unter dem Vorsitz des Erzbischofs Tribandier von Cambrai eröffnet worden.
Osteude, 19. November. Der Postdampfer „Flandre", der gestern Abend um 11 Uhr Dover verließ, mußte infolge einer Beschädigung seiner Maschine zwischen Nienport und Middelkerke Anker werfen. Ein Dampfer ist von hier abgegangen, um die Passagiere und die Post des „Flandre" aufzunehmen.
Madrid, 19. November. Gelegentlich des Jahrestages -der Unruhen an der hiesigen Universität im Jahre 1884 weigerten sich heute die Studenten, in die Universität einzutreten. Eine große Anzahl veranstaltete eine feindliche Demonstration vor dem Justizministerium und entwaffneten die Polizeidiener, welche die Demonstranten mit der Waffe aufhalten wollten. Schließlich gingen die Studenten, nach vergeblichem Versuch, die Studirenden der Medicin zum Anschluß zu bewegen, auseinander.
Belgrad, 19. November. Der Eröffnung der Skupsch- tina wohnre auch das gesammte diplomatische Corps bei. Die Thronrede verlas Ristics.
Bukarest, 19. November. Bei den Munizipalwahlen des zweiten Wahlkörpers erhielten die Conservativen eine erhebliche Majorität.
Newyork, 19. November. In Folge Befürchtungen, welche ein Aus st and der Sioux-Indianer zwischen dem Missouri und dem Felsengebirge hervorruft, wurden Truppen beordert, um die Indianer an der Grenze von Dakota in Schach zu halten.
Rio de Janeiro, 19. November. Die constituirende Versammlung nahm einen Antrag an, wonach die Machtbefugnisse der Provisorischen Regierung bis zur definitiven Beschlußfaffung über die Constitution verlängert werden.
Cocoles rrnö OroMnzieLler.
Gießen, 20. November.
0. Br. Geschichtliche Anfrage. Petrarca, welcher im Jahre 1390 Köln besuchte, spricht in einem Briefe an den Cardinal Colvana mit Begeisterung über die Pracht und Blüthe der Stadt- zugleich erwähnt er einer sonderbaren Sitte, welche damals jährlich am 23. Juni, am Vorabend des St. Johannisfestes, in Köln stattgesunden. „Kaum stieg 'ich", schreibt er, „in der Herberge ab, wo meine Freunde mich empfingen, als sie mich an den Rhein führten, um ein eben an diesem Tage, beim Sonnenuntergang, aus dem Alter- thum herkömmliches Schauspiel in ihrer Gesellschaft anzusehen. Man betrog mich nicht in der Erwartung, denn das ganze Ufer war mit einer langen ansehnlichen Reihe schöner Frauen bedeckt. Unglaublich war der Zulaus, ohne daß sich die Andrängenden untereinander hinderten und Alles athmete Muth und Freude. Ein Theil war mit Kränzen und Blumen geschmückt, und mit zurückgeschobenem Gewände fingen sie nun auf einmal an, ihre weißen Arme und Hände in den Fluß zu rauchen und abzuwaschen- dabei wechselten sie in ihrer mir unverständlichen Sprache froh und lächelnd einige Sprüche. Man sagte mir, daß dieses ein uralter Gebrauch der "Kötner sei, besonders unter den Frauen und Mädchen, die in der Meinung fortlebten, daß alles Elend des ganzen Jahres durch die an diesem Tage bei ihnen gewöhnliche Abwaschung im Flusse weggespült werde und gleich darauf Alles nach Wunsch gelinge. Es sei also eigentlich ein jährliches Reinig- ungssest, welches von jeher mit unverbrüchlicher Emsigkeit gefeiert, wohl nie untergehen werde." (Petrarc. Op. Tom. I. lib. I. epost. 4. estr. Geschichte der Stadt Köln von Johann Paul Mathieux, Köln 1865, Seite 55.) — Dazu machte ein alter Gießener Geschichtsforscher, der das vorerwähnte deutsche Buch über Köln studirte, die schriftliche Bemerkung: „Ein ähnlicher Gebrauch fand in Gießen noch bis in die neueste Zeit statt". Wenn das richtig ist, so müssen jetzt noch Leute in unserer Stadt leben, die über diesen Gebrauch Auskunft geben können, worum dringend gebeten wird.
— Theater. Morgen Freitag kommt das neu einstudirte Lustspiel von E. Schacht „Gefährliche Mädchen" zur Aufführung. Das Stück, welches vor zwei Jahren nur einmal als^Abschiedsvorstellung gegeben wurde, errang einen un- getheilten Heirerkeitserfolg. Wünschen wir der Direction, welche seit einiger Zeit als Dank für ein rastloses Streben, dem Publikum stets Neues und Gutes zu bieten, nur entsetzlich leere Häuser zu verzeichnen hat, endlich einmal einen finanziellen Erfolg.
F. Lollar, 20. November. Ein Rudel Wildschweine von fünf Stück zeigte sich am 18. er. Mittags im Großen- Busecker, Alten-Busecker und Treiier Walde, die, durch Holzmacher beunruhigt, in der Richtuug Climbach wieder ab- gezogfn sind. Die Jäger der Umgegend werden hierauf aufmerksam gemacht, damit sie ein wachsames Auge auf die schwarzen Gesellen haben.
Friedberg, 19. November. Gestern fiel auf der Fahrt von Heldenbergen nach Kaichen ein Bremsep vom Zuge und zwischen die fahrenden Wagen. Ein Arm und ein Bein wurden so schwer verletzt, daß der Verunglückte hierher in das Hospital verbracht werden mußte, wo ihm bereits der Arm abgenommen wurde.
Grünberg, 17. November. Heute Nachmittag 1 Uhr fand im Saale des Gasthauses „Zum Hirsch" dahier eine Versammlung des Wetterauer O bstvereins statt. Herr Amtmann Nebel aus Gießen eröffnete die Versammlung und ertheilte dann Herrn Landwirthschastslelprer Dr. st. Peter aus Friedberg das Wort, In seinem Vorträge- betonte dieser, daß bei uns, wie die im Herbst d. I. zu Friedberg stattgehabte Obstausstellung gezeigt habe, zu viele verschiedene Sorten gezogen würden. Er empfiehlt deshalb, um möglichst hohen Ertrags zu erzielen, nur 3 bis 4, Sorten.zu pflanzen und zwar solche,, die in der Gegend besonders gut gedeihen. Ferner mahnte er zur Vorsicht bei dem Ankauf junger Stämm
chen und bat, sich bei Bedarf an den Techniker des „Wetterauer Obstvereins" zu wenden, der gerne bereit ist, geeignete Baumschulen zu empfehlen. — Im Anschluß an diesen Vortrag sprach Herr Obstbautechniker Metz von Friedberg über die Sortenfrage. Indem er einige für unsere Gegend besonders geeignete Obstsorten anführte und solche vorzeigte, schilderte er deren Vorzüge sowohl als Most- und Wirthschafts- obftA wie auch als Tafelobst. Dann kam Redner aus die Feinde unserer Obstbäume, die Jnseeten, zu sprechen und führte aus, wie neben gehöriger Ernährung die Pflege, besonders aber sorgfältige Reinigung des Baumes Hauptbedingung sei. Zum Schluffe gab er noch verschiedene Winke, auf welche Weise mit geringer Mühe der Baum zu möglichst hoher Ertragsfähigkeit zu bringen sei. — Herr Amtmann Nebel dankte beiden Rednern Namens der Versammlung und bedauerte nur, daß die Betheiligung eine so geringe gewesen sei. Er hoffe aber, daß diese Versammlung dazu beitragen werde, das Interesse der Bewohner Grünbergs und Umgegend mehr auf einen der einträglichsten Zweige der Landwirthschaft, die Obstbaumzucht, zu lenken.
Rieder-Ohmen, 17. November. Ueberall regt sich unter den Landleuten hiesiger Gegend der gesunde Drang, durch Gründung von Spar - und Darlehn skassen dem Grundsatz der segensreichen Selbsthülfe gerecht zu werden, statt fremde Hülfe in Anspruch zu nehmen, die leider oft zur Ausbeutung der Hülfesuchenden geführt hat. So ist auch hier eine Anzahl Männer an einem Abend der verflossenen Woche in der Langohr'schen Wirthschast zusammengetreten und hat eine Spar- und Darlehenskasse ins Leben gerufen. Nachdem die bereits von einer Commission vorberathenen Statuten zur Verlesung gebracht und Zustimmung gefunden, wurde die Kasse definitiv gegründet. Zum Director der Kasse wurde Herr Pfarrer I o st dahier gewählt. D. Z.
8. Hungen, 19. November. (Telegraphisch bereits gestern mitgetheilt.) Heute morgen gegen 5 Uhr durchschallte der Schreckensruf „Feuer" unsere Stadt. Es brannte in dem unteren Stadttheile in der sogenannten „Pütze". Obwohl die hiesige freiwillige Feuerwehr, sowie die sonstigen Einwohner rasch zur Stelle waren, so konnte doch nicht verhindert werden, daß alsbald fünf Scheuern, von welchen vier mit Stroh und eine noch mit Frucht gefüllt waren, in Flammen standen. Durch allseitiges energisches Eingreifen, woran sich auch die Bewohner unserer Nachbarorte bald be- theiligten, gelang es, die unmittelbar an diese Scheuern grenzenden Wohnhäuser und sonstige Gebäulichkeiten zu retten. Sämmtliches Vieh wurde, bis auf eine Ziege und einen Hund mit zwei Jungen, welche mit verbrannt sind, gerettet. So viel man hört, sind von den Brandbeschädigten vier versichert.
8. Borsdorf, 19. November. Aus der hiesigen Gemeinde- Schafherde wurden über Nacht vier Stück Schafe gestohlen. Durch alsbaldige Nachforschungen kam man dem Dieb auf die Spur und fand man in Echzell, wohin die Schafe verkauft worden waren, noch zwei derselben lebend vor, zwei waren bereits geschlachtet worden. Der Dieb entpuppte sich als der Gemeindeschäfer von R. Als man in N. dieses Vorkommniß hörte, zählten die Schafbesitzer dortselbst ihre Schafe nach, wobei es sich fand, daß auch hier acht Stück fehlten. Der betr. Schäfer ist flüchtig geworden.
(:) Schotten, 19. November. „Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen." Unlängst trug sich im benachbarten R.....d ein Fall
zu, der, obwohl er ein wenig fabelhaft klingen mag, vom Einsender voll und ganz verbürgt wird. Man war nämlich in einer Küche mit dem Kochen von Honig beschäftigt. In einem Augenblicke, in dem Niemand in der Küche war, schlich sich nun ein kleiner Hund ein,, der es gewohnt war, hier einen guten Fang zu machen - aber dies war sein letzter Gang. Das Thier gerieth nämlich in den Kessel, worin sich der siedende, noch nicht ganz fertige Honig befand. Als kurze Zeit darauf das Dienstmädchen die Küche wieder betrat, fand es zu seinem Erstaunen, daß der Boden und die Wände arg mit Honig bespritzt waren, und erschrak nicht wenig, als es beim Nähertreten den vollständig verbrühten Hund im Kessel vorfand. Honig und Hund wanderten alsbald zur Küche hinaus, während es sich Spötter nicht nehmen ließen, sich über diesen Fall lustig zu machen.
cf Zeche Hedwig bei Rinderbügen, 19. November. Die Aussichten auf eine durch den Staat-zu bauende S e cu n d är- bah n haben sich in letzter Zeit sehr vermindert. Wir kamen zu späte mit dem Projeete. Jetzt, nachdem der große Seeundärbahnse'tzen über das Land gekommen, kann man nicht verlangen, daß von Neuem begonnen wird. — Die Berg- werkdireetion sieht aber auch ein, daß man dem Staate den Bau nicht zumuthen kann, vielmehr hat in erster Linie der Bergwerksinhaber (Mitteldeutsche Creditbank, Bankier Herz in Weilburg) das größte Interesse an dem Schienenwege. Die Kreisstraße wurde erst vor anderthalb Monaten vollständig mit einem Kostenaufwande von 16 000Mk. umgebaut- Ihre Zeitung brachte s. Z, die Nachricht davon. Heute ist diese Straße bereits durch die schweren Lastfuhrwerke wieder so zusammengefahren, daß sie aussieht wie vor der Reparatur, die 10 Wochen in Anspruch nahm. Während dieser Zeit büßte die Zeche ca. 44000 Mk. ein, macht mit den Reparaturkosten 60000Mk., die alle Jahre wiederkehren, wahrscheinlich aber noch höher werden, weil der Umbau fester, diebetriebslose Zeit länger werden wird. Ohne Schienenweg ist nicht mehr weiter zu kommen. Zecheverwaltung und Kreisverwaltung werden sich vereinigen müssen, um entweder eine Drahtseilhahn, oder eine schmalspurige zu schaffen. Alls dem Bayerischen sind Anfragen wegen Kohlen eingelangt- so lange' aber der theuere Wagentransport besteht, können die Kohlen nicht in Betracht kommen.
"■'** Büdingen, 19. November. Der Rückschlag in den Preisen für Schweine der verschiedensten Gattungen: Ferkel, Springer, Hählschweine macht sich hier, und in der Umgegend , dadurch angenehm fühlbar, daß die Metzger mit den Fleisch- !
preisen heruutergeheu, wenn auch nicht in dem Maße, wie die Schweine abgeschlagen haben. — Aber auch in den B r o d p r e i s e n ist eine Ermäßigung eingetreten. Seit einigen Wochen kommt ein Wagen von Langenselbold (in Preußen) mit sehr schöner Waare hierher. Der vierpfündige Laib kostete seither 50 Pfg.- die preußischen Lieferanten gaben dasselbe Quantum zu 45 Pfg. und die Folge davon war ein allgemeiner Abschlag in der Stadt, was sehr angenehm berührt hat.
vermischtes.
* Darmstadt, 19. November. Eine heute in Kraft tretende Loealverordnung setzt die allgemeine Polizeistunde auf 11 Uhr Abends fest. Durch Verfügung Großh. Polizeiamts kann die Polizeistunde allgemein oder für einzelne Wirthschaften verkürzt oder verlängert oder ausgehoben werden. Wer trotz ergangener Aufforderung über die Polizeistunde in einer Wirthschast verweilt, wird mit Geldstrafe bis zu 15 Mk., der Wirth, welcher das Verweilen seiner Gäste über die angesetzte Stunde duldet, mit Geldstrafe bis zu 60 Mk. oder mit Hast bis zu-14 Tagen bestraft.
Darmstadt, 19. November. In der Zeit vom 1. April d. I. bis zum Schluß des Monats October d. I. wurden im Ober- postdirectionsbezirk Darmstadt an W e ch s e l st e m p e l st e u e r vereinnahmt 85 044,90 Mk. (5924,90 Mk. mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres)- auf den Monat October entfallen davon 13 325,50 Mk.
= Frankfurt a. M., 19. November. Vieheinfuchr- verbot und Getreidezölle. Der Stadtverordnetem Versammlung lag in ihrer gestrigen Sitzung der folgende von C. Funk und Genossen eingebrachte Antrag zur Beschlußfassung vor:
„Im Hinblick darauf, daß die außerordentliche Höhe, welche die Preise der nothweudigsteu Lebensmittel in letzter Heit, im Wesentlichen als Folge der bestehenden Vieheinfuhrverbote und Getreidezölle erreicht haben und welche geeignet ist, sämmtliche Volksklassen, am schwersten aber die minder bemittelten zu schädigen, möge die Versammlung beschließen, den Magistrat zu ersuchen, beim Reichskanzler dahin vorstellig zu werden, daß das Interesse der Bevölkerung hiesiger Stadt die schleunigste Aufhebung der bestehenden Vieheinfuhr-Verbote und die Herabminderung der Getreidezölle dringend erheischt."
Herr C. Funk bemerkte zur Begründung seines Antrages,, die Versammlung habe 1885 und 1886 ähnliche Beschlüsse, nämlich gegen die Erhöhung der Getreidezötte und gegen das Branntweinmonopol, gefaßt. Zwei Einwände seien erhoben worden: der Zeitpunkt sei für den Antrag nicht geeignet und die Berechtigung zu dem Anträge sei aus den Frankfurter Verhältnissen heraus nicht genügend uachgewieseu. Zu dem ersten Einmand bemerke er, daß der Zeitpunkt mit Rücksicht aus. die Anträge Sachsens und Bayerns, die Aushebung der Viehsperre betreffend, sowie aus den Handelsvertrag mit Oesterreich, der eine Herabsetzung der Getreidezölle mit sich bringen werde, sowie endlich mit Rücksicht auf den Rücktritt des Herrn von Lucius, dem man einen Mangel an Ueber- einstimmung mit der neuen Agrarpolitik zuschreibe, sehr geeignet sei. Was nun die Frankfurter Verhältnisse betreffe so sti zu betonen, daß seit 1888 die Preise für Rindfleisch um 20, für Hammelfleisch um 32, für Schweinefleisch und Kalbfleisch um 33pCt. gestiegen seien. Solche Steigerungen könne der Arbeiter nicht ohne Schädigung seiner Existenz ertragen. 64pCt. der hiesigen Bevölkerung habe ein Einkommen von 1150 Mk. und weniger. Die Commune habe die Pflicht, an der Socialpolitik in angemessener Weise mitzuwirken und darum erhoffe er die Annahme seines, sich in bescheidenen Grenzen bewegenden Antrages. Herr Bürgermeister Dr. Heussenstamm erklärte, es sei nicht Sache der Gemeindebehörden, über derartige Dinge zu beschließen- das könne nur dann ausnahmsweise geschehen, wenn locale Interessen von hervorragender Bedeutung (wie bei der Börsensteuer) berührt würden. Die von Funk besprochenen Maßregeln könnten als eine Gemeindeangelegenheit nicht angesehen werden, weil sie auf andere Städte genau so wie auf Frankfurt wirkten. Der Magistrat halte es nicht für zweckmäßig, über die chm durch die Gemeindeverfassung- vorgeschriebenen Competenzen hinauszugehen. Speeielle Interessen der Commune vertrete er gerne, aber mit allgemeinen Fragen glaube er sich mcht befassen zu sollen. Der Magistrat werde schwerlich zu einem anderen Ergebniß kommen. Unberücksichtigt lasse derselbe diese Fragen übrigens nicht, das beweise seine Eingabe an den Minister um Erleichterung bezüglich der Einfuhr von Hornvieh und Schweinen in den hiesigen Bezirk. Von den übrigen Rednern sprach sich nur Einer (Herr Dr. Fester) gegen den Antrag aus, während alle andern für denselben eintraten. Der Antrag Funk und Genossen wurde fast einstimmig angenommen.
* Berlin, 15. November, lieber die Sterblichkeit d e r L u n g.e n s ch w i n d s u ch t (Tuberkulose) entnehmen wir amtlichen statistischen Veröffentlichungen folgende Angaben,, welche zur Zeit besondere Beachtung verdienen dürften: In Preußen starben an der Schwindsucht 1882 85 359 Personen 1883 8ß837, 1884 87 756, 1885 88056, 1886 88 283^ 1887 84 124, 1888 84109. $n den letzten 7 Jahren, über welche Nachrichten vorliegen, sind also im Ganzen 606 524 Personen dieser Krankheit erlegen. Das männliche Geschlecht ist an den Sterbefällen weit stärker betheiligt, als das weibliche, trotzdem bekanntermaßen mehr grauen als Männer unter den Einwohnern vorhanden sind. In den einzelnen Jahren sind' stets 5000—7000 mehr Männer als Frauen an der Krankheit gestorben. Sondert man die Bevölkeruna nach dem Lebensalror,. so findet man bezüglich der Sterblichkeit -an der Tuberkulose die größten Verschiedenheiten. Die Bedeutung dieser Krankheit nimmt für die einzelnen Altersklassen derart zu, daß im Jahre 1888 von 100 Gestorbenen männlichen Geschlechts, welche 10—15 Jahre alt waren, be-
reit« 16A Alan! 39,66 on25 J^ten fl 49,33 g 'ie »be dallDie btt I6ebeutu"9 h ! 6a6 J
■ J Unterscheidung „an; beträchtlich- Ute- EsElenn ÜanbeS im * WB dm» >n d-n S IM man weiter 1 iSleinftäbte 20 Ue (.2000 ) fe 1 I «ehr °ls 1000 0 ( M-iMcht in ton. Mittelstädten 14,1 p Procent aller Gestorbe der Größe der. Stad Mittel- und Großstädte, die 12 preußischen Gr Schwindsucht nicht etwc der Reihenfolge: In ! Todesfälle durch die.L in Magdeburg 12,5, Altona 16,0, in Hanno dors 17,2, in Elbersel Barmen 20,9 Procent.
Citert
Ist HaarWeide von Dr. E. Wen, Spe ,Haarn>achsthum und H jherausgegeben von Pro Stuttgart, Deutiche Vn Weben. DaS Haar ist stätte, bet sogenannten wächst wie der Nagel t Willen ist bei den verschieden, beim einze wenigstens kann man ! Zahl der Haarpapillen ; der Fingernägel oermeh ( bat nun je nach seinem • Ropföaar burdfönitlliä & utoaäftn läßt. D öler bis sechs Zähre Ma ilten bildet sich ein neue '5 nun ungemein schnell mb mehr, je langer W
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