es einmal:
* Zwei Beseubinder begegneten sich.
billiger geben- wie machst Du es
nisten zu wollen!
von welchem diese Winter-
Der eine rüst: der andere :
Rio de Janeiro, 15. November. In der heutigen Sitzung des Congresses wurde eine Botschaft des Präsidenten verlesen, welche das Verhalten der provisorischen Regierung barlegt, die Regierungsbefugnisse in die Hände der Kammer zurückgiebt und derselben die Aufgaben auseinandersetzt, die sie zu lösen habe. Der Congreß wird eine Commission ernennen, um dem Ministerpräsident Fonseca zu danken und ihn zu beglückwünschen. — Anläßlich des Jahrestages der Proclamiruug der Republik wurde eine Revue abgehalten. Ueberall herrscht großer Enthusiasmus.
* O, diese Kinder! ich ein Vöglein wär . Du ja schon, Tante!"
„Besen! „Besen! sagte der auch und
Neun Pfennige das Stück!"
die Besen schon gemacht." Tante (am Flügel singend)-: „Wenn
die Grundlagen für die Volkszählung, für das Stimmrecht und die Wahllisten angebahnt worden, während betreffs der Wahlen in den Tessiner Verfassungsrath keine Einigung herbeigeführt werden konnte. Der Bundesrath wird nunmehr seinerseits berathen, was weiter im Tessin zu geschehen hat.
Der österreichische Reichsrath ist aus den 4. Deeember einberusen worden und dies bedeutet für die noch versammelten Kronlandtage Cisleithaniens das Signal, ihre Thätigkeit bis zum genannten Zeitpunkte zu beenden. Es wird demnach auch der böhmische Ausgleichslandtag seine Arbeiten bald zu Ende führen müssen, indessen läßt sich schon jetzt behaupten, daß seine Sache Stück- und Fltckwerk bleiben wird und es dürfte schon viel gewonnen sein, wenn der Prager Landtag wenigstens die Landes-Culturrathsvorlage noch unter Dach und Fach bringt. Selbst dann bliebe aber immer noch der größte Theil des nationalen Ausgleichs in Böhmen zur Durchführung übrig und dieser liegt heute noch in nebelgrauer Ferne.
„Der Blumen Dolden schmiegen sich ans Fenster, Starr, wunderselisam, silberhell am Saum, Sie sind der tobten Biüthen EtSgespenster, Sie sind de» Frühlings, des verschlafnen, Traum."
und beantragte insbesondere, daß eine Unterstützungspflicht betreffs sämmtlicher in ständiger Arbeit stehenden Lohnarbeiter, Gesellen, Lehrlinge und Dienstboten eintrete und daß die Pflicht zu armenrechtlicher Unterstützung von 6 auf 12 Wochen ausgedehnt werde. Ferner sprach sich das Collegium, dem Anträge des land- und forstwirthschastlichen Vereins in Nassau entsprechend, für Einrichtung von ländlichen Fortbildungsschulen aus und für möglichste Ausdehnung des Systems der Winterschulen, wozu vom Staate und den Provinzen größere Mittel flüssig zu machen seien. Das Landesöeonomiecollegium sprach sich ferner dahin aus, von der Einführung des Schenkendorff'schen Knabenhandarbeitsunterrichts auf dem Lande vorerst abzusehen und erklärte die Errichtung von Schäferlehranstalten seitens des Staates als dringendes Bedürfniß. Die Versammlung sprach schließlich dem Vorsitzenden Mareard ihren Dank für die umsichtige Geschäftsleitung aus und bat, dem Minister den Dank des Collegiums für die stetige Wahrung der Interessen der Landwirthschaft zu übermitteln.
Coblenz, 15. November. Der Palissadenschuppen am Weißerthor steht seit 7 Uhr in Flammen; die ganze Garnison ist zum Löschen ausgerückt.
München, 15 November. Der Generalarzt der bayerischen Armee, Dr. v. Lotzb eck, ist beute Nachmittag 5^/z Uhr nach Berlin abgereist zum Studium des Schwindsuchtsmittels des Professors Dr. Koch. Das Heilmittel des letzteren ist der „Allgem. Ztg." zufolge gestern Abend hier eingetroffen; die Heilversuche haben begonnen.
München, 15. November. In der heutigen Sitzung der Akademie der Wissenschaften, in welcher sämmtliche Minister und die Spitzen der Behörden anwesend waren, hielten der Präsident v. Pettenkofer und Gregorovius die Festreden. Zu außerordentlichen Mitgliedern wurden ernannt: Professor v. Hartei (Wien), die Sanskritforscher Professor Delbrück (Jena) und Professor Schmidt (Berlin), der Historiker Professor Ritter (Bonn), der Physiker Professor Mach (Prag), Lord Rayleigh (London), Historiker Duchesne (Paris), Historiker Lenz (Berlin) und Historiker Meyer v. Knonau (Zürich).
Braunschweig, 15. November. Dem „Braunschweiger Tageblatt" zufolge verfolgen die Aerzte von Braunschweig und Hannover den Plan zum Bau eines großen Sanatoriums im Harze für unbemittelte Lungenkranke.
noch immer nicht genügend erhellt. Wir wissen längst, wie die Blätter und Biüthen des zarten Pflänzleins ausfallen werden, welches eben erst aus der Erde verstohlen aufblickt; aber unser Wille, so stark er auch sonst sein mag, kann nicht vorher bestimmen, welche Blumen uns der Winter aus die Scheiben malen soll. Darum haben die Dichter, die Sonn« tagskinder der Menschheit, sich so gern mit der Lösung des Räthsels befaßt, welches die Natur hier bietet. Auch die Winter-Flora hat ihre Sänger gefunden, ebenso gut wie der blumeligestickte Teppich, weicher sich im Wonnemonat über die Erde spannt. Nur daß die Poesie, welche diese Eisblumen
Derrt-che» Reich.
Darmstadt, 15. November. Seine Königliche Hoheit der Großherzog empfingen heute u. A. den Geheimen Hos- rath Professor Dr. Heß aus Gießen, den Kreisrath K l i e t s ch aus Büdingen, den Medieinalrath Dr. Rouge und den Steuerrath Snell aus Hungen.
Darmstadt, 15. November. Das heute ausgegebene Großberzogliche Regierungsblatt Nr. 45 enthält:
Bekanntmachung Großherzogl. Ministeriums des Innern und der Justiz, die Abhaltung von Gerichtstagen des Amtsgerichts Herbstein in Freiensteinau betreffend.
Berlin, 15. November. Die „Nationalzeitung" erfährt, Dr. Levy habe das Hotel Germania (Alexanderplatz) ge- miethet und daselbst eine Heilanstalt zu 150 Betten eingerichtet, wo Tuberkulose von ihm nach der Koch'schen Methode behandelt werden.
Berlin, 15. November. Die Arbeiterschutzeommission nahm die Paragraphen 121 und 123 (Verhältnisse der Gesellen und Gehülsen) nach Vorlage, 122 nach dem Abänderungsantrag Bebels, wonach die Kündigungsfrist für beide Theile gleich sein soll, an, ferner Paragraph 124 mit Erweiterung Gutfleischs, daß schon der Versuch der Verleitung zu gesetzwidrigen, unsittlichen Handlungen der Arbeiter durch die Arbeitgeber erstere zum Verlassen der Arbeit ohne Kündigung ermächtigen soll.
Berlin, 15. November. Die Arbeiterschutzeommission vertagte sich heute bis Montag und hofft, die erste Lesung bis Mitte der nächsten Woche zu erledigen. Hieraus soll, wie aus Vorschlag Ballestrems und mit Zustimmung des Ministers v. Berlepsch beschlossen wurde, eine 2—3tägige Pause eintreten, während welcher Vertreter der einzelnen Parteien mit den Commissarien der Regierung verhandeln werden, um das Einbringen aussichtsloser Anträge zu vermeiden und die Berathung der 2. Lesung möglichst abzukürzen. Man hofft, daß es auf diese Weise möglich werde, bis zum Wiederzusammentritt des Reichstags am 2. Deeember einen schriftlichen Commissionsbericht vorzulegen.
Berlin, 15. November. Der „Reichsanzeiger" sagt über die dem Bundesrathe vorliegende Verordnung, betreffend Inkraftsetzung der Jnvaliditäts- und Altersversicherung: Da die bisher eingegangenen Mittheilungen über den Stand der Vorbereitungen zur Durchführung des Gesetzes dessen alsbaldige völlige Inkraftsetzung möglich und zweckmäßig erscheinen ließen, so sei an dem bisher in Aussicht genommenen Termine (Neujahr 1891) sestgehalten worden. Die weitere dem Bundesrathe vorliegende Verordnung bezwecke die Bildung einer besonderen Abtheilung für die Jnvaliditäts- und Altersversicherung im Reichsversicherungsamt.
Berlin, 15. November. Das Landesöeonomiecollegium setzte heule die Berathung des Gesetzes über den Unterstützungswohnsitz fort, beschloß eine Reihe weiterer Aenderungen
Ausla«d.
Wien, 15. November. Die heutige außerordentliche Sitzung des Obersanitätsrathes beschäftigte sich mit dem von Dr. Koch entdeckten Heilmittel gegen die Tuberkulose, beschloß die Entsendung zweier Mitglieder nach Berlin und erklärte sich mit den bereits eingeleiteten Maßnahmen der Regierung zum Zweck der Beschaffung des Impfstoffes, sowie der seinerzeitigen Herstellung desselben und baldigster Anwendung des Heilverfahrens in den K. K. Spitälern einverstanden.
Pest, 15. November. Abgeordnetenhaus. Der Abgeordnete Kaas richtete unter anerkennenden Worten für den Professor Dr. Koch eine Anfrage an die Regierung wegen unverzüglicher Entsendung von Aerzten nach Berlin und wünscht zu wissen, ob die Regierung die entsprechenden Einrichtungen zur Heilung Tuberkulöser selbst in Angriff nehmen wolle.
Paris, 15. November. Anläßlich des seitens der Bank von Frankreich an die Bank von England geleisteten Vorschusses bemerkt der „Temps" heute, die Transaction sei geeignet, in Frankreich die höchste Genugthuung hervorzurufen. Die Bank von Frankreich habe im Hinblick auf die Solidarität der Märkte durch die Operation ihren eigenen Kasscnbestand sowie denjenigen Frankreichs geschützt.
Charleroi, 15. November. Laguerre und Deroulede, welche wegen ihres Duells verhaftet waren, sind gegen Caution wieder in Freiheit gefetzt worden.
Kopenhagen, 15. November. Der Finanzminister Estrup hat heute im Landsthing eine Zollvorla ge emgebracht, welche Zollfreiheit vorschlägt für Noheis, Terpentin, Pech, Theer, Steinkohlen, Cokes, gesalzene Häringe, Salz, Salpeter u. s. w.; ferner die Herabsetzung des Zolles für grobe Thonwaaren, Indigo, Leim, verschiedene Manufacturwaaren, Metalle u. s. w. Eine Erhöhung des Zolles soll eintreten für Früchte, Galanteriewaaren, industrielle Maschinen, Choco- labe, verschiedene Glaswaarcn, Gewürze, Pulver, Fußzeug, Tabak, Eßwaaren, Käse, Dünger u s. w. Ein neuer Zoll wird vorgeschlagen für Pferde, Cement, Mörtel, Ziegelei- producte, Spargel, Blumenkohl, Erbsen, Mehl, Pflanzen und frische Blumen. Der finanzielle Ertrag der Vorlage wird in der gleichen Höhe wie bisher geschätzt. Ferner beantragte Estrup eine Biersteuer in der Weise, daß von dem Fabrikat eine Steuer von 10 Kronen per Tonne erhoben wird. Die Einnahmen hieraus werden auf 5 Millionen geschätzt. Im Falle der Annahme der letzteren Steuer würden für Reis und Sago Zollfreiheit, für Oel, Petroleum, Reismehl, Sagomehl und Zucker Zollherabsetzungen eintreten und die Schiffsabgabe aufgehoben werden. Der sich durch diese Herabsetzung resp. Zollaufhebung ergebende Einnahme-Ausfall wird von gleicher Höhe geschätzt, wie die aus der neuen Biersteuer zu erwartende Einnahme.
Haag, 15. November. Nach dem „Staats-Courant" ist 'in dem Befinden des Königs weder eine Besserung noch eine sichtliche Verschlimmerung eingetreten. Schlaf und Schlaflosigkeit wechseln unregelmäßig ab; der Krästezustaud ist unverändert geblieben.
Petersburg, 15. November. Die „Nowoje Wremja" und die „Petersburgskija Wiedomosti" begrüßen die jüngste preußische Thronrede als neues Zeichen des gesicherten Friedens. Die „Nowoje Wremja" benutzt die Gelegenheit, nochmals die persönlichen Verdienste des Kaisers Wilhelm um Wahrung des Friedens hervorzuheben. Die „Wiedomosti" drücken die Sympathie aus für die humanen Reformen, die der Kaiser Wilhelm im Innern anftrebt.
Gießen, 17. November.
— Das Großh. Ministerium der Finanzen, Abtheilung für Bauwesen, erläßt folgende Bekanntmachung: „Akademisch gebildete, im Wafferbau oder Eisenbahnbau erfahrene Zn- genieure werden für Vorarbeiten und demnächstige Ausführung von Deichen gesucht. Schriftliche Meldungen sind unter Beifügung eines Lebenslaufs, der vollständigen Zeugnisse, einschließlich derjenigen über Studien, abgelegte Prüfungen, sowie unter Angabe der Gehaltsansprüche alsbald hierher einzureichen. Umzugskosten können gewährt werden."
— Nachdem der neuliche Vortrag des Herrn Dr. Neubauer das Interesse für unsere Colonien aufs Lebhafteste gefördert hat, wird die Nachricht gewiß von allen Seiten mit Freuden begrüßt werden, daß wir in aller Kürze Gelegenheit haben, einen unserer bedeutendsten Reisenden, welcher an den politischen Ereignissen in Ostafrika in hervorragendster Weise Antheil genommen, hier in einem Vortrag zu hören. Wir dürfen diesem Vortrag, welcher Selbsterlebnisse und Land und Leute aus eigener Anschauung schildert,- mit größtem Interesse entgegensehen.
P; Theater. Das am Freitag gegebene „S ch ü tz e n ft st" von Misch und Jacoby ist ein neuer, sehr unterhaltender Schwank. Gespielt wurde durchweg gut und mit frischer Laune. Namentlich waren die Herren Winolt, Reiners und Rupp, sowie von Damen Fräulein Bischoff und Frau Reiners, von trefflicher Wirkung. — Am Sonntag stand die bekannte Moser-L'Arronge'sche Gesangsposse „Der Registrator auf Reisen" auf dem Repertoir. Die Wirkung war eine durchschlagende. Namentlich Herr Reiners befand sich auf der Höhe seines Spieles, ganz vorzüglich gelang ihm insbesondere die Darstellung des Registrators tm Zustande der Ansäuselung. Außerordentlich komisch war ebenso Fräulein Ida Ungers Leistung und nicht minder die des Herrn Bie brach, der nach Maske und Spiel — von einiger Üebertreibung abgesehen — eine famose Darstellung des Reporters Zander lieferte. Zu erwähnen ift vielleicht noch der nette Gesang Fräulein Martins.
— Theater. Am Dienstag kommt auf allgemeinen Wunsch das reizende Lustspiel „Papas Liebschaft" noch einmal im Neuen Theater zur Aufführung und wollen wir nicht unterlassen, auf dieses heitere Stück ganz besonders aufmerksam zu machen.
— Falsches Geld. Reichsbanknoten zu 100 Mk. Farbe weißlichgrau, Ziffern al s der Rückseite größer und braunroth statt hellroth. Das Wasserzeichen mangelhase, blaue Färbung Heller. — Rei chska ssens ch e i n e zu 50 Mk. vom
einer
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Sechs Pfennige das Stück!" — „Höre, Bruder," eine, „ich stehle doch das Reisig zu meinen Besen kann sie nicht V~*
" — Kleiner Karl: „Das bist Tante: „Weßhalb denn, mein Junge?" — Karl: „Nun, Papa sagte doch diesen Morgen noch, die alte Schachtel scheint sich bei uns ein-
denn?" — „I ch stehle
zu deuten versucht, düster, melancholisch ist, wie die Zeit, in welcher sie den Menschen erblühen. So heißt
„Der Schmuck, dm unferer Fenster Besrorne Scheiben tragen, Das sind der Blumen Gespenster, Die ihren Mörder verklagen."
Und ähnlich wie der österreichische Poet, jene Verse herrühren, erklärt Franz v. Gaudy flora auf unseren Scheiben folgendermaßen:
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ujidj Gewicht W S-üS eiten ©tiiien zu unt _ Der „M°n° Samätag Abend ta B-th-ilig»"g 1' Begrüßungsrede des Festrede des zweiten Turn-Verein" von I Mge der Turnere nüßiger Zwecke und geselligen Zusammeni ner Weise zu erfüllen reits Anerkennung ges erfreuen hat, zeigten Stadtverordneten-Vert eine dargebrachten Gli Verein" möge auf be: kräftigen und befonner et mit vollem Recht eil parteilosen und achtb Männer-Turn-Verein!
— Folgende rei; Softi mitgetheilt: E Mädchen mit ihrer f plötzlich vom Zufall d offener Landstraße ui Ein invalider, bebaut Promenade des Hubs die Kurbel seiner £)- indetz andere Dinge zu beachten. Sein stand unweit von ' das ganze herrliche Kind empfinden kam und spielte und kein einer inneren &ewa[t N ohne weiteres bc Unwillkürlich fing fte ^/rst leise, zaghaft w mwg und ausdru war das M invalide Leiermann schchelHhrigeM voll Menschen. Lo ,,e Taschen, um b Jwnen Künstlerin i «liben eine Gabe als sw schlich« Samt El» ein Capital Kreta Tasti.
Mittelst Ei, " Metes ©tiiif a tnttoeniet. “ “
Neueste Nachrichten.
Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau.
Berlin, 16. November. Um 1 Uhr Nachmittags empfing der Kaiser das Präsidium des Herrenhauses, begrüßte dasselbe überaus huldvoll und sprach fein Bedauern darüber aus, daß das Haus nicht sofort mit den größeren Vorlagen habe befaßt werden können, die ja doch aber später immerhin seiner Beschlußfassung unterbreitet werden würden. Der Kaiser drückte die Hoffnung auf ein günstiges Ergebniß der bedeutungsvollen Landtagssession aus und unterhielt sich sodann mit den einzelnen Mitgliedern des Präsidiums und begrüßte dabei besonders den neugewählten zweiten Vicepräsidenten, Oberbürgermeister Boettcher von Magdeburg. Das Präsidium wurde hierauf auch von der Kaiserin und sodann noch von der Kaiserin Friedrich empfangen, der das Präsidium die Glückwünsche des Herrenhauses zu der bevorstehenden Vermählung der Prinzessin Vicioria überbrachte.
Berlin, 16. November. Bei dem heutigen Empfange des Präsidiums des Abgeordnetenhauses sprach der Kaiser seine Freude darüber aus, dieselben Persönlichkeiten begrüßen zu können, die seit 11 Jahren zu Präsidenten des Hauses gewählt wurden. Er betonte, wie groß das Arbeitspensum des Hauses sei, er hoffe, daß eine Verständigung über die Vorlagen erfolge. In der Hingebung und Ausbietung aller Kräfte setze er das größte Vertrauen. Alsdann verbreitete sich der Kaiser über die allgemeine Lage- er versicherte, daß er die Erhaltung des Friedens aufs Entschiedenste glaube in Aussicht stellen zu können. Hieraus wurde das Präsidium auch von der Kaiserin empfangen und herzlichst begrüßt.
Wien, 16. November. Nach hier eingegangenen Nachrichten aus Salonichi ist vorgestern Nacht ein Special- Militärzug auf der Fahrt von Uesküb nach Salonichi bei Topsin in Folge von Überschwemmung entgleist. Acht Waggons wurden zertrümmert, 40 Personen getödtet und ebensoviele verwundet. Der Verkehr ist gänzlich unterbrochen.
Arco, 16. November. Der Leiter der hiesigen Cur- anstalt, Wollersack, und das Mitglied des Comites derselben, G ag er, werden sich nach Berlin begeben, um das Koch'sche Heilverfahren zu studiren.
Newyork, 16. November. Nach einer Depesche aus Tegucigalpa ist der Anführer der Aufständischen, Sanchez, mit mehreren seiner Offiziere auf dem Hauptplatze, ohne daß eine Verhandlung vor dem Kriegsgerichte vorausgegangen war, erschossen worden. Der Aufstand kann als beendigt angesehen werden.
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