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Locales uni* provinzielles.

Gießen, 12. Februar.

k. Theater. Die vorletzte Vorstellung im Neuen Theater erfolgte vor gut besetztem Hause und brachte den bekannten Vetter" von Robert Benedix. Herr JaSkowski spielte die Titelrolle mit vorzüglichem Gelingen; er hatte seine Partie offenbar mit ganz besonderer Liebe studirt und erzielte mit seiner überaus comischen und doch feinen Darstellung einen durchschlagenden Erfolg. In ihrer weit kleineren Rolle als Pauline zeigte Frau Anni Reiners wiederum die ihr eigene reizende Natürlichkeit und Anmuth. Die übrigen Partien kamen kaum in Betracht.

Theater. Mittwoch findet Militärvorstellung statt und am Freitag wird sodann die letzte Aufführung imNeuen Theater" vor sich gehen.

Unsere gestrige Nachricht über den Brand in Heuchel­heim ergänzen wir dahin, daß der Taglöhner Heinrich Möckel, nachdem er die Nacht vorher in einer hiesigen Wirthschaft übernachtet,'nach Heuchelheim gegangen ist. Dort hat er sich durch gewaltsames Oeffnen einer Hinterthür in die betr. Scheuer Eingang verschafft, ist in derselben mittelst Leiter auf den -Oberboden gestiegen und hat dort das Feuer angelegt. Möckel entfernte sich hierauf schnell und wartete in der Nähe der Heuchelheimer Mühle den Ausbruch des Brandes ab, begab sich dann zurück nach Gießen nnd stellte sich einem Schutzmanne unter der Angabe, der Brandstifter zu sein. Die Festnahme des Möckel erfolgte sonach nicht durch die Gendarmerie, sondern durch die hiesige Schutzmannschaft.

Butzbach, 11. Februar. Sonntag den 16. Februar, Nachmittags 2*/2 Uhr, findet im oberen Saale desHessi­schen Hofs" zu Butzbach eine Wählerversammlung statt, in welcher der Reichstagscandidat der freisinnigen Partei, Herr Dr. Gutfleisch in Gießen, zu den Wählern sprechen wird.

Bad-Nauheim, 9. Februar. Die Nachricht, daß die Regjerungsproposition wegen Erbauung eines weiteren des fünften Badehauses an die Stände ge­gangen sei, hat hier die freudigste Sensation hervorgerusen. Der Bau des fünften Badehauses für Thermal- und Sprudel­bäder war eben eine wahre Lebensfrage für die gedeihliche Entwicklung unseres Bades, da die dermaligen Badegelegen­heiten in den eigentlichen Sommermonaten infolge der in den letzten Jahren so gestiegenen Fremdenfrequenz sich als absolut unzureichend erwiesen. Für nervenleidende Kurgäste ist eine Wartezeit von ein bis zwei Stunden auf leerwerdende Bade­zellen doch eine zu harte Geduldsprobe. Man gibt sich hier der Hoffnung hin, daß die Berathung der Stände so sehr beschleunigt werde, daß bis zum bevorstehenden Frühjahr die Vergebung der Arbeiten und die Lieferungen erfolgen und dann mit der Ausführung bald begonnen werden kann. Es ist für das Prosperiren unseres Heilapparates von der höchsten Wichtigkeit, daß das zu erbauende Badehaus womöglich bis zum Beginn der nächstjährigen Saison in Betrieb genommen werden kann. Bei dem sichtlichen Wohlwollen, das die oberste Staatsverwaltung für die Entwicklung unseres Bades an Tag legt, zweifelt man hier nicht, daß die unsere vitalsten In­teressen berührende Angelegenheit thunlichst gefördert werden wird. Von den Erben des in Friedberg verstorbenen Fräuleins A. A. Theobald sind dem Elisabethhaus dahier 500 Mk., der Kleinkinderschule dahier 100 Mk., den Stadt­armen dahier 100 Mk., dem Kirchenbauverein in Friedberg 1000 Mk. schenkungsweise zugewendet worden.

Bad-Nauheim, 9. Februar. Unter dem Vorsitze des Herrn Geh. Medicinalraths Dr. Bode I. hat gestern Abend eine äußerst zahlreich besuchte Wählerversammlung dahier stattgefunden, auf welcher Graf Oriola in mehr als einstündigem Vortrag sein Wahlprogramm unter Zustimmung der Versammlung entwickelte.

Alsfeld, 11. Februar. Der Candidat der deutschsrei­sinnigen Partei Herr Dr. phil. v. Kalckstein aus Berlin wird Freirag den 14. Februar l. I., Nachmittags 21/2 Uhr in Freiensteinau und Abends 6 Uhr in Grebenhain sprechen.

Lauterbach, 10. Februar. Gestern sand in dem Saale zum Johannesberg dahier eine stark besuchte antisemitische Wahlversammlung statt. Der Candidat der Partei, ein gewisser Redacteur Zimmermann aus Dresden, ent­wickelte sein Programm. In politischer und wirthschastlicher Beziehung steht Zimmermann im Großen und Ganzen aus dem Standpunkt der Nationalliberalen, doch will er eine Herabsetzung der Branntweinsteuer erstreben, ohne dabei aber zu betonen, daß die Landwirthe durch die Erhöhung der Ge- treidezülle und Fleischpreise mehr wie dreifach für die geringe Steuer entschädigt worden sind. Herr Amtsrichter Schmecken­becher von Lauterbach warnte die Anwesenden in einer kurzen Ansprache vor dem Candidaten und empfahl die Wiederwahl des Abgeordneten Kalle, der, wie von allen Parteien im Reichstag anerkannt werde, zu den befähigsten, gewissenhaf­testen und fleißigsten Mitgliedern des Reichstags gehöre.

Lauterbach, 11. Februar. In der aus gestern Abend in das Gasthaus zum Anker berusenen Reichstags-Wähler­versammlung stattete unser seitheriger Abgeordneter Kalle in klarer und übersichtlicher Weise Bericht über seine seitherige Thätigkeit im Reichstage. Leider wurde die Versammlung wiederholt gestört durch Zwischenrufe meist noch nicht wahl­fähiger, unreifer Leute, die schon lange vor Eröffnung der Versammlung einen Theil des Locals offenbar in dieser Ab­sicht besetzt hatten, so daß es eines mehrmaligen Eingreifens des anwesenden Verwaltungsbeamten bedurfte.

Lauterbach, 11. Februar. Das am verflossenen Sonntag zum Besten des Turnhallen-Baufonds abgehaltene Concert war recht gut besucht, wodurch eine Einnahme von 150 Mk. erzielt wurde. Bildet auch die Einnahme des Concerts nur einen kleinen Theil der zum Bau einer Turnhalle nöthigen Summe, so ist doch zu erwarten, daß durch unermüdliche Thätigkeit das Ziel erreicht wird. Wie nothwendig ein solcher

Bau für Lauterbach ist, dürsten uns die Reichstags-Wahl­versammlungen wiederum gezeigt haben. (L. A.)

Nidda, 10. Februar. Eine gestern dahier unter dem Vorsitz des Herrn Stadtrechner Mantel stattgehabte, von der sreisinnigen Partei einberufene allgemeine Wähler­versammlung war von mehreren Hundert Personen aus Nidda und Umgegend besucht. Herr Landtagsabgeordneter Rechtsanwalt Metz von Gießen entwickelte in nahezu 1 ^stündiger Rede das Programm der deutschfreisinnigen Partei. Auf die Wichtigkeit und die Bedeutung der Reichs- tagswahlen hinweisend, betonte Redner die grundsätzlich ver­schiedene Auffassung über die dem Volke bezüglich der Theil- nahme an der Gesetzgebung gewährten Rechte Seitens der verschiedenen Parteien. Die nationalliberale Partei habe vom Liberalismus nur noch den schönen Namen, sonst unterscheide sie sich in nichts von den Conservativen, die denn auch, bei uns wie in anderen Kreisen, das Programm der Nationalliberalen in allen Punkten angenommen hätten. Eine ganze Reihe liberaler Forderungen, welche heute noch von der sreisinnigen Partei vertreten würden, habe die nationalliberale Partei fallen lassen, sobald der Reichskanzler sie bekämpft- im Jahre 1881 habe die nationalliberale Partei ein Zusammengehen aller Liberalen gegen die unzweifelhaft reaetionären Tendenzen der Regierung empfohlen, 1884 aber, obgleich die Negierung seit dieser Zeit keine liberalen An­wandlungen gehabt, von einem solchen Zusammengehen nichts mehr gesagt- 1887 habe diese Partei endlich das Cartell geschlossen, angeblich nur zum Zwecke des Zustandekommens des Septenats, dann aber vollständig mit der Vergangenheit gebrochen, ein Bündniß zur entschiedensten Bekämpfung der Freisinnigen geschlossen, die doch nur die Forderungen und Grundsätze vertreten, die die Nationalliberalen in ihrem Programm hatten. Eine Vergleichung des nationalliberalen Wahlaufrufs für Herrn Schlenke mit dem von heute noch hervorragenden Mitgliedern der nationalliberalen Partei unterzeichneten Wahlaufrufe für Dr. Gutfleisch vom Jahre 1881 ergebe, daß heute die Nationalliberalen das Gegentheil von dem wollten, was sie 1881 erstrebt. Uebel nehmen könne man einzelnen Personen diese Wandlung nicht, aber die freisinnige Partei müsse dagegen protestiren, daß sie wegen ihres Festhaltens an den alten liberalen Forde­rungen und Grundsätzen der Reichsfeindschaft geziehen und ihr nationale Gesinnungen abgejprochen würden. Redner bedauert es, daß heute noch das Märchen von dem bedrohten Frieden zur Zeit der Septenatswahlen nebst der Behauptung aufrecht erhalten würde, daß die Freisinnigen nicht stets die nothwendigen Forderungen für das Heer be­willigt hätten. Die Aufrechterhaltung der Kornzölle werde in nationalliberalen Versammlungen so betont, als ob es sich im nächsten Reichstage um nichts anders mehr handeln würde. Die Zölle seien ohne die Nationalliberallen durch die Regierung, die Conservativen und in Verbindung mit den Ultramontanen eingeführt worden, auch bei der letzten Zoll­erhöhung hätten 22 Nationalliberale für, aber 69 (darunter 7 hessische) gegen dieselbe gestimmt. Die Verweisung auf die Getreidezölle habe gar keinen practischen Werth, denn Niemand denke an einseitige Aushebung derselben, eine Auf­hebung könne überhaupt nur mit dem nicht zu erwartenden Einverständniß der Regierung erfolgen, denn die National­liberalen würden die letzten sein, die die Zölle gegen den Willen der Regierung aufrecht erhielten, wenn Fürst Bismarck deren Aushebung im Interesse des günstigen Abschlusses von Handelsverträgen wünschte. Mit Entrüstung aber müsse Redner die Behauptung zurückweisen, als unterstützten die Freisinnigen die gegen die Freiheit der deutschen Schule, der deutschen Wissenschaft und des deutschen Gewissens gerichteten Bestrebungen der Ultramontanen. Redner entwickelte hieraus das Programm der freisinnigen Partei im Anschluß an den Wahlaufruf für den hiesigen Kreis und forderte die Ver­sammlung auf, sich weder durch Verdächtigungen der srei­sinnigen Partei, noch durch allerlei Zusicherungen von Seiten ihrer Gegner abhalten zu lassen, am 20. Februnr für den freisinnigenCandidaten Dr. Gutfleisch zu stimmen. Herr Georgi von Gießen empfahl hierauf nochmals die Wahl Dr. Gutfleischs, der durch seine Thätigkeit im Reichstage, seine langjährige Wirksamkeit in sonstigen öffentlichen Dingen gezeigt, habe, daß er es mit den einmal übernommenen Pflichten ernst nehme, und deßhalb auch die Interessen des Wahlkreises und des ganzen Volkes würdig vertreten werde. Den mit Beifall aufgenommenen Reden folgte ein vom Vor­sitzenden ausgebrachtes Hoch aus den deutschen Kaiser, in welches die Versammlung begeistert einstimmte.

Ober-Breidenbach, 10. Februar. Die Mittheilung über den angeblichen Kindesmord ist dahin zu berichtigen, daß die Stiesgroßmutter das Kind weder vergiftet, noch ihm die Pulsader geöffnet hat. Gleichwohl ist aber die Todesursache des 5jährigen Kindes noch weit bestialischer: ein Hinmorden durch grausame Mißhandlungen. Die Obduction der Leiche ergab an einer Stelle des Gehirns eine große Blutansamm- lung, zweifellos herrührend von Schlägen aus den Kopf. Die eine der beiden Nieren war gänzlich schwarz und der ganze Körper des armen Wesens zeigte entsetzliche Spuren der empörendsten Mißhandlung, an manchen Stellen des Körpers war die Haut so losgeschlagen vom Fleische, daß man die Hand bequem hätte unterschieben können. So ergab denn auch das ärztliche Gutachten, daß diese körperlichen Mißhand­lungen die Ursachen des Todes seien. Die Großmutter hat das an sich schwächliche, kränkelnde Kind vielfach bitteren Hunger leiden lassen und soll auch kein Hehl daraus gemacht haben, daß es ihr im Wege und daß es besser fei, wenn das Kind stürbe. Vielfach ist sie, so auch von ihrem Sohne, dem Stiefvater des ermordeten Kindes, der meistens auswärts in Arbeit steht, zur besseren Behandlung des armen Kindes ermahnt worden, allerdings ohne Erfolg. Der Leumund der alten Mörderin ist ein sehr übler. Die Untersuchung ist in * lebhaftem Gange, gestern wurde wieder ein umfangreiches I Zeugenverhör durch den Untersuchungsrichter vorgenommen.

vermischtes.

* Darmstadt, 11. Februar. Eine Deputation von Metzgermeistern aus den größeren Städten Hessens ist am Montag von Staatsminister Finger Exeellenz empfangen worden. Die Herren begründeten die im Frühjahr v. I. gegebene Anregung zum Erlaß eines Schlachthausgesetzes nach dem Muster des preußischen Gesetzes- sie wollen namentlich ihr Gewerbe nicht der Zufälligkeit kommunaler Beschlüsse aus­gesetzt wissen und streben an, daß durch den Erlaß des Ge­setzes die Entschädigungspflicht der Gemeinde in Bezug auf Einführung von Schlachthauszwang u. m. A. geregelt werde. Staatsminister Finger sagte eingehende Erwägungen und baldige Entschließung Seitens der Großh. Negierung zu.

* In derKöln. Ztg." veröffentlicht der Reichscommifsar Major Wißmann folgende Anzeige: Im Gefechte bei Mlem- bule am 4. Januar wurde der Sergeant der Schutztruppe für Ostafrika Heinrich Adolf Tanner aus Wasungen im Herzogthum Sachsen-Meiningen von einer im Robr erepirten Granate verwundet- derselbe starb an dem folgenden Tage durch den erhaltenen Blutverlust. Am 12. Januar d. I. ist der Unteroffizier der Schutztruppe für Ostafrika Friedrich Ferdinand Julius Schulze aus Sputendorf bei Großbeeren am Fieber verstorben. Sansibar, den 13. Januar 1890. Für die trauernden Mitglieder der Schutztruppe für Ost­afrika : gez. Wißmann.

* Oppeln, 4. Februar. Lieutenant Loebell von dem hier stehenden Bataillon des Infanterie-Regiments Nr. 63 hat sich unmittelbar nach seinem im Casino über rauchloses Pulver gehaltenen Vortrage in seiner Wohnung erschossen. Bevor er sich die Kugel durch die Schläfe jagte, kleidete er sich aus, zog frische Wäsche an, legte sich ins Bett und er­schoß seinen Hund. Der Verstorbene lebte in guten Ver­hältnissen, sah in nicht zu ferner Zeit seiner Beförderung entgegen und war ein allgemein beliebter junger Mann.

* Itzehoe, 5. Februar. Der hiesige Kirchenvorstand hat folgenden Beschluß gefaßt:In Anlaß eines in kurzer Zeit bereits zweimal vorgekommenen Vorfalles, daß die Aus­grabung einer erst vor Kurzem beerdigten Leiche von den Angehörigen beantragt ist, weil versehentlich die Leiche mit Wäschestücken, in denen noch Namenszüge oder Buchstaben sich befunden haben, bekleidet gewesen, beschließt der Kirchen­vorstand, daß ähnlichen Anträgen mit der nämlichen Begrün­dung nicht mehr stattgegeben werden soll." Im Volke lebt dort nämlich noch der Aberglaube, daß der Todte keine Ruhe im Grabe habe, wenn nicht vorher die Namenszüge aus der Wäsche herausgeschnitten worden sind.

* Ein Skeptiker. Im Religionsunterricht legt ein junger Lehrer seinem Schüler die Frage vor:Was ist ein Wunder?" Schüler:Ich weiß nicht."Wenn Du nun mitten in der Nacht die Sonne am Himmel stehen sähest, was würdest Du dann sagen?"Das ist der Mond." Wenn man Dir aber entschieden erklärte, daß es nicht: der Mond, sondern wirklich die Sonne ist, was würdest Du dann sagen? Das ist ..."Das ist eine Lüge." Nehmen wir an, ich wäre es, der Dir entschieden erklärt, daß es die Sonne ist- Dein Lehrer lügt nicht- was würdest Du dann sagen?"Der hat Einen über den Durst getrunken."

Nachweisung

über den telegraphischen Verkehr der im Kreise Gießen be- legenen, zum Ober-Post-Direetions-Bezirk Darmstadt ge­hörigen Post- bezw. Telegraphen-Anstalten im Jahre 1889.

Name der Telegraphen- Anstalt.

Aufgegebene Tele­gramme.

Tele- gramm- ge- bühren

Mar?

An- gekom- Tel"e- gramme inlän­dische und auslän­dische Stück

Zahl der am Schluß des Jahres be­schäftigten Tele­graphen-

Zahl der im Betriebe befindlichen Apparate.

Bemerkungen.

inlän­dische Stück

auslän­dische

Stück

Beamten

Boten

Allendorfa.d.Lda.

201

3

140!

259

1

Fernsprecher.

Gießen I

1

11243

900

8006)

1

13294

6

2

18

Darunter 1 Fernsprecher.

Gießen II

8605

1320

7910!

9052

2

Sa. Gießen »19848

2220||l 5916 22346

6

2 I

20 ||

Großbuseck

199

3|

152)

261

1

Großen-Linden

25

13'

12

1

Grünberg

589

15'

391

556

2

Darunter 1 Fernsprecher.

Hungen

915

79

752

977

1

Langgöns

94

1

48

140

1

Langsdorf

26

3

18

29

1

Fernsprecher.

Lich

699

53

564

1060

2

Darunter 1 Fernsprecher.

Lollar

Londorf

1695

103

1853

1862

2

Darunter 1 Fernsprecher.

171

7

133

267

1

Fernsprecher.

Reiskirchen

35

22

21

1

Fernsprecher.

Steinbach

93

3

58

95

1

Treis

77

-

56

46

1

desgl.

Wieseck

50

10

44

41

1

1

desgl.

Summa

24717| 2500J20160[27972» 6

2

37

Eisenbahnhygitine

DerDeutsche Verein für öffentliche Gesundheitspflege" hat in seiner letzten zu Straßburg abgehaltenen Versamm­lung u. a. überEisenbahnhygieine in Bezug aus die Reisenden" sehr eingänglich verhandelt. Der reichhaltige Ausschußbericht ist in derDeutschen Vierteljahrsschrift für öffentliche Gesundheitspflege" und auch als Sonderabdruck soeben erschienen und mag allen Betheiligten empfohlen fein. Man ersieht daraus, daß die Fachmänner es sich angelegen sein lassen, Verbesserungen in den verschiedensten Einrichtungen vorzuschlagen und daß die Verwaltungen offenes Ohr dafür haben, doch aber noch recht viel zu thun übrig bleibt, um die Sicherheit, Gesundheit und Behaglichkeit der Reisewelt zu fördern. Aus der Fülle von Einzelheiten seien hier nur wenige hervorgehoben.