s vom 2. bis 8. Oktober, mnd und nimmt ungeahnte Meldungen zur rechten Zeit Rechnung getragen werden meldet, aus 1000 machte ereits 3000 Teller gesüllt, ) am letzten Tag kein £)b[t Her angemeldetes, welches- re Ausschmückung anlangt, merkennenßwerthen Spende tg und des liberalsten Ent- )er in Bockenheim, die eine ocorationspflanzen hierher« und sreundlirhen. Der vor seinem ersten Schritt u jein, bie Idee ist durchsuchter betonen, daß es i Besuch her NuMung mb erfreuend (ein.
iei diesjährige allgemein inemde zu Thell. Dichlbr Sinnen den Betrag von -steigerten Frühobst rund erein, welcher durch em er finanziell best gestellte i einem ihm hiermit zu- Obst.
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Nacht wurde nun eine allgemeine Jagd ans die theilß ruhenden, theils summenden Thiercheu angeslellt und gelang es, eine nach der andern bis zur verlangten Anzahl wohlgezählt und lebendig in einen Kasten einzuspcrren und sie dem verblüfften Wettenden am ander» Morgen vorzusühren.
* Frankfurt a. M., 25. September. Eine ungültige Ehe. Wie nothmendig es ist, bei einer einzugehenden Ehe sich gegenseitig volles Vertrauen zu schenken und nichts zu verheimlichen,' was später zu erfahren beiden Thcilen recht unangenehm werden kann, beweist ein gestern gefälltes Urtheil der hiesigen Civilkammer, das — ein seltener Fall — eine 'Ehe für ungültig erklärte. Die Frau hatte nämlich ihrem Manne verschwiegen, daß sie vor der Ehe ein Verhältniß gehabt, das nicht ohne Folgen geblieben war. Der Ehemann erfuhr dies nachträglich, klagte auf Ungültigkeitserklärung der Ehe und erstritr ein obsiegendes Urtheil.
— Frankfurt a. M., 1. October. Das Erlöschen des Socialistengesetzes ist in unserer Stadt ohne be- merkenswerthe Vorgänge vorübergegangen. Zwar sah man sowohl in der Stadt selbst als in den Orten der Umgebung hier und dort eine rothe Fahne, damit war aber auch Alles zu Ende. Aus Frankfurt waren übrigens, wie sich jetzt herausstellt, weit mehr Personen ausgewiesen, als man gemeinhin annahm. Während man seither glaubte, das Viertel- Hundert sei nicht überstiegen, wurden thatsächlich 53 Personen ausgcwiesen, darunter die Schriftsteller R. Frohme und W. Liebknecht, Lehrer A. Sabor, Gräfin Guilleaume-Schack, Kaufmann P. Singer, Kaufmann Füllgrabe re. Von den Ausgewiesenen haben sich manche auswärts eine gute Existenz gegründet und werden schwerlich so leicht wieder nach Frankfurt zurückkehren, andere dürften bald innerhalb unseren Mauern wieder sichtbar werden. Sabor, der langjährige Vertreter- Frankfurts im Reichstage, kehrt gutem Vernehmen nach auch wieder hierher zurück.
* Den Statistischen Mittheilungen der Großh. Eentral- stelle sind folgende Notizen über die Bierproduction und die Bierbesteuerung im Großherzogthum tzeffen im Jahre 1889/90 zu entnehmen: In dem abgelaufenen Jahre hat sich die Bierproduction in Hessen wesentlich gehoben, es wurden im Ganzen producirt 998 493 Hectoliter gegen 914433 Hecto- liter im Vorjahre oder ein Mehr von 84 060 Hectoliter. Dieser Production entsprechend war auch die Einnahme an Brausteuer, dieselbe betrug im letzten Jahre 948 845 Mk. gegen 871 188 Mk. im Vorjahre oder eine Mehreinnahme von 77 647 Mk. Die Ursache dieser Betriebssteigerung lag hauptsächlich in der im Rechnungsjahre 1889/90 geringen Obst- und Weinernte. Die meisten Brauereien stellen nur untergähriges Bier her und wurden durchschnittlich aus 100 Kgr. Gerstenmalz 400 Liter untergähriges Bier gewonnen, mindestens 360 und höchstens 490 Liter. Die Durchschnittspreise für die einzelnen Biersorten stellten sich für je 100 Liter
gewöhnliches Schankbier auf 15 bis 18 Mk., Exportbicr 2C. s auf 18 bis 24 Mk. und obergähriges Bier auf 10 Mk. j Nicht unbedeutende Mengen Bier wurden aus den benachbarten ■ Städten, besonders Frankfurt, Wiesbaden, Hanau rc. ein- ; geführt, aber auch aus den Nachbarstaaten Bayern und Baden ; fand eine beträchtliche Einfuhr statt. Die Zahl sämmtlicher i Brauereien im Großherzogthum beträgt 259, davon waren ‘ im letzten Jahre 227 im Betrieb und von diesen wurden in j 210 Brauereien untergähriges Bier hergestellt.
* Lützen, 25. September. Ein Mißgeschick auf der Hochzeitsreise traf einen hiesigen Schneider. Höchst praktisch führte das junge Paar die ganze Ausstattung der Frau nach dem Heimathsorte des Gatten auf einem zwei- spännigen Wagen gleich mit sich. Als Glanzstück thronte hoch oben ein nagelneues Sopha, welches der junge Ehemann, eine Cigarre schmauchend, nebst seiner Vielgeliebten als Sitz erkoren hatte. Schon kamen die Thürme Lützens immer näher, als plötzlich dem Paare zugerufen wurde: „Kinder, auf Eurem Wagen brennts ja!" Entsetzt sprang das Paar empor und bemerkte in der That hinter dem Sopha eine Rauchsäule, der sehr bald die Flamme folgte. Schnell entschlossen warf der junge Ehemann das brennende Sopha vom Wagen herab und überljeß es den Flammen. In sehr gedrückter Stimmung wurde dann der Rest der Hochzeitsreise zurückgelegt.
* Heiteres aus der Gesellschaft. In einem kritischen Reisebriefe des „B. T." über Flensburg wird ein Geschicht- chen erzählt, das die Flensburger mit ungeheurem Vergnügen erzählen. Der Verfasser weiß nicht, auf welchem deutsch' dänischen Sprachgebrauch die Pointe beruht; jedenfalls ist die Wirkung der kleinen lebenswahren Anecdote von der Kenntniß des dänischen Sprachgebrauches nicht abhängig, sondern im ganzen deutschen Vaterlande verständlich. Also, in ein reiches Kaufmannshaus sind die sogenannten „Spitzen" zum Essen geladen. Schon wollten sich die Herrschaften von der Tafel erheben, da bittet die deutsch-dänische Dame des Hauses: „Ach, bitte noch einen Augenblickes gibt noch was hinten d r au f."
* Unter den Feldwebeln und Unteroffizieren des ganzen 11. Armeecorps ist Feldwebel HengelHaupt in Gotha der beste Schütze gewesen, er hat deshalb die vom Kaiser ausgesetzte Prämie, eine goldene Uhr, erhalten.
Derlei», Land« tut» L>olk,u»tr1hschaf»
Limburg, 1. October. Fruchtmarkt. Rother Weizen jfc, 1710, weißer Weizen X--, Korn JL 1260, Gerste 10.—, Hafer JL 6.80, Erbsen JL —•—, Kartoffeln «4L —.—.
I
Kartoffelfeuer!!!
Unsere Bitte, sich der Bekämpfung der Kartoffelfeuerunsitte anzuschließen, hat bereits gure Früchte gezeitigtAuch die gestrige Entgegnungsnotiz ist in vielfacher Beziehung zu Gunsten unserer Ideen und Ziele ausgefallen und wird jedenfalls erhöht die Aufmerksamkeit des Publikums auf die beregte lästige Unsitte lenken, welche — das geben wir gerne zu einer gewissen Poesie nicht entbehrt.
Ausschlaggebend ist letzteres nicht.
Einsender legt ein großes Gewicht aus die Beseitigung der Holzabfälle, Heckenreiscr rc. durch Verbrennen. Dies wird Niemand bekämpfen wollen und soweit befinden wir uns auch ganz im Einverständniß mit der Entgegnung, nur machen wir darauf atlsmerksam, daß gerade diese Theile wohl Feuer und Dungasche, nicht aber den beregten belästigenden Qualm erzeugen. Es handelt sich ja in der Hauptsache — was aber von dem geehrten Herrn Einsender übersehen zu sein scheint — nicht um eine Empfindsamkeit der Nase, sondern um den Schutz der Lungen und Erhaltung der für diese so nöthigen frischen, reinen Lust.
Angefügt möge bei dieser Gelegenheit gleich werden, daß ein allzu energisches Beschneiden der Hecken nicht wünschens- werth erscheint, da damit der fast einzige gedeckte Aufenthalt und Schutz unterer kleinen befiederten Welt im Felde vernichtet wird.
Was die sonstigen, als bedenklich für die Landwirthschaft angenommenen Folgen anlangt, so sei darauf verwiesen, daß man die Kartoffelstrunken vielfach mit unterackert. In der Wetterau und anderen Gegenden läßt man die Strünke dagegen in kleinen, mit Erde zugedeckten Gruben vermodern, vermeidet damit ebenfalls den lästigen Geruch und erzielt, namentlich unter Kalkzusatz, ein vorzügliches Düngemittel.
Der Postdampfer „Belgenland" der „Red Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 30. Septbr. wohlbehalten in Phila- delphia anaekommen
Temperatur in Gießen.
September 1890.
Niederste.......+
Mittlere.......+
Mittel früherer Jahre.....+
Höchste........+
Niederschlag (meßbar) an 2 Tagen
„ im Mittel früherer Jahre an 12 Tagen Im Jahre 1886 betrug die Mitteltemprratur
1,9 ob.
11,77 „
11,00 „
19,8 „
0,09 Par. Zoll.
1,75 „ „
des September
1272°.
Ein lo geringer N'ederschlag wie diesmal ist (seit 1851) hier nur noch einmal beobachtet worden, nämlich 1865 (0,09 Par. Zoll).
Gottesdienst der israelitischen Retigionsgesellschast.
Freitag Abend 5« Uhr, Samstag Vormittag 8” Uhr, Samstag Nachmittag 3® Uhr, Samstag Abend 6» Uhr.
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Aepfelversteigerung.
Montag den «. dS. MtS, Vormittags von 9 Uhr an, werden die hiesigen Gemeindeäpfel an Ort und Stelle versteigert.
Lauter, am 1. October 1890.
Großh. Bürgermeisterei Lauter.
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Aufforderung.
Nachdem der frühere Großherzogliche Gerichtsvollzieher Karl Bühner in Gießen in Folge Uebertritts in den Gerichtsschreiberdienst aus dem Gerichtsvollzieherdienste ausgeschieden und er um Rückgabe der von ihm geleisteten Dienstcaution gebeten hat, ergeht die Aufforderung, etwaige Ansprüche aus dem Dienstverhältnisse des rc. Bühner als Gerichtsvollzieher, binnen drei Monaten bei dem unterzeichneten Gerichte schriftlich oder zu Protokoll des Gerichtsschreibers anzumelden, als sonst die gedachte Kaution zurückgegeben werde.
Gießen, 30. September 1890.
Großherzogliches Amtsgericht.
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Frritag den 3. Drtober 1890 sollen dahier durch den Unterzeichneten öffentlich gegen gleich baare Zahlung versteigert werden: . „
a. Nachm. 2 Uhr in der früher Bramm'schen Hosraither
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b. Nachm. 2Vr Uhr an Ort und Stelle (Zusammenkunft an Oswalds- garten):
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Gießen, den 1- October 1890.
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