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Prag gesandt. Auch der UnterrichtSminister erließ ent­sprechende Weisungen behufs Ausarbeitung von Gesetzent­würfen, welche erforderlich sind, um die Vereinbarungen betr. die Zusammensetzung lind Einrichtung des Landesschulraths in Prag und der sog. Minorirätsschulen durchzuführen.

Paris, 6. Februar. Der Untersuchungsrichter verfügte nunmehr die gerichtliche Verfolgung gegen Laveissiere, Joubert und Seereton, Administratoren derSociete des Metaux", und Hentsch, Präsidenten deö Verwaltungsraths des (alten)Comptoir d'Escompte". Die Anklage lautet aus Verkeilung fictiver Dividenden. Seereton ist außerdem des wucherischen Aufkaufs von Maaren angeklagt.

London, 6. Februar. Heute Morgen fand eine Ex­plosion schlagender Wetter statt in der Kohlengrube Abersychau in der Nähe von Newport in Südwales. Alle Verbindung mit der Grube, in der sich dreihundert Arbeiter befinden, ist abgeschnitten.

Bis zwei Uhr sind vierzig Leichen in der Grube Abersychau aufgefunden worden.

London, 6. Februar. Bis heute Mittag 3 Uhr waren sechzig Leichen aus der Kohlengrube Abersychau zu Tage gefördert.

Wie dasReuterbureau" erfährt, ist diplomatischen Berichten aus Athen zufolge das Cabinet Trikupis fest ent­schlossen, die durch den kaiserlichen Firma» auf Kreta ge­schaffene Lage nicht zu acceptirten, vielmehr treffe man heim­lich Vorbereitungen, um gegebenen Falles in eine Action zu Gunsten der Kretenser eintreten zu können. Die centralen Mächte hätten der griechischen Regierung wiederholt deutlichst zu verstehen gegeben, daß Griechenland in solchem Falle die Folgen seiner Handlungen allein zu tragen haben werde. Das Gerücht, die Mächte beabsichtigten Schritte zu thun, nm die Zurückziehung des Firmans zu erlangen, ist unbegründet. Die englische Regierung beschränkt sich aus wachsame Be­obachtung der Ereignisse aus Kreta.

Loudon, 6. Februar. Der Gasheizer-Strike ist beendet und zwar durch einen Vergleich, wonach die South Metropolitan Gas-Compagnie die achtstündige Arbeitszeit wieder einführt nnd die alten Arbeiter engagirt, wenn Vacanzen eintreten.

Stockholm, 6. Februar. Gestern legten 'n den Gränges- bergs-Eisengruben (Dalarne) 400500 Bergleute die Arbeit nieder. Da dieselben gegen Personen und Eigenthum gemalt sam vorgingen, mußte Militär requirirt werden.

Rom, 6. Februar. In Beantwortung der Inter pellationen betr. die häufigen Unruhen an Universi­täten, speciell in Neapel, wurde von Seiten der Negierung erklärt, daß das Vorgehen der akademischen Behörden in Neapel wie auch anderwärts, die nach Erschöpfung aller güt­lichen Mittel an die öffentliche Macht appellirten, vollkommen gerechtfertigt sei. Hoffentlich werde die Universität Neapel bald wieder eröffnet werden können, ohne daß man eine Er­neuerung der Unruhen zu befürchten habe. Andernfalls müßten Regierung und Parlament zu energischen Maßregeln greifen. Aus die Anfrage Jmbrianis bez. des amtlichen Verbots gegen die Gedenkfeier der römischen Re­publik 1849 antwortete Crispi, die Regierung glaube, daß es sich hierbei nicht um die Feier der historischen Thatsache handle, sondern darum, Ereignisse in Erinnerung zu bringen, welche Frankreich unangenehm berühren könnten. Italien befinde sich aber in ausgezeichneten Beziehungen zu Frank­reich und wolle dieselben erhalten.

Sofia, 6. Februar. DieAgence balcaniquc" meldet: Weinhändler Kalopkoff in Rustschuk, gewesener russischer Offizier, wurde gestern verhaftet; bei der Durchsuchung seiner Wohnung wurden compromittirende Papiere vorgefunden, welche beweisen, daß Kalopkoff mit dem Dragoman der russischen Gesandtschaft in Bukarest in Beziehungen stand. Kalopkoff unterhielt seit Langem einen ununterbrochenen in­timen Verkehr mit Panitza. Die Ruhe des Landes ist nicht gestört. Außer den bereits gemeldeten wurden keine weiteren Verhaftungen vorgenommen.

Boston, 6. Februar. Das hier eingetroffene Schiff Thanemore" nahm am 26. Januar den Capitän und sieben

repräsentire- bin der Stadtpfeifer und Rathsmusikus Kilian Zingst !"

Große Ehre, Herr!"

Und der Fremde faßte an den Hut. Dann schien ihm em Gedanke zu kommen und er meinte:

Dann hat der Herr Collega wohl eine geräumige Wohnung von stadtwegen, um können zu beherbergen einen reisenden Collegen?"

Herr Zingst musterte den anständig Aussehenden noch­mals, kraute sich dann hinter den großen Ohren und meinte:

Meine Eheliebste, Frau Livia, wird ja wohl nichts dagegen haben. Aber da fällt mir ein, Er kann ja sein Nachtquartier und Atzung abverdienen/ der Stradel aus Jppershausen, der lange Fiedler genannt, ist Plötzlich krank geworden, hat den Tick" er zeigte nach der Stirn wahrscheinlich von den vielen Persicos*), die er nimmt, da brauche ich morgen einen andern Mann!"

Den Fremden schien dieses sehr zu belustigen, er lachte laut auf und meinte :

Abvecdienen? Ja, ja !"

Topp, so komme Er nur mit herein!"

Sie traten in das Haus, auf dessen Flur eine hoch­gewachsene, nicht unschöne Frau mit kräftiger Stimme ihnen entgegenrief:

Nun, Kilian, wo steckst Du denn? Die Abendsuppe wird kalt und die Leute warten!"

Bin schon da, Livchen," schmeichelte er dagegen,habe aber einen Gast mitgebracht! 's ist einer von der Musik, Livchen, der morgen mitspielt!"

(Fortsetzung folgt.)

) Persico war ein in alter Zett belebter Fruchtschnaps.

I von der Mannschaft des SchiffesJosephine" auf, von New- I York nach Danzig unterwegs, welches sinkend verlassen worden war. Sechs von der Mannschaft sind ertrunken.

totale# rrnd provinzielle#.

Gießen, 7. Februar.

Stadtverordneten-Bersammlung vom 6. Februar. Im Anschluß an die im vorigen Jahre getroffenen Bestimmungen über die A r m e n p f l e g e und die Zusammensetzung der Armendcputation wurden der gestrigen Stadtverordueten- sitzung in Ergänzung der Bestimmungen über die Gesammt- Armenpflege in der Stadt Gießen die Satzungen, betr. die Ausübung der offenen Armenpflege, zur Berathung und Beschlußfassung vorgelegt. Die Anregung zu einer Aenderung der Bestimmungen der Armenpflege datirt aus dem Jahre 1881; sie wurde untcrm 17. Januar desselben Jahres durch Herrn Pfarrer Schlosser gegeben, der die Annahme des Elber­felder Systems empfahl, welches sich in der Hauptsache durch Eintheilung der Stadt in viele Armenpflegerbezirke und dem­gemäße Zuweisung nur sehr weniger Armen (34) an den einzelnen Pfleger, sowie auch dadurch kennzeichnet, daß den zu schaffenden Bezirksversammlungen der Armenpfleger eine seither nur der Armendeputation zustehende Befugniß zur Bewilligung von Unterstützungen eingeräumt werden soll. Wie aus dem letzten Verwaltungsbericht Großh. Bürger­meisterei ersichtlich, bezogen 289 Personen ständige, eine große Anzahl Personen zeitweilige Unterstützung, die lediglich ans Grund der in den 4 Armenbezirken der Stadt Gießen thätigen 8 Armenpfleger von der Armendeputation bewilligt wurde. Der von der Armendeputation zur Annahme em­pfohlene Entwurf neuer, die offene Armenpflege regelnder Satzungen weist, abweichend von der seitherigen Praxis, den zu ernennenden Armenpflegern ein bedeutend kleineres Arbeits­feld zu, legt ihnen aber für das Gebiet desselben erhöhte Verpflichtungen in Bezug auf Beobachtung aller die zu unter­stützenden Familien betreffenden Umstände, Veränderungen im Familienstande, in der Erwerbsfähigkeit u. s. w. auf. Der nach den neuen Satzungen zu ernennende Armenpfleger muß sich mit den Verhältnissen der wenigen ihm zngcwiesenen Unterstützungsbedürftigen so vertraut machen, daß er in den Bezirksversammlungen (die Stadt soll in 6 Bezirke eingekeilt werden) genaue Auskunft über alle bei Bewilligung von Unterstützungen in Berücksichtigung zu ziehenden Punkte zu geben vermag. Nicht voll einverstanden erklärt hat sich die Armen­deputation damit, daß den Bezirksversammlungen der Armen­pfleger die endgültige Entscheidung über die eintaufenden Gesuche übertragen werden solle, dieselben sollen vielmehr in collegialer Weise beschließen und für ihre Beschlüsse die Ge­nehmigung der Armendeputation Vorbehalten werden, ausge­nommen in besonders dringenden Fällen, in denen diese Genehmigung nachträglich einzuholen sein würde. Nach Vor­lage des auf Grund des Elberfelder Systems von Herrn Pfarrer Schlosser im Jahre 1882 ausgearbeiteten Entwurfs, für welchen auch die in Darmstadt, Offenbach und Worms in Kraft befindlichen Satzungen über die dortige Armenpflege in Berücksichtigung gezogen worden, fanden weitere Be- rathungen statt in den Jahren 1883 und 1884. Im Jahre 1884 hatte Herr Pfarrer Dr. Naumann sich gutächt- lich über den Entwurf neuer Satzungen dahin geäußert, daß an der bisher geübten Armenpflege nicht viel zu regeln, ein neuer Entwurf nicht nöthig sei. Heber die zwischen den beiden Herren Pfarrern angebahnte Verständigung, ohne welche eine Aenderung in der Armenpflege vorzunehmen nicht für gerathen erachtet worden, vergingen 3 Jahre, bis im Jahre 18»7 deren gemeinschaftliche Anträge der Stadt­verordneten - Versammlung unterbreitet werden konnten. Eine weitere Verhandlung im Schooße des Stadtvorstandes resp eine endgültige Entschließung kam in Folge von Um­ständen, unter die insbesondere die Krankheit des Herrn Oberbürgermeisters Bramm zu rechnen ist, nicht zu Stande. An den Berathungen des der gestrigen Versammlung vorge­legten Entwurfs der die Ausübung der offenen Armenpflege betreffenden Satzungen in der Armendeputation war Herr- Pfarrer Dr. Naumann theilzunehmen verhindert; feine hierzu schriftlich abgegebenen Erklärungen werden der Stadtver- ordneten-Verfammlunq vorgelegt. Herr Pfarrer Dr. Naumann wendet sich gegen jede Einschränkung der Befugnisse der Armeudeputation, durch die Bezirksversammlungen würde diese nicht, wie beabsichtigt, unterstützt, sondern durch die­selbe ersetzt, eine einheitliche Armenpflege nicht erreicht, solche vielmehr durch die in 6 Bezirksversammlungen zu Tage tretenden verschiedenen Practiken erschwert, der Armendeputation verbleibe nur ein schwaches Be­stätigungsrecht gegenüber den in den Bezirksversammlungen gefaßten Beschlüssen, die Aenderung in der Art der Armen­pflege entspreche auch keinem Bedürsnrß, höchstens liege ein Bedürsniß nach Vermehrung der Armenpfleger (vielleicht aus 20) vor, das Elberfelder System sei für Gießen, dessen Armenpflege noch durch die Armendeputation übersehen wer­den könne, ungeeignet, in Ausübung der Armenpflege sei auch noch der Allgemeine Verein für Armenpflege thätig, die An­nahme des Elberfelder Systems würde zu Zersplitterungen führen und unter den Unterstützungsbedürftigen Unkenntniß über die Stellen, an die sie sich zu wenden haben, verbreiten. Herr Pfarrer Dr. Naumann bittet am Schluffe seines um fangreichen Gutachtens dringend, die neuen Satzungen nebst den Dienstanweisungen für die Armenpfleger abzulehnen und das Armenwefen nach anderweitigen Grundsätzen, unter Auf­rechterhaltung der der Armendeputation seither zustehenden Befugnisse und allenfallsige Eintheilung der Stadt in 6 Be zirke zu ordnen. Herr Bürgermeister Gnanth berichtet hierauf über das Ergebniß der in Darmstadt, Offenbach und Worms über die Zweckmäßigkeit des in diesen Städten in der Armenpflege angewendeten Elberfelder Systems eingehol­ten Erkundigungen. Die Erfahrungen in Darmstadt mit der Neuordnung der Armenpflege haben befriedigt, ebenfalls in Worms, woselbst bis zu 20 °/e Ersparniß erzielt worden sei, nicht befriedigend äußert sich dagegen Herr Oberbürgermeister

Brink in Offenbach, der einem in Planen eingeführten System den Vorzug giebt. Der vorgeschrittenen Zeit wegen wird in bie Einzelbcrathung der Satzungen nicht mehr eingetreten, in ber Gefammtberathlmg, an welcher sich die Herren Georgi, Dr. Gutflei sch, Beigeordneter Langsdorfs, Bürgermeister Gnanth, Löber, Schwall, Hehligenstädt, Vogt, Scheel bethei- ligen, spricht sich die Versammlung im Allgemeinen zu Gun­sten der Anwendung des Elberselder Systems für die hiesige Armenpflege ans, hält cs aber auch theils für geboten, die Vorschläge des Herrn Dr. Naumann in Berücksichtigung zu ziehen- es wird, namentlich in Rücksicht auf diese Vorschläge, beschlossen, die Satzungen nochmals an die Armendeputation zurückzuverweisen, nachdem der Antrag des Herrn V o g t, eine besondere Commission mit der nochmaligen Berathung zu be­auftragen, von dem Antragsteller zurückgezogen worden. Die Einzelberathnng der Satzungen soll in nächster Sitzung statt- findeu. (Schluß folgt.)

Das preußische Cultusministerium hat den ordent­lichen Professor der Augenheilkunde Dr. Schmidt-Rimpler in Marburg beauftragt, das unter Leitung des Herrn Prof. Schiller stehende Gymnasium in Gießen auf feine hygieni­schen Einrichtungen und Anordnungen hin einzusehen. Die Veranlassung zu diesem Auftrage bildet die v. Hippel'sche Schrift über die Maßnahmen der Schule gegen Kurzsichtig feit, über deren Inhalt wir s. Z. kurz berichteten. Die rela­tiv ungemein günstigen Ergebnisse, die v. Hippels Unter­suchungen über die Augen der Gießener Gymnasiasten ergeben haben und die er vorzugsweise der besseren Fürsorge der Schulleitung zuschreibt, haben offenbar die Aufmerksamkeit der maßgebenden Kreise erregt.

Theater. Am Sonntag gelangt das liebliche March en- stückGoldhärchen" zur Aufführung. Frau Anni Reiners wird die Titelrolle spielen und uns darin gewiß wieder mit einer duftigen, poetischen Darstellung erfreuen. Komische Scenen nach dem Sinne der Kinder finden sich in großer Zahl »eben ernsten vor. Die Moral ist eine sehr löbliche, indem bas ganze Märchen ein Preislieb auf bie Kinbesliebe darstellt.

Grünberg, 6. Februar. Durch bie nicht hoch genug zu schätzenbe Unterstützung bes bei Großh. Ministerium bes Innern in landwirthschastlichen Angelegenheiten functionirenben Herrn Regiernngsraths Nover hat ber Vorsitzenbe der hiesigen Zuchtgenoffenschaft für Rindvieh Vogelsberger Raffe, Großh. Banrath Dr. Dies fenb ach dahier, durch vorstellige Bitte bei Großh. Ministerium des Innern, welches den Interessen der landwirthschastlichen Bevölkerung namentlich in ärmeren Bezirken in höchst anzuerkennender Weise Rechnung trägt, bas Resultat erzielt, baß ihm zum Zwecke der Hebung obiger, für den ärmeren Theil des Vogelsberges fo nützlichen Rind- viehrasse heute bereits die Summe von 350 Mk. baar zuge stellt worden ist. Die Lebensfähigkeit besagter hiesiger Zucht- genossenschast erscheint daraufhin, da auch die Mitglieder der- ' selben einen mäßigen Beitrag leisten können und werden, und die Stadt Grünberg bind) Naturalleistung eine unerkennens- werthe Unterstützung geben wird, als begründet. (Gr. A.)

Griinberg, 6. Februar. Der Bericht über die Neu­bildung eines un Anschluß an den Landesgewerbeverein zu gründenden Localgewerbevereins in Grünberg (s. Nr. 30 deS Gießener Anzeiger") bedarf insofern der Berichtigung, als der neu für denselben gewühlte Vorstand nicht bloS ans acht, sondern aus n e n n Mitgliedern besteht, unter welchen sich auch der mit großer Stimmenmehrheit gewählte frühere Vorstand des seitherigen Gewerbevereins dahier, Großh. Banrath Dr. Dieffenbach befindet, welcher nachgewiesen, daß er eben­falls diesen Anschluß an den Landesgewerbeverein nach Ab­gang des früheren Präsidenten des letzteren, Herrn Fink, an- geftrebt hatte. Ferner wird mitgetheilt, daß nicht Herr Georg Schmidt von Oueckborn, sondern Herr Ch-r. Hauth* von Reiu- hardshain in den Vorstand gewählt wurde.

Herr Gastwirth PH. Pfaff in Grünberg erklärt durch Inserat in Nr. 11 desGründ. Anzeiger"^ daß er feinen Saal jedem Redner, einerlei, welcher Partei er ange­hört, gegen eine Vergütung von 10 Mk. zur Verfügung stelle^

Am Sonntag den 9. Februar, Nachmittags 21/4 Uhr, wird Herr Sch lenke in einer allgemeinen Wählerversamm- lung im Saale des Rappen zu Grünberg sprechen.

Butzbach, 6. Februar. Die äußerst rührige und auch schon von den schönsten Erfolgen begleitete Mafchinenwerkstätte A. I. Tröster in Griedel erhielt behufs Erweiterung ihres Betriebes eine von der Firma Heyligenstaedt n. Comp. in Gießen erbaute Drehbank, die das stattliche Gewicht von 70 Gentnern bei einer Länge von 7 Metern hat. Auf zwei starken Wagen passirte gestern dieselbe unsere Stadt. Be­merkt sei, daß diese Drehbank eine der größten ist, ivelche genannte Firma bis jetzt verfertigt hat. Durch Aufstellung dieser Drehbank soll Herr A. I. Tröster in der Lage fein, auch den weitgehendsten Anforderungen auf dem Gebiete deS landwirthschastlichen Maschinenbaues eutspreche'.k zu können.

Alsfeld, 6. Februar. Wahlversammlungen der deutschfreisinuigeu Partei, in welchen der Candidat der Partei für die bevorstehende Reichstagswahl, Herr Dr. v. Kalkstein aus Berlin sich den Wählern vorstelleu wird, finden statt: Sonntag den 9. Februar 1890, Nachmittags 3 Uhr, in Homberg a. d. Ohm im Frankfurter Hof bei Herrn Gast- wirth Deeg- Sonntag den 9. Februar 1890, Abends 7 Uhr, in Kirtorf bei Herrn Gastwirth Stumps.

Laubach, 6. Februar. Außer den größeren Verwendungen in 1870/71 für Unterstützung der Soldaten im Felde, und ferner den bedeutenden Zuwendungen an wohlthätige An­stalten der Provinz und des Landes hat die Laubacher Sparkasse au die Gemeinden des Sparkassenbezirks in den Jahren von 18721889 einschließlich verwilligt- für EinartS- hausen 4531 Mk. 98 Pfg., für Freienfeen 8637 Mk. 48 Pfg., für Gonterskirchen 6078Mk. 73 Pfg., für Lardenbach 3759 Mk. 74 Pfg., für Solms-Ilsdorf 973 Mk. 96 Pfg., für Rupperts- hurg 7167 Mk, 49 Pfg., für Wetterfeld 6079 Mk. 92 Pfg.,