Ausgabe 
15.7.1890
 
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London, 12. Juli. Heute Nachmittags um 2 Uhr sand die össentliche Trauung Stanleys mit Miß Tennant in der Westminster-Abtei statt.

Konstantinopel, 12. Juli. Heute brach im Bauholz- Depot von Stambul ein großes Feuer aus, welches andere Depots und 900 Häuser der Umgebung in Flammen setzte. Bei Abgang dieser Depesche ist in Folge des an­dauernden Windes das Feuer noch nicht bewältigt.

Sofia, 12. Juli. Die Regierung stimmte der Ernennung des bisherigen serbischen Generalconsuls St eit sch in Budapest zum diplomatischen Agenten für Serbien in Sofia zu. Stambulow, der sich gegenwärtig in Sistowa aushält, reist nach Rustschuk, Varna und Burgas und kehrt in ungefähr zehn Tagen nach Sofia zurück.

Rewyork, 12. Juli. Präsident Harrison sprach sich in einem Schreiben, womit er eine ihm von den Landwirthen Pennsylvaniens zugegangene Einladung zur Theilnahme an einer Versammlung beantwortete, sür den Schutzzoll aus und fügte hinzu, es würde große Nachtheile für das Land Hervorrufen, falls die Freihandelspartei bei den Wahlen 1892 die Ober­hand gewönne.

Neueste Nachrichten.

Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau.

Lauterberg a. H., 13. Juli. Die asthmatischen Be­schwerden bei dem Reichscommissar v. W mann sind im Zurückgehen begriffen, dagegen treten starke rheumatische Er­scheinungen auf, welche ebenfalls auf das angegriffene Nerven­system zurückzuführeu sind. Dieselben sind nicht Bedenken erregend, doch bedarf der Kranke längere Zeit absolute Ruhe.

Bozen, 13. Juli. In Folge zweitägigen heftigen Regens ist die Etsch mit ihren Nebenflüssen bedeutend gestiegen, bei Branzoll hat ein Dammbruch stattgesunden, das Waffer flieht gegen Auer, die Eisenbahnverbindung ist unterbrochen, bei Atzwang ist die Brücke sortgerissen.

Bukarest, 13. Juli. Der König empfing in Sinaja den neuen griechischen Gesandten Paparigopulo, welcher sein Beglaubigungsschreiben überreichte.

Sofia, 13. Juli. DieAgence Balcanique" hebt her­vor, daß aus einzelnen Städten der Nachbarländer seit einiger Zeit systematisch falsche Nachrichten über Bulgarien verbreitet werden, deren Zweck lediglich die Verhetzung und Beunruhigung der Gemüther sein könne.

Bueuos-Ayres, 13. Juli. Die Kammer hat die Vor­lage, durch welche die Regierung zur Emission von Noten n Betrage von 100 Millionen Dollars zur Einlösung der ^edulas ermächtigt wird, angenommen.

Washington, 13. Juli. Das Haus der Repräsentanten hat die Silbervorlage der Conferenz-Eommission mit 122 gegen 90 Stimmen angenommen.

®c«Us nnd provinzielle»

Gießen, 14. Juli.

Kirchenconcert. Ueber die Solistin des Concerts am Mittwoch den 16. d. Mts., Frau Hoeck-Lechner, theilen wir aus einer großen Zahl von Concert-Berichten Folgendes mit: Zürich. Concert von Frau Müller-Bächi in der Augustinerkirche. Prof. Dr. Nagel schreibt in der Neuen Züricher Zeitung Nr. 310. In einzelnen Duetten mit der Concertgeberin und Soli (Arie aus Judas Makkabäus und Arie von Keiser) führte sich Frau Hoeck-Lechner. bei uns ein. Die Stimme ist wahrhaft berauschend schön und weich, die Register sind so vollkommen ebenmäßig ausgeglichen, daß man den Tönen des einen vor andern kaum Vorzüge wird nachrühmen können. Und doch ist es nicht so sehr die sinn­liche Schönheit der Stimme, als vielmehr die künstlerische Totalität der Dame, die im Augenblick fesselt. Frau Hoeck- Lechner singt mit feinstem musikalischen Geschmack und lebens­voller Wärme der Auffassung, die von vollendetem künstlerischen Fühlen zeugt. Wir dürfen uns glücklich schätzen, wenn wir

Lächerlich, ein Kind Siegfried zu nennen, das vielleicht klem und schwächlich bleibt oder gar krumme Beine bekommt."

Er sah sie etwas anzüglich an.

Aber Du wolltest doch selbst"

Sie öffnete den Mund zu einer heftigen Antwort. Da stürmten Lotte und Käthe mir aufgeregten, glänzenden Augen ins Zimmer.

Mama, Mama, komm schnell, Erika läuft!" Und richtig, da patschte das süße, kleine Ding in seinem weißen Nachtröckchen, die Bäckchen heiß geröthet und vor Freude laut krähend, geradewegs mit ausgebreiteten Aermchen aus die Mama zu.

Sie hob es in überströmender Zärtlichkeit empor.

Du bist mir doch lieber als alle Jungen der Welt."

Es ist ein Prachtmädel," sagte der Vater stolz,so früh haben es die beiden andern nicht fertig gebracht, und was das Ding für ein paar Augen hat!"

Und die Zeit verging. Da kam doch ein Tag, an welchem die Frau Baumeister mit bewegter Stimme und innigem ToneMein Sohn, mein lieber Sohn" sagen konnte. Sie war keine junge Frau mehr, silbern lag es auf ihrem Scheitel, und neben ihr stand ihre Tochter Käthe, mit glück­lichen Augen zu dem Manne aufsehend, in dessen Hand sie die ihre für Lebenszeit gelegt.

Jetzt sind auch darüber Jahre vergangen, auch Lotte hat den Eltern einen Sohn zugeführt. Und die kleine Erika? Ja, die ist noch zn haben- sie ist ein lustiger Back­fisch, ein Kernmädel, mit einem Paar Schelmenaugen, die es Jedem anthun. Aber aber im Hause geht ein kraus­köpfiger Student ein und aus, ein wahrer Hüne, ganz so, wie die Frau Baumeister sich einst ihren Siegfried geträumt, und da habe ich so meine Gedanken.

der Sängerin einmal in unseren großen Concerteu begegnen. Der Tenorist des Mittwoch-Concerts, Herr Julius Zarnecko hat im letzten Winter mit außerordentlichem Erfolge in Berlin, Hamburg, Rostock, Rotterdam 2c. gesungen. Er ist ein Schüler der Königlichen Hochschule für Musik in Berlin.

E. Butzbach, 13. Juli. Für unsere Bürgermeisterwahl | sind bis jetzt drei Candidaten aufgestellt, nämlich der Bei- I geordnete Ioutz und die Gemernderäthe Carl Flach III. I und Gernand Wilh. Küchel. Letzterer hat indeß im Wetterauer Boten" angezeigt, daß geschäftliche Verhältnisse ihn veranlassen, eine auf ihn fallende Wahl nicht annehmen zu können.

x Willingen, 13. Juli. Heute beging der hiesige Krieger­verein das Fest seiner Fahnenweihe, verbunden mit dem Bezirksfeste des Bezirks Laubach. Um V23 Uhr durchzog ein großer Festzug die wirklich prächtig geschmückten Straßen unseres Ortes. Achtzehn auswärtige Kriegervereine marschirten im Zuge. Nach Ankunft aus dem Festplatze entwickelte sich bald nach der Festrede und Uebergabe der Fahne ein fröh­liches Leben, zu welchem verschiedene Ansprachen und Gesangs­vorträge wesentlich beitrugen.

/X Ruppertsburg, 13. Juli. In unserem' Orte herrschen die Masern und sind viele Kinder an denselben erkrankt.

8. Södel, 13. Juli. Die Masern herrschen hier seit einiger Zeit ui^er den Kindern; es sind infolge der Krankheit schon verschiedene Sterbesälle vorgekommen»

/X Aus der südlichen Wetterau, 13. Juli. Die Maul- und Klauenseuche, dieser tückische und unheimliche Gast in den Viehställen, welcher kürzlich durch Schlachtvieh aus Frankfurt eingeschleppt wurde, wird von den Verwaltungs­behörden mit dankenswerther Energie bekämpft und dennoch greift sie weiter um sich. Wie ansteckend das Nebel ist, beweist folgende Thatsache: Ein Knecht schlief in einem Stalle, in welchem die Seuche herrschte. Unvorsichtigerweise kam er in einen Nachbarstall und siehe da! am folgenden Tage brach hier die Seuche aus. Sie kann also, wie auch anderweit nachgewiesen ist, durch die Kleider verschleppt werden wie Cholera, Scharlach, Diphtherie und andere menschliche Krankheiten. Einsender theilt dies Beispiel aus der Praxis mit, auf daß die Landwirthe die Bemühungen der Behörden nicht durch Indolenz lähmen, sondern selbst eifrig bei Be­kämpfung des Nebels mitwirken möchten.

Stockheim, 11. Juli. Dieser Tage hat die Zuckerfabrik Stockheim den Verwaltungs-Bericht des abgelaufenen Jahres an ihre Actionäre verschickt. Aus demselben ist ersichtlich, daß in dem abgelaufenen Geschäftsjahre 365,448 Ctr. Rüben mit einem Kaufpreise von 374,598 Mk. 57 Pf. zur Ver­arbeitung kamen. Obige Rüben wurden aus 2264 Morgen gezogen- demnach wurden durchschnittlich pro Morgen 161 Ctr. gegen 143 Ctr. im Vorjahre geerntet. Der Gesammtgewinn des verflossenen Jahres beläuft sich auf 116 148 Mk. 68 Pf. und verbleiben nach Abzug von 35 799 Mk. 13 Pf. Abschrei­bung noch 80 349 Mk. 55 Pf., über deren Verwendung die Generalversammlung, welche am 25. Juli, Nachmittags 733 Uhr, in Stockheim stattfindet, zu beschließen hat. Durch die ver-! I schiedenen Verbesserungen an der Fabrik haben sich die Gesammt- unkosten per Ctr. Rüben um 10,19 Pf. niedriger, wie im Vorjahre gestellt. Die nächste Campagne scheint aller Vor- I aussicht nach noch einen befferen Ueberschuß zu liefern, da daselbst 700 Morgen Rüben mehr zur Verarbeitung kommen. I

§ Vom Vogelsberg, 12. Juli.Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen". Dieses Sprüchwort haben kürzlich zwei Schuhmacher aus dem Orte G. wieder I erfahren. In hiesiger Gegend ist es Sitte, daß die Schuh­macher jeden Markt im Umkreis von 45 Stunden mit I ihrer vorräthig angefertigten Maare, sog^Marktwaare, besuchen. Oben genannte Schuhmacher gingen nun, ihre Maare auf dem Rücken, auch ganz fidel letzthin auf den Krämermarkt nach dem einige Stunden entfernten Reichenbach. Als die­selben ankamen und etwas zu verdienen hofften, vernahmen sie mit Entsetzen, daß der Markt bereits am Tage vorher stattgefunden hatte. Unter dem Spotte der Umstehenden traten die beiden Schuhmacher die Rückreise wieder an. Wahrschein­lich hatten die Enttäuschten in einen vorjährigen Kalender gesehen oder waren durch sonstige Zufälligkeiten zu der An­nahme verleitet worden, daßheute Markt in Reichenbach" sein müsse.

§ Grebenhain, 12. Juli. Bange Sorgen haben die beiden drei- und vierjährigen Kinder eines hiesigen Geschäftsmannes ihren Eltern bereitet. Die Kinder waren nämlich Plötzlich verschwunden, ohne daß auch nur eine Spur von ihnen ent­deckt werden konnte. Nach langen Nachforschungen stellte es sich denn heraus, daß die Kleinen ihren in Lichenroth woh­nenden Onkel besucht hatten. Die Kinder, welche nur ein einziges Mal per Wagen in Lichenroth gewesen, hatten den cci. Ii/z Stunden langen Weg allein zurückgelegt und richtig ihrenUnkel" gefunden.

Q Bleichenbach, 13. Juli. Eine unheimliche Person macht seit einigen Tagen in der Umgegend von sich reden. Sie trägt weibliche Kleidung, die Kopfbildung und das kurz geschnittene Haar lassen aber auf einen Mann schließen. Tags über treibt sich die Person im Walde umher, Nachts kommt sie in die Dörfer und schläft in den Kuhftällen, wobei sie die Kühe melkt und die Milch trinkt. Obgleich die Leute Nachts ihre Häuser verschließen, ist es der Person doch eine Kleinigkeit, die Schlösser mit wenigen Handgriffen zu öffnen. An Geld fehlt es der Vagabundin durchaus nicht, denn ver­schiedene Leute sahen bei ihr ein mit Silber- und Goldstücken gefülltes Portemonnaie. Schon hat sich eine förmliche Legende um die Stromerin gebildet- es wird behauptet, sie verstünde unerhörte Dinge zu vollbringen und sei körperlich ganz abnorm gebildet. Manche Waldbezirke der Umgegend, in denen sich die Stromerin blicken ließ, sind verrufen und die Leute meiden jene Gegenden. Die Kinder unbemittelter Eltern, welche

durch Einsammeln dvrr allerhand Beerenfrüchten: Erdbeeren, Heidelbeeren, Himbeeren u. st ro. sich etwas verdienten, wagen sich gar nicht in die Wälder, aus Furcht es möchte ihnen ein Seid angethan werden. Am besten wäre es, wenn die Polizei, welche sich seither nicht um die Sache kümmerte, die Person einmal inquirirte, der Spuk hätte dann wohl schnell ein Ende.

§ Hartmannshain, 12. Juli. Vor einigen Tagen hat endlich der seitherige Bürgermeister Christian Schmalbach sein Decret erhalten, nachdem die Wahl schon im vorigen Sommer stattgefunden hatte, wobei Herr Schmalbach 22 Stimmen und sein Gegeneandidat Ahlbrand 22 Stimmen erhielt. Die obere Behörde hatte infolge dieses Stimmen­verhältnisses durch das Loos zu entscheiden.

* Mainz» 13. Juli. Das 25jährige Jubiläum des Mainzer Männer-Gesangvereins, das sich in der Stadt durch reichen Flaggenschmuck rmd lebhafte Fremden­bewegung in den Straßen äußerlich bemerkbar macht, nahm gestern Abend durch eine imposante Jubelfeier in der Stadt­halle seinen Anfang. Dieselbe wurde durch einen Festmarsch von Lux eingeleitet, worauf nach Ansprachen des Präsidenten und Ehrenpräsidenten und Weihe einer neuen Fahne die ver­schiedenen, an dem Feste mitwirkenden Vereine von hier und den Nachbarstädten dem Mainzer Männergesangverein durch Gesangsvorrräge ihre Huldigung darbrachten. Nach den Ge­sangsvorträgen nahmen in langer Reihe die Vertreter der einzelnen Vereine das Wort, um unter Ueberreichung von Geschenken meistens Kränze mit kostbaren Schleifen in mehr oder minder schwungvollen Ansprachen den Mainzer Männer-Gesangverein zu feiern. Der Redner etwas allzu langer Reihe folgte, nachdem es bereits 111/2 Uhr geworden, zunächst dieTannhäuser"-Ouverture und dann verschiedene Chöre des festgebenden Vereins, sowie des Mainzer Sänger­bundes, welche sich eines stürmischen Beifalles zu erfreuen hatten. Heute Morgen versammelten sich die Sänger auf dem Bahnhofsplatz und zogen mit ihren Bannern in langem, festlichen Zuge nach derStadthalle". Hier wurden sie Namens der Stadt Mainz vom Beigeordneten Dr. Gaßner in einer warmen Ansprache herzlich willkommen geheißen und I darauf durch den Stadtverordneten Ring zu einem von jungen Damen credenzten Ehrentrunke kostbarer Rheinweine einge­laden, den sich die fremden und einheimischen Sänger auf das Beste munden ließen. Das den Mittelpunkt der Feier bildende Hauptconcert, welches um 4 Uhr Nachmittags seinen Anfang nahm, war überaus zahlreich besucht. Bei demselben wirkten neben dem festgebenden Verein mit: Cäcilia-Wies- baden, Liederkranz - Aschaffenburg, Liederkranz - Bockenheim, Liederkranz-Friedberg, Liedertafel-Darmstadt, Männergesang-

I verein-Darmstadt, Männergesangverein-Wiesbaden, Melanaria- Aschaffenburg, Sängerchor des Lehrerverems-Wiesbaden und die Liedertafel und der Liederkranz von Mainz. Als Solisten wirkten mit: Fräulein Frieda Schletterer-Augsburg, Frau Johanna Reuter-Mainz und Hofopernsänger Krauß-Berlin. Das Programm war ein gut gewähltes und wurden die ver­schiedenen Vereine mit reichem, wohlverdienten Beifall be­lohnt. Mit besonderem Beifall wurden die Solisten und unter denselben hauptsächlich Hofopernsänger Krauß ausge­zeichnet. Einen bedeutenden Eindruck erzielte der zweite Theil des Concerts,Coriolan", dramatische Scene für Män­nerchor, Soli und Orchester, componirt von Friedrich Lux, welche .unter persönlicher Leitung des Componisten vorge­tragen wurde.

Frankfurt, 12. Juli. Die Begründung einer ,Srankfurrer Heimstätte für Genesende" scheint gesichert. In einer jüngst von den Zeichnern von Beiträgen abgehaltenen Versammlung konnte mitgetheilt werden, daß die -Ausführung des Unternehmens gesichert sei und zur Bildung des Ausschusses geschritten werden. In den letzteren wurden gewählt die Herren: Jos. Wertheim, Schmidt Knatz, Gg. Henrich, Stadtrath H. Flinsch, Sanitätsrath Dr. Spieß, W. Merton und Stadtrath Dr. Flesch. Die Statuten, welche im Entwurf vorlagen und in ihren Grundzügen ge­nehmigt wurden, sehen die Bildung eines Vereins vor, dem nicht nur Private, sondern namentlich auch Krankenkassen und Verbände von solchen als Mitglieder angehören können. Dem Vorstand des Vereins sollen stets Arbeitnehmer ange­hören, die ihrerseits Mitglieder des Vorstandes solcher Kaffen sind, so daß sämmtliche Vereinsgeschäfte, insbesondere auch die Verwaltung der Anstalt, stets unter Theilnahme und Auf­sicht derjenigen stattfinden, denen sie in erster Linie zu Gute | kommen joden. Die Aufnahme in die Anstalt wird nicht unentgeltlich, sondern allemal auf Kosten der Genesenden oder der Krankenkassen u. s. w., denen diese angehören, stattfinden. Arbeitgebern und Freunden der Anstalt soll aber die Mög­lichkeit geboten werden, sich durch einmalige Bezahlung eines größeren Kapitals das Recht zu erkaufen, jährlich für eine, dem Zinserträgniß angemessene Anzahl Tage Genesende der Anstalt zuzuweisen. Daß die Aufnahme von keiner Confes- sionsrichtung, keiner Parteistellung u. st w. abhängig gemacht I wird, braucht kaum gesagt zu werden.

-st Kassel, 13. Juli. Glückliche Gewinner. Bei I der Berliner Schloßsreiheit-Lotterie, deren Gewinnchancen I gerade keine sehr günstigen waren, hat die launige Glücks- I güttin ihr Füllhorn in sehr reicher Weise über Kassel aus- I geschüttet. Drei junge, mit einander bekannte Geschäftsleute I hatten noch erst wenige Tage vor der jüngsten Schlußziehung I ein Loos gemeinschaftlich erworben urd haben darauf einen der Hauptgewinne mit 100000 Mk. erhalten. Emer von ihnen, ein Gastwirth, spielte dasselbe zur Hälfte und erhält I 50 000 Mk., die beiden andern, ein Kaufmann und ein I Mehlhandler je J/4 und sie erhalten jeder 25000 Mk. ohne allen Abzug. Ferner haben zwei hiesige Schlossermeister, die I geschäftlich miteinander zu thun haben, aus das gemeinschaftlich gespielte Loos 50 000 Mk. (jeder 25 000 Mk.) gewonnen. I Weiter haben sechs verheiratete Frauen hiesiger kleinerer

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