Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image

selbe

lautet:

Der Ausschuß des Thierschutz-Vereins zu Gießen be­schließt in seiner heutigen Sitzung, den Hauptverein in Darmstadt zu ersuchen, für die beste Arbeit, welche zeigt, wie auf gesetzlichem Wege dem Katzenunsug gesteuert werden kann, eine Geldprämie zu gewähren."

Alsdann machte der Vorsitzende des Vereins, Herr Lehrer Curschmann, die freudige Mittheilung, daß der Verein 37 neue Mitglieder ausgenommen hat. Weniger erfreulich ist die Thatsache, daß 17 Mitglieder die Zahlung ihres Bei­trags verweigert haben, ohne ihren Austritt vorher schriftlich erklärt zu haben, was gegen § 13 der Statuten verstößt, worin es heißt:Die Anmeldung des Austritts hat bei dem Vorsitzenden schriftlich zu geschehen und wird durch diesen dem Vorstand des Hauptvereins übermittelt. Der Beitrag des lausenden Jahres, in welchem der Austritt erfolgt, ist aber noch zu entrichten."^ Die Interessenten werden hiermit auf obigen Paragraph aufmerksam gemacht, um ihren Pflichten binnen vier Wochen genügen zu können, widrigenfalls die Namen derjenigen, welche bis dahin noch keine Zahlung ge­leistet haben, im Protokollbuch gewahrt werden.

Hieraus hielt Herr Curschmann einen Vortrag über den Nutzen der einheimischen Vögel. Der Referent bezeichnete 22 einheimische Vögel, welche nach den übereinstimmenden Beobachtungen des Herrn Prof. Dr. Othmar Lenz und der Gebrüder Müller nur nützlich sind. Hieran knüpfte er den Wunsch, man möge diesen nützlichen Thieren allen möglichen Schutz angedeihen lassen. Zum Schlüsse sprach Herr Cursch­mann sein Bedauern darüber aus, daß viele dieser nützlichen Vögel aus ihren Zügen in Italien sogar auf die grausamste Weise umgebracht werden. Für die interessanten Ausführungen wurde Herrn Curschmann der Dank der Versammlung aus­gesprochen.

Bemerkt sei noch, daß diejenigen Vereinsmitglieder, welche keine Statuten besitzen, dem Vereinsdiener davon Mittheilung machen können, worauf ihnen dieselben unentgeltlich ein­gehändigt werden.

Die nächste Sitzung findet am 4. März, Abends 8 Uhr, im Postkeller statt.

Heute Vormittag gegen 9 Uhr brach in der Scheuer des Oeconomen Hofmann in Heuchelheim (Kirchstraße) Feuer aus, welches dieselbe in kurzer Zeit vollständig zerstörte. Dank der zwischen der abgebrannten und den Nachbarscheuern stehenden Brandmauern wurden die Giebel der letzteren nur i unbedeutend beschädigt. Ueber die Entstehungsursache des Feuers, das an derselben Stelle ausbrach, wo in der Neujahrs­nacht 1878/79 der große Brand wüthete, ergeht man sich in verschiedenartigen Vermuthungen. Heute Mittag wurde von der Gendarmerie der 17 Jahre alte Taglöhner Heinrich Möckel aus Langenhain hier eingebracht, welcher verdächtig ist, die Scheuer in Brand gesetzt zu haben. Möckel, welcher früher 8 Jahre lang bei Hofmann in Pflege gewesen und I wiederholt wegen Diebstahls bestraft worden ist, ist erst I gestern per Schub von Frankfurt a. M. in Heuchelheim ein- I getroffen.

s. Gießener Concertverein. Berichtigung. In die letzte Besprechung hat sich leider ein sinnstörender Druckfehler em- geschlichen. Es muß stattConcert in A-moll aus der Rossi'schen Arie" heißen:und der Rossi'schen". Außerdem muß in der 24. Zeile das letzteist" Wegfällen.

Jetzt aber sprang Lebrecht aus dem Bette und fiel Ole Bull zu den Füßen.

,,Und Sie sind doch Ole Bull, Herr! Ich wußte es gleich."

Nun ja", antwortete der große Mann gleichmütig, was ist denn dabei? Ich wollte mich vor dem verrückten Engländer, der mir schon vierzehn volle Tage nachläuft, ver­bergen und kam in Euer Haus als Collega. Bin ich das I nicht?"

Nein, nein, Sie sind etwas Besseres!"

Davon seid still. Zieht Euch an, Ihr sollt mich nach demweißen Roß" führen, ich muß mein Herzeleid noch diese Nacht weiterschleppen. Aber erst will ich noch ein paar Worte an Euren braven Vater schreiben."

Er machte wieder Licht und schrieb aus ein Stück Noten­papier :

Ich Ole Bornemann Bull schenke hiermit Herrn Leb­recht Zingst ein Capital von tausend Pfund Englisch unter der Bedingung, daß sich dieser mit Minna Kraut, des hiesigen Cantors Tochter, verlobe und darnach drei Jahre aus eine Musik-Hochschule gehe. Nach dieser Zeit hat er die genannte Jungfer Kraut zu ehelichen oder ihr im anderen Falle die Hälfte des Vermögens abzutreten.

' Giersberg, den 27. Juli 1843.

Mit eigener Namensunterschrist

Ole Bull."

In diese Schrift packte er die Banknoten und adressirte sie an den Rathsmusikus.

Vergeßt nicht, den Bries morgen früh sogleich abzugeben, er ist um Eures Glückes willen geschrieben. Nun kommt!"

Der Tag brach an, als sie leise zum Hause hinaus­schlichen. Vor demweißen Roß" hielt die Kalesche.

Alles fertig?" fragte Ole Bull.

Alles, Herr!" antwortete Börs.

Schotten, 10. Februar. Der Candidat der deutschsrei­sinnigen Partei, Herr Dr. phil. von Kalkstein aus Berlin, wird am Donnerstag den 13. Februar, Abends 7 Uhr, in der Turnhalle zu Schotten sein Pro^rmm entwickeln.

Friedberg, 10. Februar. Der Candidat der National­liberalen, Herr Graf Oriola aus Büdesheim, wird Sonntag den 16. Februar, Nachmittags 3 Uhr, im Saalbau dahier sein Programm entwickeln.

Ruppertenrod, 7. Februar. Ein schrecklicher Unglückssall hat sich heute Mittag in dem benachbarten Brückerwalde zu­getragen. Beim Baumfällen fiel nach dem Ausgraben der Wurzeln eine mächtige Buche aus eine andere- hierdurch prellte der Wurzelstock aus der Erde und erfaßte den Holz­hauer Heinrich Philippi. Derselbe gerieth unter die Wurzeln, fiel nieder und war nach wenigen Minuten eine Leiche. Als man die Leiche des jungen Mannes auf einem Wägelchen nach Hause brachte, strömten die Einwohner herzu und tiefe Ergriffenheit malte sich aus allen Zügen. Die Theilnahme an dem Schicksal des stillen braven Mannes ist um so größer, als derselbe erst 24 Jahre alt war und erst auf Weihnachten aeheirathet hatte. Seine Eltern liegen dazu schwer krank darnieder. Alss. Kreisbl.

Büdingen, 8. Februar. Se. Erlaucht Gras zu Solms- Laubach, Präsident des landwirthschastlichen Vereins von Oberhessen, theilte in der Ausschußsitzung vom 18. October in Gießen folgendes über die Haushaltungsschule in Lindherm mit: Die letzthin ftattgehabte Prüfung der Schülerinnen der I landwirthschastlichen Haushaltungsschule zu Lindheim gibt mir Veranlassung zu bemerken, daß die Prüsung, sowie die ganze Einrichtung den befriedigendsten Eindruck gemacht habe. Von Verlesung des Rechenschaftsberichtes der Anstalt sah der Präsident ab, da derselbe demnächst in der landwirthschast­lichen Zeitschrift zum Abdruck komme, fügt aber noch die Bemerkung an, daß man mit Errichtung dieser Schule aus der rechten Fährte sei, was sich schon daraus auch beweise, daß bereits jetzt für kommenden Cursus nicht nur alle Stellen besetzt, sondern auch für den weiter folgenden Cursus elf I Anmeldungen eingelaufen feien. ________

Loccslcs nnd Lrovlnzielles.

Gießen, 11. Februar.

Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten am Donnerstag den 13. Februar 1890, Nachmittags 4 Uhr:

1. Mittheilungen. 2. Vergütung für Straßenauffüllung in der Ludwigstraße. 3. Gesuch des Gg. Schubecker um pachtweise Ueberlassung von städtischem Gelände. 4. Vor­anschlag der Armenkasse Gießen pro 1890/91. 5. Desgl. der Plock'schen Stiftung. 6. Desgleichen des Realgymnasiums und der Realschule für die Finanzperiode 1891/94. 7. Vor­anschlag des Gas- und Wasserwerkes pro 1890/91. 8. Die Prüfung der Rechnung der Stadt Gießen für 1888/89. 9. Desgl. des Gas- und Wasserwerkes pro 1888/89.

Am 4. d. M. hielt der Ausschuß des Thierschutz. Vereins zu Gießen eine Sitzung ab. Als erster Gegenstand kam die Katzenfrage zur Verhandlung. Da die Katzen in Gärten, auf Wiesen und Feldern eine Menge der nützlichsten Vögel wegfangen, wurde ein diesbezüglicher Antrag des Ober­amtsrichters Herrn Langsdorff einstimmig angenommen. Der-

Pans, 10. Februar. Deputirtenkammer. Der I Abgeordnete Cazenove (Monarchist) bringt einen Antrag ein, das Gesetz vom 22. Mai 1886, betreffend die Ausweisung der Prätendenten, abzuschaffen. Er führt aus, daß dieses Ausnahmegesetz die patriotischen Gefühle verletze und den Ab­kömmling einer berühmten Familie von Kriegern verhindere, | seinem Vaterlande zu dienen. Der Redner verlangt die I Dringlichkeit für seinen Antrag. Der Justizminister Thevenet weist den Antrag zurück. Er sagt, man könne unmittelbar nach einer so bewegten Zeit die Ausweisungsgesetze nicht auf­heben, er nehme jedoch die Dringlichkeit der Debatte an. Lamarzelle und Robert Mitchel unterstützten den Antrag. Schließlich wird derselbe mit 378 gegen 171 Stimmen ab­gelehnt.

London, 10. Februar. DerTimes" wird aus Zanzibar den 9. d. gemeldet: Emin Pascha ist gänzlich wieder her­gestellt und beabsichtigt demnächst nach Zanzibar zu kommen. Der Versuch Banaheris, die Massais gegen die Deutschen aufzuwiegeln, ist fehlgeschlagen, weil Lieutenant Gravenreuth die zu diesem Zweck gesandten 200 Ladungen umfassenden Geschenke' erbeutete; Lieutenant Gravenreuth nahm auch den Bruder Bushiris gefangen, welcher gehängt wurde.

Dundee, 10. Februar. Die hiesigen Dockarbeiter haben heute die Arbeit eingestellt, dieselben verlangen eine Lohn­erhöhung. Der Verkehr in den Docks steht vollkommen still.

Rom, 10. Februar. In Castiglione della Valle stürzte der Fußboden des Schulzimmers ein, in welchem im Beisein von 150 Zuschauern eine Theatervorstellung statt­fand. Die Katastrophe forderte nach den bisherigen Ergeb­nissen 14 Todte und 50 Verwundete. Unter den letzteren sind mehrere schwer verwundet.

Belgrad, 10. Februar. Die Meldung mehrerer Blätter, wonach zahlreiche in Bulgarien compromittirte Per­sonen, namentlich Zankowisten, sich nach Serbien geflüchtet und hier gastliche Aufnahme gefunden hätten, wird als gänz­lich unbegründet bezeichnet, da sich keine bulgarischen Ueber- läuser in Serbien aufhielten. Privatnachrichten zufolge ver­suchten einige Personen den Uebertritt- diese seien jedoch von den serbischen Behörden zurückgewiesen worden.

Massauah, 10. Februar. Die italienischen Truppen sind nach Asmara und Massauah zurückgekehrt.

Rewyork, 10. Februar. Nachrichten aus Rio zufolge gedenkt die provisorische Regierung vor den allgemeinen i Wahlen die Armee um 10,000 Mann zu verstärken.

Vermischtes.

* Frankfurt, 10. Februar. Unter der Führung zweier Offiziere passirte heute Vormittag von Berlin kommend eine Abtheilung von 24 Unteroffizieren, die sich freiwillig aus verschiedenen Regimentern für den Dienst in Kamerun gemeldet haben, den hiesigen Hauptbahnhof, um sich mit dem Zuge 8 Uhr 15 Min. der Main-Neckarbahn nach ihrem Bestimmungsorte zu begeben. Die Leute machten in ihrer den afrikanischen Verhältnissen angepaßten Kleidung einen wohlgefälligen Eindruck. Ihr Anzug bestand in einer grau­leinenen Jacke, ebensolchen Hosen, einem weichen, runde«

noch zehn Offiziere nach Ostafrika gehen : Lieutenant Scherner, Premierlieutenant a. D. Heymons vom 7. Rheinischen Jn- fantcrie - Regiment Nr. 69, Lieutenant v. Zitzewitz vom 3. Posenschen Infanterie-Regiment Nr. 58, Lieutenant Hogrcfe, Lieutenant v. Elpons vom Grenadier-Regiment Graf Kleist von Nollendorf (1. Westpreußisches) Nr. 6, Lieutenant Schenk, Lieutenant Podlcch vom Eisenbahn - Regiinent, Lieutenant Burger vom 121. Infanterie-Regiment (3. WürtembergischeS), Lieutenant Wolfram vom 1. Bayerischen Fuß-Artillerie-Regi- ment, Lieutenant v. d. Knesebeck vom 1. Garde-Regiment zu Fuß. Außerdem wird Assistenzarzt Dr. Streuber vom Kürassier-Regiment v. Seydlitz (Magdeburgisches Nr. 7) hinaus­gehen. Etwa 30 Unteroffiziere sind für den Dienst in Ost­afrika angeworben.

Dann lebt wohl, gedenket mein!"

Er reichte Lebrecht die Hand, welche dieser begeistert küßte, stieg ein und die Kalesche sauste davon.

Am anderen Morgen, als Herr Kilian den Brief ge- ' lesen, sagte er zu Frau Livia:

Nun, hatte ich nicht doch Recht?"

Was ist denn?"

Er reichte ihr Brief und Einlage, wonach sie beide Hände zusammenschlug.

Ole Bull, Ole Bull? Mein Gott, und wir haben ihn Er genannt! Nein, das ist nicht zu verzeihen!"

Beruhige Dich nur, Livchen!"

Ehe an demselben Morgen der Umzug stattfand, gingen Herr Kilian Zingst und Lebrecht im Feststaat zum Nachbar Kraut und hielten feierlich um Minnas Hand an. Der Cantor wußte nicht, wie ihm geschah, sagte aber gerührt ja.

Auf sein Befragen nach der schönen Musik wurde er erst gewahr, welchen Gast das Nachbarhaus beherbergt und wer das Glück der jungen Leute begründet. Diese feierten im Lustzelte draußen Nachmittags ihre Verlobung. Dann reiste Lebrecht nach der Akademie ab und kehrte als wohlbestallter Capellmeister zurück. Er wurde nach einer größeren Stadt versetzt, heirathete seine Minna und Ole Bull stand bei dem ältesten Sohne Gevatter.

Er war noch ebenso schwermüthig wie sonst, so daß die junge Frau Capellmeister ihn herzlich bedauerte.

Ihm kann nur Gott helfen," meinte Herr Lebrecht. Dem jungen Pathchen aber schenkte der große Künstler eine ansehnliche Summe Geld, damit er werde ein tüchtiger Collega.

Neueste Nachrichten.

WoM telegraphisches Correspondenz-Bureau.

Berlin, 10. Februar. DieBerliner Polit. Nachr." schreiben: Bei der vorläufigen Erörterung der Frage, ob nicht die bevorstehende allgemeine Er h öh un g d er Be am t e n- I gehälter zu Verbesserungen in der Einrichtung des Be­soldungswesens Ascension nach bestimmten Altersstufen auch ohne eintretende Vacanz in höhere Gehaltsstufen zu I benutzen sei, ergebe sich dem Vernehmen nach, daß die Be- I schlußfaffung hierüber nicht ohne zeitraubende Vorarbeiten möglich und daher die definitive Erledigung derselben im In- I teresse der Beschleunigung der geplanten Gehaltserhöhungen einer späteren Zeit vorzubehalten sei.

Berlin, 10. Februar. DerPost" zufolge trifft der Prinz von Wales am 22. März hier ein und nimmt am Capitel des Schwarzen Adlerordens, sowie am Ordens­feste Theil.

Leipzig, 10. Februar. Das Reichsgericht hob das m der Vorinstanz gefällte Urtheil gegen Henning wegen Be­leidigung des Fürsten von Greiz auf und sprach Henning frei.

Metz, 10.Februar. Gegen Pfarrer Colbus ist wegen Angriffs auf die Staatsgefetze, verübt durch den imLorrain" veröffentlichten Brief, das gerichtliche Verfahren eingeleitet worden.

Teplitz, 10. Februar. Der gestern hier versammelte deutsch-böhmische Parteitag nahm einstimmig eine Resolution an, in welcher derselbe seine Befriedigung über | die Vereinbarungen der Ausgleichsconferenz ausspricht und die weitere Pflege des deutschen Volksstammes als Pflicht aller Kreise der deutschen Bevölkerung bezeichnet. Der Parteitag sandte ferner ein Telegramm an den Minister­präsidenten Grasen Taaffe, in welchem die Huldigung und treue Dankbarkeit für den Kaiser ausgesprochen wird.

Paris, 10. Februar. Den Abendblättern zufolge sungirt der Advocat Roufse als der Hauptvertheidiger des Prinzen von Orleans. Die heutige Advocatenconferenz brachte dem Stabträger Cresson wegen seiner Thätigkeit in der Sache des Prinzen eine lebhafte Ovation dar.

Der Senator Challemel-Lacour hielt in Marseille eine Rede, in welcher er für die Erneuerung der Handelsverträge eintrat, ba man die nationale Industrie gegen plötzliche Veränderungen schützen müsse. Nach dem Temps" sagte der Senator bezüglich der Lage Frankreichs: Wir stehen einer unvermeidlichen schrecklichen Zukunft gegen­über. Wir müssen uns deßhalb alle Zeit bereit halten und dürfen bei keinem unserer Schritte vergessen, daß bei dem Spiel der Allianzen unsere Existenz der Einsatz ist. Jeden­falls sind wir fest entschlossen, die Ereignisse nicht zu be­schleunigen.

Paris, 10. Februar. In Parlamentskreisen verlautet, daß in Folge der Haltung der Legitimisten die Regierung in der Angelegenheit des Prinzen von Orleans eine weniger milde Stellung einnehme und denselben wenigstens einen Theil der gesetzlichen Strafe abbüßen lassen werde. Eine etwaige Begnadigung würde nicht vor dem Nationalfest am 14. Juli d. I. eintreten.