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13. August, '/- Uhr: «tliche lainmfang Iclmett.

Bericht über kreis, Gau unb Verein.

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Der Vorstand.

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Samstag den 9. August

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Der

chietzever Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags.

Die Gießener

MsmitteuSlälter werden dem Anzeiger DSchentlich dreimal beigelegt.

Kichemr Anzeiger

Keneral-Mzeiger.

Vierteljähriger Avonnementspreisr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg.

Rebackion, Expedition und Druckerei:

Schntstraße Ar.'»« Fernsprecher 51.

Amts- und Anzeigeblatt für» den Areis Gietzen.

chratisöeitage: Gießener Jamitienökatter

5.

mehr als 4 Stück dürfen nicht auf einmal gewogen

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. 10 $

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Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Norm. 10 Uhr.

Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehm« Anzeigen für denGießener Anzeiger" entgegen.

Stück

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über 10 Gentner von 1 Stück. . . . 3) für andere Gegenstände, als: Heu, Stroh, Frucht, Kartoffeln, Steinkohlen, Fäffer u. f. w. für 3 Centner und weniger . . für jeden weiteren mitgewogenen Centner

in Massage und schwedischer Heilgymnastik, in einer Kalt­wasserbadeanstalt und endlich in der mit den besten Erfolgen therapeutisch verwertheten ozonhaltigen Gradierluft.

Diese mit günstigen klimatischen Verhältnissen verbundene Fülle der Kurmittel und Heilapparate weisen Nauheim in der Concurrenzliste der europäischen Bäder eine feste, unverrück­bare Stelle ein.

Es ist wahr, in Nauheim kann man sich vielleicht nicht so amüsiren, wie in Wiesbaden, Baden-Baden oder Monaco. Aus diesem Grunde fehlt es wohl auch nicht an Stimmen, welche das Leben in diesem Bade als langweilig und öde verschreien. Wer aber das Hauptgewicht aus die Kur legt, dürste seine Erwartungen in jeder Weise befriedigt finden. Wenn der Kurort selbst und seine unmittelbare Umgebung auch nicht jene landschaftlichen Reize und Naturschönheiten wie etwa Homburg und Wiesbaden bietet, so ist doch dieser Theil der Wetterau keineswegs uninteressant und die geschäf­tige, erfindungsreiche Hand des Menschen hat das ihre gethan, die Anlagen um Kurhaus und Bäder anmuthig und abwechs­lungsreich zu gestalten. Von dem in etwa einer Viertel­stunde erreichbaren reben- und waldbestandenen Johannis­berge hat man die günstige Uebersicht des Stadt- und Landschastsbildes. Aus der Platte des kleinen Aussichts- thurmes, woselbst auch dem unbewaffneten Auge die ganze Gegend von Gießen bis Frankfurt sreigegeben ist, sieht man, wie die breite, langgedehnte Parkstraße eine scharfe Grenze rieht zwischen dem Nauheim des Fremdenverkehrs und dem Nauheim der seßhaften Bevölkerung. Letzteres hat einen ausgesprochen dörflichen Character und unterscheidet sich, ab­gesehen von dem Plus einiger Läden, in nichts von Nachbar­orten, wie Groß-Karben und Lang-Göns. Ersteres besteht aus dem ganzen Complex von Gebäuden, die zu einem regel­rechten Bade gehören. Hotels, Logirhäuser und elegante

§ 6. Sogleich nach stattgefundener Wiegung sind die vorbemerkten Wieggebühren nebst 5 Vergütung für jede Wiegung an den Wiegmeister oder deffen Stellvertreter aus­zubezahlen.

§ 7. Am Schluffe jeden Monats hat der Wiegmeister das Tagebuch in der Art abzuschließen, daß sowohl die im Lause des Monats gewogenen Gegenstände, als auch der erhobene Gebührenbetrag summirt werden. Ferner ist ein Auszug aus dem Tagebuch über die im verflossenen Monat gewogenen Gegenstände zu fertigen, die Richtigkeit desselben von dem Wiegmeister zu bescheinigen und der Bürgermeisterei zu überreichen, woraus die erhobenen Wieggebühren dem Gemeinde-Einnehmer nach Maßgabe des oben aufgeführten Gebührentarifs in Einnahme decretirt und von dem Wieg­meister ausbezahlt werden.

§ 8. Der Wiegmeister und dessen Stellvertreter werden von dem Ortsvorstand auf Widerruf ernannt und von dem Großh. Kreisamt verpflichtet und unterliegen als Gemeinde­beamten den für solche geltenden Disciplinarvorschristen.

Gießen, den 5. August 1890.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

I. V.:

Jost, Regierungsrath.

Gießen, den 6. August 1890.

Betr.: Den Termin für die Einsendung der Gemeinde- Rechnungen.

Das Großherzogliche Kreisamt Gießen

an die Grotzh. Bürgermeistereien deS Kreises.

Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 11. Juni 1885 Amtsblatt Nr. 4 beauftragen wir Sie, sobald der Gemeinde-Einnehmer die Rechnung der Gemeinde für 1889/90 an Sie abgeliefert hat, uns hiervon Anzeige zu erstatten.

Sofern der für die Ablieferung der Rechnung an Sie bestimmte späteste Termin Ende September von dem Rechner nicht eingehalten werden sollte, haben Sie an uns am 1. October zu berichten.

I. V.:

Jost, Regierungsrath.

Magazine haben sich gleichfalls nach dieser Seite hin con* centrirt. Der gewisse Comfort, welcher mit jedem größeren Bade nothwendig verbunden sein muß, tritt uns selbstredend auch in Nauheim, aber ohne jede Aufdringlichkeit auf Schritt und Tritt entgegen. Die vornehme stilvolle Einrichtung des stattlichen Conversationshauses mit seiner schönen, breiten Terrasse, die mit Teppichbeeten ä. la Frankfurter Palmen­garten überkleidet ist, die zweckmäßige Decoration und Aus­stattung jedes einzelnen Raumes, wir erwähnen nur die geschmackvolle Behandlung des Vestibüls, des Speise-, Lese- und Conversationssaales und den kleinen stimmungsvollen Theaterraum, der natürlich auch für Concertzwecke zu dienen hat, alles das ist dazu angethan, selbst dem verwöhntesten Europabummler ein Gefühl der Befriedigung und Werth­schätzung abzugewinnen. Für Unterhaltung und Zerstreuung ist seitens der Kurdirection reichlich Sorge getragen. Ab­gesehen von den täglichen Concerten, welche eine gut geschulte Eapelle gibt, bieten der Lese- und Theatersaal treffliche Zu­fluchtsstätten vor der Langeweile, die den Mann und auch die Frau zu ergreifen Pflegt, wenn siefern sind von den Geschäften". Im Lesezimmer liegen nicht weniger als über 70 Journale auf, die großen Weltblätter hart neben der localen hessischen Presse. Gleichzeitig mit dem neuesten fran­zösischen Roman im Feuilleton desFigaro" kann man hier die letzte Nachricht aus der Provinz studiren. Auf der Bühne im Theatersaal, die sich durch eine hübsche Tiefe und solide Einrichtung von den üblichen kleinen Sommertheatern vor- theilhaft unterscheidet, bekommt man in der Regel die neuesten Neuigkeiten der Saison vorgesetzt.Die berühmte Frau", die beiden Leonoren" sind hier in Scene gegangen. Sophie König aus Frankfurt gibt häufig Gastrollen im Operetten­genre, und die Direction Wiedmann sorgt stets für ein an* nehmbares Ensemble.

gezwungen werden können.

h. Der Betrag der erhobenen Wieggebühren.

& 4. Der Wiegmeister hat dem Käufer oder Verkäufer einen dem Eintrag ins Tagebuch gleichlautenden Wiegschem auszustellen, aus dem sowohl das Gesammtgewcht und even­tuell der Kaufpreis der einzelnen verwogenen Gegenstände als auch der erhobene Gebührenbetrag zu ersehen ist.

Gebührentarif:

§ 5. An Wieggebühren sollen erhoben werden:

1) für Kleinvieh, als: Schweine, Schafe, Kälber, Ziegen

von 1 2 , 3 . 4

werden;

2) für Großvieh, als Ochsen, Kühe, Rinder u. s. w. unter 10 Centner von 1 Stück . . . 25

. 20

30 . 35

Feuilleton.

Luftkurorte, Bäder und Sommerfrischen des Großherzogthums Hessen.

Plauderbriefe für denGießener Anzeiger" von E. M.

(Nachdruck verboten.)

IV.

Bad Nauheim.

Von Jahr zu Jahr gelangt das am nordöstlichen Ab­hänge des Taunus 140 Meter über dem Meeresspiegel ge­legene Soolbad Nauheim mit seinen circa 3000 Einwohnern zu immer größerer Blüthe, zu immer kräftigerem Aufschwung. Die häufige Anwesenheit hoher fürstlicher Persönlichkeiten, die dem Orte in letzterer Zeit so viel Prestige gegeben, ist be­dingt durch die intensive Heilkraft- Nauheim ist weit weniger Luxus-, als Genesungsbad. Die verschiedenen Bädersormen, die hier gegeben werden, sind: Kohlensäurehaltige Thermal­bäder, Strom- oder Wellenbäder, einfache Wasserbäder mit beliebigen medicinischen Zusätzen, Douchebäder, Sitzbäder, ein­fache Soolbäder und elektrische Bäder. Eine Specialität von Bad Nauheim bilden die moussirend en Sprudelbäder. D:r 1855 erbohrte, 28 Gr. warme Riesensprudel, der milch­weiß in einem armdicken Strahl 2 bis 3 Meter hoch steigt, der Friedrich-Wilhelm- und der Gassprudel sind Soolquellen mit reichem Kohlensäuregehalt. Zur Trinkkur dienen zwei salinische Quellen, Kurbrunnen und Karlsbrunnen, und ein alkalischer Säuerling, Ludwigsbrunnen; des Morgens zwischen 6 und 8 Uhr werden dieselben in Quantitäten von 2 bis 4 Bechern rl 6 Unzen eingenommen. Die sonstigen Kur­mittel bestehen in einem nach neuem System eingerichteten Inhalations-Salon für zerstäubte Soole, in welchem sich auch Vorrichtungen zum Jnhaliren beliebiger Medicamente befinden,

Amtlicher Theil.

Statut

lur Benutzung der Gemeinde-CentefimalMehnmage ;u Laasen.

Mit Genehmigung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz vom 29. Juli 1890 zu Nr. M. I. 20056 und unter Zustimmung des Kreisausschuffes des Kreises Greßen wird wegen Benutzung der Gemeinde-Centestmal-Viehwaage zu Saasen bestimmt: ,

§ 1. Alle zur Verwiegung gebrachten Gegenstände muffen durch einen verpflichteten Wiegmeister gewogen werden. Außer dem Wiegmeister oder deffen Stellvertreter hat Niemand das Recht, auf der Waage zu wiegen.

§ 2. Der Wiegmeister oder deffen Stellvertreter haben der ihnen zugehenden Aufforderung zum Wiegen alsbald Folge zu leisten; die Aufforderung hat von den Betheiligten (Käufer oder Verkäufer) direct an den Wiegmeister zu geschehen. .Wenn der Wiegmeifter der Aufforderung nicht entspricht, so ist sich an die Großh. Bürgermeisterei zu wenden, welche denselben zum Wiegen anhalten und nöthigensalls Großh. Kreisamt Anzeige erstatte, wird.

§ 3. Der Wiegmeister oder deffen Stellvertreter haben über die von ihnen besorgten Geschäfte ein Tagebuch zu führen, in welchem unter fortlaufenden Ordnungs-Nummern anzugeben sind:

a. Der Ort des Wieggeschästs.

b. Der Name des Verkäufers.

c. Der Name des Käufers.

d. Datum der Verwiegung.

e. Die Art der gewogenen Gegenstände.

f. Das Gewicht der einzelnen Gegenstände.

g. Der Verkaufspreis per Centner, insofern Käufer oder Verkäufer denselben angeben, wozu sie jedoch nicht

Bekanntmachung,

die Abhaltung landwirthschaftlicher Vorträge betreffend.

Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Herr Landwirthschastslehrer Leithiger von Alsfeld

1) Sonntag den 24. August 1890, Nach­mittags 2*/2 Uhr, einen Vortrag über: die Aufzucht und Pflege des Jungviehes in dem, Locale des Herrn Wirths Theiß in BKeitershain;

2) Sonntag den 31 August 1890, Nach­mittags 2i/2 Uhr, einen Vortrag über: landwirth- schastliche Buchführung in dem Locale des Herrn Wirths Konr. Weil 111. zu Lang-Gon»;

3) Sonntag den 7. September 1890, Nach­mittags 2 Uhr, einen Vortrag über: Molkereiwesen imRappen" zu Grünberg;

4) Sonntag den 14. September 1890, Nach­mittags 2 Uhr, einen Vortrag über: die Trocken­legung der Grundstücke in dem Locale des Herrn Joh. Heiland zu Lich;

5) Sonntag den 21 September 1890, Nach­mittags 2Vr Uhr, einen Vortrag über: Molkerei­wesen in dem Locale des Herrn Wirths Konr- Weil III. zu Lang-Gon-;

6) Sonntag den 28. September 1890, Nach­mittags 2 Uhr, einen Vortrag über: landwirlh- schaftliche Buchführung in dem GasthofeZum Rappen" zu Grünberg;

7) Sonntag den S. Oktober 1890, Nach­mittags 2 Uhr, einen Vortrag über: Anlage von Gewannwegen iu dem Locale des Herrn Joh. Heiland zu Lich halten wird.

Alle Mitglieder des landwirthschaftlichen Bezirksvereins, der landwirthschaftlichen Localvereine und alle Freunde der Landwirthschaft werden zu diesen Versammlungen hierdurch ergebenst eingeladen.

Die Herren Bürgermeister der Gemeinden, in welchen Vorträge gehalten werden, sowie die der benachbarten Gemein­den werden hierdurch ersucht, auf möglichst zahlreichen Besuch der Versammlung hinzuwirken.

Gießen, den 8. August 1890.

Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Gießen. Jost, Regierungsrath.

Deutsche» Reich.

Darmstadt, 7. August. Das gestern ausgegebene Ver­ordnungsblatt für die evangelische Kirche des Großherzogthums Hessen Nr. 8 enthält: u. A.

I. Dienstnachrichten.

Seine Königl. Hoheit der Großherzog haben Aller-