Ausgabe 
16.8.1890
 
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statt, am 21. ist Ruhetag, am 22. voraussichtlich Schluß der Manöver. Am 23. und 24. August residirt Kaiser Wilhelm in Petersburg. Die Heimreise erfolgt ebenfalls auf dem Seewege.

Während über die möglichen politischen Folgen des jüngsten Besuches Kaiser Wilhelms in England allerlei ge- heimnißvolle Andeutungen durch die Presse laufen, hat das Ereigniß auf wirthschaftlichem Gebiete bereits einen bemerkens- werthen Erfolg gezeitigt. Den persönlichen Vorstellungen des Kaisers beim Ministerpräsidenten Lord Salisbury ist es dem Vernehmen nach gelungen, letzteren für die Aufhebung des Verbotes der Einfuhr deutschen Viehs nach England zu interessiren. In dem am Dienstag stattgesundenen englischen Ministerrathe soll sich darum Lord Salisbury dringend für die Aufhebung des Verbotes verwendet und die Zustimmung des Ministerrathes zu dieser Maßregel auch erlangt haben - die baldige Aufhebung des Verbotes steht demnach in sicherer Aussicht.

Die Helgoländer Festlichkeiten anläßlich der Uebergabe Helgolands haben am Dienstag mit einemVerbrüderungs­diner" im Conversationshause ihren Abschluß gefunden.

Die seinerzeit vielgenannten Karolinen Inseln machen wieder einmal von sich reden. Aus der zu denselben ge­hörenden Insel Uap überfielen Eingeborene eine spanische Truppenabtheilung, tödteten 27 Mann und schlugen die Ueb- rigen in die Flucht. Auf die Kunde von diesem blutigen Vorgang schickte der Gouverneur der Karolinen einen Dampfer nach Dap zur Züchtigung der Eingeborenen ab, aber die aus­gesetzten Boote mußten sich in Folge des heftigen Widerstandes der Wilden zurückziehen. Nunmehr sind von den Philippinen aus zwei spanische Kriegsschiffe nach Aap entsendet worden. Auch auf einem anderen Punkte ihres Colonialbesitzes, an der marokkanischen Küste, haben die Spanier mit der feindseligen Stimmung der Eingeborenen zu kämpfen. Hier ist die Stadt Melila von mehreren Tausenden feindlichen Kabylen bedroht, doch haben dieselben einen directen Angriff aus die Stadt noch nicht unternommen.

Fürst Ferdinand von Bulgarien ist von seiner Carlsbader Badereise und den hiermit verknüpften Ausflügen am 14. ds., gerade dem Tage, an welchem der Coburger vor drei Jahren Hie Regierung über Bulgarien antrat, nach seinem Lande Hurückgekehrt. Am genannten Tage traf er in Widdin ein, hier von den ihm entgegengereiften Ministern Stambuloff, Schiwkow und Tontscheff begrüßt. Am Abend des 14. reiste Fürst Ferdinand mit den Ministern weiter nach Sofia.

In Centralamerika drohen neue Verwickelungen, da Feind­seligkeiten zwischen San Salvador und Honduras signalisirt werden.

In Argentinien wird die Lage' ebensalls wieder kritisch. In der Provinz Cordova soll die Nationalgarde durch die dortige Regierung mobilisirt worden sein, was darauf hin- deuten würde, daß man in genannter Provinz, wo der frühere Präsident Celman viele Anhänger zählt, eine Gegenrevolution gegen di§ neue Regierung in, Buenos Ayres anzetteln will. Zunächst ist dem Gouverneur von Cordowa vom argentinischen Minister des Innern der Befehl ertheilt worden, seine Stelle niederzulegen. Ob der Gouverneur dies aber thun wird, erscheint noch sehr fraglich.

Neueste Nachrichten.

WolffS telegraphisches Correspondenz-Bureau.

Berlin, 14. August. Der Kaiser ist mit dem Reichs­kanzler und dem übrigen bereits bekannten Gefolge um 2!/4 Uhr Nachmittags zum Antritt der Petersburger Reise nach Kiel abgereist.

Kiel, 14. August. Kaiser Wilhelm traf Abends

Uhr, vom Prinzen Heinrich auf dem Bahnhof empfangen, hier ein und fuhr unter dem Jubel einer zahlreichen Volks­menge zum Schloß. Die Straßen sind festlich geschmückt. Das Gefolge begab sich vom Bahnhofe direet an Bord der Hohenzollern". Nach der Ankunft des Kaisers im Schlosse

halb vier Uhr tritt unser Schülerbataillon zusammen. Nun, mit den Schülerbataillonen wird die große Nation das starke Deutschland wohl auch nicht schlagen."

Ja, treten wir in das Haus," meinte Martin.Der Hausen Straßenjungen, welcher dort brülltnieder mit den Deutschen," möchte uns nicht aufs Freundlichste begrüßen."

Sie schlossen die Thür. Martin trat in den Lehrsaal und Ehrbrecht ging auf sein Zimmer, wo er die Uniform an­legte. Er nahm die Stelle eines Lieutenants im Bataillon ein, welches Monsier le professeur Cardieux unter der Assistenz eines alten Sergeanten, Monsieur la Baisse, als Oberst commandirte.

Schlag 3J/2 Uhr trat das Bataillon aus der Wiese hinter der Akademie unters Gewehr. Der Professor - Oberst in- spieirte die Leute. Er war heute besonders gnädig, nur bei Ludwig Ehrbrecht blieb er stehen und sagte pathetisch:

Monsieur Louis Erebreckt, Sie sind gerade keine Zierde meines Bataillons, man sieht es Ihnen gleich an, daß Sie ckein Vollblutfranzose sind."

Sie haben ganz Recht, Monsieur," gab Ludwig zurück. Ich bin ein Deutscher und heiße nicht Louis Erebreckt, son­dern Ludwig Ehrbrecht."

Der Professor schrie nun zornig:Ruhe! Schweigen Sie! Wir sind hier im Dienst!"

Welches aber nur Kinderspiel ift,'- entgegnete Ludwig.

Tausend Donner!" fuhr da der Professor-Oberst auf. Monsieur Erebreckt, Sie gehen sofort aus Ihr Zimmer - Sie haben Stubenarrest."

Meinetwegen," sagte Ludwig, und schlenderte dabei ge­mächlich dem Hause zu. In der Thür stand Martin und flüsterte:Aber mein Lieber! Sie sind ja bestraft?"

Wie immer wegen einer mir erst ^gefügten Beleidig­ung," warf Ludwig verächtlich hin und stieg die Treppe hinauf.

(Fortsetzung folgt.)

zu Kiel wurde die Kaiserstandarte von den im Hasen liegenden Schiffen:Hohenzollern",Irene",Blücher" undBlitz" mit Salut begrüßt. Das Manövergeschwader liegt vor der Bucht.

DieHohenzollern", mit dem Kaiser an Bord, ist soeben 10 Uhr Abends abgefahren - dieIrene" folgte nach.

Bern, 14. August. In ihrer heutigen Schlußsitzung hat die internationale criminalistische Vereinigung auf Antrag des Professors von Liszt einen Ausschuß einge­setzt, welcher im Laufe des Jahres einen Plan zur Heraus­gabe einer rechtsvergleichenden Darstellung des heute in Europa geltenden Strafrechts feststellen soll. Auf Antrag von Professor Prins-Brüssel wurde sodann beschlossen, daß die Vereinigung die Initiative ergreifen solle zur Gründung einer Holtzendorff-Stiftung, welche für das Strafrecht die gleiche Bedeutung hätte wie die Bluntschli-Stiftung für das öffentliche Recht. Prins wurde beauftragt, im Namen der Vereinigung und in Verbindung mit Professor Rivier-Brüssel, sowie mit der permanenten Commission der Gesellschaft für Gesängnißwesen die nöthigen Schritte zu thun. Hierauf wurde die Session durch den Bundespräsidenten Ruchonnet geschlossen. Die Mitglieder der Vereinigung unternahmen nach dem Schluß der Sitzung einen Ausflug nach dem Thuner See.

Wien, 14. August. Anläßlich des 4. deutschen Sängerbundessestes ist die Stadt festlich beflaggt. Von den erwarteten 17 Sonderzügen mit Sängern sind bis Mittag bereits 12 eingetroffen. Nach der Ankunft des Sonderzuges mit 4000 Sängern aus Sachsen traf ein solcher mit den Berliner Sängern aus dem Nordbahnhofe ein; aus die Begrüßungsansprache des Reichsrathsabgeordneten Fuß dankte der Vorsitzende der Berliner Sängerschaft für den herzlichen Empfang Seitens der Stadt Wien. Eine halbe Stunde später langte ein Zug mit den Breslauer Sängern an, welche von dem Gemeinderathe Zeitler empfangen wurden.

Monetier (Departement Hautes Alpes), 14. August. Eine Feuersbrunst äscherte 140 Häuser ein. Mehrere Personen sind dabei verletzt worden.

Loudon, 14. August. EineLloyd"-Depesche theilt mit, die britische Botschaft in Konstantinopel habe 7 verdächtige, darunter 5 tödtliche Fälle in Nicolajeff berichtet, welche Cholera zu sein scheinen. Von der Türkei wurde die Ueberwachung aller Ankünfte aus dem Schwarzen Meere an­geordnet.

Loudon, 14. August. Im Unterhause erklärte Jackson, er hoffe, der Parlamentsschluß erfolge am Montag.

Madrid, 14. August. Nach den aus den Provinzen ein­gegangenen Nachrichten ist die Cholera in den Provinzen Toledo und Badajoz im Abnehmen. In Valencia kamen noch einige Erkrankungssälle vor.

Rom, 14. August. Dr. Peters ist Nachmittags hier eingetroffen und wurde am Bahnhofe von einem Vertreter des Auswärtigen Amtes und zahlreichen Freunden und Ver­ehrern begrüßt. Nach kurzem Aufenthalte setzte Peters die Reise nach Mailand und Monza fort, woselbst er mit Casati zusammentrifft.

Petersburg, 14. August. Die verschärfte Sicherheits­aufsicht in Petersburg und anderen Orten des Reiches ist auf ein weiteres Jahr verlängert worden.

Petersburg, 14. August. Gestern begann die Beför­derung der Truppen aus Kraßnoje-Selo nach Narwa, dem Ausgangspunkte der Manöver, welchen Kaiser Wilhelm bei­wohnt. Die Beförderung erfolgt auf der zeitweilig der Militärverwaltung unterstellten Eisenbahnlinie Petersburg- Narwa. Dieser Tage sind die Truppen zu den großen Manövern bei Rowno (Gouvernement Wolhynien) abmarschirt. Dort sollen, Zeitungsmeldungen zufolge, die commanbirenben Generäle des Warschauer und des Kiewer Militärbezirks, Gurko und Dragomirow, gegen einander manöoeriren.

Petersburg, 14. August. Das Kaiserpaar trifft am 17. August in Narwa zum Empfange des Kaisers Wilhelm ein. Die Stadtbehörden bringen nach Ueberreichung von Salz und Brod der Kaiserin einen goldenen Blumenstrauß dar, dessen Blüthen mit Edelsteinen verziert sind. Die aus dem Berliner Marstall für den Kaiftr Wilhelm hier ein- getroffenen Pferde gehen morgen nach Narwa weiter.

Sofia, 14. August. Nach derAgenee baleanique" wird der Jahrestag des Regierungsantrittes des Prinzen Ferdinand in allen Theilen des Landes gefeiert. Der Prinz erhielt zahlreiche Glückwunsch-Telegramme.

Anläßlich des Geburts t ages des Königs von Serbien flaggten die Consulatsgebäude. Der serbische Ver­treter, Generalconsul Steitsch, empfing die üblichen Gratu­lationsbesuche.

Belgrad, 14. August. Anläßlich des Geburtstages des Königs veröffentlichen die Zeitungen aller Parteien patriotische Artikel.

Die Einberufung der Milizen zuv Waffen­übung erfolgt nicht zum Zweck der Einübung mit Berdan- gewehren, da diese nicht für das zweite Aufgebot bestimmt sind.

Kairo, 14. August. (,,Reuter"-Meldung.) Gestern fernen in Mekka 44 und in Djeddah 35 Todesfälle an Cholera vor.

Kalkutta, 14. August. Der Ganges ist ausgetreten und überschwemmte weithin das Land- viele Menschen er« tranken, der Schaden ist sehr bedeutend. Die Bewohner der umliegenden Dorsschasten, die auf die Bäume geflüchtet waren, blieben 5 Tage ohne Verkehr und ohne Nahrung.

j-rovinzielles.

-6- Lich, 14. August. Sonntag den 17. August, Nach­mittags, wird der hiesige Kriegerverein am großen Teiche, wie alljährlich, sein Scheibenschießen abhalten, verbunden mit Coneert. Der Kampsgenossenverein feiert Montag Abend im Heiland'schen Saale den Gedenktag der Schlacht bei Gravelotte. Vom 12. August bis heute waren circa

600 Mann des 81. Jnf.-Regt. dahier ein quartiert; anr 27. d. M. soll wieder Einquartierung hierher kommen. Der Imker K. von hier hat das Teute'sche Besitzthum in Nidda für den Preis von 17 000Mk. gekauft und wird seine Bienenzüchter ei demnächst dorthin verlegen.

G. Nidda, 14. August. In der Vogelwelt machen sich seit acht Tagen Zeichen bemerkbar, daß für das laufende Jahr 1890 ein früher und strenger Winter im Anzuge ist- Obgleich nämlich die Störche viel später angekommen sind' als in früheren Jahren, machen sie dieses Jahr Anstalten, früher wegzuziehen als sonst. Gewöhnlich nimmt man für Mitteldeutschland an, daß der Storch am Petritag (21. Feb­ruar) eintrifft. Dieses Jahr ist er an vielen Orten erst Ende März oder Anfang April, also reichlich um 5 bis- 6 Wochen später gekommen. Die Störche ziehen meistens- Ende August weg und versammeln sich einige Zeit vorher auf großen Wiesenflächen, wo die Jungen im Fliegen und Nahrungsuchen schon unterwiesen werden. Dieses Jahr sind diese Hebungen schon Anfangs August vorgenommen worden. Auch bei anderen Zug- und Strichvögeln findet'man, daß sie- sich bereits zusammengethan haben, viel früher, als es sonst der Fall zu sein pflegt. Wetterkundige schließen daraus unf­einen frühen Winter.

_A_ Villingen, 14. August. Nachdem sich unsere Schul­räumlichkeiten nicht mehr als zureichend erwiesen haben, ist. ein Schulhausneubau beschlossen worden, der im nächsten Frühling in Angriff genommen werden soll. Pläne unb- Kostenvoranschläge sind ausgearbeitet unb es geht baraus her­vor, baß bas neue Schulhaus eine Zierde für den Ort sein wird. Zwei prächtige Schulsäle mit zwei Lehrerwohnungen wird der Bau mit den dazu gehörigen Räumlichkeiten um­fassen. Der Bauplatz, ca. 1600 Quadratmeter, wurde um den Preis von 1700 Mk. von der fürstlichen Herrschaft er­worben. Die Baukosten sind auf rund 40,000 Mk. veran­schlagt, eine Summe, für die mau etwas Schönes leisten kann. Die Masern, welche schon mehrere Opfer gekostet haben, sind in der Umgegend immer noch nicht ganz erloschen- Auch kommen bei solchen älteren Leuten, welche im Winter von der Influenza befallen waren, Todesfälle vor. Die Influenza ist also eine tückische Krankheitserscheinung, deren Wirkung oft monatelang nachwirkt. Die nasse Witterung läßt die Landleute mit ihren Erntearbeiten nur sehr langsam vorankommen. Von Obstsorten sind bei uns besonders die Zwetschenbäume gut beladen, was in anderen Gegenden dieses Jahr eine Seltenheit ist. Die Bäume mußten gestützt werden und brechen fast unter ihrem Segen zusammen.

PA. Darmstadt, 14. August. Der Empfang der am. sechsten allgemeinen Vereinstag der deutschen landwirthschaftlichen Genossenschaften Theil nehmenden Genossen und Gäste findet am nächsten Dienstag,, den 19. d. M., an den Bahnhöfen durch Mitglieder des Ortsausschusses statt. Das Bureau der Empfangs-Com­mission befindet sich (bis zum folgenden Morgen) im Ludwigs- bahnhos, in dessen Restaurationssaal auch Abends 7 Uhr die Vorversammlung und nach dieser ein gemächliches Zusammen­sein stattfindet. Vor Beginn der ersten Versammlung am Mittwoch den 20. d. M., Morgens 7*/3 Uhr, erfolgt eine Besichtigung des städtischen Electricitätswerks in der Schuchard- straße, die sich zu einer sehr interessanten gestalten dürfte... Nach der Versammlung ist gemeinsames Mittagsessen im Darmstädter Hof" unb nach diesem ein Ausflug auf die Ludwigshöhe. Am Donnerstag den 21. August, Morgens 8 Uhr, erfolgt unter der Führung des Directors der land­wirthschaftlichen Versuchsstation, ^Herrn Prof. Dr. Paul Wagner, eine Besichtigung der Einrichtungen dieses Instituts, welches namentlich aus die Fachmänner eine starke Anziehungs­kraft ausüben wird. Nach den Verhandlungen findet ein Festmahl im Saalbau statt unb Abends das von der Stadt in den Räumen des Saalbaues den Vereinstags-Theilnehmern gegebene große Gartenfest. Der Ausflug in die Bergstraße erstfgt am 22. August, Morgens 8 Uhr. Abfahrt mit der Main-Neckar-Bahn nach Station Bickenbach.

* Darmstadt, 14. August. Ein junger Norddeutscher,, welcher bei einem hiesigen Restaurateur zu Besuch weilt, er­hielt vor einigen Tagen von Letzterem den Auftrag, bei einem Metzgerdrei Ochseherrn" (OchsenHirn) für den Mittagstisch zu holen. Der biedere Märker ging, sich seines Auftrages zu entledigen, blieb aber beinahe eine Stunde aus.No, hoste se endlich, Du bleibst scheen lang aus, ich hab geglaubt, Du dest de Ochseherrn in Reinem hole?" srug der Restaurateur seinenBesuch", als dieser zurückgekehrt war.Jawohl," entgegnete er,ick habe sie inn Hof jelegt."In de Hof geleekt?" fragt sehr erstaunt der Auf­traggeber, und beeilte sich, das Gebrachte anzusehen. Richtig, im Hose in einer Ecke lagen drei riesige Ochsen­hörner, die derMärker", wie er sagte,mit Mühe unb Noth erwischt hat". Natürlich folgte dieser überraschendem Entdeckung eine unjeheure" Heiterkeit von Seiten des- Wirthes und der von der Sachlage bald unterrichteten an­wesenden Gäste.

* Freiburg i. Br., 11. August. Ein außergewöhnliches- Vergnügen wollten sich bei dem letzten schweren Gewitter einige Herren unb Damen machen, inbem sie ben Thurm bes altehrwürbigen Münsters bestiegen, um von ba aus bas Naturschauspiel genauer zu betrachten. Jeboch wurde dies für sie zu einem Trauerspiel, bei dem ihnen glücklicherweise der schlimmste Schlußact erspart blieb. Kaum waren sie nämlich oben angelangt, als ein Blitz den Blitzableiter entlang, fuhr. Sofort lagen die meisten der Gesellschaft wie tobt ba unb waren fürs Erste auch nicht wieber zum Bewußtsein zu bringen. Zum Glück stellte es sich heraus, baß nur eine Ohnmacht sie befallen hatte unb baß sie nicht vom Blitz ge­troffen waren. Nach einer zweiten Münsterbesteigung bei Gewitter bürsten sie wohl kein Verlangen haben.

* Aus Helgoland wirb berVoss. Ztg." eine hübsche kleine Episobe gelegentlich bes Kaiserbesuchs mitgetheilt. Als

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