und Chef des Telegraphen-
Dem „Regierungsboten" zu-
Der Botschafter solle Angelsgenheit Mussa
rerimistischen Generaldirector wesens ernannt.
Liffabon, 21. Februar, sind auf den 30. Marz, der auf den 19. April festgesetzt.
Petersburg, 21. Februar.
folge scheint die asiatische Cholera in Mesopotamien nur zeitweilig aufgehört zu haben- sie dehnt sich in Persien aus. Der Seuchenheerd ist indessen einige hundert Werst von der russischen Grenze entfernt und befindet sich inder Gegend von Täbris Hamadan. Trotzdem läßt ihn Rußland durch einen dorthin entsandten Arzt beobachten. Er traf an der Grenze prophylaktische Maßregeln und untersagte seinen mohameda- nischen Unterthanen die Pilgerreisen nach Persien und der Türkei.
Reich bilden, daß in der übt werde.
London, erster Lesung
Berlin, 22. Februar. (Privatdepesche.) Bei bisher erforderlichen 104 Stichwahlen ist ein endgiltiges Wahlresultat noch nicht annähernd zu übersehen. Bis jetzt sind 266 Resultate bekannt. Zur Stichwahl kommen 14 Conservative, 16 Reichspartei, 58 Nationalliberale, 16 Centrum, 43 Frei- finnige, 44 Socialdemokraten, 2 Welfen, 4 Polen, 1 Wild- liberaler, 1 Elsässer, 9 Demokraten. Gewählt find: 27 Con° servative, 10 Reichspartei, 13 Nationalliberale, 66 Centrum, 12 Freisinnige, 16 Socialdemokrateu, 3 Polen, 1 Wildliberaler, 10 Elsässer, 3 Demokraten, 1 Däne.
lativrath Ostindiens das Recht gewahrt, das Budget zu be- rathen, selbst wenn dasselbe keine Gesetzänderung erfordert, und Interpellationen an die Regierung zu richten. Der Bice- könig soll ermächtigt werden, die Zahl der von ihm ernannten Mitglieder des Legislativraths zu vermehren.
London, 21. Februar. Nach einer Lloyddepesche aus Jsmailia ist der Dampfer „Martab an", welcher im Suezkanal auf Grund gerathen war, wieder flott gemacht und der Kanal frei.
Stockholm, 21. Februar. Der Maschinendirector der Staats-Eisenbahnen, Storckenseldt, wurde zum in
*△ Aus Rheinhessen, 21. Februar. Aus Anordnung des Kreisamts Bingen werden in allen Orten des dortigen Kreises Jirgendbibliotheken eingesührt, wozu von Seiten des Kreisamts Gelder flüssig gemacht werden, um den Gemeinden die ersten Bücheranschaffungen zu erleichtern.
* Hanau, 19. Februar. Es gibt auch noch ehrliche Menschen. Gestern früh fand ein Hausknecht im Stalle im „Goldnen Fäßchen" ein Packet mit ca. 2000 Mk. in Banknoten, welche vollständig beschmutzt waren. Ein Schweinehändler aus der Gegend von Cassel hatte einige
Heldenbergen, 21. Februar. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 20. Februar dem katholischen Pfarrer hier und Dekan des katholischen Dekanats Vilbel Georg Jakob Brentano das Ritterkreuz erster Klasse des Großh. Verdienstordens Philipps des Groß- müthigen mit der Krone zu verleihen.
Locales unb Provinzielles.
Gießen, 22. Februar.
— Anschließend an die in gestriger Nr. erfolgte Veröffentlichung des Wahlresultats theilen wir die aus die vier Candidaten gesallenen Stimmen aus den 9 noch fehlenden Orten nachstehend mit:
21. Februar. Das die Regierungsvorlage
I Tage vorher 40 Schweine in dem betreffenden Stalle unter- Die Deputirtenwählen I gebracht und vermuthlich diese Summe verloren. Der ehr- Zusammentritt der Cortes ist I ^che Bursche gab das Geld seinem Herrn und dieser händigte
es der Polizei ein.
* Die Kriege der letzten Jahre. Welche Opfer an Menschen und Geld die Kriege der letzten 34 Jahre gekostet haben, ergibt sich aus der nachfolgenden Statistik, die auf durchaus zuverlässigen Quellen beruht: Der Krimkrieg kostete 750,000 Menschen und 9,950,000,000 Frcs., der italienische Krieg von 1850 45,000 Menschen und anderthalb Milliarden Frcs, der dänische Krieg 9000 Menschen und l3/4 Milliarden Frcs., der amerikanische Secessionskrieg kostete den nördlichen Staaten 280,000 Menschen und 2^2 Milliarden, den Südstaaten 520,000 Menschen und lli/z Milliarden Frcs., der deutsch-österreichische Krieg 45,000 Menschen und 1,650,000,000 Frcs., die französischen Expeditionen nach Mexiko und Cochinchina 65,000 Menschen und 1 Milliarde Frcs., der deutsch - französische Krieg 215,000 Menschen und 15 Millarden Frcs., der türkische Krieg und die Aufstände in Bulgarien und Serbien 275,000 Menschen und 6V3 Milliarden Frcs., die Kämpfe in Süd- Afrika 30,000 Menschen und 44 Millionen Frcs., der Krieg in Afghanistan 250,000 Menschen und 66 Millionen Frcs. Die Gesammtvpfer all dieser Kriege belaufen sich also aus 21/4 Millionen Menschen und fast 80 Milliarden Frcs.
— Von einem kunstliebenden Engländer weiß das „N. Wiener Tgbl." eine originelle Geschichte zu erzählen. Der Zählkellner in einem großen Cafe der inneren Stadt machte, so heißt es, ein ganz verdutztes Gesicht, als ein nächtlicher Gast, der soeben so und soviel „Gin" und „Whiskey" angesagt, noch die Frage stellte: „Kellner! Uas kosten dieses Tisch?" Der Kellner sah vor Allem nach, ob nicht der Englishman mit seinen breiten Händen, denen so etwas schon
ergiebt als Gesammtresultat: 4363 5950 4521 1734
Das Ergebniß der Wahl hat gezeigt, wie verfehlt es ist, während der Wahlagitation schon Schlüsse aus den Ausgang der Wahl zu ziehen, wie arg die einzelnen Parteien sich über ihre eigene Stärke täuschen können, welchen Wendungen ein großer Thejl der Wählerschaft vor dem entscheidenden Augenblicke unterworfen ist. Einen Beweis hierfür liefert die Abstimmung
czechischcn Vertrauensmänner - Consercnz beschlossen wurde, confiöcirt.
Wien, 21. Februar. Der „Polit. Corr." wird aus Sofia gemeldet, daß bei dem zuletzt verhafteten Musewitsch, dem langjährigen Agenten des Petersburger slawophilen Comiteö, ein Rechnungsbuch vorgesunden worden ist, in welchem reiche Geldbeträge verzeichnet sind, die demselben von Jgnatiew, dem Consul Lischeo, dem Doctor Jgnatiews, Herrn Kakarkozowski, der russischen Botschaft in Konstantinopel und Zankow übergeben waren.
Prag, 21. Februar. Die Versammlung jungczechi- scher Abgeordneter und Vertrauensmänner der jung- czechischen Bezirke genehmigte heute eine zu veröffentlichende Kundgebung, welche die Ausgleichspunkte als lediglich aus Privatberathungen hervorgegangene Anträge bezeichnet und gegen mehrere Punkte protestirt. Die Jungczechen werden jedoch in eine eingehende Erörterung derselben eingehen und fordern die Wähler aus, von sämmtlichcn Abgeordneten eine Mandatsniederlegung zu fordern. Die Jungczechen sind bereit, ihre Mandate niederzulegen, sobald die Altczechen dies
'Trieft, 21. Februar. Die Petardenwerser Saeco I zv B. in Lang-Göns. Nicht weniger wie 104 dortige und Consorten wurden zu zweijähriger bezw. anderthalbjähri- Wähler haben den Wahlaufruf der nationalliberalen Partei ger durch Einzelhaft verschärfter Kerkerstrase verurtheilt. unterzeichnet, aber nur 50 haben für Herrn Schlenkc gestimmt.
Paris, 21. Februar. Das Ministerium verhandel: In Langd stimmten von 43 Unterzeichnern des Wahlmorgen in der Angelegenheit des Prinzen von Orleans, aufruss nur 33 für Herrn Schlenke. Daß cs mit dem zahl-
Wenn die Mehrheit sich für die Ausführung des Gesetzes reichen Versammlungsbesuch und den stürmischen Bravorufen
ausspricht, dürfte der Herzog unverzüglich in das Central- oft auch seine Bewandmiß hat, werden wohl alle Parteien
gesängniß überführt werden. erfahren haben, ein großer Saal voll Bravoruser und ein
Paris, 21. Februar. Meldungen der Blätter zufolge winzig Häuflein wirklich für den Redner Stimmender sind
ist der ehemalige Minister des Auswärtigen Graf Napoleon keine seltenen Erschemungen während der letzten Wahl'
Daru, gestorben. — Der Herzog von Luynes und der bewegung gewesen. Solch äußerliche Sympathiebezeugungen
Oberst Parse Val suchten bei dem Minister des Innern die I mögen, durch momentane Eindrücke veranlaßt, noch zu ent- Erlaubniß nach, mit dem Herzog von Orleans die Gesängen- schuldigen sein, aber nicht zu rechtfertigen ist das Unterschreiben
schast zu theilen, falls letzterer in eine Strafanstalt über- zu Gunsten einer Sache, ohne derselben auch durch die That
geführt werde. ' gedient zu haben.
London, 21. Februar. Bei dem gestrigen Jahresessen — Stenographie - Unterricht. Der Gabelsberger der hiesigen deutschen Wohlthätigkeitsgesellschaft Stenograph en verein eröffnet am Montag, 24. d. M., brachte der Lordmayor Isaacs einen Toast aus Kaiser Wil- einen Anfangscursus in Gabelsbergischer Stenographie. Helm aus, welcher sich als großherziger Monarch erwiesen (Näheres siehe Annonce.) habe, der aus das Wohl der Niedrigsten wie der Höchsten in seinem Reiche bedacht sei- wenn der Kaiser wieder England besuche, werde er als Admiral der englischen Marine begrüßt
werden. Der Toast wurde enthusiastisch ausgenommen uni) nach demselben die „Wacht am Rhein" gesungen.
London, 21. Februar. Der Schriftwechsel, betr. die Lage der Völkerschaften in der asiatischen Türke.i und über den Proceß Mussa Beys, wurde heute im Parlament vertheilt. Eine Depesche Salisburys vom . 24. Januar instruirte den Botschafter White, den Sultan und vermiß
die Pforte auf die Gefahr hinzuweisen, welche die^Fortdauer Mainz, 21. Februar. Frankfurter Blätter bringen
von Zuständen, wie sie in den Bezirken von Wan, Bitlis I Mittheilungen über eine schauderhafte Mißhandlung eines und Musch herrschten, Hervorrufen müsse. Alle Unterthanen Husaren in der Garnison Bockenheim, die zu einer aus- des Sultans, ob Christen oder Muselmänner, hätten das I gedehnten militärgerichtlichen Untersuchung Anlaß gegeben hat. Recht aus Schutz gegen die Beschimpfung ihrer Person oder I Der Mißhandelte, Zimmermann mit Namen, ist der Sohn Verletzung ihres Eigenthums. Falls man von den Gerichten I eines hiesigen Weinwirths und trat als Freiwilliger bei den keine Gerechtigkeit erlangen könnte, würde die daraus ent- Husaren ein. Wie wir hören, hat der Vater gegen den stehende Unzufriedenheit eine ernste Gefahr für das türkische Willen seines Sohnes das Vorkommniß zur Kenntniß der auch daraus hinwirken, Vorgesetzten gebracht.
Beys Gerechtigkeit ge- I — Eine von 26 hiesigen Volksschullehrern unterschriebene Klageschrift gegen den Kreisschulinspector ist dieser Tage an Oberhaus nahm in I das Ministerium in Darmstadt abgegangen. Die Beschwerde an, welche dem Legis- | ächtet sich gegen eine Reihe Anordnungen des Kreisschul- infpectors, durch welche sich die Lehrer in ihrer Würde gekränkt fühlen.
Schlenke
Gutfleisch
Böckel Orbig
Wettsaasen.....
. 8
6
8
6
Zeilbach......
6
3
27
—
Ober-Lais.....
. 39
3'<
7
—
Steinberg.....
. 59
—
6
—
Unter-Seibertenrod. . .
22
12
6
—
Bellmuth......
. —
31
—
—
Bobenhausen ....
. 10
41
1
—-
Effolderbach.....
. 5
69
—
—
Wippenbach.....
. 5
12
1
—
Hierzu die gestern veröfsent-
154
■ 211
56
6
lichten Stimmenzahlen mit
4209
5739
4465
1728
zuzutrauen wäre, das Tischchen beschädigt habe, aber als er dieses unverletzt, wenn auch mit viel Bleististschnörkeleien verziert sand, so bemerkte er nur, daß sich hier keine Möbelhandlung befinde - da müsse der Herr schon ein Haus weiter gehen. Der Mann des Spleens aber sagte: „Ich thue pfeifen auf der Tisch, ich uill haben nur das Kops von die Stanley!" und dabei wies er aus eine der Bleististzeichlmngen, welche die Züge des vielgenannten Asrikareisenden meisterhaft darstellte. Der Mann im Frack wußte nun, was sein Whiskeytrinker eigentlich haben wolle, und wies ihn an einen jungen Mann mit einem blonden van Dyk-Bärtchen, welcher eben in einer anderen Ecke ein anderes Marmortischchen in Behandlung nahm. Der Engländer trat aus ihn zu, guckte ihm eine Weile über die Schulter und sagte: „Sie haben Mr. Stanley auf die Marmortisch gemalt, jetzt zeichnen Sie mir die Mr. Stanley aus die Papier!" reichte, ohne die Antwort abzuwarten, dem jungen Künstler sein Notizbuch hin und nach kurzer Zeit war auch schon Mr. Stanley, wie er leibt und lebt, im Notizbuch abconterfeit. Old England war zufrieden und überreichte dem Künstler eine Fünfziger-Banknote als Honorar. Und als der Maler das Geld nicht nehmen wollte, sagte er gemüthlich: „Take it, nehmen Sie nur als Angabe für eine große Stanley-Bild!" Bei einem steifen Grog, den der Sohn der Kreideinsel aufmarschiren ließ, kündigte er dem hocherfreuten Maler endlich noch an, daß er sich zu dessen Privatmäcenas ernenne und bestellte außer dem Stanley noch die Köpfe von Livingstone und Cameron.
* An die „Schönen Deutschlands" ergeht eine originelle Aufforderung: Die Verlagshandlung der „Deutschen Mädchenwelt" und der „Deutschen Frauenwelt" in Erfurt will ein Album von 50 der^ schönsten deutschen Frauen und Mädchen Herstellen und fordert zur Einsendung von Photographien aus. Drei deutsche Künstler sollen die Preisrichter sein. Die zur Aufnahme in das Schönheitsalbum erwählten Frauen und Mädchen erhalten jede einen Ehrenpreis. Das Album, welches der „Deutschen Mädchenwelt" und der „Deutschen Frauenwelt" in einzelnen Kunstblättern gratis beigegeben wird, erscheint nach gänzlicher Fertigstellung als selbstständiges Kunstwerk. Um allen etwaigen Skrupeln der aufgesorderten Schönen vorzubeugen, sollen die Namen der Preisgekrönten nicht genannt werden.
* Ob Neger erröthen können, war der Gegenstand einer Streitfrage, an der sich auch Darwin betheiligte und die man nun als entschieden betrachten kann- verschiedene glaubwürdige Beobachter versicherten Darwin, daß sie auf Neger- gesichtern eine dem Erröthen ähnliche Veränderung bemerkt hätten und zwar unter Umständen, welche dieselbe Erscheinung bei uns bewirkt habens würden, — trotz der Ebenholzsarbe ihrer Haut. Einige beschreiben es als ein röthliches Braun, die meisten aber sagen, daß die Schwärze des Gesichts an den Wangen noch intensiver würde, als ob ein erhöhter Blutzufluß in die Haut auf irgend eine Weise das Schwarz noch dunkler mache. Narben bleiben beim Neger lange Zeit weiß und ein Dr. Burgeß, der häufig Gelegenheit hatte, eine solche auf dem Gesicht einer Negerin zu beobachten, sah deutlich, daß die Narbe allemal roch wurde, wenn man die Frau plötzlich anredete oder beleidigte. Das Roth verbreitete sich, wie er gleichfalls wahrnahm, vom Umkreis der Narbe nach deren Mitte. Nimmt man noch dazu, daß Mulatten, die Abkömmlinge von Negern und Weißen, ganz atiffallend zu erröthen vermögen, so kann kein Zweifel mehr an der Fähigkeit der Neger, dies gleichfalls za thun, bestehen, obgleich aus ihren schwarzen Gesichtern kein eigentliches Roth wahrzunehmen ist.
* Zu einer kühnen Wette hat sich jüngst ein Amerikaner entschlossen. Derselbe hat sich verpflichtet, ans hundert Con- currentinnen, die sich auf eine Heirathsannonce melden werden, sich eine Frau durchs Loos erwählen zu lassen. Diejenige der heirathslustigen Candidatinnen, aus welche die Nummer 77 trifft, wird er zu seiner Gattin machen, mag sie nun alt oder jung sein, häßlich oder hübsch, Türkin oder Deutsche. Das Reugeld ist auf 5000 Dollars festgesetzt. Ob der Mann nicht später in die Lage kommen wird, von einer bösen „77" zu reden.
* Ein galanter Kirgise. Bei den Kirgisen, die ihre althergebrachten Sitten fast ungeschmälert erhalten haben, hat Europas übertünchte Höflichkeit doch auch schon ihre Heimstätte gesunden. Der Gouverneur von Orenburg hatte vor einiger Zeit, so erzählt das „Jll. S.-Bl." einen Kirgisen- Khan zur Tafel geladen- dem Gaste gegenüber saß die junge hübsche Frau eines russischen Offiziers. Der Kirgise wandte kein Auge von ihr, und er konnte sich nicht enthalten, auszurusen: „Tausend Schafe würde ich für diese Fran dort geben!" Alles lachte über diese ungekünstelte Bewunderung Der Gouverneur, der sich einen Scherz mit dem Steppensohn machen, ihn vielleicht in Verlegenheit bringen wollte, fragte ihn, indem er auf seine eigene, allerdings nicht allzu schöne Gemahlin deutete: „Wie viel gibst Du aber wohl für diese?" — Herr," versetzte der Khan galant, ohne sich zu besinnen, „frage das nicht, so viel Schase hat Keiner auf der ganzen Welt!"
* Gute Legitimation. Frau B. fragt einen verdächtig ansfehenden Diener, der sich ihr vorstellt, um bei ihr in Dienst zu tretön, nach seinen Zeugnissen. — „Ich habe etwas Besseres als Zeugnisse", sagt der Lakai und zieht aus seiner Tasche ein Packet Zeitungen." — „Was denn? — „Drei Freisprechungen von Seiten des Zuchtpolizeigerichts und vier Anweisungen, die Sache niederzuschlagen."
* Zwei bayerische Fuhrknechte streiten sich darüber, ob der Herr in Uniform, der eben vorbeigeritten, ein Zahlmeister oder ein Thierarzt gewesen sei. Den Streit entscheidet ein hinzugekommener Berufsgenosse mit den Worten- „Wenn der Herr wieder z'rückkimmt, Seppl, nacha gehst hin und sagst, Du hätt'st Zahnweh. Gibt a Dir an Ohrfeig'n, so is a Zahlmeister, curirt a Di, is a Thierarzt!"


