gegen die Entscheidung der bayerischen Regierung vom 15. März, welche die Altkatholiken nicht mehr als Mitglieder der katholischen Kirche betrachtet. Ferner wurden Beschlüsse gesaßt, betreffend die Ausbildung der Krankenpflegerinnen in den Waisenhäusern und Vereinshäusern.
Breslau, 13. September. Der Trinkspruch des Kaisers bei dem gestrigen Paradediner lautete: „Ich erhebe das Glas auf das Wohl des sechsten Armeecorps mit dem Gefühl vollster Anerkennung für die heutige Leistung. Wenn ich an die Phasen der Geschichte unserer Arme denke, an Keith und Winterfeld, welche uns in die Zeiten Friedrichs des Großen zurückversetzen, wenn ich an die Heldengestalt meines dahingegangenen Vaters denke, will mir das Herz, vor Wehmuth zerspringen, zumal wenn ich zurückdenke, wie vor acht Jahren mein noch blühend, gesund und frisch aussehender Vater meinem Großvater das Corps vorbeiführte. Diese Heldengestalten sind dahingegangen, sie werden jedoch fortleben in den Herzen des Corps. Ein dreimaliges Hoch aus das sechste Corps !"
Breslau, 13. September. Der gestrige Zapfenstreich ist programmmäßig verlausen. Aus dem Schloßplatz wiederholten sich die enthusiastischen Kundgebungen.
Breslau, 13. September. Der Trinkspruch, welchen der Kaiser bei dem gestern Nachmittag 6 Uhr für die obersten Behörden der Provinz Schlesien gegebenen Diner ausbrachte, hat folgenden Wortlaut: „Noch einmal wiederhole ich den Dank der Kaiserin und den meinigen für den freundlichen Empfang in der Provinz imi) für die treuen Gesinnungen, die uns entgegengeschlagen sind. Zugleich erneuere ich nochmals den Ausdruck meiner Freude darüber, daß es mir endlich vergönnt ist, einmal mit meinen Schlesiern zusammen zu sein. Wie in früherer Zeit, in der Zeit der Erhebung, die Provinz die erste war, die dem Ruse meines hochseligen Herrn Urgroßvaters folgte, um dem Lande seine Unabhängigkeit wiederzugeben, so ist zu meiner größten Freude auf dem inneren Gebiete die Provinz diejenige gewesen, die die ersten Schritte gethan hat, um meinen auf das Wohl der arbeitenden Bevölkerung gerichteten Gedanken Folge zu geben. In lobenswertem Wetteifer gehen hier Kirche und Laien zusammen, um das Wohlergehen der unteren Klassen zu heben und dem Leben der Provinz die Ordnung zu erhalten. Männer wie Fürst Pleß und wie der Fürstbischof sind mit gutem Beispiel vorangegangen, und das Beispiel ist nicht ohne Wirkung geblieben. Ich verfehle hierbei nicht, diesen Herren, sowie manchen Anderen in der Provinz, die diesem Beispiel sich angeschlossen haben, meinen königlichen Dank auszusprechen. Ich knüpfe hieran den Wunsch, daß dieses gute Beispiel, welches die Provinz gegeben hat, ohne Unterschied der Parteien und Confessionen von allen Theilen meines Staates be- solgt werde, daß unsere Bürger endlich aus dem Schlummer erwachen mögen, in dem sie sich so lange gewiegt haben, unö nicht blos dem Staat und seinen Organen die Bekämpfung der umwälzenden Elemente überlassen, sondern selbst mit Hand anlegen. Ich habe die Ueberzeugung, daß, wenn die Provinz beharrt aus dem jetzigen Wege, es nicht nur der Provinz, sondern auch meinem ganzen Lande gelingen wird, wiederherzustellen die Achtung vor der Kirche, den Respect vor dem Gesetz und den unbedingten Gehorsam gegen die Krone und deren Träger. Ich erhebe das Glas und trinke auf das Wohl und das Gedeihen der Provinz Schlesien. Sie lebe hoch! und nochmals hoch! und zum dritten Mal hoch!"
Deutsch Liffa, 13. September. Das Kaiser paar und die anderen Fürstlichkeiten sind um 9^ Uhr hier eingetroffen. Kurz vorher war die Suite mit einem besonderen Zuge eingetroffen. Der Kaiser trug einen blauen Kürassierrock. Er stieg zu Pferde und ritt mit dem Gefolge auf das Manöverterrain. Die Kaiserin folgte in einem sechsspännigen Wagen. Ueberall wurde ihnen begeistert zugejubelt.
Braunschweig, 13. September. Die hier tagende 16. Versammlung des deutschen Vereins für öffentliche Gesundheitspflege unter Vorsitz des Oberbürgermeisters Bötticher-Magdeburg ist von 250 Mitgliedern besucht. In den Ausschuß wurden wiedergewählt: Bötticher-Magdeburg, Sanitätsrath Rent und Stadtbaurath Stübben-Köln und Geheimrath Ziemßen-München- neu gewählt wurden Oberingenieur Meyer- Hamburg und Oberbürgermeister A d i ck e s - Altona. Die Versammlung berieth bisher ' die Fragen betreffend Krankenhäuser für kleinere Städte und ländliche Kreise, die Filteranlagen für städtische Wasserleitungen, und erklärte sich ferner für Einführung der obligatorischen Fleischschau in ganz Deutschland, sowie für Beförderung der Wohnungs-Desinsectionen. Nach Vortrag von Kalle-Wiesbaden „Ueber Arbeiterwohnungen" beschloß der deutsche Verein für öffentliche Gesundheitspflege einen Betrag von 1000 Mk. auszusetzen zur Prämmiirung der besten Arbeit über Ventilation und Kocheinrichtungen für Arbeiter-Wohnhäuser. Oberingenieur Meyer-Hamburg sprach über Baum- pflanzungen und Gartenanlagen in Städten. Dann schloß Oberbürgermeister Bötticher-Magdeburg die diesjährige Versammlung mit Dank für die Aufnahme Seitens der Stadt Braunschweig. Für morgen ist ein Ausflug nach Harzburg beabsichtigt.
Hamburg, 12. September. Der zweite Gegenstand der Tagesordnung des deutschen Anwaltstages betraf die Festsetzung der Rechtsstellung des Anwalts gegenüber den Clienten im bürgerlichen Gesetzbuch. Referent hierüber war Dr. Löwenseld - München. Die Versammlung stimmte im Allgemeinen den aufgestellten Sätzen zu. Um 3 Uhr wurde die Sitzung geschlossen,' sodann wurde eine Rundfahrt auf der Alster und der Elbe unternommen. Um 6 Uhr fand ein Festdiner statt.
Hamburg, 13. September. Der heutigen Sitzung des deutschen Anwaltstages ging die ordentliche Generalversammlung der Hülfskaffe für die deutschen Rechtsanwälte unter Vorsitz von Bussenius-Leipzig voraus. Es wurde die Abrechnung der Kasse vorgelegt. Danach hat sich das Capital aus 207 651 Mk. erhöht; an Unterstützungen wurden 33 453 Mk. gezahlt. Hierauf folgte die Schlußsitzung des
Anwaltstages. Der Vorstand wurde durch Acclamation wiedergewählt. Am Vormittag unternahmen die Mitglieder eine Fahrt aus der Elbe nach Blankenese, wo das Diner eingenommen wurde. Abends ist Beleuchtung des Elbufers. Morgen wird ein Ausflug nach Helgoland unternommen.
ArrstaitH.
Bern, 13. September. Der Bundesrath hat den Recurs der freisinnigen Bürger des Cantons Tessin gegen die Verschiebitng der Abstimmung über die Verfassungsrevifion für begründet erklärt und den Commissar Oberst Kucnzli beauftragt, nach Feststellung der Thatsache, daß das Begehren um Verfassungsrevision die genügende Zahl von Unterschriften habe, die Volksabstimmung über dasselbe in der kürzesten, gesetzlich möglichen Frist zuzusagen. Ferner hat der Bundes- rath seine frühere Instruction an den Commissar in Betreff der Freilassung der Verhafteten und Auflösung der provisorischen Regierung bestätigt und den Commissar beauftragt, zu berichten, in welchem Momente die gesprengte Regierung im Stande und gewillt sein werde, ihre Functionen wieder auszuüben. Einstweilen behält der Commissar ausschließlich die Staatsgewalt in Händen und kann sich mit Vertrauensmännern von beiden Parteien in Verbindung setzen. Der Commissar ist ermächtigt, den Telegraphendienst in den tessinischen Telegraphenbureaus zu überwachen und die Abhaltung von Schützenfesten zu untersagen.
Bern, 13. September. Professor Schneider-Zürich ist vom Bundesgericht zum außerordentlichen Untersuchungsrichter in Tessin ernannt und als solcher vereidigt worden.
Bern, 13. September. Aus Tessin sind wieder beruhigende Berichte eingetroffen. Danach wurden der eidgenössische Commissar und die Truppen in Bellinzona mit enthusiastischen Kundgebungen empfangen. Seit vorgestern ist die Ruhe nicht mehr gestört worden.
Bellinzona, 13. September. Der eidgenössische Commissar hat heute Vormittag eine Proklamation erlassen, ebenso fand Vormittags die Eidesleistung der vom Bnndesrathe abgesandten Jnterventionstruppen statt. Die provisorische Regierung hat Vormittags 11 Uhr die Regierungsgeschäste an den Commissar Kuenzli abgetreten.
Madrid, 13. September. Reuter-Meldung. In der Stadt Valencia sind 31 Cholera-Erkrankungen und 23 Todesfälle vorgekommen- ebenso werden einige Fälle aus einem Dorfe in der Provinz Castilien gemeldet. Im Dorfe Vallecas in der Nähe von Madrid wurden ebenfalls einige choleraverdächtige Fälle beobachtet.
Chatham, 13. September. Mehrere Offiziere der Marinewerkstätte, darunter zwei höheren Grades, sind unter dem Verdachte, vertrauliche amtliche Mittheilungen nicht amtlichen Persönlichkeiten mitgetheilt zu haben, suspendirt worden.
Washington, 13. September. Die Finanzcommission des Repräsentantenhauses beschloß bei der Berathung der Tarifbill, den von dem Senat beschlossenen Abänderungen der Liste der dem Zolltarif unterworfenen Maaren nicht zuzustimmen.
Buenos Ayres, 13. September. In La Plata ist eine Ministercrise ausgebrochen, indem drei Minister ihre Entlassung genommen haben. Der General Racedo, welcher mit einer Anzahl von Mitgliedern der Unio Civica nach Entre Rios entsandt war, um die Ruhe daselbst wieder herzustellen, ist unverrichteter Dinge wieder hierher zurückgekehrt.
Netteste Nachrichten.
WolffS telegraphisches Correspondenz-Bureau.
Breslau, 14. September. Heute früh fanden im königlichen Schlöffe Gesangsoorträge des kaufmännischen Dilettantenvereins und anderer Gesangvereine statt. Sodann begaben sich der Kaiser und die Kaiserin nebst Gefolge mittels Sonderzuges zum Feldgottesdienst des 6. Armeecorps nach Nimkau, der um 10 Uhr Vormittags seinen Anfang nahm. Divisionspsarrer Kolepke hielt die Liturgie und sprach das Schlußgebet mit dem Vaterunser. Militäroberpfarrer Con- sistorialrath Testor hielt die Predigt, der der Text zu Grunde lag Jesaias 12 Vers 2 und 3: „Siehe, Gott ist mein Heil, ich bin sicher und fürchte mich nicht!" In der Predigt warf der Geistliche zugleich einen Rückblick auf die Geschichte dieses Jahrhunderts von 1813 bis 1890, mit besonderer Berücksichtigung Schlesiens, beleuchtete die Entstehung des Wahlspruchs: „Mit Gott für König und Vaterland!" und hob weiland Kaiser Wilhelms letzte Worte: „Ich habe keine Zeit müde zu sein!" und „Gott war mit uns- ihm sei die Ehre!" als Beispiel des Gottvertrauens der preußischen Könige hervor. Der Gesang der Gemeinde: „Nun danket alle Gott" schloß die gottesdienstliche, sehr erhebende Feier. Von Nimkau zurückgekehrt, fuhren der Kaiser und die Kaiserin nach Camenz zum Besuche bei dem Prinzen und der Prinzessin Albrecht.
Bern, 14. September. Die Nachrichten aus Tessin lauten heute beruhigender. Die provisorische Regierung hat sich gestern Abend aufgelöst- die am 12. ds. Mts. in Bellinzona gefangen genommenen Personen sind gestern in Freiheit gesetzt, die in Lugano Verhafteten sollen heute freigelassen werden. Eine hier angelangte Deputation der ultramontanen Fraction der Bundesversammlung wünscht vom Bundesrath die förmliche Wiedereinsetzung der gestürzten Regierung von Tessin.
Coctiks und prwhtjteßef»
Gießen, 15. September.
— Herr Polizeirath Fresenius ist aus Urlaub zurückgekehrt und hat seine Amtsthätigkeit wieder übernommen.
— Die Kunstreitergesellschaft „CircuS Lorch" wird, wie man uns mittheilt, in nächster Zeit hier eintreffen und eine Reihe interessanter Vorstellungen mit ihrem vorzüglichen
Personal und gut dressirtem Pferdematerial gehen. Die noch von früher in gutem Andenken stehende Gesellschaft wird hoffentlich auch diesmal eines zahlreichen Besuches seitens des hiesigen Publikums sich zu erfreuen haben.
— Auf dem Marsche vom Manöver in ihre Garnisonen (Wiesbaden und Castel) passirten heute einige Batterien des Nass. Feldartillerie-Regiments Nr. 27 unsere Stadt.
— Warnung. Jetzt, wo das Obst in den Gärten und auf den Feldern zu reifen beginnt, ist die Jugend stets bei der Hand, auch da zu ernten, wo sie nicht gesäet. Gärten und Zäune werden durchbrochen und mit Stöcken und Steinen in die Obst tragenden Bäume hineingeworfen und dadurch )en Besitzern derselben großer Schaden zugefügt. Zur Warnung der Eltern sei nun hier mitgetheilt, daß sie nach § 361 Abs. 9 des deutschen Reichsstrafgesetzbuchs für alle von ihren Kindern verübten Obstsrevel u. s. w. verantwortlich mb und daß jeder Fall mit Haft bestraft werden kann.
— Als Warnung für Lehrmeister verdient ein Urtheil des Schöffengerichts in Dt.-Eylau mitgetheilt zu werden. Vor einiger Zeit verließen die Lehrlinge eines dortigen Handwerksmeisters den Unterricht in der Fortbildungsschule mit der Erklärung: „Der Meister hat gesagt, wenn wir um halb acht Uhr nicht zum Abendbrod kommen, kriegen wir keins." Auf Anzeige der Lehrer wurde der Meister zu 30 Mk. Strafe verurtheilt, weil er den Lehrlingen nicht die erforderliche Zeit zum Besuch des Unterrichts in der Fortbildungsschule gewährt hatte.
— Eidesformel der Rathsverwandten anno 1693. „Ihr ollt geloben und einen leiblichen Eid zu Gott schworen, daß Ihr dem Durchlauchtigsten Fürsten und Herrn, Herrn Ernst Ludwigen, Landgrafen zu Hessen (T. T.) getreu hold und gewärtig sein und mit Hrn. des Raths und gemeiner Stadt beneficia privilegia und Immunitäten getreulich Schützen und Handhaben, auch dahin sehen solltet, daß wenn einige von der Bürgerschaft oder sonsten Jemand wieder Gnädigster Herrschaft deren Beamten und des Raths Gcbott einige Gotteslästerung, H.....g, Ehebruch, Diebstahl, Schlägerey,
Scheltwort und dergleichen, es geschehe in oder äusser der Stadt, hören oder sehen werdet, getreulich anzeigen, sich aber selbsten ehrbar und fromm halten, auch die (einigen dergleichen zu thun daheim anweisen, ansolglich der Bürgerschaft mit guten Exempeln vorleuchten, insonderheit aber alle Heimlichkeiten oder was sonsten bei versammeltem Rath geredt und geschlossen wird, Niemanden entdecken, sondern bis in sein Grab verschwiegen halten und sich sonsten in allwegen mit seinen Collegiis fried und schicklich begehen solle.
— Die Zahl der Todesfälle, ausschließlich der Todt- geborenen, betrug in der Woche vom 24. bis 30. August in Mainz mit Castel 38, in Darmstadt 21, in Offenbach 8, in Worms 13 und in Gießen 7, zusammen 87, darunter 36 im ersten Lebensjahre. — Die Todesursache anlangend, verstürben an Rachenbräune 4 (Mainz 1, Gießen 3), an Keuchhusten 1 (Mainz), an Unterleibstyphus 1 (Darmstadt), an Diarrhoe und Brechdurchfall 17 (Mainz 8, Darmstadt und Gießen je 1, Offenbach 3, Worms 4), an Lungenschwindsucht 11 (Mainz 6, Darmstadt 2, Worms 3), an acuten und entzündl. Krankheiten der Athmnngsorgane einschließlich Influenza 4 (Darmstadt und Worms je 2), an Gehirn-Apoplexie 4 (Darmstadt 3, Gießen 1), gewaltsamen Tod 8 Personen (Mainz 6, Worms und Gießen je 1)
Staufenberg, 14. September. Gestern Nachmittag 3 Uhr brach in der Scheuer des Heinr. Vogel VI. Feuer ans, welcher binnen wenigen Minuten derart um sich griff, daß nicht nur die Vogel'sche Scheuer, sondern auch die Wohnhäuser, Scheuern und Ställe der Ortsbürger Casp. Geißler, Ludw. Stephan und Jos. Sommer (im ganzen 11 Gebäude) in Schutt und Asche sanken, außerdem mehrere Nachbargebäude stark beschädigt wurden. Bei dem anfänglich gänzlichen Mangel an Hülfe (die meisten Bewohner waren auf dem Fette beschäftigt) war die Befürchtung, daß die ganze Stadt der Vernichtung preisgegeben, eine nur zu begreifliche. Glücklicher Weise herrschte Windstille. Hauptsächlich durch das energische Eingreifen der Lollarer Feuerwehr mit ihren vorzüglichen Gerüchen und Löschmaschinen wurde dem Feuer Einhalt gethan. Ein Haus, demHerrn Stephan gehörig, war von brennenden Gebäuden umgeben und ist trotzdem durch die Thätigkeit der Hilfsmannschaft gerettet worden. Von allen benachbarten Orten, Odenhausen, Wismar, Ruttershausen, Mainzlar, Daubrmgen, Treis a. d. Lda. rc., waren Mannschaften mit Spritzen zur Bewältigung des Feuers erschienen und haben recht fleißig gearbeitet. Leider mußten aber die Spritzen sehr häufig außer Betrieb gesetzt werden, weil es an Wasser zur Bewältigung des Brandes öfters fehlte. Obgleich die Stadt Staufenberg eine Wasserleitung zur Speisung der Brunnen angelegt hat, genügte das Wasser doch nicht zur Füllung der vorhandenen Spritzen. Ein Weiher lieferte zwar viel Wasser, derselbe liegt aber ziemlich weit von der Brandstätte entfernt. Die Entstehungsursache des Feuers ist bis jetzt noch nicht ermittelt, es wird Brandstiftung vermuthet. Die zerstörten Hosraithen, deren Scheuern mit Erntevorräthen gefüllt waren, und aus denen heute noch die Hellen Flammen schlugen, gewähren ein schreckliches Bild der Zerstörung. Das vollständig zu Grunde gegangene Mobiliar, sowie die Erntevorrüthe waren nur zu einem kleinen Theile versichert.
A. ArnSburg, 14. September. Der Taglöhner Valentin Betz aus Schlitz, zuletzt in hiesiger Gegend beschäftigt, hat sich in dem eine Viertelstunde von hier entfernten Walddistrict „Kirchberg" erhängt. Seine Leiche wurde gestern Vormittag von Kindern aufgefunden und nach gerichtlicher Besichtigung in die Anatomie nach Gießen verbracht.
(:) Schotten, 14. September. Unlängst wurde von dem hiesigen Schöffengericht ein Arbeiter eines benachbarten Ortes verurtheilt, welcher sich bei der Krankenkasse als krank und halb erwerbsfähig angemeldet hatte, aber während seiner Krankheit sein Geschäft ungehindert weiter betrieben und den
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Dir elfte Hälfte des Erft bis bato Woit gehalten, denn gehabt „wie sie im Bache ite Herzenslust, dir Mir werdm Nachtgleiche sieht vor der Thun nach räumen. Seither füllten die Keller füllen und es ha Scheuern nicht viel zurückbletba beginnt, sollte über der ratio Lüftung und Reinigung d aber ungemein häufig geftinblft' Kernig, wenn das Gröbste abge flächlichkeit beim Reinigen unt besonders dieses Jahr rachen. Mwurzeln, Weiherüben, Kc FeuchWrV wegen, die sie tu' haben. Nicht wenige Knolle angesressen und sollten, da t hauvt nicht eingelellert, sondc verfüttert werden. Wenn m finden sich in der ftagnirtnbai Md Worin, bie ihre nert *. Wer bem fiüfttn Irl om Wdjien eingedrachten E


