Ausgabe 
13.12.1890
 
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und Altersversicherung den Arbeitern bietet, find nicht gering. Die Mängel, die heute in socialer Beziehung zu Tage treten, liegen nicht in der Gesellschaftsordnung, sondern nur in dem Mißbrauch gesell­schaftlicher Vorrechte Einzelner. Herr Bebel möge erst eine neue Gesellschaftsordnung vorlegen; stehl er denn nicht ein, daß ein Mensch, der nicht an Gott glaubt, zum Thier herabsinkt. (Sehr richtig!) Sie würden bei Ihrem Talent viel für die Arbeiter erreichen können, wenn Sie sich auf dem Boden des bestehenden Staatsrechts bewegten. Der Staat soll nicht glauben, daß er gegen die Soctaldemokratie allein fertig werde; er soll namentlich keine Schutzgesetze machen, welche die Socialdemokratie fördere. (Sehr richtig! Elr.) Erfreulich ist, daß Bebel versichert, er beabsichtige nur auf friedlichem Wege vorzugehen, aber einstweilen müssen wir die Armee aufrecht erhalten und stärken gegen die Socialdemokratie. Möge Herr Bebel seine Gesellschaftsordnung, sein Staatsrecht, sein Steuersystem vorlegen. Die Zölle können wir nicht entbehren; ich behaupte nicht, daß sie die Lebensmittel nicht vertheuern, aber die Landwirthschaft hat sich dabet erholt und das ist den ländlichen Arbeitern auch zu Gute gekommen. Das würden die Socialdemokratm bald erfahren, wenn sie mit dem kleinen Bauern reden, aber die Herren haben noch nie einen gesehen. (Heiterkeit.)

Abg. Dr. Bamberger (dfr.)-. Ein deutsch-österreichischer Ver­trag, der Differentialzölle einführt, würde von meiner Partei abge­lehnt werden. Es muß ein Vertrag zu Stande kommen, wie wir ihn in den fechsziger J»hren öfter geschlossen haben, indem der Tarif gebunden wurde: denn wichtiger als die Höhe der Zölle, ist deren Festlegung. Wohin wir mit der gegenwärtigen Zollpolitik gekommen find, beweisen die Vorstellungen der bayerischen Regierung. Was die Doppelwährungsforderung anlangt, so möge man die Frage sich doch vergegenwärtigen, wer wohl heute auf deutsche Anleihen zeichnen würde, wenn er nicht die Sicherheit hätte, Zinsen und Capital in Gold zu erhalten. (Sehr richtig!) Windthorsts Haltung in der Colonialpolitik hat sich gegen früher völlig geändert, er ist aus einem Saulus ein Paulus geworden; heute gehört er zu den stärksten Colonialschwärmern und hofft auf Colontalntederlassungen in Süd- westaftika. Vielleicht erlangt Herr Windthorst auch eine Eisenbahn von Der Küste nach dem Kilimandscharo; er würde ja die Mehrheit für sich haben und ich bin überzeugt, die erste Locomottve, die ins Innere Afrikas führt, würde Windthorst heißen. (Große Heiterkeit.)

Reichskanzler o. Caprivi: Ich verlange weder für meine Person noch für die Regierung Schonung; ich hatte hier das Gefühl, wie ein Soldat vor der Schlacht, wenn man nicht weiß, wo der Feind steckt und der erste Kanonenschuß uns sagt: da ist er! Nach der heutigen Bamberger'schen Rede scheinen wir ja aus dem groben Ge- schützstuer in das Kleingewehrfeuer gekommen zu sein. Ich will mich auf die Einzelheiten feiner Rede nicht einlassen, aber ich mutz darauf Hinweisen, daß in anderen Parlamenten, wenn die Regierung den Wunsch ausspricht, eine Materie, über welche Verhandlungen schweben, nicht zu erörtern, dieser Wunsch berücksichtigt wird. (Sehr richtig! rechts.)

Abg. Hahn (cons.) wendet sich gegen die Ausführungen Bebels. Die Wohnungsverhältntsse auf dem Lande sind jedenfalls besser als die Arbeiterwohnungen in den Städten in den Kellern und in den Dachaeschossen.

Abg. v. Kar dorff (Reichsp.) bekämpft ebenfalls Bebel und seine Ziele, die auf gewaltsamen Umsturz gerichtet sind. Gutes für den Arbeiter kann nur erreicht werden auf dem Wege der Pflege des Geistes, der Gottesfurcht und der guten Sitte.

Abg. Miss er (wild-lib): Weder mit der Religion noch mit der Gewalt ist erfolgreich gegen die Socialdemokratie anzukämpfen; wir müssen uns Alle ehrlich bemühen, an einer Besserung der Ver­hältnisse mitzuhelfen, dann wird die Socialdemokratie aufhören ge­fährlich zu sein. Die Franckenstetn'sche Clausel ist absolut entbehrlich; die Regierung sollte Schritte thun, fie zu beseitigen. Die Zollpolitik hat zu den schlimmsten Verhältnissen geführt; versucht man doch heute schon die einzelnen Provinzen von einander abzusperren. Gerade durch die landwtrthschaftlichm Zölle ist das ganze Zollsystem in Mitzcredit gekommen.

Die Debatte wird geschloffen.

Es folgt eine Reihe persönlicher Bemerkungen.

Hierauf werden die übrigen Thetle des Etats an die Budget- Commission gewiesen.

Es werden dann noch erledigt die Denkschrift über die Aus­führung der feit dem Jahre 1875 erlassenen Anleihegesetze, durch Kmntnitznahme und sodann das elsaß-lothringische Etats-Controlgesetz in zweiter Lesung.

Sodann vertagt sich das Haus.

Nächste Sitzung Freitag 11 Uhr: Türkischer Handelsvertrag und Zuckersteuer.

Schluß 4-/4 Uhr.

Netteste Nachrichten.

Wolff- telegraphische- (Lorceipond«nz*Burei»l.

Berlin, 11. December. DerReichsanzeiger" erklärt, die Mittheilung der Blätter, von der Regierung sei fest be­absichtigt, die landwirthschaftlichen Zölle auf die Höhe, welche dieselbe vor der letzten Steigerung des Zolles (1887) hatten, herabzusetzen, entbehre jeder Begründung.

hätte? Nein, nein, er trug keine Schuld und sie würde, sie mußte es einsehen.

Beschwichtigend wollte er ihr zureden, ihr behilflich sein, den Abgott, der so jämmerlich und aus so unaufgeklärte Weise verunglückt war, in das Haus zu tragen. Doch sie wehrte ihm von Neuem, stieß ihn zurück und warf sich mit aus­gebreiteten Armen über das Kind.

Rühre ihn nicht an! Ich bin nicht wahnsinnig, wie Du meinst, habe meine fünf Sinne noch und so lange ich sie habe, rufe ich Dir zu Du allein bist der Mörder Deines Kindes!"

Franz schauerte zusammen und rief nur:Hanna, ver­sündig Dich nicht!"

Aber die junge Frau wollte nicht hören. Behutsam, mit starren, trockenen Augen faßte sie das Kind aus, wies jede Hilfe des Mannes mit sichtlichem Entsetzen zurück und wankte dem Hause zu. In dem Zimmer, in welchem das Tannenbäumchen brannte, legte sie Hans auf das Belt nieder, säuberte seine Gliederchen, die Kleider vom Schnee und deckte, nachdem sie ein stilles Gebet verrichtet, ein weißes Tuch darüber.

Von Franz nahm sie keine Notiz. Ihr starrer Schmerz war ihm ftirchterlich. Was mußte sie, die Mutter, empfinden, wenn sein Herz schon so qualvoll litt ?

Sich ihr nähernd, namenlosen Jammer im Herzen, in den treuen, blauen Augen ehrlichen Kummer und Schmerz, streckte er die Hand nach ihr aus.

Hanna, laß uns zusammen tragen, was uns der Heiland heute an seinem Freudentaqe geschickt. Zusammen gehts leichter."

Sie antwortete nicht, sondern saß am Fußende des Bettes und schaute mit trockenen Augen auf die kleine Leiche, deren Umrisse unter dem Tuche erkennbar waren.

(Fortsetzung folgt.)

Berlin, 11. December. Der Finanzminister lud die Mitglieder der Einkommen- und Gewerbesteuer­commission zum Diner auf nächsten Sonntag ein. Die Beratungen der Commission dürften noch während der ganzen nächsten Woche fortgesetzt werden.

Berlin, 11. December. Wie derReichsanzeiger" mit- theilt, erklärte in der heutigen Sitzung der-Schulsragen- Conferenz der Cultusminister v. Goßler, er beabsichtige, die Berathungen der Conferenz nicht über den 18. d. Mts. auszudehnen. Die Abstimmung über die Frage betreffs Bei­behaltung der bestehenden Schularten und des Lehrplanes der Realgymnasien wird ausgesetzt. Sodann wurde über folgende Fragen berathen: Ob es sich empfehle, an den Orten, wo nur gymnasiale oder realgymnasiale Anstalten vorhanden sind, in den drei unteren Klassen neben oder statt des Lateins einen verstärkten deutschen oder modern fremdsprachlichen Unterricht einzurichten, ferner: ob, wo nur lateinlose Schulen vorhanden sind, in den drei unteren Klassen Latein anzu- gliedern iei; alsdann, ob alle siebenstufige Anstalten auf sechs- stufige zurückzuführen und der Lehrplan der Realschulen dem­jenigen der höheren Bürgerschulen gleich zu gestalten und so einzurichten sei, daß die Fortsetzung des Bildungsganges auf einer Oberrealschule erleichtert wird. An der Debatte be- theiligten sich Holzmüller, Bertram, Schulze, Kropatschek, Paulsen, Stander, Germar, Fiedler, Matthies und Ende. Sämmtliche Hauptfragen wurden mit unwesentlichen Ab­änderungen nahezu einstimmig bejaht- die Nebensrage Ber- trams, ob es sich empfiehlt, den lateinischen Unterricht erst in Tertia zu beginnen, verneint und die Nebenfrage Schulzes, ob es sich empfiehlt, die Entlassungsprüfung bei den eventuell zu errichtenden sechsstufigen Schulen auf den Schluß des Jahrescursus zu verlegen, bejaht.

Berlin, 11. December. Der Hilfs kassen-Congreß beschloß eine Adresse an Koch, dem Namens der 600,000 Mitgliedern für seine unermüdlichen Forschungen zum Wohle der Menschheit Dank gesagt und weiterer Erfolg gewünscht wird. Der Congreß nahm zu der Alters- und Invaliditäts- Versicherung eine Resolution an, das Gesetz bei seiner Revision dahin abzuändern, daß die Hilfskassen den anderen Kassen gleichberechtigt seien- desgleichen zu der Unfallversicherung, daß der Kreis der zu Versichernden zu eingeschränkt, die Renten­unterstützung ungenügend, die Mitbetheiligung der Versicherten an der Verwaltung unzulänglich und das Gesetz in diesem Sinne abzuändern sei.

Düffeldorf, 11. December. Der Provinziallandtag gab dem Kaiser die Entscheidung über den Ort der Errichtung des Kaiser Wilhelm-Denkmals für die Rheinprovinz anheim.

Breslau, 11. December. Die Hüttenarbeiter der Königs-Laura-Hütte, welche den oberschlesischen Zeit­ungen zufolge Samstag bezw. Dienstag die Arbeit einstellten, haben nach derBreslauer Zeitung" die Arbeit wieder aus­genommen.

Klausthal, 11. December. Zum Geburtstage Kochs legte die Stadt Flaggenschmuck an. Das Geburtshaus Kochs war reich geschmückt. Abends ist großer Festcommers.

Dresden, 11. December. Die Handels- und Ge­werbekammer beschloß die Befürwortung der Festlegung des Osterfestes innerhalb der Zeit vom 5. bis 12. April, den Wegfall des hohen Neujahrstages, die Zusammenlegung der sächsischen Bußtage auf einen Tag und zwar zusammen mit der Feier des preußischen Bußtages, und die Errichtung einer deutsch-australischen Bank.

Hamburg, 11. December. DerHamb. Corr." theilt mit, daß Br em er Fabrikanten die Nachricht, als hätten Hunderte strikender Hamburger Cigarrenarbeiter in Bremer Fabriken Beschäftigung gefunden, für unzutreffend erklären. In Bremen werde die Gründung eines Vereins der Fabrikanten beabsichtigt, um den Socialdemokraten ent­gegenzutreten.

Wien, 11. December. Die preußische Militär- deputatiou (Hauptmann Westenhagen mit vier Unteroffi­zieren) vom Potsdamer Gardegrenadier-Regiment ist hier eingetroffen, um dem Kaiser ein neuconstruirtes Feldzelt zu demonstriren.

Wie«, 11. December. Gestern begannen im österreichi­schen Handelsministerium die Expertisen mit den Vertretern jener Industrien, auf die die deutschen Forderungen Bezug haben.

Brüffel, 11. December. Dte Deputation der Col­marer Dragoner (Oberstlieutenant und Regiments- commandeur B-chmayer, Rittmeister Rau, Premierlieutenant Lagatz und Secoudelieutenant Fritsche) ist Nachmittags 3 Uhr vom König Leopold empfangen worden, Bachmayer, der dem Könige, dem Inhaber des Regiments, von deffen letzter Anwesenheit in Potsdam her, wo er den Ehrendienst versah, bekannt ist, stellte die Deputation vor und gratulirte Namens des Regiments, welches den Tag auch festlich begeht, zum Negierungsjubiläum. Der König erkundigte sich während der halbstündigen Audienz eingehend nach dem Stande des Regi­ments und dankte für die Glückwünsche.

Nom, 11. December. DieAgenzia Stefani" meldet aus Tunis: Eine Gruppe Matrosen des dortigen franzö­sischen Stationsschiffes habe auf dem italienischen Bahnhofe Exceffe begangen und die Rufe ausgestoßen:Es lebe Frank­reich ! Nieder mit den Italienern!" DerRiforma" zufolge hat der italienische diplomatische Agent in Tunis bei dem französischen Residenten Vorstellungen gemacht.

Petersburg, 11. December. Der russischenPetersb. Ztg." zufolge wird demnächst der Reichsrath einen Gesetz­entwurf berathen, durch den die Colonisation in Rußland durch Ausländer untersagt wird. Dem Minister des Innern werden Ausnahmen anheimgestellt- jedoch müßten Zuzulassende in die russische Unterthanenschaft treten. Die bereits in Rußland befindlichen Colonisten solle daö Gesetz veranlassen, um die russische Unterthanenschaft sich zu bewerben oder daS Land zu verlassen.

Bukarest, 11. December. Anläßlich des Jahrestages der Einnahme von Plewna wurde gestern ein Tedeum gefeiert, dem der König, der Thronfolger und die höheren Offiziere beiwohnten. Nach dem Gottesdienste fand eine Truppenrevue statt. Bei dem Abends den Offizieren im Königspalais gegebenen Banket toastete der König auf die Armee.

Washington, 10. December. Das Schatzamt beschloß, daß bei der Stempelung der aus dem deutschen Reich importirten W a ar en Stempelung mit dem WorteDeutsch­land" genügend sei.

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Gießen, 12. December.

Wie aus dem Staatsbudget ersichtlich, sind für die LandeSuniverfität u. a. neu eingestellt:

a. Eine etatsmäßige außerordentliche Professur für Sanskrit und vergleichende Sprachwissenschaft.

b. Eine etatmäßige außerordentliche Professur für Geographie, da die Geographie als obligatorischer Prüfungsgegenstand in de Lehramtsprüfung aus­genommen ist.

c. Eine zweite (außerordentliche) Professur für Chemie.

Die Errichtung einer zweiten (außerordentlichen) Pro­fessur für Chemie erscheint dringend geboten. Die Vertretung dieser umfassenden Wissenschaft, die zudem in rascher Weiter- entwickelung vorschreitet, durch nur einen Docenten ist durchaus unzureichend. Im Falle der Verhinderung dieses Docenten durch Krankheit :c. würden beim Mangel einer Stellvertreters die Vorlesungen in diesem wichtigen Unter­richtszweige vollständig ausfallen, was mit Rücksicht daraus, daß die Chemie Prüfungsgegenstand in verschiedenen Fächern ist, nicht angängig erscheint.

d. Ein Assistent für Zoologie.

Bei der dcmnächstigen Erweiterung der Räume des zoologischen Instituts muß die Reorganisation der überaus umfangreichen Sammlungen zur Ausführung kommen. Hierzu ist die Anstellung eines fachwissenfchaftlich gebildeten Assistenten erforderlich, der sich neben der Pflege und Erhaltung der großen Sammlungen auch mit der Anfertigung der noch« wendigen neuen Präparate zu beschäftigen hat.

Sitzung der Stadtverordneten am 11. December. An­wesend : Herr Oberbürgermeister Gnanih, Herr Beigeordneter Langsdorfs, von Seiten der Stadtverordneten die Herren Adami, Georgi, Grüneberg, Habenicht, Heyligenstaedt, Horn­berger, Jughardt, Keller, Löber, Petri, Dr. Ploch, Schmall, Simon, Dr. Thaer, Vogt und Wallenfels.

Nachdem feit einiger Zeit bei Beerdigungen, die im oberen Theile des Friedhofes vorgenommen werden, der obere östliche Weg nach dem dortigen Thore benutzt wird, hat sich die Nothwendigkeit ergeben, den Weg mit einer leichten Chaussirung auszubauen. Es wird unter Bewilligung der aus 1190 Mk. veranschlagten Kosten die Chaussirung beschlossen. Eine weitere Straßenherstellung ist für die Goethe st raße, von der Ludwigstraße aus nach der Stefans- mark in Aussicht genommen, wofür 1314 Mk. bewilligt werden. Unter Decretur von Kostenrechnungen erhalten die Ansätze über Arbeiten der Feldgeschworenen die vorgeschriebene Genehmigung. Zufolge Beschwerde eines Hausbesitzers in der Löw eng ässe über durch plötzliches Unwetter und Eindringen von Wasser iw den Keller dem Be­treffenden im August d. I. zugefügten Schaden haben Erhebungen darüber stattgefunden, wie der Wiederkehr der durch Stauen des Wassers in dem tiefer gelegenen Straßentheile entstandenen Unannehmlichkeiten vorgebeugt werden könne. Es wird unter Annahme eines bereits im Jahre 1886 aufgestellten Voranschlages über Neupflasterung des Teufelslustgartcheus und Anlage zweckentsprechender Gossen eine Tieferlegung des Pflasters in der Katharinengasse, wodurch eine plötzliche Stauung des Wassers in der Löwengasse verhindert wird, beschlossen. Herr Oberbürgermeister Gnauth theilt mit, daß er den Verwaltungsrechcnschaftsbericht für 1890/91 bereits fertig gestellt habe und den Mitgliedern der Stadverordneten- Versammlurg noch währeno der Sitzung unterbreiten werde. Der Herr Oberbürgermeister bezeichnet sowohl die finanziellen wie die Verwaltungs- und organisatorischen Ergebnisse der Stadt als erfreulich und erläutert einige besonders erwähnens- werthe Punkte. Der Rechenschaftsbericht wird zur Vor­prüfung an die Finanz-Commission verwiesen. (Wir werden, sobald uns der Bericht zugegangen, das Wesentlichste auS demselben veröffentlichen. Red.) Vor Eintrit in die nicht­öffentliche Sitzung kamen noch einige nicht auf der Tages­ordnung stehende Gegenstände zur Berathung. Zunächst zwei Gesuche um Ertheilung der Concession zum Wirth schafts- betrieb, die glatt im Sinne der Gesuchsteller (Gg. Müller im Schützenhaus der Schützengesellschaft und Heinr. Koch i« derStadt Marburg") erledigt, d. h. befürwortet wurden. Bei Vergebung der Schreinerarbeiten im Knaben­schulgebäude an der Nordanlage sind die Herren Müller und C. Hahn Mindestfordernde geblieben, bei der Tüncher­arbeit Herr Gottl. Nauheimer. Es wird denselben der Zuschlag ertheilt. Das Verschlagen der Fensteröffnungen in demselben Schulbau während des Winters, sowie das Anbringen einiger verschließbarer Thüren soll nach engerer Submission zwischen den am Bau beichäftigten Schreinern Müller und Hahn und Zimmermeister Schubecker vorgenommen werden. Herrn Hotelbesitzer Schütz wird die Anbringung einer Gaslaterne an seinem Hanse (Bahnhofstraße) gestattet. Zur Ver­pachtung des Kellers der höhere» Mädchenschule an Herrn Ed. Silbereisen wird Genehmigung ertheilt.

Ueberfüllung der Postschalterräume in der Weihnachts­zeit ist eine alljährlich wiederkehrende Klage. Bis zu einem gewissen Grade kann das Publikum selbst leicht Abhilfe schaffen. Die Einlieferung der Weihnacbtspäckereien, nament­lich der Familiensendungen, sollte nicht bis zu den Abend­stunden verschoben, sondern thunlichst an den Vormittagen bewirkt werden. Mit seinem Bedarf an Postwertyzeichen

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- AuS btt Weise bisher sch, Uscher Thier die tierärztliche KreiSueterinärärzt wird beabsichtigt, geleisteten Beittä; eine AnM von' denen eine Remu lich vom Staate bis jetzt den § Obliegenheiten i foie z. B. die Er bieh, Superarbii zur Bestellung s, 11)011 Gemeinden i zm $einui ^eznksthierarzix

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