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ausgenommen. Die Züge passiren die beschädigte Stelle langsam.

Detmold, 11. October. Bei der Schlußabstimmung über die Regentschastsvorlage erklärte der Minister den Paragraphen 5 mit dem Institute des Regentschastsrathes, dessen Befugnisse für später zu bestimmen seien, für unan­nehmbar, da er das monarchische Princip verletze, und zog die ganze Vorlage zurück. Der Landtag ersuchte die Staats­regierung, baldigst durch Gesetz verfassungsmäßige Fürsorge für die Eventualität zu treffen, daß nach dem Ableben der Mitglieder des jetzt regierenden Fürstenhauses in Folge der bereits lange dauernden Streitigkeiten zwischen den Seiten­linien der Thron eine Zeit lang erledigt bleibe, wodurch die Existenz des ganzen Staatsorganismus zeitweilig gefährdet sei.

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Ausland.

Bern, 11. October. Eine auf heute nach Bellinzona einberusene öffentliche freisinnige Volksversammlung wurde durch den Commissar Künzli verboten und die Ab­haltung derselben durch Militär verhindert. In einem Gast­hose sand eine größere private Versammlung statt, welche gegen die Wiedereinsetzung der früheren Negierung protestirte. Es sind keinerlei Ruhestörungen vorgekommen, noch ist Wider­stand gegen das Militär geleistet worden.

Wien, 11. October. Der Handelsminister dehnte wegen der Gefahr, daß die Cholera eingeschleppt werden könnte, die für die aus dem Golfe Alexandrette kommenden Schiffe bestehende siebentägige Beobachtung auf alle von dorr bis Tripolis herkommenden Schiffe aus.

Paris, 11. October. DerLiberte" zufolge arbeitete der Arbeitsminister einen Entwurf für die Transsahara- Eisenbahn aus und übergab denselben dem Kriegsminister zur Begutachtung. DerFrance" zufolge soll mir dem Bau einer strategischen Eisenbahn zwischen Belfort unb den Vogesen demnächst begonnen werden.

Honfieur, 11. Oetober. Der englische DampferAd- tz an ce", welcher am 1. October in der Nordsee die Mann­schaft des norwegischen DreimastersElise" gerettet hat, ist mit derselben hier eingetroffen. Die Geretteten werden vom norwegischen Consul in Havre in ihre Heimath zurück- Lefördert.

London, 11. October. Der internationale lite­rarische Congreß wurde gestern geschlossen. Aus die Einladung deS Deutschen Schriftstellerverbandes, des Vereins Berliner Presse und der literarischen Gesellschaft in Berlin wurde beschlossen, den nächstjährigen Congreß in Berlin abzuhalten.

London, 11. October. Der der Ermordung des Staats­raths Rossi beschuldigte Castioni erschien heute abermals vor der Polizei. Sein Rechtsbeistand zeigte an, er werde die Frage aufwersen, ob ein politisches Verbrechen vorliege, auch Zeugen dafür vorladen lassen, daß Castioni gar nicht aus Rossi geschossen habe. Die Verhandlung wurde daraus bis zum 20. October vertagt.

London, 11. October. Dem englischen Empfangscomite für die im nächsten Jahre in London abzuhaltende deutsche Ausstellung sind ferner beigetreten: der Herzog von Leicester, die Lords Wharn und Wharncliff, Powerseoourt, Hillingdon, Douglas, Goldsmid, Reed, Thompson, der Schau­spieler Irving und der irische Abgeordnete und Schriftsteller Justin M'Carthy.

Tipperary, 11. October. Der hiesige Gerichtshof be­schloß, den Proceß gegen die irischen Abgeordneten auch in Abwesenheit O'Briens und Dillons, welche geflüchtet sind, fortzusetzen.

Liffabon, 11. October. Das neue Ministerium wird sich voraussichtlich aus folgenden Personen zusammensetzen: Abreue Sonza Präsidium und Krieg- Antonis Candido Inneres und Unterricht - Sabrandao Justiz- Metlo Pouvea Finanzen- Antonio Enneo Marine - Barbosa Borage Auswärtiges - Thomas Ribairo Arbeiten. Die Vorgenannten traten Machmittags zu einer Berathung bei dem General Abreu zusammen. Dieselbe dauerte von Mittags 1 bis Abends 6 Uhr. Es soll sich dabei namentlich um innere und auswärtige Angelegenheiten gehandelt haben. Ueber die gefaßten Beschlüsse wird voll­ständiges Stillschweigen beobachtet, doch verlautet, dieselben ließen die Lösung der Krisis erwarten.

Petersburg, 11. October. Die russischePetersburger Zeitung" bespricht die bevorstehende Wahl des neuen ortho­doxen Patriarchen in Jerusalem und bemerkt, die Vertreter Rußlands in Constantinopel und Jerusalem seien bereits instruirt. Die meisten Aussichten für die Wahl habe Bischof Petrus von Arabien.

Ne«este Nachrichten.

WolfsS telegraphisches Torrespondenz»Bureau.

Berlin, 12. October. Die hiesige Altkatholische Gemeinde hielt heute in der alten ihr überwiesenen Hei­ligen Geistkirche den Eröffnungsgottesdienst ab, wobei Pro- feffor Weber-Breslau den vom Bischof ernannten Pfarrer Ledwina einsührte.

Dresden, 12. October. Heute früh 4*/- Uhr stießen am Uebergange der Lösnitzstraße beim Schlesischen Bahnhofe der von Görlitz kommende Güterzug und ein Rangier- zug auseinander. Fünf Personen sollen schwer verletzt sein, unter ihnen auch der Locomotivführer und ein weiterer Beamter. Der Personenverkehr hat durch den Unfall keine Unterbrechung erlitten. Die Verwundungen der Verunglückten bestehen hauptsächlich in Arm- und Beinbrüchen und Quetsch­ungen. 20 Wagen find beschädigt.

Halle a. d. Saale, 12. October. Die zum Congreß hier eingetroffenen Mitglieder der socialdemokratischen Fraktion des Reichstages hatten heute Nachmittag eine Zu­sammenkunft. Heute Abend findet eine Begrüßungsversamm- lung statt, in der die Mandate von 375 angemeldeten Dele- Airteu geprüft werden sollen.

Halle a. d. S., 12. October. sSoci allsten congreß.) Die heutige Begrüßungs-Versammlung wurde von Liebknecht mit einem Rückblick auf den letzten Congreß eröffnet. Singer und Dietz führten den Vorsitz. Delegirte sind anwesend: aus Deutschland 341, aus England 2, aus Frankreich 3, aus der Schweiz 1, aus Oesterreich 3, aus Rußland 5, aus Belgien 1, zusammen 366, darunter 5 Frauen.

Paris, 12. October. Der deutsche Botschafter Graf Münster ist heute vom Präsidenten Carnot empfangen worden.

Lyon, 12. October. Der Deputirte Bürde au, Be­richterstatter für das Generalbudget, besprach vor seinen Wählern die Mac-Kinley-Bill und erklärte, man müsse den von den vereinigten Staaten eröffneten wirthschastlichen Krieg in gleicher Weise erwidern. Frankreich werde bald erkennen, daß es zum Schaden Amerikas große Ersparungen machen könne, wenn es das Petroleum in Rußland und das Getreide in Oesterreich-Ungarn kaufe.

Constantinopel, 12. October. Nach einer Meldung der Agence de Constantinopel" wurde durch ein heute ergangenes Jrade dem Vertreter der Gruppe der Deutschen Bank, Alfred Kaulla, die Concession zum Baue der Eisenbahn­linie Salonichi über Karafera nach Monastir in einer Länge von 205 Kilometer ertheilt. Die von der Regierung zu ge­währende Garantie von 14300 Frcs. per Kilometer wird durch die Zehnten gesichert, welche von der internatio­nalen Verwaltung der öffentlichen Schuld in Salonichi und Monastir eingenommen werden sollen. Kaulla übernahm zugleich die Verpflichtung unter den gleichen Be­dingungen eine Zweigbahn von Karaseria zur serbischen und griechischen Grenze zwischen Velendsche und Kalabak herzu­stellen, sowie sofort Studien für eine Bahnlinie von Monastir zum adriatifchen Meere nach Avlona oder Durazzo vornehmen zu lassen und eventuell diese Linie auf Wunsch der Regierung zu bauen, wobei Vereinbarungen über Preis, Garantie und Bauzeit besonderer Verständigung Vorbehalten bleiben sollen.

Zum Verständnis der Invalidität»- und Alters- Versicherung.

(Schluß.)

3) Sofortige Geltendmachung der Altersrente und der Invalidenrente.

Wie bereits erwähnt, können die über 70 Jahre alten Arbeiter, etwa 140 000 an der Zahl, sofort nach Eröffnung der Versicherung und die sonstigen älteren Arbeiter, sobald sie 70 Jahre alt geworden sind, Anspruch auf Altersrente geltend machen, wenn von ihnen folgende Bedingungen recht­zeitig erfüllt werden:

a. Schon jetzt müssen alle älteren Arbeiter und Arbeiterinnen sich die Zahl der Arbeitswochen (die Saisonarbeiter auch die Arbeitsunterbrechungen) und den Jahresarbeitsverdienst in be» Jahren 1888/90 bescheinigen lassen, was kostenlos von bem betreffenben Arbeitgeber ober von ber unteren Verwal- tungsbehörbe bes Beschäftigungsortes (Orts- ober Gemeinbe- vorstanb, Polizeiverwaltung) zu geschehen hat. Im ersteren Falle müssen bie Bescheinigungen von einer öffentlichen Be- hörbe kostenlos beglaubigt werben.

b. Daneben ist es von Wichtigkeit, sich auch bie etwa in ben Jahren 1888/90 burchlebten Krankheitswochen von den Krankenkassen ober von ber unteren Verwaltungsbehörbe bescheinigen zu lassen.

c. Alle Arbeiter unb Arbeiterinnen müssen Sorge tragen, baß sie rechtzeitig versichert werben.

Auch bie weniger alten Arbeiter können, falls sie in ben Jahren 1891 bis 1895 durch Krankheit oder sonstige Ursachen ihre Arbeitsfähigkeit -verlieren, Anspruch auf eine Invaliden­rente erheben.

Zur Geltendmachung des Anspruchs auf Invalidenrente ist es ebenfalls nothwendig, sich die oben erwähnten Nach­weise jedoch schon von Ende November 1886 ab zu beschaffen. Nur bedarf es hier einer Bescheinigung über den Jahres­arbeitsverdienst nicht. Wichtig ist hier Jbie Vorlegung der Militärpapiere, weil die in den Jahren Ende 1886 bis Ende 1890 geleisteten Militärdienste als Beitragszeit ange­rechnet werden.

4) Verficherungspflicht.

Zu versichern sind vom 16. Lebensjahre ab die nicht mit Staats- oder Communal-Pensionsberechtigung angestellten und nicht selbstständig ein Gewerbe :c. ausübenden Personen (Arbeiter, Gehilfen, Gesellen, Lehrlinge u. f. w.) ohne Unter­schied des Geschlechts, welche gegen Lohn oder Gehalt in der Land- und Forstwirthschast, Jagd und Fischerei, in der Industrie und im Bauwesen mit Einschluß des Handwerks, in Handel und Verkehr, im Haushalt (Dienstmädchen rc.) und in allen anderen Erwerbszweigen beschäftigt werden. Betriebsbeamte, Handlungsgehilfen und -Lehrlinge jedoch nur, wenn deren Jahresarbeitsverdienst 2000 Mark nicht übersteigt. Nicht zu versichern sind die in Apotheken beschäftigten Gehilfen unb Lehrlinge.

Die Versicherung wirb baburch bewirkt, baß bie zu ver­sichernde Person sich bei ber unteren Verwaltungsbehörbe ihres Beschäftigungsortes ober bei ben sonstigen bekannt ge­machten Stellen sofort nach bem 1. Januar 1891 eine Quittungskarte ausstellen läßt, was kostenlos geschieht. In bie Quittungskarte wirb von bem Arbeitgeber ober Dienst- Herrn für jebe angefangene Arbeitswoche eine bei ber Post- anstalt des Beschäftigungsortes zu erwerbende Beitragsmarke eingeklebt, deren Werth zur Hälfte von dem Versicherten zu erstatten ist und vom Arbeitgeber oder Dienstherrn bei ber Lohnzahlung einbehalten werden kann.

5. Beitragsmarken.

Die in die Quittungskarte einzuklebenden Beitragsmarken richten sich nach der Lohnklaffe, in welche die zu -versichernde Person auf Grund bes für dieselbe maßgebenden Jahres­arbeitsverdienstes eingeschätzt wird. Als Jahresarbeitsverdienst gilt, wenn nicht Arbeitgeber ober Dienstherr und die zu^ver-

sichernbe Person vereinbaren, baß ein höherer Lohn in An^ wenbnng kommt,

1) für bie in ber Lanb- unb Forstwirthschast beschäftigten Personen, welche keiner Krankenkasse angehören, ber für sie von ber höheren Verwaltungsbehörbe unter Berück­sichtigung von Naturalbezügen rc. festzusetzenbe burch- schnittliche Jahresarbeitsverbienst beziehungsweise ber für Betriebsbeamte nach § 3 bes lanb- unb sorstwirth- schriftlichen Unfallversicherungsgesetzes zu ermittelnde Jahresarbeitsverdienst -

2) für die bei der Seeschifffahrt beteiligten Personen der für die Seeunfallversicherung maßgebende Jahresarbeits­verdienst-

3) für Mitglieder einer Knappfchastskasse der dreihundert­fache Betrag des vom Kafsenvorstande festzusetzenden durchschnittlichen täglichen Arbeitsverdienstes der be­treffenden Arbeiterklasse, jedoch nicht weniger als ber breihunbertsache Betrag des ortsüblichen Tagelohns gewöhnlicher Tagearbeiter des Beschäftigungsorts-

4) für Mitglieder einer Orts-, Betriebs- (Fabrik-), Bau­oder Innungs-Krankenkasse der dreihundertfache Betrag, des für ihre Krankenkassenbeiträge maßgebenden durch­schnittlichen Tagelohns beziehungsweise wirklichen Arbeits­verdienstes -

5) im Uebrigen der dreihundertsache Betrag des orts­üblichen Tagelohns gewöhnlicher Tagearbeiter des Beschäftigungsorts.

Beträgt hiernach der Jahresarbeitsverdienst bis zu 350 Mk. einschließlich, so ist eine Beitragsmarke der Lohn­klasse I zu 14 Psg., beträgt derselbe über 350 Mk. bis ein­schließlich 550 Mk., so ist eine Beitragsmarke der Lohnklasse II zu 20 Pfg., beträgt derselbe über 550 Mk. bis einschließlich 850 Mk., so ist eine Beitragsmarke der Lohnklasse III zu 24 Pfg. und beträgt derselbe über 850 Mk., so ist eine Beitragsmarke der Lohnklasse IV zu 30 Pfg. für jede Arbeits­woche in die Quittungskarte einzukleben.

Von erheblicher Bedeutung für die Versicherten ist es,, bei zeitweiser Arbeitslosigkeit ihr Versicherungsverhältniß dadurch fortzusetzen, daß sie für jede Woche der Arbeitslosig­keit bei ber nächsten Poftanstalt eine Doppelmarke zum Preise von 28 Pfg. erwerben unb biefe selbst einkleben. Dasselbe gilt für biejenigen Personen, welche burch Selbstänbigwerben rc. aus bem Versicherungsverhältniß ausscheiben unb die erworbenen Anrechte nicht aufgeben wollen. Auch biefe müssen, wenn sie später in ben Genuß einer Rente gelangen wollen, Zusatz­marken erwerben unb in bie Quittungskarte selbst einkleben.

Bei Unterbrechung bes Arbeitsverhältniffes Seitens ber Saisonarbeiter genügt bie Einklebung einer 20 Pfg.-Marke für jebe Woche.

6) Erlangung ber Renten.

Will nun ein Versicherter in ben Genuß einer Rente gelangen, so hat er weiter nichts zu thun, als feinen Anspruch unter Überreichung seiner Quittungskarte, sowie der sonstigen zur Begründung des Anspruchs dienenden Beweisstücke bei ber für feinen Wohnort zustänbigen unteren Verwaltungsbehörde (Landrath, in Stadtkreisen Magistrat, Polizeibehörde rc.) an­zumelden. Alles weitere wird dann von der zuständigen unteren Verwaltungsbehörde veranlaßt. Beansprucht ber Versicherte Altersrente, so muß er auch fernerhin Beiträge entrichten. Nur beim Eintritt ber Arbeitsunfähigkeit hört bie Beitragsleistung aus unb tritt bann an bie Stelle ber Alters­rente bie höhere Jnvalibenrente.

Cocale» « pvoHnjkltef.

Gießen, 13. October.

In ben Ausschuß bes Landesgewerbevereins würben in ber Generalversammlung am 11. October aus der Pro­vinz Oberhessen gewählt: Geh. Commerzienrath Buderus in Hirzenhain, Mühlenbesitzer Erck in Nidda, Fabrikant Heyligenstaedt in Gießen, Hosdecorationsmaler Hieronimus in Friedberg, Fabrikant Schäfer 'in Büdingen, Fabrikant Schirmer in Alsfeld, Ingenieur Schiele in Gießen und Bier­brauereibesitzer Windcckcr in Friedberg.

Gymnasium. Am Samstag machten die Schüler be£ Gymnasiums einen Ausflug nach Frankfurt, um sich dort die Prodiictionen des Buffalo Bill anzusehen. Es kann nur anerkannt werden, wenn derart von Seiten der Schule den Schülern noch über die nächste Unterrichtszeit hinaus Belehrung geboten wird.

Gestern Nachmittag hielt die Gießener frcito. Feuer­wehr ihre Schlußübung ab. Die Uebung bestand in Plan­übung auf Oswalds Garten und in einem Brandmanöver, mit dem alten Hofgerichtsgebäude als Brandobject. Diese Uebung, zu welcher Herr Provinzialbirector Frhr. v. Gagern, die Stadtverordneten, Ehrenmitglieder des Corps, bie frcito- Gail'sche Feuerwehr u.s.w. gelaben waren, hat der Feuerwehr bas allgemeine Lob Derer eingetragen, bie berselben beiwohnten, ein Lob, welches selbst burch bie infolge an der markirten Branb- stätte geänberten Angriffsbispositionen hervorgetretenen kleinen Mängel nicht abgeschwächt werben kann unb in unsere Feuer­wehr bie Hoffnung setzt, baß bie oft erprobte Tüchtigkeit in Stunben ber Gefahr auch ferner bie Wehr auszeichnen wird. Der Hebung folgte ein zahlreich besuchter Commers in Steins Garten.

Die aus Anlaß des 450 jährigen Znbilänms der Buch- druckerkuust zu den verschledenen Festlichkeiten in den Druck- städten Deutschlands hergestellten Fest-Drucksachen, wie Pro­gramme, Festschriften, Karten u. f. w., befinden sich eben aus einer Wander-Ausstellung durch alle bedeutenderen Druckstädte. Diese Drucksachen sind heute Abend im Vereinslocale der hiesigen Buchdrucker-Gehülfen (Stadt Gaffel, eine Treppe hoch) ausgestellt. Die Sammlung gewährt einen erfreulichen Ein­blick in die Leistungsfähigkeit des deutschen Kunstdrucks.

Ein größere Anzahl der zum Socialisten Cougreß nach Halle reisenden Delegierten aus Frankfurt und Um­gegend, denen sich Collegen auS Südbeutschland angeschloffen hatten, pafsirten am Sonntag früh 1% Uhr bie hiesige

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