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von Baden seine Aufwartung machen. Der Besuch bei dem Prinzregenten von Bayern erfolgt erst bei dessen Wieder­rückkehr nach München.

Berlin, 2. October. Der Bundesrath überwies heute die ihm zugegangene Novelle zum Krankenversiche­rungsgesetz in die zuständigen Ausschüsse zur Vor- berathung.

Berlin, 2. October. Zu D e l e g i r t e n für den Hallenser socialdemokratischen Parteitag wurden in den Reichstagswahlkreisen gewählt: I. Schuhmacher Metzner, Schneider Täterow, Conditor Mohrbach. II. Buchbinder Janiszewski, Cigarrenhändlcr Wilschke, Stadtverordneter Klein. III. Sattler Barth, Tischler Fritz, Gastwirth Gründel. IV. Tischler Franz Berndt, Clavierarbeiter Robert Schmidt, Schneider Adolf Scholtz, Schuhmacher Petersen. V. Kauf­mann Albert Auerbach, Schlosser Fritz Berndt, Mechaniker Reinhold Jacubick. VI. Maurer Wernau, Schriftsetzer Ernst, Maurer Schwabe, Metallarbeiter Gießhoit.

Hirschberg, 2. October. Auf dem Riesengebirge ist Schneefall eingetreten.

Guben, 2. October. In dem Prozesse gegen die Ge­brüder Wolff und Genossen wegen Betrugs, resp. ver­suchten Betruges, beantragte der Staatsanwalt gegen Sigis­mund Wolff als Gesammtstrafe achtjähriges Gesängniß, sünsjährigen Ehrverlust und 38,000 Mk. Geldbuße- gegen Louis Wolff fünfjähriges Gesängniß, fünfjährigen Ehrverlust und 23,000 Mk. Geldbuße- gegen Hoffmann 3^/z Jahre Gesängniß, dreijährigen Ehrverlust und 2000 Mk. Geldbuße.

Bremen, 2. October. Die Rettungsstation Friedrichs- schleuse telegraphirt: Am 2. October von dem auf hiesiger Rhede gestrandeten SchiffeEinigkeit", Capitän Haak, 3 Personen durch das Rettungsboot der Station gerettet.

Helgoland, 2. October. Seit des Nachts herrscht hier schwerer Sturm, die See geht sehr hoch. Der dänische SchoonerNeptunus" ist auf der Sanddüne bei Helgoland gestrandet, die Mannschaft wurde gerettet. Der Dampfer Freia" und der PostdampferCuxhaven" ankern auf der hiesigen Rhede. Seit vorgestern ist keine Post eingetroffen. Es sind noch etwa 150 Badegäste anwesend.

Bern, 2. October. Der Nationalrath hat nach viertägiger Debatte mit 97 gegen 35 St. die Maßnahmen des Bundesrathes zur Wiederherstellung der Ordnung im Canton Tessin gutgeheißen und die Ermächtigung zur Er­greifung allfälliger weiterer Maßregeln ertheilt. Der Ständerath hat einen Antrag angenommen, wonach der Bundesrath die Grundsätze aufstellen soll, nach welchen zu­künftig die Bewilligung von Concessionen für Bergbahnen erfolgen soll.

Bern, 2. October. Der Bundesrath nahm den Antrag an, wonach er die Grundsätze ausstellen soll, nach denen zu­künftig die Bewilligung von Concessionen für Berg­bahnen erfolgen soll.

Wien, 2. October. Se. Majestät der Kaiser Wilhelm hat dem Bürgermeister I)r. Prix den Kronenorden 2. Klasse verliehen und dem Guardian des Kapuziner-Klosters 300 Fl. für die Armen überreicht.

Wien, 2. October. Der Prinz von Wales trifft hier am Sonntag ein und reift alsbald zum Besuche des Grafen Tassilo Feftetic nach Keszthely weiter.

Mürzsteg, 2. October. Das Wetter hat sich im Laufe des Nachmittags plötzlich zu Ungunsten der Kaiserjagden verändert. Es ist Regen und kalter Nordwestwind eiugetreten. Das Thermometer fiel rapid auf 10 Gr. Wärme. Die Schneealpe steckt in dichtem Nebel. In Folge dessen ist die Abreise der beiden Kaiser auf Sonntag Mittag festgesetzt mit der Route über Bruck und Leoben nach Radmer.

Paris, 2. October. Nach Nachrichten aus Aden ist dort der Ausbruch der Cholera amtlich constatirt worden.

Rom, 2. October. Der Papst empfing heute den von seiner Urlaubsreise zurückgekehrten preußischen Gesandten v. Schlözer in Audienz.

Bundesgenossen nicht im Stich. Herr Schmalmann, wann also ist der Hochzeitsmarsch fertig ?"

Herr Schmalmann sah zuerst auf Traudchen hin, die sofort die hübschen Augen verschämt niederschlug, dann auf Herrn Sander, der wie auf Commando zum Fenster hinaussah.

Gnädige Frau," sagte er ausweichend,ich weiß noch nicht einmal, ob er in dur oder moll gesetzt werden muß."

In moll, selbstverständlich in moll. Alle Hochzeits- märsche werden in moll gesetzt. Wann also wird er fertig, Herr Schmalmann?" fuhr Frau Claasen nach einer kleinen Pause etwas [eifer und ernster fort,fürchten Sie sich noch immer vor der eisigen Einsamkeit des Alters? Haben Sie noch immer kein Vertrauen in das menschliche Herz? Spiegelt Ihnen die Hoffnung noch immer nicht freundliche Gestalten in die Zukunft?"

Statt aller Antwort nahm Herr Schmalmann die Hand Reinholds und sagte leise und innig zu ihm:

Gut, Reinhold, diesen Sommer wird der Marsch be­stimmt fertig. Gut, nimm sie, mache sie auch glücklich, ich weiß, Du kannst es und wirst es."

Traudchen und Reinhold fielen sich in großer Aufregung in die Arme und auch die Uebrigen zeigten sich sehr gerührt und gaben sich die Hände. Verdutzt stand die kleine Lisbeth dabei und sah zu.

Hurrah! Der Mann ohne Kopf soll leben!" schrie sie plötzlich laut.

Aber Lisbeth!" mahnte ihre Mama.

Die fuhr jedoch unbekümmert darum fort zu rufen:

Vivat hoch, vivat hoch!"

* Zeitgemäß. Der zehnjährige Paul in der Kinderstube zu seinen Geschwistern:Brüder! Schwestern! Wir wollen uns nicht mehr vom Papa prügeln lassen. Striken wir!"

Sidney, 2. October. Der Arbeitercongreß hat be­schlossen, daß alle am 24. September zum Strike aufgefor­derten Schaffcheerer und andere Wollarbeiter die Arbeit f o - fort wieder aufnehmen sollen.

Generalversammlung des Vereins für Sacialpolitik.

VI.

= Frankfurt a. M., 27. September.

Generalsecretär Dr.Rentzsch-Berlin wendet sich gegen Stötzels Aeußerung, daß eine große Verbitterung in Arbeiter­kreisen herrsche. In Deutschland seien die Arbeiterverhältnisse im Allgemeinen so günstig wie in anderen Staaten. Die Gleichstellung, wie Professor Brentano sie wünsche, sei nicht durchführbar. Er ist gegen die drei Sätze Brentanos zur Gewerbenovelle und wünscht Alles der freien Entwicklung überlassen zu sehen.

Chefredacteur Lensing-Dortmund vertheidigt die Schrift Dr. Oldenbergs gegen Dr. Baeumers Angriffe. Die Sach­lage sei in dem Buche durchweg richtig geschildert und nur kleine Jrrthümer unterlaufen. Er müsse sich für die Orga­nisation aussprechen, denn er habe practisch erfahren, wie ungünstig es sei, wenn keine Organisation bestehe. Die Bergarbeiter hätten übrigens, wie er Herrn Bueck versichern könne, Arbeiterausschüffe verlangt, seien aber von den Arbeit­gebern schroff abgewiesen worden. Redner bespricht auch die Wahlbeeinflussungen durch die Arbeitgeber und fordert zum Schlüsse auf, die Kirche bei der Lösung der socialen Frage mehr mitwirken zu lassen. Das sei eines der ersten Er­fordernisse.

Professor Degenkolb-Tübingen findet, daß persönliche und wirthschastliche Freiheit zu sehr mit einander vermischt werden. Das trage zur Verwirrung des Rechtsgefühls bei und dagegen müsse er als Jurist protestiren.

Dr. Reismann - Düsseldorf behauptet, die Arbeiter- ausschüsse hätten nirgends viel erreicht. Im Ruhrkohlen­gebiet wollten die Arbeiter die Ausschüsse nicht, da sie nicht die Wirkung hätten, die man von ihnen erhofft. Neben den Ausschüssen beständen Rechtsschutzvereine, auf welche der Ar­beiter am meisten Werth lege. Redner wird übrigens so persönlich gegen Stötzel und Lensing, daß er vom Vorsitzen­den zur Sache gerufen wird.

Professor Dr. Sering-Berlin tritt mit großer Wärme für die Arbeiterausschüffe ein. Die Kernfrage fei doch eigent­lich die: Wie stellen sich die Arbeitgeber zu der mit elemen­tarer Gewalt andrängenden Organisation der Arbeiter? Den Standpunkt des Herrn Bueck beklage er. Derselbe erinnere an die Haltung des Adels vor der französischen Revolution. Auch dort starre Ablehnung, bis die Gewalt Alles niederriß. Mit Professor Degenkolb könne er nicht fragen, ob das Alles dem bestehenden Recht entspreche. Das seien Elementar­gewalten, mit denen man rechnen müsse. Herr Bueck erkläre, die Organisation liefere Alles in die Hände der Socialdemo­kratie, die in der Vereinsschrift niedergelegten Gutachten be­sagten das Gegentheil. Er bedauere die Arbeitgeber, die ihre Zeit nicht begriffen. Man müsse den Leuten entgegenkommen. Die Erziehung der Arbeitgeber, d. h. die Loslösung von dem beschränkten Standpunkt der Fabriksouveränität, sei ebenso wichtig, wie die Erziehung der Arbeiter. (Lebhafter Beifall.)

Abgeordneter Caplan Dasbach- Trier erwidert zunächst Herrn Dr. Reismann, daß im Saarrevier der Rechtsschutz­verein neben den Ausschüssen bestehen bleibe, weil bei der Ausschußwahl Wahlgeometrie getrieben worden sei. Die Aus­schüsse würden auch schlecht behandelt. So kenne er einen Fall, wo die Arbeiter zu einer Ausschußsitzung gleich nach der Schicht geladen wurden und während der vierstündigen Sitzung stehen mußten. Er habe die Sache erforscht und gehört, den Arbeitern habe man keine Stühle angeboten, weil sie bei der ersten Sitzung keine gewollt hätten. In Wirklichkeit habe der Fall aber so gelegen, daß die Berg­leute bei der ersten Sitzung Stühle hatten, beim Eintreten des Directors höflich aufstanden und stehen blieben, da man sie nicht wieder zum Sitzen einlud. Wenn so etwas passiren könne, sei es schon weit gekommen. Er bedauere nur, daß der betreffende Director noch in Amt und Würden sich be­finde, der verdiene abgesetzt zu werden. Redner erhebt noch weitere Klage über die schlechte Behandlung der Arbeiter in den Kohlenbezirken. Er fordert, daß in den Ausschüssen die Lohnsrage mit dem Arbeiter besprochen, daß er veranlaßt werde, wie viel er gebrauche rc. So müsse der Arbeiter ge­stellt werden, daß er ein menschenwürdiges Dasein zu führen vermöchte.

Damit ist die Discussion geschlossen und es erhalten die Referenten das Schlußwort.

Abgeordneter Stötzel constatirt, daß im Allgemeinen das Bestreben, fördernd mitzuarbeiten, zu Tage getreten sei. Der von ihm erwähnte Vorfall mit der Dynamitpatrone fei in einer Grube des Kölner Bergwerksbezirks am 22. März 1878 passirt. Er schließt mit dem Ausspruch, daß der egoistische Zug der Unternehmer nur an der Hand der zehn Gebote be­kämpft werden könne.

Generalsecretär Bueck wendet sich in erregter Weise gegen feine Gegner. Professor Munroe habe sehr warm für die Trades Unions gesprochen, aber seine Ausführungen in keiner Weise widerlegt. Daß es den Herren lieber wäre, wenn er das Material über England nicht hätte, glaube er schon. (Au!) Den Abgeordneten Stötzel, der mit den Social­demokraten sympathisire, obgleich diese für den Massenaustritt aus der Landeskirche agitirten, begreife er nicht. Den Äuße­rungen Dr. Oldenbergs über Lensing und die ultramontane Presse stimme er zu. (Der Vorsitzende ruft den Redner zur Sache.) Die Unternehmer verständen ihre Zeit sehr wohl, es seien hochintelligente Leute darunter. An der französischen Revolution seien die unklaren Ideen Schuld gewesen, die ins Volk geworsen worden seien. Im Interesse der Zeit wolle er schließen, er wisse ja doch, daß man ihn noch ordentlich verarbeiten werde. (Große Heiterkeit.)

Geheimer Hosrath Professor Dr. Bre ntano berichtet zunächst verschiedene Mißverständnisse. Für die englischen Gewerkvereine sehe er eine officielle Anerkennung darin, daß einer ihrer Generalsecretäre zum Staatssecretär und 11 an­dere Secretäre zu Amtsrichtern ernannt wurden. Herr Bueck sei entrüstet über die Aeußerung, der angemessene Lohn sei der, welcher dem Capital nach Lage der Machtverhältnisse abgezwungen werden könne. Er frage, ob er auch entrüstet sei, wenn die deutschen Eisenindustriellen denjenigen Eisen­preis als den angemessenen bezeichneten, den sie nach der Marktlage den Consumenten abnöthigen könnten. (Bravo!) Die Thorheiten der Gewerkvereine wolle er nicht vertheidigen. Wenn aber Herr Bueck sage, unter den Fabrikanten gebe es räudige Schafe, so sei die Frage wohl erlaubt, ob die Ge­werkvereine nur Engel zu Mitgliedern haben sollen? (Heiter­keit.) Professor Degenkolb erwidere er, daß das Gesetz die Freiheit des Arbeitsvertrags festsetze, die practische Verwirk­lichung fehle nur noch. Professor Neumann bemerke er, daß er so lange als gewöhnlicher Mensch im Staube kriechen und sich nach der Marktlage richten werde, bis man ihm zeige, wie die Privilegien der absoluten Gerechtigkeit practisch bei der Lohnfestsetzung anzuwenden seien. College Schmoller ent­gegne er, daß er in der Mannigfaltigkeit der Industrie kein Hinderniß für die Entwicklung der Gewerkvereine erblicke. Sie sollten local entstehen, die Localverbände, würden sich nach Bedürfniß ausbreiten und aneinander schließen. Was dem Buchdruckergewerbe möglich sei, würden doch auch andere Gewerbe können. Daß nicht gleich alle Arbeiter von den Gewerkvereinen umfaßt würden, sei klar- die Sache gehe so vor sich, daß eine Schicht nach der anderen abgehoben werde. Das habe er bei den Docks in London gesehen. Helfe das nicht allen Uebelftänden ab, so bitte er um Nachsicht, nur ein Schuft gebe mehr, als er habe. (Bravo!)

Nach persönlichen Bemerkungen der Herren Bueck, Stützet, Schmoller und Lensing giebt Herr Geheimrath Gierke, welcher während der letzten Stunden Herrn Prof. Schmoller in der Leitung abgelöst hatte, das übliche Resume, welches im Wesentlichen dahingeht, daß in der Frage des Arbeits­vertrags zwei Meinungen schroff gegenüber standen, von denen die eine nichts, die andere Berufsverbände mit Corporations- rechten und Einigungsämtern haben will. Ziemlich einstimmig sprach man sich für Arbeiterausschüffe aus. Die englischen Gewerkvereine würden in ihrer Wirksamkeit im Allgemeinen als wohlthätig anerkannt. Für Deutschland liege die Frage so: Wie sollen Staat und Unternehmer sich den Gewerk- vereinen, falls sie entstehen, gegenüber stellen? Der Wunsch des Zurückdrängens derselben wurde nicht laut, indeß hoffte die eine Seite von denselben Alles, während die andere das Schlimmste von ihnen befürchtete. Eine Einigung wurde nicht erzielt. Keine Meinung hatte die Mehrheit für sich. Als eine Nothwendigkeit für das Wohl des Staates wurden ge­nossenschaftliche Verbände der Arbeiter mit Selbstbestimmung und Gleichberechtigung neben den Unternehmern von allen Seiten anerkannt.

Professor Schmoller dankte den Anwesenden für die Theilnahme an der bedeutungsvollsten und belebtesten Sitzung des Vereins und bedauerte, daß Grillenberger am Erscheinen verhindert war (Grillenberger hatte sich telegraphisch ent­schuldigt) und Arbeiter an den Debatten noch nicht Theil nehmen.

Geheimrath Blenck sprach dem Bureau und Professor Schmoller den Dank der Versammlung aus, dem diese durch Erheben von den Sitzen Ausdruck gab. Darauf erfolgte der Schluß der diesjährigen Generalversammlung. Die Theil- nehmer vereinigten sich imFrankenbräu" zu einer gemäch­lichen Zusammenkunft.

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Gießen, 3. October.

Wir hören aus zuverlässiger Quelle, daß Se. Köuigl. Hoheit der Großherzog sich von Rußland aus nach den Ver­hältnissen der durch das jüngste Brandunglück in Staufenberg Betroffenen hat erkundigen und die Summe von 300 Mk. für dieselben hat anweifen lassen.

Die Adresse, welche von den deutschen Städten dem Geueralfeldmarschall Grafen v. Mollke am 26. October über­reicht werden soll und die auch aus einem Blatte die sämmt- lichen Unterschriften der hiesigen Stadtverordneten (einschließ­lich Oberbürgermeister und Beigeordnete) enthält, hat folgenden Wortlaut:

Ew. Exeellenz! Die flammende Begeisterung, mit welcher ganz Deutschland vor 20 Jahren seinem Moltke entgegen­jubelte, erneuert sich heute am Schluß des neunten Jahr­zehnts der geschichtlich so bedeutungsvollen Periode, während welcher Ew. Exeellenz unserem Vaterland angehören, und dieser Jubel klingt nicht minder in dem erhebenden Gefühl der errungenen Weltstellung, als seinerzeit in den Tagen des Kampfes und der Siege. Deutschland bewundert in Ew. Exeellenz den Denker der Schlachten, der die Heere von Sieg zu Sieg führte, den genialen Feldherrn, dessen hervorragende Bedeutung seines Kaisers Scharfblick erkannte, und den ge­waltigen Heros der Kriegskunst. Dank Ew. Exeellenz so er­folgreicher Mitwirkung vermag Deutschland nunmehr seine gewaltige Kraft dem Dienste des Friedens und den Aufgaben der Cultur zuzuwenden. Im hohen Norden und au den Ge­staden des Bosporus, in der Fremde und in der Heimath, in ftrieg und Frieden, wo immer Ew. Exeellenz sich zu be- thätigen hatte, gab es nur den einen Leitstern: die unver­brüchliche Pflicht, Treue dem Kaiser, Treue dem Reiche, Treue dem Volke und Treue gegen sich selbst. Aber auch das deutsche Volk hält Ew. Exeellenz Treue um Treue. Es dankt seinem Feldherrn, es verehrt seinen Helden und es liebt den Mann, der auf einer gewaltigen Höhe auch dem Ge­ringsten im Volke menschlich nahe geblieben ist. Ew. Exeellenz! Mit diesen wenigen Worten, die von Herzen kommen, nahen wir, die Vertreter der Städte des geeinten Reiches, uns Ihnen heute an diesem bedeutungsvollen Tage. Möge Ew. Exeellenz in ungebeugter Kraft, ein Jüngling an Herz und

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