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* Heppenheim, 15. December.

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Aehr vom 2. Trotzt. Rr, 116; unter Befs> tsrnätziger Stabschier Major Luchholj vom tr. 58 als Bataillons- Jnj.-Aegimlit (Groh-

Heppenheim-Fürth begonnen.

*= Berlin, 15. December.

Auftrage, sich mit den rheinhessischen Landtagsabgeordneten in Verbindung zu setzen und diese zu ersuchen, bei der Be- rathung des Staatsbudgets gegen die Weinsteuer stimmen zu wollen. Die Versammlung war der Ansicht, daß bei dem günstigen Stand der hessischen Finanzen sich in der hessischen Kammer bei der Budgetberathung eine Majorität für die Be­seitigung der lästigen und ungerechten Weinsteuer finden werde.

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Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde.

3- Adoentsandacht heute Donnerstag den 18.December, Abends 8 Uhr, in der Kirche. Pfarrer Schlosser.

' o"" l,M odrl W dem Arbeitszimmer des Unter­ist $cir0 die rechneten anberaumt. Angebotsformu- Aeinigi"?> hte sind von da gegen freie Einfen-

denk Jung von 0,50 Mark zu beziehen.

Marburg, den 12. December 1890. Wißgliche Eisenbahn Bau-Jnspection.

;f Schwamborn. 10497;

Citcratur und Kunjt

--Weih«achtSliterat«r. Obwohl es bereits eine Menge spectell der Frauenliteratur gewidmete Bücher gibt, so verdient doch ein Werk: ,2)U Frau in Ha«- «nd Wett^ von Carola Baronin Eynatten (Leipzig, C. A. Kochs Verlag, eleg. geb. 2 50 ^), noch

etae besondere Empfehlung in allen weiblichen Kreisen. In keinem anderen Buche werden nämlich wie in dem Werke:Die Frau in und Well" die Pflichten und Aufgaben der Frauen in so lreffender, jeden edlen Character überzeugender, jedes brave Herz befriedigender Weise geschildert. Nichts ist in dem Buche oergeffeo, was zur Veredlung des weiblichen Berufes dienen kann, und für Galtinen und Mütter, sowie für herangewachsene Jungfrauen gibt es keine bessere Lectüre als dieses Merkchen.

«ngel, Gr^Gerichtsvollzieher.

haben 2 Chemiker, 2 Kaufleute, 2 Buchdrucker, 2 Maschinen­bauer, 2 Schuhmacher und je 1 Cavallerie-Osfizier, Rechts­anwalt, Lehrer, Philologe, Privatgelehrter in Staatswissen­schaften, Lithograph, Metallschleifer, Gerber, Koch, Klempner, Hutmacher, Schlosser, Sattler, Drechsler, Gastwirth und Gärtner.

* Weiße Trauerkleider. Der zehn Jahre alten Königin von Holland, Wilhelmine, sind zur Trauer um ihren könig­lichen Vater weiße Gewänder angelegt worden. Die Ver­zierungen der Kleider fallen ganz fort. Die mit Blaufuchs gefütterten Pelze sind durch schwarze ersetzt worden, welche ein weißer Tuchstreifen umsäumt. Bei festlichen Gelegen­heiten wird die Königin einen weißen Spitzenschleier tragen, gewöhnlich aber soll ein runder schwarzer Hut für die Kopf­bedeckung in Anwendung kommen. Die jugendliche Königin der Niederlande trägt also weiße Trauerkleidung.

* Den französischen Soldaten ist durch einen Erlaß des Kriegsminifters verboten worden, wollene Strümpfe zu tragen. Die Soldaten sollen abgehärtet werden.

* In London sind in diesem Sommer nur drei junge Damen aus der Gesellschaft entführt worden. Da alle drei, ohne Kleider oder Wäsche mitzunehmen, bei Nacht und Nebel das elterliche Haus verlassen hatten, so fiel es einer weisen, vor einer solchen entsetzlichen Lage schauernden Mutter ein, im Zimmer ihrer drei Töchter einen kleinen, mit dem Nöthigsten versehenen Handkoffer zum gefälligen Gebrauche aufzustellen.

zaugS Sommers machte, nicht in Erfüllung gegangen, so ist dagegen diejenige eines kalten Winters vollauf' zugetroffen. Seit der Winter begonnen, herrscht fast ohne Unterbrechung eine sehr strenge Kälte, die nachgerade dieser Tage zur Plage sich gesteigert. Zeigte doch das Thermometer Morgens 14 Gr. N. Trotz stärkster Feuerung war es nicht möglich, die Fenster in den Wohnstuben eisfrei zu bekommen. Die Quellflüßchen, die nur selten zufrieren, sind mit einer Eis­kruste überzogen und stillstehende Gewässer bis auf den Boden ausgefroren. Die Mühlenräder gleichen crystalleuen Eis­bergen und müssen täglich ausgeeist werden. Auch ist das Wasser in den Mühlgräben durch die ungewöhnliche Kälte sehr 'eicht geworden, so daß die Müller kaum den gesteigerten Ansprüchen auf das vor der Thüre stehende Weihnachtssest genügen können und sich darob in Klagen ergehen. Bei dem Landwirth erregt diese strenge Kälte ebenfalls Besorgniß. Die dünne Schneedecke gewährt den Wintersaaten keinen ge­nügenden Schutz, dazu brät die Sonne diese leichte Schnee- Hülle auf den nach Süden zu gelegenen Bergabhängen weg. Diese Umstände schaden aber erfahrungsgemäß stets der Saat, namentlich dem Raps (Wintersamen) und dem Klee. Die R. Falb'sche Voraussagung, daß schon mit dem 10. d. M. Temperaturwechsel stattfände, bestimmt aber den 15. d. M., i't nun nicht ganz sicher eingetreten, aber dennoch ist mit dem Heutigen ein Nachlassen der sibirischen Kälte zu ver­zeichnen.

§ Babenhausen, 17. December. Zu Pfingsten dss. Js. entstand auf einem Tanze dahier unter israelitischen jungen i'euten eine Schlägerei, bei der das Messer eine Rolle frielte. Einem der Betheiligten wurde der Bauch aufgeschlitzt, qaß die Eingeweide hervordrangen. Die Messerhelden, zwei Prüder, wurden verhaftet und der eine zu 14 Monaten, der andere zu 4 Monaten Gesängniß vernrtheilt. Während der mit letzterem Strafmaß Bedachte jetzt seine Strafe angetreten, hat her andere mit Hinterlassung einer Caution von 4000 Mk. das Weite gesucht.

Attenham (bei Ulrichstein), 16. December. Dieses Jahr ist der Würgengel der Kinderwelt, die Dip htherit iS, auch in unserem sonst so gesunden Gebirgsdorfe erschienen. Ver­schiedene Kinder sind bereits der heimtückischen Krankheit erlegen.

Laubach, 15. December. Aus Einladung des hiesigen KriegervereinS sand gestern Abend 8 Uhr im Saale des Schützenhofs" bei Herrn Gastwirth Stuggle ein Concert sw", ausgeführt von den Herren Weitert aus Lich, Gunsch- mann, Geller und Römer aus Hungen, behufs Deckung der Kosten des Kriegerdenkmals.

RiederGemüuden, 16. December. Gestern fand dahier au.s Anregung und unter dem Vorsitz unseres Geistlichen eine Versammlung von Bürgern der hiesigen Pfarrei Nieder- Gemünden mit Otterbach, Elpenrod und Hainbach statt, welche die Gründung eines Spar- und Darlehenskasse- B«re ins bezweckte. Nach einem trefflichen, allgemein oer> stündlichen Vortrage des Herrn Landwirthschaftslehrers Spieß von Alsfeld und den klaren Ausführungen des Herrn Ver- dandörevisors Ihrig aus Offenbach wurde der bereits vor­bereitete Verein definitiv gegründet. 47 Mitglieder aus den vier genannten Orten unterzeichneten sofort die Statuten und '.mb die am 1. Januar 1891 ins Leben tretende Kaffe, wie anderwärts, so auch hier ihre segensreiche Einwirkung auf das sociale Leben unseres in manchen wirthschaftlichen Nöthen sich befindlichen Volkes ausüben. Der Verein hat sich dem Verbände der hessischen landwirthschaftlichen Genossenschaften ^geschlossen. (D. Z.)

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selb, welcher vom Abgeordneten Dr. Graf (Elberfeld) Koch zugeführt worden war, wurde von Koch und Libbertz gemein­sam behandelt. Nach wenigen Jnjectionen trat der Tod unter so eigenartigen Erscheinungen ein, daß Koch selbst erklärte, hier sei der erste Fall, wo mit Sicher­heit anzunehmen sei, daß die Jnjectionen den Tod veranlaßt hätten.

* Zu den Clavierstuben erklingen schon wieder die alten Weihnachtslieder. Mir fiel dieser Tage, so schrieb ein Abon­nent derT. R.", als ich ein paar kleine Geschwister bei andachtsvollem Gesänge antraf, unwillkürlich der Apostel Philippus ein, wie er ben Kämmerer aus dem Mohrenlande fragt:Verstehst Du auch, was Du liesest?" Als ich eben in mir diese Frage aufwerfe, klingt es:Christ,Dorette" (der Retter) ist da!" in frommer Unschuld von den Lippen des Dreijährigen und als ich ernsthaft um weitere Lieder bitte, bekomme ich noch folgende Blütheulese kindlicher Text- verbesserungen zu hören:Knabenbringende" stattgnaden­bringende" Weihnachtszeit,- Marie,die reine Magd", wird als Marie,die reine macht", aufgefaßt und ferner die Aen- öerung vonGott liebt Euch, Gott verläßt Euch nicht" in Verliebt Euch" n. s. w. spricht jedenfalls zu Herzen. Zum Schluß sei noch erwähnt, daß ein kleines zweijähriges Ding sein kurzes Nachtgebet beharrlich nicht mitAmen", sondern mirArmin", dem Namen ihres kleinen Spielgefährten, schließt.

Ein junger Rechtsanwalt, dessen Sache vor einem englischen Gerichtshöfe zu seinen Ungunsten entschieden wurde, ließ sich zu dem Ausruf hinreißen, daß er die Entscheidung erstaunlich finde. Die Richter luden ihn auf der Stelle für den folgenden Tag wieder vor, damit er sich entschuldige. Der nachmalige Lord Eldon, damals als simpler Mr. Scott noch Advocat, ü; '.nahm die Vertretung seines jungen Collegen in der verdrieß:chen Angelegenheit. Als am nächsten Tage die Sache aufgerufen wurde, erhob er sich und sagte:My­lords, es thut mir sehr leid, daß mein junger Freund sich zu einer Mißachtung des hohen Gerichtshofes hinreißen ließ. Er bereut es aufrichtig und bittet Sie, das Vergehen seiner Unerfahrenheit zuzuschrciben. Es wird Ihnen klar sein, daß dies zutrifft. Er hat sein Erstaunen über Ihr Unheil aus- gedruckt. Hätte er eine Ahnung von dem gehabt, was all­täglich hier vorgeht, hätte er den hohen Gerichtshof nur halb so lange gekannt, wie ich, so würde er kein Unheil desselben mehr erstaunlich finden."

* Nichts nur im alten Rom, auch im alten Thüringen waren die Gänse Persönlichkeiten von öffentlicher Bedeutung. Die Bewohner des sachfen-meiningischen Dorfes Leimbach, welches an der jetzigen Landstraße von Vacha in Meiningen 2C. liegt, wußten im Jahre 1683 nicht oder wollten es nicht wissen, wer die fortwährend unwegsame Landstraße zu bauen und zu bessern hatte. Sie baten daher das Amt Tiestenort, den Schultheißen zu Merker darüber zu vernehmen, weil er ein alter und pflichttreuer Mann sei, der dieObservanz" kenne. Der Schultheiß gab nun bei feiner Vernehmung Fol­gendes wörtlich an:Aufs jenseit der Verra von Marksuhl bis an die Vachaer Brücke müßten die Marksühler die Straße halten, und zu solchem Ende alle dreißig Jahre eine Heerd Gänß von Marksuhl uff Vacha zu treiben; wenn nun die Gänß uff dem Weg stolpern, müßten sie die Straß bessern!"

* Die Vorbildung der socialdemokratischen Reichstags- abgeorduetell. Unter den 35 socialdemokratischen Reichstags- abgeordnelen finden sich 4, die eine Universität besucht haben (Blos, Liebknecht, Schippel, Stadthagen), 1 (Kunert) der ein Lehrerseminar, 1 (Heine), der ein Realgymnasium, 1 (Singer­der eine Realschule, 1 (Schmidt) der die Bürgerschule und 1 (v. Vollmar, späterer Cavallerie-Osfizier), der die Cadetten- schule besucht hat. Macht zusammen 9. Die übrigen 26 I

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DerKöln. Ztg.§ wird von hier gemeldet: Aus der Dr. Libbertz Privatpraxis wird jetzt ein neuer Todesfall nach der Behandlung mit Dr. Koch'scher Lymphe bekannt. Der Sohn des Herrn Simons auS Elber-

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Montag den 29. d. M, Vormittag- 10 Uhr, auf dem Rathhause dahier öffentlich meistbietend versteigert werden, wozu Steigliebhaber hierdurch eingeladen werden.

* Mainz, 17. December. In einer gestern Abend da- bier abgehaltenen Versammlung der M öb e l fa b r i ka n te n wurde über die heutige Lage des Geschäfts berathen. Die Versammlung sprach sich dahin aus, daß die auswärtige Con- |carren3 billiger arbeiten könne, als man es am hiesigen Uatz in Folge der höheren Lohnverhältnisse könne. Aus diesem Grunde müsse wenigstens die seitherige Arbeitszeit um rine halbe bis eine Stunde verlängert werden. Die Ver­lagerung der Arbeitszeit soll deßhalb in aller Kürze an- geftrebt werden.

I* A-s Rhemhkffk», 17. Decembcr. Gestern Kadjmittao M in Wörrstadt eine sehr zahlreich besuchte Vcrsamm- stnz von Gastwiithen aus dem Großherzogthum Hessen statt in über die Abschastung der Weinsteuer zu berathen. Nach ttigehender Berathung wurde ein Counts gewählt mit dem

______________ _ tung Frankfurt am Mai«), siyd wohttarmeckende Dessertweine und bietet Marsala einey oorzützlichen Ersatz für Madeira und Sherry und Dino dolee für Tokayer, auch ist das bei derartigen Weinen vielfach übliche Gipsen und Spritzusetzen durch kS«igl. Italien. Staat-eontrale gänzlich ausgeschlossen, dieselben werden deshalb in allen jenen Fällen, wo Weine als Stärkungsmittel angewandt werden, meistens bevorzugt. Air Aerdaufsstellen werde» durch Annonce» bekannt gegeben. [10502

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Einwohnerzahl: 20500 (incL 1600 Mann Mllttär). SterblichkettSMer: 35,5°/«.

Es starben an: Zusammen: Erwachsene: ^Kinder

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