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, ausschließlich der Todt- vom 24. bis 30. August dr 21, in Offenbach 8, in lammen 87, barunter 36 deSirrsache anlattgenb, linz 1, Gießen 3), an iistyphus 1 (Darmstadt), ' (Mainz 8, Darmstadt Kanns 4), an Lungen­stadt 2, Wams 3), an der Athmungs-rM- -m- unb Womi je 2), an Gießen 1), 9*1*®" 6 und Gieß-n je 1)

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vollen Tagelohn bezogen hatte. Das Schöffengericht bedachte "ähn mit einer Haftstrafe.

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* Der erste deutsche Rekrut in Helgoland. Wir lesen in derFvrbacher Zeitung": Drei hiesige Schüler kamen in voriger Woche auf den Einfall, dem Baler des ersten deutschen Rekruten auf Helgoland brieflich zu gratulircn. Sie fügten dem Gratulationsbrief eine Anzahl seltener abgestempelter Briefmarken in der Voraussicht bei, daß der Junge später auch einmal Briefmarkensammler werden möchte. Gestern nun kam ein Brief üom Vater des Kindes an, in welchem derselbe den drei Genannten dankt und u. A. mittheilt, daß der Kaiser Pathenstelle bei seinem Sohne übernehmen werde und daß eine Familie in Malchow (Mecklenburg) sich erboten habe, den Jungen vom neunten Jahre an bis zur bestehenden Ab­gangsprüfung unentgeltlich in Schule und Pension aufzu­nehmen 2C.

* Ein konsequenter Schlachtenbummler. Eine eigenartige -Erholungsreise unternimmt seit nunmehr 16 Jahren ein Fabrikant in Sachsen. Dieser Herr rückt nämlich iiujebem Jahre zur Manöverzeit mit dem 1. Jägerbataillon aus Frei­berg aus und begleitet diese Truppe auf allen ihren Märschen zu Fuß und kehrt auch mit derselben erst nach Beendigung des Manövers in seine Heimathsstadt zurück.

* Warmes Eisen.Wissen Sie, seit meinem letzten Kopf­leiden hat mein Gedächtnis; ungemein gelitten- was ich zum Beispiel heute thue, weiß ich schon in drei bis vier Tagen nicht mehr/'Nicht möglich! Appropos, können Sie mir nicht aus acht Tage hundert Mark leihen?"

LandwirthschaftUche Winke und Rathschläge.

Au» Oberhefferr, Mitte September.

Die erste Hälfte des September ist vorüber, der Aegiditag hat bis dato Wort gehalten, denn wir haben zwei Septemberwochen gehabtwie sie im Buche stehen". Die Arbeiten fördern nach Herzenslust, die Nächte werden länger und kühler, Herbst-Tag- und Nachtgleiche stehl vor der Thüre, nun heißt es die Felder nach und nach räumen. Seither füllten sich die Scheuern, jetzt werden sich die Keller füllen und es hat den Anschein, daß diese hinter den Scheuern nicht viel Zurückbleiben werden. Ehe die Füllung der Keller beginnt, sollte aber der rationelle Landwirth eine sorgfältige Lüftung und Reinigung derselben vornehmen. Hiergegen wird aber ungemein häufig gesündigt. Viele Bauern meinen, es sei schon genug, wenn das Gröbste abgekratzt und abgerecht sei. Die Ober­flächlichkeit beim Reinigen und Lüften rächt sich bitter und wird sich besonders dieses Jahr rächen, weil die Knollengewächse: Kartoffeln, Dickwurzeln, Weißerüben, Kohlraben, Gelberüben u. A. der vielen Feuchtigkeit wegen, die sie aufnehmen mußten, Neigung zum Faulen haben. Nicht wenige Knollen find von Engerlingen und Mäusen angefressen und sollten, da die wunden Stellen leicht faulen, über­haupt nicht eingekellert, sondern ausgeschieden und von vornherein verfüttert werden. Wenn nun ein Keller schlecht gelüftet ist, dann finden sich in der stagntrenden, dumpfen Luft Mtllonen von Fäulntß- und Ptlzsporen, die ihre verderbliche Wirkung sehr bald bemerklich machen. Außer dem Lüften ist das Beseitigen der im Vorjahr mit den Gewächsen eingebrachten Erde, die darin befindlichen faulenden

Wurzelreste, die in den dunkelen Ecken liegenden Kartoffeln, welche nicht bemerkt wurden und inzwischen mannslange Keime getrieben haben, vorzunehmen. Selbst auf die Wände, wo mitunter große Spinngewebe hängen, sollte sich die Reinigung erstrecken und der Fußboden müßte mit einer trocknen Sandlage versehen werden. Diese Arbeiten sind bald gethan und verursachen einen Kostenaufwand von wenigen Mark. Das Hundertfache ist Manchem schon verloren gegangen, wenn er die r-othwendige Sorgfalt außer Acht liefe; denn sobald Fäulnitz eintritt und sie wird nicht rechtzeitig gemerkt, gehen Kartoffeln und Futtergemächsc wagenwetse zu Grunde. Sorgfalt und Reinlichkeit lohnen sich bet Vieh und Gewächsen, das darf der Bauer nie außer Acht lassen. *

Ein Anderes: Man hat mit dem Ernten und Etnkeltcrn der Kartoffeln begonnen. Gegenwärtig wird, da die Sonne tagsüber sehr warm scheint, der Erdboden und mit diesem werden die Kartoffeln sehr warm. Es ist ein entschiedener Fehler, diese so warm in den Keller zu bringen, denn wenn angestoßene, halb kranke darunter sind was bei der größten Sorgfalt niemals ganz zu vermeiden ist wird es geschehen, daß durch die vorhandene Feuchtigkeit und Wärme alsbald der Gährungsproceß beginnt und es können viele Malter verloren gehen. Man lasse daher die an heißen Tagen geernteten Kartoffeln erst tüchtig abkühlen, ehe man sie einkellert.

Die Grummeternte schreitet weiter voran. Hierbei zeigt sich, wie die landwirthschaftlichen Arbeiter, besonders Frauenzimmer, zuweilen aufschreien, wenn eine Eidechse oder Blindschleiche unverhofft auftaucht und davon huscht. Der Mensch kann das Schleichen, Huschen und Schlängeln nicht leiden und darum geht es mit Rechen, Heugabeln und Sensen hinter den genannten unschuldigen und arglosen Thterchen her. Viele glauben eine besondere Heldenthat verrichtet zu haben, wenn sie eine Eidechse oder Blindschleiche ums Leben bringen. Leider schaden sie sich selber dadurch, denn beide Thiere sind dem Landwirthe durch Vertilgung von zahllosen Jnsecten und Ungeziefer aller Art vom größten Nutzen. So sind sie z. B. entschieden nützlicher als der so beliebte und allseitig gehegte Storch, der dem Landwirth eigentlich gar nichts nützt. Man kann nicht oft genug lehren und mahnen: Legt Eure Vorurtheile gegen nützliche Thiere ab, schadet Euch nicht selbst durch nutzloses Vernichten nütz­licher Geschöpfe.

Zum Dritten: Die Zett der Brände ist gekommen! Wenn die Nächte lang werden, muß der Bauer Morgens und Abends mit Licht in Scheuer und Stall, die'.hige Vorsicht wird außer Acht gelassen, ein Funke fliegt ins dürre Stroh unddas Unglück schreitet schnell". Nicht blos Haus und Hof, auch die Ernte- und Futtervorräthe gehen zu Grunde, mit der Versicherung sieht es schlecht aus und der Bauer ist unglücklich für sein halbes Leben. Schon liest man da und dort in den Zeitungen: Es hat gebrannt- eine oder mehrere Scheuern, Wohnhäuser, Stallungen u. s. w. sind zu Grunde gegangen; die Leute waren nicht versichert! Welche Summe von Kummer und Schmerz liegt in diesen wenigen Worten! Darum versichert Eure Habe undbewahrt das Feuer und das Licht".

Noch eins, das Vierte, zum Schluß: Der Versandt der Zwetschen nach Holland und England hat begonnen. Die Früchte werden, damit sie den Druck und die Pressung besser aushalten können und nicht matschig werden, vor der Reife abgenommen. Aber wie gehen die Leute, besonders Kinder, die nicht beaufsichtigt werden, mit den armen Zwetschenbäumen um! Es ist ein Jammer. Weil die Früchte nicht ganz reif sind, hängen sie noch ziemlich fest. Nun peitschen die Unverständigen drauf los und schlagen die Tragästchen, das fruchtbare Hol;, mit herunter. Fingerslange Aestchen hängen an den Zwetschenstielen; manche Bäume werden so zugerichtet, daß die nächste Ernte in Frage kommt. Das Nutzthier, der Baum, die Wiese, der Garten, das Feld lohnen Demjenigen am reichsten, der am Sorgfältigsten und Aufmerksamsten mit ihm umgeht. Wer diese Gegenstände schindet und mißhandelt, der kann sich nicht beklagen, wenn seine Resultate schlechter sind, als diejenigen seines Nachbars. Prüfet Alles und das Beste behaltet.

Schiffsnachvichten.

Bremen, 12. September. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Werra, Eapt. C. Pohle, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 2. September von Bremen und am 3. September von Southampton abgeaangen war, ist gestern 1 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyorr angekommen.

Bremen, 12. September. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Saale, Eapt. H. Richter, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 3. September von Bremen und am 4. September von Southampton abgegangen war, ist heute 9 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen.

verkehr, Land- nnd volksrvirths^aft.

Grünberg, 13. September. (Fruchtpreise). Weizen JL 1910, Korn v4t 16.30, Gerste JL. 15.60, Hafer JL 13.30, Erbsen JL--,

Linsen, Lein, Wicken , Samen, Kartoffeln

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Dienstag den 16. September: Hugenotten. Große Preise.

Mittwoch den 17. September: Lohengrin. Große Preise. Außer Abonnement.

Donnerstag den 18. September: Martha. Große Preise.

Freitag den 19. September: Der arme Jonathan. Puppenfee. Große Preise. Außer Abonnement.

Samstag den 20. September: Margarethe. Große Preise.

Sonntag den 21. September: Oberon. Große Preise.

Schauspielhaus.

Dienstag den 16. September: Ein Tropfen Gift. Ge­wöhnliche Preise.

Mittwoch den 17.September: Torquato Tasso. Gewöhn­liche Preise.

Donnerstag ben 18. September: Gastspiel des Fräulein Thessa Klinkhammer. Francillon. (Fran?oise: Frl. Klinkhammer.) Gewöhnliche Preise. Außer Abonnement.

Freitag den 19. September: Die arme Löwin. Gewöhn­liche Preise.

Samstag den 20. September: Uriel Acosta. Gewöhnliche Preise.

Sonntag den 21. September: Letztes Gastspiel des Fräulein ThessaKlinkhammer. DorfundStadt. (Lorle: Frl.Klinkhammer.) Gewöhnliche Preise.

Montag den22.September: Neu-Frankfurt. Gewöhnliche Preise.

Temperatur der Kahn und der Luft am 15. September, Vormittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 12^, Luft lß1^ Gr.

Rübsamen.

Bekanntmachung.

Die Landbriefträger führen auf ihren Bestellgängen Bücher mit sich, welche zur Eintragung der ihnen vom Publikum zur Beförderung nach der nächsten Postanstalt übergebenen Sendungen mit Werthangabe, Einschreib­lendungen, Postanweisungen, gewöhnlichen Packete und Nachnahmesendungen bestimmt sind und zur größeren Sicherheit für die richtige und rechtzeitige Ablieferung dieser Gegenstände dienen. Will der Absender die Eintragung selbst bewirken, so hat der Landbriesträger demselben das Buch vorzulegen. Bei Eintragung des Gegenstandes seitens des Landbriesträgers muß dem Absender auf Verlangen durch Vorlegen des Buches die Ueberzeugung von der stattgehabten richtigen Eintragung gewährt werden.

Da diese Einrichtung und das dem Publikum durch dieselbe gebotene Mittel zu seiner Sicherstellung immer noch nicht genügend bekannt zu sein scheint, so wird auf das Bestehen derselben besonders aufmerksam gemacht- Darmstadt, im August 1890.

Der Kaiserliche Ober-Postdirector.

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