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Form harmlose Aeußerung auf das Hestigste an-unreifen. Wir verlangen die gleiche Behandlung wie andere Parteien und wünschen nicht, daß der frühere Ton wieder in die Debatten ciogreife.
Reichskanzler v. Caprivi: Herr Rickert wird zugeben, daß, wenn im österreichischen Parlamente von einem Abgeordneten betont wird, e8 könnten Vergünstigungen von Deutschland erlangt werden ohne Zugeständnisse Oesterreichs, eine Rede wie die deS Herrn Richter mindestens sehr bedenklich ist. (Sehr richtig!)
Hierauf vertagt sich das Haus.
Donnerstag 1 Uhr: Etatsberathung und Zuckersteuer.
Schluß 5Va Uhr.
Neueste Nachrichten.
Wolffs telegraphische- Lorrcspondmz-Bureau.
Berlin, 10. Deccmber. Der „Reichsanzeiger" meldet die Verleihung der großen goldenen Medaille für Wissenschaft an den ständigen Secretär der Akademie der Wissenschaften Prosestor Dr. E r n st Curt ins. — Wie der „Reichs.-Anz." ferner meldet, hat der Minister des Innern im Einvernehmen mit dem Handelsminister bestimmt, daß die Ausstellung der Ursprungszeugnisse für nach Italien zu exportirende zollpflichtige Maaren künftig nicht durch die Gemeindebehörden, sondern durchweg durch die Ortspolizeibehörden zu erfolgen hat.
Berlin, 10. December. Dem „Reichsanzeiger" zufolge berieth die Schulfragen-Conserenz heute zunächst die Frage, ob die im Jahre 1882 angeordnete Verstärkung des Lateinischen an den Realgymnasien beizubehalten oder ob eine Verminderung der Gesammtzahl der Stunden herbeizuführen sei. Gleichzeitig wurde über die Frage des Kaisers discutirt, ob die Lehrpläne klassenweisc für die einzelnen Fächer sest- gelegt und ob für die neue Lehrmethode Hauptpunkte fest- gestellt sind. Als Berichterstatter sprachen Matthies, als .Mitberichterstatter Paulsen und Albrecht. Mit der Discussion -wurde die Erörterung der Frage verbunden, ob die gegenwärtige Sonderung der höheren Schulen beizubehalten oder die Gymnasien mit den Realgymnasien, eventuell diese letzteren mit der Oberrealschule zu verschmelzen sei. Fricke, Deiters und Fiedler sprachen sich gegen die Dreitheilung, Schauenburg für die Beibehaltung der Realgymnasien aus. Schulze empfahl, nur Gymnasien und höhere Bürgerschule beizubehalten.
Solingen, 10. December. Der Ausstand der Taschenmesser- und Federmesser-Schleifer ist nunmehr nach viermonatlicher Dauer durch beiderseitiges Entgegenkommen beigelegt worden.
Hamburg, 10. December. Leitende Kreise hiesiger Rhedereien wollen die Reichsregierung veranlassen, der Frage der Vorlegung eines Reichs-Auswanderungsgesetzes näherzutreten.
Bern, 10. December. Die neue Viehseuche n- convention mit Oesterreich-Ungarn bestimmt, daß, wenn einerseits in Tyrol, Vorarlberg und Lichtenstein, andererseits in den (Santonen Sanct Gallen, Appenzell und Graubünden die Lungenseuche sich verbreite, die Einfuhr von Rindvieh verboten werden könne. Wenn aus dem Gebiete des einen vertragschließenden Staates in den andern eine ansteckende Thierkrankheit, bezüglich deren eine Anzeigepflicht besteht, eingeschleppt wird, kann sie die Einfuhr von Thieren aller derjenigen Gattungen, woraus das Seuchencontagium übertragbar ist, zeitweilig beschränken oder verbieten. Die Convention soll am 1. März 1891 in Kraft treten, zwei Jahre dauern und bei Nichtkündigung je ein Jahr länger.
Kopenhagen, 10. December. Ein heutiger Erlaß des Ministers des Innern enthält Bestimmungen, betreffend veterinäre Aufsicht über nach Deutschland zu exportirende Schweine.
Paris, 10. December. Schasfier erklärte im „Sivcle" gegensätzlich zu Cornil, daß aus der Klinik Peans bei allen dreißig mit Koch'scher Lymphe behandelten Fällen chirurgischer und Lungen-Tuberkulose niemals nur der geringste schlimme Zwischenfall bezüglich Lungen, Herz, Nieren oder Temperatur constalirt sei, sondern alle Kranke größere oder geringere Besserung ausweisen.
die Thüre — keine Spur von Hans. Sie ries laut, wiederholt, aber nur das Krächzen der Raben ward ihr zur Antwort, sie hörte nur das Knirschen der sich unter dem Winde beugenden Tannen und Fichten des hohen Waldes.
„Er ist heimgelausen, konnte es nicht erwarten, das Christkind zu sehen," so tröstete sie sich, ging zurück in das Zimmer, holte sich ihr Umschlagetuch und machte sich auch aus den Weg zu ihrer Tochter und ihrem Schwiegersöhne. Als sie vor die Thüre trat, hörte sie das Pfeifen, vernahm sie das Zischen und Rauschen eines herannahenden Zuges. -/Der Courierzug," murmelte sie. „Nun wird Hänschens Ungeduld endlich befriedigt werden. Will sehen, wie ihm die Augen leuchten, dem kleinen Schelm, wie er verwundert die Lichter anstaunt und nicht wagt, die Sachen zu berühren. Gott erhalte ihn so frisch und lieb noch viele, viele Jahre!"--
^n dem kleinen Bahnwärterhäuschen, das dicht an dem Walde lag, waren der Bahnwärter Franz und sein junges blühend schönes Weib beschäftigt, für ihr Einziges das Christkind auszubanen. Der Mann ging ab und zu, that auch wohl Handreichungen, während die Frau sich die Hauptsache, das Schmücken des Bäumchens, Vorbehalten hatre.
„Wie weit bist Du, Hanna, können wir die Lichter' noch anzünden, ehe der Courierzug vorüberkommt?" fragte Franz der sich draußen seine Laterne angezündet hatte und nun mit dieser in die Stube trat.
(Fortsetzung folgt.)
* Selbstgefühl. „Wo dienen Sie denn jetzt, Lina?" __
„Erlauben Sie mir, gnädige Frau, ich diene nicht. Ich bin in Condition bet dem Herrn Major Kreuzschnabel — und der dient bei der Infanterie!"
Der Ortsgewerbverei» Gieße».
Rückblick und Mahnwort am Abschlüsse seiner 50 jährigen Wirksamkeit.
(Schluß.)
Der Gewerbverein bietet in seinen Mitteln die Hand, hier den Gründ für sicheres Können im Gewerbe und Kunstgewerbe zu legen. Versäumtes nachzuholen und sich auf der Höhe des Berufs zu halten. — Und abgesehen von der erfreulichen Entwickelung unserer Vaterstadt, der Stätte Deines Berufes selbst, wer hindert Dich denn, Deiner Firma eine Anerkennung zu verschaffen, die weit über die heimatlichen Mauern hinausgeht? „Vorwärts!" sei die Losung, denn wer ein tüchtiger Meister werden will, darf — insbesondere bei der heutigen Verkettung der Gewerbe — nie aufhören, ein eifriger Lehrling zu bleiben und: „Rast' ich, so rost' ich!"
Doch auch manche Inhaber größerer Geschäfte, deren Vorgänger und Berufscollegen unserem Vereine angehören, bezw. in früheren Jahren angehörten, vermissen wir heute in demselben. Mag dies an Zufälligkeiten liegen, vielleicht auch an Mangel von Lebenszeichen des Gewerbvereins in früheren Jahren, in einer vielleicht gut gemeinten, aber den Vereinszwecken nicht besonders förderlich gewesenen übergroßen Bescheidenheit, soviel dürfen wir doch glauben, daß in diesem letztgenannten Kreise nicht die Frage aufgeworfen wird: „Was habe ich von dem Gewerbverein?^ Denn das stille Bewußtsein, eine gute gemeinnützige Sache — und sei es auch nur durch die Mitgliedschaft — unterstützt, moralisch unterstützt zu haben, bietet inneren Lohnes genug. — Und wenn z. B. der Fabrikant seinen Meister, Vorarbeiter oder Geschäftsführer durch sein gutes Beispiel oder durch sonst eine Anregung veranlaßt, ein recht thätiges Mitglied des Gewerbvereins zu werden und in demselben Gelegenheit zu suchen, seine fachmännischen oder allgemeinen Kenntnisse zu erweitern, sollte diese Bereicherung der Kenntnisse seiner Mitarbeiter, das Kennenlernen der Erfahrungen anderer, der verbesserten Einrichtungen in ähnlichen Geschäften, welchen Gegenständen allein schon das Gewerbeblatt soviel Beachtung schenkt, — sollte dies alles ganz spurlos an der Entwickelung seines eigenen Geschäftes vorübergehen?
Und wenn die Geschäftsinhaber ihre jungen Leute anregen, sich an dem Fachunterricht des Vereins zu betheiligen, wird nicht durch dieses alles das gesunde Verhältniß gefördert, welches zwischen Arbeitgeber und Arbeiter bestehen muß, wenn Industrie und Handwerk gedeihen soll?
Die Anforderungen, welche der Gewerbverein an Zeit und Geld seiner Mitglieder stellt, sind sehr geringe; abgesehen von den in der Regel an einigen Abenden des Winterhalbjahres zu veranstaltenden Vorträgen ist die Ausübung der Mitgliedschaft nicht durch eine bestimmte Zeit beengt, die Bibliothek steht während des größten Theils der Woche zur Verfügung, das Gewerbeblatt wird allwöchentlich den Mitgliedern durch die Post zugestellt. Der Jahresbeitrag ist Mk. 4.—. Die Vereinsräume befinden sich in dem Schulhause am Asterweg.
Stiftungsfeste und dergleichen sind bis jetzt in unserer Vereinsgeschichte allerdings nicht verzeichnet, so gut wir auch wissen, wie derartige Veranstaltungen bei der heutigen Zeitrichtung einem Vereine zahlreiche Mitglieder zu- führen! — Unser Verein will ja im Gegentheil die Arbeit fördern, durch Hinestntragen von mehr geistigem Gehalt ihren Werth vermehren und größere Freude an ihr erwecken! Die Festlichkeiten vieler anderer Vereine, deren Uebermaß ebenso den Wohlstand des Volkes, wie den Sinn für Familienleben beeinträchtigen, stehen seinen Zwecken und seinem Wirken entgegen !
Das Vorstehende mag genug sein des „Mahnwortes". — Sollte es verhallen gleich der Stimme des Predigers in der Wüste? Hoffentlich nicht!
Wie unsere Vereinsleitung das Bewußtsein beseelt, mit Rücksicht auf die seitherigen eigenthümlichen hiesigen Verhältnisse geleistet zu haben, was immer möglich war, so sprechen verschiedene Anzeichen dafür, daß wir hoffen dürfen, die Wirksamkeit unseres Gewerbvereins stehe, wie an der Schwelle eines neuen Zeitabschnittes, so auch an dem Beginne einer noch erfreulicheren Entfaltung seiner Wirksamkeit als seither; dürfen wir doch hoffen, daß uns die Mittel nicht fehlen werden, demnächst unserer erweiterten Handwerkerschule den Schlußstein des seither angestrebten Ueber- gangs zu einer „Erweiterten Handwerkerschule I. Ordnung" einfügen zu können.
Möge, noch lange geleitet und angespornt durch seinen für die Aufgaben des Vereins so begeisterten sachkundigen Vorsitzenden, Herrn August Heß, umgeben von eifrigen Vorstandsgenoffen, erfreut durch die warme Fürsorge unserer hohen Regierung, namhaft gefördert durch unfern einsichtsvollen Stadtvorstand, aber auch — und das ist vor allem unser herzlicher Wunsch — gehoben durch die moralische Unterstützung unserer Bürgerschaft, unser Ortsgewerbverein Gießen eine immer gedeihlichere Thätig- keit entfalten zur Förderung unserer Gewerbetreibenden und zum Segen unserer Vaterstadt!
Und hiermit unserm Verein bei dem Abschlüsse seines 50jährigen erfolgreichen Wirkens ein herzliches
auf!*
Gießen, 11. December.
— Die im Kaiser Panorama angekündigte Rheinreise erfreut sich eines lebhaften Besuchs. In voller natürlicher Bildung tritt uns die alte Zeit im schönen Panorama ent- gegen, und nicht nur alte, es zeigt uns auch, was die Hand der Neuzeit, gestaltet hat. Wir sehen Mainz, Nüdesheim, Bingen, Aßmannshausen, Bacharach, Caub (mit der Pfalz),
Oberwesel, St. Goar, St. Goarshausen, Boppard, Oberlahnstein, Ehrenbreitstein, Rolandseck, Godesberg, Bonn und Köln. Dazwischen begegnen wir Ruinen, Burgen und Schlössern; man sieht nach dem sagenumwebten Mäusethurm die prächtige Burg Rheinstein gegenüber Aßmannshausen, die Katz bei St. Goarshausen, die Burg Rheinfels bei St. Goar (die größte und am besten erhaltene Ruine des ganzen Rheinthals), das Kloster Bornhofen, die Marxburg bei Braubach am Rhein, die Königsburg Stolzenfels, den Rolandsbogen, die Drachenburg auf dem Drachenfels, die berühmten Kirchen und Klöster am Rhein und das herrliche National-Denkmal auf dem Niederwald, die Loreley und den Ehrenbreitstein. Dann werden auch noch aus einigen Städten besondere Sehenswürdigkeiten vorgeführt, wie der Mainzer Dom (Inneres und Aeußeres), das Gutenberg-Denkmal zu Mainz, die Schlucht bei Oberwesel, besonders Einzelheiten von Bonn und Köln (Denkmäler von Moltke und Goeben usw.) Das Ganze schließt ab mit einem Blick auf Köln und den Dom. Dieser Auszug aus dem Programm der Rheinreise wird genügen, um die Reichhaltigkeit und Anziehungskraft des Kaiser-Panoramas erkennen zu lassen. Bleiben wir nun bei der Rheinreise, so müssen wir nach Ansicht derselben im Kaiser-Panorama sagen, es verleihe einen ganz besonderen Reiz, solche Gegenden wieder vorgezaubert zu erhalten, die man selbst gesehen und in frohen Stunden durchwandert hat. Gerade in diesem Gefühle machen wir unsere Leser auf diesen außerordentlich interessanten Vilder-Cyclus ganz besonders aufmerksam. Man findet in demselben die herrlichsten Ansichten in naturgetreuer Wiedergabe; sie ziehen so am Auge vorüber, daß man sich in die Wirklichkeit versetzt glaubt. Extra-Ausstellung der Südseeinseln, welche nur plastische Ansichten enthält. Die Bilder zeigen uns die Bewohner jener Länder und Inseln in ihrer Landestracht, in ihren Sitten und Gebräuchen, und sind ungemein fesselnd. Aufmerksam machen wir auf die für unsere Marine so verhängnißvoll gewordene Insel Samoa (Apia).
— Theater. „Der Probepfeil" von Oskar Blumenthal. Die Vorstellung am Dienstag Abend fand vor gähnend leerem Hause statt, obwohl „der Probepseil" zu denjenigen wenigen modernen Lustspielen gehört, die infolge der doch gewiß originellen und geistreichen Erfindung ihres Stoffes und dessen gewandter Durchführung, wegen der Feinheit der Characterzeichnung, dem Geistreichthum des Dialoges, kurzum wegen der poetischen Höhe, auf der sic im Gegensatz zu den Producten der meisten neueren Lustspieldichter stehen, obwohl zudem das Stück hier noch nie aufgesührt worden ist und endlich ein ganz hervorragender Künstler in der centralen Partie des Herrn v. d. Egge die reichlichste Gelegenheit hatte, sein außerordentliches Talent in vollem Umfange zur Geltung zu bringen. Worauf man nur warten mag? Wesentlich andere und bessere Stücke, als z. B. „der Probepseil", „die Ehre", „der Zaungast" werden uns auch auswärtige Ensembles nicht vorsühren können: Niemand wird doch glauben, daß hier bei dem Mangel aller scenischen Hülfsmittel andere Stücke möglich sein werden, als das bürgerliche Schauspiel, d. h. dasjenige Genre, dessen vornehmste moderne Vertreter bereits im „Neuen Theater" aufgeführt worden sind, während die älteren Stücke dieser Gattung, wie „Minna von Barnhelm" u. dergl., kaum für ein größeres Publikum genügende Anziehungskraft besitzen werden. Ob aber die Aufführung jener Bühnenwerke besser sein wird, als die gestrige, erscheint uns mehr als zweifelhaft. Ganz gewiß wird ein Vertreter deS Egge, wie Adalbert Brümmer, weder aus Frankfurts noch Darmstadt oder Wiesbaden zu uns kommen. Herr Brümmer spielte in der That ganz brillant: an seiner Darstellung des blasirten und überlegenen Weltmannes war kein Titelchen von Unnatur oder Gekünsteltem. Für keine Situation fehlte ihm der rechte Ton, aber ebensowenig ließ er fich durch die Situation irgendwann verleiten, dem meisterhaft gezeichneten Bilde einen Zug einzusügen, der der Gesammt- Vorstellung im mindesten zuwidergelaufen wäre, sondern auS einem Guß war die glänzende Verkörperung des ebenso sonderbaren wie interessanten Characters. Auch die übrigen Mitwirkenden, besonders Frau Anni Reiners und auch Fräulein Bischoff, waren ganz aus ihrem Platze. Zu bedauern bleibt bei dem Allen nur die Theilnahmlosigkeit weiterer Kreise, die hier so billig, wie später gewiß nicht mehr, Gelegenheit haben, das Spiel eines wirklich ganz einzigen Vertreters seines Faches zu bewundern.
— Theater. Wir weisen noch einmal nachdrücklichst auf die Freitag stattfindende Vorstellung der beiden reizende» Bluetten: „Man sucht einen Erzieher" und „Der Schimmel* hin. Bekanntlich hat Adalbert Brümmer in beiden Stücke» zwei seiner ersten Glanzrollen und cs steht ein ganz hervorragender Kunstgenuß zu erwarten. Hoffen wir, daß auch das Gießener Publikum „das Gute nehmen wird, woher ei kommt", namentlich nachdem die letzte Vorstellung unserer tüchtigen Direction eine solche Enttäuschung bereitet hat.
— Ein Ehepaar aus Lützellinden, welches vor etwa fünf Wochen einen Butterweck im Gewichte von 2 Pfd. sabricirte, denselben mit Kasematte auSfüflte und in Gießen als gute Butter verkauft hatte, ist gestern durch einen Schutzmann ermittelt und zur Anzeige gebracht worden.
Butzbach, 9. December. Zum Zweck der Bemeffung der zur Jnvaliditäts- und Altersversicherungsanstalt zu entrichtew- den Beiträge nach der Höhe der den Bezugsberechtigten zu bewilligenden Renten wurde Folgendes festgesetzt: Der ortsübliche Tagelohn beträgt für die Gemeinden Butzbach und Friedberg 2 Mk. für erwachsene männliche Arbeiter, und 1 Mk. 20 Pfg. für weibliche Arbeiter, in den übrigen Gemeinde» des Kreises Friedberg beträgt derselbe 1 Mk. 50 Pfg. für erwachsene männliche Arbeiter, und 1 Mk. 20 Pfg. für weibliche Arbeiter. — Am 8. December hat im Johanniter- kranken hause zu Niederweisel die Behandlung der Tuberkulose mit dem Koch'schen Heilmittel durch Herrn Dr. Ohn- acker begonnen.
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