allgemeinen Wahlrechts und der Verbesserung der Lage der Arbeiter.
Bern, 8. December. Der Commiffar Künzli berichtete heute dem Bundesrathe über die Verhältnisse in Tessin. Das dorr stehende Bataillon wird am 20. December entlassen. Künzli kehrt einstweilen nicht nach dem Tessin zurück.
Paris, 8. December. Der „Temps" erkennt heute in einer Beurteilung der Rede des deutschen Kaisers zur Schul frage an, daß Kaiser Wilhelm eine Schulreform im Sinne des modernen Fortschritts auf die Tagesordnung gesetzt habe. Frankreich möge sich bei dieser immer dringenderen Reform nicht überflügeln lassen.
London, 8. December. Wie das „Bureau Reuter" aus Kairo meldet, beabsichtigt die egyptische Regierung, im nächsten Jahre 100,000 Pfund ans dem Ertrage des Militärloskauss und 60,000 Psnnd andere Steuern abzuschaffen.
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Der Ortggeumbverkill Gießen.
Rückblick und Mahnwort am Abschlüsse seiner 50 jährigen Wirksamkeit.
(Fortsetzung.)
Im Januar 1888 bereits konnte das 50jährige Bestehen unserer Handwerkerschule, welche während der zwei ersten Jahre ihrer Kindheit auf eigenen Füßen stehen mußte, gefeiert werden und es war eine dankbare Ausgabe für den damaligen Festredner, Herrn Professor Dr. Buchner, mittelst graphischer Darstellung ein anschauliches Bild von dem erfreulichen stetigen Wachsthum der Schülerzahl zu geben. Die alljährlich veranstaltet werdenden Ausstellungen der gefertigten Zeichnungen zeugen sowohl von der Tüchtigkeit und Sorgfalt der Lehrer, wie von dem Fleiß und ernsten Streben unserer Schüler!
Leider können wir hierbei nicht verschweigen, daß die jungen Handwerker der umliegenden Städtchen und Dörfer mit größerem Eifer von dem, was der Verein ihnen bietet, Gebrauch machen, als diejenigen unserer Stadt selbst. Die größere Zahl unserer Schüler kommt aus der Umgegend; diese lassen sich weder Mühe noch weite Wege verdrießen, um sich für ihre Weiterbildung das nutzbar zu machen, was die Schulen des Vereins ihnen bieten.
Soviel von unfern Ausgaben und Leistungen, von unserer Vereinsleitung und von nnsern Schülern und jetzt noch ein Schlußwort von unsern Mitgliedern oder besser „Nichtmitgliedern". — Zahlen mögen sprechen:
Der Mitgliederbestand unseres Landesgewerbvereins war im April d.J. (It. Gewerbebl. Nr. 18 d.J.) 4358 Mitglieder, welche sich, indem wir sie nach der größeren Mitgliederzahl umgruppiren, aus die einzelnen Städte und Orte unseres Landes wie folgt vertheilen:
Darmstadt
569 Mitgl. ।
Uebertrag 3427 Mitgl.
Mainz
564
• t
Butzbach
57
ff
Offenbach
271
ff
Fürth i. O.
55
ff
Worms
253
H
Griesheim
55
ff
Pfungstadt
148
ff
Ober-Ingelheim
54
ff
Alsfeld
110
//
Babenhausen
53
ff
Gießen
105
n
Grünberg
53
ff
Wörrstadt
103
ff
Langen
48
ff
Bingen
100
ff
Ober-Ramstadt
45
ff
Friedberg
93
ff
Schotten
44
ff
Rüsselsheim
90
1 •
Sprendlingen
42
ff
Nen-Jsenburg
89
f f
Guntersblum
40
f f
Büdingen
88
n
Heppenheim
40
ff
Oppenheim
69
u
Groß-Steinheim
39
ff
Michelstadt
69
ff
Wöllstein
38
ff
Lich
69
f f
§er6ftein
37
ff
Bensheim
68
ff
Altenstadt
31
ff
Groß-Gerau
68
ff
Echzell
29
ff
Nidda
67
//
Alzey
28
ff
Bad-Nauheim
67
ff
Erbach
27
ff
Groß-Umstadt
67
ff
Hirschhorn
27
ff
Schlitz
63
ff
Homberg a. d. O.
26
ff
Vilbel
61
ff
Beerfelden
25
ff
Eberstadt
60
ff
Lauterbach
24
f f
Dieburg
59
ff
Westhosen
14
/,
Hungen
57
Zusammen 4358 Mital.
Zu übertragen 3427 Mitgl.
Also unsere Provinzial-Haupt- und Universitätsstadt Gießen mit nahe 21 000 Einwohnern, mit blühendem Handel und Fabriken, mit zahlreichen Gewerben und selbstständigen Handwerksmeistern, mit ihrem regen Verkehr, mit zahlreichen Beamten, Fabrikmeistern, Vorarbeitern re. stgurirt in vorstehender Statistik mit nur 105 Gewerbvereinsmitgliedern, läßt sich überflügeln von Alsfeld und Pfungstadt und nahezu erreichen von Wörrstad t, Bingen und Friedberg! Worms aber hat nahe 2* */-mal soviel Mitglieder als Gießen!
Dieser gegen alle andern Städte unseres Landes beschämend geringe Mitgliederbestand hat den Gejammtvorstand unseres Vereins veranlaßt, es einmal mit einem Mahn- wort zu versuchen, um in weiteren Kreisen Interesse für den Verein und seine oben geschilderten Bestrebungen wach- zurusen. Insbesondere sehlen unserm Vereine die jüngeren selbstständigen Handwerker, welche in vielen andernOrtsgewerbvereinen gerade den Kern derMitgliederschast bilden und deren viele in dem Gewerbverein die einzige Gelegenheit in unserer Stadt selbst finden, die für ihr be- sonderes Gewerbe erforderlichen theoretischen Kenntnisse sich anzueignen durch ein strebsames Einwirkenlassen und Sich- zueigeumachen der verschiedenen oben geschilderten Gaben und Mittel des Vereins.
Sollte das Anhören von Vorträgen, welche gemeinnützige oder besondere Wissensgebiete behandeln, die sich daran anknüpsende Discujsion, die Benutzung der werthvollen technischen Bibliothek, sei es an einem im Vereinslocal besonders eingerichteten Leseabend oder in häuslichen Muse-
stunden, das Studium der in den Zeitschriften in vorzüglichen Abhandlungen und Abbildungen gegebenen Vorbilder aus dem Gebiete des besonderen Berufs, der Kunst oder Kunstindustrie, die Lectüre des Gewerbeblattes, welches in seinen zahlreichen belehrenden Abhandlungen den verschiedenen Berufsarten des gefammten Landesgewerbvereins möglichst Rechnung trägt, das Jnteressenehmen an der Thätig- keit und Entwickelung der Handwerkerschule — sollte dies alles nicht von dem besten Einfluß sein auf Ausbildung und Leistungsfähigkeit strebsamer Handwerker?
„Das Handwerk geht mehr und mehr in Kopswerk über, Verstandesarbeit tritt als Gehilfin zur Kraft und Geschicklichkeit der Hände" sagt ein Berufener und „Alle prac- tischen Arbeiten sollen durchweht sein von den Errungenschaften der Theorie" ein anderer!
Erheben sich nicht zahlreiche stattliche Ne ub aut eil in unserer Vaterstadt, welche immer größere Ansprüche stellen an die Leistungssähigkeit aller betheiligten Geschäftsleute, sicher vielen als Mahnzeichen dienend, Zeit und Gelegenheit zu nützen, um sich auf der Höhe ihrer Aufgaben zu halten. — Sollte nicht auch das sich zum Schutze der tüchtigeren Geschäftsleute und zur Erzielung guter Arbeiten mehr und mehr einbürgernde neue Submissionsv er fahr eil, welches auch die theoretische Befähigung des Handwerkers mehr in Anspruch nimmt, will er nicht beiseite stehen im Wettbewerb, oder gar Schaden ris- kiren, manchem Handwerker ein Ansporn sein, in Verbindung zu treten mit dem Gewerbverein unb sich seiner Förderung theilhaftig zu machen?
Der Kaufmann, welcher mit kunstindustriellen Gegenständen handelt, der Fabrikant und Kunstindustrielle, welcher sie anfertigen läßt und der Künstler, welcher sie anfertigt — haben sie nicht alle ein Interesse daran, die Leistungsfähigkeit anderer Geschäfte und Ateliers, sowie deren Einrichtungen und Vortheile kennen zu lernen, ihr Kunst- verständniß immer mehr auszubilden, umsomehr, als sie auch das kaufende Publikum mehr und mehr ausgerüstet finden in der verständnißvollen Beurtheilung kundindustrieller Gegenstände?
Seit ein Reuleaux von der Weltausstellung zu Philadelphia aus seinen — wenn vielleicht auch etwas allzu ernsten — Mahnruf über die deutsche Kunst und Industrie hat ergehen lassen, ist es anders geworden in diesen Dingen, einsichtsvolle Regierungen haben namentlich infolgedessen Einrichtungen getroffen, welche besser als vordem geeignet sind, das Kunstverständniß zu fördern und in Schulen und gebildeten Familien wird der Zeichenkunst eine immer höhere Beachtung zu Theil.
(Schluß folgt.)
Cocale» und pr winsle
Gießen, 9. December.
— Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten am Donnerstag den 11. December 189 0, Nachmittags 4 Uhr:
1. Wegherstellungen auf dem Friedhof. 2. Die Goethe- straße. 3. Decretur von Kostenrechnungen. 4. Herstellungen in der Löwengaffe. 5. Verwaltungsrechenschaft pro 1889/90.
— Theater. Aus den neulich gemachten Mittheilungen des Herrn Reiners über die Lage, in der sich sein Theater befindet, haben wir mit ausrichtigem Bedauern entnommen, daß in noch viel höherem Maße, als wir dies seither haben annehmen zu müssen geglaubt, dem „Neuen Theater" jene Unterstützung säst völlig versagt zu sein scheint, ohne die selbst eine so energische und opferfreudige Direction, wie die des Herrn Reiners, auf die Dauer höher gehenden Ansprüchen kaum würde genügen können. Um so anerkennenswerther ist es, daß Herr Reiners sich trotz alledem wiederum entschlossen hat, auf eigenes Risico hin seinem Publikum einen künstlerischen Genuß durch das Engagement eines der hervorragendsten Vertreter des Bonvivantsaches zu bieten, wie ihn uns die Theater in Darmstadt und Frankfurt auch nicht höher gewähren können. Wir hoffen, daß das künstlerische Interesse unserer Stadt, das sich in der Gründung des Theatervereins neuerdings lebhafter auszusprcchen scheint, jedes, auch dieses künstlerische Streben willkommen heißen und fördern, aber nicht gerade vor Herrn Reiners Halt machen wird. — Der Gast, Herr Adalbert Brümmer, Kaiserlich russischer Hosschaufpieler von dem deutschen Theater in Petersburg, hat vor dem Gießener Publikum in der Rolle des Reif in „Krieg und Frieden" debutirt. Ueber das Stück selber zu reden erscheint unangemessen, da sich ja das Moser'sche Lustspiel — ob mit Recht oder Unrecht, mag dahingestellt bleiben — einer nahezu allgemeinen Bekanntheit und Beliebtheit erfreut. Man kann nicht eigentlich sagen, daß die Partie des Reif im Mittelpunkt der Handlung stehe — einen solchen hat das Stück überhaupt nicht —, jedenfalls aber ist sie diejenige, deren Characteristik vom Dichter mit der größten Sorgfalt und Liebe vorgenommen worden und am treffendsten gelungen ist. Möglicherweise haben wir indessen diesen Eindruck der vorgestrigen Vorstellung allein aus das glänzende Spiel des Gastes zurückzusühren, der in der That mit weltmännischer Gewandtheit und Sicherheit ein Cabinetsstück darstellerisch Überzeugender Characteristik des Lieutenants von Reif-Reislingen lieferte. Selbst Diejenigen, welche in Bezug auf Theatergenüffe vollkommen blasirt sind, werden an dem ganz hervorragenden Spiele Brümmers eine ungetrübte Freude haben. Zugleich muß anerkannt werden, daß unsere einheimischen Darsteller ausnahmslos mit vollem Gelingen alle Kräfte ausboten, um nicht hinter dem Gaste zurückzubleibcn. Ausdrücklich hervorheben wollen wir namentlich das temperamentvolle Spiel von Frau Anni Reiners in der daükbaren Rolle der Ilka.
— Um dem besonderen Wunsche vieler Musikfreunde | nachzukommen, hat Herr Musikdirector Krauße bereitwilligft 1 nächsten Donnerstag in Steins Garten ein Extra Concert
arrangirt, welches in Form der bisherigen Winter Abonue- ments-Concerte stattfinden wird. Die seither musiköde Zeit wird dadurch belebter werden. Das Programm, so reichhaltig und ausgewählt wir dasselbe von unserer so bewährten Regimentsmusik gewöhnt sind, bietet auch zu diesem Concerte mannichsaltige Abwechselung. Zur Aufführung kommen u. A.: Ouvertüre zur Oper „Titus" (Mozart), „Lustige Weiber" (Nicolai), „Tell" (Rossini), 9. Concert für die Violine (Beriot), Variationen für Flöte (Heynemeier) 2C. Rich. Eilenberg, der beliebteste Salon-Componist der Neuzeit, wird durch seine so characteristische als schwungvolle italienische Einte: „Am Golf von Neapel" vertreten fein.
— Die angenehmste Ueberraschnng wird der Frau, der Tochter oder einer Braut am Weihnachtsseste dadurch bereitet, daß ihr eine Gabe geboten wird, deren Ansehen ein freundliches und deren practischer Werth von Dauer ist. Eine Festgabe dieser Art wird stets eine Nähmaschine sein, denn als Zimmerschmuck wird jedes Auge mit Wohlgefallen auf ihr ruhen und als Gehülfin der Hausfrau ist sie gar nicht hoch genug zu schätzen. Dieses wissen die Frauen auch am besten selbst, zumal da, wo kleine Weltbürger dafür sorgen, daß die Arbeit des Nähens kein Ende nimmt. Welche Nähmaschine wählt man aber beim Ankauf, da es doch so viele Arten derselben gibt? Die besten stammen aus der Fabrik der Singer Manufacturing Co.; ihnen geht der Ruf voraus, daß sie aus allen Weltausstellungen als bestes und bewährtestes Fabrikat prämiirt wurde, so in diesem Jahr wieder in Köln mit dem Ehrendiplom und dem Ehrenpreis der Stadt Köln, und daß über neun Millionen im Gebrauch sind. Solche Thatsachen bieten die sicherste Garantie. Wähle man also eine Original Singer Nähmaschine, die sich nur in den Geschäften des Herrn G. Neidlinger, am hiesigen Platze Asterweg Nr. 6, vorfinden und der Käufer wird sich gestehen, daß er die beste Wahl traf. Minderbemittelten ist der Ankauf durch Theil- zahlungen erleichtert und gründlicher Unterricht wird durch geschultes Personal des Geschäfts gratis ertheilt.
— Für die Lokomotivführer werden Seitens der königl. Eisenbahn - Direction Berlin nicht unerhebliche dienstliche Erleichterungen für die Dauer ihrer Fahrten geplant. Es werden nämlich gegenwärtig in dem technischen Bureau Entwürfe zur Anbringung eines entsprechenden Sitzes auf der Locomotive und einer theilweisen Ueberdachung des Tenders ausgearbeitet. Man ist zu der Ueberzeugung gekommen, daß der Dienst aus der Locomotive, wie er jetzt ausgeübt werden muß, den Führer zu sehr ermüdet, und daß er in Folge dessen die bis zur Beendigung seiner anstrengenden Fahrten unbedingt nothwendige Frische nicht bewahren könne. Auch will man diese verantwortlichen Beamten durch die Ueberdachung des halben Tenders gegen die so verderbliche Zugluft schützen. Diese Fürsorge der Behörde verdient sicherlich allseitige Anerkennung.
— Wir werden gebeten^ die für den Verkehr aus der Haltestelle Friedelhausen bei Odenhausen an der Main-Weser- Bahn sich darbietenden Fahrgelegenheiten wiederholt zur öffentlichen Kenntniß zu bringen. Es sind dies folgende Züge in der Richtung Gießen-Frankfurt: 558, 722 und 1114 Vormittags, 225 und 736 Nachmittags. In der Richtung Marburg-Cassel halten folgende Züge an: 648 und 824 Vormittags, 201, 456 und 931 Nachmittags. Der letztgenannte Zug hält nur nach Bedarf an.
Bad-Nauheim, 7. December. Der Vorsitzende des Kurvereins hat in einer weiteren Eingabe nochmals auf beir starken Personenverkehr im Sommer, besonders an Sonntagen, aus hiesiger Station bei dem Abends um 8 Uhr 47 Min. von hier nach Frankfurt abgehenden letzten Zug aufmerksam gemacht, und wurde derselbe von der Eisenbahn- Behörde dieser Tage um weitere Mittheilung gebeten, auf welchen Stationen seines Erachtens ein solcher Zug würde halten müssen.
Bad Nauheim, 7. December. Die Unterhaltungskosten für den Park und die Anlagen sind im Staatsbudget pro 1891/94 mit 18,000 Mk. pro Jahr, 4000 2J?L mehr wie in dem Staatsbudget pro 1888/91, in Rechnung gebracht. Für besondere Herstellungen daselbst sind u. a. in Aussicht genommen: Gründliche Herstellung der Wege im Park, veranschlagt zu 6900 Mk.; Umbau und Verlegung des offenen Salinenkanals von dem Glashüttenwehr an bis an das Kunstrad zu einem verdeckten Röhrenkanal, veranschlagt zu 5,600 Mk.; Erbauung eines eisernen Steges über die Usa, dem Badehause IV gegenüber, veranschlagt zu 18,000 Mk./ Erbauung eines Steges über die Usa am Teiche, veranschlag! zu 9000 Mk.; Neubau von Wegen, veranschlagt zu 18,000 Mk.
Schotten, 7. December. Nach der Volkszählung am 1. December d. I. hat Schotten 2021 Einwohner (1885: 2010).
Büdingen, 6. December. Die Volkszählung ergab 2822 Personen. Die Zunahme seit 1885 beträgt 105.
Weickartshain, 7. December. Die Einwohnerzahl unseres Dorfes beträgt nach der am 1. d. M. stattgehabten Zählung 352. Verglichen mit dem Ergebniß der vorletzten Volkszählung, ist eine Zunahme von 20 Seelen zu verzeichnen.
* Seligenstadt, 7. December. Die am Montag vollzogene Volkszählung ergab für die hiesige Stadt eine Bevölkerung von 3692 Seelen. Im Vergleiche zur Bevölkerungsziffer von 1885 (3741) ist auffallender Weise eine Abnahme von 49 Personen zu verzeichnen.
* Volkszählungsergebuifse. Magdeburg 200,071, Altona 144,636, Stettin 116,000, Karlsruhe 73413. — Die stärkste Zunahme unter allen deutschen Städten hat Charlottenburg bei Berlin erfahren, welches vor fünf Jahren 42,000 Einwohner zählte, jetzt aber 76,400. Die Zunahme beträgt also 85 Procent.
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