gewesen. In die Fischerei hätten sich die Franzosen in keiner Weise eingemischt. — Es wurde daraus die Canaltunnelbill mit 234 gegen 153 Stimmen abgelehnt. Die Regierung hatte dieselbe bekämpft, Gladstone sie unterstützt.
Brüssel, 5. Juni. Als der König zum Schlosse Laeken fuhr, um den Herzog von Orleans zu empfangen,, stürzt en die Pferde vor dem Wagen, der König stieg aus, ohne Schaden genommen' zu haben, und begab sich zu Fuß nach dem Palais. Der Herzog von Orleans brachte den ganzen Tag bei der Königsfamilie £u.
Petersburg, 5. Juni. Das „Jour, de St. Petersbourg" drückt Genugthuung über die „gesunde und vernünftige" Strömung der öffentlichen Meinung in Frankreich aus, welche sich anläßlich der Verhaftung von Nihilisten in Paris kundgegeben habe.
Washington, 5. Juni. Der republikanische Caucus des Repräsentantenhauses nahm einen Entwurf Mc. Kinleys an Stelle der von dem republikanischen Caucus beider Häuser vereinbarten Silbervorlage an. Die Mc. Kinley'sche Vorlage stimmt in den Hauptpunkten mit der Caucus-Bill überein, ausgenommen darin, daß ein monatlicher Ankauf von Silber im Werthe von 4T/2 Millionen Dollars angeordnet wird. Die hierfür ausgegebenen Certificate* sollen als volles gesetzliches Zahlungsmittel, gelten und in Münze oder Bullion einlösbar sein,- ferner darf Silberbullion ausgeprägt werden, um dem Bedarfs für die Einlösung der Certificate zu genügen. Die Vorlage bestimmt ferner, daß sobald Gold und Silber pari erreichen, freie Silberausprägung statt- sindet soll.
CocaUs rrird ^provinzielles.
Gießen, 6. Juni.
h. Die Vorbereitungen für das 18. Lahnthal-Sängerfest, welches am 28., 29. und 30. Juni dahier abgehalten werden soll, nehmen ihren Fortgang. An der Sängerbühne wird fleißig gearbeitet, und die einzelnen Festausschüsse sind in voller Thätigkeit, um die Gäste in würdiger Weise empfangen zu können und für alle Besucher das Fest so angenehm als möglich zu gestalten. Das Programm wird reichhaltig sein und alle Freunde des Männergesanges werden hohen Genuß finden. Gegen 500 Sänger sind bereits angemeldet. Die Gesangsproben haben begonnen und der Dirigent der Ge- sammtchöre, Herr Musiklehrer Bauer, wird zur Herstellung der nöthigen Einheit und Uebereinstimmung den auswärtigen Vereinen demnächst Besuche abstatten. Möge der gütige Himmel das zum Gelingen nöthige Festwetter bescheeren!
— Das Goltzsch'sche Welttheater ist hier eingetroffen und eröffnet Samstag Abend im Saale des Cafe Leib seine Vorstellungen. Ueber diese ebenso interessante wie lehrreiche Schaustellung schreiben die Düsseldorfer Neuesten Nachrichten: Das Welttheater des Herrn Goltzsch, welches zur Zeit im unteren Saale des Kaufhauses seine Vorstellungen giebt, hat unsere Erwartungen bei Weitem übertroffen. Man fühlt sich in Wirklichkeit in die malerischen Gefilde versetzt, welche an dem Auge vorüberziehen. Die Reise geht durch die sächsische Schweiz, vorbei an den hohen Bergen, Kuppeln, Wasserfällen, an den vegetationsreichen Niederungen, Thälern rc. Von Dresden geht es über Böhmen, Oesterreich, Ungarn, vorbei an den wundervollen Landschaften, die sich durch üppigen Reichthum ganz besonders auszeichnen, vorüber zieht die Stadt Wien, der Lieblingsausenthalt und die von jedem Oesterreicher verehrte an Denkmälern reiche Stadt mit dem Stephansdom. Von Wien nach Salzburg, Berge und Thäler wechseln ab und dann geht es nach dem romantisch gelegenen Berchtesgaden, nach König-See und von hier nach Tyrol mit seinen steilen Klüften, Gletschern, Bergabhängen rc. rc. Wir haben mit einer wahren Herzenslust 2 volle Stunden dem naturgetreuen Schauspiel zugesehen und gestehen, daß es ein seltenes Amüsement ist, die großartigen Partien dieses Cycloramas oder auch Wandel-Dioramas in Augenschein zu nehmen. Das Riesengemälde ist 10 Fuß hoch und 1000 Fuß lang. Die erläuternden Erklärungen sind durchaus willkommen und ganz geeignet, Jedermann in sachlicher, leicht faßlicher und verständlicher Weise zu belehren. Der Besuch dieser Vorstellungen dürfte sonach sehr zu empfehlen sein.
Friedberg, 5. Juni. An der Großherzo glich en Tafel nahmen gestern Geheimer Kirchenrath D. Diegel, der evangelische Decan Meyer,. der katholische Pfarrer Thöbes, Oberamtsrichter Sellheim, Amtmann Dr. Wallau und Forstmeister Schnittspahn Theil.
Gestern Abend fuhren Se. Königl. Hoheit der Großherzog mit den Prinzessinnen-Töchtern im Wagen nach Nauheim, um in dem dortigen bengalisch beleuchteten Parke zu promeniren.
Se. Königl. Hoheit der Großherzog empfingen heute in Audienz den Oberkammerherrn Frhrn. v. Schenk, den Amtsrichter Bötticher, den Hauptmann a. D. Bornemann, Director des Landeszuchthauses Marienschloß, den Pfarrer Draudt, den Landtagsabgeordneten Weith von Nieder-Wöll- stadt, den Bürgermeister Lahm von Bingenheim.
(D Aus dem Kreise Friedberg, 5. Juni. Ein absonderlicher Vogelnistplatz. Zu diesem von Herrn Curschmann angeregten Thema liefert ein Augenzeuge folgenden Beitrag: Wir besitzen eine Geräthe- und Rumpelkammer, an deren Fenster eine Scheibe herausgesallen war. Durch die Oeffnung fand ein Rothschwanzpaar Eintritt. An der einen Wand der Kammer zieht in einer Höhe von etwa 6—7 Fuß ein Balken. Aus diesem lag eine alte Fastnachtsmaske mit monströser, gebogener Nase. Kinn und Lippen der Maske waren nach innen gedrückt und bildeten eine kleine, muldenförmige Vertiefung, in welche die Rothschwänzchen ihr Nest bauten. Vier- blinde Junge lagen darin, als das Nest zufällig entdeckt wurde, was allgemeine Theilnahme erregte. Bald daraus trat "naßkaltes Regenwetter ein, welches Acht Tage anhielt. Dadurch wurde die Ernährung der kleinen hungrigen Fresser erschwert. Wir brachten Semmeln in Milch geweicht, Fleischbröckchen u. dgl. m. in hie Kammer und siehe da, die Roth- schwänze besannen sich nicht lange, sie griffen zu, ließen es sich selbst schmecken und fütterten auch die Jungen mit den guten Bissen. Nach einigen Tagen waren die Thierchen so an unfern Besuch gewöhnt, daß sie sich nicht im Geringsten in ihrem Geschäfte stören ließen. Einen ungemein spaßhaften Anblick aber gewährte es, wenn eins der Alten mit Futter im Schnabel auf der riesigen Nase der Maske saß und seine wippenden, knixenden Bewegungen ausführte, während die Jungen die Schnäbel aufrissen und nach Futter schrien. Es war uns Allen leid, als die Thierchen schließlich flügge wurden und davon flogen, die Kammer war wie verödet.
40 Stockheim, 5. Juni. Eine drollige geometrische Definition, die hier gegeben wurde, dürfte auch die Leser dieser Zeitung interessiren. Zum richtigen Verständniß der Definition wird bemerkt, daß an der hiesigen Zuckerfabrik mehrere Aufsichtsbeamte verwendet sind- einer der Herren führt den Namen Kreis. — Nun unterrichtete der Herr Lehrer in der Geometrie- es wurden verschiedene Figuren gezeichnet und beschrieben. Um zu sehen, ob das Vorgeträgene auch verstanden und behalten wurde, fragte der Herr Lehrer u. A.: „Also was ist ein Kreis?" — „Ein Kreis ist ein Steueraufseher", war die prompte Antwort des kleinen £., der für seine scharfsinnige Definition selbstver- stündlich mit allgemeiner, wohlverdienter Heiterkeit belohnt wurde.
/X Aus dem Ohmthal, 5. Juni. Wie mehrfach gemeldet, haben die kalten Nächte der verflossenen Tage empfindsamen Schaden angerichtet, der sich am Bedeutendsten bei dem in der Blüthe befindlichen Korn erweisen dürfte. Wenn auch die Kartoffeln erheblich durch den Frost gelitten, so ist bei denselben doch wieder ein neues Ausschlagen zu erwarten. Glücklicherweise hat Falb mit seiner Prophezeihung nicht ganz recht behalten - denn hiernach hätten die kalten Tage bis zum 15. d. M. gedauert, seit vorgestern ist jedoch die Temperatur wieder in ihr altes Stadium getreten und wir haben wieder sehr warme Tage, die heute mehrfach Gewitter brachten, ohne aber von ausgiebigem Regen begleitet zu sein, welcher dem Landmann sehr erwünscht wäre.
n. Trais-Horloff, 5. Juni. Das Bergmannssest der hiesigen Braunkohlen-Grube und Brikettfabrik „Friedrich" kann eingetretener Hindernisse wegen am 8. Juni nicht stattfinden - ein späterer Festtag wird noch bestimmt.
-r. Herbstein, 4. Juni. Ein Schmetterlingssammler hatte heute das Vergnügen, in hiesiger Gemarkung einen s. g.
Herren, werden Sie mich stets aus meinem Posten finden. Ich nehme die Wiederwahl dankend an."
„Ich begrüße Herrn Unverzagt freudig von Neuem im Vorstande," fuhr Herr Menzel fort. — „Meine Herren! Unsere Tagesordnung ist erschöpft. Wünscht Jemand noch das Wort in einer Vereinsangelegenheit? Es ist nicht der Fall. Es erübrigt also nur noch, daß der Herr Schrist- ftrhrer das Protocoll erledigt und nebst sämmtlichen anwesenden Vorstandsmitgliedern zwei nicht dem Vorstande angehörige Mitglieder dasselbe unterschreiben."
Beides geschieht- es ist 93/4 Uhr geworden.
„Meine Herren!" spricht noch einmal Herr Menzel, „ich kann die Versammlung nicht schließen, ohne dem Wunsche Ausdruck zu geben, daß das neu beginnende dritte Jahrzehnt des Gemeinnützigen Vereins ihm selbst und unserer lieben Vaterstadt ein recht segensreiches sein werde. — Ich schließe die Generalversammlung und danke den Herren für ihr Erscheinen."
Als die Theilnehmer an dieser denkwürdigen Sitzung um 111/2 Uhr die nun folgende gemüthliche Nachsitzung aufhoben, wußte Herr Faßloch befriedigt, daß 34 Glas seines Bräues weniger auf der Welt seien.
Anderen Tages war im „Schenkhauser Courier" folgender der Feder des Chefredacteurs Unverzagt entstammender Bericht zu lesen:
„Gestern Abend fand im Saale des „Goldenen Adlers" die 20. Generalversammlung des Gemeinnützigen Vereins statt. Dieselbe schloß zwei Jahrzehnte des segensreichens
Wirkens dieses Vereins ab. Was derselbe im Laufe von 20 Jahren unserer Stadt gewesen, was er für das Gemeinwohl geleistet hat, es steht in den Blättern der Stadtgeschichte geschrieben - Jedermann weiß es und keiner Wiederholung bedarf es an dieser Stelle. Von einer besonderen Feier des 20jährigen Bestehens hatte die Vereinsleitung Abstand genommen, offenbar in der Absicht, dem Verein auch die allergeringsten, nicht unmittelbar dem Vereinszwecke dienenden Ausgaben zu ersparen. — Ueber die gestrige Generalversammlung ist zu berichten, daß dieselbe in erfreulicher Weise völlig ausreichend besucht war. Der von dem hochverdienten, langjährigen Vorsitzenden, Herrn Rentner Menzel, vorgetragene Geschäftsbericht fand allseitige Genehmigung, desgleichen die von Herrn Apotheker Büchsel mit peinlicher Genauigkeit geführte Kassenrechnung. — Bei der Neuwahl des Vorstandes wurden sämmtliche bisherige Mitglieder wiedergewählt. — Wir können bei dieser Gelegenheit erwähnen, daß auf Betreiben des Vereins hin demnächst mit der Asphaltirung des Bürgersteigs am Marktplatz begonnen werden wird."
* Herr Commercienrath L. — so erzählt man — tritt unerwartet ins Comptoir. Ein Commis hat es sich auf dem geheiligten Stuhle des Principats bequem gemacht. „Herr," fährt der Commercienrath den Vermessenen an, „was fällt Ihnen ein! Spielen sich hier wohl als Principal auf von meinem Geschäft! Dumm genug sind Sie dazu!"
Apollo (D. Mnemooyne’s) zu fangen. Während seiner beinahe dreijährigen Anwesenheit in Herbstein hatte er noch keine Gelegenheit gehabt, Wahrnehmungen bezüglich solcher Exemplare zu machen und ist wohl gewiß, daß dieser Schmetterling dahier zu den großen Seltenheiten gehört.
8. Herbstein, 4. Juni. Eine Dienstmagd, welche ihrer Herrschaft nach und nach mehrere Gegenstände, Wein, Branntwein, Wurst rc. entwendete, wurde wegen dieser Vergehen in Haft genommen.
□ Aus der Wetterau, 5. Juni. Das Stahlroß im Dienste der Kirche, der Verwaltung und der Medicin. Eine kleine Geschäftsreise brachte mich binnen zweimal vierundzwanzig Stunden vom Odenwalde durch die Wetterau in den Vogelsberg. Im Odenwalde wurde das Fahrrad von einem Arzte mit Erfolg auf seiner Landpraxis angewandt- in der Wetterau verwendet es ein Verwaltungsbeamter mit gleichem Erfolge und in Niedermoos geschieht dasselbe von einem Pfarrer, der eine filialenreiche Pfarrei besitzt. Vor wenigen Jahren noch galt das Velocipedfahren für eine Liebhaberei. Jetzt hat es bei Kaufleuten, Postbeamten, Medicinern, Verwaltungsbeamten und Geistlichen bereits Eingang gefunden. Die Nebenbahnverhandlungen in unserer Zweiten Kammer veranlaßten zu der Bemerkung: Jedes Dors müsse nächstens seine Bahn haben. Sobald die Electricität billiger und transportabler wird, ist auch der Unterhäuser im Stande, per Stahlrad nach den großen Städten zu fahren. — Napoleon I., der unbestritten ein scharfsinniger Kopf war, meinte: Das Fahren mit Dampfschiffen oder Dampfwagen würde wohl für alle Zeiten nichts weiter als eine Schrulle von spleenigen Engländern bleiben. Was würde er jetzt sagen, wenn er einmal per Blitzzug durch Europa fahren könnte! Und doch sind seit seinem Tode kaum 70 Jahre verflossen.
Vermischtes.
* Darmstadt, 2. Juni. Postpersonalnachrichten. Der Postanwärter Enenkel in Mainz ist als Postassistent angestellt worden. Versetzt sind der Postsecretär D ö r k von Offenbach (Main) nach Homberg (Bez. Cassel) behufs Ueber- nahme der Vorsteherstelle des Postamts daselbst, der Ober- Postassistent Henrich von Worms nach Michelstadt, der Postassistent Herbert von Berlin nach Darmstadt.
*△ Mainz, 4. Juni. Heute Nachmittag fand hier eine aus allen Theilen des Großherzogthums sehr zahlreich besuchte Versammlung der hessischen Gastwirt he statt, die von dem Landesverband der Wirthe zu dem Zwecke einberusen worden, um gegen das hessische Weinsteuergesetz Stellung zu nehmen. In der Versammlung sprach man sich allgemein mit Entschiedenheit gegen das das Wirthsgewerbe doppelt belastende Gesetz aus und verlangte die vollständige Abschaffung. Einstimmig nahm die Versammlung eine Resolution an, worin sie an alle Berufsgenossen die Aufforderung richtet, mit allen Kräften für die Beseitigung des Gesetzes einzutreten und insbesondere bei den bevorstehenden Landtagswahlen dahin zu wirken, daß nur Abgeordnete gewählt würden, welche die bündige Zusage machten, gegen das Gesetz in der Kammer aufzutreten. Es wurden weiter für das ganze Land Local- comites gebildet, die die Agitation in diesem Sinne in ihren Kreisen betreiben sollen.
*T. H. Frankfurt a. M., 4. Juni. Die Nennungen für die Trab- und Hinderniß rennen in Frankfurt a. M. am nächsten Sonntag und Montag sind befriedigend ausgefallen, es sind 10 Hinderniß- und 14 Traber-Pferde gemeldet, welche in den verschiedenen Rennen concurriren werden. Zu einem sehr interessanten Rennen wird sich am Sonntag der Preis von Niederrad gestalten, in welchem die amerikanische Stute Rosemont, welche von dem verstorbenen Herrn Max Livingstone kurz vor seinem Tode für den Preis von 24,000 Mk. importirt wurde, gegen Blue Belle starten wird, welche ihr über die Distanz von 3000 Meter 100 Meter vorzugeben hat. Rosemont ist in den Besitz des bekannten pfälzischen Sportsman Freiherrn M. von Gienauth übergegangen, welcher die Stute auf der Rennbahn ausnützt, da sie in Amerika einen Record von 2. 23 J/2 erzielte und heute als sehr schnelles Pferd gilt.
*+ Kassel, 6. Juni. Der diesjährige Bezirkstag des Bezirks Vereins des Deutschen Fleischerverbandes für Kurhessen, das Großherzogthum Hessen und das ehemalige Her zogt hum Nassau findet hier in Kassel vom 9.—11. Juni statt. Auf der reichhaltigen Tagesordnung stehen außer Jahresbericht rc. Aenderung der Statuten - Anträge der Innungen Hanau und Gießen- Verbandsbücher, Zeugnisse- Allgemeine gewerkliche Angelegenheiten- Genossenschastsschlächtereien- Einführung amerikanischen Speckes und Schmalzes- Krankenkassenwesen, Versicherung- Vorstandswahl rc. — Auch ein sehr reichhaltiges Vergnügungsprogramm ist aufgestellt. So Festessen, Abendunterhaltung rc. Der Mittwoch ist ganz der Wilhelms- höhe gewidmet, wo anläßlich der großen Zahl Festtheilnehmer die Wasserkünste vollzählig angelassen werden. Extrazüge befördern die Theilnehmer nach dort.
Verkehr, £anO» rrird Votksrvirthschnft.
+ Saffel, 3. Juni. Allgemeine Ermäßigung der Ausnahmetrachtsätze für Kohlen und Brennstoffe. Die hiesige Handelskammer hat sich in ihrer jüngsten, nicht öffentlich stattgehabten Sitzung in eingehender Weise mit^ der Frage der allgemeinen Preisermäßigung der Ausnahmefrachtsätze für Kohlen und Brennstoffe beschäftigt. Es geschah dieses im Anschluß an das Vorgehen der Handelskammern zu Hanau und Offenbach, welche eine diesbezügliche Eingabe an den Eisenbahnmintster richten wollen. Es wird empfohlen, unter Aufrechterhaltung der bestehenden älteren billigeren Ausnahmetartfe, den bestehenden Etnheitsstreckenfatz von 2,2 H für den Tonnenkilometer für alle Entfernungen gleichmäßig, und eine Abfertigungsgebühr von 6 $ für 100 Kg. bei Entfernungen bis zu 100 Km., und 3 H für wettere Entfernungen etnzuführen. Die Kammern legen auf diese Sätze mehr Werth als auf einen stufenweise fallenden Frachtsatz bet Entfernungen von mehr als 350 Km. und glaubm, daß eine solche bescheidene Frachtermäßigung die Conjuncturen des Kohlenmarktes weder hemmen noch befördern tonnen, um so mehr, als ein größerer Thell der alleren Kohlen-


