der Kaiser, die Erzherzoge Karl Ludwig, Wilhelm und Rainer, Herzog Paul von Mecklenburg und alle Minister Theil. — Der Erbgroßherzog von Luxemburg erwiderte heute die Besuche der Erzherzoge Karl Ludwig und Rainer und deS Prinzen Gustav von Sachsen-Weimar.
Paris, 17. December. Dem „National" zufolge wurden Versuche mit einem an der Patrontasche angebrachten Apparat gemacht, welcher ein schnelleres Laden des Lebelgewehres ermöglicht und die Schußgeschwindigkeit ohne Benutzung des Gewehrmagazins aus vierzehn per Minute erhöht.
Brussel, 17. December. In einer Kohlengrube bei Hornu (bei Warquignies) stürzte, weil das Seil riß, der Fahrstuhl, aus dem sich 18 Arbeiter befanden, in die Tiefe. Nach den bisherigen Nachrichten sind Alle tobt.
Rom, 17. December. Die „Agenzia Stefani" dementirt die Nachricht, daß die italienischen Truppen, welche gegen Kassa la marschiren, sich in einer kritischen Lage befinden und die Derwische stündlich vorrücken.
Rom, 17. December. Die Kammer nahm in ihrer heutigen Sitzung die Adresse auf die Thronrede mit sehr großer Majorität an. Im Laufe der Debatte widerlegte Crispi die Angriffe mehrerer Radikalen und vertheidigte namentlich die Politik der Allianzen, welcher die Regierung treu bleiben werde und die einen rein defensiven Character hätte. Mit der Zeit werde man die Früchte derselben sehen. Die Regierung habe in Afrika keine allzuweit ausgreifenden Ziele, sie verhinderte sogar den General Orero, nach Kassala zu marschiren. Das Garantiegesetz sichere die Ausübung der geistlichen Gewalt dem Papste zu, aber Souverän sei in Italien nur Einer: König Humbert.
Madrid, 17. December. Der Ministerrath berieth gestern den Bericht der Commission für die Tarisresorm und beauftragte den Finanzminister mit dem Erlaß eines Decrets, durch welches die Einfuhrzölle aus Weizen, Reis, Fleisch und etliche andere Artikel, soweit es die bestehenden Verträge erlauben, erhöht werden. Der Finanzminister wird den neuen, auf schutzzöllnerischer Grundlage beruhenden Tarif vorbereiten, der mit dem Ablauf der noch giltigen Verträge ein- tretcn soll.
Lissabon, 17. December. Die neue Expeditions- Colonne ist jetzt gebildet - sie besteht aus einem Bataillon Infanterie mit 759 Mann, 33 Offizieren, 13 Pferden, 47 Maulthieren und einer gemischten Compagnie von Ingenieuren und Artillerie. Den Oberbefehl führt Oberst Azevedo Coutinko.
Belgrad, 17. December. Von unterrichteter Seite wird bestätigt, daß die Königin Natalie vor der Beschlußfassung der Skupschtina allerdings erwogen habe, ob sie behufs Anerkennung ihrer Ansprüche den Proceßweg betreten solle.
Bombay, 17. December. Meldung des Bureau Reuter. Heute stürzte im indischen Viertel ein vierstöckiges Gebäude ein. Mehr als 100 Personen sind verunglückt, etwa 30 sind tobt unb viele schwer verwunbet.
Kapstadt, 17. December. Meldung des Bureau Reuter. Der Premierminister der Capcolonie, Rhodes, begibt sich nach London, um mit Lord Salisbury über die englisch-portugiesische Streitfrage zu conseriren- er reist voraussichtlich am 24. December ab.
Rewyork, 17. December. Nach Telegrammen aus Rapid City (Dacota) ist ein Detachement Cavallerie von Indianern angegriffen worden. Der Verlust der Truppen betrug 2 Offiziere und 50 Mann tobt. Die Indianer wurden mit beträchtlichen Verlusten zurückgeschlagen. Von Rapid City geht sofort ein zweites Detachement Cavallerie ins Indianergebiet ab.
Berlin, 18. December. Ihre Majestät die Kaiserin ist gestern Abend von einem gesunden Prinzen glücklich entbunden worden.
schwand. Die gewünschte heilsame Einschüchterung blieb leider aus.
„Du willst doch dem armen Puppenkin.de nicht wehe thun, Marthchen? Nein, nein, Du willst ihr keinen Schwerz machen?" kam Fräulein Gertrud dem verlegenen Papa zur Hilfe. „Nicht wahr?"
„Nein, Tante!"
„Dann mußt Du ebenso lieb und gut zu ihr sein, wie die Mama zu ihrem Marthakinde ist," fuhr das junge Mädchen fort.
„Mama ist tobt," sagte die Kleine.
In Gertrubs Mienen spiegelte sich unwillkürlich baS lebhafteste Bebauern. Das Trosteswort, welches ihr aus den Lippen schwebte, unierbrücfte sie aber in plötzlicher unerklärlicher Scheu vor dem dunkelbärtigen Herrn, welcher der Unterhaltung seines Töchterchens mit der Reisegefährtin mit größtem Jntereffe zu folgen schien.
„Nein, ich habe keine Mama mehr," fuhr die Kleine fort. . . . „Thut ihr dies weh?" frug sie weiter, das Puppenkind zärtlich an ihr Herz drückend.
„Nein, ganz gewiß nicht."
„Darf ich sie einschläfern?"
„Gern!"
Die Kleine nahm die Puppe jetzt in den Arm, um sie mit den Manieren einer ausgelernten Kinderwärterin in den Schlaf zu bringen. Dazu summte sie vom „Muhkühchen von Halberstadt" und vom „schwarzen und weißen Schäfchen". Dabei begann sie ein vaarmal zu gähnen, endlich schloffen sich die lebhaften Augen der kleinen Kinderwärterin selbst im Schlafe.
(Fortsetzung folgt.)
* Nette Gegend. Bauer: „Gelt, jHerr, mir hant ebe e güata Luft dohobe, 's ischt aber au noh koiner bei'n es gschtorbe." — Herr: „So, wo schterbet no ihr Leut?" — Bauer: „Bis jetzet alle im Zuchthaus!"
Die jüwgßr Volkszählung im Deutschen Reiche.
Obwohl die Ergebnisse der am 1. December 1890 im Deutschen Reiche vorgenommenen Volkszählung noch immer derart lückenhaft sind, daß z. B. nicht einmal über die Bewohnerzahl der kleineren Bundesstaaten beglaubigte Nachrichten vorliegeu, so steht doch schon jetzt unzweifelhaft fest, daß die Bevölkerung Deutschlands wiederum beträchtlich zugenommen hat. Man wird wohl nicht sehr fehlgehen, wenn man annimmt, daß die ca. 48 Millionen Einwohner, welche unser Vaterland am 1. December 1885 auswies, sich inzwischen um etwa drei Millionen vermehrt haben, und daß also die Gesammtbevölkerung des Reiches gegenwärtig über 50 Millionen Seelen beträgt. Es ist diese abermalige bedeutende Zunahme der Bevölkeruugszahl Deutschlands gewiß nur mit Genugtuung zu begrüßen, denn mag man sie vom politischen, wirthschaftlichen oder socialen Standpunkte ans betrachten, so wird man sagen dürfen, daß Deutschland nach allem diesem Beurtheilen hin das Ausland mit Respect erfüllt, denn unleugbar stellt die in solchem Maße fortschreitende Zunahme des Deutschen Reiches einen neuen Beweis der wachsenden deutschen Volkskraft dar.
Aber die jüngste Volkszählung in Deutschland weist auch andere weniger erfreuliche Seiten ous. Sie hat, wie dies schon bei der Zählung am 1. December 1885 zu constatiren war, abermals ein sehr erhebliches Anwachsen der Einwohnerschaft unserer Großstädte, namentlich der industriellen Centralplätze, ergeben, während in den meisten kleinen Städten und auf dem platten Lande die Bevölkerungszunahme vielfach eine nur ganz mäßige gewesen ist; ja, nicht wenige Orte müssen sogar eine Abnahme ihrer Einwohnerzahl im Vergleiche mit ihrem Bevölkerungsstande vor fünf Jahren zugeben. Sicherlich hängt aber das starke Anschwellen der Bevölkerung der großen Städte mit dem vielfach zu bemerkenden Rückgänge ober wenigstens Stillstehen der Bevölkerung in den Kleinstädten und aus dem platten Lande bis zu einem gewissen Grade zusammen. Zwar ist das reißende Anwachsen unserer Großstädte theilweise auch auf die Einverleibung stark bevölkerter Vororte in die Großstädte zurückzusühren, aber zum guten Theil rührt das unverhältnißmäßige Amoachsen der großstädtischen Bevölkerung, abgesehen von der natürlichen Bevölkerungszunahme durch den Geburtenüberschuß über die Sterbesälle, auch mit von dem lebhaften Zuzuge von außen her und an diesem sind überwiegend die Arbeiter aus ländlichen Districten betheiligt. Hier hat man es nun mit einer in socialer und wirthschastlicher Hinsicht sehr beachtenswerthen Erscheinung zu thun, sie bekundet, daß Deutschland sich im Lause der letzten drei Jahrzehnte mehr und mehr aus einem ackerbautreibenden Lande in einen Jndnstriestaat verwandelt hat- dies spricht sich eben unwiderleglich in dem erstaunlichen Anwachsen der großen Städte, häufig auch der Mittelstädte, gegenüber der fast glei!chbleibenden ober gar zurückgehenben länblichen Bevölkerung aus. Ob sich diese in socialer Hinsicht bedenkliche Entwickelung in gleichem Umfange auch in Zukunft fortsetzen wird, das ist freilich sehr fraglich, denn Rückschläge sind hier nicht ausgeschlossen, jedenfalls muß aber die auch durch die neueste Volkszählung sestgestellte Erscheinung einer in ungeheurem Umfange zunehmenden großstädtischen und industriellen Bevölkerung auf Kosten der zurückbleibenden Landbevölkerung in Deutschland die vollste Aufmerksamkeit der Wirthschastspolitiker erregen. In welcher Weise hierin eine gesunde Reaction erzeugt werden könnte, dergestalt, daß die Zahl der in der Großindustrie beschäftigten Menschen nicht mehr so unverhältnißmäßig im Vergleiche mit der Bevölkerung der vorwiegend länblichen Districte zunehmen würde, das ist allerdings ein schwieriges Problem für unsere Vvlkswirthe. Nichtsdestoweniger wird man namentlich aus Seiten der Regierung dieser hochwichtigen Frage fortgesetzt ernste Aufmerksamkeit zu widmen haben, denn noch immer bildet in Deutschland die Landwirtschaft eine der Grundsätzen des staatlichen Lebens und es wäre sehr zu bedauern, wenn durch eine allmähliche Abnahme der ländlichen Bevölkeruugs- unb Arbeiterzahl diese Säule des Staatslebenß geschwächt werden sollte.
Cocale» und ProoinjteUes.
Gießen, 18. December.
— Gestern Vormittag 11 Uhr sand in Steins Garten eine Hauptversammlung des Landwirtschaftlichen Vereins der Provinz Oberhessen statt. Aus der Tagesordnung standen-. 1) Errichtung von Schlachthäusern, Erlaß von Schlachthaus- orbnungen und Maßregeln zum Schutze gegen Verluste durch Perlsucht beim Rindvieh; 2) die Getreide- und Viehzölle. Den Verhandlungen wohnten bei Herr Provinzialdirector Frhr. v. Gagern, Herr Ober-Medicinalrath Dr. Lorenz, Herr Kreisrath Schönfeld von Schotten, Herr Regierungsrath Nover, Herr Amtmann Nebel u. A., den Vorsitz führte Sc. Erlaucht Friedrich Graf zu Solms-Laubach, später Herr Gutsbesitzer Schlenke, Vicepräsident. Das Resultat der sehr eingehend geführten Verhandlungen, an welchen sich die eben Genannten, sowie mehrere Landwirtbe aus der nicht so zahlreich wie sonst besuchten Versammlung beteiligten, war die Annahme der folgenden, von einer besonderen Commission gestellten, im Lause der Debatte theilweise geänderten Anträge: 1) Die Errichtung von Schlachthäusern ist überall zu begrüben. 2) In die Schlachthausordnungen sind auf immer Bestimmungen, wie Vieh ausgeschlachtet wird, wann und durch wen das ausgeschlachtete Vieh verwogen werden muß, wieviel Procente abgerechnet werden dürfen, aufzunehmen. Die Ausdehnung der in den Schlachthausordnungen enthaltenen Bestimmungen auf das Land wird ebenfalls an- empfohlen. Die Commission empfiehlt den Verkauf von Schlachtvieh nach Lebendgewicht. 3) Die Entdeckungen Prof. Kochs werden wahrscheinlich bas Feststellen ber Tuberkulose auch beim Rindvieh auf kürzestem Wege ermöglichen, der Tilgung ber Tuberkulose bes Rindviehs durch Maßnahmen würden dadurch die Wege geebnet werden. Es ist die Großh. Regierung zu ersuchen, ihre Vertreter beim Bundesrathe an
zuweisen, zu geeigneter Zeit darauf bezügliche Bestrebungen anzuregen. 4) Es scheint angemessen, durch reichsgesetzliche Regelung die Entschädigung bei Lungentuberkulose des Rindviehs möglichst zu beschleunigen. Bis gesetzliche Maßnahmen in's Leben treten, die die Landwirthe vor Schaden an Vieh durch Perlsucht und Lungentuberkulose bewahren, werden entweder locale Viehversicherungskassen oder größere, als solid bekannte Viehversicherungsgesellschaften empfohlen. Als fünften Punkt hatte die Commission beantragt: Die von der Metzger-Innung zu Gießen in's Leben gerufene Schlachtvieh-Versicherung ist zu begrüßen. Da in- deß im Laufe ber Debatte bezweifelt wurde, daß in den Statuten des Schlachtvieh-Versicherungs-Vereins der Metzger auch Bestimmungen enthalten seien, nach denen die Landwirthe vor Verlusten geschützt sind, salls ein bei der Metzgerkasse versichertes Stück Vieh ganz ober teilweise verworfen würbe, ober ob bie Kasse den Viehverkäuser (ben Lanbwirth) für ersatzpflichtig halte, wurde beschlossen, diesen Punkt bis zur völligen Klarstellung zurückzuziehen. Was die Viehversicherung im Besonderen betrifft, wurde von Herrn Ober- medicinalrath Dr. Lorenz betont, daß ein durchgreifender unb allen Theilen zu gut kommenber Schutz gegen Verlust an Vieh durch Perlsucht und Lungentuberkulose nur durch ein Reichsgesetz erreicht werden könne, die Versicherungsgesellschaften entsprächen nach seinen Erfahrungen den in sie gesetzten Erwartungen nicht. Herr Schlenke bezeichnete als die beste ihm bekannte Vieh-Versicherungskasfe die Oder- hessische Vieh-Versicherungs-Gesellschast unb empfahl ben Eintritt in dieselbe. Diese erhebe zwar hohe Prämien, aber sie ersetze auch den vollen Werth des Viehes. — Der zweite Gegenstand ber Tagesordnung: Die Getreide- und Viehzölle sand nach einem Referat des Herrn Schlenke, der im Hinblick auf die am 13. Januar n. I. im Reichstage zur Berathung kommenden Anträge auf Ermäßigung bezw. Aufhebung ber Vieh- unb Getreidezölle die Notwendigkeit darlegte, daß die Landwirthe sich dagegen erheben müßten, rasche Erledigung. Der von ber Commission sormulirte Antrag: „Der Lanbwirthschastliche Local-Verein ber Provinz Ober-Hessen wolle . beschließen, an den Reichskanzler die Bitte zu richten, daß an den bestehenden Getreibe- und Viehzöllen festgehalten werbe" würbe einstimmig angenommen.
—- AuS ber Garnison. Major Gehr vom 2. Großh. Hess. Ins. - Regiment (Großherzog) Nr. 116, unter Beförderung zum Oberstlieutenant, als etatsmäßiger Stabsoffizier in bas Infanterie-Regiment Nr. 99, Major Buchholz vom 3. Posenschen Infanterie Regiment Nr. 58 als Bataillons- Commandeur in das 2. Groß. Hess. Jns.-Regimeut (Großherzog) Nr. 116 versetzt.
— Theater. Verein. Der Intendant ber vereinigten Frankfurter Stadttheater kommt morgen eigens hierher, um mit dem Vorstand des Theater-Vereins den Neubau ber Bühne zu berathen. Letztere wirb bis zur ersten Vorstellung am 15. Januar vollkommen fertig gestellt sein.
— Theater. Am Freitag (morgen) gelangt bie „Ehr e" von Subermann auf den von verschiedenen Seiten an die Direction ergangenen Wunsch hin zum vierten Mal zur Aufführung. Daß von demselben Stücke hier ein Mal ganz ausnahmsweise nach drei gut besuchten Vorstellungen noch eine vierte gewagt werden kann, beweist am besten, welchen Anklang bas gewaltige Drama unb seine Aufführung im „Neuen Theater" gesunden haben unb wie ein echter Dichter auch immer von seinem Volke verstanben wirb. Ein zahlreicher Besuch ber Vorstellung steht umsomehr zu erwarten, als jetzt zum l e tz t c n M a l e bie Gelegenheit geboten wirb, bie munberbare Darstellung ber bunkelsten Nachtseiten großstäbtischen Lebens unb verkehrter Anschauungen auf sittlichem Gebiete mit ihren heillosen Folgen kennen zu lernen, unb zugleich sich an ben Lichtstrahlen zu erfreuen, bie ber begnadete Dichter in bieses Dunkel fallen läßt.
— Eia Gerbergeselle in ber Bahnhofstraße entwenbete einem im Hause seines Meisters wohnenden Studenten am 4. b. M. ein Paar noch fast neuer Rohrstiesel unb brachte dieselben nach seinem Heimathsorte Großen Linden. Der Dieb sollte sich jeboch des Gestohlenen nicht lange erfreuen, beim gestern erschien ein Schutzmann in seiner Wohnung in Großen- Linden, nahm bort bie Stiesel in Verwahrung unb später in Gießen ben Thäter selbst.
— Zwei jugendliche Taugenichtse von hier öffneten gestern Nachmittag in Abwesenheit eines Bewohners ber Wolkengasse dessen Stubenthüre, erbrachen einen Schrank unb entwendeten daraus 10 Mk. Bei ihrer Verhaftung waren die Jungen nur noch im Besitze von 4 Mk., bas übrige Geld hatten sie schon verjubelt. Der eine der Burschen ist ber seitherige Pflegesohn bes Bestohlenen.
— Bei ber herrschenben Kälte empfiehlt es sich in jeber Gemeinbe, sich zu versichern, ob auch, trotz seiner Zeit bei den Herbstübungen vorgenommener Leerung unb Austrocknung der Spritzencyliader und Ventile nicht wieder Wasser in den- selben sich gesammelt hat. In vielen Füllen wird man sich überzeugen müssen, daß eine mehr ober weniger mächtige Eisschicht in ben Maschinen bereu sofortige Inbetriebsetzung zur Unmöglichkeit macht. Aufthauen mittelst Petroleum ober Spiritus, Austrocknen mittelst Schwamm, Reinigung ber bie Bewegung versagenben Theile unb Einschmieren derselben mit flüssigem Glycerin ist bas einzige Mittel, um vor Schaden bewahrt zu bleiben.
— Bei ber hessenNaffauischen Baugewerks Berussgenosseu. schäft würben im October 156 Unfälle, barunter 6 Todesfälle, angemeldet. Jin October vorigen Jahres bezifferten sich die angemelbeten Unfälle auf 136 mit drei Todesfällen.
— Bei dem jetzigen trockenen Wetter sei daran erinnert, daß das Beschueideu der Hecken jetzt am besten statt- finden kann.
n Bo« Vogelsberg, 17. December. Wenn auch die Prophezeiung eines bald en Winters, wie man sie AuS-
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