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Helgoland, 7. August.

Eine heute durch Anschlag ver­

öffentlichte

Mering

gnädigst geruht: am 9. Juli dem ^v. Pfarrer Waas von Lampertheim die erste ev. Pfarrstelle zu Darmstadt mit Wir­kung vom 1. August 1890z am 17. Juli dem ev. Psarrver- walter Heinrich Loos zu Flonheim die ev. Psarrstelle zu Flonheim, am 25. Juli dem ev. Pfarrer Otto Wissig zu Rodheim die ev. Pfarrstelle zu Lampertheim zu übertragen- am 27. Juli dem Lehrer an der ersten Knabenschule zu Schotten Karl Kleberger den Charakter als Mitprediger zu ver­leihen.

Am 11. Juni den ersten ev. Stadtpsarrer und Decan zu Darmstadt, Kirchenrath Peter Ewald unter Anerkennung seiner langjährigen treu geleisteten Dienste mit Wirkung vom 1. August 1890 unter gleichzeitiger Verleihung des Charakters als Geh. Kirchenrath in den Ruhestand zu versetzen.

II. Concurrenzeröffnungen.

Zur Wiederbesetzung werden ausgeschrieben: die evange­lischen Pfarrstellen zu Bechtolsheim, Decanat Alzey, Lang- Göns, Decanat Gießen, Appenheim, Decanat Mainz, Allendorf a. d. Lumda, Decanat Gießen.

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Gießen, 6.2b G

Bekanntmachung des Gouverneurs

Empfang durch die Admirale Commerell und Gordon statt. Der Kaiser schritt die Ehrenwache ab, besichtigte die Kriegs­schiffe, die Dampsmaschinenfabrik und das Torpedolager und begab sich sodann zu dem großen Bassin. Mittags sand ein Gabelfrühstück im Admiralitätshause statt und Nachmittags ging es zur Königstreppe, von wo auf einer Dampspinasse eine Fahrt nach dem Torpedo-UebungsschiffVeron" und nach Whale Island unternommen wurde, wo interessante Torpedo­übungen stattfanden. Die Landung erfolgte in Portsmouth programmmäßig. Die Matrosen desSerapis" und der Victory" bemannten die Raen, als derAlberta" mit dem Kaiser und den Prinzen am Dockyard anlangte, wo eine Ehrenwache des Uorkshire-Regiments aufgestellt war. Der Kaiser und der Prinz von Wales trugen englische Admirals­uniform, der Herzog von Connaught Generalsunisorm. Das Wetter ist schön.

Portsmouth, 7. August. Als der Kaiser heute Nach­mittag mir der Dockeisenbahn nach dem Admiralitätshause zurückkehrte, fuhr, als der Kaiser den Eisenbahnwagen verließ, die Equipage des Admirals Commerell zu nahe an den Wagen. Der Kaiser sprang behend zur Seite, wodurch jede Collision verhütet wurde.

Gegen 2 Uhr hatte der Kaiser die Besichtigung der Dockyards beendet. Er verbrachte den größten Theil der verfügbaren Zeit in der Fabrik für Torpedomaterial Vulkan".

Eastney, 7. August. Nach dem gestrigen Diner wohnte der Kaiser mit den englischen Prinzen den Manövern ver­schiedener Truppentheile bei, welche eine neue Angriffsmethode veranschaulichen sollten und er drückte wiederholt seine Befriedig­ung über die Leistungen der Truppen aus. Nach dem Vor­beimarsch derselben kehrte der Kaiser nach Osborne zurück, wo Abends Familientafel stattsand.

Cardiff, 7. August. Die Versuche, eine Einigung bezüglich der Forderungen der Strikenden herbeizuführen, sind ge­scheitert und ein Ausstand der Eisenbahnbediensteten, Bergleute und Dockarbeiter ist gestern hier und im südlichen Theile von Wales ausgebrochen. Der Eisenbahndienst ist eingestellt und die Post wird zu Pferde befördert.

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vermischtes.

* Die Beamten und Bediensteten der Hess. Ludwigs- bahn in Mainz, die bei der kürzlich erfolgten Gehaltsregulirung vom 1. Januar ab mit einer Gehaltszulage bedacht wurden^ erhielten dieser Tage eine kleine Ueberraschuwg durch die Steuerbehörde, von der sie nicht sonderlich erbaut gewesen sind, nämlich einen sogen. Nachtragssteuerzettel. Das Steuer- commissariat in Mainz hat sich nämlich veranlaßt gesehen, diese Erhöhung in den Etat pro 1890/91 nachträglich noch einzubeziehen und alle Diejenigen, die nunmehr durch ihr.' jetziges Diensteinkommen in eine höhere Steuerklasse aufgerückt sind, haben die Differenz für das laufende Jahr nachzuzahlen-

* Marburg, 6. August. Ueber das am vergangenen-- Samstag Nachmittag stattgefundene schwere Hagelwetter geht derOberh. Ztg." aus Amöneburg nachfolgende Mit­theilung zu. Das von Holzhausen über Mardorf kommende, schwere Gewitter kam mit solcher Geschwindigkeit herangezogen, daß es den auf dem Felde beschäftigten Leuten nicht mehr möglich war, sich dem furchtbaren Hagelwetter entziehen zu können. So. hatte sich unter anderen ein Amöneburger Land- wirth mit seinen Leuten zur Erde geworfen, sich fußhoch mit Korngarben bedeckt, um nicht der Gefahr ausgesetzt zu sein,, daß ihnen die Köpfe von den herunterfallenden Eisstücken kurz, unt> klein zerschlagen würden und so mußten diese armen Leute in halb erstickendem Dunst ca. 10 Minuten lang mit Todesangst ausharren. Als sie sich erhoben, was bot sich ihren Blicken dar? Nichts als ein Gräuel der Verwüstung^ Hier das Korn, dort der Waizen, dort die Gerste und Hafer u. s. w., Alles kurz und klein zerschlagen auf dem Boden liegend. O Gott, welch eine Verheerung, riesen diese Leute» Noch heute kann man von den schwer Heimgesuchten die Worte hören: Wir sind mindestens auf 10 Jahre ruinirt. Ich glaube nicht irre zu gehen, wenn ich sage, daß die Gemeinde Rüdig­heim, welche an und für sich wohl arm zu nennen ist, am härtesten betroffen wurde. Hier soll es nicht einmal Kraut und Kartoffeln mehr geben, von Frucht ist gar keine Rede mehr. Auch von unserer Gemarkung ist der östliche Theil Umgebung des Brückerwirthshauses hart mitgenommen worden. So ist z. B. einem Landmann, welcher in der Nähe dieses Hauses einen Acker mit Weizen bestellt hatte, voll-- ständig ausgeschlagen worden, derselbe hatte einen Werth von mindestens 900 Mk. Wovon soll nun dieser Mann zahlen, da seine ganze Hoffnung vereitelt worden ist? Man kann wohl annehmen und es als ein Glück ansehen, daß die Höhe unseres Berges dazu beigetragen hat, daß das Gewitter östlich gezogen ist, sonst wäre unsere schöne Feldmark gänzlich ver­nichtet worden. Es wäre gewiß human zu nennen, wenn von oben herab die Sammlung milder Beiträge.Istr die vom Schicksal Heimgesuchten angeordnet würde.

0, * Merlin, 1. August. Eine Berufsstatistik hat am ZD- ^uli der Deutsche Radfahrerbund ausgenommen. Danach

Neueste Nachrichten.

WolffS telegraphisches Correspondenz-Bureau.

Berlin, 7. August. Zu Ehren des medicinischen Congresses fand heute ein glänzender Festball im Winter­garten des Centralhotels statt. Bei zahlreichster Betheiligung der deutschen Aerzte waren auch die ausländischen Koryphäen fast sämmtlich anwesend. Die fremden Militärärzte erschienen in ihren Uniformen.

Berlin, 7. August. Hervorragende Mitglieder des Aerzte- Congresses aus Deutschland, England, Rußland, Oesterreich, Italien, Amerika, Dänemark, Holland, Spanien rc. nehmen heute an einem Diner bei dem Geheimen Commerzienrath v. Bleichröder theil.

Berlin, 7. August. Minister v. Bötticher trifft Samstag mit einem Kriegsschiff in Helgoland ein, um die Insel als deutschen Besitz von dem englischen ^Gouverneur zu übernehmen.

Paris, 7. August. Das französisch-britische Ab­kommen betreffs Afrikas wird nur in einem Theile der Presse besprochen. Die Mehrzahl der Blätter will die Ver­öffentlichung des Wortlautes abwarten. DerTemps" sagt, die öffentliche Meinung werde das Uebereinkommen in Be­treff Madagaskars befriedigt aufnehmen. Ribot habe eben­falls einen klaren Blick für Frankreichs Interessen bewiesen, was am besten aus der Banketrede Salisburys hervor­gehe. DieFrance" entnimmt der Banketrede, daß noch nicht alle Streitpunkte zwischen Frankreich und England be­seitigt seien.Paris" bemerkt, das Abkommen sei kein diplomatischer Triumph, aber auch nicht gerade ungünstig für Frankreich.

Der Ministerrath beschloß principiell, der nächsten Kammer-Session einen Gesetz-Entwurf über den Bau der Sahara-Bahn vorzulegen.

London, 7. August. Bei dem gestrigen Minister­bankett im Mansion-House sprach Lord Salisbury über die europäische Lage, welche er als eine durchweg friedliche bezeichnete. Das Abkommen mit Deutschland wegen Afrikas habe gefährliche Streitursachen zweier Nationen beseitigt, welche stets auf dem Friedensfuße leben sollten. Egypten mache stetige Fortschritte, in finanzieller wie in anderer Hinsicht könne es aber die britische Verwaltung, welcher es alle Re­formen verdanke, nicht entbehren. England könne sich von der ihm durch die Ereignisse ausgedrängten Aufgabe noch nicht zurückziehen.

London, 7. August. Dem Bureau Reuter wird aus Djeddah (Rothes Meer) gemeldet, daß dort die Cholera am 1. August ausgebrochen ist und täglich 100 Todesfälle vorkommen.

Portsmouth, 7. August. Der Kaiser verließ heute Morgen um 9 Uhr Cowes und traf, begleitet von dem Prinzen von Wales und den Herzögen von Edinburgh und Connaught, um 10 Uhr hier ein. An der Landungsstelle war eine Ehren­wache unter Leycester Smyth aufgestellt. Es fand ein formeller

publicirte das Ceremouiell der am Samstag erfolgenden Uebergabe. Der deutsche Repräsentant wird danach mit 17 Salutschüssen der Kriegsschiffe und vom Gouverneur in Begleitung der Beamten, sowie von den Einwohnern em­pfangen. Bei der formellen Uebergabe verliest der Gouver­neur den Artikel des deutsch-englischen Abkommens, welcher die Uebergabe betrifft. Hiernach wird die deutsche Flagge neben der englischen gehisst und von den britischen und deutschen Kriegsschiffen mit 21 Schüssen salutirt. Beide Flaggen werden bei Sonnenuntergang gleichzeitig eingeholt. Am folgenden Morgen wird die deutsche Flagge allein ge­hisst. Der britische Gouverneur verabschiedet sich, nachdem die Flagge salutirt worden ist, und begibt sich an Bord der Enchantreß". Er wird vom deutschen Gouverneur bis zum Landungsplatz begleitet und mit 17 Schüssen begrüßt. Das Comite der Helgoländer trifft nach Besprechungen mit dem Geheimerath Wermuth Vorkehrungen zu einem würdigen Empfange des Kaisers am Sonntag. An der Landungsbrücke werden Tribünen errichtet, die Treppen und Queensstreet werden mit Palmen geschmückt.

Helgoland, 7. August. Seit gestern Abend ankern im Nordhafen die englische FregatteCalypso" und der Aviso Seamon", um heute die Jnselgeschütze von den Felsen zu holen. Im Südhafen liegen zwei deutsche Torpedoboote und Depeschenschiffe.

Brüssel, 7. August. Die meisten Blätter veröffentlichen Artikel, wonach Kaiser Wilhelm bei seinem Aufenthalt in Belgien Alle durch Herzlichkeit und Leutseligkeit entzückte - aus seinen Worten sei hervorgegangen, daß er den Frieden wünsche, erstrebe und schätze- aus Achtung vor den Rechten Aller müsse derselbe gesichert werden- in diesem Sinne sei die Aufgabe aller Souveräne aufzufaffen.

Madrid, 7. August. In der Provinz Toledo ist ein Todesfall an Cholera vorgekommen.

Rom, 7. August. Der Ausstand der Schlächtergehilfen ist heute beendet worden.

Athen, 7. August. Infolge von Meinungsverschieden­heiten zwischen hervorragenden Führern der Oppositions­partei scheint eine Spaltung derselben bevorzustehen.

Sansibar, 6. August. (Meldung des Bureau Reuter.) Der englische Generalconsul Euan Smith besuchte den Sultan, um demselben den Glückwunsch der Königin an­läßlich des kürzlich erlassenen Gesetzes gegen die Sklaverei zu übermitteln.

Bukarest, 7. August. Der Sanitätsrath beschloß, in den Häfen von Sulina und Küstendje Vorsichtsmaß­regeln gegen die Provenienzen aus den von der Cholera inficirten Ortschaften zu ergreifen, wenn diese Provenienzen nicht bereits in der Türkei einer sanitären Beobachtung unter­worfen wurden.

New-Hort, 7. August. Nach einer Reuter-Meldung aus Mexiko wurden am 4. August 3000 guatemalische Auf­rührer durch die regulären Truppen Guatemalas unter Predro Barillas, dem Bruder des Präsidenten, geschlagen und zerstreut.

Buenos Ayres, 7. August. Die Ernennung Pelle­grinis zum Präsidenten wird von den Blättern günstig beurtheilt. In gut unterrichteten Kreisen verlautet, das neue Cabinet werde aus Roca, Costa, Jrigoyen, Lastra und Levalle zusammengesetzt werden.

Buenos Ayres, 7. August. Die Wahl Pellegrinis zum Präsidenten wurde günstig ausgenommen. Die Stadt ist beflaggt und illuminirt. Pellegrini hat den Belagerungs­zustand aufgehoben und dckretirte die Preßfreiheit. Die Finanzlage hat sich zusehends gebessert. Das Ministerium ist noch nicht definitiv gebildet.

knotet.

Cocales rrnd provinzielle».

Gießen, 8. August.

Dem hiesigen Geschichtsverein wurden für seine Aus­stellung bei Gelegenheit der Festlichkeiten am 28. Juli eine große Anzahl Bilder geliehen. Die Rückerstattung der Bilder' konnte indeß bis jetzt nur theilweise erfolgen, weil es bei ber Raschheit der Vorbereitungen nicht möglich gewesen, die Namen der Eigenthümer zu verzeichnen. Es ist deshalb den Eigen­tümern von ausgestellt gewesenen Bildern zu empfehlen^, entweder schriftlich oder am nächsten Sonntag zwischen 11 und 12 Uhr persönlich ihr Eigenthum zu bezeichnen, damit ihnen dasselbe zugestellt werden kann.

Aus Anlaß des fünfzigjährigen Stiftungsfestes des- Corps Starkenburgia sand gestern Abend unter Betheiligung vieler alter Herren ein imposanter, von drei Musikchören begleiteter Fackelzug statt, dem ein Commers in Steins Garten folgte.

Gestern feierte auf dem Lony'schen Bierkeller dahier- der Locomotivsührer Dam bi er von der Oberhessischen Eisen­bahn sein 25jähriges Dienstjubilänm. Das zahlreiche Erscheinen seiner Freunde und Collegen von nah und fern, wie auch- seiner Vorgesetzten, die vielfachen Geschenke und Gelegenheits-- reden bewiesen die Anerkennung, welche der noch im rüstigen Mannesalter stehende Jubilar in seinem verantwortlichen gefahrvollen Berus durch Pflichttreue gesunden hat.

Heute Mittag 12 Uhr wurde auf der Pulvermühle dem CorpsStarkenburgia" die Fahne und Receptionsdecke überreicht, worauf ein Zug unter Vorantritt der Musik nach. Steins Garten züm Frühschoppen stattfand.

Heute Vormittag ertrank in der Militär-Schwimm­anstalt ein Soldat bei den Schwimmübungen- wie man uns mittheilt, geschah das Unglück dadurch, daß die Leine, an welcher der Mann angebunden war, zerriß.

Liederbach, 7. August. Unter einem großen Gefolge- Leidtragender wurde gestern die sterbliche Hülle des so früh verstorbenen tüchtigen Lehrers Lot ^dahier zu Grabe getragen. Die Lehrer des Kreises, welche im benachbarten Alsfeld zur Kreisconferenz versammelt waren, hatten den Weg nicht ge­scheut und waren zahlreich hierher geeilt, um dem geehrten und beliebten Collegen das letzte Geleit zu geben. Schon traten Thränen in die Augen der Versammelten, als der GesangvereinHarmonie"-Alsfeld, dessen Dirigent der Ver­storbene jahrelang gewesen, einen ergreifenden Grabgesang, anstimmte. Gar manches Auge feuchtete sich noch im weiteren Verlauf der tief erschütternden Grabesseier. Herr Pfarrer Trautwein hielt in beredten Worten die Grabrede- mit sicht- barlicher Rührung gedachte darauf Herr Kreisschulinspector Müller im Auftrag der Kreisschulcommission des früh Heim­gegangenen. Sodann legte der Obmann des Bezirksvereins,- BiedenkopfAltenburg, unter einer trefflichen Ansprache einen Kranz auf das Grab des treuen Collegen, das bald weitere Kränze bedeckten. Ein Schlußgefang des Gesangvereins be­endete die allen Theilnehmern unvergeßliche Grabesseier. Ruhe der so früh feiner Familie und feinem Berufe Eintrissene iw Frieden!

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* Zur Braulsch jti sich am Dienst laden, bei welchem c Wüstungen angerichte Gewitter als Opfer jinb Don wahrhaft ti ihren Eltern wohnl Berliner Kaufmann zeit stattfinben. K erhielt Marie h. wohnenden Freundii der Nähe des geöf zeigte ihrer Freunbi erhaltenen Halsfchm erfolgte ein Blitz i einer anderen Stu! das Zimmer, wo t lagen. Sie wurde Freundin auch bald regungslos dalag. Hilfe war Dergebens lag Marie Hofsmai Bette.

Als Wohlthat haben wir in Nauheim empfunden, daß man daselbst mit den sogen.Andenken" undErinnerungs­zeichen" nicht verfolgt wird wie anderswo. Wer von diesem Artikel Heimzuschleppen begehrt, hat natürlich hinreichende Gelegenheit dazu, denn die sich längs der Parkstraße hin­ziehenden Bazare enthalten kleine und große Galanterie- waaren, wie man sie netter und zierlicher auch unter den Wiesbadener Colonnaden schwerlich erwerben kann. Der naßkalte Juli wird freilich in diesem Sommer die Kauflust nicht sonderlich gefördert haben. Daß er indeß der Fre­quenz des Bades, die sich durchschnittlich auf 8000 bis 9000 Gäste stellt, Abbruch thut, ist nicht anzunehmen. Zu kurz kommen dürste dabei nur der Besuch der Umgebung Nauheims.

. Ueber diese verlohnen sich wohl noch einige Worte. (Fortsetzung folgt.)

* Aus dem Württemberger Unterland erzählt man den M. N. N." folgende g'spassige Geschichte. Ein Bäuerlein fährt zweispännig zur Station und trinkt sich nach des Tages Mühen einenordentlichen" an. Dann wird ber Bauer auf feinen Wagen gehoben und führt tapfer ber Heimath zu. Boshafte Hände hatten aber vorher den Gestellnagel ent­fernt und bald löste sich der Vorderwagen los. Die Pferde trabten damit lustig weiter, das Bäuerlein schläft in der stehen gebliebenen Hinteren Wagenhälfte ruhig den Schlaf des Gerechten weiter, bis es von Vorübergehenden geweckt wird Da reibt es sich die Augen, schüttelt den Kopf und thut den salomonischen Spruch:Entweder bin i's, oder i bin's uet. Bin i's, so Han i meine Gäul verlora, bin i's net, .bann Han i a Wägele g'funda."

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