(Forts, folgt.)
Straße zu gelangen.
„Styx" und „Pluto" — wahre Prachtexemplare von Bernhardinern — die schmale Stiege herunter, die unmittelbar neben der Thoreinfahrt zum „Grauen Wolf" in die Hausflur einmündete, um uns durch einen tüchtigen Frühtrunk drüben im „Fuchsbau" für die gehabten Anstrengungen zu entschädigen. Nun hielt aber gerade vor der Thoreinfahrt ein Wagen, eine jener ungeheuer schwerfälligen und ungeheuer weitbauchigen Familienkutschen, wie sie zu jener Zeit wohl nicht nur bei den ländlichen Honoratioren der Umgebung von L. im Gebrauch waren. Vor diese Familienarche waren zwei Ackergäule gespannt, die vor Fett beinahe platzten, während oben auf dem Bock ein ebenfalls höchst wohlbeleibter, aber äußerst mürrisch aussehender Kutscher, den man für die Fahrt nach L. offenbar ganz eigens in seine wunderliche, altmodische Livree gesteckt hatte, thronte, und durch.ungeduldiges Peitschenknallen Franz,. den Hausknecht im „Grauen Wolf", herbeizucitiren suchte. Das Kutschenungethüm war von seinem Lenker mit einem wunderbar zu nennenden Ungeschick ganz dicht vor die Thoreinfahrt dirigirt worden, so daß wir uns dicht an der Wand hätten hindrücken müssen, um aus die
geschlossen werden kann, sobald die Erkrankungsziffer unter I zahlreich, daß diese Maßnahmen nothwendig geworden, dagegen den Schülern zu deren Ungunsten von dem allgemeinen Gange ist mit wenigen Ausnahmen fast das gesammte Lehrpersonal der Epidemie abweicht. Natürlich kann auch der Schluß des ' von dem Leiden befallen. Unter den Lehrern und Lehrerinnen Unterrichts durch einen im Verhältniß zur Gesammtzahl hohen I der Volksschulen sind nur vereinzelte Fälle von Erkrankungen Krankenbestand unter -Lehrern oder Schülern bedingt werden. \ ausgetreten, weshalb der Unterricht an diesen Schulen nicht
„Hessen-Darmstädter Zeitung" wurde von einer Gesellschaft das Ansinnen gestellt, zu ermitteln, wie viel Hessen- Darmstädter sich in den Vereinigten Staaten niedergelassen haben möchten. Die genannte Zeitung kommt nun diesem Wunsche nach und erhebt in allen Staaten die nöthigen Ermittelungen. Ein auf diese Angelegenheit sich beziehender größerer Artikel enthält die Worte: „Aus keinem anderen Theile von Deutschland kamen so viele gute Geschäftsleute, Handwerker und Arbeiter, als aus Hessen. Jede Branche ist vertreten- selbst der Gelehrtenstand weist tüchtige Namen auf. Aerzte gibt es in großer Anzahl und viele derselben erfreuen sich einer großen Praxis und eines vorzüglichen
Cocoles uttö provinzielles.
Gießen, 7. Januar.
— Der eben erschienene Verwaltungsbericht der Großh. Bürgermeisterei Gießen für das Jahr 1888/89 weist in seiner Einleitung auf die schmerzliche Erinnerung an die schweren Verluste hin, welche dieser Zeitraum dem Deutschen Reiche, dem Großherzogthum im Ganzen und unserer Stadt im Besonderen gebracht hat. Das deutsche Volk betrauerte in diesem Jahre den Hingang Kaiser Friedrichs, das Hessenvolk den unserem Herrscherhause angehörigen Prinzen Alexander von Hessen, die Einwohnerschaft Gießens ihren nach mehrjährigem Leiden am 17. April 1889 entschlafenen Oberbürgermeister Bramm. Was die Thätigkeit innerhalb der
Vermischtes.
* Darmstadt, 4. Januar. (Po st personalnach richte n.) Der Postassistent Löwer in Schlitz ist zum Postverwalter ernannt worden. Versetzt sind der Ober-Postassistent Wagner von Grünberg (Hessen) nach Mainz, der Postassistent Heß von Michelstadt nach Darmstadt. In den Ruhestand treten der Ober-Postsecretär Stammler in Offenbach (Main) und ber Postverwalter Schuchmann in Großbieberau.
* Darmstadt, 5. Januar. Der hessische Landes-Lehrerverein hat in dem verflossenen Jahrzehnt einen bedeutenden Fortschritt zu verzeichnen. Die Mitgliederzahl ist während desselben von 1400 auf 2400, das Vereinsorgan, „Der Schulbote für Hessen", ist von einer Auflage von 1500 zu einer solchen von 2600 Exemplaren gestiegen, das Vereinsvermögen von 1189 M. auf circa 9000 M. angewachsen. Zu den vorhandenen, in bester Blüthe stehenden Wohlthätig- keitsinstitu.'en trat noch der so segensreich wirkende „Verein provisorisch angestellter Lehrer zur gegenseitigen Unterstützung in Krankheitsfällen". Die Wittwenpensionen wurden erhöht und auch für die materielle Besserstellung der Lehrer, vornehmlich derer auf dem Lande, ist die Thätigkeit des Vereins (wie wir wohl von dem demnächst zusammentretenden Landtag hoffen dürfen) nicht ohne Erfolg geblieben.
* Darmstadt, 6. Januar. Auf Grund des erlassenen Ministerial-Ausschreibens in Betreff des befürchteten Weiterumsichgreifens der Influenza sind auch hier sämmtliche Schulen geschlossen worden. Wie nothwendig dies war, geht aus der Thatsache hervor, daß in vielen Klassen eine sehr beträchtliche Anzahl von Schülern an der Influenza erkrankt ist. So waren, wie die „N. Hess. Volksbl." mittheilen, bei i Beginn des Unterrichts am Freitag den 3. Januar in der Mädchen-Mittelschule ca. 180, am folgenden Tage bereits über 220 Schülerinnen erkrankt. Drei Lehrer und zwei Lehrerinnen waren ebenfalls von dieser Krankheit heimgesucht.
*□ Offenbach, 6. Januar. Hier herrscht ganz ungewöhnlich starker Nebel, welcher namentlich den Eisenbahn-
zuladcn, mit großer Majorität ab. Die nationalistischen I Mitglieder erklärten, ihrer Zustimmung zu diesem Anträge würde aller Wahrscheinlichkeit nach politische Bedeutung gegeben werden- sie würden sich damit unter die Auspizien einer Regierung stellen, die sie verabscheuten.
Lüttich, 6. Januar. In den Kohlengruben der Cocke- | rills-Gesellschaft Marihaye hat sich die Zahl der S t r i k e n d c n erheblich vermindert. In drei Kohlengruben des linken Maasufers wird theilweise gestrikt. Von den Arbeitgebern wird durchweg weitere Lohnerhöhung zugestanden und hofft man den Ausstand bald beendet zu sehen. Unordnungen haben nirgends stattgcfunden.
Pavia, 6. Januar. Der Po ist über seine Ufer getreten und hat den Damm bei Mezzanino zerstört, wodurch zehn Häuser eingestürzt sind. Auch die Ortschaft Busca ist bedroht.
Madrid, 6. Januar. Nach einem von der „Gaceta" veröffentlichten ärztlichen Bericht erfreute sich der König, welcher von feinem Unwohlsein noch immer nicht genesen ist, gestern wiederholt längerer Ruhe.
Belgrad, 5. Januar. Die Meldung des auf Seiten der Opposition stehenden Blattes „Srpska Nezawisnast", daß Serbien und Montenegro für den Fall eines wiederholten Angriffs von Arnauten auf das Kloster Detsch eine bewaffnete Intervention angedroht hätten, wird regierungsseitig als müßige Erfindung bezeichnet. Anläßlich des letzten Ueberfalles auf das Kloster sei lediglich eine Vorstellung und das Ersuchen an die Pforte gerichtet worden, dem Kloster entsprechenden Schutz zu gewähren. Die Annahme auswärtiger Blätter, welche das Journal „Srpska Nezawisnost" als ein Organ des Regenten Ristic hinstellten, entbehre der Begründung- Ristie stehe über den Parteien und es sei eine vollständige Willkürlichkeit, denselben mit einem Organ der Opposition in Verbindung zu bringen. — Die Influenza ist hier im Erlöschen, hat sich aber im Innern des Landes weiter ausgebreitet.
Zanzibar, 6. Januar. Nachdem am 25. Deeember der Angriff eines Streifcorps der deutschen Schutztruppe aus das befestigte Lager Bana Heris mit dem Verluste von fünf Todten und sechs Verwundeten zurückgeschlagen war, erstürmte und zerstörte Wißmann am 5. Januar die mit 1500 Mann besetzte Position Bana Heris- deutscherseits wurden zwei Weiße und zehn Eingeborene verwundet.
New-Hort, 6. Januar. Die Grippe nimmt hier noch zu, die Sterblichkeit ist eine ungewöhnlich große.
Washington, 6. Januar. Senator Frye bringt heute eine Vorlage, durch welche die Postverwaltung ermächtigt werden soll, Contraete abzuschließen behufs Transportes der Postsachen zwischen den Häsen der Union und auswärtigen Häfen durch Stahldampfer, welche in Amerika erbaut sind und Amerikanern gehören«
Berlin, 7. Januar. (Privatdepefche.) Seit heute Morgen 3 Uhr zeigen sich bei der Kaiserin Augusta, nachdem dieselbe die Nacht über, wenn auch mit Unterbrechungen, geschlafen, Behinderungen der Athmung durch Erschwerung der Expectoration. Die Kräfte der Kaiserin gehen in besorgniß- erregender Weise zurück.
Berlin, 7. Januar. (Privatdepesche.) Das Kaiserpaar und die badischen Herrschaften sind seit ö1/2 Uhr früh bei der Kaiserin Augusta. Das neueste Bulletin um 9 Uhr Vormittags meldet: Weitere Steigerung der Athembeschwerden und Kräfteabnahme.
* Deutlicher Wink. Minister: „Richtig, Sie sind der Herr Referendar, der mir bei der Parthie aus das Finsterahorn den Weg gezeigt hat. Es geht mir öfters so, daß ich die Leute zwar kenne, aber ich weiß nicht, was ich aus ihnen machen soll. — Referendar: „Einen Assessor, wenn ich bitten dürfte, Excellenz!"
städtischen Verwaltung betrifft, so sagt der Bericht, daß die Stadtverordneten - Versammlung in 35 Sitzungen über 814 Gegenstände verhandelt hat. Von den verschiedenen Deputationen beschäftigte sich die Baudeputation, die Commission für das Feuerlöschwesen und die Friedhofs-Commission in 32 Sitzungen mit 518 Gegenständen, die Finanz-Commission in 13 Sitzungen mit 31 Gegenständen, die Deputation für das Gas- und Wasserwerk in 20 Sitzungen mit 130 Gegenständen, die Schlachthaus-Commission in 7 Sitzungen mit 37 Gegenständen, die juristische Commission in 8 Sitzungen mit 26 Gegenständen, die Commission zur Prüfung der Gesuche um Erlaubnis zum Ausschank von Branntwein in । 4 Sitzungen mit 12 Gegenständen, die Schuleommission in I 4 Sitzungen mit 6 Gegenständen, die Deputation für das Einquartierungswesen in 3 Sitzungen mit 3 Gegenständen, die Commission für das Turnwesen in 3 Sitzungen mit 3 Gegenständen, die Landw. Commission in 3 Sitzungen mit 5 Gegenständen, die Commission für Festsetzung der Jahrmärkte in 2 Sitzungen mit 5 Gegenständen. Die Armen- I Deputation verhandelte in 25 Sitzungen über 551 Gegenstände, I der Schulvorstand in 6 Sitzungen über 31 Gegenstände, das I Kuratorium für die höhere und erweiterte Mädchenschule in I 6 Sitzungen über 9 Gegenstände. Das Geschäftsjournal für I die Eingänge bei der Bürgermeisterei, dem Standesamt und I der Armendeputation weist 8477 Nummern auf. Der nach einer an 2 Tagen monatlich angestellten Durchschnittsberech- nung ermittelte Personenverkehr im Kalenderjahre 1888 betrug I auf der Bürgermeisterei 18 600, auf dem Standesamt 5200, auf dem Bureau der Armen-Verwaltung 6400 Personen. I Bon 27 im Jahre 1888 anhängig gemachten Gewerbstreitig- I feiten wurden 8 durch förmliches Urtheil entschieden- in 17 Fällen kam ein Vergleich zu Stande und in 2 Fällen blieb die Sache auf Antrag der Kläger ruhen. In 100 Be- I leidigungssachen wurde Termin gemäß § 420 der Straf- proceßordnung anberaumt, es wurde hiervon in 20 Fällen eine Einigung erzielt, in 74 Fällen blieben diese Be- I mühungen erfolglos, in 6 Fällen wurde Beruhenlaffen der Sache beantragt.
-r. Die Zahl der Todesfälle in unserer Stadt ist in der vergangenen Woche im Vergleich zu den beiden vorhergehenden Monaten nur unwesentlich gestiegen. Der Deeember 1889 nimmt mit 42 Todesfällen und einer Sterblichkeitsziffer von 24,9 °/00 unter sämmtlichen Monaten des abgelaufenen Jahres die achte Stelle ein - ungünstigere Verhältnisse weisen auf: | September mit 43, März mit 45, Mai mit 49 und Juli । mit 52 Todesfällen. Im Durchschnitt starben im Deeember in der Woche 9 bis 10 Personen, darunter 2 bis 3 von auswärts nach Gießen gebrachte, während in der vergangenen Woche 11 Todesfälle vorkamen, von welchen 3 auf Auswärtige entfallen. Besonders hervorzuheben ist, daß kein Todesfall durch acute Erkrankung der Athmungsorganc bedingt wurde- ein Sterbefall wurde mit der herrschenden Influenza in Verbindung gebracht, alle übrigen stehen außer jedem Zusammenhang mir der Epidemie. Jedenfalls hält sich die Sterblichkeit in der vergangenen Woche durchaus in den Grenzen, welche durch die Jahreszeit gegeben sind- Grund zu besonderer Beunruhigung liegt nicht vor. Allerdings kann i nicht genug betont werden, daß Influenza-Kranke auch nach Ablauf der Krankheit sich schonen müssen und sich nicht den Schädlichkeiten ungünstiger Witterung aussetzen dürfen. Denn aus zurückgebliebenen Krankheitserscheinungen (z. B. Husten) können sich bei Vernachlässigung derselben leicht noch ernstere Nachkrankheiten entwickeln und außerdem schützt das einmalige Ueberstehen der Krankheit durchaus nicht vor einer abermaligen Erkrankung - leicht kann aber der zweite Anfall schlimmer werden, wie der erste, wenn nicht beachtete Folgen der ersten Attaaue zu ernsteren Complicationen führen.
— Die beiden hiesigen D. C. Burschenschaften Alemannia und Germania begehen im Verein mit dem Marburger D. C. die Feier des 18. Januar 1890, zugleich als Vorfeier des Geburtstages Sr. Majestät Kaiser Wilhelms II. und des 75jährigen Bestehens der deutschen Burschenschaft, durch einen Festeommers im Saalbau zu Marburg. Namens der Gießener „Alten Herren" haben unterzeichnet: Geheuner Hofrath Prof. Dr. Oncken (Franconia - Heidelberg) , Gymnasiallehrer Dr. Weiffenbach (Alemannia-Gießen), Polizeirath Fresenius (Germania-Gießen).
— lieber die für nächsten Donnerstag aus der Tagesordnung der Stadtverordneten-Versammlung stehende Verkaufsofferte betr. der Schüler'schen Besitzung wird in nichtöffentlicher Sitzung verhandelt werden.
— Anerkennung. An die in New-Uork erscheinende
— Zch warne, meiner Frau etwas zu borgen. Fast täglich findet man in den Zeitungen Inserate, in denen irgend ein unglücklicher Ehemann, der von seiner Frau verlassen ist, einen Jeden warnt, derselben etwas zu borgen, da er für nichts aufkomme. Nun, es mag ja Vorkommen, daß Mancher, der die Warnung gelesen har und die betreffende Ehefrau kennt, sich dadurch abhalten läßt, ihr etwas auf Credit zu geben. Rechtlich aber sind solche Privatbekanntmachungen selbst Demjenigen gegenüber, der sie nachweislich gelesen hat — insofern bedeutungslos, als sie die Haftung des Mannes für Schulden der Ehefrau, die sich auf den Haushalt beziehen, nicht beseitigen. Hat die Frau trotz der Warnung zu gewöhnlichen Haushaltungsgeschäften oder Noth- bürften Maaren ober Sachen auf Borg entnommen, so muß ber Mann begleichen Schuld als bie seinige anerkennen. Will er sich bagegen wirksam schützen, so muß er bie Hilfe bes zustänbigen Amtsgerichts in Anspruch nehmen, bas bann bie bezügliche öffentliche Bekanntmachung zur Verhütung künftiger Schulben bieser Art erläßt.
— Der Meister bes in vor. Nr. erwähnten Metzgerlehrlings theilt uns mit, daß er den Lehrling nicht nach W. geschickt, um ein Stück Vieh zu „holen", sondern um beim Transport eines solchen behilflich zu sein. Ohne zuzugeben, daß die Art des dem Lehrling erthellten Auftrags von Einfluß auf den vermutheten Unglücksfall gewesen ist, geben wir dieser „Berichtigung" hiermit Raum.
Aus Oberheffeu, 5. Januar. Ernannt wurde: am 28. Deeember der Kreisarzt des Kreisgesundheitsamts Lauterbach Dr. Ludwig Matthias zum Kreisarzt des Kreisgesundheitsamts Bingen, der Kreisassistenzarzt Dr. Theodor Ziesing in Gedern zum Kreisarzt des Kreisgesundheitsamts Lauterbach, sowie der vractische Arzt Dr. Hermann Stigell aus Mainz zum Kreisassistenzarzt des Kreisgesundheitsamts Schotten mit dem Amtssitze zu Gedern.
Grünberg, 5. Januar. Im Jahre 1889 wurden in der Pfarrei Grünberg 51 Kinder geboren, 15 Paare getraut, 62 Personen beerdigt. Konfirmirt wurden 70 Kinder, zum heiligen Abendmahl gingen 1336 Personen., Die Summe der in Grünberg eingegangenen Eollecte belief sich auf insgesammt 413 Mk., ausschließlich der in den eingepfarrten Gemeinden Srangenrod und Lehnheim eingegangenen Eolleeten.
Friedberg. Hier und in der ganzen Umgegend hat die I Grippe nun auch ihren Einzug gehalten und kommen die Erkrankungen massenhaft vor. In den hiesigen Apotheken werden die Antipyrinpulver 500weise angefertigt. In der Stadt selbst sollen 600 Erkrankungen vorgekommen sein.
Ans der Umgegend von Büdingen meldet der „Büd. Allg. Anz.": „Die Influenza greift auch bei uns immer weiter um sich. In allen Kreisen, Ständen und Lebensaltern finden Erkrankungen statt und Arzt und Apotheken haben alle Hände voll zu thun. Das Beste ist, daß das Hebel meistens gut- I artig verläuft."
Ulrichstein, 5. Januar. Bei der hiesigen Spar- und I Leihkaffe werden vom 1. Januar d. I. ab, alle Einlagen mit 372%/ alle Ausleihungen mit 4l/2% verzinst.
betrieb sehr stört. So ist auch der heute Nachmittag 4 Uhr
u - । 5 Min. hier ankommende Schnellzug bei der Station Klein-
Steinheim auf einen Kohlenwagen gestoßen - größeres Unheil, — Daß das Gymnasium den Unterricht zunächst wieder namentlich Beschädigung von Menschen ist dabei glücklicherausgenommen hat, geschah nach gewissenhaftester Abwägung I weife jedoch nicht zu beklagen.
aller in Betracht kommenden Momente, wie sie der äugen- I *△ Mainz, 6. Januar. Heute wurden hier infolge der blickliche Stand der Epidemie, die ihren Höhepunkt wohl be- Influenza das Gymnasium, das Realgymnasium und die reits erreicht hat, an die Hand gibt. Täglich wird daselbst I höhere Töchterschule geschlossen. Die Erkrankungen unter den die Zahl der Neuerkrankungen notirt, damit die Anstalt sofort I Schülern und Schülerinnen sind glücklicherweise nicht so


