Ausgabe 
19.3.1890
 
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Bei den ersten ordentlichen Wahlen abgegebene gütige Stimmen

vermischtes.

* Mainz, 17. März. Aus Anregung des hessischen Gastwirthverbandes findet binnen Kurzem eine Landesversamm­lung der hessischen Wirthe statt, die sich ausschließlich mit der Frage der Abschaffung der Wein st euer befassen will. Obengenannte Vereinigung hat zu der Landesversammlung bereits die vorbereitenden Schritte gethan und wird demnächst eine öffentliche Einladung erlassen.

Bei der heute hier eröffneten Schwurgerichts­session wurde gegen einen Falschmünzer verhandelt, der

Das amtliche Wahlergebnis.

DerReichsanzeiger" veröffentlicht das vorläufige amt­liche Ergebniß der Wahlen vom 20. Februar 1890, daraus ergibt sich :

Bevölkerung am 1. December 1885: 46,855,704.

Wahlberechtigte Wähler bei der 1890er Wahl: 10,146,736, bei der 1887er Wahl: 9,769,802.

totales und Provinzielles.

Gießen, 18. März.

Die medicinische Facultät der Grobherzoglichen Landes- Universität hat dem Director des Kaiserlichen Gesundheits­amtes Herrn Koehler in Anerkennung seiner hervorragenden Verdienste um die Reichs-Medicinal- und Veterinär-Angelegen­heiten die Doctorwürde honoris causa verliehen.

Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten am Donnerstag den 2 0. März 1 890, Nachmittags 4 Uhr pünktlich, nötigenfalls mit Fortsetzung am Freitag den 21. März, Nachmittags 4 Uhr:

1. Voranschlag für die Stadt Gießen pro 1890/91. 2. Das Ableben des Stadtrechners Enders, hier Wieder­besetzung der Stelle. 3. Die Versicherung der unständigen land- und forstwirthschaftlichen und gewerblichen Arbeiter in der Ortskrankenkasse Gießen. 4. Gesuch des W. Kaufmann um Erlaubniß zum Wirthschastsbetrieb. 5. Desgl. des Aug. Lang. 6. Das Fahren der Gießfäffer. 7. Die Kehricht- absuhr pro 1890/91. 8. Geländeerwerb für die Kreisstraße nach Leihgestern. 9. Gesuch des Georg Spieß um pachtweise Ueberlassung eines Holzlagerplatzes. 10. Gesuch des Gustav Rühl um pachtweise Ueberlassung eines Platzes zur Lagerung von Marktständen. 11. Errichtung eines Denkmals für den in München verstorbenen Professor Dr. v. Liebig. 12. An­schaffung von Confirmandenkleidern.

f Schwurgerichtssitzung vom 17. März. Die erste zur Verhandlung stehende Anklage gegen Ferdinand Brandt von Rastenburg und Wilhelm Haber st roh von Eckarts­hausen wegen Raubs, bezw. Beihilfe dazu, stellt sich als ein Act gewaltthätiger Selbsthilfe dar, dessen Folgen sich die beiden Angeklagten, denen übrigens ein guter Leumund zur Seite steht, gewiß nicht bewußt waren. Die Ursache der unter Anklage gestellten Verbrechen war folgende: Der Angeklagte Brandt, welcher Dienstknecht in Eckartshausen ist, lieh ge­

I legentlich der dortigen Nachkirchweih dem Dienstknecht Franz Mickau von Himbach die Summe von 1 Mk. 50 Pfg., ohne I solche trotz öfterem Drängen zurückerhalten zu können. Am zweiten Weihnachtsseiertage waren in der Müller'schen Wirth- schast in Eckartshausen eine Anzahl Männer und Burschen anwesend, darunter auch die Angeklagten und Mickau. Hier kam nun die Saumseligkeit des Mickau im Zahlen zur Sprache und es wurde, wie dies im Wirthshause zu gehen pflegt, die I Frage erörtert, aus welche Weise Brandt zu seinem Gelde kommen könne und ihm u. a. gerathen, dem Mickau doch die I Uhr zu nehmen. Infolge der genossenen Getränke und durch I den Gedanken, um das geliehene Geld zu kommen, war I Brandt jedenfalls in hochgradige Aufregung versetzt, in welcher I man es erklärlich finden kann, wenn er sich beikommen ließ, I dem aus der Straße von Eckartshausen nach Himbach heim- I kehrenden Mickau nachzufolgen und sich in' den Besitz des Portemonnaies mit 1 Mk. 70 Pfg. Inhalt und der Uhr des Mickau zu setzen, wobei ihm Haberstroh behilflich gewesen sein soll. Zeuge Mickau trug bei der Affaire auch zwei Messerstiche, einen in den Hinterkopf und den andern in den Schenkel I davon, kann jedoch nähere Angaben bezüglich der Thäterschaft nicht machen, da er bei der am fraglichen Abend herrschenden Dunkelheit genaue Wahrnehmungen zu machen außer Stande gewesen sei. Das Gericht erkennt auf Freisprechung beider

I Angeklagten.

I Mit Bezug auf die gestern veröffentlichte Liste der Candidaten für die bevorstehende Reichstagswahl wird uns von zuständiger Seite mitgetheilt, daß die Mittheilung von der Aufstellung eines besonderen Candidaten der conservativen Partei in der Person des Herrn Prof. Wagner in Berlin auf Jrrthum beruhe. Wir bringen diese Berichtigung mit dem Bemerken zur Kenntniß unserer Leser, daß wir fragt. Mittheilung von als zuverlässig bekannter Seite erhielten, nachdem solche auch schon in verschiedenen Zeitungen (Köln. Ztg." u. s. w.) veröffentlicht gewesen, ohne Berichtigung ge­funden zu haben.

Wie aus einer Bekanntmachung der Vorstände des Deutschen Buchdruckervereins (Arbeitgeber) und des Unter- stützungsvereins Deutscher Buchdrucker (Gehilfen) aus der letzten Seite des vorliegenden Blattes ersichtlich, haben beide Theile sich gegenseitig verpflichtet, vom 1. October ds. Js. ab die im Jahre 1889 in Stettin gefaßte Resolution in Kraft treten zu lassen. Im Hinblick aus die bevorstehende Entlassung aus der Schule und die an die Eltern erwachsener Söhne herantretende Frage der Berufswahl wollen wir nicht unterlassen, Eltern solcher Söhne, welche die Buchdruckerei erlernen sollen, auf die Bestimmungen des in der Bekannt­machung dargelegten Uebereinkommens aufmerksam zu machen.

Der Ausschuß des Thierschutz-Vereins für Gießen beschäftigte sich in seiner letzten Sitzung nochmals mit der Katzensrage. Es wurde beschlossen, den Hauptverein in Darmstadt zu ersuchen, dahin zu wirken, daß eine gesetzliche Bestimmung erlassen werde, wonach alle wildernden Katzen erlegt werden dürfen.

Hieraus machte Herr Cur sch mann einige interessante Mittheilungen über den Staar. Darnach wären die Staare im Jahre 1887 in Folge der gelinden Witterung schon im Februar zu uns gekommen. Als im März der Winter noch­mals Einkehr hielt, sei denselben hinreichende Nahrung ge­boten worden. Die Fütterung habe sie veranlaßt, bei uns zu bleiben. In den folgenden Wintern seien sie dann ruhig hier geblieben und hätten sich das ihnen gereichte Futter ' ganz wohlschmecken lassen. Hierzu wurde bemerkt, daß auch auf dem Lande die Staare schon damals mitten im Winter beobachtet worden seien.

Bezüglich der Thierquälereien am Seltersberg beschloß der Ausschuß, für eine schärfere Aufsicht zu sorgen, damit dieselben möglichst verhütet werden.

Bemerkt ser noch, daß Herr Schneidmüller A. Euler nach Angabe des Thierschutz-Vereins Nistkästen für Staare herstellen ließ und dieselben zu 50 Pfg. pro Stück abgibt.

Butzbach, 15. März. Unser Landtagsabgeordneter Herr vr. E. Vogt, sowie der Landtagsabgeordnete Herr Graf Oriola haben in Betreff der Krankenversicherung der in land- und forstwirthschaftlichen Betrieben beschäftigten Personen an die Zweite Kammer folgende Interpellation ein­gebracht :Unterm 15. März v. M hat der Herr Abgeordnete Muth an Großherzogliche Negierung die Anfrage gerichtet, ob sie gesonnen ist, möglichst in geeigneter Weise Anordnungen zur gleichmäßigen Ausführung der Krankenversicherung oben gedachter Arbeiterkategorien zu treffen. Aus diese Anfrage ist l>is jetzt eine Antwort nicht erfolgt. Wir gestatten uns daher diese Anfrage wiederholt zu stellen, da nach unserer Erfahrung die Art. 133 und 136 des Reichs-Gesetzes vom 5. Mai 1886 in den verschiedenen Kreisen ganz verschieden gehandhabt werden und vielfach eine weit strengere Auslegung erfahren, als dem Bedürfniß zu entsprechen scheint, besonders auch bezüglich der Haussöhne und Haustöchter."

Schotten, 17. März. Das Großh. Kreisamt hat an die I Bürgermeistereien des Kreises die Bekanntmachung erlassen, daß den Lagerhaltern der Consumvereme es bei Strafe bis zu 30 Mk. verboten ist, in ihrer Behausung oder in besonderen dazu bestimmten Localen die für die Genossenschaft im Großen bezogenen geistigen Getränke an Vereinsmitglieder zum un­mittelbaren Genüsse zu verabreichen.

leiden!" Machough erwiderte, er werde, da die Menge ver­nünftigen Vorstellungen nicht zugänglich scheine, überlegen, ob er seine Entlastung nehmen solle. Während er sprach, fuhr ein großer mit Getreide beladener Wagen vorbei. Der Hausen stürzte sich trotz der Proteste Hughs und Anderer aus den Wagen, bemächtigte sich des Getreides und verstreute dasselbe aus der Straße. Der Kutscher erhielt im Handgemenge einen Messerstich, mehrere Andere wurden durch Fußtritte schwer verletzt. Die Polizeimannschaft von 6 Offizieren und 50 Constablern wurde bei ihrem Eintreffen mit Steinwürfen empfangen, zerstreute aber schließlich die Menge. Die Be­hörden Liverpools sind unter Vorsitz des Bürgermeisters Nachmittags versammelt, um die Situation zu berathen. Die Verlegung von 500 Soldaten von Preston hierher soll bean­tragt werden.

Loudon, 17. März. Meldung des Bureau Reuter. Zufolge einem heute aus Mozambique hierher gelangten Gerüchte hisste der Stellvertreter des britischen Consuls in Nyassaland, Buchauan, am Shireflusse die englische Flagge und ließ den üblichen Salut abgeben. Serpa Pinto be­gab sich nach Mossamedes.

Belgrad, 16. März. Wie dieAgence de Belgrade" vernimmt, beabsichtige die Regentschaft sämmtliche gewählte 16 Staatsräthe, unbeschadet der Ablehnung einzelner, zu Staatsräthen zu ernennen und die Constituiruug des Staatsraths eintreten zu lassen; es stünde dann den Be­treffenden frei, als bestätigte Staatsräthe ihre Entlassung zu nehmen.

Konstantinopel, 17. März. Auf der Eisenbahnstrecke Jsmid-Angora wurden ein Aufseher mit Frau und ein italienischer Assistent ermordet. Letzterer konnte noch die Thäter bezeichnen, von denen einer verhaftet worden ist. Derselbe hat ein Geständniß abgelegt. Die Thäter sind muthmaßlich eingewanderte Tscherkessen. Der österreichische und der italienische Botschafter haben Beamte an den That- srt entsandt.

Partetstellung.

zur.

8. Legis­latur­periode. (1890).

zur

7. Legis­latur­periode (1887).

im Wahljahre 1890

mehr

weniger.

Deutsch-Conservative .

899,144

1,147,200

_

248,056

Deutsche Reichspartei (freiconservatio) . .

485,959

736,389

_

250,430

Nationalliberal, auch ge­mäßigt liberal . . .

1,187,669

1,677,979

_

490,310

Deutschfreisinnig, auch fortschrittlich liberal

1,167,764

973,104

194,660

Centrum. . , . .

1,340,719

1.516,222

_

175,503

Polen......

246,773

219,973

26,800

Eocialdemokraten . .

1,427,323

763,128

664,195

_

Dolkspartei.....

147,570

88,818

58,752

Welfen ......

112,675

112,827

-

152

Elfäffer......

101,156

233,685

_

132,529

Dänen......

13,672

12,360

1,312

Antisemiten ....

47,536

11,593

35,943

_

Unbestimmt ....

35,737

38,834

3,097

Zersplittert. . . . .

15,005

8,826

6,179

Summe .....

7,228,702

7,540,938

987,841

1,300,077

312,236

Außerdem abgegebene ungütige Stimmen .

32,942

29,772

3,170

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Nachdem die zufolge Verfügung nehmen.ist, wird kKenntniß geformt KW. Die Abstimn IStöenba geschlossen

Die Nachwa Urschriften statt, iiie Wahllocale unl , Mr verweist

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man zweifelt deßhalb daran, daß er gerettet wird. Ueber das Motiv zu der unseligen That verlautet noch nichts Bestimmtes.

* Braunschweig, 15. März. Ein scheußlicher Lust­mord ist gestern hier verübt worden. Als der Bahnhoss- wächter gestern Abend kurz nach 10 Uhr seinen zweiten Rundgang über das Terrain des Staatsbahnhofs machte, fand er, durch seinen Hund geleitet, die blutüberströmte ent' setzlick verstümmelte Leiche einer Frauensperson, die heute Mittag als die 25jährige unverehelichte Wickelmacherin (Cigarrenarbeiterin) Ristenpatt recognoscirt worden ist. Der Mord ist mit unglaublicher Frechheit begangen worden, denn der Bahnhof war belebt und electrisch beleuchtet und nur die Mordstelle ist ein dunkler Platz zwischen zwei in einen rechten Winkel zusammenstehenden großen Möbellagern. Der Mörder muß sein Opfer zuerst durch einen Schlag betäubt haben und dann die entsetzlichen, nicht näher zu beschreibenden Ver­stümmelungen vorgenommen haben,- in einem kaum 30 Schritte entfernten Schuppen arbeiteten noch Beamte, die kein Geräusch gehört haben wollen. Die Aufregung hier ist groß, da von dem Thäter noch jede Spur fehlt.

* Der schnellste Zug. Ein Frankfurter, ein Magdeburger und ein Meißner, so erzählt dieDeutsche Verkehrszeitung", saßen zusammen zur Leipziger Messe in einer Schenkstube und kamen u. A. auch auf die Geschwindigkeit der Eisenbahnzüge zu sprechen. Jeder rühmte sich, daß von seiner Stadt aus die schnellsten Züge gingen. Der Frankfurter meinte, daß der Bebraer Schnellzug so geschwind fahre, daß die Dörfer, an denen er vorbeifliege, Einem vorkämen wie eine einzige Ortschaft und der Magdeburger behauptete, daß von dem Magdeburg-Hamburger Schnellzuge aus die Telegraphenstangen so nahe aneinander gerückt erschienen, wie bei einem Latten­zaune.Das is Sie noch gar nischt", sagte daraus der Meißner^da wollte ich Sie jetzt emal von Koswig nach Dresden fahrn, kam aber gerade off den Bahnhas an, wie der Zug üben abfahrn wollte. Ich schbringe aber schnell I noch off das Trittbrett,- der Bahnhofsgehilfe will mich runter- I reißen/ ich hielt mich aber mit der eenen Hand feste und hol mit der anderen aus, um ihn eene Dichtige 'remzuhauen; un wie ich das gemacht hadde, wem denken Se, daß ich fe gegäben habe? dem Kofferträger in Kötzschenbrode, der gerade off'n Berrong stand!"

* Einem Revolverjournaliften ist vor einigen Tagen in Bremen durch die dortige Strafkammer das Handwerk gelegt worden. Angeklagt wegen Erpressung war der Redacteur desBremer Fremdenblattes" Karl Roussel. Rouffet war beschuldigt, durch Artikel in seinem Blatte die Direction und den Verwaltungsrath der Reichsversicherungsbank auf dem Wege der Erpressung zur Hergabe von Geldern zu bewegen versucht zu haben. Der Angeklagte hat die Bank zuerst lobend erwähnt und dabei auf weitere Artikel verwiesen, dann der Direction Bürstenabzüge von die Bank schlecht und unwahr besprechenden Artikeln zugleich mit einem Briefe übersandt, worin Roussel schreibt, er werde die Artikel unterdrücken, wenn er eine baare Summe von 1200 Mk. erhalte. Später erklärte Roussel, er sei bereit, für die Bank zu schreiben, wenn er jährlich 900 Mk. erhalte, andernfalls schreibe er gegen die Bank. Es ist ein Glück, daß die Behörden auf diese Art Revolverpresse aufmerksam gemacht wurden. Be­merkenswerth ist übrigens noch die Aussage eines Zeugen, daß ihm der Angeklagte mitgetheilt habe, es seien ihm von Jemanden, der sich für das Versicherungswesen interessire, 1000 Mk. geboten worden, wenn er einen die Bank schmähenden Artikel aus demOeconomisten" zum Abdruck bringe. Roussel wurde wegen Erpreffungsversuchs und wegen Unterschlagung in eine Gefängnißstrafe von 9 Monaten und 1 Woche, sowie in 1 Jahr Ehrverlust verurtheilt.

* Offene Stellen für Militärauwärter. Alsfeld, Post­amt, Landbriefträger, auf 4 wöchentliche Kündigung, 540 M- Gehalt und 60 M. Wohnungsgeldzuschuß. Altenschlirf, Post- agentur, Landbriefträger, auf4wöchentl. Kündigung, 540 M- Gehalt und 60 M. Wohnungsgeldzuschuß. Ober-Postdirection Frankfurt (Main), 11 Packetträger bezw. Stadtpostboten, zunächst auf 4wöchentl. Dienstkündigung, je 750 M. Gehalt und Wohnungsgeldzuschuß. Birkenau und Bischofsheim Post- agentur, je 1 Landbriefträger, auf 4 wöchentliche Kündigung, 540 M. Gehalt und 60 M. Wohnungsgeldzuschuß. Bocken- heim, Postamt, Landbriefträger, zunächst auf 4 wöchentliche Dienstkündigung, 720 M. Gehalt und 240 M. Wohnungs­geldzuschuß. Frankfurt (Main), Gerichtsgefängniß, ständiger Hilfs-Gefangenaufseher, aus 1 monatl. Mndigung 900 M-

In dem großen unter der hiesigen Stadt herziehenden Eisenbahntunnel werden eben weitgehende Reparaturen an den Schwellen der Schienengeleise vorgenommen. Bei diesen m Nachtzeit betätigten Arbeiten hat sich ergeben, daß durch die Feuchtigkeit im Tunnel die eisernen Schwellen außerordentlich nothleiden und eine sehr rasche Auswechselung nothwendch wird. Mit Rücksicht darauf, daß diese Auswechselungsarbeiten nicht nur sehr kostspielig, sondern auch wegen der Betriebs­sicherheit sehr verantwortlich sind, beabsichtigt die Lndwigs- bahn den ganzen Tunnel mit eichenen Schienen zu belegen

*= Frankfurt a. M., 17. März. Der Inhaber eines Kurz- und Galanteriewaaren-Geschäfts in der Bleidenstraße machte heute Morgen in seiner auf dem großen Kornmarkl gelegenen Wohnung einen Selbstmordversuch, indem er sich mit einem Messer einen Schnitt in den Hals beibrachle und die Pulsader öffnete. Der Lebensmüde, Namens Lang ist eine in den hiesigen Sportkreisen bekannte Persönlichkeit' L. wurde noch röchelnd aufgefunden und in das Bürger­hospital verbracht. Die Verletzungen sollen schwer sein

nach seiner Angabe das gefährliche Gewerbe bei einer Gerichts Verhandlung erlernt hat. Der Fälscher ein Kaufmann Karl Fischer aus Wiesbaden hat, wie er behauptet Qu» Spielerei Einmarkstücke nachgemacht, von denen er, als die Noth einige Jahre später an ihn herantrat, 7 Stück ver ausgabte. Die unter Ausschluß der Oeffentlichkeit geführte Verhandlung endigte mit der Verurtheilung des Anaeschuldio^ zu 6 Monaten Gefängniß.

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