächsten Donnerstag, den 23. d. M.^ wird das Gasthaus „Zur Traube" hier sein 50jährigeS Jubiläum feiern. Aus kleinen Anfängen hat es sich zu einem Gasthaus ersten Ranges erhoben. Man muß anerkennen, daß die Besitzer keine Kosten und Mühe gescheut haben, um durch bauliche Veränderungen, Vergrößerungen und Verbesserungen den gesteigerten Ansprüchen der Zeit Rechnung zu tragen.
Berstadt, 20. October. Bei dem am vergangenen Sonntag dahier stattgehabten Kirchweihfeste kam es im Tanzlocale unter- jungen Leuten zu einer stattlichen Prügelei. Hierbei wurde nicht allein „geschmissen", sondern auch einer der Streitenden gebissen. Gestern war Rendezvous beider Parteien auf hiesiger Bürgermeisterei, so daß wahrscheinlich erst bei Gericht dieser Exceß seinen Abschluß finden wird.
*** Büdingen, 21. October. Die Trauben in den hiesigen Weinbergen haben durch die günstige Herbstwitterung viel an Güte gewonnen und sind wohlschmeckend geworden. Man kauft das Kilo zu 50 bis 70 Pfg. und höher, je nach Qualität der Früchte. Es findet Versandt nach Außen statt. — Der heute und nftrgen hier stattfindende Octobermarkt wird unbedeutend, weil der Hauptanziehungsgrund, der Viehmarkt, wegen der Maul- und Klauenseuche nicht abgehalten werden kann.
XX. Lindheim, 21. October. Die hiesige Haushaltungsschule hat sich als ein entschiedenes Bedürfniß herausgestellt, denn der Zuspruch wächst mit jedem neuen Semester. Um dem Andrang zu genügen, werden noch jetzt Bauveränderunge« vorgenommen, während im nächsten Sommer ein neuer Anbau vorgesehen ist. — Die Maul- und Klauenseuche ist zwar in Altenstadt, Stockheim und Düdelsheim erloschen, dafür ist sie aber zu Höchst a. d. Nidder, Illnhausen (in 17 Gehöften), Unter-Schmitten ausgebrochen und die Abhaltung des Herbstsasselmarktes zu Friedberg und des ViehmarkteS zu Schotten verboten worden. — Von Waidmännern wurde die Frage ventilirt: Ist es möglich, daß Dam- und Edelwild, das bekanntlich zu den Wiederkäuern mit gespaltenen Klauen gehört und sehr zahlreich in Parks gehegt wird, von der Maul- und Klauenseuche befallen werden kann? Die Frage wurde bejaht und darauf hingewiesen, daß die Jnsection durch eine verseuchte Schasheerde bewirkt werden könnte. Wir machen daher Jäger und Jagdfreunde auf diesen Punkt aufmerksam.
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* Marburg, 21. s- Landes-Ausschuß hat bep res Reservefonds für rotz Maulesel, sowie sür lang Jahr 1891 von der abgabe abzusehen.
* Frankfurt a. M. ereignete sich gestern au Unglück. Ein Mülle Hirsches einen Treiber.
* Metz, 19. Octi Arbeiter, Namens Karl? ein scheußliches Verln
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