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schäften und Industrien, die darnach angelhan seien, gewisse Rechte verleihe, so z. B- den Buchdruckern ein Specialgesetz, welches das Lehrlingswesen rc. regele. Das sei das Ver« -dienst des Herrn Bueck, daß er gezeigt, welcher Terrorismus von den Gewerkvereinen ausgehe. Sie bringen gewiß viel Nützliches mit sich, aber sie würden auch die Zunftzeit zurück- sühren, Riesenmonopole auf der einen, geschloffene Arbeiter­organisationen auf der anderen Seite. Damit gehe dann aber ein gut Theil der persönlichen Freiheit verloren. Ständen aber so gewaltige Vereinigungen einander gegenüber, dann müsse der Staat die Leitung in die Hand nehmen. Von derartigen Uebergängen befürchte er so ernstliche Friedens­störungen, daß er in der That Bedenken trage, ob unsere Industrie sie werde ertragen können. Die Klassenverschieden­heit werde nicht aushören, ihre Ursache liege in einem auf Jahrhunderte zurückgehenden Unterschied der persönlichen geistigen Fähigkeiten.

Fabrikbesitzer Simons-Elberfeld bekennt sich als Ar­beitgeber, der für die Coalitionsfreiheit eingetreten und auch gewillt sei, die Consequenzen zu ziehen, so lange die Arbeiter sich auf dem Boden des Rechts bewegten. Dem Herrn Stötzel müsse er entgegnen, daß die Bergarbeiter den Ver­trag wohl gebrochen hätten. Eine Organisation hätten sie nicht gehabt, gekündigt auch nicht, mithin habe ein Contract- bruch vorgelegen. Sie hätten damit ein schlechtes Beispiel gegeben. Ein großer Verehrer der englischen Institutionen sei er zwar, doch wisse er im Moment selbst noch nicht, für welche Organisation er sich entscheiden würde. Dagegen wünsche er bestimmt, daß die deutschen Arbeiter gleich Einiges von ihren englischen Genossen adoptiren möchten, nämlich das richtige Verständniß für das Capital und'den höflichen Um­gangston. Letzteres empfehle er aber auch den Arbeitgebern. Für Uebertraguug der Trades Unions könne er sich nicht aussprechen, weil bei uns die localen Verhältnisse zu sehr mit- sprächcn. Statt der unbestimmten Fassung der Gewerbe­novelle habe er lieber obligatorische Arbeiterausschüsse, die allerdings nur local wirken könnten, gesehen. Die Furcht vor der Socialdemokratie sei zu groß. Die Socialdemokratie werde auch reifer und einsichtiger.

Generalsecretär Dr. Baeumer - Düsseldorf übt ander Schrift Dr. OldenbergsStudien zur rheinisch-westfälischen Bergarbeiterbewegung" eine scharfe Kritik. Er müsse gegen Lie Richtigkeit der in dem Buche ausgestellten Behauptungen Namens der rheinisch westfälischen Grubenbesitzer protestiren. Das Buch sei die Frucht emsiger Lesestudien, aber der Ver­fasser sei nie im Kohlenrevier selbst gewesen. Wer über die Verhältnisse urtheilen wolle, müsse direct mit den Leuten verkehren, Arbeiter und Arbeitgeber hören und nicht in der Studirstube sitzen.

Geheimer Ober-Regierungsrath Dr. Thiel- Berlin be­merkt zunächst dem Vorredner, Dr. Hammacher habe ihm ge­sagt, daß der Standpunkt Dr. Oldcnbergs, der wohl Mann genug sein werde, sich selbst zu vertheidigen, im Allgemeinen richtig sei. Eine gewisse Sachkenntniß müsse Oldenberg also doch nicht abzusprechen sein. Herr Bueck habe erklärt, die Gewerkvereine paßten nicht für uns, den Grund' für die Be­hauptung habe er nicht angegeben. Aber auch wenn er das gethan hätte, so hätte er auch zeigen müssen, wie es denn nun zu machen sei. Das sei die Lücke in einem Vortrag. Er habe uns auf das Wohlwollen der Arbeitgeber und die steigende Culturentwicklung vertröstet, auf das Wohlwollen allein könne man sich aber nicht verlassen. Das habe man auch beim Krankenkassengesetz nicht gethan. Die Lohnhöhe müsse gemeinsam regulirt werden, damit die Lasten gleiche seien. Wie soll das geschehen? Das könne nur durch eine Organisation der Arbeiter geschehen und die Arbeiter müssen zu einer Organisation kommen. Herrn v. Heyl entgegne er, daß die wenigsten Geschäfte in der Hand einer Familie blieben und ute Actiengesellschaften für ihre Arbeiter viel eher etwas rhäten als der Privatbesitzer, der allein in die Tasche greisen müsse. Herrn Schmoller bemerke er, daß die großen histori­schen Perspectiven ihn nicht schrecken könnten. Für die Ewig­keit vermöchten wir Sterbliche nichts zu schaffen; heute könne etwas gut sein, das nach 100 Jahren schlecht genannt wer­den müsse. Unsere Nachkommen möchten dann resormiren. Man habe sich jetzt nicht zu fragen: können wir solche Proben aushalten, sondern zu sagen: wir müssen sie aus­halten. Die Coalitionsfreiheit bestehe und mit diesem Factum müsse gerechnet werden. Redner erklärt sich auch für strengste, selbst criminelle Bestrafung des Contractbruchs und Einfüh­rung der Arbeitsbücher, die auch gegen den Arbeitgeber be­nutzt werden könnten. (Beifall.)

(Schluß folgt.)

Gießen, 2. October.

Decanat Gießen. Gestern wurde die Decanats- synode des Decanats Gießen in der Stadtkirche zu Gießen abgehalten.

In dem Eröffnungsgottesdienst Vormittags 9V2 Uhr hielt Herr Pfarrer Vogel-Beuern über Maith. 9, 18, Heilung des Gichtbrüchigen, eine ernst erbauliche, gewissen­weckende und herzenstärkende Predigt mit dem Thema: Krank­heit und Heilung; er führte aus: Wer an der Gesundung des Volkslebens segensreich Mitarbeiten will, der muß vor Allem die Krankheit selbst recht erkennen, dann aber auch den Arzt, der allein helfen kann. Der den Synodalen bereitete Segen soll dadurch keinen Abbruch erleiden, daß aus der Gemeinde höchstens ein halbes Dutzend an dem Gottesdienst rheilnahm.

Nach kurzer Panse, 3/4l 1 Uhr, eröffnete Herr Decan Wahl-Wieseck die Verhandlungen mit einer auf ein Bibel­wort gegründeten Ansprache. Daraus stellte derselbe die Zahl der Anwesenden fest- es ergab sich vollzähliges Vorhanden­sein aller Synodalen? Als berathendes Mitglied war Herr Professor Stamm-Gießen zugezogen worden. Nachdem sodann der Vorsitzende den allgemeinen Bescheid des Ober-

consistoriums auf alle Decanatssynoden des Jahres 1889, sowie den besonderen Bescheid aus die vorjährige Synode Gießen vorgelesen hatte, erstattete er den Bericht über die Wirksamkeit des Decanats-Ausschuffes und über den kirch­lichen und sittlichen Zustand der Decanatsgemeinden im Jahre 1889. Das Decanat hat 20 Pfarreien, die, wenn vollzählig, von 22 Geistlichen versehen werden- 43121 Seelen hatte das Decanat nach der Zählung in 1885. Zwei Pfarrer, D. Strack und Heberer, sowie einige Kirchenvorsteher und Gemeindevertreter sind gestorben. Die liturgische Ausgestaltung der Gottesdienste ist im Zunehmen begriffen, das neue Gesang­buch, auch das neue Choralbuch ist fall in allen Gemeinden im Gebrauch. Zum ersten Male ist ein ungetanstes Kind christlicher Eltern als schulpflichtig in die Schule eingetreten. Beklagt wurde der an vielen Orten die Jugend verderbende Spinnstubenunsug, der Wirthshausbesuch seitens der weiblichen Jugend, die allzuvielen Tanzbelustigungen, Fahnenweihen und Stiftungsfeste, die Vergnügungs- und Genußsucht und die Verschwendung besonders der jungen Leute, endlich der Mangel an richtiger Kinderzucht. Anerkennend wurde hervorgehoben, daß die Leichenschmäuse im Decanat überwunden seien- dem aber wurde hernach von Herrn Pfarrer. Georgi-Steinbach widersprochen, der mit vielseitiger Zustimmung hervorhob, daß diese Leichenschmäuse an vielen Orten allerdings noch bestünden mit bedauerlichen Mißbräuchen. Ueber Kirchen- und Abend­mahlsbesuch, Wohlthätigkeitswerk, Lesen christlicher Blätter konnte Erfreuliches mitgetheilt werden. Betreffs des Secteu- wesens wurde berichtet, daß die Crischonasendboten schon wiederholt zum Austritt aus der Landeskirche aufgefordert hätten, doch bis jetzt ohne Erfolg. Das Gesammtbild des Decanats zeigt neben Manchem, das nicht gefällt, auch vieles Erfreuliche, neben manchem Schatten auch viel Licht.

Nach dieser Berichterstattung wurde zum ersten Gegen­stände der besonderen Verhandlungen geschritten, nämlich der Frage: Welche Aufgaben hat die evangelische Kirche gegenüber der socialdemokratischen Be­wegung zu erfüllen? Herr Pfarrer Dingeldey - Gießen hielt hierüber einen freien, beinahe einstündigen Vor­trag, dem er 12 Thesen, vorher gedruckt und den Synodalen mitgetheilt, zu Grunde gelegt hatte. Die Zahl und Aus­dehnung dieser Thesen verbietet es uns, sie hier im Wortlaut witzutheilen. Vortrag und Thesen behandelten zuerst die Ursachen und Art der Socialdemokratie und ihrer Macht und stellten dann die Ausgabe, sowie die mannigfachen Mittel der evangelischen Kirche gegenüber der Socialdemokratie ins Licht. Der zweite Berichterstatter, Herr Professor Stamm-Gießen erledigte darauf in halbstündigem Vortrag seine Aufgabe dahin, daß er die Discussion einleitete und an der Hand der Thesen vorschlug, das von ihm bezeichnete Notorische, sowie alle Selbstverständliches enthaltenden Vorschläge wegzulassen und die von ihm als einer näheren Beleuchtung würdig hervor­gehobenen > Punkte weiter zu behandeln. An der darauf folgenden Discussion nahmen Theil die Herren August Heß-Gießen, Pfarrer Deggau-Heuchelheim, Pfarrer Dr. Nauma nn-Gießen, Pfarrer Georgi-Steinbach, natürlich auch die beiden Berichterstatter. Ernste Worte wurden gesprochen, besonders über die Schule, ihr allzu reich­liches Unterrichten und zu beschränktes Erziehen, über die Unkirchlichkeit und den Unglauben der Hohen, Gebildeten, Gelehrten, Machthabenden, über die Gebundenheit der Kirche durch den Staat und die dringende Nothwendigkeit größerer Freiheit und angemessener Organisation derselben, über die Predigt und ihre Wirkung, über Sinnesänderung, über Werth und Bedeutung des irdischen Besitzthums. Von einer Be­sprechung der einzelnen Thesen im Zusammenhang, sowie von Abstimmung über dieselben wurde abgesehen.

Es folgte der weitere Gegenstand der Tagesordnung: Beschlußfassung über Nachtrag zum Voranschlag wegen der Anstellung einer Gemeindekrankenpslegerin. Der Herr Vorsitzende theilte mit, daß der Decanats-Ausschuß vom 1. Juni 1890 an eine Gemeindekrankenpflegerin, Bertha Büchsler zu Großen-Buseck, angestellt habe mit einem Jahres­gehalt von 550 Mk., und daß derselbe ein Statut für die Krankenpflege im Decanat Gießen aufgestellt habe. Der Herr Vorsitzende mußte freilich weiter mittheilen, daß diese Pflegerin in den verflossenen vier Monaten noch nicht ein einziges Mal begehrt, noch an kein einziges Krankenbett gerufen worden sei. Nichtsdestoweniger solle aber die neue Einrichtung bestehen bleiben, und deshalb beantrage er, daß für die zwei folgenden Jahre eine Ausgabe von 948 Mk. aus der Decanatskasse für den genannten Zweck der inneren Mission bewilligt würden. Herr Pfarrer Dr. Naumann- Gießen hob hervor, daß die Decanatssynode gegenüber den gesetzlichen Bestimmungen diese Genehmigung gar nicht ohne Weiteres ertheilen dürfe, denn ein Ausschreiben des Oberconsistoriums vom 2. November 1888 an die Decanate und Kirchenvorstände schreibe betreffs der Verwendungen der Decanatssynoden für Zwecke der inneren Mission ausdrücklich vor, daß Aufwendungen fraglicher Art von vornherein in den Decanatsvoramchlag ausgenommen und mit Angabe von Zweck, Art und Kostenbetrag erläutert werden müsse, daß eine Abschrift des aus einen solchen Posten Bezüglichen jedem Decanatsabgeordueten mindestens 14 Tage vor Abhaltung der Decanatssynode schriftlich zuzustellen und daß jeder Kirchenvorstand zu veranlassen sei, sich gutächtlich über den fraglichen Plan zu äußern, und daß endlich diese Berichte der Decanatssynode vor ihrer Beschlußfassung zur Kenntniß zu bringen seien. Da nichts Derartiges bis jetzt geschehen sei, so stelle er den Antrag, daß die Beschluß­fassung über diesen Gegenstand bis zur nächstjährigen Synode ausgesetzt werde und daß bis dahin den Vorschriften gemäß verfahren würde. Auf Vorschlag des Herrn Vorsitzenden wurde dieser Antrag mit Zustimmung des Antragstellers dahin geändert, daß die Synode den geforderten Credit genehmigen wolle unter der Voraussetzung, daß den bestehenden Vor­schriften gemäß die Zustimmung der Kirchenvorstände nach­gesucht und ertheilt werde. Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen.

Herr Pfarrer Dr. Naumann-Gießen stellte fernerden

Antrag, daß das von dem Decanats-Ausschuß aufgestellte Statut für die Gemeindepflege der nächstjährigen Decanats­synode zur Berathung und Beschlußsaffung vorgelegt toerter daß aber bis dahin aus Grund deffelben weiter gearbeitet werden möge. Er begründete seinen Antrag mit dem Hinweis darauf, daß ein solches Statut auch als provisorisches nur mit Zustimmung der Decanatssynode kirchenversassungsmäßige Geltung haben könne, daß es darum schon der heutigen Synode hätte vorgelegt werden sollen- daß ferner manche Punkte im Statut sehr anfechtbar seien, und daß endlich bei endgiltiger Feststellung nach dem Kirchenversassungs-Edict § 70, pos. 2 und § 71 verfahren werden müsse. Dieser Antrag wurde nach kurzer Discussion fast mit Einstimmigkeit angenommen^

Endlich wurde noch, außerhalb der Tagesordnung, aus Antrag des Herrn Pfarrers Schlosser-Gießen ein Ver­treter des Decanats für die innere Mission ernannt und zwar in der Person des Herrn Pfarrers Deggau-Heuchel- heim.

Mit einem Gebet des Herrn Pfarrers Schlosser- Gießen wurde hierauf die Synode um 3*/4 Uhr Nachmittags geschloffen.

Se. Königl. Hoheit der Großherzog hat dem Mitgliede der Freiw. Gail'schen Feuerwehr Heinrich Kümmel das Ehren­zeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren verliehen.

Der Hilfsgerichtsschreiber bei den Untersuchungs­richtern am Landgericht der Provinz Rheinhessen Jacob Dosch wurde zum Hilfsgerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Gießen ernannt.

Friedberg, 1. October. Seitens des hiesigen Cornites zur Errichtung eines Nationaldenkmals für den Fürsten Bis­marck wurden heute als erste Rate Eintausend Mark einge­gangener Beiträge aus dem Kreise Friedberg an das Landes- Comite abgesandt.

Obstausstellung zu Friedberg vom 2. bis 8. öctofcer. Die Ausstellung wächst unter der Hand und nimmt ungeahnte Ausdehnung an. Wären die Anmeldungen zur rechten Zeit eingelaufen, hätte allen Wünschen Rechnung getragen werden können. 500 Teller waren angemeldet, auf 1000 machte man sich gefaßt bis jetzt sind bereits 3000 Teller gefüllt, sodaß dem Ausschreiben entsprechend am letzten Tag kein Obst mehr angenommen werden kann, außer angemeldetes, welches verspätet eintrifft. Was die äußere Ausschmückung anlangt, so gestaltet sich dieselbe Dank der anerkennenswerthen Spende des Fabrikanten Roßbach in Friedberg und des liberalsten Ent­gegenkommens der Firma Siesmayer in Bockenheim, die eine Wagenladung der herrlichsten Docorationspflanzen hierher­sandte, zu einer sehr würdigen und freundlichen. Der Wetterauer Obstbauverein braucht vor seinem ersten Schritt in die Oeffentlichkeit nicht bange zu sein, die Idee ist durch­geschlagen und die Wetterauer Obstzüchter beweisen, daß es ihnen mit der Sache ernst sei. Ein Besuch der Ausstellung wird in jeder Beziehung belehrend und erfreuend fein.

x Grümugen, 1. October. Der diesjährige allgemein reiche Obstsegen kam auch unserer Gemeinde zu Theil. Dieselbe erzielte aus ihr gehörigen Obstbäumen den Betrag von 1285 Mark, mit dem vorher versteigerten Frühobst rund 1300 Mark. Der hiesige Gesangverein, welcher durch ein Vermächtniß eines Gönners wohl der finanziell best gestellte Oberhessens sein dürste, löste aus einem ihm hiermit zu- gefallenen Baumftück 52 Mark für Obst.

§ Ruppertenrod, 1. October. Zwanzig hiesige Bürger sind zusammengetreten, und Haven eine Dampfdreschmaschinen- Genossenschaft gebildet. Der Ankauf der Dreschmaschine ist bei der rühmlichst bekannten Fabrik Lanz-Mannheim erfolgt. Die mit allen Neuerungen versehene Maschine ist acht­pferdekräftig und kostet mit allem Zubehör 7600 Mk.

A Mücke, 1. October. Die in nächster Nähe aus­laufende bedeutende Drahtseilbahn, welche von Nieder- Ohmen kommt, geht ihrer Vollendung entgegen. Bereits spannt man die äußerst starken Drahtseile über die Tragböcke. Maschinenhaus und Verladungsgerüst sind schon geraume Zeit fertig gestellt. Die Herstellung der Drahtseilbahn soll 400,000 Mark kosten.

Büdingen, 1. October. Am 26. September hat Se.. Majestät der König von Rumänien dem Hofgärtner L. ©Gerling, (geb. Büdinger) gelegentlich eines Besuches auf der Insel Mainau, die große goldene Verdienstmedaille verliehen.

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* Darmstadt, 1. October. (Militärdienstnachrichten.)' Die Oberstabsärzte 2. Klasse Dr. Metzler vom 1. Großh. Hess. Jnf.-(Leibgarde-)ä?egt. Nr. 115 und Dr. Schmidt vom 3. Großh. Hess. Jnf.-Regt. (Leib-Negt.) Nr. 117 wurden zu Oberstabsärzten 1. Klasse ernannt.

* Darmstadt, 1. October. Heute Morgen halb 6 Uhr ist die sechste Batterie des Großh. Hess. Feld-Artillerie-Regts. Nr. 25, welche dem neu formirten Feld - Artillerie - Regiment Nr. 34 zugetheilt worden ist, nach der nunmehrigen Garnison Mörchingen abgerückt. Dieselbe wurde von der Regiments­musik bis zum Ludwigsbahnhof begleitet.

* Darmstadt, 1. October. Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde ertheilt: Durch Entschließung Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs vom 22. September: dem derzeitigen Commandanten der frei­willigen Feuerwehr zu Offenbach Martin Weil und dem Mitgliede der freiwilligen Feuerwehr zu Wimpfen am Berg Georg Barth.

* Offenbach, 27. September. Vorgestern Abend wurde in einer hiesigen Wirtschaft zwischen zwei Gästen eine interessante Wette eingegungen. Der eine derselben verpflichtete sich, bis zum nächsten Morgen 10 Uhr seinem Gegner gegen eine Zahlung von 10 Mk. 1000 Stück Fliegen lebendig zu liefern und vorzuzählen. Diese Wette wurde von beiden Seiten acceptirt und alle anwesenden Gäste stellten dem Lieferanten ihre Fliegen zur Verfügung. Die ganze

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* Den Statistische stelle smd folgende Not Bietbesteuerung im Grc zu entnehmen: In t Bierproduction in Hess Ganzen producirt 998 liter im Vorfahre ot Dieser Production en Brausteuer, dieselbe gegen 871 188 Mk. von 77647 M. T hauptsächlich in der Obst- unb Weinernte unterzährizes Pier IW Kgr. Gerstenmal. mindestens 360 unb preise für bis einens

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